Rubrik Umwelt
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Haareneschviertel
28.06.2022, 17:57 Uhr
Erfolgreicher Tritt in die Pedale
27 Oldenburger Schulklassen legen beim „FahrRad“-Wettbewerb 353.553 Kilometer zurück
Der Tritt in die Pedale hat sich gelohnt: Beim Wettbewerb „FahrRad!“ haben 27 Oldenburger Schulklassen im Zeitraum von Anfang März bis Anfang Juni insgesamt 353.553 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Das entspricht einer CO2-Einsparung von 49,5 Tonnen gegenüber der Fahrt mit dem Eltern-Taxi.

Für ihre sportlichen Leistungen wurden die vier per Los ermittelten Klassen-Sieger am Dienstag, 28. Juni, in der Liebfrauenschule ausgezeichnet. „Alle teilnehmenden Klassen haben mit ihrem Einsatz einen tollen Beitrag zum Klimaschutz geleistet“, freut sich Edgar Knapp vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Oldenburg, das zur Teilnahme am Wettbewerb aufgerufen hatte. „Wir freuen uns, dass junge Menschen mit Begeisterung auf das Fahrrad umsteigen.“

Geldbeträge für die Klassenkasse erhielten die Klasse 9a der Liebfrauenschule (300 Euro), die Klasse 9e der Oberschule Osternburg (200 Euro) und die Klasse 8a des Herbartgymnasiums (100 Euro). Diese Preise wurden vom Kreisverband Oldenburg im Verkehrsclub Deutschland (VCD) zur Verfügung gestellt. Über eine vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Oldenburg gestiftete Fahrt mit einer Fahrrad-Draisine freute sich die Klasse 5a der Helene-Lange-Schule.

Mit dem lokalen Wettbewerb flankiert das Umweltbildungszentrum den bundesweiten VCD-Wettbewerb „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“, der noch bis September andauert. Auch hierbei legen Schülerinnen und Schüler Schul- und Freizeitwege mit dem umweltfreundlichen Fahrrad zurück und sammeln im Klassenverbund Kilometer, um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Beim bundesweiten Wettbewerb haben sich 197 Klassen angemeldet und bisher (Stand 27. Juni) 895.724 Kilometer gesammelt.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter https://www.oldenburg.de/ruz-fahrrad.
23.06.2022, 15:31 Uhr
Starkregen im Stadtnorden: Förderrichtlinie für Ofenerdiek geplant
Situation durch Starkregenereignisse entschärfen – Anreiz für Entsiegelung schaffen
Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller: Wenn ein Tief über Oldenburg hinwegzieht und starke Regenfälle im Gepäck hat, kommt es besonders im Stadtnorden zu im wahrsten Sinne „überflüssigen“ Situationen – und durch den Klimawandel ist auch unsere Stadt immer häufiger von Starkregenereignissen dieser Art betroffen. Doch die gute Nachricht lautet: Oldenburgerinnen und Oldenburger können etwas dagegen tun – und dank der im vergangenen Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima vorgestellten „Förderrichtlinie Starkregen Ofenerdiek“ soll nun auch ein finanzieller Anreiz geschaffen werden, versiegelte Zufahrtsflächen zu entsiegeln und Regenwasserspeicher einzurichten. Über die endgültige Einführung entscheidet der Rat in seiner Sitzung am Montag, 27. Juni.

Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan sagt über die klimarelevanten Auswirkungen der Richtlinie: „Die Förderung von Regentonnen und Entsiegelungen sind ein wichtiger Baustein für die Klimafolgenanpassung. Sie dient der sinnvollen Ergänzung für die Fülle von Maßnahmen, die Immobilienbesitzer sowie Eigentümerinnen und Eigentümer umsetzen sollten, um bei stärkeren Niederschlägen – und im besten Fall bei Starkregen – besser geschützt zu sein.“ Zudem würden laut Uhrhan die geförderten Maßnahmen dem natürlichen Wasserkreislauf sowie der Einsparung von Trinkwasser dienen, wenn in niederschlagsarmen Zeiten Gärten bewässert werden sollen.

Seit mehreren Jahren werden die Folgen des Klimawandels auch in Oldenburg sichtbar. Dies zeigt sich vor allem an extremen Niederschlagssituationen, die zuletzt im Jahr 2021 Schäden im Stadtnorden (Stadtteil Ofenerdiek) angerichtet haben. Ofenerdiek ist durch einen hohen Grundwasserstand, oberflächennahe, wasserstauende, bindige Böden und seine tischebene Ausprägung besonderes benachteiligt. Als Reaktion darauf wurden bei einer Bürgerversammlung seitens der Stadt eine Reihe von Maßnahmen zugesagt, die die Situation entschärfen sollen. Darunter auch die Förderrichtlinie. In diese wurde die Förderung von Zisternen bewusst nicht mit aufgenommen, da die VWG an einer solchen Förderung arbeitet – so soll eine Doppelförderung vermieden werden.

Ein weiteres Nebenziel dieser Richtlinie ist die Einsparung von Trinkwasser: Die Nutzung von Re-genspeichern soll dazu führen, dass häufiger Regenwasser anstatt Trinkwasser zur Bewässerung von Gärten genutzt wird. Damit kann dem steigenden Bedarf an Trinkwasser in der Stadt Oldenburg entgegengewirkt werden.

Gefördert werden Regenwassertonnen mit Füllautomaten und einem Fassungsvolumen von 400 bis 800 Litern mit einem Zuschuss von 50 Euro, ab 800 Litern Fassungsvermögen gibt es 100 Euro. Außerdem werden die Kosten des Rückbaus bei Entsiegelungen von Zufahrten bis maximal 1.000 Euro übernommen. Entsprechende Anträge können künftig von Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern in Oldenburg-Ofenerdiek gestellt werden.

Sollte sich die Förderung von Entsiegelung und Regenspeichern als erfolgreich herausstellen, kann sie gegebenenfalls auch auf andere Stadtteile oder das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Zudem wird die Förderrichtlinie künftig laufend an aktuelle Erfordernisse angepasst.

Für 2022 können die Mittel aus dem „Sonderfond Klimaschutz“ genommen werden. Für die Folgejahre müsste hierfür ein Ansatz neu gebildet werden. Es wird mit Kosten von zunächst etwa 30.000 Euro jährlich kalkuliert.
17.06.2022, 20:23 Uhr
Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an der Tonkuhle
Zwei Maßnahmen folgen aufeinander – Start in der kommenden Woche
Sie ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und bei vielen Oldenburgerinnen und Oldenburgern als Naherholungsziel beliebt: die Tonkuhle im Stadtteil Eversten. Damit das auch so bleibt, sind ab der kommenden Woche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen notwendig. Zuerst wird die Behelfsbrücke zurückgebaut und im Anschluss die Aussichtsplattform umgebaut. Beide Maßnahmen erfolgen nacheinander, damit nicht die komplette Tonkuhle gesperrt werden muss.

Eine Zuwegung zum See führt entlang der Straße „An der Tonkuhle“ über einen Wassergraben. Aufgrund der damaligen Platzverhältnisse konnte die Überquerung des Grabens nur mit einer Behelfsbrücke ermöglicht werden. Das Brückenbauwerk ist in seiner Lage verschwenkt, die Geländerhöhe nur für Fußgängerinnen und Fußgänger ausgelegt und ein Begegnungsverkehr ist nicht möglich. Die Behelfsbrücke weicht künftig einer Verrohrung, also der Verlegung des Fließgewässers unter die Erde, mit einer lichten Breite von 2,50 Meter. Im Ergebnis führt diese Maßnahme zu einer verbesserten Querungsmöglichkeit für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Im Zuge der Baumaßnahme kommt es zu einer Sperrung der Überwegung von der Straße „An der Tonkuhle“ in Richtung See. Die Baumaßnahme startet am Montag, 20. Juni, und dauert voraussichtlich bis Mitte August.

Bei der Bauwerksbesichtigung der Aussichtsplattform wurde festgestellt, dass die Ufersicherung der mittlerweile 40 Jahre alten Holzspundwand auf ganzer Länge als abgängig betrachtet werden muss. Die Baumaßnahme umfasst den Neubau der Ufersicherung sowie die Erneuerung des Geländers. In diesem Zusammenhang wird das umliegende Pflaster aufgenommen und neu verlegt. Der tiefer liegende Teil mit seinen beiden Holzbänken soll auf eine Ebene angehoben werden, sodass künftig auch dieser Bereich barrierefrei zu erreichen ist. Die Baumaßnahme ist eingeplant ab Mitte August und wird voraussichtlich bis Ende September andauern.

Die Gesamtkosten beider Baumaßnahmen belaufen sich auf circa 250.000 Euro.

Entsprechende Umleitungen werden durch die Verkehrssicherung ausgewiesen. Im Zuge der Baumaßnahmen ist mit einer eingeschränkten Erreichbarkeit der Tonkuhle zu rechnen.
17.06.2022, 20:20 Uhr
Veranstaltungsreihe „Auf Achse“: Unterwegs in eine klimaneutrale Zukunft
Diskussionsveranstaltung am 28. Juni im Schlauen Haus – Jetzt online anmelden
Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimaneutralität sind von zentraler Bedeutung für unsere Zukunft – und eben diese wird in der Gegenwart gestaltet, wir müssen also jetzt handeln. Das alles steht für viele von uns außer Frage. Doch welche Themen und Herausforderungen beschäftigen Gesellschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik? Und vor allem: Wie ist Oldenburg nun unterwegs auf dem Weg in die Klimaneutralität? Darum geht es in der nächsten Veranstaltung des Oldenburger Formats „Auf Achse“, die am Dienstag, 28. Juni, um 17 Uhr erstmals in Präsenz im Schlauen Haus stattfinden wird.

Vor etwa einem Jahr fand das Oldenburger Format „Auf Achse“ digital statt – mit dem Blick in eine klimaneutrale Zukunft. Gemeinsam mit den Vortragenden und den Teilnehmenden wurde diskutiert, wie mögliche Wege in eine klimaneutrale Zukunft unserer Region gestaltet und umgesetzt werden können. Was ist seitdem passiert? Genau darum geht es an diesem Abend, bei dem verschiedene Perspektiven, der Ideen- und Erfahrungsaustausch und die Vernetzung im Fokus stehen.

Dazu wird Peter Zenner, Leiter des Fachdienstes Klimaschutz der Stadt Oldenburg, ein Update geben. Außerdem werden weitere Perspektiven in die Diskussion mit einbezogen: Dr. Katharina Dutz bringt aus ihrer Lehre und Forschung Perspektiven aus der Wissenschaft zu Bildung für nachhaltige Entwicklung ein und stellt das RessourcenZentrum Oldenburg vor. Aus der Zivilgesellschaft berichten Carlsson Skiba und Charlotte Kluth über ihr Engagement, unter anderem bei den Students for Future, im Bündnis Oldenburg klimaneutral 2030 und im Umweltausschuss der Stadt Oldenburg.

Da die Anzahl der Teilnehmenden begrenz ist, wird um vorherige Online-Anmeldung gebeten unter https://ihjo.de/auf_achse.

Die Veranstaltungsreihe „Auf Achse“ ist eine Kooperation zwischen dem Projekt Innovative Hochschule Jade-Oldenburg (IHJO), dem Schlauen Haus Oldenburg und der Stadt Oldenburg. Bisher konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich zu den Themen nachhaltige Mobilität, Klimaschutz und Wasserstoff austauschen und interessante Impulse erhalten. Weitere Veranstaltungen zu spannenden Zukunftsthemen sind geplant.
17.06.2022, 20:19 Uhr
NABU im Botanischen Garten
Teilnahme an Woche des Botanischen Gartens / Kostenlose Wildstaudenpakete
Am Samstag, den 18. Juni wird der Naturschutzbund NABU sich mit einem Infostand an der "Woche des Botanischen Gartens" in Oldenburg beteiligen. "Wir werden zu insektenfreundlichen Gärten, zur Vogelwelt im Garten und anderen Themen informieren," kündigt Rolf Grösch, Sprecher der NABU Stadtgruppe an. 

Im Rahmen des durch die Postcode-Lotterie geförderten Projektes "Artenvielfalt auf Balkon und Terrasse" bietet der NABU an seinem Stand auch 50 kostenfreie Wildstaudenpakete an. "Je 12 heimische, mehrjährige Arten, die als Futter- oder Nektarpflanzen für Insekten dienen, sollen zeigen, dass wir uns die Natur mit wenig Aufwand schon auf kleinem Raum ans Haus holen können!", so Projektleiter Bernd Ziesmer. Die Pakete werden direkt am NABU-Stand angeboten und können vorab unter ziesmer@nabu-oldenburg reserviert werden.
14.06.2022, 11:37 Uhr
Fällung einer Blutbuche wegen Schadpilzbefall
Pflanzung eines neuen Baumes nach dem Verlust des Naturdenkmals bereits in Planung
Eine als Naturdenkmal geschützte Blutbuche auf einem Grundstück in der Nordstraße an der Ecke zur Uferstraße wird voraussichtlich am Donnerstag, 16. Juni, durch eine Baumpflegefachfirma gefällt. Die circa 150 bis 180 Jahre alte Blutbuche ist abgestorben, nachdem sie nach einem schwachen Blattaustrieb durch den Riesenporling befallen worden war, ein holzzersetzender Schadpilz. Die Eigentümerin des Grundstücks wird in der kommen Pflanzzeit einen größeren Baum auf dem Grundstück nachpflanzen lassen. Der genaue Standort steht noch nicht fest.

Der Riesenporling (Meripilus gigantus) ist ein typischer Pilz an der Buche. Zum Wirtsspektrum gehören auch Rosskastanie oder Eiche. Die wulstigen Pilzfruchtkörper, die von Juli bis November an den Wurzelanläufen, aber auch weiter weg vom Stamm vorkommen, fallen nach wenigen Wochen zu einer matschigen schwarzen Masse zusammen. Der sogenannte Schwächeparasit besiedelt den Baum über verletzte oder abgestorbene Wurzeln. Der Pilz wird aber nicht allein nicht die Ursache für das Absterben der Blutbuche sein, vermutlich haben auch die letzten, sehr trockenen Sommer zur Schwächung des Baumes beigetragen.
07.06.2022, 16:29 Uhr
NABU vergibt Wildstauden zur Jubiläumsfeier
Wenn der Naturschutzbund NABU am Samstag, den 11. Juni sein 100-jähriges Bestehen im Oldenburger Land feiert, kommt er mit einem ganz besonderen Angebot in den Oldenbuger Schlossgarten. "Von 14 bis 18 Uhr laden wir in den Schlossgarten ein, wo wir mit 12 Themenpavillons die Arbeit des NABU im Oldenburger Land vorstellen werden," berichtet Bernd Ziesmer, Mitarbeiter beim NABU. "Im Rahmen unseres Projektes Artenvielfalt auf Balkon und Terrasse können wir dort Dank Förderung durch die Postcode-Lotterie 50 kostenfreie Wildstaudenpakete vergeben!".

Diese mehrjährigen Arten werden nicht nur jedes Auge erfreuen, sondern sie sind auch Futter- und Nektarquellen für heimische Insekten. Wer diese Kombinationswirkung auf seinem Balkon oder seiner Terrasse entfachen möchte, sollte sich eines der Pflanzpakete unter ziesmer@nabu-oldenburg.de reservieren oder am 11. Juni den NABU-Projekt-Pavillon im Oldenburger Schlossgarten aufsuchen.
03.06.2022, 18:50 Uhr
Neue Weiterbildung zum Thema Wasserstoff
Kooperationsprojekt aus Hannover und Oldenburg auf der Hannover Messe vorgestellt
Grüner Wasserstoff ist unverzichtbar für die Energiewende. In vielen Branchen kann der saubere Energieträger dazu beitragen, den Verbrauch von Erdgas oder Erdöl drastisch zu senken – oder sogar langfristig zu ersetzen. Wie man Wasserstoffprojekte beurteilt, initiiert und steuert, vermittelt eine neue, berufsbegleitende Weiterbildung, die das C3L – Center für Lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg gemeinsam mit der Universität Hannover und dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme (IWES) als wissenschaftlichem Partner ab September erstmals anbietet. Sie werden dabei von der Region Hannover, der Stadt Oldenburg und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) finanziell unterstützt.

Dazu sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann: „Die Investition in Wasserstoff bedeutet eine Investition in eine regenerative Zukunft. Die Stadt Oldenburg ist am Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft interessiert – und für die braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Von daher unterstützt die Stadt den neuen Weiterbildungsstudiengang, der zugleich in Kooperation mit der Universität Oldenburg den Bildungsstandort Oldenburg überregional stärkt.“

Das Programm wurde am Donnerstag, 2. Juni, auf der Hannover Messe vorgestellt. Es beginnt im September, Bewerbungen sind noch bis zum 1. September 2022 möglich. Am Dienstag, 28. Juni, um 12.30 Uhr, können Interessierte in einem Online-Seminar einen Einblick in die Weiterbildung erhalten. Weitere Informationen dazu finden sich online unter https://uol.de/c3l/web-seminare ». Alles Wissenswerter rund um die neue Wasserstoff-Weiterbildung gibt es unter https://uol.de/weiterbildung-wasserstoff.

Laut dem Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) könnten in Deutschland durch die Ansiedlung von Brennstoffzellen- und Elektrolysefertigungen sowie einer sektorenübergreifenden Wasserstoffwirtschaft bis 2030 über 70.000 Arbeitsplätze neu geschaffen werden. Mit der neuen berufsbegleitenden Weiterbildung soll die Möglichkeit geboten werden, die Teilnehmenden forschungs- und praxisnah auf die komplexen Herausforderungen in diesem innovativen Sektor vorzubereiten.

Das Programm ist in vier Lernsequenzen unterteilt, wobei die vierte Sequenz eine Projektarbeit darstellt, in der der gesamte Projektzyklus durchlaufen wird. Die Weiterbildung dauert insgesamt sechs Monate und beinhaltet sechs zweitägige Präsenzveranstaltungen, auf die sich die Teilnehmenden online vorbereiten. Studienmaterial wird über den digitalen Campus des C3L bereitgestellt. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Projektarbeit, bei der die Teilnehmenden in interdisziplinären Teams ein Wasserstoffvorhaben realitätsnah planen und kalkulieren. Die Weiterbildung schließt mit einem international anerkannten CAS-Zertifikat der Universitäten Oldenburg und Hannover ab. Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung ist ein Hochschul-, Meister- oder Technikerabschluss.

Kooperationspartner sind das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) und der Oldenburger Energiecluster (OLEC).
31.05.2022, 14:52 Uhr
Ökologisches Jahr beim NABU
NABU Oldenburg bietet freie FÖJ-Stelle zum Herbst an
Das "Freiwillige Ökologische Jahr" wird gern zwischen Schule und Berufsausbildung eingeschoben. Junge Menschen können berufspraktische Erfahrungen sammeln und aktuell bietet der NABU Oldenburg eine freie Stelle zum kommenden Herbst an. 

"Meistens ist unsere FÖJ-Stelle bereits im März fest besetzt", berichtet Bernd Ziesmer, Biologe beim NABU in Oldenburg. "In diesem Jahr haben sich zwei Kandidatinnnen kurzfristig für jeweils eine andere Stelle entschieden, so dass wir diese Stelle nun überraschend neu vergeben können!" Das ist eine seltene Chance für Spätenschlossene, die im Naturschutz Erfahrungen sammeln möchten.

"Als größter Naturschutzverein im Oldenburger Land bieten wir in unserer Geschäftsstelle in Oldenburg einen vielseitigen Job an", so Ziesmer. "Büroarbeit im kleinen Team, viele Kundenkontakte und Mitarbeit bei Pflegemaßnahmen auf NABU-Flächen - Kontaktfreudigkeit und Interesse am Naturschutz sind die einzigen Bedingungen. Wir freuen uns auf Bewerbungen unter mail@nabu-oldenburg.de oder Tel 0441-25600". Die Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz stellt für das FÖJ in Niedersachsen ein Taschengeld und ergänzende Seminare.
20.05.2022, 10:13 Uhr
Erhöhte Waldbrandgefahr wegen Trockenheit
Stadtverwaltung erinnert an derzeitiges Rauchverbot in Wäldern
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit besteht zurzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die Stadtverwaltung weist aus diesem Grund darauf hin, dass es gemäß § 35 des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) verboten ist, in Wald, Moor und Heide in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober Feuer anzuzünden und zu rauchen. In Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten gelten darüber hinaus gegebenenfalls weitergehende Verbotsregelungen, die unabhängig von dieser allgemeinen Regelung vorrangig gelten und einzuhalten sind.
20.05.2022, 10:12 Uhr
Glascontainerstandort beim Rewe-Markt Hochheider Weg/Ecke Nadorster Straße wird aufgelöst
Suche nach Ersatzstandort läuft bereits
Der Containerstandort auf dem Parkplatz des Rewe-Marktes am Hochheider Weg/Ecke Nadorster Straße muss bis auf Weiteres aufgelöst werden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg, der nach einem geeigneten Ersatzstandort sucht, und die Leitung des Rewe-Marktes bedauern diese Maßnahme.

Es wird gebeten, auf die Glascontainer an den umliegenden Standorten auszuweichen oder andere in der Stadt Oldenburg befindliche Sammelbehälter zu nutzen. In der Nähe stehen unter anderem Container in der Von-Halem-Straße, beim Famila-Markt am Scheideweg oder in der Ehnernstraße gegenüber der Heiligengeisttorschule zur Verfügung. Alle Standorte sind online im interaktiven Stadtplan der Stadt Oldenburg zu finden unter www.oldenburg.de/startseite/buergerservice/geoportal.html.
20.05.2022, 09:37 Uhr
E-Autos: Innenstadtring künftig „unter Strom“
27 neue öffentliche Ladepunkte an acht Standorten – Auch Carsharing wird elektrisch
Die Stadt beschleunigt den Ausbau des Ladenetzes für Elektroautos: Zusammen mit Ladeinfrastrukturbetreibern schafft die Stadtverwaltung öffentliche E-Ladepunkte rund um die Innenstadt und elektrifiziert das Carsharing. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eröffnete am Mittwoch, 18. Mai, die ersten beiden neuen Ladepunkte am Pferdemarkt und stellte das für die nächsten Wochen geplante Ausbauprogramm vor, das insgesamt 27 öffentliche Ladepunkte an acht Standorten umfasst. Beteiligt sind die Ladepunktbetreiber EWE Go GmbH und Olegeno eG sowie die beiden Carsharing-Anbieter cambio Oldenburg und Braasch – all to drive GmbH, die sieben der acht Stationen mit ihren E-Carsharing-Fahrzeugen bestücken werden. Im Zuge eines Pilotvorhabens wurde für die Beschaffung neuer Elektrofahrzeuge fürs Carsharing ein Zuschuss in Höhe von insgesamt 92.000 Euro bewilligt. Zudem trägt die Stadt die Kosten für die Ladeinfrastruktur der E-Carsharing-Stellplätze (circa 90.000 Euro).

Das sagt die Stadt:
„Mit den insgesamt 27 neuen, kurzfristig realisierten öffentlichen Ladepunkten schafft die Stadt gerade für auswärtige Besucherinnen und Besucher während ihrer Verweildauer in der Innenstadt eine gute Möglichkeit zum Aufladen ihrer privaten Fahrzeuge. Damit leisten wir einen Beitrag, damit die Innenstadt auch in Zukunft attraktiv bleibt. Zudem ist dies ein weiterer Schritt, um den Verkehr auf das beschlossene Klimaschutzziel auszurichten“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Bei diesem Ausbauprogramm arbeiten alle Akteure gemeinsam und pragmatisch im Sinne einer zukunftsorientierten Mobilität mit der Stadt zusammen und ermöglichen eine rasche Umsetzung“, freut sich der Leiter des Amtes für Klimaschutz und Mobilität, Dr. Norbert Korallus. 

Das sagt EWE Go:
EWE Go betreibt unter anderem die neu geschaffenen Ladeeinrichtungen am Pferdemarkt. EWE GO-Geschäftsführer Ilker Akkaya sagt dazu: „Wir erweitern das Ladenetz täglich, deutschlandweit, und freuen uns, insbesondere in unserem Heimathafen und gemeinsam mit der Stadt Oldenburg für die notwendige Ladeinfrastruktur zu sorgen. Laden dort, wo Bedarf besteht, ist stets gesetzter Fokus.“

Das sagt Olegeno:
Das gemeinsame Ansinnen, etwas Neues für Oldenburg zu schaffen, sieht Sönke Burkert von der Oldenburger Energiegenossenschaft Olegeno mit Stolz: „Es ist uns als Oldenburger Energie-Genossenschaft ein Herzensanliegen, unsere Stadt an das genossenschaftliche Bürger-Ladenetz anzuschließen und damit einen spürbaren Schritt in Richtung Freiheit von fossilen Kraftstoffen zu ermöglichen. Es freut uns dabei besonders, Leuchttürme für die Carsharing-Idee bauen zu dürfen."

Das sagt cambio:
Klaus Göckler, Geschäftsführer des in Oldenburg größten Carsharing-Anbieters, Stadtteilauto Oldenburg cambio GmbH, betont: „Ein cambio-Auto ersetzt im Schnitt zwölf private Pkw. Rein rechnerisch entlastet cambio also Oldenburg bereits heute um rund 800 Fahrzeuge. Das sind etwa fünf Kilometer straßenbegleitendes Parken oder mehr als alle Parkplätze am Pferdemarkt und an der 91er Straße zusammen. Mit der nun initiierten Umstellung auf Elektrofahrzeuge setzen wir zudem unsere Ziele im Rahmen der Zertifizierung mit dem Umweltzeichen ,Blauer Engel‘ konsequent fort.“

Das sagt Braasch – all to drive:
Dass die Verkehrswende auch von Oldenburger Unternehmen gelebt wird, zeigt das Engagement des vierten und neuesten Carsharing-Anbieters: Die Braasch – all to drive GmbH erweitert mit gleich neun vollelektrischen Fahrzeugen, verteilt an fünf Stationen, das Angebot. Vorab werden zwei weitere batterieelektrische Pkw am Standort in der Bremer Heerstraße 1 zur Kurzzeitmiete bereitgestellt. Die Fahrzeugbuchung läuft in Kooperation mit EWE GO GmbH und deren Smartphone-Applikation. Geschäftsführer Bernd Weber sagt: „Als Oldenburger Mobilitätsunternehmen ist es für uns eine große Freude, die geteilte Mobilität unserer Stadt attraktiver und nachhaltiger zu gestalten. Wir freuen uns, gleich mehrere Carsharing-Stationen im städtischen Raum auszustatten und die urbane Mobilität in Oldenburg mitzugestalten.“

Mobilitätsstationen
Ein vielversprechender Ansatz zum Erreichen von CO2-Minderungszielen im Oldenburger Verkehrssektor ist die Verknüpfung zwischen klimaschonenden Fahrzeugantrieb mit dem sparsamen Einsatz von Ressourcen und Verkehrsflächen, bedingt durch das Teilen von Fahrzeugen (Sharing-Prinzip). „Da zukünftig alle Carsharing-Autos aufgrund des allgemeinen Wechsels des Fahrzeugantriebs eine Steckdose benötigen, haben wir uns bewusst dazu entschlossen, direkt neben den öffentlichen Ladepunkten E-Carsharing-Stationen einzurichten und als Pilotvorhaben zu finanzieren“, erklärt die Leiterin des Fachdienstes Mobilität, Carola Pietsch. Aufgrund der Innenstadtlage sind unmittelbar angrenzend Bushaltestellen vorzufinden. In Kombination mit Fahrradabstellanlagen und „Hotspots“ für Elektroscooter erwachsen aus Carsharing-Stationen neue Mobilitätsknotenpunkte im inter- und multimodalen Verkehr, sogenannte „Mobilitätsstationen“.
Hier sollen öffentliche Ladepunkte entstehen und E-Carsharing-Fahrzeuge stationiert werden:

1. Pferdemarkt: 2 Ladepunkte von EWE GO plus 2 Pkw von Braasch – all to drive
2. 91er Straße: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio
3. PFL: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 1 Pkw von Braasch – all to drive
4. Theaterwall: 4 Ladepunkte von EWE GO
5. Theaterwall/AGO-Parkplatz: 9 Ladepunkte von EWE GO plus 2 Pkw von Braasch – all to drive
6. Kasinoplatz: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio
7. Straße am Schloßplatz: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio und 2 Pkw von Braasch – all to drive
8. Stautor: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Braasch – all to drive

Während des Ladevorgangs fallen in Oldenburg in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung keine Parkgebühren für die Elektroautos an. Die zeitliche Dauer des Ladevorgangs ist derzeit auf maximal drei Stunden begrenzt. Während des Ladevorgangs in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung muss der Beginn des Ladevorgangs durch Anbringen einer Parkscheibe kenntlich gemacht werden.

– Zahlen und Daten zu öffentlichen Ladepunkten: 31.300 Ladevorgänge in 2021

Gab es 2017 noch 18 öffentliche Ladesäulen in Oldenburg, die von der EWE erfasst werden, waren es 2021 mit 38 Stück mehr als doppelt so viele. Die Anzahl an Ladevorgängen hat sich zwischen 2017 und 2021 verfünffacht. Wurden 2017 insgesamt 6.200 Ladevorgänge erfasst, waren es 2021, trotz des Pandemie-bedingten Lockdowns, bereits circa 31.300 Ladevorgänge.

Weitere Informationen gibt es online unter www.oldenburg.de/elektromobilitaet.

– Zahlen und Daten zum Carsharing in Oldenburg: Fast 4.200 Nutzerinnen und Nutzer

In Oldenburg existieren derzeit drei Carsharing-Anbieter, die sukzessive auf den Markt gekommen sind. 1992 startete das Carsharing-Angebot als „StadtTeilAuto“-Verein. Im April 2003 entwickelte sich daraus cambio Oldenburg („StadtTeilAuto Oldenburg cambio GmbH“). Zu dieser Zeit existierten elf Fahrzeuge, die durch 199 Fahrberechtigte genutzt wurden. Seit Oktober 2004 kooperiert cambio Oldenburg mit der VWG (Verkehr und Wasser GmbH Oldenburg). Bis Mitte April 2022 ist die Anzahl der cambio Fahrzeuge auf 73, die Anzahl der Stationen auf 29 gestiegen. 3.964 Fahrberechtigte nutzten das Angebot von cambio in Oldenburg.

Zweiter Anbieter in Oldenburg war „flinkster“ (Carsharing der Deutschen Bahn). Seit 2004 stehen am Oldenburger Hauptbahnhof Süd beziehungsweise am Zentralen Omnibusbahnhof zwei Carsharing-Fahrzeuge von „flinkster“ bereit. Die Anzahl der Fahrberechtigten von „flinkster/ DB Connect“ liegt leider nicht für Oldenburg vor. Deutschlandweit sind es rund 400.000.

Der dritte Anbieter, seit März 2014, ist das Oldenburger Autohaus Munderloh. Im März 2022 hat Munderloh acht Fahrzeuge von „Ford Carsharing“ an sieben Stationen in Oldenburg auf dem Markt gebracht. Die Zahl der Fahrberechtigten bei „Ford Carsharing“ lag im Oktober 2018 bei 380, im März 2022 nutzten ungefähr 200 Kundinnen und Kunden das Angebot. Besonderheit ist, dass das Carsharing von Ford Munderloh im DB-Verbund angeboten wird.

Insgesamt nutzten ungefähr 4.164 Fahrberechtigte Mitte April 2022 das Carsharing in Oldenburg.

In 2022 kommt mit der Fa. Braasch - all to drive GmbH, in Kooperation mit der Fa. EWE GO GmbH, ein vierter Carsharing-Anbieter auf den Oldenburger Carsharing-Markt. Dieser Anbieter setzt von Beginn an auf batterieelektrische Fahrzeuge. Aktuell wird schrittweise an fünf Innenstadtstandorten der Einsatz von E-Autos im Carsharing-Bereich im Rahmen eines Pilotvorhabens realisiert. In der Bremer Heerstraße ist eine weitere E-Carsharing-Station in der Umsetzung. Der Anbieter cambio Oldenburg verfügt aktuell bereits über vier Mild-Hybrid-Fahrzeuge in seiner Flotte.

Weitere Informationen sind online unter www.oldenburg.de/carsharing zu finden.
10.05.2022, 18:07 Uhr
Aus für Gebührenmarke: Oldenburg setzt künftig auf clevere Mülltonnen
Behälter-Ident-System kommt 2023 – Barcodeaufkleber für Rest- und Bioabfallbehälter
Die guten alten Gebührenmarken auf Müllbehältern haben in Oldenburg bald ausgedient: Denn der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) bereitet die Einführung eines sogenannten Behälter-Ident-Systems für Rest- und Bioabfallbehälter im Laufe des Jahres 2023 vor. Dabei werden künftig auf jede Mülltonne einmalig zwei Sicherheitsetiketten mit einem verschlüsselten individuellen Barcorde und integriertem Transponder geklebt, die über eine entsprechende Software vom Bordcomputer der Müllsammelfahrzeuge ausgelesen werden. Der Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb hat für die Einführung einstimmig grünes Licht gegeben.

Dazu erklärt AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn: „Behälter-Identsysteme sind in der kommunalen Entsorgungswirtschaft keine Neuheit, sondern mittlerweile gängige Praxis. Sie sind flächenerprobt und in der Bevölkerung grundsätzlich anerkannt. Auch unser langer Testlauf, den wir seit 2019 mit etwa 4.000 Behältern der GSG durchführen, hat uns überzeugt. Die Etiketten sind praktisch, haften gut und funktionieren im Zusammenspiel mit der Leseeinheit am Fahrzeug bei jeder Wetterlage.“

Das neue System bietet viele Vorteile: Das wiederkehrende Aufkleben der Gebührenmarken, meist in den Wintermonaten, entfällt für die Bürgerinnen und Bürger. Denn die neuen Etiketten halten in der Regel mindestens zehn bis zwölf Jahre. Somit spart auch der AWB Kosten und Zeit für das Erstellen, Eintüten und Versenden der bisherigen Marken – und beugt Plakettenfälschungen vor. Zudem erkennt das Identifikationssystem an den Fahrzeugen zulässige und unzulässige Tonnen und stoppt beispielweise bei nicht bezahlten oder mehrfach in einem Abfuhrzyklus herausgestellten Behältern automatisch den Schüttvorgang.

Darüber hinaus kann die Fahrzeugbesatzung auch Besonderheiten, wie zum Beispiel Defekte am Behälter erfassen oder auch verweigerte Leerungen wegen Fehlbefüllung registrieren. So kann die versuchte und erfolgte Leerung der Behälter künftig sicher nachgewiesen werden. Durch das Umgehen von Mehrfachleerungen einzelner Behälter wird die Gebührengerechtigkeit erhöht. Und nicht zuletzt kann die EDV-Erfassung der Behälter sehr gut für die Tourenplanung und -steuerung genutzt werden.

Und was ist mit Chiplösungen? „Andere Kommunen arbeiten auch mit Chiplösungen, die einmalig unter den Deckel geklemmt werden. Doch diese kommen in Oldenburg wegen der Eigentumsverhältnisse und unterschiedlicher Behälter- und Deckeltypen nicht in Betracht. Die Aufkleber hingegen passen auf alle verschiedenen Tonnenarten“, erklärt Schneider-Kühn.

Datenschutzrechtliche Belange stehen dem Anliegen nicht im Weg. Denn auf dem Behälteretikett sind lediglich der Bereitstellungsort (zum Beispiel „Wehdestraße 70“), die Behältergröße (zum Beispiel „120 Liter“) und die Abfallfraktion (zum Beispiel „Bioabfall“) zu lesen. Diese sind aber bei den meisten Behältern ohnehin bereits ersichtlich, da sie in der Regel vor den angeschlossenen Grundstücken stehen. Darüber hinaus ist ein QR-Code vorgesehen, mit dem direkt die Internetseite des AWB aufgerufen werden kann.

Zusätzlich enthält das Etikett auf der Rückseite einen Transponder, auf dem ebenfalls die oben genannten Daten gespeichert sind – stets aktuell. Dieser wird sozusagen mit dem Barcode auf dem Etikett „verheiratet“. Ein Auslesen des Barcodes beziehungsweise Transponders durch Unberechtigte ist ausgeschlossen, es erfolgt keine Verarbeitung personenbezogener Daten außerhalb der Stadtverwaltung.
Was kostet die Einführung des neuen Systems?

Im Jahr der Einführung belaufen sich die Kosten auf etwa 247.000 Euro. In den Folgejahren betragen sie zwischen 17.000 Euro und 33.000 Euro. In zehn Jahren summieren sich die Kosten auf rund 482.000 Euro.

Dagegen stehen in einer Zehnjahresbetrachtung Zusatzeinnahmen durch bisher unangemeldete Tonnen zwischen etwa 400.000 Euro und 1,2 Millionen Euro (der prognostizierte Anteil liegt zwischen 0,3 und 1 Prozent, in anderen Kommunen erfahrungsgemäß bis 5 Prozent). Dazu kommen in zehn Jahren städtische Minderkosten im Rahmen des bisherigen Gebührenmarkensystems von etwa 132.000 Euro. In der Gesamtbetrachtung über einen Zeitraum von zehn Jahren wird der Gebührenhaushalt somit entlastet.
06.05.2022, 10:10 Uhr
„Oldenburg räumt auf!“: AWB und LzO überreichen Schecks
Jugendfeuerwehr, Leselernhelfer und Grundschulen profitieren von Müllsammelaktion
Eine saubere Sache im doppelten Sinne: Bei der diesjährigen Müllsammelaktion „Oldenburg räumt auf!“ sammelten über 4.900 fleißige Helferinnen und Helfer insgesamt 7,97 Tonnen Abfall. Gesammelt wurde aber nicht nur für eine saubere Umwelt, sondern auch für einen guten Zweck. Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) spendet dafür schon seit einigen Jahren zehn Cent pro gesammelten Kilogramm Abfall. In diesem Jahr können sich die Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten und „MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer“ jeweils über eine Spende in Höhe von 400 Euro freuen. Jan-Christoph Moed und Frank Heerwagen (beide Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten), sowie Daniela Pfeiffer (Vorsitzende MENTOR OLDENBURG) nahmen die Schecks von Melanie Becker und Olaf Meenen (beide Vorstandsstab LzO) entgegen.

Aber auch drei Oldenburger Schulen konnten sich über eine kleine Finanzspritze für die Schulkasse freuen. An „Oldenburg räumt auf!“ nahmen in diesem Jahr über 35 Schulen teil. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) verlieh den Schulpreis nach 2019 zum zweiten Mal. Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB, überreichte die Schecks und Urkunden an die glücklichen Gewinner. Das sind in diesem Jahr die Grundschule Ofenerdiek (1. Platz, 300 Euro), die Grundschule Krusenbusch (2. Platz, 200 Euro) und die Grundschule Wallschule (3. Platz, 100 Euro).

Mehr über „Oldenburg räumt auf“ und den Abfallwirtschaftsbetrieb lesen Sie auf www.oldenburg.de/awb.
03.05.2022, 18:18 Uhr
Schadstoffmobil geht ab dem 10. Mai auf Tour
AWB bietet in diesem Jahr zwölf Termine – Mobile Sammlung macht an 48 Standorten Halt
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) geht wieder mit der mobilen Schadstoffsammlung auf Tour: Erster Termin in diesem Jahr ist am Dienstag, 10. Mai. Zum Auftakt wird an vier Standorten im Stadtteil Osternburg Halt gemacht. Die Termine sind jeweils von Dienstag bis Donnerstag der jeweiligen Sammelwoche.

Bis zum Ende der Sammelperiode am 13. September werden an zwölf Terminen insgesamt 48 Standorte angesteuert. Dort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, neben schadstoffhaltigen Abfällen (zum Beispiel Lacke, Holzschutzmittel, Haushalts- und Heimwerkerchemikalien) auch Elektrokleingeräte (beispielsweise Bügeleisen, Toaster, Staubsauger und Ähnliches) abzugeben. Elektrogroßgeräte sowie Fernsehgeräte und Monitore können im Rahmen der mobilen Sammlung nicht entsorgt werden. Das gilt auch für Altöl, zu dessen Rücknahme der Handel gesetzlich verpflichtet ist.

Der AWB weist darauf hin, dass bei der Übergabe der Abfälle an die Mitarbeiter des AWB eine FFP2- oder OP-Maske zu tragen ist.

Bei den ersten sechs Sammelterminen macht das Schadstoffmobil an folgenden Standorten Halt:

Sammeltag Dienstag, 10. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Viktoriastraße
10.45 bis 12 Uhr: Bremer Straße/ aktiv & irma Markt
14 bis 15.30 Uhr: Bremer Heerstraße/Combi Markt
15.45 bis 17.15 Uhr: Bremer Heerstraße/Holzland Vogt

Sammeltag Mittwoch, 11. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Alexandersfeld Tennishalle
10.45 bis 12 Uhr: Am Stadtrand/Edeka Neukauf
14 bis 15.30 Uhr: Immenweg/Ecke Am Strehl
15.45 bis 17.15 Uhr: Stubbenweg/Kaufland / Parkplatz

Sammeltag Donnerstag, 12. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: August-Hinrichs-Straße/Dürer Straße
10.45 bis 12 Uhr: Familia Wechloy/Parkplatz alte Tankstelle
14 bis 15.30 Uhr: Otto-Suhr-Straße/Glascontainer
15.45 bis 17.15 Uhr: Gymnasium Eversten/Glascontainer

Sammeltag Dienstag, 17. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Fliegerhorst Haupteingang
10.45 bis 12 Uhr: Im Brook/Wendekreis
14 bis 15.30 Uhr: Haupteingang Fliegerhorst, Alexanderstraße
15.45 bis 17.15 Uhr: Scheideweg/Familia Markt

Sammeltag Mittwoch, 18. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Klingenbergstraße/Martin-Niemöller-Straße
10.45 bis 12 Uhr: Harreweg/Kreyenzentrum
14 bis 15.30 Uhr: Eidechsenstraße/Alte Deponie
15.45 bis 17.15 Uhr: Alter Postweg/Kaufpark/Glascontainer

Sammeltag Donnerstag, 19. Mai 2022
9 bis 10.30 Uhr: Kranbergstraße/Anne-Frank-Platz
10.45 bis 12 Uhr: Nadorster Straße/Denn`s Biomarkt
14 bis 15.30 Uhr: Weser-Ems-Hallen/Wertstoffcontainer
15.45 bis 17.15 Uhr: Hochheider Weg/aktiv & irma Markt

Im September folgen weitere sechs Sammeltage. Alle Termine sind auch im Abfuhrkalender, in der Abfall-APP des AWB oder online unter www.awb-oldenburg.de zu finden.
29.04.2022, 13:16 Uhr
Gutes Sortierverhalten soll weiter optimiert werden
Restmüll-Analyse zeigt Potenzial zur Verbesserung auf – AWB plant Öffentlichkeitskampagne
Viele Oldenburgerinnen und Oldenburger sind überaus engagiert, wenn es um Müllvermeidung und das richtige Sortieren des Abfalls geht. Aber es gibt noch Luft nach oben: Das geht aus einer repräsentativen Analyse des Restmülls hervor, die der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg (AWB) in Auftrag gegeben hat. Im Fokus der von der Firma Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH aus Ahlen vorgenommenen Untersuchung stand, die noch im Restabfall enthaltenen Wertstoffpotenziale festzustellen sowie die Anteile an Problem- und Schadstoffen zu ermitteln.

Weniger Restmüll als anderswo
Die gute Nachricht: Mit der in privaten Haushalten anfallenden Restmüllmenge von 94,8 Kilogramm pro Kopf und Jahr schneidet Oldenburg im bundesweiten Vergleich sehr gut ab. Im Bundesdurchschnitt produziert jeder Deutsche 128 Kilogramm Restmüll pro Jahr. In den Städten liegt der Pro-Kopf-Jahreswert sogar bei 151 Kilogramm. „Wir registrieren in Oldenburg einen sehr bewussten Umgang mit Restabfall“, freut sich AWB-Leiter Volker Schneider-Kühn.

Allerdings gilt auch beim AWB die Maxime: Nichts ist so gut, als dass es nicht weiter verbessert werden könnte. So hat die Analyse unter anderem ergeben, dass die Restmüllmenge zu 21 Prozent aus organischen Abfällen besteht, die eigentlich in die Biotonne gehören. Allerdings steht Oldenburg auch in dieser Kategorie deutschlandweit relativ gut da: Die in Oldenburg über den Restabfall entsorgte Jahresmenge an verwertbarer Organik liegt mit circa 20 Kilogramm pro Einwohner um etwa 50 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Gefahrenpotenzial
Vergleichsweise niedrig ist auch die Menge an „trockenen“ Wertstoffen (wie Papier, Glas, Kunststoffe, Metalle und Verbunde), die 23,4 Prozent des Inhalts der Oldenburger Restmülltonnen ausmacht: Die jährliche Pro-Kopf-Menge liegt bei rund 22 Kilogramm (Bundesdurchschnitt: circa 29 Kilogramm). Aber sogar Gegenstände wie Elektrogeräte (1,6 Prozent der Gesamtmenge) sowie Problem- und Schadstoffe (0,7 Prozent) finden fälschlicherweise den Weg in die schwarzen Tonnen. Zwar erscheint der prozentuale Anteil der Elektrogeräte und Schadstoffe gering – dennoch stellen diese hochgerechneten 370 Tonnen pro Jahr ein riesiges Gefahrenpotenzial für Mensch und Umwelt dar, wenn sie über den Restmüll entsorgt werden. Tatsächlich für den Restmüll gedacht sind unter anderem Windeln und weitere Hygieneprodukte, Staubsaugerbeutel, Tapetenreste, Rasierklingen, Katzenstreu oder sogenannter Feinmüll (wie Kehricht oder Asche).

Noch besser werden
„Auch, wenn in Oldenburg schon relativ gut getrennt und mit Abfällen generell sensibel umgegangen wird, haben wir Potenzial, bei der Mülltrennung noch besser zu werden“, resümiert Volker Schneider-Kühn. Dazu beitragen soll eine Öffentlichkeitskampagne, deren Start für den Sommer vorgesehen ist. Dadurch soll beispielsweise erreicht werden, dass der Anteil an Problem- und Schadstoffen sowie von Elektrogeräten im Restmüll deutlich reduziert wird. Vielmehr soll die Aufmerksamkeit auf Rücknahmesysteme im Handel und Entsorgungsmöglichkeiten auf den Wertstoffannahmestellen gelenkt werden. Darüber hinaus steht die mobile Schadstofferfassung zur Verfügung – geprüft wird, ob ab 2023 zusätzliche Sammelstellen und Sammeltage angeboten werden können. Auch mit Blick auf Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen und organische Abfälle soll erneut über die richtigen Entsorgungswege aufgeklärt werden.

Informationen zu Abfallarten und Hinweise zum richtigen Sortieren enthält auch die Abfall-App OL, die im App-Store und im Google Play Store sowie über einen QR-Code auf der Internetseite www.oldenburg.de/abfall-app-ol abrufbar ist.

Im September 2023 ist eine analytische Erfolgskontrolle geplant. „Unser Ziel ist eine echte Kreislaufwirtschaft, in der Rohstoffe bestmöglich recycelt oder aber für die Abfalltonne vorgesehene Dinge weitergenutzt werden. Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, betont AWB-Chef Volker Schneider-Kühn. 
14.04.2022, 15:14 Uhr
Altbausanierung: Stadt fördert Wärmepumpen mit neuem Programm
Umstellung von Heiz- und Wärmesystemen wird nun bezuschusst
Bis 2035 soll Oldenburg klimaneutral werden. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen die CO2-Emissionen reduziert werden. Und hierbei kommt eine Förderung der Stadt für Altbauten ins Spiel: Zwar können Bürgerinnen und Bürger diese bereits seit einigen Jahren beantragen – neu ist jedoch die Bezuschussung der Umstellung von Heiz- und Wärmesystemen hin zu Wärmepumpen, Solarthermie-Kollektoren oder Biomasseanlagen. Auch der Einbau neuer Heizkörper in Verbindung mit dem Austausch der Heizungsanlage wird gefördert. Diese Änderung des Förderprogramms hat der Rat im März beschlossen.

Teil der neuen Oldenburger Altbau-Richtlinie sind weiter die bereits bestehenden Zuschüsse für die energetische Verbesserung von

• Außenwänden
• Dachschrägen im beheizten Dachgeschoss
• obersten Geschossdecken zum nicht ausgebauten Dachraum
• Flachdächern
• Kellerdecken oder Kriechkellerdecken
• Fußböden zum Erdreich
• Fenstern und Haustüren sowie Dachflächenfenster und Oberlichter.
• Hydraulischer Abgleich und Thermografie
• Lüftungsanlage
 

Jede einzelne bauliche Maßnahme zur Verbesserung der Energieeffizienz wird mit 5 Prozent der Rechnungssumme gefördert. Sofern nachgewiesen wird, dass der verarbeitete Dämmstoff der Maßnahme das Zertifikat „Blauer Engel“ trägt, wird die jeweilige Sanierungsmaßnahme mit weiteren 5 Prozent gefördert. Und: Wenn mehr als eine Sanierungsmaßnahme durchgeführt wird, erhöht sich die Gesamtfördersumme um nochmals 5 Prozent. Bei einer Vollsanierung zum Effizienzhaus gibt es zudem noch eine Bonusförderung bis 3.500 Euro.

Besonders viel CO2 entsteht durch die Wärmeversorgung von Gebäuden, die in einem Privathaushalt stolze 70 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht. Das Problem: Je schlechter Häuser gedämmt sind und je älter die Heiztechnik ist, desto höher ist der Heizbedarf. Bundesweit sind Öl- und Gasheizungen die gängigen Heizsysteme. Diese fossilen Brennstoffe sorgen für einen immensen CO2-Ausstoß. Höchste Zeit also, die Wärmewende einzuläuten.

Weitere Informationen finden Sie online auf www.oldenburg.de unter dem Suchwort „energetische Altbausanierung“. Bei Fragen steht Armin Bertram von 8 bis 12 Uhr telefonisch unter 0441 235-3605 und per E-Mail an klima@stadt-oldenburg.de zur Verfügung.
08.04.2022, 15:42 Uhr
Dobbenwiesen: Alles im grünen Bereich?
Über Eigenverantwortung, Schilder, Toilettenwagen, Müllbehälter und Nutzungssatzung
Sie sind eine kleine grüne Oase inmitten unserer belebten Stadt und werden besonders gerne bei gutem Wetter von jungen Menschen für Treffen angesteuert: die Dobbenwiesen. Doch warum liegt dort immer wieder Müll herum? Wieso müssen manche, mitunter alkoholisiert, die ganze Nachbarschaft beschallen? Warum wird in Gärten uriniert? Kurzum: Warum verhalten sich manche Besucherinnen und Besucher respektlos und rücksichtlos gegenüber anderen und der Natur?

Es sind Grundsatzfragen, die sich hier stellen – und die leider immer wieder im Mittelpunkt der Diskussion um die Dobbenwiese stehen. Denn neben allem Verständnis, das Leben zu feiern und mit Freunden gemeinsam Spaß zu haben, muss auch bedacht werden: Wir sind nicht alleine auf der Welt – doch manche verhalten sich leider genauso. Besonders auf der Dobbenwiese.

Was tut die Stadtverwaltung dagegen?
Einiges: Die Stadt Oldenburg appelliert auf mehreren neuen Hinweisschildern, wie man sich auf den Dobbenwiesen verhalten soll. Mittlerweile erinnern etwa 20 Schilder rund um die Dobbenwiesen und den Kaiserteich an die neuen geltenden Regeln. Zahlreiche, auffällig orange markierte Mülleimer mit 240 Liter Fassungsvermögen sind rund um die Dobbenwiesen verteilt – nahezu unübersehbar für jede Besucherin und jeden Besucher der Grünanlage. Und dennoch sammeln nach jedem sonnig-warmen Wochenende Mitarbeitende der Stadtgrünpflege auf den Dobbenwiesen den Müll anderer auf, die eigentlich dafür zuständig wären – sich aber offensichtlich nicht zuständig fühlen.

Dazu kommen Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern, bei denen in die Gärten oder an die Zäune uriniert wird. Die Stadtverwaltung hat deshalb, wie bereits in den warmen Monaten des vergangenen Jahres, erneut einen Toilettenwagen aufgestellt, der in der zweiten Osterferienwoche betriebsbereit ist und regelmäßig gereinigt wird. Und nicht zuletzt gibt es immer wieder Anrufe wegen Ruhestörungen, bevorzugt in den späten Abendstunden am Wochenende. Um den Problemen Herr zu werden, wurde schließlich eine Nutzungssatzung mit Konsequenzen bei Nichteinhaltung beschlossen – übrigens unter Beteiligung von Anliegerinnen und Anliegern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Jugend.

Für deren Einhaltung sollen unter anderem Kontrollen vor Ort sorgen – und so Ruhestörern, Wildpinklern und Umweltsündern den Spaß an ihrem fragwürdigen Verhalten verderben.

Wie geht es weiter?
Die Kontrollen, die bereits im vergangenen Jahr durchgeführt wurden, sollen an warmen Tagen verstärkt werden. Auch der gezielte Einsatz von Streetworkern oder Jugendscouts steht im Raum. Aber die Arbeit vor Ort geht noch weiter: Um spannendere Alternativen im Stadtbereich für die Jugend zu bieten, befasst sich auch der Jugendhilfeausschuss mit der Thematik. Viele Lösungsansätze und Angebote also, um das Grundproblem an der Wurzel zu packen: die Eigenverantwortung und das Umweltbewusstsein zu stärken. Für ein sauberes Oldenburg – auch und vor allem auf den Dobbenwiesen.
01.04.2022, 14:04 Uhr
Klima zum Lernen und Anfassen
EWE eröffnet Klima-Daten-Garten in Oldenburg
EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler eröffnete heute eine Ausstellung in Oldenburg, die ab sofort öffentlich zugänglich ist. Mit Infotafeln und Exponaten lädt EWE zur Beschäftigung mit Themen rund um unser Klima ein. An der Neuen Donnerschweer Straße 26 in Oldenburg befindet sich der Klima-Daten-Garten, der viel wissenswerte Informationen in unterschiedlicher Art und Weise vermittelt.

Stefan Dohler: „Klimaschutz ist für uns kein Trend, sondern eine Verpflichtung. Wir haben uns das Ziel gesetzt, klimaneutral zu werden. Die aktuellen Ereignisse machen auch deutlich, wie wichtig es ist, auch auf dezentrale und nachhaltige Energieerzeugung zu setzen. Klimaschutz und Versorgungssicherheit gehören zusammen. Wir gehen den Weg Richtung Klimaneutralität nun konsequent mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit. Hier in Donnerschwee nutzen wir eines unserer Grundstücke, um über Klimawandel und Klimaschutz zu informieren. Diese Ausstellung ist für interessierte Besucher und Familien ebenso geeignet wie für Schulklassen. Hier gibt es alles rund um das Thema Klima zum Lernen, Anfassen und Erleben.“

Daten rund um unser Klima
Weithin sichtbar an der Donnerschweer Straße sind die sogenannten Warming Stripes, eine Visualisierung der Klimaveränderungen, die Niedersachsen in den letzten 140 Jahren bereits erlebt hat. Ein kleiner Rundgang führt zunächst vorbei an einer Weltkarte mit den globalen Kipp-Punkten und einem Exponat zu den Emissionen von verschiedenen Kraftwerkstypen. Weiter hinten im Garten erklären mehrere Tafeln, welche Lösungsansätze EWE für eine klimaneutrale Zukunft verfolgt – vom Ausbau der Windkraft bis hin zur Elektromobilität. Zum Schluss können Besucherinnen und Besucher noch einmal aktiv werden und an einem Exponat herausfinden, wie sie theoretisch eine ganze Tonne CO2 pro Jahr einsparen könnten.

Ein Ort für die Mittagspause, Geocacher und Glückspilze
Eingebettet sind die Infotafeln in einen naturnahen, mit einfachen Mitteln gestalteten Garten: Pflanzen wurden so ausgewählt, dass sie Insekten und Vögeln als Nahrungsquelle dienen können. Eine kleine Trockenmauer entstand aus Steinen, die vor Ort im Boden lagen. Große Sandsteinblöcke dienen als Sitzgelegenheiten. Die Infowände selbst wurden aus Holzlatten errichtet, die daran befestigten Tafeln bestehen aus einem Material auf Basis von Reishülsen. Geocacher werden auf dem kleinen Grundstück fündig und auch Rätselfreunde kommen auf ihre Kosten: Wer die fünf Fragen im Klima-Quiz beantwortet, kann einen Nistkasten von ImmerBunt gewinnen.
29.03.2022, 11:25 Uhr
Oldenburg hat aufgeräumt: Knapp 7,97 Tonnen Müll gesammelt
Über 4.900 Personen beteiligen sich am Frühjahrsputz
Am vergangenen Wochenende haben bei strahlendem Sonnenschein über 4.900 Oldenburgerinnen und Oldenburger die Stadt für das Frühjahr „klar“ gemacht. Nachdem es 2020 und 2021 keinen gemeinsamen Frühjahrsputz geben hat, ist der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Stadt Oldenburg von dieser Resonanz überwältigt. Bereits am Freitag, 25. März, haben circa 3.600 Schülerinnen und Schüler von 34 Schulen ihr Schulumfeld und ihre Schulwege gereinigt. Am Samstag, 26. März, waren über 1.000 Bürgerinnen und Bürger der Stadt in allen Stadtteilen unterwegs, um Gräben, Grünflächen, Wege und Plätze von achtlos weggeworfenen Müll zu reinigen.

Großes Peace-Zeichen aus Müllsäcken gelegt
In diesem Jahr hat der AWB aufgrund der aktuellen politischen Weltlage ein besonderes Zeichen gesetzt: Aus etlichen gut gefüllten Müllsäcken der Sammelaktion wurde auf dem Gelände des AWB in Neuenwege ein großes Peace-Zeichen gelegt – als Zeichen für den Frieden für die Menschen und die Umwelt. Insgesamt wurden 7,97 Tonnen Abfall aufgesammelt. „Das ist angesichts der tollen Teilnehmerzahl überraschend wenig Abfall und zeigt, dass die jährliche Frühjahrsputzaktion Wirkung zeigt“, bemerkt Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes haben die Abfälle von 125 Abfallsammelplätzen abgeholt und in der Abfallbehandlungsanlage Neuenwege entsorgt.

Sammeln für den guten Zweck
Schon seit einigen Jahren ist es gute Tradition, dass die Oldenburger Bürgerinnen und Bürger nicht nur für eine saubere Umwelt, sondern auch für einen guten Zweck Abfälle sammeln. So hat auch in diesem Jahr die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) zehn Cent pro gesammeltes Kilogramm Abfall als Spende für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt. Leider konnte aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr der symbolische Scheck nicht persönlich von den LzO-Vertretern an die Einrichtung MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer und an die Jugendfeuerwehr Oldenburg-Eversten übergeben werden. Der AWB hofft aber, dass dieser Termin nach Ostern nachgeholt werden kann.
25.03.2022, 13:09 Uhr
NABU Oldenburg freut sich über volle Handy-Sammelboxen
Annahme für NABU-Aktion „Handys für Hummel, Biene und Co.“
Große Freude beim Oldenburger NABU: Die 60 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b des Alten Gymnasiums haben mit ihren Biologielehrerinnen zwei Wochen lang in den Pausen mit viel Engagement Althandys gesammelt und konnten Oliver Kraatz von der Oldenburger NABU-Geschäftsstelle zwei randvolle Handysammelboxen überreichen. 

Die Klassen haben im Unterricht das Thema Insektensterben behandelt und möchten auf diese Weise die NABU-Aktion „Handys für Hummel, Biene und Co. unterstützen. Die abgegebenen Handys werden an eine Spezialfirma weitergeleitet, dem Recycling zugeführt oder, wenn möglich, weiterverkauft. Auf diese Weise werden wertvolle Ressourcen geschont und Klimaschutz betrieben.
Der Erlös aus der Aktion fließt in den Insektenschutz.

Althandys können in der NABU-Geschäftsstelle am Schlosswall 15 abgegeben werden. Hier sind auch spezielle Handysammelboxen für Sammelaktionen erhältlich. 
18.03.2022, 11:55 Uhr
Neuer Wald am Hemmelsbäker Kanal: Gemeinsam Zukunft pflanzen
Stadt und Unterhaltungsverband Wüsting starten Aufforstung – Fläche ist 2,2 Hektar groß
Mit Spaten und Gummistiefeln ausgerüstet haben Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der Verbandsvorsteher des Unterhaltungsverbandes Wüsting, Ralf Haverkamp, am Donnerstag, 17. März, den Startschuss für ein bedeutendes Aufforstungsprojekt gegeben: Auf einer 2,2 Hektar großen Fläche, die vom Hemmelsbäker Kanal und vom Deich östlich der Brücke am Hasenweg bis zur Stadtgrenze Oldenburgs reicht, entsteht ein neuer Wald. In diesem Frühjahr werden dort heimische Baumarten wie Flatterulmen, Schwarzerlen und Moorbirken, verschiedene Weiden sowie Straucharten wie Holunder, Schlehe und Weißdorn in die Erde gebracht. „Dieses wichtige Projekt hilft, die Effekte des Klimawandels effizient und langanhaltend abzumildern. Jeder Quadratmeter neuer Wald ist ein lebendiger Beweis unseres Engagements für eine lebenswerte Umwelt. Hier wird gemeinsam Zukunft gepflanzt“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

13 Tonnen CO2 pro Jahr
Der Unterhaltungsverband Wüsting hatte der Stadt Oldenburg die Grünlandflächen zur Entwicklung eines standortgerechten naturnahen Laubwaldes angeboten. „Dieses Angebot haben wir gerne angenommen“, sagt Krogmann. „Wir sind uns der Bedeutung der Waldentwicklung auch vor dem Hintergrund des Klimawandels bewusst. Wald leistet als CO2-Senker einen hohen Beitrag zum Klimaschutz. Überschlägig können auf der Aufforstungsfläche ungefähr 13 Tonnen CO2 pro Jahr gespeichert werden“, ergänzt Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan.
 
Hochwasserschutz unbeeinträchtigt
Der Unterhaltungsverband Wüsting als Eigentümer des Hemmelsbäker Kanals und der für die Aufforstung vorgesehenen Flächen sieht in Hinblick auf die Zielsetzungen des Programms „Niedersächsische Gewässerlandschaften“ und der EG-Wasserrahmenrichtlinie ebenfalls Synergieeffekte. „So wird ein weiterer Gewässerabschnitt des Hemmelsbäker Kanals unmittelbar mit der angrenzenden Aue vernetzt. Die zukünftige Beschattung durch den Auwald reduziert das Pflanzenwachstum im Gewässer, und die Sauerstoffzehrung wird reduziert“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Hans-Dieter Buschan. Für den Hochwasserschutz gebe es keine Beeinträchtigung, da der Retentionsraum zwischen Kanal und Deich auch weiterhin zur Verfügung steht.

Waldanteil in der Stadt steigt um 0,4 Prozent
Die Stadt Oldenburg verfolgt auf der Grundlage des Landschaftsplanes und der Landschaftsrahmenplanung seit Mitte der 1990er Jahre das Ziel, den geringen Waldanteil Oldenburgs zu erhöhen und den städtischen Wald in naturnahe Laubmischwälder zu entwickeln. Derzeit beträgt der Waldanteil an der Gesamtfläche des Stadtgebietes fünf Prozent. „Durch die Aufforstung am Hemmelsbäker Kanal wird dieser Anteil um 0,4 Prozent erhöht“, freut sich Umweltdezernent Sven Uhrhan. 

Neben der Aufforstung mit ausgewählten Gehölzarten sind Maßnahmen zur stärkeren Vernässung einzelner Bereiche durch Abtrag des Oberbodens und der Entwicklung von zwei feuchten, temporär überfluteten Geländesenken geplant. Diese werden der freien Sukzession überlassen. Die Größe der Geländesenken beträgt jeweils circa 2.000 Quadratmeter. Die Planung der Maßnahme wurde von einem von der Stadt Oldenburg beauftragten Fachbüro übernommen. Die zu entwickelnde Fläche hat eine Gesamtgröße von rund 2,5 Hektar, die die Stadt langfristig gepachtet hat. Die Fläche wird zunächst durch einen Wildschutzzaun, später durch einen Schafzaun geschützt.

Kosten: Rund 75.000 Euro
Die anfallenden Kosten in Höhe von rund 75.000 Euro für Planung, Aufforstung und Pflege werden maßgeblich aus dem Preisgeld für die erfolgreiche Teilnahme der Stadt am Wettbewerb „Klima kommunal“ sowie durch die Verwendung von Ersatzgeldern für Eingriffe in Natur und Landschaft bestritten.
11.03.2022, 17:43 Uhr
Abfallwirtschaftsbetrieb wird Wasserstoff-mobil
AWB bestellt zwei Wasserstoff-Müllsammelfahrzeuge – Bund fördert mit 1,358 Millionen Euro
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) steigt in das Wasserstoff-Zeitalter ein. Damit kommen Oldenburger Bürgerinnen und Bürger bald in den Genuss, dass ihre Rest- und Bioabfälle klimaschonend und geräuscharm abgeholt werden. Mit der Bestellung von zwei vom Bund geförderten Müllsammelfahrzeugen der Firma FAUN, Osterholz, und ihrem Einsatz voraussichtlich zum Winter 2022/2023 wird auch ein wichtiger Beitrag zur Klimaneutralität 2035 Oldenburgs gelegt.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist dies ein großer Schritt nach vorne für die Stadt: „Mit den Müllsammelfahrzeugen, aber auch mit den ersten Wasserstoffbussen der VWG, steigt Oldenburg in das Wasserstoff-Zeitalter ein und ist damit in der Region führend. So leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag, um Impulse für Anbieter von Wasserstoff-Mobilität zu setzen und Infrastrukturen zu schaffen – wie zum Beispiel die von der EWE AG beabsichtigte Planung einer Multifunktionstankstelle in Bahnhofsnähe für Schwerlastverkehre, Busse, Müllfahrzeuge und auch Pkw.“

Dass sich Oldenburger Müllabfuhrtouren für den Einsatz eines mit Wasserstoff betriebenen Abfallsammelfahrzeugs eignen, hat der Abfallwirtschaftsbetrieb bereits 2020 festgestellt: Damals wurden bei Testfahrten des Müllfahrzeugherstellers FAUN Messwerte ermittelt, wie ein für Oldenburg geeigneter wasserstoffbetriebener Müllwagen konfiguriert sein müsste, der sich auch wirtschaftlich rechnet. Auf dieser Grundlage und einer detaillierten Kosten-Nutzen-Analyse mittels einer Bachelor-Arbeit hat der AWB in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Förderanträge für gleich zwei Fahrzeuge beim Bund mit einer Förderquote von 90 Prozent der Zusatzkosten für Fahrzeuge auf Wasserstoffbasis beantragt. Diese wurden im Juni 2021 bewilligt. Die Stadt bekommt somit eine Fördersumme von 1,358 Millionen Euro und kann in die wichtige Zukunftstechnologie für die Energiewende einsteigen. Der folgende europaweite Ausschreibungsprozess wurde nun mit der Entscheidung des Betriebsausschusses des Abfallwirtschaftsbetriebes zur Auftragsvergabe an FAUN erfolgreich abgeschlossen.

Wasserstoff, soweit er aus erneuerbaren Energien über Elektrolyse erzeugt wird („grüner“ Wasserstoff), gilt im Gegensatz zur Elektrobatterie in der Mobilität als klimaneutral. Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB), sagt dazu: „Mit den wasserstoffbetriebenen Müllsammelfahrzeugen verbinden wir hier ideal Ökonomie und Ökologie. Wir können aufgrund der vorherigen Untersuchungen die Fahrzeuge nahtlos in den Betrieb und in die Tourenplanung integrieren und damit den Umstellungsaufwand minimal halten. Zugleich ist es eine Investition in eine nachhaltige Mobilität, die die Bürgerinnen und Bürger direkt wahrnehmen werden. Unsere Planungen sehen vor, bei Erfolg und Kostendegression im Laufe der Zeit sukzessive den Bestand an Müllsammelfahrzeugen in den nächsten Jahren im Rahmen der Ersatzbeschaffung zu erhöhen.“

Roland Hentschel, in der Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung für das Thema Wasserstofftechnologie koordinierend zuständig, ergänzt: „In der Region gibt es inzwischen eine intensive Beschäftigung mit dem Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft aus Erneuerbaren Energien. Wichtig ist, Angebot und Nachfrage allein aus wirtschaftlichen Gründen zeitgenau zusammen zu bringen. Mit der Eröffnung der ersten Wasserstoff-Tankstelle in Oldenburg in der Cloppenburger Straße im Frühjahr, die auch für Nutzfahrzeuge betankbar ist, wird somit ‚just in time‘ auch die Infrastruktur für die Müllsammelfahrzeuge bereitgestellt werden.“
08.03.2022, 16:48 Uhr
„FahrRad!“: Oldenburger Schulklassen sammeln zum elften Mal Kilometer
Seit dem 7. März können Schülerinnen und Schüler wieder spielerisch zum Klimaschutz beitragen
Auch wenn die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist, treten Oldenburger Schulklassen seit Montag, 7. März, wieder für das Klima in die Pedale. Bereits zum elften Mal findet der Oldenburger Fahrradwettbewerb unter der Federführung des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) der Stadt Oldenburg statt. Das RUZ ist dabei regionaler Partner des bundesweiten Wettbewerbs „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).

Schülerinnen und Schüler sollen in der Zeit von März bis September 2022 vom „Elterntaxi“ auf das Fahrrad umsteigen und auf ihren Wegen zur Schule und in der Freizeit Kilometer sammeln. Die Ziele des Projektes erklärt Edgar Knapp vom RUZ: „Mit der Aktion sollen Kinder und Jugendliche spielerisch für das Fahrradfahren begeistert werden. So können sie selbst ganz konkret etwas für den Klimaschutz tun.”

Trotz der Corona-Situation nehmen bisher 15 Klassen am Wettbewerb „FahrRad!“ teil. In Kooperation mit dem VCD Kreisverband Oldenburg will das RUZ außerdem die Klassengemeinschaft stärken, denn Oldenburger Klassen mit mehr als 2.700 geradelten Kilometern nehmen an der lokalen Preisverlosung teil.

Der Wettbewerb „FahrRad!“
„FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ ist ein bundesweiter Wettbewerb vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Von März bis September verzichten junge Menschen zwischen 10 und 18 Jahren auf das „Elterntaxi“, schwingen sich aufs klimafreundliche Fahrrad und sparen so CO2 ein. Auf den Wegen, die sie im Alltag mit dem Rad zurücklegen, und parallel dazu auf einer virtuellen Radtour im Internet, lernen Jugendliche das Fahrrad von seiner besten Seite kennen. Sie erleben, dass Radfahren nicht nur Spaß, sondern auch fit macht. Das Ergebnis: aktive Jugendliche, ein langfristiger Imagegewinn für das Fahrrad und ein Beitrag zum Klimaschutz.

Bundesweit traten 2021 beim VCD-Wettbewerb 7.972 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Pedale und legten 1.031.572 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Die elf teilnehmenden Oldenburger Schulklassen trugen mit ihren zurückgelegten Wegen (insgesamt wurden 88.945 Kilometer gesammelt) fleißig zu dem Ergebnis bei.
04.03.2022, 13:26 Uhr
Klimagerechte Sanierung städtischer Gebäude: Gutachten liegt vor
Was kostet es die Stadt, ihre eigenen Gebäude klimaneutral umzubauen? Dieser Frage ist das Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart nachgegangen. Es hat im Auftrag des Eigenbetriebes für Gebäudewirtschaft und Hochbau (EGH) der Stadt Oldenburg eine Szenarienbewertung für die energetische Sanierung der städtischen Liegenschaften durchgeführt, deren Ergebnisse nun vorliegen. Der Rat hatte im vergangenen Jahr beschlossen, dass Oldenburg bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden soll und das Ziel formuliert, möglichst alle städtischen Gebäude entsprechend umzubauen.

In dem Gutachten des Fraunhofer-Instituts werden drei unterschiedliche Wege hin zur Klimaneutralität des stadteigenen Gebäudebestands untersucht und beschrieben. Insbesondere wurde ermittelt, welcher Endenergiebedarf und welche Treibhausgasemissionen nach den energetischen Sanierungen verbleiben, welche Investitionskosten dabei entstehen und welche verbleibenden Energiekosten dem gegenüberstehen. Die drei Szenarien unterscheiden sich dabei vorrangig bei der Sanierungsrate (Erreichen des Ziels bis 2030, 2035 und 2045).

„Zusammenfassend lässt sich sagen: Klimaschutz ist uns als Stadt lieb – wird aber auch teuer werden“, resümiert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Mit der Umsetzung des Anspruchs, städtische Gebäude klimagerecht zu sanieren, sind immense Kosten verbunden. Das muss allen bewusst sein.“ Es müsse genau geprüft werden, ob und welches der aufgezeigten Szenarien für die Stadt leistbar sei.

Die drei Szenarien im Überblick
Im Szenario 1 mit dem Zieljahr 2030 für die Klimaneutralität ergibt sich eine Sanierungsrate von etwa 11 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 31 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen 43,1 Millionen Euro pro Jahr.

Im Szenario 2 mit dem Zieljahr 2035 für die Klimaneutralität beträgt die Sanierungsrate etwa 7 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 20 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen 27,8 Millionen Euro pro Jahr.

Im Szenario 3 mit dem Zieljahr 2045 für die Klimaneutralität beträgt die Sanierungsrate immer noch rund 4 Prozent der Gebäude pro Jahr (entspricht 13 komplett zu sanierende Gebäude pro Jahr). In den Jahren 2036 bis 2045 erfolgt zusätzlich die Sanierung der Gebäude mit Baujahr 2011 bis 2017, die bei den Szenarien1 und 2 nicht als zu sanieren berücksichtigt sind. Die ermittelten energiebedingten Investitions- und Planungskosten betragen etwa 17,5 Millionen Euro pro Jahr.

Zum Vergleich: die bundesweite Sanierungsrate liegt bei etwa 1 bis 2 Prozent. Hierbei sind jedoch auch kleinere Einzelmaßnahmen wie der Austausch von Fenstern oder des Heizkessels enthalten. Die Stadt hingegen wird ihre eigenen Gebäude allumfassend sanieren müssen, um diese zu Effizienzgebäuden zu machen. Die im jeweiligen Szenario verbleibenden Treibhausgasemissionen sollen durch das Erzeugen von Strom über PV-Module ausgeglichen werden und so der Betrieb der städtischen Gebäude in einer Jahresbilanz klimaneutral gestellt werden.

Zu den Kostenschätzungen
Mögliche Fördermittel für die sanierten Gebäude aufgrund des immer angestrebten Standards der Bundesförderung Effiziente Gebäude „EG-40-EE“ sind in den Berechnungen nicht berücksichtigt. In der Studie wurde mit Kosten aus dem Basisjahr 2021 gerechnet. Diese sind nicht auf die Folgejahre indexiert worden, da sich die Kostenentwicklung derzeit unmöglich prognostizieren lässt. Bereits die für das Szenario 2 (Klimaneutralität 2035) benötigten Sanierungsmittel reichen nahezu an 30 Millionen Euro pro Jahr heran.

Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan sieht in diesem Zusammenhang enorme Herausforderungen auf die Stadt zukommen: „Wenn wir die angestrebten Ziele erreichen wollen, müssen einige Räder ineinandergreifen. Es gilt, die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, die personellen Ressourcen im Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau zu schaffen und externe Planer sowie Handwerksbetriebe mit entsprechenden Kapazitäten zu finden. Letztendlich müssen auch die notwendigen Materialien zur Verfügung stehen.“
04.03.2022, 13:18 Uhr
Insektenfreundliche Gärten in Oldenburg
NABU bietet Beratung an
Mit den ersten Sonnenstrahlen steigt die Vorfreude auf den Frühling und die Lust, sich wieder dem eigenen Garten zu widmen. Auch in diesem Jahr bietet die NABU Stadtgruppe Oldenburg die „Gartenberatung Insektenvielfalt“ an. Ziel ist es, Gärten nicht nur für das menschliche Auge schön zu gestalten, sondern gleichzeitig für Insekten interessante Lebensräume zu schaffen. 

Unter 04487-9982744 oder gartenberatung@nabu-oldenburg.de können Termine für eine telefonische Gartenberatung vereinbart werden. Aussagekräftige Fotos des Gartens können per E-Mail zugesandt werden. 

Dank der Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung und der Stadt Oldenburg kann die NABU Stadtgruppe regiozertifiziertes Saatgut, heimische Stauden und heimische Wildgehölze kostenlos abgeben. 
04.03.2022, 13:05 Uhr
4,5 Millionen Euro lassen Klimaoasen aufblühen
Stadt erhält Bundesförderung für Projekte im Schlossgarten und Eversten Holz
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat der Stadt Oldenburg einen Zuwendungsbescheid über 4,5 Millionen Euro zur Umsetzung des Vorhabens „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ übersandt. Die Stadt Oldenburg trägt dabei einen Eigenanteil von 500.000 Euro, so dass insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Bewilligungszeitraum umfasst drei Jahre und endet am 31. Dezember 2024.

Im Sinne der Anpassung an den Klimawandel sollen der Schlossgarten und das Eversten Holz hin zu einer sogenannten „Klimaoase“ weiterentwickelt werden. Dies beinhaltet unter anderem den Umbau der Gehölzbestände hin zu einer klimaresistenten Bepflanzung. Dies wird positive Effekte auf das Mikroklima haben, zum Beispiel durch die schattenspendende, kühlende innerstädtische Parklandschaft. Als langlebige Kohlenstoffspeicher tragen die Gehölze zudem zum Klimaschutz bei. Ferner wird insgesamt die Biodiversität verbessert. Darüber hinaus sind eine Verbesserung der Be- und Entwässerung der Parkanlagen, die Erhöhung der Regenrückhaltefunktion (auch bei Starkregenereignissen) und die Nutzung des gespeicherten Regenwassers zur Versorgung der Parkanlagen geplant. Damit soll dem fallenden Grundwasserstand und den trockenen Sommermonaten der vergangenen Jahre Rechnung getragen werden.

Zur Vielzahl von Einzelprojekten, die sich hinter den vorgenannten Zielen verbergen, zählen die Entschlammung der Pferdetränke im Eversten Holz, Formate für Bürgerbeteiligung sowie eine Begleitforschung mit Fokus auf Boden und Wasser, Mikroklima, Flora und Fauna.

Die Stadt Oldenburg wird das Vorhaben begleiten und die Zuwendung weiterleiten. Die Umsetzung des Vorhabens im Schlossgarten und Eversten Holz – als Landesliegenschaften – liegt vor allem in den Händen des Museums für Natur und Mensch sowie der Universität Oldenburg. Auch das Staatliche Baumanagement Region Nord-West ist an der Umsetzung beteiligt.

Die Förderung stammt aus dem Bundesprogramm zur „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Mit dem Bundesprogramm sollen konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz (CO2-Minderung) und Klimaanpassung, mit hoher fachlicher Qualität und hohem Innovationspotential gefördert werden. Durch eine integrierte Planung und Entwicklung sowie eine naturnahe, biodiverse und gegebenenfalls multifunktionale Gestaltung sind die vielfältigen weiteren Anforderungen an Grün- und Freiräume zu beachten. Dies betrifft beispielsweise die hohe Bedeutung der Grün- und Freiräume zur Gesundheitsvorsorge, als sozialer Begegnungsort, als Biotopverbund und nachhaltige Mobilität.
25.02.2022, 12:15 Uhr
Frühjahrsputzaktion des AWB: Oldenburg räumt 2022 wieder gemeinsam auf
Gemeinschaftliche Sammelaktion am Samstag, 26. März – Gruppen und Einzelpersonen
Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) plant trotz der anhaltenden Corona-Umstände für dieses Jahr wieder eine gemeinschaftliche Aufräumaktion. Diese Aktion, an der sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aktiv beteiligen können, soll am Samstag, 26. März, in unserer Stadt stattfinden. Bereits einen Tag vorher, am Freitag, 25. März, sind die Oldenburger Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich am Stadtputztag zu engagieren. Bereits zum 21. Mal koordiniert der AWB die Müllsammelaktion in Zusammenarbeit mit den Bürgervereinen sowie weiteren Gruppen, Vereinen, Firmen, Institutionen und Nachbarschaften.

AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn zeigt sich optimistisch, was die Sammelbereitschaft seitens der Bevölkerung betrifft: „Im vergangenen Jahr gab es eine Vielzahl von Anfragen für die Durchführung von selbst organisierten dezentralen Abfallsammelaktionen. Viele Bürgerinnen und Bürger wollten trotz der Corona-bedingten Einschränkungen einen Beitrag zur Stadtsauberkeit leisten. Mehr als 100 Gruppen, Vereine, Schulen und andere umweltaktive Personen hatten sich aufgemacht, um ihr Wohnumfeld zu reinigen.“ Voraussetzung für die Sammlungen war die strenge Beachtung der geltenden Corona-Regelungen, die natürlich auch in diesem Jahr gelten.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb konnte dennoch mehr als 1.000 gut gefüllte Mülltüten bei den Sammlungen abholen – ein enormes Ergebnis in diesen Pandemiezeiten, wie Schneider-Kühn betont: „Für diesen Einsatz danken wir den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern sehr! Wir sehen das als Motivation und Aufforderung, in diesem Jahr Corona zum Trotz ‚Oldenburg räumt auf!‘ wieder in gewohnter Form anzubieten – auch, um damit einen kleinen Teil an Normalität zurück zu gewinnen.“ Zu der letztmaligen Gemeinschaftsaktion im Jahr 2019 hatten sich mehr als 6.000 engagierte Teilnehmende angemeldet.

Wie kann ich mitmachen?
Anmelden können sich sowohl Vereine oder Gruppen als auch Einzelpersonen ab sofort und bis einschließlich Freitag, 11. März, online unter www.oldenburg.de/awb oder telefonisch unter 0441 235-2573. Wer noch keine Sammelgruppe hat, kann sich für den Sammeltag einem Bürger- oder Heimatverein anschließen. Eine Liste der Bürgervereine finden Sie unter www.astob.de. Der AWB weist ausdrücklich darauf hin, dass die Sammlerinnen und Sammler ihre Aktionen vor dem Hintergrund der Pandemie in eigener Regie und auf eigene Verantwortung durchführen.

Was muss ich mitbringen?
Teilnehmende erhalten vom AWB ausreichend Abfallsammelsäcke, Handschuhe (auch in Kindergröße), Warnwesten (nach Verfügbarkeit) und die Sammelregeln. Die Materialien können ab dem 7. März im Servicebüro des Abfallwirtschaftsbetriebes, Wehdestraße 70, abgeholt werden.

Langjährige Partner weiter mit im Boot
Die LzO als langjähriger Partner der Sammelaktion hat wieder ihre Unterstützung zugesagt und stellt für jedes gesammelte Kilogramm Abfall 10 Cent zur Verfügung. Der gesammelte Betrag wird dann an zwei soziale Einrichtungen in Oldenburg überreicht. Das sind in diesem Jahr das Projekt „Sieben Eichen – Vereint für Senioren e.V.“ und die gemeinnützige Initiative „MENTOR OLDENBURG – Die Leselernhelfer“.

Die traditionelle Abschlussfeier auf dem Betriebsgelände in der Wehdestraße 70 kann aber leider aufgrund aktuellen Corona-Lage nicht stattfinden. Deshalb wird es auch weder die NWZ-Sonderverlosung noch die Abstempelung des Treuepasses geben können.

„Der Norden räumt auf“
Auch viele andere Städte und Landkreise in Norddeutschland planen in diesem Jahr wieder ihre Aufräumaktionen: Insgesamt beabsichtigen derzeit 14 Städte und Landkreise an der Gemeinschaftsinitiative „Der Norden räumt auf“ teilzunehmen. 
18.02.2022, 15:18 Uhr
Kröten und Frösche wandern schon
NABU bittet um Rücksicht
Bedingt durch die milden Temperaturen und die feuchte Witterung der vergangenen Tage machen sich Kröten und Frösche jetzt wieder auf den jährlichen Weg zu ihren Laichgewässern.

"Wir haben schon Meldungen über Amphibienwanderungen aus dem gesamten Oldenburger Land erhalten", so Oliver Kraatz von der Oldenburger NABU-Geschäftsstelle, „die Tiere machen sich in diesem Jahr besonders früh auf den oftmals riskanten Weg aus den Winterquartieren heraus zu ihren Laichgewässern. Vielerorts wird an den entsprechenden Straßen auf die Amphibienwanderung hingewiesen oder sind auch "Krötenzäune“ aufgebaut worden.“ 

Der NABU bittet nun vor allem die Autofahrer darum, sich in dieser Wanderungszeit der Amphibien rücksichtsvoll zu verhalten oder die gefährdeten Strecken möglichst ganz zu meiden; das gilt vor allem ab den frühen Abendstunden, denn die Tiere sind nachtaktiv.
04.02.2022, 12:57 Uhr
Abfall-Bilanz 2021: Bewusster Umgang mit Müll in Oldenburg
Zuwächse bei Rest- und Biomüll – Wertstoffannahmestellen mit deutlichem Plus
Oldenburgerinnen und Oldenburger trennen bewusster Müll und die Einflüsse und Auswirkungen von Corona sind wie im Vorjahr an vielen Stellen sichtbar: Das sind zwei der zentralen Ergebnisse der Abfallbilanz des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB). Insgesamt sind im Jahr 2021 68.529 Tonnen Abfälle eingegangen (Vorjahr: 69.384 Tonnen, 2019: 64.619 Tonnen). Somit ist die Gesamt-Input-Menge gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent gesunken. Zu den größten Stoff-Fraktionen, die vom AWB entsorgt werden und 80 Prozent der Gesamtmasse abbilden, zählen Hausmüll, Bioabfall, Grünabfälle, Holz und Sperrmüll.

„Erfreulich ist, dass unsere Aufklärungsarbeit Wirkung zeigt. Sowohl die Kampagne in Bezug auf explosive und brandfördernde Stoffe im Restmüll als auch unsere Tonnenanhänger zu Störstoffen im Biomüll scheinen zu fruchten“, zeigt sich AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn zufrieden. Viele Kundinnen und Kunden brachten im zweiten Corona-Jahr zudem ihre Gärten auf Vordermann und steuerten die Wertstoffannahmestellen an: Grün- und Gartenabfälle (plus 1.062 Tonnen gegenüber 2020) sowie Bodenaushub (plus 208 Tonnen) legten eine ordentliche Schippe drauf.

Zunahmen gegenüber dem Vorjahr
Das Pro-Kopf-Aufkommen bei der grünen Tonne lag 2021 bei 93 kg pro Einwohner – im niedersächsischen Vergleich (2018: 63 kg pro Einwohner) ist dies ein ausgesprochen hoher Wert. „Das bescheinigt uns eine hohe Akzeptanz der Biotonne“, so Schneider-Kühn. Hier gab es insgesamt eine Steigerung um 287 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Auch der Restmüll legte zu: Hier steht am Ende des Jahres ein Plus von 306 Tonnen. Interessant ist zudem der Zuwachs von plus 51 Tonnen bei den öffentlichen Papierkörben. Diesen erklärt Schneider-Kühn wie folgt: „Gegenüber 2020 waren wieder mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs und haben die öffentlichen Mülleimer vermehrt genutzt. Von daher erreichen wir mit diesem Ergebnis erneut das normale Mengenniveau von 2019.“

Besonders hervorzuheben sind die deutlichen Kunden- und Mengenzunahmen an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, die 31 Prozent mehr Menge und 35 Prozent mehr Kunden zu verzeichnen hatte. Hier spielten sowohl die im vorletzten Jahr eingeführten Anpassungen der Öffnungszeiten und der Holzabgabe sowie die im Vorjahr verbesserten Hofabläufe über die veränderten Grünabfallboxen eine große Rolle. „Die Abgabe vor Ort ist hier insgesamt viel angenehmer und kundenfreundlicher geworden und wird besonders von Bürgerinnen und Bürgern des Stadtnordens geschätzt“, bilanziert Schneider-Kühn. Dafür verringerte sich die Zahl der Kundinnen und Kunden in Neuenwege um 3 Prozent gegenüber 2020. Insgesamt verzeichnen beide Wertstoffannahmestellen mit 169.029 Kundinnen und Kunden ein Plus von 9 Prozent gegenüber 2020 (Kunden 2020: 155.153, Kunden 2019: 159.393).

Deutlich weniger Sperrmüll als 2020
Nach der deutlichen Zunahme an Aufräum- und Renovierungsaktivitäten während der Lockdowns in 2020 gab es in 2021 eine spürbare Normalisierung in diesem Bereich. Das spiegelt sich auch in der AWB-Bilanz wider: 2.023 Tonnen weniger Sperrmüll als im Vorjahr fielen an. Auch in anderen Bereichen waren Mengenabnahmen zu verzeichnen wie beispielsweise bei Straßenkehricht (- 203 Tonnen) oder Laub (-210 Tonnen). Als Gründe führt der AWB hierfür Vegetationseinflüsse an.


Nachfolgend ein Überblick über die Entwicklung einzelner Müll-Fraktionen:

Hausmüll:
Der über die schwarze Tonne gesammelte Hausmüll hat mit 19.252 Tonnen den größten Anteil (28 Prozent) an der Gesamt-Abfallmenge, die vom AWB verarbeitet wurde. Gegenüber dem Vorjahr wuchs der Anteil in 2021 um 306 Tonnen (plus 1,6 Prozent). Bezogen auf die Einwohnerzahl stieg das Pro-Kopf-Aufkommen um 1 Kilogramm auf 112 kg/Einwohner. Zudem hat sich das Gesamtvolumen der schwarzen Tonnen auf 188.495 Liter erhöht (plus 3,08 Prozent).

Biomüll:
Die Menge lag in 2021 mit 16.017 Tonnen über dem Vorjahresniveau. Mit einem Anstieg um 287 Tonnen war gegenüber 2020 ein Plus um 1,8 Prozent zu verzeichnen. Das Pro-Kopf-Aufkommen beträgt 93 kg/Einwohner (plus 1 kg/Einwohner gegenüber 2020).

Grün-/Gartenabfälle:
Die Menge der Grün- und Gartenabfälle stieg in 2021 gegenüber dem Vorjahr stark um 1.062 Tonnen auf 9.256 Tonnen an.

Sperrmüll:
Beim Sperrmüll verzeichnete der AWB nach dem starken Corona-Jahr 2020 nun deutliche Einbußen um 7 Prozent: 4.718 Tonnen wurden in 2021 zusammengetragen, 2.023 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Müll aus öffentlichen Abfallbehältern:
Die aus öffentlichen Abfallbehältern gesammelte Müllmenge betrug im vergangenen Jahr 390 Tonnen. Das sind 51 Tonnen mehr als im Vorjahr. In diesem Bereich bewegt sich das Niveau wieder auf dem des Jahres 2019.


Darüber hinaus benennt der AWB auch die weiteren Erfassungsmengen:

Leichtverpackungen:
In 2021 hat die ARGE Duales System Oldenburg 6.289 Tonnen an Leichtverpackungen über die gelben Säcke beziehungsweise gelben Tonnen gesammelt, also annähernd so viel wie im Vorjahr (2020: 6.310 Tonnen). Das Pro-Kopf-Aufkommen bleibt somit unverändert bei 37 kg pro Einwohner.

Papier, Pappe und Kartonagen (PPK):
Über die blauen Tonnen wurden laut ARGE im vergangenen Jahr 11.363 Tonnen entsorgt. Somit ist keine signifikante Mengenänderung zu verzeichnen. Das Pro-Kopf-Aufkommen liegt weiterhin bei 66 kg pro Einwohner.

Altglas:
4.726 Tonnen Altglas wurden in 2021 in den öffentlichen Altglascontainern gesammelt – dies entspricht einem leichten Rückgang von 2,75 Prozent im Vergleich zu 2020. Corona-bedingt war der Anstieg von 2020 zu 2019 um 12 Prozent außergewöhnlich groß, eine Abnahme nach leichter Normalisierung war zu erwarten. Das Pro-Kopf-Aufkommen sank in 2021 um 1 Kilogramm auf 27,5 kg pro Einwohner.
01.02.2022, 16:27 Uhr
Luftqualität am Heiligengeistwall: Stadt atmet durch
Stickstoffdioxid-Belastung auch 2021 deutlich unter dem Grenzwert – 9.000 Fahrzeuge täglich
Keine dicke Luft mehr am Heiligengeistwall: Auch im Jahr 2021 wurden die Grenzwerte bei der Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub deutlich unterschritten. Das ergab die Auswertung der Daten der vom Land Niedersachsen betriebenen Messstelle am Heiligengeistwall, die das Amt für Umweltschutz und Bauordnung vorgenommen hat. „Das sind sehr erfreuliche Ergebnisse“, kommentiert Verkehrs- und Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan die aktuellen Zahlen zur Luftqualität. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung greifen.“

Der aus allen Tagesmittelwerten ermittelte Jahresdurchschnittswert für Stickstoffdioxid (NO2) lag 2021 bei 30 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³) und somit deutlich unter dem EU-Grenzwert von 40 µg/m³. Bis 2018 wurden an dieser Stelle noch Überschreitungen festgestellt, die unter anderem dazu führten, dass sich die Stadt mit einem angedrohten Dieselfahrverbot auseinanderzusetzen hatte.

Auch der sogenannte Kurzzeitgrenzwert für Stickstoffdioxid wurde 2021 eingehalten: Dieser Stundengrenzwert beträgt 200 µg/m³, wobei 18 Überschreitungen im Kalenderjahr zulässig sind. Am Heiligengeistwall wurde der höchste Stundenmittelwert am 9. September 2021 um 19 Uhr registriert und betrug 121 µg/m³. Bei zwei gebäudenah installierten Passivsammlern hat das für die Luftschadstoffmessungen verantwortliche Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim im Jahr 2021 einen Jahresmittelwert von 25 µg/m³ errechnet.

Für Feinstaub lag der Jahresmittelwert 2021 bei 16 µg/m³ und damit ebenfalls deutlich unter dem festgelegten Grenzwert in Höhe von 40 µg/m³. Bei den Tagesmittelwerten bewegte sich im vergangenen Jahr kein Wert über 50 µg/m³. Gesetzlich zulässig wären maximal 35 Überschreitungstage im Kalenderjahr gewesen. „Mit der Einhaltung der Feinstaubgrenzwerte hatte die Stadt Oldenburg im Übrigen in der Vergangenheit noch nie Probleme“, betont Dezernent Sven Uhrhan.

Parallel betreibt die Stadtverwaltung an dieser Stelle zwei Erfassungssysteme, mit denen die Verkehrsmengen kontinuierlich bestimmt werden. Der auf dem Heiligengeistwall gezählte Kraftfahrzeugverkehr hat sich im Vergleich zu den Jahren, in denen die Stadt den Grenzwert überschritten hatte, vermindert. Passierten 2017 täglich noch rund 11.300 Kfz die Messstelle, so ging die Anzahl 2019 auf tagesdurchschnittlich 10.500 zurück. Im Jahr 2020 lag der Durchschnitt nur noch bei rund 8.700 Fahrzeugen pro Tag, 2021 stieg der Wert wieder leicht an auf rund 9.000 Fahrzeuge pro Tag. Die Corona-Pandemie und damit verbundene Beschränkungen hatten am Rückgang der Fahrzeugmengen in den vergangenen beiden Jahren einen signifikanten Anteil: So lagen die durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastungen in den „Lockdown-Monaten“ April 2020 und Januar 2021 mit rund 6.000 Fahrzeugen pro Tag weit unter dem Durchschnitt „normaler“ Monate.

Die Verbesserung der Luftqualität am Heiligengeistwall führt die Stadtverwaltung neben dem niedrigeren Verkehrsaufkommen auch darauf zurück, dass zunehmend schadstoffärmere Fahrzeuge unterwegs sind. Positiven Einfluss hat auch die Modernisierung der Busflotte der VWG und die Optimierung der Ampelsteuerung, die den Verkehrsablauf im Bereich Heiligengeistwall verbessert hat. Und auch das Wetter spielte mit: Es herrschten in 2021 vielfach meteorologische Verhältnisse mit vergleichsweise günstigen Bedingungen.
14.01.2022, 13:59 Uhr
Altbatterien in Papierkörben sind eine explosive Gefahr
Abfallwirtschaftsbetrieb verweist auf Entsorgungsmöglichkeiten für Schadstoffe
Die Mitarbeiter der Straßenreinigung des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) sind im Stadtgebiet für die Leerung von ungefähr 1.000 Papierkörben zuständig. Leider stellen sie dabei immer wieder fest, dass sich in vielen Papierkörben – vorzugsweise im Innenstadtbereich – Batterien befinden. „Allein an einem Tag in der vorigen Woche haben unsere Mitarbeiter in acht Papierkörben im Bereich der Fußgängerzone 35 Batterien entdeckt, die darin nichts zu suchen haben“, berichtet Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. „Die Abfälle aus den Papierkörben werden in die Abfallbehandlungsanlage nach Neuenwege gebracht, wo sie in einem Schredder unter großen mechanischen Kräften zerkleinert werden. Und genau dort stellen sie eine hochexplosive Gefahr dar“, betont Schneider-Kühn. „Nur der Aufmerksamkeit unserer Straßenreiniger haben wir es zu verdanken, dass mögliche Brände vermieden werden konnten.“

Weil es in der Vergangenheit schon mehrfach in der Abfallbehandlungsanlage infolge explosiver Stoffe im Abfall zu Explosionen und Bränden gekommen war, hat der AWB im November vergangenen Jahres eine umfassende Informationskampagne gestartet. So sollen Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbebetriebe über Gefahren, die bestimmte Stoffe im Abfall verursachen können, aufgeklärt und über die ordnungsgemäße Entsorgung informiert werden.
 
Die Entsorgung von Batterien und Akkus ist im Batteriegesetz geregelt. „Danach sind nicht nur die Vertreiber von Batterien wie zum Beispiel Supermärkte, Drogerien und Baumärkte zur Rücknahme von Batterien und Akkus verpflichtet, auch die Besitzerinnen und Besitzer der Batterien – also die Endverbraucherinnen und Endverbraucher – sind verpflichtet, alte Batterien einer getrennten Erfassung zuzuführen und nicht im Restmüll zu entsorgen. Und auch die Satzung über die Abfallwirtschaft in der Stadt Oldenburg schreibt eine getrennte Entsorgung von Batterien und Akkus vor“, informiert der AWB-Chef.

Aber nicht nur Batterien und Akkus können Brände in der Abfallbehandlungsanlage verursachen. Auch nicht vollständig geleerte Spraydosen, Gasbehälter und Feuerlöscher sind brandgefährlich. „Solche gefährlichen Abfälle gehören nicht in den Restabfall, sondern zur Schadstoffentsorgung“, erklärt Schneider-Kühn. Die Schadstoffsammelstelle an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege ist während der normalen Öffnungszeiten erreichbar, an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, können schadstoffhaltige Abfälle jeweils am ersten Mittwoch eines Monats abgegeben werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Schadstoffe bei der mobilen Sammlung abzugeben. Die Termine sind im Abfuhrkalender und im Internet unter www.oldenburg.de/awb einsehbar.
07.01.2022, 14:46 Uhr
Bilanz für „Oldenburg räumt auf! … das ganze Jahr 2021“
2.079 Teilnehmende sammeln mehr als 1.000 Abfallsäcke voller Müll
„Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Ein Engagement, das nachahmenswert ist. Und ein dickes Dankeschön an alle Teilnehmenden, die 2021 ihren persönlichen Beitrag zur Stadtsauberkeit geleistet haben.“ So fasst Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn die Müllsammelaktion „Oldenburg räumt auf! … das ganze Jahr 2021“ des Abfallwirtschaftsbetriebs Stadt Oldenburg (AWB) zusammen, die am 31. Dezember endete. Denn trotz der widrigen Umstände, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, gab es eine Vielzahl von Anfragen für die Durchführung von selbst organisierten Abfallsammelaktionen. Insgesamt nahmen 2.079 Personen teil, davon entfielen 1.433 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Schulen. Bei den Sammeltrupps gab es 76 Gruppen, zwölf Bürgervereine, sieben Schulen und neun Dauersammler. Es wurden insgesamt mehr als 1.000 gefüllte Abfallsäcke vom AWB eingesammelt.

Viele Bürgerinnen und Bürger wollten sich nicht damit abfinden, dass „Oldenburg räumt auf!“ in 2020 und 2021 komplett abgesagt werden musste – und leisteten so einen eigenen Beitrag zur Stadtsauberkeit. „Nicht alle Pläne konnten umgesetzt werden. Dennoch gab es Sammelgruppen, die sich unter Beachtung der geltenden Corona-Regelungen organisiert haben, um ihr Wohnumfeld von achtlos weggeworfenem Abfall zu reinigen“, freut sich Schneider-Kühn über das Umweltbewusstsein vieler.

Und auch 2022 soll es wieder „Oldenburg räumt auf!“ geben – sofern es die Corona-Lage zulässt, dann gerne wieder als Gemeinschaftsaktion. Geplant ist der Aufräumtermin am Freitag, 25. März 2022, für die Oldenburger Schulen und am Samstag, 26. März 2022, für alle kleinen und großen Oldenburgerinnen und Oldenburger.
04.01.2022, 16:23 Uhr
Oldenburger Klimaschutz-Förderprogramme kommen gut an
Anträge für 2022 können gestellt werden
Die Stadt Oldenburg bietet eine Reihe von Förderprogrammen an, die einen gemeinsamen Zweck haben: Mehr Klimaschutz! „Damit wir das Ziel erreichen, Oldenburg bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu machen, braucht es mehr als gute Vorsätze. Unsere Förderprogramme schaffen einen verbindlichen Rahmen und ermöglichen die Umsetzung vieler konkreter Maßnahmen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Zuschüsse gibt es für neue Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach oder am Balkon, für die energetische Sanierung von Altbauten, für besonders energieeffiziente Neubauten sowie für Gründächer und die Fassadenbegründung. Auch im Mobilitätsbereich gibt es große Potenziale zur CO2-Reduktion. Neben der generellen Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel und des Fuß- und Radverkehrs gibt es deshalb auch hier Förderprogramme wie die Lastenradförderung oder auch die Förderung von Carsharing-Angeboten. Hervorzuheben ist zudem die Richtlinie „Alle fürs Klima“, aus der alle Bürgerinnen und Bürger Unterstützung für ihre Klimaschutzideen, wie beispielsweise Bildungs-, Kultur- oder Naturschutzprojekte, bekommen können.

Dass die Programme sehr gut angenommen werden, zeigt ein Blick auf die Zahlen aus 2021. „Das Engagement für mehr Klimaschutz zählt sich aus“, freut sich Oberbürgermeister Krogmann. Die beiden neuen Programme Lastenradförderung und „Alle fürs Klima“ waren im vergangenen Jahr so stark nachgefragt, dass die Budgets noch im laufenden Jahr kräftig angehoben wurden. Bei der Altbauförderung wurde wie schon im Vorjahr das Budget von 400.000 Euro vollständig genutzt, um so fast 300 Gebäude klimagerecht sanieren zu können. Auch die Förderrichtlinie Photovoltaik steht beispielhaft für den Erfolg. Denn auch hier konnten die eingeplanten 500.000 Euro zum Jahresende komplett ausgeschöpft werden. Fast 550 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 3.645 Kilowatt Peak können damit ans Netz gehen. Rechnerisch werden mit den neuen Anlagen dann jedes Jahr circa 1.700 Tonnen CO2 eingespart.

Mit dem Vorhaben, dass Oldenburg 2035 klimaneutral sein will, kommt den Förderprogrammen künftig eine noch größere Bedeutung bei. Deshalb werden die Klimaschutz-Programme auch im Jahr 2022 fortgeführt und ausgebaut. Mit dem Haushaltsentwurf der Verwaltung stehen für die Photovoltaikförderung dann eine Million Euro und für die Altbausanierung 500.000 Euro zur Verfügung. Auch die anderen Richtlinien sind im Haushaltsentwurf mit höheren Budgets ausgestattet. Neu in der Erarbeitung ist zudem eine Förderrichtlinie für klimagerechte Wärmeversorgungsanlagen. Hieraus sollen unter anderem Wärmepumpen bezuschusst werden.

Mit der ständigen Weiterentwicklung werden laufend neue Möglichkeiten zur CO2-Reduktion ausgeschöpft. In 2021 wurden beispielsweise steckerfertige Balkonmodule neu in die Photovoltaik-Richtlinie aufgenommen. Mit den günstigen Anlagen können auch Mieterinnen und Mieter oder Bürgerinnen und Bürger mit wenig Platz einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Erfreulich groß war die Nachfrage: Über 100 sogenannte Mini-PV-Anlagen haben 2021 eine Förderung in Höhe von 300 Euro erhalten, viele davon sind auch kurz nach der Beantragung in Betrieb gegangen, oft aufgeständert auf Garagendächern.

Anträge für 2022 können ab jetzt gestellt werden. Eine Übersicht über alle Förderprogramme findet sich unter der Rubrik „Förderung“ auf der Internetseite www.oldenburg.de/klima. Weitere Informationen erhalten Sie im ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter 0441 235-4444 oder im Fachdienst Klimaschutz unter klima@stadt-oldenburg.de.
01.01.2022, 14:24 Uhr
Für ein prima Klima: Hohe Förderung für Oldenburgs Klimaoasen
Schlossgarten und Eversten Holz stellen sich den Herausforderungen des Klimawandels
Inmitten des trubeligen Stadtlebens gleichen sie einem wahren Naherholungsgebiet: Der Schlossgarten und das Eversten Holz werden in den Mittagspausen, am Feierabend und auch an den Wochenenden immer wieder gerne von Oldenburgerinnen und Oldenburgern aufgesucht. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ im Rahmen des „Bundesprogramms zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ – und stellt selbst 500.000 Euro von der in Aussicht gestellten Bundeszuwendung in Höhe von 4,5 Millionen Euro (verteilt auf drei Jahre) als bare Eigenmittel zur Verfügung.

Mit der Summe sollen unter anderem Maßnahmen am Wegsystem sowie an Wasser- und Grabensystemen, eine klimaresistente Bepflanzung, die Entwicklung klimaangepasster Erholungsräume sowie die Steigerung der Biodiversität und Flächenaufwertung vorgenommen werden. Aber auch die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements, Formate der Bürgerbeteiligung, wissenschaftliche Begleitforschung, wissenschaftliche Tagungen und die Konzeption einer Wanderausstellung stehen auf dem Plan.

Über das Bundesprogramm
Das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ war ursprünglich als Förderprogramm für historische Gärten initiiert worden und wurde im Sommer 2020 durch einen vom Bundeshaushaltsausschuss selbständigen Projektaufruf mit dem Fokus auf Klimaschutz und Klimaanpassung im urbanen Raum gestartet. Das Interesse des Bundesprogramms ist es, konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in einer hohen fachlichen und innovativen Qualität zu fördern.

Im Ergebnis wurden 106 Projekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von circa 200 Millionen Euro ausgewählt. Im Jahr 2021 wurde ein öffentlicher Förderaufruf mit weiteren 100 Millionen Euro gestartet. Die Projektauswahl von weiteren 148 Projekten erfolgte durch den Bundeshaushaltsausschuss. Zu dieser Auswahl gehört auch das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“, für das die Stadt Oldenburg zusammen mit dem Museum für Natur und Mensch und der Universität Oldenburg im Frühjahr 2021 eine Projektskizze beim Projektträger, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) in Bonn, eingereicht hat.

Die beiden Oldenburger Oasen sind mehr als nur zentral gelegene Ruhepole, denn sie leisten einen sehr hohen Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung sowie zur Kühlung, Filterung von Emissionen und als Lebensraum für Fauna und Flora. Beide Gebiete sind nicht nur Gartendenkmale, sondern auch Landschaftsschutzgebiete. Es wird modellhaft gezeigt, wie innerhalb zweier vollkommen unterschiedlicher Grünanlagen – der Schlossgarten als ein im Stil eines englischen Gartens angelegter Park und das Eversten Holz als parkartiger Wald – Maßnahmen konzipiert und umgesetzt werden können. Diese dienen in ihrer Gesamtheit dem Klimaschutz, einer besseren Biodiversität und einer weitreichenden CO2-Minderung beziehungsweise CO2-Speicherung.
28.12.2021, 17:55 Uhr
Mit Handy-Recycling Ressourcen schonen
Stadtbibliothek Oldenburg stellt NABU-Sammelboxen auf
Zu Weihnachten wird häufig neue Technik verschenkt und schon bleibt das alte Gerät für lange Zeit im Schrank liegen. Doch ausgediente Altgeräte können aufbereitet und wiederverwendet werden. Deswegen hat die Stadtbibliothek Oldenburg zusammen mit dem NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) Sammelboxen für ausgediente Handys aufgestellt. Diese sind in der Stadtbibliothek im PFL, in der Kinderbibliothek am PFL sowie in den Stadtteilbibliotheken Eversten, Kreyenbrück und Ofenerdiek zu finden.

Im Vordergrund steht dabei die Wiederaufbereitung und falls erforderlich Reparatur von Mobilgeräten, um die Nutzungsdauer zu erhöhen. Denn das Entsorgen von Altgeräten im Hausmüll ist nicht nur gesetzlich verboten, es gehen zusätzlich zu viele seltene Rohstoffe verloren und unnötig viele Ressourcen werden weiter abgebaut. Gesammelt werden alle Arten von Handys, Smartphones oder Tablets – gerne mitsamt Zubehör. Dabei ist der Zustand der Geräte egal: sowohl funktionstüchtige als auch defekte Geräte können abgegeben werden. Für die gesammelten Handys spendet Telefonica dem NABU jährlich eine feste Summe, die in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

Weitere Informationen zur Aktion sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
03.12.2021, 15:39 Uhr
Abfallwirtschaftsbetrieb: Vollelektrisch gegen unerlaubten Müll
Schnelle Eingreiftruppe mit umweltfreundlichem Klein-Lkw unterwegs
Ob illegal entsorgter Unrat oder verschmutzte Containerstellplätze: Die „KehrForce OL“, die sich in der Stadt um das Einsammeln von unerlaubten Abfallablagerungen kümmert, ist ab sofort selbst umweltfreundlich im Einsatz. Stadträtin Dr. Julia Figura hat am Mittwoch, 1. Dezember, dem Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg (AWB) einen vollelektrischen Klein-Lkw übergeben. „Der Abfallwirtschaftsbetrieb deckt mit seinem vielseitigen Aufgabenspektrum ganz zentrale Bereiche des Umweltschutzes ab. Da liegt es nahe, diese Aufgaben auch so umweltschonend wie möglich durchzuführen“, betont Dr. Figura. „Und da der AWB, wie die gesamte Stadtverwaltung auch, Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen bezieht, verursacht dieses Fahrzeug nur noch geringfügig klimabelastende Kohlendioxid-Emissionen“, betont die Dezernentin.

Da Klein-Lkws für solche Einsatzzwecke noch nicht in Serie hergestellt werden, hat der AWB ein Fahrzeug nach seinen Wünschen und Anforderungen umbauen lassen. So wurden unter anderem eine kippbare Ladepritsche und ein Planengestell aufgebaut.

„Wir beabsichtigen, nach und nach Teile unserer Fahrzeugflotte auf alternative klimaschonende Antriebe umzustellen“, informiert Volker Schneider-Kühn, Leiter des AWB. „So haben wir neben diesem Fahrzeug einen vollelektrischen Pkw sowie zwei mit Wasserstoff angetriebene Abfallsammelfahrzeuge bestellt. Und innerstädtische Fahrten legen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit vielen Jahren überwiegend umweltfreundlich mit zwei Pedelecs und nicht mit Pkws zurück“, freut sich Schneider-Kühn.

Die Umstellung des AWB-Fuhrparks erfolgt auch vor dem Hintergrund einer im Jahr 2019 durchgeführten Treibhausgas-Bilanz des AWB. In dieser Studie wurden klimabelastende Tätigkeiten des AWB klimaentlastenden Aktivitäten gegenübergestellt und miteinander verrechnet. Zu den klimabelastenden Faktoren gehören alle Prozesse mit Energieverbrauch und direkten Emissionen wie eben Pkw- und Lkw-Fahrten. „Obwohl uns in der Klimastudie bereits bestätigt wurde, dass wir aufgrund unserer vielfältigen Recyclingaktivitäten sehr klimaschonend agieren, möchten wir mit einer klimafreundlichen Mobilität einen weiteren bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont Schneider-Kühn.

Weitere Informationen zur „KehrForce“ und der Kampagne „Bleib sauber, Oldenburg!“ finden sich unter www.oldenburg.de/awb.
27.11.2021, 15:18 Uhr
Abfallgebührenmarken sind in 2022 weiterhin gültig
Antrag auf Änderungen von angemeldeten Tonnen bis 10. Dezember möglich
Die zurzeit geltenden Abfallgebührenmarken für das Jahr 2018 sind auch in 2022 gültig. Aus technischen Gründen können Änderungen der angemeldeten Tonnen nur dann im Jahresbescheid 2022 berücksichtigt werden, wenn sie bis Freitag, 10. Dezember, beim Fachdienst Finanzen beantragt wurden. Dies gilt sowohl für Änderungen des Tonnenvolumens als auch im Falle eines Umzuges für das Grundstück, auf dem sie genutzt werden: Falls bei einem Umzug Abfalltonnen zur neuen Wohnung mitgenommen werden, müssen diese auf das neue Grundstück umgemeldet werden.

Die gewünschten Änderungen können die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer oder die beauftragten Hausverwaltungen schriftlich beim Fachdienst Finanzen, Industriestraße 1 d, 26121 Oldenburg, per E-Mail an steuern@stadt-oldenburg.de, per Fax an die Nummer 0441 235-3121 oder persönlich beim Fachdienst Finanzen beantragen.

Änderungen, die nach dem 10. Dezember mitgeteilt werden, können erst ab Mitte Januar 2022 nach dem Versand der Jahresbescheide durch einen Änderungsbescheid berücksichtigt werden.
27.11.2021, 15:07 Uhr
Abfuhrkalender für 2022 wird verteilt
Termine auch online und über die „Abfall App OL“ abrufbar
Der Abfuhrkalender 2022 für die Stadt Oldenburg wird ab Montag, 29. November, an alle Haushalte, Gewerbebetriebe und sonstige Einrichtungen im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) durch die Deutsche Post AG verteilt. Bürgerinnen und Bürger, die bis zum 18. Dezember keinen Abfuhrkalender erhalten haben, werden gebeten, sich an das ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter der Telefonnummer 0441 235-4444 zu wenden. „Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich den Abfuhrkalender in der ‚Abfall App OL‘ oder im Internet unter www.awb-oldenburg.de herunterzuladen und auszudrucken“, sagt Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Die „Abfall App OL“ ist kostenlos im App-Store und im Google Play Store abrufbar.

Alternativ können sich Nutzerinnen und Nutzer ihren Kalender auch online über die Seite www.oldenburg.de/abfuhrkalender erstellen. Dabei muss nur die Adresse eingetragen werden, schon werden die darauf zugeschnittenen Abfuhrtermine und Abfallarten angezeigt. Zudem ist es möglich, den Abfuhrkalender auch in eigene Kalender auf dem PC, Handy oder Tablet zu übertragen. Erinnerungen per E-Mail, die jeweils einen Tag vor der Leerung der jeweiligen Abfallart angezeigt werden, können ebenfalls eingerichtet werden.

Der Abfuhrkalender enthält alle abfallwirtschaftlichen Informationen für die Stadt Oldenburg. So sind die Abfuhrtermine der Rest- und Bioabfallbehälter, die vom AWB geleert werden, aber auch die Abfuhrtermine der gelben Säcke/Tonnen und Altpapiertonnen, die von der ARGE Duales System abgefahren werden, aufgeführt. Die Termine der mobilen Schadstoffsammlung sowie die verschiedenen Öffnungszeiten der abfallwirtschaftlichen Einrichtungen sind ebenfalls im Abfuhrkalender enthalten.
26.11.2021, 16:47 Uhr
Aktionstag „Oldenburg dreht ab“: Über 30 Schulen machen mit
Motto „Tu du’s“ appelliert an eigene Verantwortung – 17 Nachhaltigkeitsziele als Schwerpunkt
Oldenburgs Schulen sind auf dem Weg zu großen Zielen: Denn im Fokus des diesjährigen Aktionstages „Oldenburg dreht ab“, der heute bereits zum achten Mal stattfand, standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Heute Morgen um 8 Uhr drehten 36 Schulen unter städtischer Trägerschaft für eine Stunde ihren Strom und teilweise auch die Heizung ab, bevor im Unterricht Themen zur Nachhaltigkeit behandelt wurden. Damit will die junge Generation ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz setzen. Das Regionale Umweltbildungszentrum Oldenburg (RUZ) initiiert und koordiniert diesen Aktionstag, Oldenburgs Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann fungiert als Schirmherr.

Am Aktionstag selbst überzeugte sich der Oberbürgermeister vor Ort an der IGS Flötenteich von den Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler. Ein 8. Jahrgang stellte einzelne Holzboxen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen mit Rätseln, Spielen, Knobeleien und Aufgaben vor, wie der Schulalltag zur Erreichung der Ziele beitragen kann. An allen teilnehmenden Schulen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Wünschen und Visionen einer besseren Welt und glichen diese mit denen der UN-Politikerinnen und -Politiker ab. Sie lernten die Nachhaltigkeitsziele mit den verschiedensten Methoden kennen, vom „Speed Dating“ über SDG-Memorys bis hin zur wortlosen Darstellung in Standbildern und Theaterszenen.

Denn an diesem Tag geht es nicht nur darum, den Strom abzustellen, sondern vor allem das Denken und Handeln in Richtung Zukunftsfähigkeit „abzudrehen“. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs), die im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen als Agenda für die Zukunft verabschiedet wurden. Mit dem Motto „Tu du’s“ soll deutlich werden, dass nicht nur die Regierungen, sondern jede und jeder einzelne mit seinem und ihrem Handeln beim Erreichen der Ziele gefragt ist. Die SDGs skizzieren mit Themen wie Bekämpfung von Armut und Hunger, Gesundheit, Bildung, sauberes Wasser oder Frieden einen ehrgeizigen Fahrplan bis 2030, um ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und dabei die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu bewahren.

Der Aktionstag flankiert das Energiesparprojekt „abgedreht?!“ für Oldenburger Schulen, das seit 1997 mit einem Prämiensystem einen Anreiz schafft, um Energie und Wasser zu sparen. Aktuell nehmen 39 Oldenburger Schulen an diesem Projekt teil und allein durch nutzungsbedingte Maßnahmen konnten im Jahr 2020 über 110.000 Euro eingespart werden.

Der Erfolg des Projektes „abgedreht?!“ und die breite Resonanz beim Aktionstag ist ein Zeichen für das große Klimaschutzengagement Oldenburger Schulen. Sie sind bedeutende Akteure auf dem Weg zur Klimaneutralität der Stadt bis zum Jahr 2035 und leisten einen wichtigen Beitrag zur städtischen Klimaschutzstrategie.

Teilnehmende Schulen 2021:
Grundschule Auf der Wunderburg, Grundschule Babenend, Grundschule Bloherfelde, Grundschule Bürgeresch, Grundschule Dietrichsfeld, Grundschule Donnerschwee, Grundschule Drielake, Grundschule Haarentor, Grundschule Heiligengeisttor, Grundschule Hermann Ehlers Schule, Grundschule Hogenkamp, Grundschule Klingenbergstraße, Grundschule Kreyenbrück, Grundschule Krusenbusch, Grundschule Ofenerdiek, Grundschule Ohmstede, Grundschule Paul Maar, Grundschule Röwekamp, Grundschule Staakenweg, Grundschule Unter dem Regenbogen, Grundschule Wallschule, Gymnasium Eversten, Paulusschule, Grundschule Bümmerstede, Herbartgymnasium, IGS Flötenteich, IGS Helene Lange Schule, IGS Kreyenbrück, Katholische Grundschule Eversten, Altes Gymnasium Oldenburg, BBS 3, Cäcilienschule, Neues Gymnasium Oldenburg, OBS Alexanderstraße, OBS Eversten, Schule am Bürgerbusch, Schule am Habbrügger Weg (Ganderkesee).

Sie möchten mehr über den Aktionstag oder das Projekt „abgedreht?!“ erfahren? Dann wenden Sie sich gerne an Christel Sahr (RUZ Oldenburg) unter Telefon 0441 248 376 oder per E-Mail an christel.sahr@stadt-oldenburg.de. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website unter www.oldenburg.de/oldenburg-dreht-ab.
02.11.2021, 17:31 Uhr
Gemeingutbasierte Pflanzensorten als Basis für eine klimarobuste Landwirtschaft
Oldenburger Studie zeigt, dass eine gemeingutbasierte Pflanzenzucht dazu beiträgt, die Landwirtschaft an sich verändernde Klimabedingungen anzupassen


Wenn Nutzpflanzen-Sorten von vielen Züchterinnen und Züchtern gemeinschaftlich entwickelt und danach frei für den Anbau zur Verfügung stehen, fördert dies die Sortenvielfalt und macht Landwirte unabhängiger von internationalen Märkten. Die sogenannte gemeingutbasierte Züchtung und Saatgutproduktion trage daher dazu bei, die Landwirtschaft widerstandsfähiger zu machen – so das Ergebnis einer Studie von Prof. Dr. Stefanie Sievers-Glotzbach von der Universität Oldenburg und Lea Kliem vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin. Die Forscherinnen stellten ihre Analyse kürzlich in der Fachzeitschrift International Journal of Agricultural Sustainability vor.

Für Bäuerinnen und Bauern war es noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts selbstverständlich, Sorten frei zu verwenden, das Saatgut zu tauschen und die kultivierten Pflanzensorten auf den Feldern weiterzuentwickeln. Die moderne Saatgutindustrie basiert im Gegensatz dazu jedoch darauf, dass Sorten Unternehmen gehören, die für den Anbau Gebühren verlangen und das Saatgut exklusiv verkaufen. Die Voraussetzung dafür sind Patente und Sortenschutz, aber auch technische Verfahren wie die Züchtung sehr ertragsstarker Hybridsorten, aus denen sich aber kein brauchbares Saatgut gewinnen lässt. Für Landwirtinnen und Landwirte entstehen in diesem Zusammenhang immer mehr Abhängigkeiten von wenigen großen Unternehmen. Aus ökonomischen Gründen setzen diese Unternehmen auf wenige Hochleistungssorten, zu denen sie auch die passenden Dünge- und Pflanzenschutzmittel herstellen. Diese Hochleistungssorten reagieren aber sensibel auf weniger optimale Anbaubedingungen und sind nicht an lokale Gegebenheiten des Bodens oder des Klimas angepasst.

Kleine Unternehmen und Initiativen, die Sorten als Gemeingut begreifen, verfolgen im Kontrast dazu einen anderen Ansatz: Sie lassen sich von dem Prinzip leiten, dass Nutzpflanzensorten zum gemeinsamen kulturellen Erbe gehören und kein Privateigentum sein sollten. Die Beteiligten teilen ihr Wissen miteinander, stellen gemeinsam Regeln für die Nutzung der Sorten auf und verzichten auf den Sortenschutz.

In ihrer Studie wollten Kliem und Sievers-Glotzbach herausfinden, welchen Einfluss die beiden Formen des Umgangs mit Sorten auf die Resilienz der Landwirtschaft haben – also auf die Fähigkeit von Agrarökosystemen, sich an Veränderungen wie den Klimawandel oder Krankheiten anzupassen und trotz solcher Störungen die Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. Die Forscherinnen wählten insgesamt 14 Indikatoren, um den Einfluss der Saatgutherstellung auf die Resilienz der Landwirtschaft zu ermitteln. Zu diesen Kenngrößen zählten etwa die Variabilität von Lieferketten, die Verfügbarkeit regional angepasster Sorten, der Aufbau von Saatgutbibliotheken oder die Wirtschaftlichkeit der Saatgutproduktion.

Anhand der Indikatoren analysierten die Ökonominnen Nachhaltigkeitsberichte und Broschüren konventioneller Saatguthersteller im deutschsprachigen Raum und verglichen sie mit Publikationen ausgewählter Betriebe und Initiativen, die Saatgut gemeingutbasiert herstellen. Das Ergebnis: „Der gemeingutbasierte Umgang mit Sorten weist gegenüber der gängigen Praxis großer Saatgutunternehmen deutliche Vorteile auf“, erklärt Sievers-Glotzbach, an der Universität Oldenburg Leiterin der vom Bundesforschungsministerium geförderten Nachwuchsgruppe „RightSeeds“. „Statt einiger weniger Hochertragssorten, die nur unter optimalen Anbaubedingungen gedeihen, geht es den gemeingutorientierten Züchterinnen und Saatgutproduzenten um vielfältige Sorten, die sich an regionale Besonderheiten und an veränderte klimatische Bedingungen anpassen können.“

Ein weiteres Ergebnis: „Wir haben beobachtet, dass die gemeingutorientierten Initiativen einen stärkeren Fokus auf Kooperation legen, und dass die Entscheidungsstrukturen eher dezentral und partizipativ angelegt sind“, berichtet Kliem. Das begünstige ebenfalls die Sortenvielfalt und führe dazu, dass regional angepasstes Saatgut entwickelt werde, so die Forscherin. Die Analyse zeigte allerdings auch, dass gemeingutorientierte Initiativen bislang noch kein Finanzierungsmodell entwickeln konnten, in dem die hohen Kosten für die arbeitsintensive Züchtung neuer, angepasster Sorten mittelfristig abgesichert wären. Kliem und Sievers-Glotzbach empfehlen daher langfristige Förderprogramme und bessere politische Rahmenbedingungen für die gemeingutbasierte Pflanzenzucht.

Die Nachwuchsgruppe „RightSeeds“ ist eine Kooperation der Universität Oldenburg mit dem IÖW und der Universität Göttingen. Die Forschenden untersuchen in enger Kooperation mit Praxispartnern das Potenzial gemeingutbasierten Saatguts für eine nachhaltige Landwirtschaft. Das Vorhaben wird vom Bundesforschungsministerium im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung gefördert.

Originalveröffentlichung: Lea Kliem & Stefanie Sievers-Glotzbach (2021): “Seeds of resilience: the contribution of commons-based plant breeding and seed production to the social-ecological resilience of the agricultural sector”, International Journal of Agricultural Sustainability, DOI: 10.1080/14735903.2021.1963598

Weblinks
uol.de/rightseeds
22.10.2021, 13:15 Uhr
Wenn der Restmüll zur Gefahr wird
Müllwerker verteilen Tonnenanhänger mit Infos – Ziel: Keine explosiven Stoffe im Restabfall
Ein ohrenbetäubender Knall erschüttert die Halle. Eine riesige Stichflamme schießt aus dem Schredder der Abfallbehandlungsanlage. Der automatische Feueralarm wird ausgelöst, die Mitarbeiter verlassen fluchtartig ihre Arbeitsplätze. Nach kurzer Zeit trifft die Berufsfeuerwehr Oldenburg mit mehreren Fahrzeugen am Unglücksort ein, um den entstandenen Brand zu löschen…

„Dieses Szenario hat der Abfallwirtschaftsbetrieb in seiner Abfallbehandlungsanlage in Neuenwege in den vergangenen Jahren mehrmals erleben müssen“, berichtet Dezernentin Dr. Julia Figura. „Nur glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass wir bisher bei diesen Unglücksfällen keine verletzten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter zu beklagen hatten, allerdings waren die Schäden an den Anlagenteilen erheblich und die Instandsetzungskosten hoch“, betont Dr. Figura. Der bislang größte Schaden hatte im Juli 2017 zu einem fünfwöchigen Anlagenausfall und Zusatzkosten in Höhe von rund 50.000 Euro geführt. In der Vergangenheit gab es jährlich zwei bis acht größere oder kleinere Vorfälle – Tendenz steigend.

Der AWB nimmt das zum Anlass, um eine Aufklärungskampagne zu initiieren. „Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbebetriebe über Gefahren, die bestimmte Stoffe im Abfall verursachen können, aufzuklären und über die ordnungsgemäße Entsorgung zu informieren. Wir erhoffen uns dadurch, dass solche gefährlichen Ereignisse der Vergangenheit angehören“, so Dr. Figura.

Die Kampagne: 53.000-fache Aufklärung
Starten wird der AWB die Aufklärungskampagne ab dem 1. November 2021. Wie schon bei der sehr erfolgreich verlaufenen Bioabfallkampagne werden die Mitarbeiter des AWB Info-Anhänger mit gezielten Informationen an den Restabfallbehältern anbringen. 53.000 Tonnen-Anhänger sollen auf diese Weise verteilt werden. Wohnungsbaugesellschaften sowie Hausverwaltungen werden zusätzlich angeschrieben und mit Flyern und Plakaten versorgt, die dann an die Mieterinnen und Mieter weitergeleitet werden.

Wie es zu Unglücksfällen kommen kann
„Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass über den Restmüll explosive oder leicht entzündliche Stoffe entsorgt werden“, schildert der Betriebsleiter des AWB, Volker Schneider-Kühn. Die aus den schwarzen Müllbehältern eingesammelten Restabfälle sowie die Abfälle aus den öffentlichen Abfalleimern werden in der Abfallbehandlungsanlage in Neuenwege zunächst in einem Schredder mechanisch zerkleinert und anschließend in unterschiedliche Fraktionen getrennt. Die so erzeugten Materialien werden dann an externe Anlagen zur weiteren Verwertung geleitet. „Der Schreddervorgang ist der gefahrvollste und kritischste Moment der Abfallbehandlung“, weiß der AWB-Chef. Die Abfälle werden unter großen mechanischen Kräften bearbeitet. Leicht entzündliche oder explosive Stoffe in den Abfällen verursachen dann die Explosionen und Brände. „Aber nicht nur in der Abfallbehandlungsanlage, sondern auch in den Müllsammelfahrzeugen ist es beim mechanischen Verdichtungsvorgang der Abfälle schon zu Bränden und Explosionen gekommen“, stellt Schneider-Kühn fest.

Wohin mit gefährlichen Abfällen:
Zu den gefährlichen Abfällen zählen insbesondere nicht vollständig geleerte Spraydosen, Gasbehälter, Feuerlöscher und vor allem Batterien und Akkus, neuerdings vor allem von E-Bikes. „Solche gefährlichen Abfälle gehören nicht in den Restabfall, sondern zur Schadstoffentsorgung“, erklärt Schneider-Kühn. Die Schadstoffsammelstelle an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege ist während der normalen Öffnungszeiten erreichbar, an der Wertstoffannahmestelle Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, können schadstoffhaltige Abfälle jeweils am ersten Mittwoch eines Monats abgegeben werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Schadstoffe bei der mobilen Sammlung abzugeben. Die Termine sind im Abfuhrkalender und im Internet unter www.oldenburg.de/awb einsehbar.
08.10.2021, 15:01 Uhr
Stadt veröffentlicht Energie- und CO2-Bericht 2020
Reduzierung der Emissionen vor allem in privaten Haushalten
Oldenburg soll bis 2035 klimaneutral werden. Dieses ambitionierte Klimaschutzziel für die Stadt Oldenburg hat der Rat im April beschlossen. Bereits seit mehreren Jahren berichtet die Stadt regelmäßig über die Entwicklung des Energieverbrauchs und die dadurch verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen. Aktuell liegt der Energie- und CO2-Bericht 2020 vor. Danach zeigt sich, dass die CO2-Emissionen 2019 gegenüber 1990 um 160.000 Tonnen CO2 reduziert wurden.

Zwar konnten gegenüber 1990 in privaten Haushalten und in der Wirtschaft CO2-Emissionen verringert werden. Im Verkehrsbereich jedoch nahmen die klimaschädlichen Emissionen um acht Prozent zu. Insgesamt verbleiben die CO2-Emissionen seit 2015 auf einem unveränderten Niveau. Berechnet wurden die CO2-Emmissionen auf Basis des Gesamtenergieverbrauchs der Stadt Oldenburg, welcher im Betrachtungszeitraum in den Bereichen Verkehr und Wirtschaft zugenommen hat. Dass es trotz Zunahme des Gesamtenergieverbrauchs zu einer Abnahme der klimaschädlichen Emissionen gekommen ist, lässt sich vor allem auf den höheren Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromproduktion zurückführen. 

In der Konsequenz sind die in den vergangenen Jahren beharrlich umgesetzten Klimaschutzanstrengungen deutlich auszuweiten, um das Ziel Klimaneutralität 2035 zu erreichen. Dazu sind Beiträge aller Bereiche des städtischen Lebens und Wirtschaftens sowie der gesamten Stadtgesellschaft für mehr Klimaschutz notwendig. Um diese Aufgabe zu koordinieren, wurde das neue Amt für Klimaschutz und Mobilität eingerichtet. Hier finden Bürgerinnen und Bürger auch viele Förder- und Beratungsangebote, um Klimaschutz im Alltag zu leben.
 Eine lesefreundliche Kurzfassung des CO2-Berichtes 2020 wurde nunmehr fertiggestellt und auf der städtischen Homepage veröffentlicht (im Netz unter: Energie- und CO2-Bilanz).
05.10.2021, 16:44 Uhr
Oldenburg für vorbildhafte Nutzung von Recyclingpapier geehrt
Papieratlas 2021: Neues Rekordniveau bei Papier mit dem Blauen Engel in den Städten
Oldenburg/Berlin. Die Stadt Oldenburg erhält eine Sonderehrung für ihr vorbildhaftes Engagement bei der Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel. Als „Mehrfachsieger“ erbringt die Stadt seit drei Jahren Bestleistungen im Papieratlas-Städtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR). Weitere „Mehrfachsieger“ sind die Städte Essen, Bonn, Freiburg, Siegen, Solingen und Erlangen. Leverkusen ist die „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“ 2021 und Oberhausen der „Aufsteiger des Jahres“.

Der Papieratlas bildet seit 2008 den Papierverbrauch und den Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in deutschen Städten ab. Partner des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 92 Prozent stellen die 103 teilnehmenden Groß- und Mittelstädte in diesem Jahr einen neuen Rekord auf.

Die Stadt Oldenburg leistet mit der Verwendung von Recyclingpapier einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. So konnte Oldenburg in den vergangenen drei Jahren eine Einsparung von mehr als 6,6 Millionen Liter Wasser und über 1,3 Millionen Kilowattstunden Energie bewirken.

Neben dem Städtewettbewerb findet der Papieratlas seit 2016 für Hochschulen und seit 2018 für Landkreise statt. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an die Universität Osnabrück, die Universität Bremen und die Universität Passau sowie an den Landkreis Ebersberg und den Unstrut-Hainich-Kreis.
28.09.2021, 17:24 Uhr
Herbstlaub hat eine Kehrseite
AWB nimmt kleine Mengen kostenlos an und stellt Anfang Oktober Sammelkörbe auf
Der Herbst steht vor der Tür, die Bäume lassen ihre Blätter fallen. Dieses Schauspiel hat eine buchstäbliche Kehrseite – schließlich bereitet die Entsorgung des Laubs eine Menge Arbeit. Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) bietet den Bürgerinnen und Bürgern zur Unterstützung daher wieder einen kostenlosen Service an: Vom 4. Oktober bis zum 30. Dezember können Oldenburgerinnen und Oldenburger Laub bis zu einer Anlieferungsmenge von maximal zwei Kubikmetern kostenlos an den Wertstoffannahmestellen Neuenwege (Barkenweg 6) und Langenweg (Felix-Wankel-Straße 7) abgeben.

„Die zeitlich begrenzte kostenlose Entsorgung an den Wertstoffannahmestellen betrifft aber ausschließlich Laub. Die Anlieferung größerer Mengen und anderer Gartenabfälle ist gebührenpflichtig“, informiert Volker Schneider-Kühn, Betriebsleiter des AWB. Es wird daher dringend geraten, bei der Anlieferung das Laub von anderen Gartenabfällen getrennt bereitzustellen.

Des Weiteren beginnt der AWB Anfang Oktober wieder damit, rund 1.000 Laubkörbe im Stadtgebiet aufzustellen. Die Laubkörbe stehen den Bürgerinnen und Bürgern für die Befüllung und Entsorgung ausschließlich von Straßenlaub zur Verfügung. Das System der Laubkörbe wurde vor vielen Jahren eingeführt, um den Oldenburgerinnen und Oldenburgern die Arbeit zu erleichtern, das Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum zu entsorgen. „Das Hinzustellen von Laubsäcken ist, wie in den vergangenen Jahren auch, nicht gestattet“, betont Schneider-Kühn. Das Entleeren und die Mitnahme von Säcken würde die Arbeit der Müllwerker erheblich erschweren und außerdem dazu führen, dass die Tourenplanung, alle Körbe mindestens einmal wöchentlich zu leeren, nicht eingehalten werden kann. „Wir bitten dafür um Verständnis“, sagt Schneider-Kühn.

Weitere Informationen zur Laubentsorgung und zu den Öffnungszeiten der Annahmestellen finden Sie im Internet unter www.awb-oldenburg.de oder in der Abfall App OL.
28.09.2021, 17:03 Uhr
Kostenfreie Pflanzpakete beim NABU
Projektstart in Oldenburger Kräuterei
Am Samstag, den 25. September hat der Naturschutzbund NABU in einer ersten Aktion sein neues Projekt "Artenvielfalt auf Balkon und Terrasse" gestartet. Insgesamt 50 Pflanzpakete mit je 12 Wildstauden konnten dank Unterstützung der Deutschen Postcode-Lotterie kostenfrei verteilt werden. "Wir wünschen den Gewinnern der insektenfreundlichen Pflanzpakete gutes Anwachsen und viel Spaß mit den Pflanzen," so Projektleiter Bernd Ziesmer vom NABU. "Wir werden im kommenden Jahr noch weitere neun solcher Aktionen in verschiedenen Städten des Oldenburger Landes durchführen. Diese Termine werden vorab in der Presse angekündigt, damit man sich rechtzeitig auf ein Pflanzpaket bewerben kann." Mit diesem Projekt will der NABU gerade Menschen ohne eigenen Garten Möglichkeiten aufzeigen, wie man auch auf beengtem Raum etwas für heimische Wildpflanzen und Insekten tun kann.
16.09.2021, 18:06 Uhr
Ideen zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gesucht
Wettbewerb „#OL2112“ geht in die neunte Runde
Der von der Stadt Oldenburg ins Leben gerufene Ideenwettbewerb #OL2112 ist noch immer im vollen Gange. In der mittlerweile neunten Runde werden jetzt Ideen zum Thema Nachhaltigkeit, Umwelt, Energie und Klima gesammelt. Bis zum 26. September können über die Partizipationsplattform www.gemeinsam.oldenburg.de/umwelt Ideen online eingereicht und bis zum 3. Oktober bewertet werden.

Gleichzeitig läuft der achte Themenmonat zum Thema Grünflächen, Freizeit und Sport weiter. Aufgrund der Sommerpause wurde dieser verlängert und endet zeitgleich mit dem neunten Themenmonat am 3. Oktober.

Die Stadt Oldenburg stellt in jedem Themenmonat eigene abgeschlossene und laufende Vorhaben vor. So wird in puncto „Nachhaltigkeit“ über ein Projekt zur Entwicklung eines Nachhaltigkeitsleitbildes für die Verwaltung informiert. In Sachen Klimaschutz wird auf unterschiedliche Förderprogramme verwiesen. Das Angebot reicht von der Lastenradförderung bis hin zur energetischen Altbausanierung. Im Fokus steht auch das im April 2021 vom Rat beschlossene Ziel, die Stadt Oldenburg bis 2035 klimaneutral zu machen. Einige Ansätze werden bereits umgesetzt, andere neue Maßnahmen gehen aus dem Fridays for Future-Diskussionsprozess hervor. Für alle Ansätze wurde das Grundprinzip vereinbart, dass die Vermeidung beziehungsweise die Verminderung von CO2-Emissionen im Vordergrund steht.

Bürgerinnen und Bürger können zu den monatlichen Themen eigene Impulse einbringen und andere Ideen unterstützen. Die drei Ideen, die die größte Zustimmung finden, werden am Ende des Themenmonats mit Preisen belohnt. Die Ideengeberin oder der Ideengeber mit dem beliebtesten Vorschlag wird zusätzlich zu einem Gespräch (analog oder digital) mit dem Oberbürgermeister eingeladen, um die Idee zu präsentieren und diskutieren.

Um einen Vorschlag einzureichen, müssen sich Interessierte auf der Partizipationsplattform www.gemeinsam.oldenburg.de/ol2112 unter Angabe des Namens und einer E-Mail-Adresse (weitere Daten werden nicht benötigt) registrieren. Wer eine Idee unterstützen möchte, muss sich ebenfalls auf der Plattform registrieren. Über den Like-Button (Daumenhoch-Symbol) kann für das Projekt gestimmt werden.
07.09.2021, 22:00 Uhr
Saubere Arbeit: 25 Jahre Abfallwirtschaftsbetrieb
AWB blickt auf dynamische Entwicklung zurück – Chronik und Quiz auf der Internetseite
70.000 Tonnen Abfälle, zweieinhalb Millionen Mülltonnen-Leerungen, 675.000 zurückgelegte Fahrzeug-Kilometer bei der Abfallsammlung und Straßenreinigung, 160.000 Kundinnen und Kunden an den Wertstoffannahmestellen: Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Stadt Oldenburg kann mit beeindruckenden Jahreszahlen aufwarten. Die Daten sind Ausdruck der dynamischen Entwicklung, die die Abfallentsorgung und Abfallverwertung in Oldenburg in den vergangenen 25 Jahren unter der Regie des AWB genommen haben. 1996 wurde der aus dem Stadtreinigungsamt hervorgegangene AWB als Eigenbetrieb gegründet.

Als zuständige Dezernentin gratuliert Dr. Julia Figura dem AWB zum Jubiläum: „Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg steht seit 1996 für kostengünstige und zuverlässige Abfallentsorgung und damit seit einem Vierteljahrhundert für eine professionelle, kundenorientierte sowie umweltfreundliche Dienstleistung im Bereich der Abfallwirtschaft. Ich bedanke mich bei den Bediensteten des AWB für ihr Engagement.“

AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn blickt zurück: „Nur wenige Wirtschaftszweige haben sich im Laufe der Zeit so gewandelt wie die Entsorgungswirtschaft.“ Bis Anfang der 90er Jahre habe man in der Abfallwirtschaft „nur“ die reine Müllbeseitigung gesehen. „Heute sind unsere Standorte längst zu modernen Wertstoffzentren geworden, in denen viele verschiedene Abfallstoffe getrennt erfasst, behandelt und dann der stofflichen und energetischen Verwertung zugeführt werden. Die heutige Entsorgungswirtschaft versteht sich zum einen bei übernommenen Abfällen als wichtiger und ökologischer Partner der Industrie, zum anderen gewinnen aber auch Abfallvermeidung und umweltfreundlichere Antriebstechnologien erfreulicherweise zunehmend an Bedeutung“, erläutert Schneider-Kühn.

Bahnbrechend war Anfang 1996 die Einführung der Biotonne. Dadurch wurden in Oldenburg erstmalig Bio- und Restabfall getrennt voneinander gesammelt. Ende 2003 wurde die Deponierung am Standort Eidechsenstraße beendet, in der Folgezeit wurden die Deponieflächen rekultiviert und 2004 in Neuenwege eine mechanische Abfallbehandlungsanlage in Betrieb genommen. Heute betreibt der AWB neben der Abfallbehandlungsanlage ein Kompostwerk, zwei Wertstoffannahmestellen und ein Schadstofflager und beschäftigt 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Verwaltung hat ihren Sitz am Betriebshof an der Wehdestraße – dort sind auch der Fuhrpark für Abfallsammlung und Straßenreinigung sowie die Werkstatt und das Servicebüro untergebracht. Diese und weitere Meilensteine in der AWB-Geschichte enthält eine Chronik, die der AWB zu seinem Jubiläum herausgibt. Das 48-seitige Werk ist auf der städtischen Internetseite unter www.oldenburg.de/awb einsehbar.

Zwar kann der AWB sein 25-jähriges Bestehen Pandemie-bedingt nicht feiern, teilhaben lassen am Jubiläum möchte er die Öffentlichkeit aber dennoch. Und zwar mit einem Online-Quiz auf www.oldenburg.de/awb rund um das Thema Abfallwirtschaft. Wer beispielsweise weiß, wie ein Coffee-to-go-Becher richtig entsorgt wird, hat gute Gewinnchancen. Die ersten 300 Menschen, die alle zehn Fragen korrekt beantwortet haben, können sich einen Gutschein über einen 45-Liter-Kompostsack ausdrucken. Das Quiz ist am Montag, 6. September, online gegangen.


Einige AWB-Meilensteine der vergangenen 25 Jahre:
 • 1. Januar 1996: Das Amt für Abfallwirtschaft, das aus dem Stadtreinigungsamt hervorgegangen war, wird in die Organisationsform eines Eigenbetriebes umgewandelt – der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg entsteht.
 • 1. Januar 1996: Der AWB führt die Biotonne ein. Erstmalig werden Bio- und Restmüll getrennt voneinander gesammelt.
 • Im Herbst 1996 stellt der AWB erstmalig Laubkörbe zur Entsorgung von öffentlichem Laub auf. Bis heute werden in jedem Herbst rund 1.000 Körbe im Stadtgebiet aufgestellt.
 • Im April 1997 nimmt die Firma Rethmann Entsorgungswirtschaft (heute Remondis) den Betrieb des Kompostwerkes in Neuenwege auf.
 • Im Frühjahr 1999 übernimmt der AWB die mobile Schadstoffsammlung.
 • Im Jahr 2000 findet erstmals die Aktion „Oldenburg räumt auf“ statt.
 • Im Dezember 2003 endet die Deponierung am Standort Eidechsenstraße. Mit der Rekultivierung wurde bereits 1998 begonnen. 2009 wird hier der Stadtteilpark „Osternburger Utkiek“ eröffnet.
 • Im Juli 2004 nimmt am Barkenweg in Neuenwege eine mechanische Abfallbehandlungsanlage zur Aufbereitung des in Oldenburg anfallenden Rest- und Sperrmülls den Betrieb auf.
 • Im August 2009 wird gegenüber der Abfallbehandlungsanlage die Wertstoffannahmestelle Neuenwege mit angeschlossener Schadstoffannahme eröffnet.
 • Seit November 2013 setzt der AWB für die Innenstadtreinigung ein Elektrofahrzeug ein.
 • Der AWB steigt 2014 in die Altpapiersammlung ein. Die Stadt verständigt sich mit der ARGE Duales System Oldenburg darauf, die Sammlung am 30. März 2017 wieder einzustellen.
 • Im Oktober 2017 übernimmt der AWB das Kompostwerk von der Firma Remondis.
 • Der AWB errichtet 2018 eine neue Streuguthalle auf dem Betriebshof an der Wehdestraße. Im Jahr 2020 wird zudem eine neue Sole-Anlage installiert, die ein umweltschonendes Streuen der Straßen ermöglicht.
 • Der AWB stattet 2019 alle Fahrzeuge, die auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden, mit Abbiegeassistenzsystemen aus.
 • 2020 wird die „Abfall App OL“ freigeschaltet.
 • Im März 2021 wird der Ausbau der Wertstoffannahmestelle Langenweg fertiggestellt. 
 • Die Stadt erhält im Juni 2021 einen Förderbescheid über die Anschaffung von zwei Abfallsammelfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb.
02.09.2021, 18:05 Uhr
„Pfandretter“ nutzen Mensch und Umwelt
So kommen Flaschensammler leichter ans Leergut: AWB testet Vorrichtung an Abfalleimern
Sie sind aus robustem Stahl, maßgeschneidert für Oldenburger Abfallbehälter und bieten Platz für bis zu zwölf Getränkeflaschen oder Dosen: Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) der Stadt Oldenburg hat am Bahnhofsvorplatz sieben öffentliche Müllkörbe mit speziellen Vorrichtungen zum Abstellen von Pfandflaschen ausgestattet. Das Projekt, das bedürftigen Menschen und der Umwelt gleichermaßen zu Gute kommen soll, firmiert unter dem Titel „Pfandretter“. Den Startschuss für eine einjährige Testphase gaben am Mittwoch, 1. September, Dezernentin Dr. Julia Figura und AWB-Betriebsleiter Volker Schneider-Kühn.

Julia Figura betont den sozialen Aspekt des Projekts: „Es gibt Menschen, die sich durch das Flaschensammeln ein kleines Zubrot verdienen. Sie danach im Müll suchen zu lassen, wird als unwürdig empfunden.“ Wer Flaschen oder Dosen nicht zur Leergutannahme zurückbringen wolle, könne sie nun in der Pfand-Sammelvorrichtung abstellen, anstatt sie in den Mülleimer oder in die Grünanlagen zu werfen. „Wir möchten dazu beitragen, dass Pfandflaschen und Pfanddosen nicht mehr in Büschen, auf der Straße oder im Müll landen“, ergänzt Volker Schneider-Kühn. „Wir haben uns den Südeingang des Bahnhofsplatzes für die Testphase ausgesucht, weil dieser von vielen Leuten frequentiert wird, die auf dem Weg vom und zum Bus oder Zug oft noch schnell ihre leeren Pfandflaschen oder Dosen loswerden wollen“, erklärt der AWB-Chef.

Der Betriebsausschuss des Abfallwirtschaftsbetriebes hatte im November 2020 eine Initiative der „Fridays for future“-Bewegung aufgegriffen und grünes Licht für einen Modellversuch „Pfandsammlung an Mülltonnen“ auf dem Bahnhofsvorplatz gegeben. Der AWB setzt das „Pfandretter“-Projekt nun im Rahmen seiner Kampagne „Bleib sauber, Oldenburg“ um. 

Dafür wurden sieben geeignete öffentliche Abfallbehälter ausgesucht. Gemeinsam mit der Zentegra gGmbH (Gemeinnütziges Zentrum zur Rehabilitation und Integration für psychisch und psychosomatisch kranke Menschen) wurde speziell für dieses Abfallbehältermodell ein „Oldenburger Pfandretter“-System entworfen und hergestellt. Die Anschaffungskosten betragen rund 1.300 Euro.

Der AWB hofft, dass die Pfandsammel-Konstruktion gut angenommen und nicht zur Entsorgung von anderem Müll wie etwa Coffee-to-go-Becher oder Fastfood-Verpackungen zweckentfremdet wird. Daher wird an alle Bürgerinnen und Bürger appelliert, diese nutzbringenden Vorrichtungen nur mit Pfandflaschen und -dosen zu befüllen.
17.08.2021, 15:57 Uhr
NABU bietet Wildblumen-Saatgut an
Spätsommer ist gute Zeit zur Aussat mehrjähriger Arten
Der Naturschutzbund NABU bietet in seiner Geschäftsstelle am Schlosswall 15 wieder Regio-Saatgut für die Anlage von kleineren und mittelgroßen Blühflächen an. "Zur Neuanlage einer Blühfläche mit mehrjährigen Wildblumen eignet sich die Zeit des beginnenden Herbstes ab Ende August sehr gut," meint Bernd Ziesmer, Biologe beim NABU. "Die Pflanzen keimen in der feuchten Spätsommerwitterung und im kommenden Frühsommer werden schon die ersten Blüten erscheinen, um Wildbienen und Schmetterlingen Nektar und Pollen anzubieten. Die Arten sind mehrjähig, die Beete können also als dauerhaftes Staudenbeet gepflegt oder zur Wildblumenwiese weiterentwickelt werden."

Tipps zu Ansaat und Pflege gibts ebenfalls beim NABU. "Dieses Angebot richtet sich aufgrund der Regio-Zertifizierung ausschließlich an Gärten im städtischen Bereich," so Ziesmer. Das Saatgut kann bei uns in beliebigen Mengen abgewogen werden, so dass vom kleinsten Blühbeet bis zur Blumenwiese hinterm Haus jede gewünschte Menge bedient werden kann. 
06.08.2021, 13:04 Uhr
Labormobil kommt nach Oldenburg
Umweltschützer untersuchen Brunnenwasser auf dem Julius-Mosen-Platz
Bei den sommerlichen Temperaturen steigt der Wasserbedarf im Garten wieder an. Kinder wollen planschen und das selbst angebaute Gemüse und die Blumen müssen täglich bewässert werden. Um Leitungswasser zu sparen, wird für Gartenbesitzer das Brunnenwasser immer wichtiger. Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz, warnt: „Das Grundwasser kann durch die intensive Landwirtschaft mit Nitrat und Pestiziden belastet sein. Eine weitere Gefahr stellen Krankheitserreger dar, die durch verschiedene Einflüsse ins Brunnenwasser geraten können. Eine Untersuchung bringt Klarheit, ob das Wasser zum Befüllen des Planschbeckens, zum Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken ohne Gesundheitsgefahren verwendet werden kann.“

Die gemeinnützige Organisation VSR-Gewässerschutz bietet am Montag, den 16. August, auf dem Julius-Mosen-Platz in Oldenburg eine Untersuchung des eigenen Brunnenwassers an. Wasserproben können von 15 bis 17 Uhr am Labormobil bei Dipl.-Phys. Harald Gülzow und Michael Cohausz, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst, abgegeben werden. Eine Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine geringe Kostenbeteiligung von zwölf Euro angeboten. Diese wird bereits vor Ort durchgeführt, so dass die Bürger ihre Ergebnisse schon gegen Ende der Aktion abholen können.

Gegen weitere Kostenbeteiligungen werden umfangreichere Analysen auf Parameter wie Eisen, Phosphat oder Bakterien angeboten. Das ausführliche Gutachten erhalten die Brunnenbesitzer per Post. Zusätzlich beraten die Gewässerexperten bei weiteren Fragen zu den Messergebnissen immer montags zwischen 14 und 16 Uhr unter der Rufnummer 02831 9731084.

Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollen zur Probenahme und zum Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Besonders geeignet sind dabei bis zum Rand gefüllte 0,5 l Flaschen aus Kunststoff. Weitere Informationen zur Probenahme und Analyse sind auf der Homepage unter www.vsr-gewässerschutz.de/analyse zu erfahren.

Der VSR-Gewässerschutz hilft Gartenbesitzern kostbares Leitungswasser zu sparen. Diese Trinkwasservorräte sind für die folgenden Generationen überlebenswichtig. „Aus diesem Grund raten wir jedem umweltbewussten Bürger sein Brunnenwasser untersuchen zu lassen und je nach Qualität statt Leitungswasser zu verwenden“, erklärt Susanne Bareiß-Gülzow. Damit es trotz der Entnahme des Wassers in trockenen Sommern nicht zum Absinken des Grundwasserspiegels kommt, geben die Umweltschützer am Informationsstand unter anderem Tipps, wie man möglichst viel Regenwasser im Garten versickern kann.

Seit 40 Jahren engagieren sich die Mitglieder des VSR-Gewässerschutz für das Leben am und im Wasser. Mit ihrer Arbeit setzen sie sich für den Schutz der Gewässer ein. Mit ihren Messkampagnen treibt die gemeinnützige Umweltschutzorganisation umweltpolitische Maßnahmen voran. „Gartenbesitzer, die beim VSR-Gewässerschutz ihr Brunnenwasser untersuchen lassen, helfen Belastungen aufzudecken. Es ist dringend nötig, dass die Politik endlich eine Agrarwende – hin zu einer gewässerschonenden Landwirtschaft unterstützt“, so Susanne Bareiß-Gülzow.
16.07.2021, 20:38 Uhr
Stadt sagt Eichenprozessionsspinner den Kampf an
Vorkommen vor allem in Krusenbusch, Tweelbäke und Drielake
Der Eichenprozessionsspinner hat sich in diesem Jahr insbesondere im südöstlichen Stadtgebiet ausgebreitet. Waren im vergangen Jahr nur drei Nester des Eichenprozessionsspinners im Westen und Süden der Stadt zu finden, so hat sich die Anzahl in diesem Jahr vervielfacht. Die städtischen Mitarbeiter haben in den letzten Tagen intensiv die städtischen, straßenbegleitenden Eichenbestände in dem Gebiet vom Tweelbäker See ausgehend bis zur Holler Landstraße begutachtet und an diversen Eichen Eichenprozessionsspinner-Vorkommen festgestellt. Die mechanische Bekämpfung erfolgt derzeit bereits durch einen Fachbetrieb.

Ab Ende Juli bis Anfang September schlüpfen aus den Puppen die fertigen Nachtfalter, die im Umkreis von bis zu zwei Kilometern ihre Eier an mehreren Eichen ablegen. Für die Bekämpfung steht daher nur noch ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung. Um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken und noch eine zeitnahe Bekämpfung zu ermöglichen, bittet die Stadt insbesondere in den Stadtteilen Krusenbusch, Tweelbäke und Drielake auf Eichenprozessionsspinner-Vorkommen zu achten und diese im Verdachtsfall unter den Rufnummern 0441 235-4444 (ServiceCenter) und 0441 235-2777 (Umwelttelefon) mitzuteilen.
09.07.2021, 14:15 Uhr
Universität Oldenburg auf dem Weg zur Klimaneutralität
Bundesumweltministerium fördert Entstehung eines Klimaschutzkonzepts
Ein ehrgeiziges Ziel: Die Universität Oldenburg will klimaneutral werden – als eine von wenigen Universitäten Deutschlands hat sie sich dazu entschlossen. Im Rahmen des Projekts „KSI: Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg“ sollen bis Mai 2023 die Klimabilanz der Universität ermittelt und Maßnahmen zum Klimaschutz entwickelt werden. Der Oldenburger Ökonom Prof. Dr. Bernd Siebenhüner leitet das Vorhaben, das vom Bundesumweltministerium innerhalb der Nationalen Klimaschutzinitiative mit rund 130.000 Euro gefördert wird. Die neu eingerichtete Position einer Klimaschutzmanagerin, angesiedelt am Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung (COAST), hat die Nachhaltigkeitsökonomin Anna Krämer inne.

„Wir freuen uns sehr, unser langjähriges Nachhaltigkeitsengagement nun zielgerichtet in ein ganzheitliches Klimaschutzkonzept mit klaren Zielen und Maßnahmen einfließen zu lassen“, sagt Jörg Stahlmann, Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen. Das Projekt sei seit dem Frühjahr 2020 auf den Weg gebracht worden. „Die Klimaschutzmanagerin Anna Krämer wird nun das breite Engagement in der Universität bündeln und konzentriert auf den Klimaschutz ausrichten.“

Das Thema Nachhaltigkeit gehört traditionell zu den Schwerpunkten der Universität in Forschung, Lehre und Verwaltung. Erst kürzlich wurde der dritte Nachhaltigkeitsbericht der Universität fertiggestellt, der von Studierende unter Leitung von Siebenhüner und seiner Mitarbeiterin Lina-Luise Hölter verfasst wurde.

Das jetzt geplante integrierte Klimaschutzkonzept will konkrete Ziele und Maßnahmen festlegen, um Emissionen zu reduzieren. Geplant sind eine umfassende Treibhausgasbilanz und Controlling-Konzepte, um den Ressourcenverbrauch kontinuierlich auszuwerten. Außerdem wird eine Strategie erarbeitet, um die Maßnahmen zu verstetigen. In den gesamten Prozess werden Akteure und Statusgruppen der Universität eng eingebunden. Der erste Konzeptentwurf soll bereits in etwa zwölf Monaten vorliegen.

Nachhaltigkeitsökonomin Krämer war bereits als Studentin wesentlich an der Initiative beteiligt. „Ich freue mich sehr, die Arbeit daran weiter vorantreiben zu können und dabei zu unterstützen, dass die Universität ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann“, sagt Krämer.

Weblinks
uol.de/klimaschutzkonzept
09.07.2021, 13:47 Uhr
Turmfalken nisten auf dem Campus Wechloy
Universität unterstützt NABU-Projekt
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Forschungsbau NeSSy der Universität Oldenburg am Küpkersweg haben derzeit ungewöhnliche Hausgenossen: Drei junge Turmfalken bewohnen derzeit einen Nistkasten an der Fassade des Gebäudes. Dr. Johannes Bartner vom Naturschutzbund (NABU) Oldenburger Land hatte die Nisthilfe Anfang des Jahres mit Unterstützung des Gebäudemanagements der Universität in 14 Metern Höhe an der höchsten Stelle des Baus angebracht. Einen weiteren Nistkasten installierte Bartner auf dem Dach des Gebäudes A6 auf dem Campus Haarentor. Diese rund 25 Meter hoch gelegene Nisthilfe blieb in diesem Jahr allerdings noch leer.

Die Universität unterstützt damit das Turmfalkenprojekt des NABU Oldenburger Land. Bartner hatte es vor einigen Jahren ins Leben gerufen, um den zurückgehenden Bestand der kleinen Greifvögel zu stabilisieren. Turmfalken fühlen sich im offenen Gelände wohl und brüten normalerweise in Felswänden, nutzen aber auch gerne Nischen an hohen Gebäuden wie etwa Kirchtürmen, um ihre Jungen großzuziehen. Bartner hat in Oldenburg und Umgebung bereits 200 Nistkästen montiert. Die OLB-Treuhandstiftung Weser-Ems, vertreten durch Dr. Klaus-Ferdinand Edeling, unterstützte die Installation der Nistkästen an der Universität finanziell. 
08.07.2021, 16:09 Uhr
„Oldenburg räumt auf…das ganze Jahr“ geht in die zweite Runde
Müllsammelaktion: Erste Anmeldungen von Gruppen sind bereits beim AWB eingegangen
Die Aktion „Oldenburg räumt auf … das ganze Jahr“ geht in die zweite Runde: Nach der Pause während der Brut- und Setzzeit sind ab Freitag, 16. Juli, wieder gemeinschaftliche Müll-Sammelaktionen möglich und erwünscht, teilt der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) mit.

Der AWB hatte den zentralen Aktionstag „Oldenburg räumt auf“ in diesem Jahr Corona-bedingt absagen müssen und stattdessen zum Unrat-Aufsammeln in einzelnen Gruppen auf Abstand aufgerufen. Im ersten Durchgang bis zum 1. April hatten sich 67 Gruppen, Schulen, Vereine, Nachbarschaften und Familien mit insgesamt 911 Teilnehmenden für eine saubere Umwelt ins Zeug gelegt. Für den nun beginnenden zweiten Durchgang liegen bereits sechs Anmeldungen mit mehr als 100 Personen vor.

Der AWB unterstützt die Sammelgruppen weiterhin mit der kostenlosen Bereitstellung von Abfallsäcken und Handschuhen und stellt die ordnungsgemäße Entsorgung der gesammelten Abfälle sicher. Handschuhe und Abfallsammelsäcke können eine Woche vor dem geplanten Termin im Servicebüro des AWB, Wehdestraße 70, abgeholt werden. Die Abholung der gesammelten Abfälle an den vereinbarten Abholungsorten erfolgt in Abstimmung mit der jeweiligen Sammelgruppe im Rahmen der regulären Abfallsammel-Touren. Eine Anmeldung der geplanten Sammelaktionen ist online möglich unter www.oldenburg.de/oldenburg-raeumt-auf

Die Sammlerinnen und Sammler werden gebeten, die jeweils aktuell geltenden Corona -Schutzmaßnahmen zu beachten. Der AWB weist ausdrücklich darauf hin, dass die Teilnehmenden bei ihren Aktionen in eigener Verantwortung handeln.

Die Aktion wird zum Jahresende abgeschlossen. Im nächsten Jahr soll „Oldenburg räumt auf“ wieder in der gewohnten Weise ablaufen – vorausgesetzt, die Pandemie-Entwicklung lässt dies zu. Das Großreinemachen ist für den 26. März 2022 geplant, einen Tag vorher soll der Sammeltag für die Schulen stattfinden.
06.07.2021, 16:11 Uhr
Grüne Fassaden und Dächer für mehr Lebensqualität
Stadt fördert 50 Prozent der Herstellungskosten – Seit Anfang Juli auch Förderprogramm für Fassadenbegrünungen
Die Neuanlage von begrünten Dächern wird seit Ende 2019 von der Stadt Oldenburg gefördert. Eine Gesamtfläche von rund 1.400 Quadratmetern aus 35 Förderanträgen wurde seitdem bezuschusst. Nun wurden die Förderbedingungen nochmals verbessert. Zusätzlich können seit Anfang Juli auch Zuschüsse für Fassadenbegrünungen beantragt werden.

„Durch begrünte Dächer und Fassaden können wir in unserer Stadt auf vielfältige Weise für mehr Lebensqualität sorgen. Dabei sind die Gründächer nicht nur schön anzusehen, sie reinigen auch die Luft, kühlen Gebäude und halten Regenwasser zurück“, weiß Björn Helmich vom Fachdienst Stadtgrün – Planung und Neubau. „Außerdem bieten sie zahlreichen Tieren und Pflanzen Platz zum Leben und tragen zur Verbesserung der städtischen Naturvielfalt bei.“

Weitere Neuerungen gibt es seit Juli im Bereich des Fördersatzes: Antragstellende können sich über eine höhere Bezuschussung pro Quadratmeter und eine gesteigerte prozentuale Förderung freuen. Zudem wird die Beauftragung einer statischen Vorabprüfung künftig selbst dann bezuschusst, wenn das Ergebnis negativ ausfällt. Zurückgezahlt werden muss der Zuschuss nur, wenn trotz positiver Prüfung keine Dachbegrünung realisiert wird. Auf diese Weise erhofft sich das Amt für Umweltschutz und Bauordnung, Anreize zur Entscheidung für eine Begrünung zu geben und deren Akzeptanz zu erhöhen.

Da sie nur einen geringfügigen Pflegeaufwand benötigen, können extensive Begrünungen mit geringen Substratstärken auch auf vorhandenen Dächern realisiert werden. Mit höherem Bodenaufbau ist sogar ein Garten auf dem Dach möglich, in dem Gemüse und Beerenobst angebaut oder Blumen gepflanzt werden können. Gefördert werden generell extensive bis intensive Dachbegrünungen ab 10 Quadratmetern zusammenhängender Fläche, die von einem Fachbetrieb angelegt werden. Bei Dachbegrünungen, die verpflichtend angelegt werden müssen, wird nur die über die Verpflichtung hinausgehende Fläche gefördert.

Die Förderprogramme der Stadt Oldenburg übernehmen bei der Begrünung von Dächern oder Fassaden zukünftig 50 Prozent der Kosten, bei Dachbegrünungen jedoch maximal 50 Euro pro Quadratmeter. Zudem werden Kosten, die zur Überprüfung der Statik entstehen, in beiden Fällen mit bis zu 600 Euro bezuschusst. Die maximale Fördersumme je Antrag beträgt für Gründächer 20.000 Euro und für Fassadenbegrünungen 25.000 Euro. Eine Kumulation mit anderen Förderprogrammen ist grundsätzlich möglich. Zehn Förderanträge sind bisher für 2021 eingegangen. Die Förderung ist vorerst auf dieses Jahr begrenzt, eine Fortsetzung für 2022 wird angestrebt.

Ansprechpartner zum Förderprogramm ist Björn Helmich per Telefon unter 0441 235-2255 oder per E-Mail an bjoern.helmich@stadt-oldenburg.de. Weitere Informationen gibt es online unter www.oldenburg.de/gruendaecher.
06.07.2021, 15:46 Uhr
Klimafreundlich selber Strom erzeugen und Förderung doppelt nutzen
Kostenlose Online-Veranstaltung zum Thema Photovoltaik-Anlagen
Wer noch in diesem Jahr die gute Fördersituation nutzen und eine Photovoltaik-Anlage installieren möchte, kann sich dazu am Donnerstag, 8. Juli, von 17 bis 18.30 Uhr in einer kostenlosen Online-Veranstaltung des Amtes für Klimaschutz und Mobilität der Stadt Oldenburg informieren.

Der Referent Bernd Eggers vom bfe Oldenburg ist unabhängiger Sachverständiger für Photovoltaik-Anlagen. Er erläutert die technischen Hintergründe und legt auch ein Augenmerk auf mögliche „versteckte“ Maßnahmen, wie zum Beispiel einen Zählertausch. Speziell für Mieterinnen und Mieter präsentiert Eggers kleine Balkonanlagen.

Zur Veranschaulichung wird eine Anlage aus Oldenburg vorgestellt, die im letzten Jahr unter den aktuellen Bedingungen realisiert wurde. Die Bauherren geben Tipps aus der aktuellen Praxis. Abschließend werden die Fördermöglichkeiten der Stadt Oldenburg vorgestellt: das Solardachkataster, der Solar-Check und der Bar-Zuschuss bei Realisierung.

Interessierte erhalten einen Link zu der Veranstaltung unter klima@stadt-oldenburg.de. Ansprechpartnerin ist Michaela Thomann, Telefon 235-3098. Gerne können mit der Anmeldung Interessenschwerpunkte angegeben und Fragen gestellt werden. Ansonsten gibt es während der Veranstaltung über die Chat-Funktion die Möglichkeit, schriftlich Fragen zu stellen.

Unter dem Suchbegriff „Photovoltaik“ sind auf www.oldenburg.de ausführliche Information zu der Förderung zu finden. Ansprechpartner für die Förderung ist Tarek Abu-Ghazaleh unter Telefon 235-2847 oder per E-Mail an tarek.abu-ghazaleh@stadt-oldenburg.de.
02.07.2021, 13:39 Uhr
Neues NABU-Halbjahresprogramm
Von Fledermauswanderungen bis zu Kutterfahrten nach Spiekeroog
Das zweite Halbjahresprogramm des Naturschutzbund NABU Oldenburg ist ab sofort in der Druckversion erhältlich. Es geht aktuell in den Hochsommer hinein und entsprechend finden sich abendliche Fledermauswanderungen in Oldenburg, Jever und anderen Orten, naturkundliche Tagesfahrten nach Spiekeroog, vogelkundliche Wanderungen und Veranstaltungen zu Insekten im Programm wieder. Zum Herbst hin kommen Themen wie der Vogelzug, Kraniche und Pilze hinzu.

Bedingt durch die Pandemie sind in diesem Jahr alle Veranstaltungen des NABU Oldenburg anmeldepflichtig. Da die Teilnehmerzahlen begrenzt sind, wird empfohlen, sich frühzeitig unter Tel 0441-25600 oder per mail@nabu-oldenburg.de einen Platz zu sichern. Alle Termine auch online unter www.nabu-oldenburg.org; auf Anfrage wird das Halbjahresprogramm auch kostenfrei zugesendet.