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SpeakUp – Für eine gerechtere Welt

10.06.2021, 12:58 Uhr

ÖZO und VEN auf „Stimmenfang“

Welche Folgen hat meine Ernährung auf Umwelt und globale Gerechtigkeit? Wie gut sind gesunde Lebensmittel und fairer Handel mit günstigen Preisen vereinbar? Darüber informierte am Mittwoch, 9. Juni, auf dem Vorplatz der Gemeinwesenarbeit Kreyenbrück der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Zentrum Oldenburg e.V. (ÖZO).

Das Besondere an diesem Tag war aber die Einladung an alle Oldenburger*innen, selbst das Wort zu ergreifen und ihre Vorschläge für eine nachhaltigere Ernährung vorzubringen – und zwar in einer Videobotschaft, die auf der Webseite des VEN und bei Instagram unter #speakupfor1welt weltweit abrufbar ist.

Insgesamt sieben Themenbereiche aus den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung werden an sieben Orten in Niedersachsen behandelt, in Oldenburg stand „Hunger beenden, global gerechte Ernährung fördern“ auf dem Programm.

„Speak up für eine gerechte Welt!“ sammelt gemeinsam mit den Menschen im Land Ideen, um unsere Welt nachhaltiger und global gerecht zu gestalten. Dafür wird in sieben Städten an öffentlichen Plätzen eine Videobox aufgestellt. Passant*innen sind eingeladen, darin kurze Videostatements aufzunehmen.

„Wir wollen von den Menschen wissen, wie ein global ökologisch und sozial gerechter Wandel vor Ort aussehen kann“, erklärt Katrin Beckedorf, Geschäftsführerin beim Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen. Mit der Tour will sie zeigen, welche guten Ideen und Anregungen es im Land schon gibt. Denn viele Menschen engagieren sich bereits für einen Wandel und haben Visionen für ein zukunftsfähiges Niedersachsen. Die Eine-Welt-Promotor*innen in Niedersachsen unterstützen die meist ehrenamtlichen Initiativen in ihrem lokalen Einsatz und fördern das zivilgesellschaftliche Engagement landesweit.

„Die Aufnahme der Videobotschaften soll die Vielfalt der Gedanken zeigen, und damit sie aufgegriffen werden können, werden sie ins Internet gestellt“, erläutert Juliane Jesse vom VEN. „Dort sind sie öffentlich und frei zugänglich, so dass jeder Mensch und jede Organisation darauf zurückgreifen kann. Zusätzlich gibt es jeweils Ansprechpartner*innen vor Ort.“

„Ob wir es wollen oder nicht: In der globalisierten Welt entscheiden unsere Konsumentscheidungen und Lebensstile nicht nur über das Weltklima, sondern auch über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen weltweit“ ,sagt Canan Barski vom Ökumenischen Zentrum Oldenburg e.V., die hier in der Stadt Ansprechpartnerin ist.


Ein paar Zitate aus den Videobotschaften und Gesprächen:

  • „Es ist nicht 5 vor 12, sondern schon zu spät. Wir hätten schon längst auf nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung umstellen müssen.“
  • „Weniger Fleisch zu essen, ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für die Gesundheit; ich habe dabei auch noch ein paar Kilo abgenommen.“
  • „Ich schmeiße gar nichts weg: Ich verwerte alles weiter, kaufe regional auf dem Markt und backe mein Brot selbst. So fällt auch viel weniger Müll an.“
  • „Man kann nicht die ganze Verantwortung auf die Verbraucher*innen abwälzen, es braucht auch mehr gesetzliche Regelungen zu Landwirtschaft und Ernährung.“
Das Eine-Welt-Promotor*innen-Programm in Niedersachsen wird vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen getragen und ist Teil eines bundesweiten Programms. Es wird gefördert von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Land Niedersachsen. Die Tour: „Speak up für eine gerechte Welt!“ wird zudem mit Mitteln vom Land Niedersachsen finanziert.
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