Osternburg
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29.07.2022, 19:10 Uhr
„Wein-Box“ abgebaut: Jugendschutz verhindert unkontrollierten Zugang zu Alkoholverkaufsautomaten
Verwaltungsgericht schließt sich im vorläufigen Verfahren Rechtsauffassung der Stadt an
Bei vielen Oldenburgerinnen und Oldenburgern hatte sie für Unmut gesorgt: Eine „Wein-Box“ an der Nordstraße. Bis zu einer endgültigen gerichtlichen Entscheidung darf dieser Weinverkaufsautomat nicht mehr betrieben werden. Das Verwaltungsgericht Oldenburg schließt sich im vorläufigen Verfahren der Rechtsauffassung der Stadt an und erachtet die Untersagungsverfügung der Stadt für offensichtlich rechtmäßig. Das Hauptsacheverfahren ist noch anhängig. Der Alkoholverkaufsautomat nahe der Amalienbrücke verstößt nach der nun vom Gericht bestätigten Ansicht der Stadt gegen die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes: Der für die Öffentlichkeit unkontrolliert zugängliche Automat ist nicht in einem gewerblichen Raum aufgestellt, sodass auch unberechtigte Personen Zugang zu den alkoholischen Getränken erhalten.

Immerhin: Inzwischen wurde der Automat, der sich auf einem privaten Grundstück befindet, abgebaut. Die Aufstellung und der unzulässige Betrieb des Automaten haben in den vergangenen Monaten für Unzufriedenheit unter Hausbewohnerinnen und Hausbewohnern, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Passantinnen und Passanten gesorgt. Nach Abbau der „Wein-Box“ ist nun auch das zuvor verdeckte imposante Streetart-Kunstwerk eines Massai-Mädchens wieder komplett zu sehen.

Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen alkoholische Getränke in der Öffentlichkeit nicht in Automaten angeboten werden. Ausnahmen sind möglich, wenn der Automat an einem für Kinder und Jugendliche unzugänglichen Ort steht oder in einem gewerblichen Raum aufgestellt ist und durch technische Vorrichtungen oder durch ständige Aufsicht sichergestellt ist, dass keine Minderjährigen Alkoholika entnehmen können. Diese Ausnahmefälle sind an der Nordstraße nicht gegeben.
06.05.2022, 16:04 Uhr
„Amalie“, „Helene“, „Willa“ und „Kranich“ gleiten durch die Hunte
Oberbürgermeister Krogmann tauft neue Ruderboote für das Schülerbootshaus am Achterdiek
„Ich wünsche allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ – mit diesen Worten taufte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Freitag, 6. Mai, vier Ruderboote, die zum Schülerbootshaus am Achterdiek gehören. Im Beisein von Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern der IGS Helene-Lange-Schule goss Krogmann Hunte-Wasser über die Bootsrümpfe und deckte die jeweiligen Namen auf, die allesamt einen klaren Bezug zu Persönlichkeiten der Oldenburger Stadtgeschichte haben.

„Amalie“ (als Reminiszenz an Herzogin Amalie von Oldenburg) und „Helene“ (in Anlehnung an Ehrenbürgerin und Schul-Namensgeberin Helene Lange) lauten die Namen der beiden neu angeschafften Vierer mit Steuermann (beziehungsweise Steuerfrau). Auf „Kranich“ (als Erinnerung an das berühmte Pferd von Graf Anton Günther) und „Willa“ (in Anlehnung an Frauenrechtlerin Willa Thorade) wurden zwei ältere städtische Ruderboote getauft. Die neuen Vierer-Ruderboote hat die Stadt Oldenburg auf Initiative der Helene-Lange-Schule angeschafft. Sie haben rund 27.200 Euro gekostet. Die beiden Mannschaftsboote eignen sich aufgrund ihres geringen Gewichts und des tiefen Einstiegs auch für motorisch eingeschränkte Schülerinnen und Schüler. Außerdem können sie von Menschen mit Hör- und Seheinschränkungen genutzt werden. Bei den beiden älteren, bisher namenlosen Booten handelt es sich ebenfalls um ein Vierer-Ruderboot sowie um ein Zweier-Ruderboot mit Steuermann/Steuerfrau, das zum Dreier-Ruderboot ohne Steuermann/Steuerfrau umgebaut werden kann.

Darüber hinaus wurden an diesem Tag zwei Boote der IGS Helene-Lange-Schule und der Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) durch Vertreterinnen und Vertreter der Schulen beziehungsweise des Fördervereins getauft. Das IGS-Boot heißt „Huntewunder“, den Bug des GAG-Bootes ziert der Name „Huntesprinter“. Hierbei handelt es sich um ältere Gebrauchtboote, die aus Osnabrück übernommen und von den Lehrkräften mit den Schülerinnen und Schülern aufgearbeitet wurden. Nach der Taufe hieß es „ran an die Riemen“: Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule zeigten ihr Talent beim Skullen auf der Hunte.

Die Stadt Oldenburg stellt das Schülerbootshaus am Achterdiek Schulen für den Sportunterricht zur Verfügung. Das Bootshaus befindet sich auf dem Gelände des Oldenburger Yachtclubs (OYC). Für die Nutzung zahlt die Stadt Miete. Bootslager und Umkleiden mit Duschen und Sanitäranlagen wurden 2014 vom OYC mit städtischen Zuschuss neu gebaut. Genutzt wird das Bootshaus neben der Helene-Lange-Schule und der Graf-Anton-Günther-Schule vom Alten Gymnasium Oldenburg, der Cäcilienschule, dem Herbartgymnasium, dem Neuen Gymnasium Oldenburg, den Berufsbildenden Schulen 3, dem Bildungszentrum für Technik und Gestaltung, der IGS Flötenteich und der Liebfrauenschule. Die Stadt sorgt für die Grundausstattung des Bootshauses und die Unterhaltung des Gebäudes. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler kümmern sich um Pflege, Wartung und gegebenenfalls auch Reparaturen der Boote. Eltern und Fördervereine unterstützen die Schulen finanziell, vor allem bei der Beschaffung von schuleigenen Booten.

Oberbürgermeister Krogmann dankte allen beteiligten Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern für ihr großes Engagement. Gleichzeitig hob Krogmann die Bedeutung von Rudern als Teamsport hervor: „Man sitzt wortwörtlich im selben Boot. Teil eines Teams zu sein, bedeutet zu lernen, die eigenen Fähigkeiten in den Dienst der gemeinsamen Sache zu stellen. Das ist nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag eine wichtige Fähigkeit.“
18.03.2022, 11:55 Uhr
Neuer Wald am Hemmelsbäker Kanal: Gemeinsam Zukunft pflanzen
Stadt und Unterhaltungsverband Wüsting starten Aufforstung – Fläche ist 2,2 Hektar groß
Mit Spaten und Gummistiefeln ausgerüstet haben Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der Verbandsvorsteher des Unterhaltungsverbandes Wüsting, Ralf Haverkamp, am Donnerstag, 17. März, den Startschuss für ein bedeutendes Aufforstungsprojekt gegeben: Auf einer 2,2 Hektar großen Fläche, die vom Hemmelsbäker Kanal und vom Deich östlich der Brücke am Hasenweg bis zur Stadtgrenze Oldenburgs reicht, entsteht ein neuer Wald. In diesem Frühjahr werden dort heimische Baumarten wie Flatterulmen, Schwarzerlen und Moorbirken, verschiedene Weiden sowie Straucharten wie Holunder, Schlehe und Weißdorn in die Erde gebracht. „Dieses wichtige Projekt hilft, die Effekte des Klimawandels effizient und langanhaltend abzumildern. Jeder Quadratmeter neuer Wald ist ein lebendiger Beweis unseres Engagements für eine lebenswerte Umwelt. Hier wird gemeinsam Zukunft gepflanzt“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

13 Tonnen CO2 pro Jahr
Der Unterhaltungsverband Wüsting hatte der Stadt Oldenburg die Grünlandflächen zur Entwicklung eines standortgerechten naturnahen Laubwaldes angeboten. „Dieses Angebot haben wir gerne angenommen“, sagt Krogmann. „Wir sind uns der Bedeutung der Waldentwicklung auch vor dem Hintergrund des Klimawandels bewusst. Wald leistet als CO2-Senker einen hohen Beitrag zum Klimaschutz. Überschlägig können auf der Aufforstungsfläche ungefähr 13 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden“, ergänzt Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan.
 
Hochwasserschutz unbeeinträchtigt
Der Unterhaltungsverband Wüsting als Eigentümer des Hemmelsbäker Kanals und der für die Aufforstung vorgesehenen Flächen sieht in Hinblick auf die Zielsetzungen des Programms „Niedersächsische Gewässerlandschaften“ und der EG-Wasserrahmenrichtlinie ebenfalls Synergieeffekte. „So wird ein weiterer Gewässerabschnitt des Hemmelsbäker Kanals unmittelbar mit der angrenzenden Aue vernetzt. Die zukünftige Beschattung durch den Auwald reduziert das Pflanzenwachstum im Gewässer, und die Sauerstoffzehrung wird reduziert“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Hans-Dieter Buschan. Für den Hochwasserschutz gebe es keine Beeinträchtigung, da der Retentionsraum zwischen Kanal und Deich auch weiterhin zur Verfügung steht.

Waldanteil in der Stadt steigt um 0,4 Prozent
Die Stadt Oldenburg verfolgt auf der Grundlage des Landschaftsplanes und der Landschaftsrahmenplanung seit Mitte der 1990er Jahre das Ziel, den geringen Waldanteil Oldenburgs zu erhöhen und den städtischen Wald in naturnahe Laubmischwälder zu entwickeln. Derzeit beträgt der Waldanteil an der Gesamtfläche des Stadtgebietes fünf Prozent. „Durch die Aufforstung am Hemmelsbäker Kanal wird dieser Anteil um 0,4 Prozent erhöht“, freut sich Umweltdezernent Sven Uhrhan. 

Neben der Aufforstung mit ausgewählten Gehölzarten sind Maßnahmen zur stärkeren Vernässung einzelner Bereiche durch Abtrag des Oberbodens und der Entwicklung von zwei feuchten, temporär überfluteten Geländesenken geplant. Diese werden der freien Sukzession überlassen. Die Größe der Geländesenken beträgt jeweils circa 2.000 Quadratmeter. Die Planung der Maßnahme wurde von einem von der Stadt Oldenburg beauftragten Fachbüro übernommen. Die zu entwickelnde Fläche hat eine Gesamtgröße von rund 2,5 Hektar, die die Stadt langfristig gepachtet hat. Die Fläche wird zunächst durch einen Wildschutzzaun, später durch einen Schafzaun geschützt.

Kosten: Rund 75.000 Euro
Die anfallenden Kosten in Höhe von rund 75.000 Euro für Planung, Aufforstung und Pflege werden maßgeblich aus dem Preisgeld für die erfolgreiche Teilnahme der Stadt am Wettbewerb „Klima kommunal“ sowie durch die Verwendung von Ersatzgeldern für Eingriffe in Natur und Landschaft bestritten.
22.01.2022, 12:35 Uhr
Vielfältiger Spielplatzspaß für kleine und große Kinder
Erweiterung des Spielplatzes am Rosenbohmsweg größtenteils abgeschlossen
Der Spielplatz am Rosenbohmsweg im Stadtteil Drielake ist erfolgreich erweitert worden und lädt alle kleinen Bürgerinnen und Bürger ab jetzt zu ausgiebigen Spielstunden ein. Die Planung für die Spielplatzerweiterung begann bereits 2019, da sich durch die neuen Baugebiete im Quartier, beispielsweise im Bereich der Wilhelm-Wilke-Straße, ein zusätzlicher Bedarf an Spielmöglichkeiten zeigte.

Zunächst wurde Anfang 2021 der vorhandene Spielplatz zum Kleinkinderspielplatz umgestaltet und die alten Bolzplatztore ersetzt. Anschließend ist die Spielplatzfläche um circa 4.000 Quadratmeter auf ehemaligem Grünland erweitert worden. Um den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern dabei die Möglichkeit zur Mitgestaltung zu geben, wurde in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt Oldenburg eine Kinder- und Jugendbeteiligung durchgeführt, die Corona-bedingt online realisiert wurde. Als Wünsche wurden hier insbesondere Möglichkeiten zum Schaukeln, Klettern sowie zum Tischtennisspielen genannt, die der Fachdienst Stadtgrün in seine Planung einbrachte.

Schließlich wurde der neue Spielplatzbereich für Kinder im Alter von sechs bis 12 Jahren mit fünf Spielgeräten, darunter eine Zweier-Kontaktschaukel und ein Rutschenturm mit Kletterwand, einer Tischtennisplatte sowie mehreren Sitzgelegenheiten ausgestattet. Zudem wurden eine Strecke aus kleinen Hügeln zum Befahren und Bespielen neben dem Bolzplatz sowie eine Vogelschutzhecke aus standortgeeigneten Gehölzen am Rand der Erweiterungsfläche geschaffen. Anwohnende hatten sich zudem eine Obstwiese gewünscht, für die sie auch die weitere Pflege übernehmen möchten. Der zuständige Fachdienst konnte dies verwirklichen und zusätzlich zu vier neuen Bäumen auch noch vierzehn Obstbäume, bestehend aus alten Sorten, auf dem Spielplatzgrundstück pflanzen.

Ende 2021 erfolgte der Großteil der Fertigstellungen. Einzig einige Restarbeiten, wie die Anlage und Instandsetzung von Rasenflächen und Wegen, werden im Frühjahr dieses Jahres noch durchgeführt. Insgesamt beliefen sich die Kosten der Maßnahme auf rund 230.000 Euro.