Rubrik kunst
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Innenstadt
20.05.2022, 15:12 Uhr
Mobil und drehbar
Cadillac erhält Bühnenpodest-Unikat für zwei Schlagzeuge
Rico Heinemann und seine Frau Mechthild sind seit Jahrzehnten Stammgäste des Oldenburger Zentrums für Jugendkultur Cadillac. Seit einigen Jahren veranstalten beide gemeinsam mit dem Cadillac die bereits traditionelle Hard-Rock-Nacht im Cadillac. Was Heinemann dabei immer wieder aufgefallen ist: die nicht unerhebliche Umbauzeit der beiden Schlagzeuge. Und so kam er auf die Idee, dass dies doch ein Problem ist, welches er mit seiner Firma „Heineman(n)ufakur“ aus der Welt schaffen könnte.

Kurzum sprach er das Team des Cadillacs an und stieß hier auf neugierige und offene Ohren. Ein paar Gespräche und Messungen später machte er sich in seiner Firma in Elsfleth daran, ein neues Bühnenpodest, einen so genannten Drum-Riser, zu bauen. Auf dieses handgefertigte Unikat passen nun gleichzeitig zwei Schlagzeuge, zudem ist es drehbar und lässt sich in mehrere Unikate aufteilen.

Nun wurde es an den Cadillac Förderverein geliefert. Das gesamte Team des Fördervereins und des Cadillacs freut sich über diese einzigartige und nicht nur kreative, sondern vor allem auch problemlösende Spende.

Den ersten Einsatz hat der neue Drum-Riser am Freitag, 27. Mai, beim Hard-Rock-Nacht-Konzert mit „Black/Rosie“ und „Just Priest“, das wegen der Corona-Pandemie immer wieder verschoben werden musste.

Weitere Informationen zu anstehenden Konzerten und Tickets gibt es unter www.oldenburg.de/cadillac.
20.05.2022, 15:06 Uhr
Schreibwerkstatt für junge Talente
Coaching in literarischem Schreiben mit Schriftstellerin Sabrina Janesch
Das Literaturhaus Oldenburg bietet jungen talentierten Schreiberinnen und Schreibern die Möglichkeit, ihre Kenntnisse über Literatur und Textproduktion auszubauen und ihr eigenes Schreiben weiterzuentwickeln. In einer Werkstatt unter Leitung der Schriftstellerin Sabrina Janesch soll sich am 24. und 25. September und am 26. und 27. November, jeweils von 9 bis 17 Uhr, alles um Text und Sprache drehen. Veranstaltungsort ist das Kulturzentrum PFL. Voraussetzung ist die Teilnahme an allen vier Terminen. Prosa-Schreibbegeisterte im Alter zwischen 16 und 26 Jahren können ihre Bewerbungen mit Motivationsschreiben und Schreibprobe bis Mittwoch, 20. Juli, per E-Mail einsenden. Das Motivationsschreiben inklusive Vorstellung der eigenen Person soll maximal eine Seite umfassen. Die Schreibprobe in Form eines eigenen fiktionalen Prosatextes soll maximal zehn Seiten lang sein. Die Texte sind als PDF-Dokument zu verschicken an: literaturhaus@stadt-oldenburg.de.

In der Schreibwerkstatt wird nicht bloße Theorie gelehrt, sondern die Teilnehmenden führen Schreibübungen durch und entwickeln ihre eigenen Schreibprojekte weiter. Zusammen mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter werden im geschützten Raum eigene und fremde Prosatexte diskutiert, kritisiert, gelobt und vorangebracht. Sabrina Janesch vermittelt Formen und Techniken des Schreibens, sie gibt Einblicke in Schreibprozesse und den Literaturbetrieb, und sie widmet sich als Expertin jeder und jedem Einzelnen und gibt allen Schreibprojekten gebührenden Raum. So bietet sie zwischen den Wochenenden jeder und jedem Teilnehmenden zusätzlich ein virtuelles One-on-One-Coaching an.

Sabrina Janesch, geboren 1985 in Gifhorn und jetzt in Münster lebend, studierte Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und Polonistik in Krakau. 2010 erschien ihr Romandebüt Katzenberge, das unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet wurde. Sie war Stipendiatin des Ledig House in New York, Stadtschreiberin von Danzig und Stipendiatin für das BLogbuch OLdenburg. Zu ihrem letzten, vierten Roman Die goldene Stadt (2017), der zum Bestseller wurde, schrieb Sten Nadolny: „Makellos geschrieben, fesselnde Figuren, Reichtum, wohin man sieht – plastisch, farbig und unvergesslich.“
20.05.2022, 09:30 Uhr
Preis der LiteraTour Nord 2021/22
Judith Hermann liest aus „Daheim“ am 1. Juni im Kulturzentrum PFL
Am 30. April nahm Judith Hermann den von der VGH Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord 2021/22 entgegen. Damit wurden ihr Werk und ihr aktueller Roman „Daheim“ einmal mehr gewürdigt. In der Laudatio des Literaturkritikers Roman Bucheli hieß es zu dem Roman: „Wenn wir dieses Buch ein Buch der Stunde nennen möchten, dann gewiss deswegen, weil es die Brüchigkeit all dessen vor Augen führt, was wir je mit dem Wort ‚daheim‘ zu bezeichnen hofften.“

Am Mittwoch, 1. Juni, ist Judith Hermann zu Gast im Literaturhaus und liest aus „Daheim“. Dabei spricht sie mit Monika Eden, der Leiterin des Literaturhauses, über die Geschichte des Augenblicks, in dem das Leben sich teilt, eine alte Welt verlorengeht und eine neue entsteht. Die Lesung im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de reserviert werden.

Die Protagonistin in Judith Hermanns Roman „Daheim“ ist ans Meer gezogen, in ein Haus für sich. Ihr früheres Leben hat sie hinter sich gelassen. Ihrem Exmann schreibt sie kleine Briefe, in denen sie erzählt, wie es ihr geht, in diesem neuen Leben im Norden. Sie schließt vorsichtige Freundschaften, versucht eine Affäre, fragt sich, ob sie heimisch werden könnte oder ob sie weiterziehen soll. Judith Hermann erzählt von einem Aufbruch, von einer Frau, die vieles hinter sich lässt, Widerstandskraft entwickelt und in der intensiven Landschaft eine andere wird. Sie erzählt von der Erinnerung.

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen weiteren Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis, dem Friedrich-Hölderlin-Preis, dem Rheingau Literatur Preis und dem Bremer Literaturpreis. 2019 besuchte Judith Hermann als Stipendiatin des Literaturhauses das Oldenburger Land und schrieb danach das Reiselogbuch Land. Kreise. Ziehen. Weiterziehen mit Zeichnungen von Andreas Reiberg. Der Text lässt eine Nähe der Schriftstellerin zum Nordwesten und besonders zur Küstenregion erahnen, die bei den Lesungen zum Projekt „Literarischer Landgang“ bestätigt wurde und sich auch in „Daheim“ zu zeigen scheint.
20.05.2022, 09:24 Uhr
Überlebenskünstler*innen gesucht!
Neues Kunstprojekt startet im Blauschimmel Atelier
Drei Jahre lang widmet sich der Bildende-Kunst-Bereich des Blauschimmel Ateliers in einem generationenübergreifenden Projekt dem Thema „Überlebenskünstler*innen“. Im Mittelpunkt stehen die Geschichten und Lebenserfahrungen der Teilnehmenden. Mit Hilfe künstlerischer Methoden aus der Malerei, der Fotografie, der materiellen Kultur und der Biographiearbeit werden diese kreativ bearbeitet und in Geschichten, Bildern, Filmen, Plakaten und Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert.

Drei Projektgruppen arbeiten dabei mit unterschiedlichen Generationen zusammen.

In dem Teilprojekt „Du und ich“ treten Schüler*innen unterschiedlicher Einrichtungen in einen kreativen Austausch, lernen sich über Briefe, Portraits und digitale Zeichnungen kennen und gestalten eine gemeinsame Ausstellung über ihre Begegnung. Interessierte Schulen, Schul-AGs und Nachmittagsbetreuungen können sich bei Tabea Mund tabea.mund@blauschimmel-atelier.de melden.

Die Projektgruppe „Mädchenträume. Visionen von Weiblichkeit“ richtet sich an Frauen und beschäftigt sich auf künstlerische Art und Weise mit den unterschiedlichen Lebenserfahrungen- und Entwürfen der Teilnehmenden. Zeitgeschichtliche Bilder und Vorbilder werden recherchiert und neue Rollenmodelle zeichnerisch, malerisch, filmisch und fotografisch ausprobiert. Interessierte können sich bei Susanne Barelmann unter susanne.barelmann@blauschimmel-atelier.de melden.

In dem Teilprojekt „Erlebte Geschichten“ geht es um die Geschichten und Erfahrungen älterer Menschen. Durch Fotoalben blätternd werden vergangene Erlebnisse wieder lebendig. Gemeinsam wird der ganz persönliche Blickwinkel auf Geschichte künstlerisch gestaltet und präsentiert. Interessierte können sich bei Jörg Scheel unter joerg.scheel@blauschimmel-atelier.de oder 0441-2480999 melden.

Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es unter www.blauschimmel-atelier.de. Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch und der OLB-Stiftung.
20.05.2022, 09:22 Uhr
Handlettering trifft auf florale Aquarellmotive
Lettering-Workshop für Fortgeschrittene im Horst-Janssen-Museum / Anmeldung bis 27. Mai
Florale Aquarellmotive können das Handlettering schön in Szene setzen. Im Lettering-Workshop am Samstag, 11. Juni, von 10 bis 15 Uhr im Horst-Janssen-Museum zeigt die Lettering-Expertin Martina Johanna Janssen, wie es geht. Nach einer kleinen Einführung zum Thema Farben mischen und Lockerungsübungen mit dem Pinsel geht es direkt in die Gestaltung von verschiedenen Aquarellblüten, über Blumen-Bouquets, bis hin zum Blumenkranz. Für die Ergänzung von Schriftzügen erhalten die Teilnehmenden praktische Tipps, wie die floralen Elemente und Schrift harmonisch vereint werden können.

 

Anmeldungen zum Workshop „Handlettering trifft auf florale Aquarellmotive“ sind bis zum 27. Mai telefonisch unter 0441 235-2887 oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de möglich. Die Teilnahme kostet 70 Euro inklusive Guide, Karten-Set und Material. Der Workshop eignet sich für Menschen, die bereits Erfahrungen im Bereich Handlettering haben und erfahren möchten, wie sich schöne Schriftzügen mit Aquarellblumen verzieren lassen. Gerne dürfen eigenen Aquarellfarben und Pinsel mitgebracht werden.
10.05.2022, 17:56 Uhr
Europa zu Gast in Oldenburg
Im Rahmen des EU-Projekts „Craft:in“ hat das Blauschimmel Atelier in dieser Woche Besuch aus vier verschiedenen Ländern.

Gemeinsam mit Kolleg*innen aus Lissabon (Portugal), Zagreb (Kroatien), Belfast (Nordirland) und Škofja Loka (Slowenien) baut das Blauschimmel Atelier eine Woche lang Masken und führt in die Kunst des Maskenspiels ein. Ziel des von der Europäischen Union im Rahmen von Erasmus Plus geförderten Projekts „Craft:in“ ist der Wissens- und Methodenaustausch. Alle beteiligten Einrichtungen arbeiten auf künstlerische Art und Weise mit marginalisierten Gruppen, wie Menschen mit Beeinträchtigungen, Migrant*innen und Minderheiten zusammen.

Während der 18-monatigen Laufzeit des Projekts besuchen sich die Einrichtungen gegenseitig und geben ihr spezifisches Wissen weiter. So nahm das Blauschimmel Atelier im letzten Jahr an einem Bildungsworkshop in Zagreb teil, der vom UPSET Theatre organisiert wurde. Dort lernen die Teilnehmenden mit Ton zu arbeiten und Seife, Desinfektionsmittel und Zahncreme selber herzustellen. Außerdem besuchten Blauschimmel-Mitarbeiterinnen die University of Atypical in Belfast, nahmen an einem Filzworkshop teil und erlebten das inklusive Bounce-Festival. Im Frühjahr fand ein in Lissabon organisierter Workshop statt, in dem Techniken wie Siebdruck erlernt und Fliesen bemalt wurden. Nun führt das Blauschimmel Atelier unter der Leitung von Ute Bommersheim in die Kunst des Maskenbau und –spiels ein. „Neben den verschiedenen handwerklichen und künstlerischen Tätigkeiten kommt natürlich auch der persönliche und kulturelle Austausch nie zu kurz und so freue ich mich ganz besonders über den Besuch unserer europäischen Gäste in Oldenburg“, so Ute Bommersheim.

Die an dem Projekt beteiligten Einrichtungen sind:

Arts & Disability Forum - University of Atypical (Großbritannien), sie arbeitet seit 1993 mit Menschen mit Beeinträchtigungen und gehörlosen Menschen im Bereich Kunst und Kultur zusammen und organisiert das einmal jährlich stattfindende große inklusive "Bounce"-Festival in Belfast

Centar za kulturu Trešnjevka/ Upset Theatre (Kroatien) ist ein inklusives Kulturzentrum mit Angeboten im Bereich Theater, Soziokultur, Tanz, Musik, Audiovisuelle Medien etc. (seit 1980)
Zavod Tri (Slowenien), Institut für nachhaltige Gemeinschaftspraktiken, fördert, organisiert und implementiert nachhaltige Gemeinschaftspraktiken. Der Fokus liegt auf der Arbeit mit Frauen.

Guerreiro & Silveira, Lda (Portugal) ist eine Organisation, die zum Ziel hat das traditionelle Kunsthandwerk in der Region zu fördern. Dazu bietet es Kurse an und bildet Trainer:innen aus.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auf www.blauschimmel-atelier.de.
06.05.2022, 10:04 Uhr
„Ankündigung einer Reise“
Stipendiatin Iris Wolff stellt Landgang-Text im Kulturzentrum PFL vor
Die Schriftstellerin Iris Wolff erhielt 2021 vom Literaturhaus Oldenburg das Landgang-Stipendium, ein Reisestipendium durch das Oldenburger Land. Am Sonntag, 22. Mai, präsentiert sie ihren Text „Ankündigung einer Reise“, der im Rahmen des Projekts „Literarischer Landgang“ entstand. Monika Eden, die Leiterin des Literaturhauses, moderiert die Veranstaltung, die um 11 Uhr im Kulturzentrum PFL beginnt. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können unter der E-Mail-Adresse literaturhaus@stadt-oldenburg.de reserviert werden.

Mit W.G. Sebald, dem „großen Reisenden der Literatur“, teilt Iris Wolff die Überzeugung, dass es „neben der linearen Abfolge der Ereignisse“ eine „vertikale Perspektive in die Tiefe der Zeit“ gebe. Bei einem Besuch im Museumsdorf Cloppenburg erinnert sich die Schriftstellerin an ihre eigene Kindheit im Banat. Bilder in einer Veröffentlichung zu griechischen Migranten lassen sie in Delmenhorst an die Fotoalben ihrer Familie denken. Und die falsche Aussprache des Stadtnamens Jever, die sie vor Ort als Nichteinheimische verrät, lässt die Autorin generelle Gedanken über Zugehörigkeit und Fremdsein anstellen, die ebenfalls in Erfahrungen ihrer Familie grundiert sind. So führt die Reise durchs Oldenburger Land die Gedanken der Schriftstellerin in den persönlichsten Passagen ihres Textes in die eigene Vergangenheit zurück. Generelle Überlegungen zum Reisen verbindet sie zudem mit konkreten Erfahrungen der Tour, die sie als Stipendiatin unternahm.Über die Schriftstellerin

Iris Wolff, 1977 in Hermannstadt geboren, wuchs im Banat und in Siebenbürgen auf, bevor sie 1985 mit ihrer Familie nach Deutschland emigrierte. Nach einem Studium der Germanistik, Religionswissenschaft sowie Grafik und Malerei in Marburg an der Lahn arbeitete sie am Deutschen Literaturarchiv Marbach und als Dozentin für Kunst- und Kulturvermittlung. Für ihre literarischen Veröffentlichungen wurde Iris Wolff bereits mehrfach ausgezeichnet. Allein im Jahr 2021 erhielt sie den Marie Luise Kaschnitz-Preis, den Evangelischen Buchpreis, den Solothurner Literaturpreis, den Eichendorff-Literaturpreis und den Preis der LiteraTour Nord.
29.04.2022, 12:43 Uhr
Helfende Hände für Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ gesucht
Event vom 2. bis 9. Juni – Bewerben für Koordinationsaufgaben oder als Fahrerin oder Fahrer
Live dabei sein, wenn Oldenburg zur Musikhauptstadt wird: Das können Interessierte auch ganz ohne musikalisches Talent. Denn für den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ vom 2. bis 9. Juni in Oldenburg werden noch helfende Hände gesucht.

Organisationstalente ab 16 Jahren sind als Koordinationshelferinnen und Koordinationshelfer gefragt: Diese beaufsichtigen zusammen mit dem verantwortlichen Koordinator oder der verantwortlichen Koordinatorin den organisatorischen Ablauf der Wertungsspiele. Auch die Betreuung der Teilnehmenden, der Jurorinnen und Juroren sowie der Gäste gehört zu den Aufgaben.

Wer lieber unterwegs ist, kann sich als Fahrerin oder Fahrer für den Shuttleservice bewerben: Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 21 Jahren und ein Führerschein der Klasse III bzw. B. Dabei werden nicht nur Jurymitglieder von A nach B gefahren, sondern auch Materialien transportiert oder Organisationsfahrten durchgeführt.

Interessiert? Dann wenden Sie sich für weitere Informationen und Ihre Bewerbung an Kristof Gerlach (Telefon: 0228 / 2091-135, E-Mail: teambw@musikrat.de) vom Deutschen Musikrat.
23.04.2022, 16:30 Uhr
Engagement für Künstler*innen
theater wrede + bereichert Oldenburger Theaterszene
Im Rahmen der bundesweiten Förderung #TakeHeart unterstützt das theater wrede + auch dieses Jahr wieder Künstler*innen, die durch die Covid-19-Pandemie noch immer existenziell betroffen sind. Das Oldenburger Theaterteam ist Spielstättenpartner für 17 Künstler*innen, als Teil des von ihm gegründeten Theaternetzwerks flausen+ in Kooperation mit dem Fonds Darstellende Künste. Die Förderung bereichert die Oldenburger Theaterszene dabei in mehrere Richtungen: Viele regional tätige Künstler*innen werden mit ihrem Rechercheprojekt unterstützt und zusätzlich können die geförderten Projekte einen Grundstein für neue Arbeitsweisen und Produktionen legen, die wiederrum in der Oldenburger Theaterszene gezeigt werden können. „Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr bei der Koordination, Vernetzung und Beratung von Künstler*innen unterstützen können. Nachdem die Zusammenarbeit und der künstlerische Austausch im letzten Jahr so fruchtbar waren, freuen wir uns um so mehr darüber, dass die Anzahl der Künstler*innen erhöht werden konnte. Das Besondere in diesem Jahr ist auch, dass viele von ihnen Oldenburger*innen aktiv in ihre Rechercheprojekte einbinden“, so Marga Koop, Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin im theater wrede +.
418 freischaffende Künstler*innen und Absolvent*innen werden aktuell bundesweit allein von flausen+ in Zusammenarbeit mit dem Fonds Darstellende Künste unterstützt. 2021 waren es 350 Künstler*innen. Zu den 17 geförderten Künstler*innen, die das theater wrede + zwischen Januar und August 2022 berät, gehören: Brit Bartuschka, Kristina Feix, Alessandra Corti, Caro Lutz, Wiebke Rohloff, Merle Mühlhausen, Ramona Krohn, Lena Düspohl, Karl-Heinz Stenz, Gudrun H. E. Lelek, Ylva Jangsell, Irene Ebel, Nadja Sühnel, Silvan Stephan, Felix Worpenberg, Ania Pachura und Esther Kammüller. Im letzten Jahr war das theater wrede + Spielstättenpartner für 12 Künstler*innen. 

Publikum in Oldenburg als Teil der Recherche
Viele der Künstler*innen binden in ihre künstlerische Recherche Menschen aus der Region ein. Die Oldenburgerinnen Brit Bartuschka und Ramona Krohn recherchieren beispielsweise zu interaktiven Theaterformen für Kinder. Dabei liegt der Schwerpunkt der Auseinandersetzung von Brit Bartuschka darauf, Mitbestimmung für Kinder erlebbar zu machen. Ramona Krohn möchte herausfinden, wie ein Kinder-Experimentierparcourstheater aussehen könnte, das die naturwissenschaftlichen MINT-Themen für Kinder als auch Gesichtsausdrücke begreifbarer macht. „Viele kleine Kinder kennen fremde Menschen bisher oft nur mit Mund-Nasenschutz und lernen Gesichtsausdrücke von Fremden erst mit der Zeit näher kennen. Das möchte ich gerne einfließen lassen“, so Ramona Krohn. Unter dem Thema „Nicht alle Wege führen ins theater wrede +“ untersucht die Freie Theatermacherin Merle Mühlhausen die Bewegung von Oldenburger*innen rund um das Theater. Dabei skizziert sie Routen und analysiert räumliche und soziale Sackgassen. Für ihre Recherche sucht sie Menschen, die Lust haben sich im April/Mai mit ihr auszutauschen. Interessierte können sich unter hyperdeel@web.de anmelden. Das Syndikat Gefährliche Liebschaften möchte ebenfalls mit Oldenburger*innen ins Gespräch kommen und dazu recherchieren, was zugängliche Formen für unterschiedliche Menschen ausmachen könnte.

Die Künstlerin Lena Düspohl möchte herausfinden, ob sich spontane Gesprächsbegegnungen, wie die in einer Bar oder an einer Bushaltestelle durch ein gemeinsames Projekt künstlich herstellen lassen. Für ihr Vorhaben im April/Mai sucht sie Menschen, die regelmäßig zusammensitzen oder das gerne anfangen möchten, z.B. bei einem Stammtisch, an einer Bushaltestelle oder im Café. Wer Interesse hat, kann sich an zusammensitzen@posteo.de wenden.

Zu weiteren Themen gehören u.a. „Vergessene jüdische Autor*innen der Vor- und Zwischenkriegszeit“ und „Die Diskriminierung des weiblichen Körpers“. Zudem wird es eine Tanzrecherche mit Workshops geben, um Möglichkeiten zu finden, körperliche Distanz und Isolation aus der Pandemie-Zeit wieder zu überwinden. Mit Elementen des Tanztheaters, freier Improvisation, Atem- und Entspannungsübungen wird Irene Ebel versuchen, dem Körper zu helfen, sich zu entlasten und zu befreien. Interessierte zwischen 30 und 80 Jahren können sich unter irene.ebel@gmx.de anmelden. 

Mehr Informationen zu den Projekten und die Vorstellung aller Künstler*innen erfahren Sie unter www.theaterwrede.de. Bei Fragen zu den Projekten erreichen Sie das Theaterteam unter info@theaterwrede.de Im Rahmen des Förderprogramms #TakeHeart kooperiert das bundesweite Theaternetzwerk flausen+ mit dem Fonds Darstellende Künste. 418 freischaffende Künstler*innen und Absolvent*innen werden aktuell bundesweit allein von flausen+ in Zusammenarbeit mit dem Fonds Darstellende Künste unterstützt. Diese Künstler*innen werden während ihrer zweimonatigen künstlerischen Recherche mit 5.000 Euro von dem Fonds gefördert, um neue Arbeits- und Produktionsweisen auszuloten und erhalten beratende Unterstützungen der 28 Spielstätten des Theaternetzwerks flausen+. Die Zusammenarbeit begann bereits mit dem Förderprogramm #TakeCareResidenzen, das bis ins Jahr 2021 bestand. Der Fonds Darstellende Künste hat die Förderprogramme im Rahmen des NEUSTART KULTUR-finanzierten Maßnahmenpakets der Bundesregierung für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt.
19.04.2022, 18:38 Uhr
Stadt Oldenburg schreibt Kinder- und Jugendbuchpreis aus
Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juni
Die Stadt Oldenburg schreibt in diesem Jahr erneut den renommierten Kinder- und Jugendbuchpreis aus. Der Preis für literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur ist mit einer Ehrengabe von 8.000 Euro verbunden. Er wird an Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren verliehen, die erstmals mit einem eigenständigen Werk aus diesem Bereich an die Öffentlichkeit treten.

Mit dem Preis möchte die Stadt Oldenburg einen Beitrag zur Förderung von innovativen und kreativen Ideen noch unbekannter Autorinnen und Autoren leisten. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer unabhängigen und überregionalen Jury ausgewählt, die ehrenamtlich arbeitet. Die Qualität der Jury-Entscheidungen hat zum hohen Renommee des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises geführt. Lena Lackman, 2020 nominiert mit ihrem unveröffentlichten Bilderbuchmanuskript „Ich bin so müde“, illustrierte das 2021 bei Coppenrath erschienene Bilderbuch „Leono – Wie ein kleines Chamäleon Freunde findet“ und gab damit ihr Debüt auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt. Ebenfalls 2021 konnte Michèle Minelli, Preisträgerin 2019, ihr zweites Jugendbuch „Chaos im Kopf“ beim Verlag Jungbrunnen veröffentlichen.

Bücher und Manuskripte bis 15. Juni einreichen
Die Jury prüft alle Einsendungen, die bis zum 15. Juni 2022 (Eingang) an die Stadtbibliothek, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg, geschickt werden. Teilnahmeberechtigt zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis sind bisher unveröffentlichte Manuskripte oder Bücher, die nach dem 15. Juni 2021 erschienen sind. Bei den eingereichten Titeln muss es sich um Erstveröffentlichungen im Kinder- und Jugendbuch handeln. Es müssen fünf Exemplare eingereicht werden. Pro Exemplar müssen eine Kurzvita, ein Exposé und ein Einsendebogen beigelegt werden.

Detaillierte Informationen zu den Vergaberichtlinien sowie den Einsendebogen zum Download gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/kinder-und-jugendbuchpreis.
08.04.2022, 16:00 Uhr
theater wrede + spendet 810 Euro an „Oldenburg hilft der Ukraine“
810 Euro sind insgesamt bei der Spendenaktion des theater wrede + am vergangenen Wochenende zusammengekommen. Die Summe setzt sich aus den Erlösen der Theatervorstellung „Regen riechen“ und zusätzlichen Spenden aus dem Publikum zusammen. Gesammelt wurde für die lokale Hilfsorganisation „Oldenburg hilft der Ukraine“, die Menschen bei der Flucht aus der Ukraine unterstützen, sich um regionale Unterkünfte kümmern, Sachspenden vor Ort verteilen und humanitäre Güter in die Ukraine bringen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Hilfsbereitschaft weiterhin groß ist und wir zusammen mit unserem Publikum 810 Euro für Menschen in der Ukraine sammeln konnten. Damit unterstützen wir gerne die tolle Initiative „Oldenburg hilft der Ukraine“, so Pressesprecherin Katharina Proske.

Das Theaterteam in der Klävemannstraße setzt sich für freie und friedliche Gesellschaften ein und verurteilt jede Art von Gewalt aufs schärfste, wie sie in der Ukraine, nach der militärischen Eskalation durch die russische Regierung, stattfindet und in anderen Krisen- und Kriegsgebieten, wie Jemen oder Afghanistan.
08.04.2022, 15:27 Uhr
„Es ist alles nur ICH“
Neue Hängung der Dauerausstellung nimmt Bezug auf Janssens Gefühlswelten
Ab sofort präsentiert sich die Dauerausstellung im Horst-Janssen-Museum wieder in neuem Gewand. Alle Originalwerke des norddeutschen Künstlers wurden ausgetauscht, so dass es für Besucherinnen und Besucher wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Das Motto der neuen Hängung lautet „Es ist alles nur ICH“. „Bei der Auswahl der Werke gehen wir dieses Mal von Janssens Gefühlswelt aus, denn der Künstler selbst führte die Wahl seiner Motive und Bildthemen auf seine jeweilige Gefühlslage zurück“, sagt Antje Tietken, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin die Werkauswahl kuratiert hat.

Bereits der letzten Hängung in der ständigen Ausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen lag das Thema „Emotionen als Lebensgeister“ zugrunde. „Wir haben festgestellt, dass der Zusammenhang zwischen den Gefühlslagen Janssens und seiner Kunst ein viel größerer ist, als bisher angenommen“, so Antje Tietken. „Deshalb wollen wir das Thema mit der neuen Werkauswahl nochmals vertiefen.“

In seiner Rede zur Verleihung des Oldenburg-Preises durch die Oldenburgische Landschaft im Jahr 1990 bringt Janssen es auf den Punkt: „Ich habe keine ‚Motive‘. Meine Motive sind ‚Themen‘ und sie sind jeweils das Thema meiner inneren Verfassung. […] In heiterer Verfassung: in den Tagen der Liebe, der Geilheit, der Lust und des Übermuts fall ich auf dem Papier in die Erotikas, in die drolligen Figurationen und Burlesken. […] In den Tagen der Melancholie und der Entsagung ziehe ich mich gerne ins Stillleben zurück. […] Die Tage der Wut in meinen zynischen Verfassungen nutze ich fürs Selbstporträt: ich als Fratze gegen die ‚Welt‘. […] Und in Tagen unerklärlicher Autarkie in ‚Zufriedenheiten‘ kann es werden, was es will. Das ist dann das Spiel mit der eigenen Meisterschaft 60jähriger Übung. […] ERGO: Es ist alles nur ICH und meine Verfassung sind meine Themen.“

Und so ergeben sich in der Ausstellung die vier Abteilungen Heiterkeit, Melancholie, Wut und Zufriedenheit, denen Radierungen, Lithografien, Holzschnitte und Zeichnungen von den 1950er bis zu den 1980er Jahren zugeordnet werden. Den erotischen Zeichnungen, wie dem „Highländer“ und „Zu deiner heutigen Nacht“, ist das Verspielte und Heitere durchaus anzusehen, während die in melancholischer Stimmung gezeichneten Stillleben als Motive beispielsweise tote Motten oder welkende Pflanzen zeigen und damit die Vergänglichkeit des Lebens aufgreifen. In zufriedener Gemütslage setzt sich Janssen zum Beispiel mit anderen großen Künstlern wie Goya, Rembrandt oder Füssli auseinander. Und wer sich bei der Betrachtung von Janssens Selbstporträts vielleicht wundert, warum sie oft so verzerrt und fratzenhaft wirken, erhält mit dem Hinweis auf die ihnen zugrundeliegende wütende und zynische Verfassung des Künstlers nun eine Erklärung.

Neben den Originalwerken besteht die Dauerausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen aus Schauwänden, Zeitzeugeninterviews, Videos und Hands-on-Stationen zu seinen Drucktechniken. Während diese jedoch stets gleichbleiben, werden die Janssen-Werke etwa alle vier Monate ausgetauscht. „Der regelmäßige Bildertausch hängt zum einen damit zusammen, dass die Grafiken lichtempfindlich sind und nur eine bestimmte Zeit dem Licht ausgesetzt sein dürfen, zum anderen möchten wir unseren Besucherinnen und Besuchern immer etwas Neues bieten“, erläutert die Kuratorin Antje Tietken. „Wir wählen für die neue Hängung immer ein anderes übergeordnetes Thema aus, so entsteht quasi immer wieder eine kleine neue Ausstellung in der Ausstellung.“
08.04.2022, 14:14 Uhr
Auf den Spuren von Horst Janssen in Oldenburg
Aline Helmcke forscht als erste Stipendiatin seit Januar am Horst-Janssen-Museum
Das Horst-Janssen-Museum hat, mit Unterstützung seines Fördervereins, dieses Jahr erstmalig ein Forschungsstipendium vergeben. Stipendiatin ist die Künstlerin Aline Helmcke aus Leipzig. Mitte Januar hat sie ihre neunmonatige Residenz in Oldenburg angetreten. Sie wohnt im ehemaligen Haus von Horst Janssens Großeltern. Mit ihrer Forschung will sie den Blick auf Horst Janssens Frühwerk und das Verhältnis von Zeichnung und Bewegung richten.

Mittlerweile hat Aline Helmcke sich in Oldenburg eingelebt. „Es ist natürlich etwas ganz Besonderes, dass ich während meiner Forschungsarbeit in dem Haus leben darf, in dem Horst Janssen seine Kindheit verbracht hat“, sagt die Künstlerin. Das Museum hat für die Stipendiatin eine Wohnung in der Lerchenstraße 14 angemietet, wo vor 90 Jahren die Großeltern von Horst Janssen lebten und sich um ihren unehelich geborenen Enkel kümmerten. Ihre Tage verbringt Aline Helmcke jedoch weniger in der Lerchenstraße, sondern vielmehr im Horst-Janssen-Museum. Hier hat sie ihren Arbeitsplatz im Grafikmagazin, wo in Schubladen und Schränken die Zeichnungen und Grafiken von Janssen lagern.

„Horst Janssens Frühwerk interessiert mich besonders, weil es sich durch eine große Vielfalt zeichnerischer Techniken auszeichnet,“ erläutert Aline Helmcke. „Man kann daran ablesen, wie Janssen das Potenzial grafischer Drucktechniken wie Holzschnitt, Lithographie und Radierung erkundet, aber auch, wie er Impulse anderer Künstler aufgegriffen und weiterentwickelt hat. In dieser Phase des Experimentierens bildet er ein Vokabular an Ausdrucksmöglichkeiten heraus, auf das er in seinen späteren Arbeiten immer wieder zurückgreift.“ Helmckes eigener künstlerischer Schwerpunkt liegt im Bereich Animation, also bewegter Zeichnung. Und so wird sie ihr Forschungsinteresse während des neumonatigen Stipendiums auf das Verhältnis von Zeichnung und Bewegung richten: „Im Zusammenhang mit Janssens Frühwerk werde ich untersuchen, welchen Einfluss die Anwendung verschiedener grafischer Techniken auf Linienführung und künstlerischen Ausdruck in Janssens Frühwerk hat. In diesem Zusammenhang spielen Werkzeug und Material eine besondere Rolle, da diese einen entscheidenden Anteil daran haben, wie spontan oder überlegt eine künstlerische Geste ausgeführt wird.“

„Das neu gegründete Stipendium des Horst-Janssen-Museums richtet sich an junge nationale oder internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die von Oldenburg aus die Ausstellungs- und Forschungsarbeit des Museums verstärken, Impulse setzen sowie zur Vernetzung des Hauses mit Institutionen im In- und Ausland beitragen“, sagt Inge von Danckelman vom Förderverein, der das Stipendium maßgeblich mitfinanziert. Christiane Cordes, Amtsleiterin für Kultur, Museen und Sport beschreibt den Grundgedanken des Stipendiums so: „Horst Janssens Werk soll in neue Zusammenhänge gestellt und seine Bedeutung für die Kunstgeschichte weiter herausgearbeitet werden. Um neue Blickwinkel zu eröffnen, sind neben kunstwissenschaftlichen auch interdisziplinäre Fragestellungen möglich.“ Die erste Stipendiatin ist denn auch keine Kunstwissenschaftlerin, sondern eine Künstlerin.

„Ich habe Aline Helmcke im vergangenen Jahr kennengelernt, als sie für unsere Ausstellung ‚Janssen ANIMIERT‘ eine Animation geschaffen hat. Mit ihrem künstlerischen Background und ihrem Schwerpunkt auf bewegter Zeichnung erwarten wir uns von ihr einen ganz neuen Forschungsansatz im Hinblick auf Horst Janssen und sind gespannt, in welchem Format sie ihre Ergebnisse präsentieren wird“, sagt die Museumleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos. „Für ihre Forschung stehen ihr unsere umfangreiche grafische Sammlung, die Museumsdatenbank, die Bibliothek und der schriftliche sowie fotografische Nachlass Janssens zur Verfügung. Fachliche Unterstützung erhält sie von einer unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen.“

Neben der kostenfreien Wohnung und dem Zugang zum Forschungsmaterial durch das Museum beinhaltet das Stipendium auch eine monatliche Pauschale für die Lebenserhaltungskosten, die vom Verein der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums getragen wird. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Idee eines gemeinsamen Stipendiums mit dem Horst-Janssen-Museum in diesem Jahr erstmalig umsetzen können“, sagt Inge von Danckelman, die erste Vorsitzende des Vereins. „Unser Dank geht auch an das Unternehmen Johannes Oetken und Söhne GmbH & CoKG, das sich bei der Bereitstellung der Wohnung in der Lerchenstraße – auch finanziell – sehr kooperativ gezeigt hat.“
 
Über Aline Helmcke
Aline Helmcke wurde 1974 in Berlin geboren. Sie studierte von 1995 bis 2002 an der Universität der Künste Berlin und wurde dort 2002 Meisterschülerin. Anschließend absolvierte sie am Royal College of Art in London einen Masterstudiengang in Animation. Seit April 2020 promoviert sie an der Filmuniversität Babelsberg über das Thema „Zeichnen zur Zeit“. Seit 2009 ist sie in der Lehre tätig, zuletzt an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Museum Folkwang Essen, im Haus der Kulturen der Welt Berlin, der Kunsthalle Erfurt sowie auf Filmfestivals in Mexico City, Cork, Girona, Toulouse, Trieste und London gezeigt. 2021 war Aline Helmcke mit einer Arbeit in der Ausstellung „Janssen ANIMIERT“ im Horst-Janssen-Museum zu sehen.
 

Mehr über Aline Helmcke: https://ahelmcke.com

Über das Stipendium: https://www.horst-janssen-museum.de/museum/stipendium/
05.04.2022, 17:41 Uhr
Street-Art-Tour durch Oldenburg
Neue Stadtführung mit dem Fahrrad
Man findet sie überall, fantastische Kunstwerke an Hausfassaden und Brücken. Oldenburg ist zum Open Air Museum für Street Art geworden und bietet Kunst für alle – jederzeit. Die neue Street Art Tour spannt einen abwechslungsreichen Bogen von der urbanen Kunst abseits touristischer Pfade über die Stadt der bunten Brücken bis zu den Hintergründen und der Entstehung der Werke. Die Gästeführerinnen Martina Petzalis und Tina Menke haben diese 15 Kilometer lange Fahrradtour zusammengestellt. Während der Tour erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die vielfältige Kultur der Street Art und erleben beeindruckende Wandbilder. Mal riesig, mal klein, mal unübersehbar, mal versteckt.

Gestartet wird in der Burgstrasse bei dem farbenfrohen Wandbild von „Bohlens richtigen Söhnen“. Außerhalb der Fußgängerzone führt die Tour durch verschiedene Stadtteile. Die Gäste sehen hierbei u.a. Kunstwerke aus der Reihe „Kultur Aus Tausch“ oder Arbeiten der Oldenburger Street Art Künstler von „Die Jungs“.

Angeboten wird diese besondere Tour mit dem eigenen Fahrrad von April bis September an jedem zweiten Sonntag im Monat um 14 Uhr. Erstmals findet eine Tour am Sonntag, den 10. April 2022, um 14 Uhr statt. Die Führung dauert 2,5 Stunden und kostet 13 Euro pro Person. Zur Teilnahme an den Führungen ist eine vorherige Anmeldung notwendig.

Weitere Informationen, Anmeldung und Bezahlung bei der Oldenburg-Info im Lappan in der Langen Straße 3, unter der Telefonnummer 0441 361613-66, per E-Mail unter info@oldenburg-tourist.de und die Möglichkeit einer Online-Buchung im Internet unter www.oldenburg-tourismus.de/erlebnisse.
29.03.2022, 11:16 Uhr
Neues EU-Projekt startet im Blauschimmel Atelier
Für das Projekt "Urban Survival Kits" werden noch Teilnehmende gesucht

Was braucht es eigentlich zum Reisen? Mit welchen Barrieren werden insbesondere Menschen mit Beeinträchtigungen beim Reisen konfrontiert? Und was kann beim Reisen helfen sich zurecht zu finden und sich wohl zu fühlen?

Gemeinsam mit vier Partnern in Nordirland, Polen, Kroatien und der Türkei wird sich das Blauschimmel Atelier mit diesen Fragen beschäftigen. Auf künstlerische Art und Weise werden die Teilnehmenden ihren ganz persönlichen "Urban Survival Kit" gestalten. Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung an den unterschiedlichen Orten und online präsentiert.

Für das inklusive Projekt im Blauschimmel Atelier werden noch Teilnehmende gesucht, die Lust haben sich mit dem Thema Reisen auseinandersetzen. Am Mittwoch, den 20.4. von 18 bis 20 Uhr findet ein erstes Treffen statt. Weitere Treffen sollen dann wöchentlich stattfinden.

Anmeldung und Kontakt unter 0441–2480 999 oder kontakt@blauschimmel-atelier.de.

Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Das Projekt wird gefördert von dem Erasmus+ Programm der Europäischen Union.
 

Die Kooperationspartner:
· ist Koordinatorin des Projekts. Sie arbeitet seit 1993 mit Menschen mit Beeinträchtigungen und gehörlosen Menschen im Bereich Kunst und Kultur zusammen und organisiert das einmal jährlich stattfindende große inklusive "Bounce"-Festival in Belfast.

· Akdeniz Üniversitesi (Türkei) ist Partner in einem Netzwerk, das an der Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen arbeitet. Dieses greift dabei auf theaterpädagogischen Methoden zurück, die zur Entwicklung von Schlüsselkompetenzen beitragen.

· Centar za kulturu Trešnjevka (Kroatien) ist ein inklusives Kulturzentrum mit Angeboten im Bereich Theater, Soziokultur, Tanz, Musik, Audiovisuelle Medien etc. (seit 1980)

· Stowarzyszenie Pracownia Filmowa „Cotopaxi“ (Polen) ist eine Filmwerkstatt die 2008 gegründet wurde und zahlreiche Aktivitäten in diesem Bereich anbietet, über Workshops, Beratung bis hin zur Entwicklung neuer Vermittlungsmethoden.
25.03.2022, 16:57 Uhr
Abbas Khider mit „Der Erinnerungsfälscher“ im Programm des Literaturhauses
Lesung am 7. April im Kulturzentrum PFL
In seinem neuen Roman „Der Erinnerungsfälscher“ entwirft Abbas Khider eine Lebensgeschichte von enormer Wucht, eine große Erzählung vom Suchen und Erinnern. Am Donnerstag, 7. April, stellt er das Buch im Programm des Literaturhauses vor und spricht mit der Bremer Literaturwissenschaftlerin Silke Behl darüber, welche Erinnerungen unsere Identität bestimmen. Die Lesung im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können per E-Mail unter literaturhaus@stadt-oldenburg.de reserviert werden.

Said Al-Wahid, der Protagonist in Khiders Roman, hat seinen Reisepass immer dabei, auch wenn er in Berlin-Neukölln nur in den Supermarkt geht. Als er eines Tages die Nachricht erhält, seine Mutter liege im Sterben, reist er zum ersten Mal seit Jahren in das Land seiner Herkunft. Je näher er seiner in Bagdad verbliebenen Familie kommt, desto weiter führen ihn seine Gedanken in die Vergangenheit zurück. Er erinnert sich an die Jahre des Ankommens in Deutschland, an die monatelange Flucht über Afrika nach Europa und schließlich an die Kindheit im Irak. Doch welche Erinnerungen fehlen, welche sind erfunden und welche verfälscht? Said weiß es nicht. Es ist bis heute seine Rettung.

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien sein Debütroman „Der falsche Inder“. Es folgten die Romane „Die Orangen des Präsidenten“ (2011) und „Brief in die Auberginenrepublik“ (2013).
18.03.2022, 13:30 Uhr
Pausenmusik: Konzerte begeistern in der BBS Wechloy
Jungen Künstlern eine Bühne geben – Gemeinschaftsprojekt mit der Freizeitstätte Bürgerfelde
Wippende Füße und schwingende Hüften: Beides gehört bei der Schüler- und Lehrerschaft der BBS Wechloy seit kurzem zum guten Ton. Denn in den Pausen zwischen Unterrichtsfächern wie Politik, Englisch und Wirtschaft ist hier Zeit für gute Musik. Gemeinsam mit der Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde bietet die Schule ab sofort jungen Künstlerinnen und Künstlern in der ersten und zweiten Pause in der Pausenhalle eine Bühne. Drei Konzerte fanden bereits statt – und die Schülerinnen und Schüler waren begeistert.

Das ist ganz im Sinne von Oliver Pundt, Schulleiter der BBS Wechloy: „Wir wollten nach all den Corona-Einschränkungen und negativen Nachrichten für Abwechslung sorgen und den Schülerinnen und Schülern eine außergewöhnliche Form der Pause anbieten. Zudem gibt es viele junge Talente, die einiges draufhaben – und hier vor Publikum spielen können. Deshalb kam uns die Idee der ‚Pausenmusik-Konzerte‘.“ Es gab bereits drei „Testläufe“ mit Pianist Felix Klostermann, den Nufoxas der Musikschule der Stadt Oldenburg und dem Solokünstler Heldenlos.

Unterstützung gibt es für dieses Vorhaben auch seitens der Stadt: „Wir finden das Projekt großartig! Und wer weiß: Vielleicht kommen noch weitere Oldenburger Schulen auf den Geschmack, in den Pausen Kultur auf diese oder ähnliche Art in die Schulen zu holen“, wirbt Matthias Welp, Leiter des Amtes für Schule und Bildung.

Auch Poetry Slam, Improtheater und Lesungen möglich
In der BBS Wechloy soll es nicht nur bei Musik bleiben: Gemeinsam mit der Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde wird auch anderen Sparten eine Auftrittsmöglichkeit gegeben. Denn als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ soll die Schulgemeinschaft auch inhaltlich angesprochen werden. Ob mit PoetrySlam, Improtheater und Lesungen für Toleranz und Fairness – Kunst und Kultur sind hier Schlüssel für ein gelebtes Miteinander.

Konzerte bis zum Sommer stehen
Weitere Auftritte in der BBS Wechloy stehen bereits fest: Am 30. März tritt Deutschrapper Ben Kujadt aus Oldenburg alias Aang Patchacuteq auf. Am 6. Mai ist „2/3 Jazz“ mit der Sängerin Letje Malle und ihrem Gitarristen Mats Janik Zech zu Gast und am 16. Juni kommt Heldenlos alias Jan Schütz erneut mit seinen Songs in die Schule.

Weitere Künstlerinnen oder Künstler gesucht
Die Jugendfreizeitstätte Bürgerfelde übernimmt die Terminkoordination für die Auftritte. Interessierte schicken ihre Bewerbung per E-Mail an fst-buergerfelde@stadt-oldenburg.de. Eine kleine Verstärkeranlage sowie ein Piano sind in der Schule vorhanden und die technische Betreuung bei den Auftritten ist sichergestellt. Auftrittsort ist die Pausenhalle der BBS Wechloy (Am Heidbrook 10). Gespielt wird in den großen Pausen von 9.20 bis 9.40 Uhr und von 11.10 bis 11.30 Uhr. Die Auftretenden erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung.

Weitere Informationen gibt es auch online unter bbs-wechloy.de oder www.oldenburg.de/fst-buergerfelde unter dem Bereich Aktuelles und Neues.
18.03.2022, 11:14 Uhr
Kunstdeuter führen durch Nanne Meyers „überAll“
Neues Vermittlungsformat mit Laien gewährt ungewöhnliche Einblicke
In der Ausstellung „Nanne Meyer: überAll“ prallen Kunst und Astrophysik aufeinander und dem Betrachter stellen sich Fragen wie „Wo bin ich eigentlich in der Welt verortet? Und was haben diese Kunstwerke mit mir zu tun?“ Ähnliche Fragen gingen den Kunstdeuterinnen und Kunstdeutern des Horst-Janssen-Museums durch den Kopf, als sie sich im Vorfeld mit der Ausstellung auseinandersetzten. Nun laden sie am Samstag, 26. März, um 14 und 16 Uhr zu zwei ganz besonderen Führungen durch Nanne Meyers „überAll“ ein. Denn die Kunstdeuter*innen sind ein neues museumspädagogisches Format, das extra für diese Ausstellung entwickelt wurde.

Vor einigen Monaten hatte das Horst-Janssen-Museum Menschen zwischen 8 und 99 Jahren dazu aufgerufen, sich um eine Teilnahme an diesem neuen Vermittlungsformat zu bewerben. Die angehenden Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter haben sich dann, Forschungsreisenden gleich, in zwei von der Museumsvermittlung entwickelten Wochenend-Workshops mit dem Werk Nanne Meyers vertraut gemacht. Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. Unter Fragestellungen wie „Ist das Kunst? Wie entsteht Kunst? Was hat das mit mir zu tun?“ sind sie in die Arbeiten Nanne Meyers eingetaucht und berichten nun den Museumsgästen von ihrer Forschungsreise in die Bildende Kunst. Auf der Webseite des Museums stellen sich sechs Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter übrigens mit kleinen Videoclips vor: https://www.horst-janssen-museum.de/ausstellungen/nanne-meyer.

Anmeldungen für die Kunstdeuter-Führungen sind bis zum 25. März telefonisch unter 0441 235-3403 möglich oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de. Die Führung kostet 3 Euro, der Eintritt ins Museum ist frei.

11.03.2022, 17:29 Uhr
Walter Kempowski-Preisträger Kurt Drawert im Kulturzentrum PFL
Autobiografischer Roman „Dresden. Die Zweite Zeit“ im Fokus am 23. März
Der Schriftsteller und Lyriker Kurt Drawert ist am Mittwoch, 23. März, auf Einladung des Oldenburger Literaturhauses im Kulturzentrum PFL zu Gast. Drawert ist der zweite Preisträger des Walter Kempowski-Preises für biografische Literatur, mit dem das Land Niedersachsen seit 2019 Autorinnen und Autoren auszeichnet, denen es mit ihren literarischen Arbeiten gelingt, die Einflüsse und Auswirkungen zeitgeschichtlicher Ereignisse auf die individuelle Biografie darzustellen. Die Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Gabriela Jaskulla stellt den Autor in Lesung und Gespräch vor. Im Fokus steht Drawerts aktueller Roman „Dresden, die zweite Zeit“. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Der Besuch ist nur möglich, wenn zuvor unter der E-Mailadresse literaturhaus@stadt-oldenburg.de Karten reserviert werden.

„Als ‚Bewegungen in Richtung des Schweigens‘ hatte Kurt Drawert seine Poetik als junger Lyriker beschrieben. Diese zunächst paradox anmutende Strategie der Sprach-Verweigerung erwuchs nicht zuletzt aus der biografischen Erfahrung des Verstummens, die Drawert unter anderem in seinem ersten Roman ‚Spiegelland‘ (1992) beschreibt. Ein existenzieller Zweifel an Sprache, die schließlich jedem und auch der Gewalt dient, prägt bis heute Lyrik und Prosa des Autors. Dieses erzählerisch zu entfalten, heißt für einen Schreibenden vor allem Selbstzweifel und schonungsloses Betrachten. Kurt Drawerts autobiografisches Erzählen erreicht in ‚Dresden. Die zweite Zeit‘ eine Tiefenschärfe, die vergleichbare Romane zur Wendezeit weit hinter sich lässt“, heißt es in der Begründung der Jury.

Kurt Drawert, 1956 in Hennigsdorf bei Berlin geboren, lebt als Autor von Lyrik, Prosa, Dramatik und Essays in Darmstadt, wo er das Zentrum für junge Literatur leitet. Sowohl für seine Prosa als auch für seine Lyrik wurde er mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er 2017 den Lessingpreis des Freistaates Sachsen und war 2018 Dresdner Stadtschreiber.
04.03.2022, 13:15 Uhr
Ein Rucksack voller Erinnerungen
Neues Kunstprojekt startet im Blauschimmel Atelier
In einem neuen Kunstprojekt im Blauschimmel Atelier werden Graphik Novels gestaltet, eine Art Comic in Heft- oder Buchform. Ausgangspunkt für die Graphic Novels sind die eigenen Geschichten der Teilnehmenden, die durch eine Figur oder mehrere Personen verkörpert werden. Ob die Geschichten erfunden, gehört oder selbst erlebt wurden spielt dabei keine Rolle. Die Teilnehmenden fertigen Zeichnungen, Fotografien und Collagen an, entwickeln eine Handlung und schreiben kleine Texte.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, es braucht nur Spaß am Ausprobieren und Geduld mit sich selbst.

Das Projekt wird angeleitet von den Künstlerinnen Susanne Barelmann und Marianne Garbe. Anmeldung und Kontakt unter 0441-2480 999 oder kontakt@blauschimmel-atelier.de.

Die Teilnahme an der Gruppe ist kostenlos. Das Projekt wird gefördert von der Oldenburgischen Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen, von der Stiftung Teilhabe und dem BVO.
11.02.2022, 12:33 Uhr
Alina Bronsky liest im Kulturzentrum PFL
Erfolgsautorin mit neuem Roman im Programm des Literaturhauses
Die aus Russland stammende Schriftstellerin Alina Bronsky lebt seit den Neunzigerjahren in Deutschland. Ihr Debütroman „Scherbenpark“ wurde zum Bestseller und fürs Kino verfilmt. Auch „Der Zopf meiner Großmutter“ stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Am Mittwoch, 23. Februar, präsentiert die Schriftstellerin ihren neuen Roman „Barbara stirbt nicht“ im Programm des Literaturhauses. Die Lesung findet ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt und wird von der Bremer Literaturwissenschaftlerin Silke Behl moderiert. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Die Teilnahme ist möglich nach Kartenreservierung per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de. Nach derzeitigem Stand findet die Veranstaltung unter 2G-Bedingungen statt, weil der Raum nur zu 50 Prozent belegt wird, wobei während der gesamten Veranstaltung eine FFP2-Maske getragen werden muss. Aktuelle Informationen finden sich im Internet unter www.literaturhaus-oldenburg.de.

Alina Bronsky entwirft in ihrem berührenden Roman das urkomische Porträt einer Ehe, deren jahrzehntelange Routinen mit einem Schlag außer Kraft gesetzt werden: Walter Schmidt ist ein Mann alter Schule. Er hat die Rente erreicht, ohne zu wissen, wie man sich eine Tütensuppe macht und ohne jemals einen Staubsauger bedient zu haben. Schließlich war da immer seine Ehefrau Barbara. Doch die steht eines Morgens nicht mehr auf. Und von da an wird alles anders. Mit bitterbösem Witz und großer Warmherzigkeit erzählt Alina Bronsky, wie sich der unnahbare Walter Schmidt am Ende seines Lebens plötzlich neu erfinden muss: als Pflegekraft, als Hausmann und fürsorglicher Partner, der er zuvor nie gewesen ist. Nach und nach beginnt Walters raue Fassade zu bröckeln – und mit ihr die alten Gewissheiten über sein Leben und seine Familie.
04.02.2022, 12:36 Uhr
Konzert mit BlueScreen
Das Blauschimmel Atelier präsentiert das digitale Kunst-Projekt coronaUNITED in der Exerzierhalle
Ein ganzes Jahr lief das Projekt "coronaUnited – gemeinsam digital kreativ sein“. Weltweit waren interessierte Menschen dazu aufgerufen, sich online mit eigenen Videos, Klängen oder Bildern daran zu beteiligen. Das BlueScreen Ensemble des Blauschimmel Ateliers ließ sich davon inspirieren und improvisierte dazu in Live-Sessions, zum Teil gemeinsam mit professionellen Künstler:innen, die live oder digital dabei waren. Das Material verarbeitete der Sound Designer Mirco Dalos im Studio zu künstlerischen Videos, die im Netz unter https://cu.corona-united.art/ zu sehen sind.

Im Konzert in der Exerzierhalle am 12.2. um 20 Uhr werden live Improvisationen inspiriert von Material aus dem Projekt zu hören sein. Als Gast mit dabei ist der Komponist und Multi-Instrumentalisten John Ortega aus New York, der online dazu geschaltet wird. Außerdem berichten Mitarbeitende des Blauschimmel Ateliers über das Projekt und die künstlerische inklusive Arbeit in Zeiten von Corona. Im Foyer und im Gastrobereich stehen Monitore zur Verfügung, auf denen die entstandenen Videos angeschaut werden können.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe NOIES! von klangpol in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatsorchester statt. Das Projekt coronaUnited wurde von der Aktion Mensch gefördert.


Eintritt: 10 €/5 €

Karten an der Abendkasse oder unter www.staatstheater.de.
28.01.2022, 16:34 Uhr
„überAll“: Nanne Meyers zeichnerischen Kosmos entdecken
Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter führen durch die Ausstellung
Quantenschaum, Freier Fall, DNA der Milchstraße – schon bei den Bildtiteln wird klar, dass sich die neue Ausstellung im Horst-Janssen-Museum um das Universum dreht. In der Schau „Nanne Meyer: überAll. Von Punkthelligkeiten und Turbulenzmustern“ prallen ab Sonntag, 30. Januar, Astrophysik und Kunst aufeinander. Am Samstag, 5. Februar, 14 und 16 Uhr, können die Museumsgäste die Ausstellung in einem ganz neuen Format erkunden: in einer Führung mit einer Kunstdeuterin oder einem Kunstdeuter. Anmeldungen sind bis 4. Februar telefonisch unter 0441 235-3403 möglich oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de. Die Führung kostet 3 Euro, der Eintritt ins Museum ist frei. Weitere Führungen finden am Samstag, 26. März, um 14 und 16 Uhr statt (Anmeldungen bis 25. März).

Über das Kunstdeuter-Projekt
Vor einigen Monaten hatte das Museum Menschen zwischen 8 und 99 Jahren dazu aufgerufen, sich um eine Teilnahme an diesem neuen Vermittlungsformat zu bewerben. Die angehenden Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter haben sich dann, Forschungsreisenden gleich, in zwei von der Museumsvermittlung entwickelten Wochenend-Workshops mit dem Werk Nanne Meyers vertraut gemacht. Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. Unter Fragestellungen wie „Ist das Kunst? Wie entsteht Kunst? Was hat das mit mir zu tun?“ sind sie in die Arbeiten Nanne Meyers eingetaucht und berichten nun in mehreren Führungen von ihrer Forschungsreise in die Bildende Kunst. Auf der Webseite des Museums stellen sich die fünf Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter mit kleinen Videoclips vor: https://www.horst-janssen-museum.de/ausstellungen/nanne-meyer.
18.01.2022, 15:29 Uhr
100 Jahre Vereinigung für junge Kunst
Kabinettschau ab sofort im Landesmuseum Oldenburg zu sehen
Die 1922 gegründete Oldenburger „Vereinigung fu?r junge Kunst“ gehörte zu den herausragenden Avantgarde-Kunstvereinen der Weimarer Republik: Modernste Ausstellungen, Lesungen und Konzerte brachten die kulturelle Vielfalt der ‚Roaring Twenties‘ in die ehemalige Residenzstadt.

Das 100. Gründungsjubiläum nimmt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg zum Anlass, das facettenreiche Engagement der Vereinigung in einer Kabinettschau zu beleuchten. Bis zum 1. Mai 2022 gibt die Sammlungspräsentation im Prinzenpalais, dem Ort der Vereinsgründung, anhand ausgewählter Kunstwerke und Originaldokumente einen Überblick über die Geschichte des Vereins. Neben Ausstellungsplakaten und Archivalien kommen auch Werke von u.a. Franz Radziwill, Erich Heckel, Emil Nolde oder Karl Schmidt-Rottluff zur Ansicht, die das Landesmuseum aus Ausstellungen des Vereins erworben oder als Schenkung erhalten hat.

Die „Vereinigung für junge Kunst“ wurde am 20. Februar 1922 von Ernst Beyersdorff gegründet. Unter seiner Leitung realisierte sie bedeutende Veranstaltungen und Ausstellungen des zeitgenössischen Kunstschaffens. Namhafte Vertreter aller Gattungen der künstlerischen Moderne waren im Programm der Vereinigung vertreten: Tanzgastspiele mit Mary Wigman, Tatjana Barbakoff, Harald Kreutzberg und Gret Palucca, Konzertabende mit dem Amar-Quartett, Eduard Erdmann, Walter Gieseking und Paul Hindemith, Autorenlesungen mit Else Lasker-Schüler, Bertolt Brecht, Franz Werfel, Alfred Döblin, Erich Kästner und Gottfried Benn.

Bedeutende Einzel- und Gruppenausstellungen zur zeitgenössischen Kunst und Architektur, welche von rahmenden Vorträgen begleitet wurden, begeisterten nicht nur das Publikum, sondern zeugen von einer Zeitgenossenschaft ersten Ranges. Ein enges Netzwerk zu anderen Vereinen und Museen sowie zu privaten Förderern, Künstlern, Händlern, Kritikern, Verlegern und Publizisten ermöglichte es, den Furor der Zwanziger Jahre in allen Facetten zu präsentieren und der Öffentlichkeit zu vermitteln.

Die herausragende Geschichte der „Vereinigung für junge Kunst“ steht exemplarisch für das Ende der Kaiserzeit und den republikanischen Aufbruch in die Moderne. Im Frühjahr 1933, und unter dem steigenden Druck des nationalsozialistischen Regimes, sah sich die Vereinigung zur Auflösung gezwungen und beendete nach elfjähriger Tätigkeit ihren engagierten Einsatz für „das Schaffen der Lebenden“, wie es 1922 in der Satzung gefordert worden war.
14.01.2022, 13:46 Uhr
Frech, bunt und frei
Ab Frühjahr startet eine neue Maskengruppe im Blauschimmel Atelier
Seit über 20 Jahren sorgen die Masken-Walk-Acts des Blauschimmel Ateliers immer wieder für Überraschungen. Im Rahmen des Projekts „Teilhabe schaffen, Theater ermöglichen“ startet nun ab Frühjahr eine neue inklusive Maskengruppe. Alle interessierten Menschen, die Lust haben, das Maskenspiel kennen zu lernen, an regelmäßigen Proben teilzunehmen und bei Auftritten dabei zu sein, sind jetzt schon herzlich eingeladen, sich im Blauschimmel Atelier zu melden. Anmeldung und Kontakt unter 0441 - 2480 999 oder kontakt@blauschimmel-atelier.de.

Die Teilnahme an der Gruppe ist kostenlos. Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch und der GSG.
14.12.2021, 15:39 Uhr
Schiefer-Kunstwerk des Künstlers Reimann zieht ins Rathaus ein
Platte stammt aus der Fassade des Stadtmuseums – monatelange Arbeit
Die harte Arbeit hat sich gelohnt: Mehrere Monate hat der Oldenburger Bildhauer Udo Reimann gebraucht, um seit dem Frühjahr aus zwei Schieferplatten von der Fassade der Neuen Galerie des Stadtmuseums wahre Kunstwerke zu zaubern. Eines davon wurde am Freitag, 10. Dezember, im kleinen Rahmen an Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Stadtmuseumsleiter Steffen Wiegmann übergeben, da es nun als Dauerleihgabe ins Rathaus einziehen wird. Danach verbleibt es in der Sammlung des Stadtmuseums. Die zweite Platte versteigerte das Stadtmuseum bereits bei einer Verkaufsaktion am 20. Oktober für den guten Zweck.

Neben dem Kunstwerk von Udo Reimann wurden auch der Fassadenschriftzug des Stadtmuseums und zwei weitere Schieferkunstwerke von Oldenburger Künstlern versteigert. Die Künstler vom „Hidden Art Kollektiv“ und „Die Jungs Wandgestaltung“ hatten ebenfalls Kunstwerke für die Auktion zur Verfügung gestellt. Mit der Aktion nahm das Stadtmuseum Abschied von der alten Neuen Galerie und befasste sich mit der kulturellen und stadthistorischen Bedeutung des Gebäudes.

Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion über 4.000 Euro eingenommen, die zu gleichen Teilen an „Fridays for Future Oldenburg“, die Flüchtlingshilfe Oldenburg und die Gemeinnützige Kulturgenossenschaft „Globe e.G.“ gespendet wurden.

Über das Objekt
Die bearbeitete Platte besteht aus portugiesischem Schiefer und ist 35 x 71 x 2 cm groß. Sie ist mit einem für Udo Reimanns Arbeit typischem Wellen- beziehungsweise Meeresmotiv versehen. „Die Nähe zum Meer, Ebbe und Flut, die raue Natur, dies sind die Quellen aus denen ich schöpfe. Hier finde ich Kraft und Inspiration“, so der Künstler. Aufgrund der Härte des Materials und der aufwändigen Schleifarbeit dauerte die Arbeit an der Platte mehrere Monate. Zudem unterbrach ein Rippenbruch des Künstlers die Arbeit für eine längere Zeit. Das Werk trägt keinen Titel.

Über den Künstler Udo Reimann
Der Bildhauer Udo Reimann wurde 1939 in Schlesien geboren. Er studierte an der Staatlichen Kunstschule Bremen, Hochschule für Bildende Künste, und der Staatlichen Kunstschule Münster. 1968 folgte der Umzug nach Oldenburg und die Arbeit als freischaffender Künstler in verschiedenen Ateliers in Oldenburg und Wardenburg. Danach war Reimann auf zahlreichen Ausstellungen und Bildhauersymposien im In- und Ausland vertreten und erschuf etliche Skulpturen, Brunnen und Objekte im öffentlichen Raum, die in der Stadt Oldenburg und der Region städtebauliche Akzente gesetzt haben. Im Blickpunkt in Oldenburg stehen insbesondere die Brunnenskulptur „Quellstein“ am Lefferseck (1968), die Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus Oldenburg in den Wallanlagen (1990) sowie die Bronzebüste von Helene Lange (1995) am Cäcilienplatz.

Das dialektische Wechselspiel von Naturkräften und -prozessen ist dabei ein Leitthema von Udo Reimann. Inhalte seines künstlerischen Schaffens sind jedoch auch gesellschaftliche, religiöse, historische und figürliche Bezugspunkte. Als Mitglied der Gruppe „Kranich“ hat der Künstler in der bewegten Flower-Power-Zeit der 1970er Jahre in spektakulären Aktionen die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger zur Mitmach-Kunst mobilisiert und mit Meinungsumfragen den Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum thematisiert.

Im Auftrag der Artothek Oldenburg erschien zur Jahrtausendwende der Kunstfilm „Udo Reimann – Steine, Staub und Patina“ von Claus Dummeier. Das Stadtmuseum Oldenburg zeigte 2009 eine Retrospektive von 1968 bis 2008. Für sein Schaffen und seine Bedeutung für die Region wurde er auch mehrfach ausgezeichnet: So erhielt Reimann 2011 den Kulturpreis der Oldenburgischen Landschaft und 2013 das Große Stadtsiegel der Stadt Oldenburg.
30.11.2021, 18:37 Uhr
Internationaler Austausch und inklusive Kunst
Das Blauschimmel Atelier ist Kooperationspartner in mehreren EU-Projekten
Im nordirischen Nieselregen das hochkarätige inklusive „Bounce Festival“ besuchen oder bei 30 Grad in Antalya neue Formen des Theater kennen lernen und ausprobieren – das konnten Mitarbeitende und Teilnehmende des Blauschimmel Ateliers bei mehreren Reisen in diesem Sommer im Rahmen der EU-Projekte „Guide us into the arts (GUIA2)“ und „CRAFT:IN the inclusion“.

Im Mittelpunkt beider Projekte steht der Austausch von Methoden im Bereich der künstlerischen und kunsthandwerklichen Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Projektpartner*innen sind inklusiv-künstlerisch arbeitende Einrichtungen aus der Türkei, Kroatien, Tschechien, Polen, Belgien, Slowenien, Portugal und Großbritannien (Nordirland).

In unterschiedlichsten Workshops, die in diesem Jahr in Belfast, Zagreb und Antalya stattfanden, hatten die Teilnehmenden des Blauschimmel Ateliers die Gelegenheit unter professioneller Anleitung die Kunst des Filzens auszuprobieren, Theater- und Tanzworkshops zu besuchen, Seifen und Desinfektionsmittel aus natürlichen Zutaten herzustellen – und natürlich Land und Leute kennen zu lernen. Außerdem konnten Veranstaltungen wie das Bounce Festival in Belfast besucht werden. Neben dem intensiven Workshop-Programm war immer genügend Zeit dafür sich auszutauschen, neue Freundschaften zu schließen und etwas gemeinsam zu unternehmen. „Für alle Beteiligten war es ein wundervoller Austausch, bei dem wir viel gelacht haben und der Lust auf mehr gemacht hat“, so Projektleiterin Ute Bommersheim.

Während das GUIA2-Projekt corona-bedingt nun mit einjähriger Verspätung abgeschlossen wurde, laufen bereits die Planungen für ein neues EU-Projekt „Urban Survival Kits“ und für Reisen nach Lissabon, Slowenien und den Besuch der CRAFT:IN-Partner in Oldenburg. Mehr Informationen gibt es auf www.blauschimmel-atelier.de oder auf den Projektseiten:

https://www.guia2.org/digital-stories

https://www.guia2.org/

Die Projekte werden über das Programm Erasmus+ der Europäischen Union gefördert.
11.11.2021, 23:06 Uhr
Horst-Janssen-Museum vergibt erstmalig Stipendium
Künstlerin Aline Helmcke darf neun Monate in Oldenburg über Janssen forschen
Das Horst-Janssen-Museum vergibt dieses Jahr erstmalig und mit der Unterstützung seines Fördervereins ein neunmonatiges Forschungsstipendium. Erste Stipendiatin ist die Künstlerin Aline Helmcke aus Leipzig, die sich mit bewegter Zeichnung beschäftigt und zu Horst Janssens Frühwerk forschen wird. Für die Dauer ihres Stipendiums zahlt der Förderverein eine monatliche Pauschale für die Lebenshaltungskosten und das Museum stellt eine frisch renovierte Wohnung im Haus von Janssens Großeltern zur Verfügung. Horst Janssens verbrachte in dem Haus in der Lerchenstraße in Oldenburg seine Kindheit. 

Mit dem neuen Stipendium wollen Museum und Förderverein Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler fördern, deren Forschungsschwerpunkt im Bereich Zeichnung und Grafik liegt, und die sich in Horst Janssens Werk vertiefen möchten. „Unser Förderverein hat das Stipendium gerne gemeinsam mit dem Horst-Janssen-Museum eingerichtet und unterstützt es nun finanziell, damit verstärkt zu Horst Janssen geforscht und sein Werk in neue, künstlerische Zusammenhänge gestellt wird“, sagt Inge von Danckelman, erste Vorsitzende des Fördervereins.

Die Entscheidung für Aline Helmcke wurde von einer Auswahlkommission bestehend aus Dr. Tobias Burg (Folkwang Museum Essen), Dr. Markus Müller (Picasso Museum Münster), Petra Roettig (Hamburger Kunsthalle), Dr. Jutta Moster-Hoos (Horst-Janssen-Museum) und Inge von Danckelman (Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums Oldenburg e.V.) gefällt. Museumsleiterin Jutta Moster-Hoos über die Entscheidung: „Ich habe Aline Helmcke vor allem als Künstlerin kennengelernt. Auf ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Janssen freue ich mich deshalb besonders, denn sie wird andere und neue Aspekte in seinem Werk zu Tage fördern.“

Im Fokus von Aline Helmckes Forschungsinteresse steht das Verhältnis von Zeichnung, Bewegung und bewegter Zeichnung. Im Rahmen des Forschungsstipendiums am Horst-Janssen-Museum wird sie sich mit dem wenig bekannten Frühwerk von Horst Janssen beschäftigen. Die Lithographien und Farbholzschnitte der späten 1950er Jahre werden zum Ausgangspunkt einer praktisch-wissenschaftlichen Untersuchung, die den Stellenwert von Material und Technik für den frühen Zeichenstil von Janssens grafischen Arbeiten herausarbeiten und dessen narratives Potenzial für die bewegte Zeichnung erkunden soll.

Aline Helmcke wurde 1974 in Berlin geboren. Sie studierte von 1995 bis 2002 an der Universität der Künste Berlin und wurde dort 2002 Meisterschülerin. Anschließend absolvierte sie am Royal College of Art in London einen Masterstudiengang in Animation. Seit April 2020 promoviert sie an der Filmuniversität Babelsberg über das Thema „Zeichnen zur Zeit“. Sie erhielt 2017 einen Award beim Girona Film Festival Spanien und sammelte Lehrerfahrung an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Museum Folkwang Essen, im Haus der Kulturen der Welt Berlin, im Foro de Animación Contemporánea Mexico City sowie auf Filmfestivals in Cork, Girona, Zypern, Toulouse, Trieste und London gezeigt. Zurzeit ist Aline Helmcke mit einer Arbeit in der Ausstellung „Janssen ANIMIERT“ im Horst-Janssen-Museum zu sehen.
09.11.2021, 13:48 Uhr
Entdeckungsreisen in die Farbenwelten der Elvira Bach
Mit einer Ausstellung gratuliert das Blauschimmel Atelier der Berliner Künstlerin zum 70. Geburtstag
Ein Jahr lang öffnete das Malatelier des Blauschimmel Ateliers unter der Leitung von Susanne Barelmann und Marianne Garbe seine analogen und digitalen Türen und lud alle Interessierten ein ausdrucksstarke Selbstportraits zu malen, genau wie die Berliner Künstlerin Elvira Bach.

Die Unverwechselbarkeit ihrer Bilder, die Farbenpracht und die expressive Malweise machen Bach zum Vorbild für viele Künstler*innen. Und so wurden die Entdeckungsreisen in die Farbenwelten der Elvira Bach für die Teilnehmenden zu Entdeckungsreisen in das eigene Selbst. Die entstandenen Werke werden vom 16.11.2021 bis zum 03.01.2022 in einer Ausstellung im Foyer der Kinderbibliothek am PFL und einem Katalog der Öffentlichkeit gezeigt.

Das Projekt wird gefördert von der Oldenburgischen Landschaft und der LZO Sparen + Gewinnen.

Entdeckungsreisen in die Farbenwelten der Elvira Bach
Foyer der Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1, 26122 Oldenburg
16.11.2021 – 03.01.2022
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr
Eintritt: frei
05.11.2021, 20:10 Uhr
Heinrich Steinfest mit „Amsterdamer Novelle“ in der LiteraTour Nord
Lesung findet im Oldenburger Schloss statt
Heinrich Steinfest gilt als einer der originellsten Erzähler der deutschen Sprache. Am Sonntag, 21. November, präsentiert er seine „Amsterdamer Novelle“ in der LiteraTour Nord und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin Silke Behl. Beginn ist um 11 Uhr im Saal des Oldenburger Schlosses. Die Oldenburger Lesungen der LiteraTour Nord werden in Kooperation vom Literaturhaus und der Buchhandlung Thye veranstaltet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Teilnahme ist nur möglich nach Kartenreservierung unter literaturhaus@stadt-oldenburg.de.

Heinrich Steinfests neues Buch ist knapp, pointiert und rasant erzählt. Es kreist um Amsterdam, eine schicksalhafte Liebe und ein Foto. Mit diesem Foto beginnt und endet die „Amsterdamer Novelle“. Es zeigt den Kölner Roy Paulsen, wo er nicht sein kann, in Amsterdam. Er ist nie dort gewesen, und doch sieht man, wie er mit dem Rad an einer Gracht entlangfährt. Paulsen könnte dieses Bild als kuriose Verwechslungsgeschichte abtun. Er fährt jedoch nach Amsterdam und macht sich auf die Suche nach dem Haus, das hinter dem Radfahrer zu sehen ist. Dabei gerät er in eine tödliche Auseinandersetzung, die sein Leben in eine neue Richtung lenkt – genau auf den Moment des Fotos zu.

Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet und erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Literaturpreis. Bereits zweimal wurde er für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2016 erhielt er den Bayerischen Buchpreis. 2018 wurde „Die Büglerin“ für den Österreichischen Buchpreis nominiert, zuletzt erschien von ihm der Roman „Der Chauffeur“.
30.10.2021, 17:59 Uhr
Besondere Gabe ans Museum
Horst-Janssen-Museum erhält Selbstbildnis von Janssen
Eine Schenkung von besonderem Wert hat jüngst das Horst-Janssen-Museum erhalten: Ein gezeichnetes Selbstporträt von Horst Janssen aus dem Jahr 1964. Das Bild stammt aus einem privaten Erbe und hätte auf dem Kunstmarkt einen guten Preis erzielen können. Doch die Erben haben sich stattdessen dafür entschieden, das Porträt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dem Museum zu überlassen.

„Das Blatt gehört in eine Reihe von Selbstporträts aus dem Jahr 1964, in denen Janssen – zeichnerisch variabel und sehr experimentierfreudig – die Wiedergabe seines Gesichtes erprobt hat“, weiß Dr. Sabine Siebel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Horst-Janssen-Museums. „Das Porträt ist eine zarte Bleistiftzeichnung, deren kringelige Linienführung an die radierten Selbstbildnisse von Rembrandt erinnert – ein Künstler, der zu Janssens Vorbildern zählt und mit dem er sich intensiv auseinandergesetzt hat.“ Tatsächlich sind die charakteristischen Partien des Gesichtes – Augen, Nase und geöffneter Mund – kaum konturiert. Auffällig sind die schräg ausgerichtete Nase und der etwas indifferente Blick.

„Das Selbstbildnis hat für uns einen besonderen Wert, denn es ist das früheste gezeichnete Selbstporträt Janssens in unserer Sammlung“, sagt Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos. Ihre Kollegin Sabine Siebel ergänzt: „Es scheint der zeichnerische Vorläufer einer drei Monate später von Janssen erstellten Radierung zu sein.“

Das Porträt befand sich bis vor kurzem im Besitz der Familie Söling aus Göttingen. Die Eheleute Brigitte und Hans-Dieter Söling, die die Kunst Horst Janssens sehr mochten, hatten es vor mehr als vier Jahrzehnten für eine fünfstellige Summe (circa 15.000 DM) erworben. Nach ihrem Tod entschieden ihre vier Kinder im September 2021 das Bild dem Horst-Janssen-Museum zu schenken. Die Tochter Ariane Söling erklärt: „Wir möchten, dass das Bild andere Menschen erfreut und dass es möglichst häufig ausgestellt wird.“ Ab Ende November/Anfang Dezember wird das Selbstporträt in der dann neu gehängten Dauerausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen präsentiert und mit einem kleinen Schild versehen, das die Namen von Brigitte und Hans-Dieter Söling trägt. „Auf diese Weise wird unseren Eltern auch nach ihrem Tode noch gedacht“, so Ariane Söling.

„Wir freuen uns sehr über diese Schenkung und danken Familie Söling herzlich dafür, dass sie dieses wertvolle Bild so selbstlos der Allgemeinheit zur Verfügung stellen“, so Museumsleiterin Moster-Hoos.
26.10.2021, 17:53 Uhr
Plätze frei im Seminar über das Werk von Horst Janssen
Kurs über den Künstler und Ehren-Oldenburger beginnt am Mittwoch, 3. November
Horst Janssen gilt als einer der herausragendsten Grafiker und Zeichner des 20. Jahrhunderts. Einblicke in sein Leben und seine Arbeit gibt jetzt ein Seminar, das das C3L – Center für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg ab 3. November anbietet. An vier Terminen erläutert Dozentin Geraldine Dudek immer mittwochs von 10.15 bis 11.45 Uhr Details über Leben, Werk und Technik des in Oldenburg aufgewachsenen Künstlers. Je nach geltenden Hygieneregeln ist geplant, dass sich die Teilnehmenden die Werke auch gemeinsam im Museum ansehen. Anmeldungen sind online möglich. Die Kursgebühr beträgt 65 Euro, für Gasthörende 55 Euro.
26.10.2021, 17:44 Uhr
Artothek Oldenburg präsentiert neue Editionen der Griffelkunst
Vom 1. bis 6. November werden in der Artothek Oldenburg die neuen Editionen der Griffelkunst-Vereinigung präsentiert. In ganz Deutschland gehören 4500 Mitglieder der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V. an, darunter finden sich auch zahlreiche Grafikbegeisterte in der Stadt Oldenburg. Der Griffelkunst Verein fördert das Interesse an der Bildenden Kunst und regt Künstlerinnen und Künstler zu druckgrafischen Arbeiten an. Hierzu ediert die Vereinigung regelmäßig originalgrafische Blätter, die im Herbst und Frühjahr erscheinen und an Ausstellungsorten wie der Artothek Oldenburg gezeigt werden.

„In der aktuellen Herbstausstellung überraschen experimentelle Grafiken durch besondere Farbigkeit, Detailreichtum und historische Bezüge“, sagt Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee. „So sind etwa von dem international bekannten Kölner Künstler und Professor Johannes Wohnseifer mit Goldfolie kaschierte Drucke zu erleben, in denen er auf ambivalente Weise den Elvis Presley-Kult der 1970er-Jahre hinterfragt.“

Die Bandbreite der neuen Editionen der zehn Künstlerinnen und Künstler reicht von Klischeedrucken, Lithografien, Siebdrucken, Fotografien bis hin zu Radierungen und einem Glasobjekt. Vom Leipziger Künstler Benjamin Badock sind farbenfrohe Klischeedrucke mit kuriosen Motiven von städtischen Landschaften zu sehen, während der Berliner Künstler Marcus Weber Aspekte des Großstadt-Alltags comichaft auf seinen mehrfarbigen Lithografien umsetzt. Die Berliner Fotografin Annette Kelm widmet sich in ihrer Werkserie den riesigen Travertinsäulen am Stadtrand von Stuttgart, die als befremdliche Relikte nationalsozialistischer Architektur gelten. Die kanadische Künstlerin Linda McCue hat Lithografien geschaffen, die täuschend echt mit der Materialität von textilen Stoffen spielen und dabei kulturelle Erinnerungsträger sind, während der Leipziger Maler und Zeichner Claus Georg Stabe in seinen Werken feinste Formen durch sich überlagernde Linien und Druckschichten erzeugt.

Der Pariser Künstler Roman Moriceau hat schimmernde Siebdrucke aus reinen Kupferpigmenten kreiert, auf denen Pflanzenmotive aus dem Botanischen Garten Meise in Belgien zu entdecken sind. Von der New Yorker Künstlerin Dasha Shishkin sind zwei Radierungen zu sehen, die durch Detailreichtum und Figurenfülle bestechen. Die französische Künstlerin Agathe de Bailliencourt hat ihre pastellfarbige Malerei schwungvoll in Lithografien übersetzt. Und der Hamburger Künstler Marc Lüders schließlich hat ein Glasobjekt entwickelt, das seine Fotografie durch das Siebdruckverfahren dreidimensional wirken lässt.

Die Ausstellung kann am Montag, 1. November und Donnerstag, 4. November von 15 bis 19 Uhr in der Artothek, Peterstraße 1, besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Die Wahl und Ausgabe der Grafiken wird ehrenamtlich von Geraldine Dudek betreut und erfolgt am Samstag, 6. November von 11 bis 15 Uhr.
26.10.2021, 17:14 Uhr
Grafikpreisträgerin zu Gast im Horst-Janssen-Museum
Am Freitag, 22. Oktober, war Serena Ferrario im Horst-Janssen-Museum zu Gast. Sie ist die siebte Preisträgerin des Horst-Janssen-Grafikpreises der Claus Hüppe-Stiftung, der am 19. August in der Hamburger Kunsthalle verliehen wurde. Sie hat eine mehrteilige Installation „Where the drawings live“ geschaffen, die mit gefundenen Objekten, Zeichnungen und filmischen Dokumenten arbeitet und von der Jury ausgezeichnet wurde.

Serena Ferrario ist 1986 in Crema bei Mailand geboren, hat an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert und lebt und arbeitet in München. Ein Besuch im Horst-Janssen-Museum war für sie selbstverständlich. Zu den aktuellen Ausstellungen sagte sie: „Dass es im Norden so ein faszinierendes Museum für Zeichnung gibt, wissen nicht alle. Ich freue mich, wenn ich als Horst-Janssen-Grafikpreisträgerin dazu beitragen kann, das Museum bekannter zu machen.“
19.10.2021, 17:12 Uhr
Minifestival »Gehörgänge« am 29. und 30. Oktober
Die Kunst der Improvisation
Das HCL-Ensemble, benannt nach den Initialen des Schlagzeugers Hannes Clauss, hat sich der frei improvisierten Musik verschrieben und bereichert die nordische Kulturszene nun bereits seit 30 Jahren. Die im Wilhelm13 in Oldenburg stattfindende Konzertreihe „Gehörgänge" bringt die vier Musiker der Band dabei regelmäßig in Austausch mit nationalen und internationalen Größen der freien Musikszene sowie auch mit Künstlern aus anderen Bereichen. Zum Jubiläum haben sie sich gleich 5 Gäste eingeladen. Am 29.10. sind Stephan Meinberg, tp / Ove Volquartz, bcl / Erik Konertz, tb / Hainer Wörmann, git. dabei, am 30.10. haben sie die Tänzerin und Choreographin Miriam Röder dabei.

Eine Veranstaltung der Jazzmusikerinitiative Oldenburg (JMO) 

Gefördert von KLANGPOL, Oldenburgischer Landschaft und Kulturbüro der Stadt Oldenburg.


29.10.2021, 20:00 Wilhelm13
GEHÖRGÄNGE Die Kunst der Improvisation #25 :  mit Stephan Meinberg, tp / Ove Volquartz, bcl / Erik Konertz, tb / Hainer Wörmann, git.


30.10.2021, 20:00 Wilhelm13
GEHÖRGÄNGE Die Kunst der Improvisation #26 : mit Miriam Röder (Tanz und Choreographie)
HCL-Ensemble 30 Jahre Jubiläum.


Beginn 20 Uhr,  Eintritt 15 € / erm. 10 €   
Beide Tage : 20 € / erm. 15 € 
12.10.2021, 17:07 Uhr
Acrylmalerei: Neue Ausstellung im Stadtplanungsamt
Parallel sind beeindruckende Entwurfsarbeiten Studierender zu sehen
In den Räumlichkeiten des Stadtplanungsamtes wird noch bis zum 31. Januar 2022 eine neue Ausstellung präsentiert: „Potpourri“, Acrylmalerei von Antje-Carola Wilke. Die Hobby-Künstlerin hat dem Stadtplanungsamt eine Auswahl ihrer Exponate zur Verfügung gestellt. Diese sind in der Industriestraße 1 a (2. Obergeschoss) während der Bürozeiten zu sehen. Parallel werden in einer weiteren Ausstellung Entwurfsarbeiten Studierender des Masterkurses im Sommersemester 2021 der Jade Hochschule (Fachbereich Architektur) gezeigt. Es handelt sich dabei um Siegerentwürfe eines Studentischen Wettbewerbs unter dem Titel „Ökologische Gemeinschaftssiedlung Hoppenriekels“.

Über die Künstlerin
Carola Wilke wurde im Jahr 1958 geboren. Sie ist Pädagogische Förderkraft und war ehemals aktiv als Tänzerin und Showgestalterin (orientalischer Tanz). Aufgrund einer Muskelerkrankung ist sie nun im vorzeitigen Ruhestand. Die Künstlerin selbst bezeichnet sich als verliebt in die Natur und deren Geschöpfe sowie das Spiel mit Licht und Farbe. Das Malen hat sie autodidaktisch – mithilfe von Lehr-DVDs namhafter Künstler – erlernt.

Die Künstlerin über ihre Arbeit
„Ich liebe es, das Wasser zu betrachten oder die Formation des Schnees (sofern wir noch welchen haben). Auch die Kraft der Bewegung des Wassers zu sehen, die schäumende Gischt, ist faszinierend – oder wenn es ganz ruhig und spiegelnd daliegt, bis hin zur Eisstarre. Damit spiele ich gern, ebenso mit Farbnuancen und leichten Lichtschimmern. Doch auch das Betrachten der Tiere, wie sie sich vollkommen natürlich in ein Landschaftsbild einfügen, einfach Teil vom Ganzen sind, hat etwas Eigenes. Speziell dagegen ist der Mensch, der sich gern abhebt und „HerrIn jeder Lage“ sein will. Es macht Spaß, den Versuch zu starten, diese Eindrücke in der Malerei wiederzugeben. Manches Mal zieht es mich zum Abstrakten hin. Hier kann man seinen Gefühlen Farbe geben. Bei Allem gelingt immer nur eine Momentaufnahme – aber vielleicht ist gerade das das Besondere. Das wird man sehen – im wahrsten Sinne des Wortes.“

Öffnungszeiten und Kontakt
Die Öffnungszeiten des Stadtplanungsamtes sind montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr. Wer gerne in den Räumen des Stadtplanungsamtes seine Werke ausstellen möchte, kann sich per E-Mail an stadtplanung@stadt-oldenburg.de wenden. Allerdings sind aufgrund der großen Nachfrage bereits alle Termine bis Mitte 2025 ausgebucht.
17.09.2021, 16:04 Uhr
Klangexperimente mit Violine, Berimbau, Drumset und Tuba
Levens, Pförtner, Urbat am 01.10.2021, 20:00 im Wilhelm13
Künstlerische Projekte während des Lockdowns zu starten, bedeutet sich zu beschränken. Diese Beschränkung kam den beiden Oldenburger Experimentalmusiker*innen Ulla Levens und Tim Pförtner entgegen, weil ihnen die klangliche Reduktion und das Ausloten der feinen Zwischentöne von jeher ein Anliegen ist. Und so haben die Violinistin und der Schlagzeuger unter den Bedingungen des social distancing ein Duo gegründet, das mit kleinem Instrumentarium große Fragen stellt. Für das Konzert im Wilhelm13 konnten sie Jonas Urbat, Tubist beim Berliner Stegreiforchester und Produzent digitaler Musik, gewinnen. Das Trio bündelt an diesem Abend die Klangvielfalt des einsaitigen Musikbogens Berimbau mit Percussion und tiefem Blech zu einem spannenden Klangerlebnis improvisierter Musik. 

Eintritt 15 € / 10 €

Eine Veranstaltung der Jazzmusikerinitiative Oldenburg (JMO)
Gefördert von der Oldenburgischen Landschaft und dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg
10.09.2021, 12:38 Uhr
Atelier Farbsinn bietet neue Kunstkurse an
Das Atelier Farbsinn der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) an der Rennplatzstraße 123 bietet ab Oktober ein neues Kursprogramm an. Thea Wilczura (Leiterin des Ateliers) freut sich auf das neue Angebot: „Wir haben uns ein besonderes Programm ausgedacht, das thematisch für jeden etwas bietet. Die Erfahrung zeigt, wie gut das Angebot von den unterschiedlichsten Menschen angenommen wird. Kursteilnehmer sind Kinder und Senioren, Migranten, Menschen mit und ohne Behinderung.“ Verschiedene Kunstkurse zu Themen wie Acrylmalerei und Kollage sind Teil des Programms, aber auch die Gestaltung eines Kalenders für das Jahr 2022. Der Besuch der Kurse ist grundsätzlich kostenlos, auch die Materialien werden gestellt, können aber auch von zuhause mitgebracht werden. Die gestellten Leinwände, die nach Hause genommen werden, werden Vorort zum Einkaufspreis verkauft.

Anmeldungen sollten zeitnah erfolgen, empfiehlt Thea Wilczura. Die Kurse sind erfahrungsgemäß schnell ausgebucht.

Das Programmheft kann auf der Homepage der GWO: www.wfbm-oldenburg.de unter dem Punkt Atelier Farbsinn heruntergeladen werden und ist an den Standorten der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V., dem Café Kurswechsel, dem Café Farbwechsel, der Kantine MachBar oder dem Kaufhaus der Werkstätten erhältlich.

Die Aktion „Kunst im Quartier“ unter der die Kursangebote angeboten werden, wird unterstützt durch die Stadt Oldenburg, Die GSG Oldenburg und die Stiftung Teilhabe.

Infos zum Projekt Atelier Farbsinn:
Das Atelier Farbsinn an der Rennplatzstraße 123 in Oldenburg wird von den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. als zusätzlichen Beitrag für das Gelingen von Inklusion vor Ort unterhalten.

Das Atelier Farbsinn ist ein Treffpunkt im Oldenburger Stadtteil Ohmstede, der über das Medium Kunst Menschen mit und ohne Beeinträchtigung verbindet. Das Atelier bietet wöchentlich mehrere Termine und Kunstkurse zu verschiedenen Themen an und das kostenlos. So wird unabhängig von finanziellen Möglichkeiten allen die Teilnahme ermöglicht.

Kreativ sein, sich begegnen und dabei für sich alleine oder gemeinsam das ein oder andere Kunstwerk erschaffen – jede*r ist willkommen. Im Atelier Farbsinn wird der Inklusionsgedanke ganz praktisch mit Leben gefüllt. Dabei finanziert sich das Atelier ausschließlich aus Spenden und Zuwendungen.
02.09.2021, 18:28 Uhr
Premiere des „Oldenburger Plakatherbstes“
Ausstellungen im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
Das Plakat gehört auch im Zeitalter der Digitalisierung zu den wichtigsten visuellen Kommunikationsmitteln. Mit dem „Oldenburger Plakatherbst“ feiern die Medienagentur Mediavanti und das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg im November mit drei Ausstellungen erstmals die Plakatkunst.
Plakate sind mehr als Informationsträger: In ihnen vereinen sich Design, Kunst, Politik, Geschichte und Werbung zu einem Gesamtwerk. Sie begleiten uns im Alltag und spiegeln den aktuellen Zeitgeist wider. „Mit den Ausstellungen im Rahmen des Oldenburger Plakatherbstes widmen wir uns endlich einem viel zu selten betrachteten Bereich der angewandten Kunst und seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Dabei spannen wir einen zeitlichen Bogen vom Beginn des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart“, so Dr. Anna Heinze, stellvertretende Direktorin des Landesmuseums.
„Wir freuen uns sehr über die erneute Kooperation mit dem Landesmuseum“, ergänzt Mediavanti-Geschäftsführer Claus Spitzer-Ewersmann und fügt hinzu: „Plakate wirken nachhaltig. Sie fangen die Blicke der Betrachtenden ein, hinterlassen Eindruck und fordern unmittelbar zu einem Dialog auf. Das macht ihren Reiz und ihren Stellenwert aus.“

100 beste Plakate 20 – Deutschland, Österreich, Schweiz
20. November bis 12. Dezember 2021, Oldenburger Schloss
Der Wettbewerb „100 beste Plakate“ gilt als Pulsmesser des zeitgenössischen Plakatdesigns. Die Ausstellung präsentiert erstmals die Gewinnerplakate aus dem Jahr 2020 in Norddeutschland und versammelt Arbeiten von professionellen Gestalterinnen und Gestaltern sowie von Studierenden. „Außergewöhnlich ist die Qualität der Plakate – zuweilen gestaltet für Veranstaltungen, die wegen der COVID-Pandemie nicht durchgeführt werden konnten. Diesen visuellen Optimismus sehen wir in vielen der eingereichten Sujets“, so Markus Weisbeck (Studio Markus Weisbeck, Frankfurt am Main), Vorsitzender der internationalen Fachjury 2020. 100 beste Plakate 20 gibt einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends und innovative Ansätze und zeigt den kreativen Reichtum des Kommunikationsdesigns im deutschsprachigen Raum.

Brandspuren – Filmplakate aus dem Salzstock
Eine Ausstellung der Deutschen Kinemathek
20. November bis 12. Dezember 2021, Oldenburger Schloss
Die Ausstellung versammelt rund zwei Dutzend internationale Filmplakate sowie Dokumente aus den ersten 40 Jahren der Filmgeschichte. Sie wurden 1986 in einem Salzbergwerk in Grasleben bei Helmstedt gefunden, wo das Reichsfilmarchiv der Nationalsozialisten seit dem Krieg lagerte. Das 1934 gegründete Reichsfilmarchiv war das erste zentrale staatliche Filmarchiv in Deutschland. Vor dem Hintergrund nationalsozialistischer Propaganda wurde eine umfangreiche Sammlung an Filmen angelegt und der internationale Filmaustausch angeregt. Als die Luftangriffe auf Deutschland im Zweiten Weltkrieg ab 1943 zunahmen, verlagerte man Teile des Archivs in das trockene, bombensichere Salzbergwerk. Nach dem Sieg der Alliierten drangen amerikanische Sondereinheiten in das Bergwerk ein und transportierten vor allem filmische Materialien ab. Ein Brand beschädigte das restliche eingelagerte Material stark. Was blieb, sind die Plakate, denen die Spuren der Zeit buchstäblich eingebrannt sind. Sie wurden in den letzten Jahren von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Grafikarchivs der Deutschen Kinemathek aufwendig restauriert und sind im Rahmen des „Oldenburger Plakatherbstes“ erstmals in Niedersachsen zu sehen.

Kabinettschau
Zwischen Kunst und Werbung –
Weihnachtsplakate der 1950er und 1960er Jahre
20. November bis 9. Januar 2022, Prinzenpalais
Während des Wirtschaftsbooms der 1950er und 1960er Jahre erlebte die Plakatkunst in Deutschland einen neuen Höhepunkt. Museen und Galerien bedienten zur Weihnachtszeit das zunehmende Interesse an zeitgenössischer Kunst, aber auch den Wunsch nach einem stimmungsvollen Weihnachtsfest. Die Kabinettschau zeigt eine Auswahl an Weihnachtsplakaten aus den Beständen des Landesmuseums sowie ausgewählte Sammlungsstücke zum Thema Weihnachten.

Rahmenprogramm
Wie auch bei der ebenfalls in Kooperation von Mediavanti und dem Landesmuseum jährlich gezeigten World-Press-Photo-Ausstellung wird es beim „Oldenburger Plakatherbst“ ein umfangreiches Rahmenprogramm geben.
Vorträge, Workshops und Filmvorführungen sind in Planung. Über die einzelnen Programmpunkte und Termine informieren wir in Kürze. 

Oldenburger Plakatherbst 2021
100 beste Plakate 20 – Deutschland, Österreich, Schweiz: 20.11. – 12.12.2021
Brandspuren – Filmplakate aus dem Salzstock: 20.11. – 12.12.2021
Zwischen Kunst und Werbung – Weihnachtsplakate der 1950er und 1960er Jahre: 20.11.2021 – 9.1.2022

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

www.mediavanti.de/plakatherbst
www.landesmuseum-ol.de
01.09.2021, 16:51 Uhr
Der Regenbogen, der auf einen Zebrastreifen fiel
Filmvorführung am 4. September auf dem Farbenfroh-Festival
Über den Film:
Eigentlich sollte die Produktion ja ein neuartiges inklusives Hörspielmusiktheaterspektakel mit mehr als 40 Beteiligten werden. Doch dann kam die Coronapandemie und setzte einen langen kreativen Wandlungsprozess in Gang, der sich immer wieder durch neue Möglichkeiten veränderte und schließlich in Form eines Films seine Vollendung findet.

Inhalt:
Schlafmütze zappt sich durch globale Katastrophen und als er einschläft, prägen diese Bilder seine Traumreise. Sie weitet seinen Blick über den Rand eines Aquariums hinaus über genderbestimmte Fischperspektiven und konsumkritische Kinderhelden bis hin zur entscheidenden Frage: »Warum sind wir zu schwer für den Regenbogen?«

Ein Projekt von
Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg-Süd e. V. in Kooperation mit dem Blauschimmel-Atelier und Global Music Player e. V. 
Gefördert durch die Aktion Mensch.


Vorführung am 4. September 2021 in der Freizeitstätte Kreyenbrück ("Cafta"), Brandenburger Str. 38, 26133 Oldenburg

Filmbeginn 16:30 Uhr, 50 Minuten

Eintritt frei, Spenden erwünscht
26.08.2021, 20:26 Uhr
LiteraTour Nord 2021/22 mit Debüt-Special
Lesereihe beginnt am 31. Oktober in Oldenburg
Am Sonntag, 31. Oktober, beginnt ein neuer Durchgang der LiteraTour Nord. Den Auftakt bildet eine Lesung der Schriftstellerin Angelika Klüssendorf aus ihrem neuen Roman „Vierunddreißigster September“ im Oldenburger Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Wie in den vergangenen Jahren startet die Lesereise jedes eingeladenen Schriftstellers mit einer Sonntagsmatinee um 11 Uhr in Oldenburg. Danach führt sie am Sonntagabend nach Bremen und an den folgenden fünf Tagen nach Lübeck, Rostock, Lüneburg, Hannover und Osnabrück. Es lesen: Angelika Klüssendorf (31. Oktober bis 5. November), Thomas Kunst (7. bis 12. November), Heinrich Steinfest (21. bis 26. November), Judith Hermann (5. bis 10. Dezember), Gert Loschütz (9. bis 14. Januar) und Raphaela Edelbauer (23. bis 28. Januar).

Die 1992 erstmals durchgeführte Lesereihe um den Preis der LiteraTour Nord ist ein einzigartiges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Hochschulen und der VGH Stiftung. Gemeinsam laden sie sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, ihre aktuellen Bücher vorzustellen. Bei der anschließenden Entscheidung über die Vergabe des Preises berücksichtigt die Jury auch die Stimmen, die das Publikum abgegeben hat. Die Lesungen werden von Lehrenden der örtlichen Hochschulen moderiert, die projektbegleitende Lehrveranstaltungen in ihren Studiengängen anbieten. Die VGH Stiftung fördert die LiteraTour Nord seit 2006 maßgeblich und stiftet unter anderem den mit 15.000 Euro dotierten Preis.

In der Saison 2021/22 feiert die LiteraTour Nord ihr 30-jähriges Bestehen. Das nehmen die Veranstaltenden zum Anlass, auch auf die Zukunft der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zu blicken: Zusätzlich zur regulären Tour lesen in diesem Jahr sechs vielversprechende Debüt-Autorinnen und -Autoren aus ihren Erstlingswerken in je einer der beteiligten Städte. Am Ende kommen sie zu einem gemeinsamen Debüt-Lesefest im Vorfeld der Preisverleihung am 30. April 2022 in Hannover zusammen. In Oldenburg stellt die Schriftstellerin Lisa Krusche ihren ersten Roman vor.

Die Oldenburger Lesungen der LiteraTour Nord werden vom Literaturhaus Oldenburg, der Buchhandlung Thye und der Carl von Ossietzky Universität veranstaltet. Der Besuch der Lesungen ist nur nach vorheriger Reservierung beim Literaturhaus per Email unter literaturhaus@stadt-oldenburg.de möglich.

Weitere Informationen zur Lesereise und den Schriftstellerinnen und Schriftstellern der aktuellen Staffel stehen im Internet unter www.literatournord.de.
24.08.2021, 20:00 Uhr
Queeres Kinofestival im Cine k
Das Queer Film Festival Oldenburg findet vom 26. bis 30. August statt. Zum zwölften Mal macht es lesbische, schwule, trans und inter Lebensweisen im Kino sichtbar. Es findet weitgehend Open Air beim Cine k statt, bei schlechtem Wetter in der großen Halle der Kulturetage. Das Programm sieht eine Reihe interessanter neuer Filme und die Vergabe eines Publikumspreises – gefördert mit 600 Euro vom Kulturbüro – für den besten Kurzfilm vor. 

Eröffnet wird das Festival mit „Genderation“ in digitaler Anwesenheit der 

Regisseurin Monika Treut. Davor wird auch die zwanzig Jahre zurückliegende Dokumentation „Gendernauts“ der Regisseurin mit denselben trans Protagonist*innen in San Francisco gezeigt. Ein weiteres Highlight ist „Kleines Mädchen“ (Petite fille). Der Film wurde international von Seattle bis Hongkong mit vielen Filmpreisen ausgezeichnet und zeigt, auf welche Schwierigkeiten ein biologisch als Junge geborenes Kind stößt, wenn es seinem eigenen Bedürfnis entsprechend als Mädchen leben möchte. 

Ebenfalls mit Filmpreisen ausgezeichnet wurden die Spielfilme „Beyto“ über die Probleme des Coming-outs in einer schweizerisch-türkischen Familie und „Boy Meets Boy“, der die fünfzehnstündige Zufallsbekanntschaft zweier Männer in Berlin zeigt. Die Thematik lesbischer Beziehungen kommt in drei mittellangen Filmen zur Sprache: „Lesbisch hoch drei“. 

Abgerundet wird das Festival durch zwei Programme mit Kurzfilmen. 

Nähere Infos, Festivalprogramm und Eintrittskarten unter www.qffol.de. 

Geplant wird das Festival ehrenamtlich von der Initiative Rollenwechsel. Gefördert wird das Festival von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturbüro und dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg, dem Queeren Netzwerk Niedersachsen, dem Autonomen Feministischen und dem Autonomen Schwulen-Referat im AStA der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg,  dem Medienbüro Oldenburg e.V. und dem Na Und - Queeres Leben in Oldenburg e.V. 
19.08.2021, 18:15 Uhr
Finissage mit Varieté und Kleider-Versteigerung
Horst-Janssen-Museum entführt ein letztes Mal in Jugendstil-Zeit
Zum Ende der Ausstellung „Ilna Ewers-Wunderwald: Expedition Jugendstil“ lädt das Horst-Janssen-Museum am Sonntag, 29. August, zur Finissage ein. Um 17 Uhr beginnt das Programm mit einem „Varieté à la 1900“: Sven Brömsel, Kurator und Gaukler, präsentiert zusammen mit der Artistin Vanessa Lee Baisch eine Feuer-Show und Akrobatik im Museumsgarten. Außerdem werden Originaltexte aus dem Berliner Kabarett „Überbrettl“ vorgetragen, in dem Ilna Ewers-Wunderwald zur Jahrhundertwende auftrat. Für 18 Uhr ist ein Kuratorengespräch geplant: Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos und Kurator Sven Brömsel sprechen über Emanzipation und Jugendstil und das Leben und Werk von Ilna Ewers-Wunderwald.

Um 19.30 Uhr findet eine Versteigerung statt: Das seidene Reform-Kleid aus der Ausstellung, das die Damenschneiderin Dorothea Schachtschneider nach Entwürfen von Ilna Ewers-Wunderwald aus dem Jahr 1904 gefertigt hat, wird zu einem wohltätigen Zweck versteigert.  Das Kleid kann an die Größen 36 bis 42 angepasst werden. Das Startgebot liegt bei 150 Euro. Bereits vom 21. bis 28. August können verbindliche Initiativangebote per Mail an info@horst-janssen-museum.de abgegeben werden. Bieterinnen und Bieter geben dafür bitte ihre vollständigen Adressdaten an. Das bei der Versteigerung eingenommene Geld soll das Mädchenhaus Oldenburg e.V. erhalten.

Musikalisch wird die Finissage von dem Vater-und-Sohn-Duo László und Adrian Rusnak begleitet, die auf Violine und Klavier Salonmusik der Jahrhundertwende und 1920er Jahre zum Besten geben.

Der Eintritt zur Finissage ist frei, jedoch ist die Buchung eines Onlinetickets (0,75 Euro Ticketgebühr) auf Ticket2Go oder in der Touristinfo Voraussetzung für den Besuch. Ticketlink: https://ticket2go.de/#!/event/2543. Die Anzahl der Tickets richtet sich nach der im Veranstaltungszeitraum geltenden Corona-Verordnung und wird gegebenenfalls zwei Tage vor der Veranstaltung aufgestockt. Die Finissage findet bei gutem Wetter überwiegend im Museumsgarten statt. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich gerne ein Picknick, Getränke und eine Decke mitbringen. Bei Regen muss die Veranstaltung auf die Ausstellungsräume ausweichen. 
10.08.2021, 15:56 Uhr
Die Stadt gestalten – Graffiti und Street-Art in Oldenburg
Veranstaltungsreihe „OL verändern | OL erinnern“ im Projektraum des Stadtmuseums
Am Dienstag, 17. August, um 19 Uhr lädt das Stadtmuseum zum neunten Mal zu der Veranstaltungsreihe „OL verändern | OL erinnern“ ein. Zu Gast sind die Künstler und Sprüher Sebastian von Zeberg und Renke Harms, die sich mit Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann über Graffiti und Street-Art in Oldenburg austauschen.

Graffiti und Street-Art sind schon längst nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Sie sind zum Symbol für Urbanität geworden und haben sich schon lange von ihrem Image als Ausdruck von Vandalismus emanzipiert. Auch in Oldenburg wurde die Kunstform durch eine gut vernetzte Szene vorangebracht: Immer öfter wird die Gestaltung von Fassaden und Flächen in Oldenburg in die Hände von Graffiti-Künstlerinnen und -Künstler gelegt, in Schulen werden Graffitikurse gegeben und Veranstaltungen, wie das Brückenkunstfestival, vermitteln die Bedeutung von legalen Freiflächen für die Szene. Graffiti und Street-Art prägen das Stadtbild. Doch Farbe ist vergänglich und es stellt sich zunehmend die Frage, ob Street-Art aufbewahrt werden soll und welche Möglichkeiten es gibt.

Sebastian von Zeberg und Renke Harms arbeiten in ihren aktuellen Projekten daran, die Sichtbarkeit der Graffiti-Kunst in Oldenburg zu erhöhen und Informationen zu den Werken über die Zeit nachhaltig zu dokumentieren. Gemeinsam betreiben sie die Firma „Die Jungs Wandgestaltung“ in Oldenburg, die für Unternehmen und Privatleute Wände gestaltet. Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums, spricht mit Ihnen über diese Projekte, die Zukunft des vermutlich ersten Graffito der Stadt, das kürzlich an der Eisenbahnbrücke am Pferdemarkt wiederentdeckt wurde und darüber, wie Graffiti und Street-Art Oldenburg verändern.

Die Veranstaltung findet im Projektraum des Stadtmuseums in der Langen Straße 74 statt. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
13.07.2021, 21:18 Uhr
Ensemble Sur mit argentinischer Musik
Online-Veranstaltung auf YouTube
Zum Semesterabschluss lädt das Ensemble Sur des Instituts für Musik der Universität Oldenburg am Samstag, 17. Juli, 20.00 Uhr, auf seinen YouTube-Kanal ein. Die Online-Veranstaltung widmet sich der Musik des argentinischen Trios Aca Seca. Das studentische Ensemble für südamerikanische Musik unter Leitung von Joaquín Alem stellt Audio- und Videoproduktionen vor, die während des Sommersemesters entstanden sind. Der Pianist Andrés Beewsaert, Mitglied von Aca Seca, schaltet sich aus Buenos Aires zu.

Wer die Arbeit der Studierenden unterstützen möchte, kann ihnen eine Spende über PayPal zukommen lassen. Der Link ist am Samstagabend in der Videobeschreibung zu finden.

Weblinks
uol.de/musik
uol.de/r/Sur
www.youtube.com/channel/UCpvjx2L364PjsLss3lMcGLw
09.07.2021, 14:32 Uhr
Porträts im Mono-Print-Verfahren mit Jaqueline Menke
Workshop aus dem Rahmenprogramm zur Ausstellung „Analog 66“
Vom 23. Juli bis 29. August ist das Stadtmuseum mit der Ausstellung „Analog 66 – Oldenburger Porträts von Stephan Meyer-Bergfeld“ im Oldenburger Kunstverein zu Gast. Im Rahmenprogramm der Ausstellung bietet das Stadtmuseum am Sonntag, 1. August, von 11 bis 13 Uhr einen Workshop zum Mono-Print-Verfahren an. Kunstvermittlerin Jaqueline Menke gibt Einblicke in die Methode, die es erlaubt in relativ kurzer Zeit auf einfache Weise bildnerisch zu drucken. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren zunächst, wodurch ein Porträt eigentlich wirkt und gestalten dann die skizzenhafte Darstellung eines Porträts im Mono-Print-Verfahren. Die Veranstaltung war ursprünglich als Online-Veranstaltung geplant, findet aber jetzt in Präsenz statt.


Kosten pro Person: 18 Euro auf Rechnung

Anmeldeschluss 23. Juli 2021 telefonisch unter 0441 235-3403 oder museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
09.07.2021, 14:31 Uhr
Janssen neu entdecken
Dauerausstellung im Horst-Janssen-Museum zeigt ab Samstag neue Werke
Fünf Tage lang war die Dauerausstellung „Horst Janssen – Neu entdeckt!“ geschlossen, ab Samstag, 10. Juli, zeigt sie sich nun in neuem Gewand beziehungsweise mit neuer Hängung. Die aktuelle Präsentation von insgesamt um die 70 Zeichnungen und Druckgrafiken demonstriert einmal mehr, mit welcher Leichtigkeit Janssen seine Techniken und Zeichenstile variieren konnte. Zu den thematischen Gruppen gehören neben Janssens Porträts, Landschaften und Nature Mortes diesmal auch „verworfene Zeichnungen“, Werke also, die unvollendet oder gar von ihm zerrissen wurden. Eine weitere Gruppe zeigt „Gekleckstes und Gestricheltes“. Sie sensibilisiert die Besucherinnen und Besucher für die verschiedenen Zeichenmaterialien und -verfahren, die Janssen auf Papier nutzte.

Die Ausstellung zeigt auch einige Neuzugänge der Sammlung. Die Förderstiftung Horst-Janssen-Museum erwarb kürzlich einige Lithografien, die sie dem Museum als Dauerleihgaben zur Verfügung stellt. Unter ihnen befindet sich ein Porträt Janssens mit dem spöttelnden Titel „Selbst blöd für die Griffelkunst“ von 1968 und die großformatige, frühe Lithografie „Domicile du Jazz“ von 1954. Inspiriert wurde die Lithografie durch Janssens Berührung mit dem Jazz der 1950er Jahre.

Die Dauerausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen besteht zum einen aus gleichbleibenden Teilen, zum Beispiel aus den Schauwänden, Zeitzeugeninterviews und Hands-on-Stationen zu den Drucktechniken; zum anderen aus Originalwerken, die etwa alle vier Monate ausgetauscht werden. „Grafiken sind lichtempfindlich und dürfen immer nur eine bestimmte Zeit dem Licht ausgesetzt sein. Dann müssen sie sich eine Zeitlang im dunklen Magazin erholen“, erläutert Dr. Sabine Siebel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Horst-Janssen-Museum. „Außerdem möchten wir, dass unsere Besucherinnen und Besucher auch in unserer Dauerausstellung immer wieder etwas Neues entdecken können!“
02.07.2021, 14:21 Uhr
Oldenburg wird zur deutschen Musikhauptstadt
Stadt ist 2022 Gastgeberin des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ – Riesige Vorfreude
Eine ganze Stadt voller Musik. Eine offene Bühne in der Fußgängerzone verbreitet Festivalflair. Kaum ein Ort, an dem man nicht auf Schritt und Tritt jemandem mit einem Instrumentenkoffer begegnet. Holger Denckmann, Leiter der städtischen Musikschule, hat bereits konkrete Bilder im Kopf, wenn er an die erste Juni-Woche in 2022 denkt. Dann nämlich, vom 2. bis zum 8. Juni, wird Oldenburg zur Hauptstadt des deutschen Musiknachwuchses – die Stadt ist Ausrichterin des 59. „Jugend musiziert“-Bundeswettbewerbs. „Wir freuen uns sehr darauf, die Gastgeberrolle übernehmen zu dürfen und wünschen uns, dass die Pandemie-Entwicklung dieses Großereignis im nächsten Jahr zulassen wird“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Mit der Ausrichtung des Bundesfinales unterstreiche Oldenburg seinen Status als Kulturmetropole, betont Krogmann, der gleichzeitig als Kulturdezernent fungiert. Auch Kulturamtsleiterin Christiane Cordes hofft, mit der Live-Begegnung von Oldenburg aus ein starkes Lebenszeichen für die Bedeutung und Vielfalt der Musik aussenden zu können.

„Jugend musiziert“ gilt mit jährlich rund 25.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Deutschland als der größte musikalische Nachwuchswettbewerb weltweit – erstmals soll der Abschluss in Oldenburg stattfinden. Dieses Wettbewerbsfinale wird aller Voraussicht nach das erste seit 2019 sein, das wieder in Präsenz möglich ist. 2020 fiel der Bundesentscheid Corona-bedingt komplett aus, in diesem Jahr fand die Veranstaltung vollständig digital statt. „Dieses Finale wird etwas Besonderes werden. Für uns ist das wie die WM im eigenen Land“, freut sich Musikschulleiter Holger Denckmann auf ein musikalisches „Sommermärchen“ in Oldenburg.

So laufen die Vorbereitungen:
Die Vorbereitungen haben bereits begonnen. Unterstützt wird die Musikschule dabei von Andrea Palet Sabater, der Geschäftsführerin des Regionalausschusses von „Jugend musiziert“. Die Oldenburger Musikpädagogin hat als Teilnehmerin schon selber viele Bundeswettbewerbe bestritten. „Die größte Herausforderung ist es, die Räumlichkeiten zu stellen“, sagt Andrea Palet Sabater. Erwartet werden mehr als 2.000 junge Musikerinnen und Musiker, die mit ihren Lehrkräften und Familien anreisen und untergebracht werden müssen. Über Quartierangebote freut sich die Musikschule per E-Mail an musikschule@stadt-oldenburg.de. Für rund 120Jurymitglieder sowie Helferinnen und Helfer wurden bereits Hotelbetten reserviert.

An 25 Orten finden Wertungsspiele statt, die allesamt bestimmte Standards erfüllen müssen: Neben einem mit Publikumsplätzen ausgestatteten Wertungsraum sind drei Einspielräume und ein Juryraum – alle im selben Gebäude, aber akustisch voneinander getrennt – vorgegeben. Darüber hinaus wird es zahlreiche Workshops geben. Erste Besichtigungen haben schon stattgefunden, Austragungsorte sind das Staatstheater, die Weser-Ems-Hallen, das PFL und viele Schulen. Vor allem an den Schulen herrsche ein sehr „musikfreundliches Klima“, konstatiert Palet Sabater. „Viele Schulleitungen haben Unterstützung signalisiert.“ Im Juli werden sich die Bundesgeschäftsführerin von „Jugend musiziert“, Ulrike Lehmann, und der Landesausschussvorsitzende Ulrich Bernert vor Ort ein Bild machen.

So hat Oldenburg den Zuschlag bekommen:
Dass der Deutsche Musikrat als Träger des Bundeswettbewerbs der Stadt Oldenburg den Zuschlag gegeben hat, kam nicht von ungefähr: Einen Probelauf hat Oldenburg bereits auf Landesebene bestanden. 2018 war die Stadt kurzfristig als Ausrichter eingesprungen und hatte die Aufgabe mit Bravour gemeistert. Im selben Jahr stimmte der Stadtrat der Ausrichtung des Bundeswettbewerbs 2022 zu. „Wir trauen uns das absolut zu“, betont Philipp Schlüchtermann, stellvertretender Leiter der Musikschule. Oldenburg trägt mit einem Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro zum Gesamtbudget bei, das rund 900.000 Euro umfasst. 

Für die Musikschule der Stadt Oldenburg ist die Austragung des Bundeswettbewerbs eine ganz besondere Ehre und Anerkennung, da Schülerinnen und Schüler der Musikschule seit Jahren zu den ersten Preisträgerinnen und Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ zählen. „Bei der Anzahl der Top-Platzierungen müssen wir uns im Bundesvergleich nicht verstecken“, sagt Holger Denckmann selbstbewusst. „Für unsere Talente bedeutet der Heimvorteil eine Extra-Portion Motivation“, weiß der Leiter der Musikschule, „alle sind stolz, die Stadt zu repräsentieren.“ 

Über den Bundeswettbewerb:
Der Wettbewerb „Jugend musiziert“ findet unter dem Dach des Deutschen Musikrats bereits seit 1964 statt. Er gliedert sich in drei Phasen: Aus mehr als 160 Regionalwettbewerben gehen die Teilnehmenden der Landeswettbewerbe hervor. Erste Landespreisträgerinnen und Landespreisträger werden zum Bundeswettbewerb weitergeleitet. Schirmherr des Bundeswettbewerbs ist der Bundespräsident. In Niedersachsen wurde der Bundesentscheid letztmalig von der Stadt Braunschweig 2014 ausgerichtet.

Weitere Informationen gibt es unter www.oldenburg.de/musikschule.
25.06.2021, 10:45 Uhr
Die Kraft der Träume
Mirko Bonné liest im Kulturzentrum PFL
Mirko Bonné arbeitete 15 Jahre lang an seinem neuen, großen Roman „Seeland, Schneeland“, der 1921 auf einem Auswandererschiff spielt. Er beschwört die Kraft der Überwindung in dieser Zeit des Umbruchs kurz nach dem Ende der Spanischen Grippe-Pandemie. Literaturkritiker bezeichnen ihn als „Meistererzähler in der Form seines Lebens“ und sehen ihn wegen der intensiven und detailgenauen Darstellung „auf der Höhe seiner Erzählkunst“. Am Montag, 5. Juli, stellt Mirko Bonné das Buch in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturhauses vor. Er liest aus dem Roman und spricht mit dem Historiker Dietmar von Reeken. Der Austausch wird von Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentages, moderiert. Die Veranstaltung findet ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für die Teilnahme ist eine Kartenreservierung per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de erforderlich.

Zum Inhalt: Nach dem Weltkrieg und der Spanischen Grippe liegt Europa 1921 am Boden. Merce Blackboro ist der Front und dem Tod im ewigen Eis zwar entkommen, doch er leidet seit seiner Rückkehr von der gescheiterten Shackleton-Expedition unter der heimischen Enge und an der unerwiderten Liebe zu Ennid Muldoon. Ennid, die sich nach einem anderen Leben sehnt, verschwindet eines Tages ohne Vorankündigung aus der walisischen Kleinstadt Newport, um ihr Glück in Amerika zu suchen. Auf dem völlig überfüllten Amerika-Dampfer reisen neben vielen Hoffnungsvollen auch der lebensmüde Hotelerbe Diver Robey, der sein Geld wahlweise in Gin oder Daiquiris investiert und allenfalls von einer Flugverbindung zwischen der alten und der neuen Welt träumt und sein alternder Butler Bryn Meeks, der mit seinen Träumen nichts anderes anzufangen weiß, als sie zu verschweigen. Als der Dampfer in einen gewaltigen Schneesturm gerät und hilflos auf offener See treibt, scheint alle Hoffnung auf Rettung dahin. Oder können Träume ungeahnte Kräfte wecken?

Die Veranstaltungsreihe „Konstellationen“ wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert und ist ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Geschichte der Oldenburger Universität.
22.06.2021, 15:16 Uhr
CoronaCreativ eröffnet am 25.6.2021 die digitale Ausstellung
Klaas Heufer-Umlauf grüßt Oldenburgs kreative Kinder
CoronaCreativ, das Kunstprojekt für Kinder und Jugendliche in der Pandemie, eröffnet am 25.6.2021 die digitale Ausstellung. Ab 18 Uhr kann jeder Interessierte die Kunstwerke der mehr als 200 Schülerinnen und Schüler online auf www.coronacreativ.de sehen.

Viele Kinder haben sich durch CoronaCreativ mit dem Thema Pandemie auseinandergesetzt und die Kunst für sich als Ausdrucksmittel gefunden. „Die Vielfalt der eingereichten Werke lässt eine abwechslungsreiche und kurzweilige Ausstellung erwarten“, sagt Initiatorin Daniela Conrady. Aber auch eine Ausstellung, die die negativen wie die positiven Gefühle unserer Kinder in den letzten eineinhalb Jahren widerspiegelt.

Bei der Online-Vernissage erwartet am kommenden Freitag um 17 Uhr die jungen Nachwuchskünstlerinnen und -künstler mit ihren Familien sowie die Lehrerinnen und Lehrer und alle Interessierte ein buntes, ca. 30minütiges Programm. Wer dabei sein möchte, folgt dem Link über www.coronacreativ.de. „Der Moment, in dem das eigene Kunstwerk ausgestellt wird, soll für die Kinder ein Highlight sein“, so Conrady, die sich in diesem Zusammenhang besonders über den Videogruß von Klaas Heufer-Umlauf an die Kinder freut. „Denn genau diese Wertschätzung ist es, die die Kinder in dieser schwierigen Zeit brauchen“, betont Conrady.

„CoronaCreativ – Mein Leben in der Pandemie“ ist ein von Daniela Conrady initiiertes Kunstprojekt für Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Oldenburg. Gefördert wird das Projekt von der OLB-Stiftung und dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg.
17.06.2021, 17:53 Uhr
Ausstellung „Neue Werke“ in Artothek endet am 24. Juni
Die Neuen Werke können bald entliehen werden
Die Artothek Oldenburg präsentiert noch bis zum 24. Juni ihre Neuerwerbungen. Nach der Ausstellung können die Werke entliehen werden. Kunstinteressierten stehen Arbeiten von 17 regionalen und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern zur Entleihe zur Auswahl. „Gerade in Corona-Zeiten kann man mit den neuen Werken der Artothek Lebensfreude und Abwechslung in sein Zuhause bringen. So können Kunstbegeisterte nach Ende der Ausstellung beispielsweise einen Original Penck im eigenen Wohnzimmer genießen“, sagt Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee.

Neben der Aquatinta-Radierung von A. R. Penck, die auch als Titelmotiv zur Ausstellung „Neue Werke“ zu sehen war, können auch Malerei von Gerlinde Domininghaus, Helmut Feldmann und Marga von Garrel, Grafiken von Karel Appel, Henrik Eiben, Rainer Fetting, Margareta Hihn, Malene Landgreen, Albert Merz, Armin Müller-Stahl, A. R. Penck, Kjeld Ulrich, Cornelius Völker und Helga Wirth, Fotografien von Angelika Glaub und Gertje Kollmann sowie eine keramische Skulptur von Jinhwi Lee entliehen werden.

Die Ausstellung „Neue Werke“ kann noch bis zum 24. Juni 2021 während der Öffnungszeiten der Artothek (Montag und Donnerstag, 15 bis 19 Uhr) besichtigt werden.

Informationen zur Ausstellung gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/artothek und auf www.stadtmuseum-oldenburg.de.
15.06.2021, 20:04 Uhr
Oldenburger Talente lassen aufhorchen
Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“: Große Erfolge  in den Altersgruppen I und II

In diesem Jahr hat der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ auch in den jüngsten Altersgruppen wegen der Corona-Pandemie einen anderen Takt bekommen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen sowie des monatelang geltenden Verbots zur Durchführung von Präsenzunterricht konnte der Wettbewerb nicht wie sonst üblich im Kulturzentrum PFL über die Bühne gehen. Stattdessen fand die Bewertung vom 11. bis zum 13. Juni in digitaler Form statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten dafür im Vorfeld Videos eingesendet. Viele Musikerinnen und Musiker stellten sich dieser außergewöhnlichen Herausforderung – und das mit großem Erfolg.

Insgesamt 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Regionen Oldenburg Nord (dazu gehören die Städte Oldenburg und Wilhelmshaven sowie die Landkreise Friesland, Ammerland und Wesermarsch) und Cuxhaven nahmen am Wettbewerb teil. Vier von ihnen erhielten sogar eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb der Altersgruppe II (Jahrgänge 2009 und 2010), welcher am 13. und 14. Juli 2021 ebenfalls digital stattfinden wird. In den Altersgruppen IA (Jahrgänge 2013, 2014 und später) sowie IB (Jahrgänge 2011 und 2012) erhielten 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen 1. Preis. Einen Landeswettbewerb für diese Altersgruppen gibt es allerdings nicht.

Die Wertungsspiele in den Kategorien Schlagzeug-Ensemble und Besondere Besetzungen werden während des Landeswettbewerbs stattfinden, da Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Kategorien aufgrund der zu Beginn der Wettbewerbsplanung gültigen Kontaktbeschränkungen keine Videos erstellen durften.

Anbei eine Übersicht aller Preise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

• Oboe
 Altersgruppe IB:
 Palet Sabater, Amàia – 25 Punkte, 1. Preis

• Blockflöte
 Altersgruppe II:
 Kleffner, Clara-Sophie – 25 Punkte, 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb

• Querflöte
 Altersgruppe IB:
 Kölblinger, Barbara – 23 Punkte, 1. Preis
 Altersgruppe II:
 Syfuß, Irla – 24 Punkte – 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb

• Fagott
 Altersgruppe II:
 Schubmann, Flynn – 24 Punkte, 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb

• Klarinette
 Altersgruppe IB:
 Rötzer, David – 23 Punkte, 1. Preis
 Altersgruppe II:
 Heim, Fenja – 20 Punkte, 2. Preis

• Horn
 Altersgruppe IA:
 Palet Sabater, Llúcia – 25 Punkte, 1. Preis
 Altersgruppe IB:
 Louis Maximilian Maróti – 24 Punkte, 1. Preis

• Gitarre
 Altersgruppe IA:
 Lenzschau, Felix – 24 Punkte, 1. Preis
 Altersgruppe IB:
 Swoboda, Anna Sophie – 24 Punkte, 1. Preis
 Nitt, Liselotte – 23 Punkte, 1. Preis
 Swoboda, Lara Emilia – 24 Punkte, 1. Preis
 Gherman, Damian – 23 Punkte, 1. Preis
 Badet, Henry – 25 Punkte, 1. Preis
 Hempel, Reik – 24 Punkte, 1. Preis
 Von Frieling, Ebba – 21 Punkte, 1. Preis
 Fit, Mathis – 19 Punkte, 2. Preis
 Mecklenburg, Ruben – 18 Punkte – 2. Preis
 Rummelies, Richard – 23 Punkte – 1. Preis
 Altersgruppe II:
 Onnen, Paavo – 22 Punkte, 1. Preis
 Morchner, Robin – 24 Punkte, 1. Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb
 Twyman, Clemens – 22 Punkte, 1. Preis
 Geils, Tomke Katharina – 20 Punkte, 2. Preis
 Piskol, Lenn – 20 Punkte, 2. Preis
 Schiffmann, Malte – 21 Punkte, 1. Preis

• An zwei Klavieren
 Altersgruppe IB:
 Kleffner, Louisa Marie
 Kleffner, Clara-Sophie – 25 Punkte, 1. Preis

• Duo Klavier und Streichinstrument
 Altersgruppe IB:
 Kleffner, Louisa Marie (Violine)
 Syfuß, Irla (Klavier) – 25 Punkte, 1. Preis
 Altersgruppe II:
 An, Hannah (Violine)
 Zhang, Leni Fanni (Klavier) – 20 Punkte, 2. Preis
 Schat, Tiziana (Violoncello)
 Schat, Marco (Klavier) – 18 Punkte, 2. Preis
11.06.2021, 12:23 Uhr
Zwischen Mut und Feigheit
Monika Maron liest am 20. Juni im Kulturzentrum PFL
Ist Heldentum noch zeitgemäß? Was darf gesagt werden und was nicht? Monika Maron, deren Debütroman „Flugasche“ in der DDR nicht erscheinen konnte, spürt in ihrem aktuellen Roman „Artur Lanz“ diesen Fragen nach und entwirft ein ebenso provokantes wie differenziertes Stimmungsbild unserer Gesellschaft. Am Sonntag, 20. Juni, stellt die Autorin das Buch in der Reihe „Konstellationen“ des Literaturhauses vor. Mit Anna Heinze, der stellvertretenden Direktorin des Oldenburger Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, spricht sie über heroische Narrative. Den Austausch moderiert Michael Sommer, Professor für Alte Geschichte und Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentages. Die Veranstaltung findet ab 11 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für die Teilnahme ist eine Kartenreservierung per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de erforderlich.

Artur Lanz, der im Roman auftritt, verdankt seinen Namen einer Schwärmerei seiner Mutter für die Artus-Legende. Aber er ist kein heldenhafter Mann. Erst durch die Rettung seines in Gefahr geratenen Hundes entdeckt er ein unbekanntes Glück. Er fragt nach dessen Ursprung und sucht die Wiederholung. Zufällig begegnet Charlotte Winter, eine pensionierte Lektorin, die im Alter angefangen hat, Geschichten zu schreiben, dem deutlich jüngeren Mann. Als er sich nach einer streitbaren politischen Äußerung seines Freundes zwischen Mut und Feigheit entscheiden muss, wird sie zur Zeugin dieser Bewährungsprobe.

Die Veranstaltungsreihe „Konstellationen“ wird von der Stiftung Niedersachsen gefördert und ist ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Geschichte der Oldenburger Universität.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.literaturhaus-oldenburg.de.
08.06.2021, 17:16 Uhr
Deutscher Kurzfilmpreis auf Tour in Oldenburg!
Kurzfilme sind aufregend, innovativ, unterhaltsam und immer wieder für eine Überraschung gut. Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für kurze Filme in Deutschland. Er wird seit 1956 an herausragende Kurzfilmproduktionen vergeben. Seit 1998 gehen die Nominierten und Preisträgerfilme jedes Jahr auf Tournee durch die deutschen Kinos. Dieses Jahr gastiert der Kurzfilmpreis im Digitalen Kinosaal der Cine k, dem Cine 3. Unter www.cine-3.de gibt es bis zum 30. Juni 2021 zehn ausgezeichnete Kurzfilme zu bestaunen.  

Direkter Link zur Kurz.Film.Tour 2021 im Cine 3: https://cine-k.cinemalovers.de/de/collections/kurzfilmtour-2021
04.06.2021, 13:44 Uhr
Hora Colora im Wilhelm13
Feurig und unberechenbar, dann wieder nachdenklich und melancholisch ... so klingt dieser, wie der Bandname schon suggeriert, bunte Cocktail aus Balkan- und Zigeunermusik mit Jazz. Darin wird vor allem das Tänzerische des einen Stils mit dem harmonischen Freiheitsdrang des anderen derart verwoben, dass das Ergebnis eine kraftvolle und homogene musikalische Aussage bildet.
Bandleaderin Anti von Klewitz aus Berlin/Amsterdam, die in Zagreb aufwuchs und so schon als Kind mit Musik vom Balkan in Berührung kam und diese dann später auf eigene Weise mit Fermenten zeitgenössischer Musik von Coltrane bis Cage neu erschuf, hat sich mit ähnlich inspirierten und inspirierenden Musiker-Kollegen zu dieser „heißen Stunde“ (Hora Colora) zusammengetan. Ihr ganz besonderes, erdiges Geigenspiel,  ihre ebensolche, völlig außergewöhnliche Stimme und ihr Improvisationsgenie zusammen mit einem geradezu andächtigen Aufnehmen der Tradition ergeben zusammen etwas schwer zu Beschreibendes, aber unschlagbar Überzeugendes. Mit Leichtigkeit und Augenzwinkern bringt Hora Colora die Balkantradition gerade auch jenen näher, die denken, sie kennen und lieben Balkanmusik und auch jenen, die naserümpfend denken, das sei eine antiquierte Form musikalischer Betätigung.
 
Anti von Klewitz  Geige, Gesang (D)
Sander Hoving  Viola (NL)
Martin Flindt Gitarre (NL) 
Jens Piezunka Bass (D)


Eine Veranstaltung der JMO (Jazzmusikerinitiative Oldenburg)
8.7.2021, 20:00 im Wilhelm13
Eintritt 15€/10€
04.06.2021, 13:32 Uhr
Bühnenprogramm und Kunst-Workshops für alle ab 55
Festival „blue OL“ startet mit „Heart of Gold“ in drei prallvolle Kulturtage
Der Headliner im Musikprogramm steht und auch das vielfältige Angebot an Workshops: Mit reichlich Rückenwind durch die stetig sinkenden Inzidenzzahlen bereiten die Organisatorinnen und Organisatoren das zweite „blue OL. Kulturfestival 55+“ vor. Mit der Band „Heart of Gold“ können am Freitag, 24. September, in der Jugendherberge Oldenburg, Straßburger Straße 6, alle Silver, Best, Golden oder High Ager in die drei Festivaltage prall voll mit Kunst und Kultur starten. Mit weiteren Auftritten und insgesamt acht Workshops aus verschiedenen Kunstsparten wird es dann am Samstag, 25. September, und am Sonntag, 26. September, weitergehen.

Träger des Festivals ist in diesem Jahr der DJH-Landesverband Unterweser-Ems. Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg zeichnet als Veranstalter. Festivalleiterin ist Dagmar Thieß (Kulturgewerbe). Förderer sind die Marius Eriksen Stiftung, die Friedrich- und Hedwig-Eilers-Stiftung, die GSG OLDENBURG Bau- und Wohngesellschaft mbH und die Regionale Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg. Schirmherr ist wieder Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Schon das erste blue OL. Kulturfestival hat gezeigt, dass in unserer Stadt Kunst und Kultur als Schlüssel zu sozialer Teilhabe und höherer Lebensqualität für viele ältere Menschen groß geschrieben werden“, erinnert Krogmann. „Das wollen wir weiter ausbauen. Diesmal rechnen wir mit noch mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Stadt und Region, die Kunst und Kultur im Alter für sich neu entdecken wollen.“

Der Zugang zum Festival ist kostenlos. Zudem ist die Jugendherberge als neuer und zentral gelegener Veranstaltungsort komplett barrierefrei. Auch Menschen mit Beeinträchtigungen und geringer Mobilität, wie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sowie Besucherinnen und Besucher von Tagespflegeinrichtungen, können am Festival teilhaben. Fahrdienste zum Festivalgelände und so genannte „Residenzprojekte“ in Senioreneinrichtungen beziehen auch sie ausdrücklich mit ein.

Das Workshop-Angebot reicht in diesem Jahr von Märchenerzählen, einer Collage in Blau und Impro- Schauspiel über Musiktheater speziell für Männer und Häkeln ohne Grenzen bis hin zu einem Tanzchor, zu Clownstheater und Tänzen aus aller Welt. Das detaillierte Programm erscheint im Verlauf des Monats Juni. Im Internet ist es dann mit weiteren Informationen zur Anmeldung zu finden unter www.oldenburg.de/kulturelle-bildung.

Der Name „blue OL. Kulturfestival 55+“ bezieht sich auf die so genannten „Blauen Zonen“ („Blue Zones“) auf der Erde. So werden Orte bezeichnet, an denen überdurchschnittlich viele Menschen sehr alt werden – und das bei guter Gesundheit, sozialer Einbindung und subjektivem Wohlbefinden. Weltweit hat man bislang fünf „Blaue Zonen“ entdeckt. „blue OL“ möchte eine weitere werden. Inhaltlich geht es darum, ein bedarfsgerechtes Kulturangebot für die wachsende Bevölkerungsgruppe über 55 Jahren bis hin zur Hochaltrigkeit sowie Perspektiven für ein lebenswertes Alter mit Kunst und Kultur zu entwickeln. Das Festival fungiert hierzu als Wegbereiter und zudem als Katalysator für die weitere Entwicklung des kulturgeragogischen Netzwerkes in Oldenburg.
04.06.2021, 13:28 Uhr
TATENDRANG – Izabela Mittwollen
Ausstellung über Oldenburger Geschäftsleute und Kulturschaffende in der Pandemie
Mehr als ein Jahr hat die Oldenburger Fotografin Izabela Mittwollen mit ihrer Kamera Geschäftsleute, Künstlerinnen und Künstler durch die Pandemie begleitet. In einer Kooperation des Stadtmuseums und der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg ist eine Auswahl von rund 140 Aufnahmen vom 4. bis zum 20. Juni in der Kulturhalle am Pferdemarkt zu sehen.

Wie lässt sich eine Krise abbilden, die sich vor allem durch einen erzwungenen Stillstand auszeichnet? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Überlegungen von Izabela Mittwollen. Die 39-Jährige, die seit dem Herbst 2019 als selbstständige Fotografin in Oldenburg tätig ist, fand schnell eine Antwort: „Ich wollte mit den Leuten sprechen und das Besondere der Situation zeigen.“ Sie knüpfte erste Kontakte, fragte ihre Gesprächspartnerinnen und -partner nach ihren Erfahrungen in der Pandemie, vereinbarte Fototermine. Und das gleich mehrmals im Jahr, um den Fortgang der Geschehnisse zu dokumentieren.

„Das Tatendrang-Projekt besteht aus zwei Teilen, der Ausstellung und einem Buch“, sagt Izabela Mittwollen. Während in dem im Isensee-Verlag erschienenen Bildband Texte und Fotografien eine Balance bilden, liegt der Schwerpunkt der Ausstellung in der Kulturhalle am Pferdemarkt auf den Fotos. Zu sehen sind etwa Schauspielerinnen, die monatelang nicht auf der Bühne standen. Händler, die keine Kunden in ihre Läden lassen durften. Oder Kneipiers, bei denen der Zapfhahn verschlossen blieb. Insgesamt umfasst die Bilderschau rund 140 Schwarzweiß- und Farbaufnahmen.

Izabela Mittwollen gibt Einblicke in das Seelenleben jener, die Corona hart getroffen hat, ohne selbst daran erkrankt zu sein. So stellt sie Geschäftsleute in ihren mit Waren prall gefüllten, jedoch menschenleeren Läden vor und lichtet Kulturschaffende auf Bühnen ab, vor denen das Wichtigste fehlt: das Publikum. Mit großer Sensibilität gelingt es ihr, Oldenburgerinnen und Oldenburger in der Ausnahmesituation zu porträtieren – mal traurig und verbittert, mal mit erschreckend leerem Gesichtsausdruck, mal furchtlos und voller Widerstandskraft.

„Die Ausstellung ist eine Dokumentation von Oldenburger Geschichten und individueller Perspektiven des außerordentlich schwierigen Jahres 2020 in unserer Stadt“, erklärt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums Oldenburg. „Sie ist in Beteiligung zahlreicher Akteurinnen und Akteure entstanden und in ihrem künstlerischen Ausdruck intensiv und ästhetisch sehr beeindruckend. Als Stadtmuseum freuen wir uns über die vorhandene Kreativität und Lebendigkeit der Oldenburger Kulturlandschaft und sehen es als Aufgabe, diese in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen.“
 
Für ihre Idee, die Folgen der Pandemie zu dokumentieren, fand Izabela Mittwollen eine Reihe von Mitstreitern. So gilt ihr Dank der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg, dem Stadtmuseum, der Oldenburgischen Landschaft, der GSG und der Agentur Mediavanti.

„Ohne ihre großartige Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen“, bekräftigt die Fotografin.

Die Ausstellung „Tatendrang“ ist vom 4. bis 20. Juni in der Kulturhalle am Pferdemarkt zu sehen. Geöffnet ist montags bis donnerstags zwischen 14 und 18 Uhr, freitags und samstags 14 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr.
01.06.2021, 17:30 Uhr
Das Staatstheater spielt wieder
Auf den Tag genau sieben Monate war es still in den Zuschauerräumen des Staatstheaters. Ab Freitag, den 04. Juni öffnen sich die Theatersäle nun endlich wieder für Sie. Im Programm für das Große und Kleine Haus stehen bis zur Sommerpause Ende Juli acht Premieren sowie zahlreiche Vorstellungen der verschiedenen Sparten: vom Ballettabend „Alice im Wunderland“ über die Schauspielproduktionen „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ und „Die Laborantin“ über die Oper „Adriana Lecouvreur“ bis hin zur Uraufführung der „Demokratischen Sinfonie“, passend zum Wahljahr 2021. Alle Produktionen und Termine finden Sie aktuell auf den Internetseiten des Staatstheaters.
„Endlich hat die Zeit des Wartens ein Ende! Wir sind sehr glücklich, dass wir jetzt dem Publikum zeigen können, was wir die ganzen Monate über hinter geschlossenen Türen vorbereitet haben,“ sagt Generalintendant Christian Firmbach.

Der Vorverkauf für alle geplanten Vorstellungen bis zum 13. Juni startet am Dienstag, den 01. Juni um 11 Uhr, nur online und telefonisch:

Di-Fr 11-14 Uhr
TEL Theaterkasse 0441.2225-111

Ticketshop: tickets.staatstheater.de

Der Vorverkauf für die Theaterinsel bleibt davon unberührt und beginnt wie gehabt jeweils am Donnerstag um 11 Uhr für das darauffolgende Wochenende.

Informationen und Termine zu allen Produktionen sowie weitere Hintergrundberichte finden Sie in der neuen Ausgabe unserer Spielzeitung, die am 05.06. erscheint. Als PDF ist sie auch auf der Homepage des Staatstheaters unter www.staatstheater.de zu finden.