Rubrik Stadtplanung
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18.11.2022, 16:21 Uhr
Städtebauliches Innenentwicklungskonzept soll Konflikte vermeiden
Regelungen zur Anzahl der Geschosse von Gebäuden und zur Versiegelung
Das Baugeschehen ist sehr dynamisch – bundesweit, aber eben auch in der Stadt Oldenburg. Auch hier ist in den letzten Jahren vermehrt zu beobachten, dass Neubauvorhaben die mögliche höhere Ausnutzung der Grundstücke nach den Festsetzungen der rechtsverbindlichen Bebauungspläne ausschöpfen – im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen beispielsweise laut Bebauungsplan zwei Vollgeschosse zulässig waren, jedoch tatsächlich nur Gebäude mit einem Vollgeschoss gebaut wurden. Das sorgt nicht nur für eine Veränderung des vorhandenen Gebiets-Charakters, sondern oftmals auch für Nachbarschaftskonflikte. Diesem Umstand soll künftig ein städtebauliches Entwicklungskonzept zur Steuerung der Innenentwicklung entgegenwirken, über das in der Ratssitzung am Montag, 28. November, entschieden werden soll.

„Es ist an der Zeit, Harmonie in diese im wahrsten Sinne historisch gewachsene städtebauliche Entwicklung zu bringen – sowohl, was die einheitliche Bauweise in Siedlungen betrifft, als auch den Frieden in der Nachbarschaft“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Das übergeordnete Ziel des städtebaulichen Entwicklungskonzepts zur Steuerung der Innenentwicklung ist eine bedarfsgerechte und angemessene Nachverdichtung, also die Nutzung freier Flächen in bereits besiedelten Gebieten. Deshalb soll die Verdichtung flächendeckend und behutsam gesteuert werden.“

Das städtebauliche Entwicklungskonzept zur Steuerung der Innenentwicklung gemäß des Baugesetzbuches ist in zwei Stufen unterteilt. Hierin werden konzeptionelle Grundaussagen getroffen, die zu einer bedarfsgerechten und angemessenen Nachverdichtung führen. Die Nachverdichtungsstrategien des Wohnkonzeptes 2025 werden dabei modifiziert und konkretisiert.

Übergeordnetes Ziel ist eine angemessene Nachverdichtung, die sowohl eine bedarfsgerechte Entwicklung von Wohnraum berücksichtigt als auch dem Ortsbild entsprechend verträgliche Strukturen sichern soll. Verknüpft ist es mit den Zielen, eventuell eine bodenpreisdämpfende Wirkung nach sich zu ziehen, Wohnraum für Familien zu sichern, den Erhalt vorhandener Bausubstanz wieder attraktiver werden zu lassen und somit auch zu einer verbesserten CO2-Bilanz beizutragen sowie die mikroklimatischen Auswirkungen von Bauvorhaben zu verringern.

Der Geltungsbereich der Konzeptstufe 1 umfasst Bebauungspläne, in deren Plangebiet oder Teilen (Kleinsiedlungsgebiete, reine Wohngebiete, besondere Wohngebiete, allgemeine Wohngebiete, Mischgebiete und Dorfgebiete) wohnen zulässig und gleichzeitig eine Baunutzungsverordnung (BauNVO) vor 1990 gültig ist.

Zum einen ist darin festgelegt, dass die bisherige Ausnahmeregelung, ein Vollgeschoss mehr bauen zu dürfen als im Bebauungsplan festgesetzt ist, zukünftig nicht mehr angewendet wird, wenn sie in der angrenzenden Umgebung nicht oder nur vereinzelt genutzt wurde. Zum anderen wird die Versiegelung eines Grundstückes durch Nebenanlagen, Garagen, Stellplätze und ihren Zufahrten und so weiter zukünftig in diesen Bebauungsplänen erstmals beschränkt, indem die mit der Baunutzungsverordnung (BauNVO) 1990 eingeführten Regelungen zur Beschränkung des Versiegelungsgrades auch hier anzuwenden sind.

Für beide Bereiche gibt es Ausnahmeregelungen, die  in dem Konzept ausführlich beschrieben werden.

Aufgrund der vorhandenen Baurechte in Oldenburg wird das Konzept zur Innenentwicklung zweistufig aufgebaut. So können mit der Konzeptstufe 1 für Bauvorhaben zeitnah durch den Ratsbeschluss handlungsleitende Regelungen für die Verwaltung zum Umgang mit der Ausnahmeregelung von der Zahl der Vollgeschosse und dem Versiegelungsgrad getroffen werden.

Für die zweite Konzeptstufe ist eine Bestandsaufnahme mit einem stärkeren Detaillierungsgrad als bisher notwendig, um für ein städtebaulich verträgliches Einfügen Aussagen zu Zahl der Wohnungen je Wohngebäude sowie eine Verhältniszahl zur Grundstücksgröße/Wohnungszahl treffen zu können. Die Konzeptstufe 2 soll daher an ein externes Büro vergeben und durch einen Ratsbeschluss handlungsleitend für die Verwaltung werden.
18.10.2022, 16:49 Uhr
Haarenufer: Mehlbeere ersetzt Weißdorn
Am Haarenufer beginnen am 18. Oktober die ersten Baumpflanzungen
In der ersten Herbstferienwoche werden die ersten Mehlbeeren als Ersatz für die gefällten Weiß- und Rotdornbäume am Haarenufer gepflanzt. Bereits am Montag, 17. Oktober, werden im ersten Abschnitt zwischen Herbartstraße und Ratsherr-Schulze-Straße die Pflanzgruben vorbereitet. Ab Dienstag, 18. Oktober, geht es dann mit der Pflanzung der ersten schwedischen Mehlbeeren weiter. Der Zeitpunkt der Arbeiten liegt in den Herbstferien, um die Einschränkungen auf der Fahrradstraße für den Berufs- und Schulverkehr möglichst gering zu halten.

Ein Ersatz der ursprünglichen Weiß- und Rotdorne war nötig geworden, da seit Jahren der Birnenprachtkäfer dem Baumbestand am Haarenufer stark zugesetzt hatte. Der kleine Käfer breitet sich dank der steigenden Temperaturen durch den Klimawandel immer weiter nach Norden aus. Er befällt bevorzugt geschwächte Bäume, die durch die Fraßtätigkeit der Larven weiter geschädigt werden oder absterben können. Zusätzlich breitet sich immer stärker der Feuerbrand aus, eine hochinfektiöse Bakterienkrankheit, bei der nach und nach mehr Astpartien eines Baumes absterben.

In den letzten Jahren blieben mehrere Versuche erfolglos, die geschädigten Weiß- und Rotdorne wieder anzupflanzen. Der Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima entschied daher, die toten Bäume in der Baumreihe nicht mehr zu ersetzen, sondern den Baumbestand gegen eine ökologisch wertvolle Baumart zu tauschen. Dabei fiel die Wahl auf die Schwedische Mehlbeere. Sie ist eine heimische mittelgroße Baumart und liefert mit ihrer weißen Blüte und den roten Früchten sowohl Insekten als auch Vögeln Nahrung. Außerdem gilt sie als Klimabaum, der gut mit den sich ändernden Klimabedingungen zurechtkommt und sich bereits an mehreren Standorten in Oldenburg als sehr guter Straßenbaum bewährt hat.

Seit Anfang des Jahres 2022 laufen die Arbeiten für den Ersatz der Rot- und Weißdornbäume durch die robustere Schwedische Mehlbeere. In drei Teilabschnitten werden die alten, abgängigen Bäume jeweils zum Jahresbeginn gefällt, bevor im Herbst die Nachpflanzungen der Mehlbeere erfolgen. Die Fällungen im ersten Abschnitt wurden bereits im Frühjahr vorgenommen. Zudem wurden die alten Wurzelstöcke entfernt, der Boden untersucht und optimal für die neuen Bäume vorbereitet. Jetzt im Herbst werden die 45 Bäume des ersten Abschnittes gepflanzt. Der zweite Abschnitt mit 39 Bäumen folgt 2023, bevor 2024 die letzten 31 Bäume des dritten Abschnitts gepflanzt werden.

Ursprünglich standen am Ufer der Haaren 150 Weiß- und Rotdornbäume. Die neuen Bäume werden in einem etwas größeren Abstand gepflanzt, um den Baumkronen genügend Platz für die Entwicklung zu lassen. Dadurch werden insgesamt nach drei Jahren 115 Mehlbeeren das Haarenufer säumen. Für die Baumlieferungen inklusive Pflanzungen sind insgesamt knapp 200.00 Euro vorgesehen. Darin enthalten sind auch Pflegemaßnahmen für die ersten drei Jahre, um den Bäumen optimale Startbedingungen zu geben. Dann haben die Mehlbeeren durch Wachstum und eine gute Kronenentwicklung nach sieben bis zehn Jahren das verloren gegangene Laubvolumen der früheren Bäume wieder ausgeglichen und können die positiven stadtklimatischen Funktionen voll erfüllen.
16.09.2022, 15:20 Uhr
Fliegerhorst: Private Baugemeinschaften für ModellFlieger gesucht
Familienfreundliches Quartier mit günstigem Wohnraum – Jetzt in Interessentenliste eintragen
Familienfreundlich, günstig und klimafreundlich: Das sind die Merkmale des neuen Wohnquartiers „ModellFlieger“, das auf dem Oldenburger Fliegerhorst entstehen soll. Das Projekt ist privaten Baugemeinschaften vorbehalten, damit die zukünftige Eigentümergemeinschaft direkt von Einspareffekten bei der Planung und der Bebauung profitieren kann. Um auch die Betriebskosten niedrig und stabil zu halten, sollen Plusenergiegebäude errichtet werden. Wer Interesse hat, Teil des Quartiers zu werden, kann sich ab sofort online in eine Interessentenliste eintragen und wird dann automatisch informiert.

Baugemeinschaften profitieren von deutlichen Einspareffekten. Die Grunderwerbsnebenkosten müssen nur auf das Grundstück und nicht schon auf Grundstück und Gebäude entrichtet werden. Zudem fallen keine Kosten für einen Bauträger oder Projektentwickler an. Durch gemeinschaftlichen Einkauf von Baumaterial und Dienstleistungen können günstigere Preise ausgehandelt werden. Dafür ist aber die Beauftragung eines Moderationsbüros durch die Baugemeinschaft notwendig.

Auf die Grundstücke können sich nur private Baugemeinschaften bewerben, die von einer professionellen Moderatorin oder einem professionellen Moderator begleitet und beraten werden. Moderationsbüros bestehen in der Regel aus einem Team von Architekten, Stadtplanern, Immobilienkaufleuten, Betriebswirten, Juristen und auch Pädagogen und haben Erfahrung in der Begleitung von Baugemeinschaftsprojekten – von der Bildung der Gruppe bis hin zur Schlussabrechnung des Gebäudes. Es geht also nicht nur um technische Baubegleitung, sondern auch um den Zusammenhalt der Gemeinschaft und der zukünftigen Nachbarschaft. Es gibt bereits viele gute Baugemeinschaftsprojekte in Deutschland.

Je Baugemeinschaft kann ein Grundstück (Los) erworben werden. Baugemeinschaften können sich nur mit einem professionellen Moderator als feste Ansprechperson bewerben. Damit sich Interessenten vernetzen können und Baugemeinschaften bereits vor dem Bewerbungsverfahren gründen können, wird empfohlen mit den unten genannten Ansprechpersonen Kontakt aufzunehmen.

Informationen über den Beginn der Vermarktung sowie den Bebauungsplan N-777 F gibt es auf www.oldenburg.de/fliegerhorst. Wie das Gebiet gestaltet werden soll, kann dem Entwurf in der Vorlage 22/0389 unter buergerinfo.oldenburg.de entnommen werden.

Die Stadt Oldenburg führt in der zweiten Jahreshälfte 2022 einen Architektenwettbewerb durch, um das äußere Erscheinungsbild des Quartiers und der Reihenhäuser zu definieren. Der Gewinnerentwurf dieses „Fassadenwettbewerbs“ soll von den Baugemeinschaften als Rahmen für das Projekt genutzt werden.

Während die Stadt Oldenburg mit der Durchführung des Architektenwettbewerbs in Vorleistung geht, bietet sich für Bürgerinnen und Bürger im weiteren Verfahren die Gelegenheit, sich auszutauschen und zu Baugemeinschaften zusammenzuschließen. Deshalb wird eine Interessentenliste geführt.

Unter www.oldenburg.de/interessentenliste können Sie sich unverbindlich für die Interessentenliste eintragen, um regelmäßig Informationen zu erhalten. Dort haben Sie auch die Möglichkeit, sich über weitere Bauprojekte informieren zu lassen.

Fragen zum Thema Baugemeinschaften und Moderation können an Ulrich Fortmann (0441 235-2593) oder Steffen Schwalfenberg (0441 235-3767) von der Stadt Oldenburg gerichtet werden. Alternativ können Sie eine E-Mail an baugemeinschaften@stadt-oldenburg.de schreiben.
09.09.2022, 13:40 Uhr
Bauprojekt für Frauen steht in den Startlöchern
Beginenhof will Wohnen und Kultur unter einem Dach vereinen
In Oldenburg soll ein so genannter „Beginenhof“ entstehen – ein gemeinsames Wohn-, Kultur- und Arbeitsprojekt für Frauen jeden Alters. Begründerinnen dieses Projektes sind die Kulturelle Bildung im Kulturbüro der Stadt Oldenburg, die GSG OLDENBURG Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH und Sybille Gimon, Liedermacherin und Mitbegründerin des Bremer Beginenhofes. Zum ersten Informationstreffen sind interessierte Frauen am Montag, 19. September, 17.30 Uhr, ins Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, eingeladen.

Unter dem Dachverband der Beginen in Deutschland versammeln sich gegenwärtig 18 Beginenhöfe. Die Ziele und Inhalte der Lebensphilosophien in den Höfen sind so unterschiedlich wie die Frauen, die dort leben. „Auch in Oldenburg soll es so sein, dass die interessierten Frauen eigene Vorstellungen für den Oldenburger Beginenhof entwickeln“, lädt die Initiatorin Sybille Gimon ein. „Und die Kinder gehören selbstverständlich dazu.“

„Es gibt genug Gründe für Frauen, sich zu solidarisieren und gegenseitig zu unterstützen. Das gemeinsame Leben und Arbeiten in einem Beginenhof stellt eine Alternative zur Vereinzelung und Vereinsamung von Frauen dar und kann gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe von Frauen unter Wahrung ihrer Selbstständigkeit sichern“, sagt Christiane Maaß vom Oldenburger Kulturbüro. Die Themen „Wohnen“ und „Teilhabe“ betreffen Frauen in unserer Gesellschaft in besonderem Maße: Nach wie vor verdienen Frauen im Durchschnitt weniger als Männer. Die Mehrheit der Alleinerziehenden sind Frauen. Beide Faktoren benachteiligen sie gerade auch auf dem Wohnungsmarkt. Und auch das Alter ist weiblich: Im Schnitt leben Frauen länger als Männer und stellen damit die Mehrheit der Bevölkerung über 70 Jahre.

Die GSG OLDENBURG unterstützt die Gründung eines Oldenburger Beginenhofes als Bauträgerin. „Wir haben uns für die Zukunft speziell gemeinschaftliche Wohnprojekte auf die Fahnen geschrieben“, hebt Stefanie Brinkmann-Gerdes von der GSG hervor. „Als Wohnungsbau-Unternehmen mit über 100-jähriger Tradition sind wir stets am Puls der sich wandelnden Gesellschaft und der daraus erwachsenden Bedürfnisse von Mieterinnen und Mietern geblieben. Gemeinschaftliches Wohnen ist heute überall von großem Interesse, auch in Oldenburg.“

Maßgeschneiderte Wohneinheiten, großzügige Begegnungsflächen und gemeinsam genutzte Räume, zum Beispiel zum Waschen oder für Fahrräder, sollen daher die Baustruktur eines künftigen Oldenburger Beginenhofes prägen. Er soll offen sein für die Nachbarschaft und unter anderem mit Kulturveranstaltungen in diese hineinwirken.

Die neue Beginenbewegung in Deutschland entwickelte sich seit 1985 in verschiedenen Städten. Historisch entstand die Bewegung bereits im 12. Jahrhundert in den Niederlanden. Ziel war und ist es, gemeinschaftliche generationsübergreifende Lebensformen zu entwickeln, die den alltäglichen und spirituellen Bedürfnissen von Frauen entsprechen. Viele Beginenhöfe verfolgen heute die Idee der Wahlverwandtschaften. Als Mehrgenerationen-Frauenwohnprojekte bieten sie viel Platz für alle Frauen, die diese mitgestalten und die gemeinsame ebenso wie eigene Projekte anbieten wollen.
26.08.2022, 13:53 Uhr
Smart-City-Quartier auf dem Fliegerhorst: Baustart für „Helleheide“
Klimafreundliches Energiekonzept für jedes Alter und jedes Einkommen – 124 Wohneinheiten
Die Stadt Oldenburg erhält unter dem Namen „Helleheide“ ein neuartiges Smart-City-Quartier auf dem Fliegerhorst. In diesem zukunftsweisenden Energetischen Nachbarschaftsquartier sollen Menschen jeden Alters und jeder Einkommensgruppe eine neue Form der Gemeinschaft erleben. Nun wurde mit dem Bau der beiden Gebäude mit Eigentumswohnungen begonnen. Den Startschuss für diesen Baustart haben Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Stefan Könner, Geschäftsführer der GSG Oldenburg, am Donnerstag, 25. August, bei einem gemeinsamen Fototermin gegeben.

„Das Quartier ‚Helleheide‘ gibt wichtige Impulse, wie auch sozialgeförderter Wohnungsbau klimafreundlich gestaltet werden kann. Die vorausschauende Planung der GSG, alle Wohnungen mit Halterungen für Photovoltaik-Balkon-Module auszustatten, sowie die finanzielle Förderung der Stadt Oldenburg für den Kauf der Module sind wichtige Schritte. Sie zeigen, dass jede Oldenburgerin und jeder Oldenburger eine aktive Rolle im Klimaschutz einnehmen kann“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Neben der Umsetzung eines klimafreundlichen Energiekonzeptes ist es auch Ziel, auf dem Gelände ein Reallabor zu etablieren, in dem Innovationen und Ideen zu Technologien und Dienstleistungen für smarte Städte und Regionen entstehen und getestet werden können.

Die GSG Oldenburg errichtet im Quartier „Helleheide“ insgesamt 124 Wohneinheiten. In weiteren Bauabschnitten entstehen eine Quartiersgarage mit rund 200 Stellplätzen, eine vierzügige Kindertagesstätte und weitere Wohn- und Geschäftsgebäude. Die Planungen stammen aus dem Hause der GSG Oldenburg und dem Oldenburger Architekturbüro Sosath & Scheper. Die Errichtung der Gebäude übernimmt die Kreutzjans Bauunternehmung aus Lorup, mit der die GSG Oldenburg zuvor schon die neue Oldenburger Jugendherberge gebaut hatte.

Bei den Wohneinheiten wird sehr viel Wert auf eine soziale Durchmischung im Quartier gesetzt und Wohnungen im geförderten Wohnungsbau (Mieten zu 6,10 Euro und 7,50 Euro pro Quadratmeter) werden etwa zu gleichen Teilen entstehen, wie Wohnungen zur marktüblichen Miete bis hin zu Eigentumswohnungen. Zudem zeichnen sich alle Wohnungen durch einen sehr hohen energetischen Standard aus. Auf die Nutzung von fossilen Brennstoffen wird vor Ort vollständig verzichtet. Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen versorgen in Kombination mit Luft-Wasser-Wärmepumpen in einem Nahwärmenetz das gesamte Quartier mit Strom und Wärme.

Für die Energieversorgung der Gebäude im Mietwohnungsbau wird die neu gegründete GSG ENERGIE verantwortlich sein. Die Eigentumswohnungen und die Quartiersgarage sollen in Kooperation mit der Oldenburger Energiegenossenschaft OLEGENO versorgt werden.

Mehr über das Quartier „Helle Heide“ und das am Freitag, 26. August, von 11 bis 18 Uhr stattfindende Sommerfest mit Führungen für alle Interessierten lesen Sie auf www.oldenburg.de/fliegerhorst.
12.08.2022, 13:34 Uhr
Sommerfest Helleheide am 26. August auf dem Fliegerhorst
Angebote zu nachhaltiger und klimafreundlicher Quartiersentwicklung
Das innovative Quartier Helleheide auf dem Oldenburger Fliegerhorst wird beim Sommerfest am Freitag, 26. August, erlebbar. Die Reallaborfläche des Quartiers verwandelt sich in ein Baustellenfest: Von 11 bis 18 Uhr wird von den Partnerinnen und Partnern des Projekts Energetisches Nachbarschaftsquartier Fliegerhorst (ENaQ) ein vielfältiges Programm mit Angeboten rund um die Möglichkeiten nachhaltiger und klimafreundlicher Quartiersentwicklung präsentiert. Verpflegungsangebote runden das vielfältige Programm ab.

Drei Führungen über das Gelände sollen detaillierte Informationen zum Energetischen Nachbarschaftsquartier vermitteln, die Interessierte über andere Aspekte des autoarmen Fliegerhorsts informieren. Treffpunkt für die Führungen, die um 11, 13 und 15 Uhr stattfinden werden, ist der Parkplatz direkt an der Alexanderstraße.

Neben den Führungen stellen auf dem Gelände des Quartiers Helleheide die projektbeteiligten Partnerinnen und Partner ihre Beiträge zur künftigen Ausgestaltung des gemeinschaftlichen Wohnens im Quartier dar. Konkret werden Forschungsergebnisse, Technikmodelle und digitale Geschäftsideen präsentiert und im Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern diskutiert.

Eine weitere Möglichkeit zur Beteiligung stellt die um 15.30 Uhr stattfindende „Bürger:innen-Werkstatt“ dar. Im Rahmen derer wird der Baufortschritt betrachtet und das Quartiersumfeld, auch in Hinblick auf Versorgungsmöglichkeiten und Angebote, besprochen. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Werkstätten hat die Oldenburger Bevölkerung die Möglichkeit, aktiv Einfluss auf die Gestaltung des Quartiers zu nehmen.

Auf dem Gelände stehen nur sehr begrenzte Parkmöglichkeiten zur Verfügung, daher wird Besuchenden die klimaschonende Anreise mit dem Fahrrad oder dem Bus (Haltestelle Fliegerhorst, Linien: 301, 313, 324 und 329) empfohlen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie online unter www.helleheide.de.

Das Wohngebiet Helleheide entsteht auf rund vier Hektar im nördlichen Teil des Fliegerhorsts. Es ist als zukunftsweisendes Quartier für Menschen jeden Alters und jeder Einkommensgruppe mit viel Raum für die nachbarschaftliche Gemeinschaft konzipiert. Neben der Umsetzung eines klimafreundlichen Energiekonzeptes ist es auch Ziel, auf dem Gelände ein Reallabor zu etablieren, in dem Innovationen und Ideen zu Technologien und Dienstleistungen für smarte Städte und Regionen entstehen und getestet werden können. Gefördert durch die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Bildung und Forschung schaffen 21 Partnerinnen und Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Wohnungsbau und Netzwerken im Rahmen des Forschungsvorhabens ENaQ die Grundlage des Quartiers.
12.08.2022, 13:07 Uhr
Wenn sich das Heute mit dem Morgen vermischt
Stadt bietet neue App an: Wie sich geplante Bauvorhaben ins Stadtbild einfügen
Welche neuen Bauvorhaben sind in nächster Zeit in Oldenburg geplant und wie fügen sich diese Projekte in das bestehende Stadtbild ein? Damit sich Interessierte im wahrsten Sinne des Wortes ein realistisches Bild von bevorstehenden Veränderungen machen können, bietet die Stadtverwaltung ab sofort eine neue App an, die in den gängigen Online-Stores gratis erhältlich ist. Dahinter verbirgt sich eine Anwendung für das Smartphone, mit deren Hilfe über die so genannte „Erweiterte Realität“ (in Englisch „Augmented Reality“) die aktuelle Wirklichkeit mit den Daten eines geplanten Gebäudes vermischt wird: Ein Blick durch die Smartphone-Kamera – und schon kann man sehen, wie sich das spätere Bauwerk in die heutige Umgebung einpassen wird. „Wir möchten den Oldenburgerinnen und Oldenburgern damit eine innovative Beteiligung an der Stadtplanung ermöglichen“, erläutert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Die Idee für diese etwas andere Form der Beteiligung an Planungsprozessen entstand im Fachdienst Geoinformation und Statistik. Den Bürgerinnen und Bürgern soll die Möglichkeit geboten werden, geradezu spielerisch neue Bauvorhaben zu einem Zeitpunkt anzusehen, da sie noch auf den Planungstischen liegen.

Realisiert werden konnte die App durch die Förderung des Projektes „Digitale Lernlabore“ vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), eine Forschungseinrichtung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die App wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „Urban Data Lab“ entwickelt. Das Urban Data Lab soll kommunale Kompetenzen rund um die Themen Datenverwertung und -aufbereitung, Digitalisierung und Medien stärken.

Für das Pilotprojekt hat das Stadtplanungsamt ein Bauvorhaben ausgesucht, das in Form eines neuen Wohn- und Geschäftshauses an prominenter Stelle im Bahnhofsviertel entstehen soll. Bislang steht auf diesem Grundstück an der Ecke Kaiserstraße/Bleicherstraße eine ehemalige Tankstelle aus den 50er Jahren mit dem für die damalige Zeit so charakteristischen filigranen Flugdach, das bei der Neubebauung erhalten und zum Bestandteil der Architektur gemacht werden soll.

Nach und nach soll diese App immer wieder mit neuen, prägnanten Bauvorhaben gefüttert werden, um sie zu einem dauerhaften Bestandteil der städtebaulichen Beteiligung werden zu lassen. „Zwar lässt sich das Bauwerk auch auf den heimischen Küchentisch projizieren, aber das richtige Potenzial dieser Anwendung zeigt sich erst vor Ort“, betont Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan. Alles, was man benötigt, ist ein Smartphone mit Kamera-Funktion. An der angegebenen Adresse des Bauvorhabens ist in der App ein optimaler Beobachtungspunkt markiert, um sich das geplante Gebäude durch die Smartphone-Kamera anzuschauen.

Das Programm lässt sich sowohl im App Store von Apple als auch im Google Play Store kostenlos herunterladen. Es enthält auch Hinweise zum geplanten Gebäude und natürlich eine Anleitung. Um die Möglichkeiten der gemischten Realität voll nutzen zu können, wird allerdings eine neuere Version des jeweiligen Beriebssystems empfohlen.

Zu finden sind die Apps unter:

https://apps.apple.com/de/app/gis4ol-ar/id1581372164


https://play.google.com/store/apps/details?id=de.worldiety.stadtol.gis4olar&gl=DE
17.06.2022, 20:51 Uhr
ModellFlieger bringt Wohnraum für Familien
Autofreies Stadthaus-Quartier auf dem Fliegerhorst für Baugemeinschaften
Ein neues Stadthaus-Quartier auf dem Fliegerhorst hat grünes Licht bekommen: Das Projekt „ModellFlieger“ vereint günstigen Wohnraum für Familien mit klimafreundlichem Bauen in einer attraktiven Lage. Innerhalb des Quartiers Helleheide gelegen, im Baugebiet N-777 F, entstehen 45 Stadthäuser auf einer Fläche von rund 1,2 Hektar, die sich vorrangig an Familien richten und insgesamt bis zu 90 Wohneinheiten beherbergen können. Vorgesehen sind die Grundstücke für Baugemeinschaften, die die Häuser gemeinsam planen und bauen.

„Mit dem Plusenergiequartier ‚ModellFlieger‘ kommen wir jungen Familien entgegen, die nicht nur Wohneigentum suchen, das bezahlbar ist, sondern auch klimafreundlich leben wollen. Gleichzeitig bietet das Quartier eine einmalige Umgebung: mit viel Freiraum für die Kinder, viel Grün und einer guten Anbindung an die Stadt“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Einspareffekte gibt es sowohl beim Kauf als auch bei den langfristigen Nebenkosten: Gegenüber dem schlüsselfertigen Kauf fallen Grunderwerbs- und Nebenkosten nur für das Grundstück an, gleichzeitig entfallen die Kosten für einen Projektentwickler, da in Eigenregie gebaut wird. Da die Gebäude als Plusenergiehaus errichtet werden, sparen die Bewohnerinnen und Bewohner auch bei den künftigen Nebenkosten. Welche Art der Energieversorgung gewünscht ist, entscheiden die Baugemeinschaften. Regenwassernutzung, Dach- und Fassadenbegrünung bringen weitere Einspareffekte und tragen zu einem klimaangepassten Wohnen bei.

Die Stadthäuser werden als sogenannte gestapelte Reihenhäuser mit dreieinhalb Geschossen angelegt. Sie können jeweils ganz von einer Familie bewohnt oder in zwei Wohneinheiten geteilt werden – für zwei Familien oder auch für ältere Angehörige. Durch den Zusammenschluss zu Baugemeinschaften ergeben sich Einsparpotentiale, etwa durch den gemeinschaftlichen Einkauf von Baumaterialien. Erfahrungsgemäß braucht es dafür 20 bis 30 Interessierte pro Baugruppe. Jede Baugemeinschaft muss einen professionellen Moderator oder eine Moderatorin beschäftigen, der oder die den Prozess von der Planung bis zum Bau begleitet, und auch Ansprechperson für die Stadt ist.

Das ModellFlieger-Quartier grenzt im Osten an den geplanten Stadtteilspielplatz, im Westen an eine neue Kita und ist insgesamt von viel Grün umgeben. Um das Quartier autofrei zu errichten, wird eine bestehende Fliegerhorst-Halle zur Quartiersgarage umgewandelt, die auch Sharing-Angebote, Ladesäulen und Fahrrad-Stellplätze beherbergen kann. Auf den Grundstücken und im öffentlichen Raum ist damit viel Platz zum Toben und Spielen für die Kinder im Stadtteil.

Die Flächen für das Plusenergiequartier werden voraussichtlich Ende 2023 erschlossen sein. Zur ersten Veranstaltung für alle an einer Baugemeinschaft Interessierten lädt die Stadt Ende dieses Jahres ein. Erfahrungsgemäß benötigen diese rund zwei Jahre von der Gründung der Gruppe bis zur abgestimmten Gebäudeplanung, wobei die Moderatorin oder der Moderator eine wichtige Rolle einnimmt. Ab Sommer 2022 werden ausgewählte Planungsbüros mit den Entwürfen für die künftigen Stadthäuser beauftragt. 2025 können die ersten Familien voraussichtlich einziehen.

Für weitere Informationen können sich Interessierte bei Ulrich Fortmann vom Stadtplanungsamt melden, per E-Mail an ulrich.fortmann@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2593.
14.06.2022, 11:39 Uhr
Umweltminister Lies begeistert vom neuen Stadtteil Fliegerhorst
Krogmann informiert über Smart City Quartier „Helleheide“ und Wohnprojekt „ModellFlieger“
Wie entsteht aus einem ehemaligen Militärflugplatz ein innovativer neuer Stadtteil für bis zu 3.000 Menschen, in dem Wohnen, Freizeit und Gewerbe eine städtebauliche Verbindung eingehen – und der dazu noch ein bezahlbarer, klima- und familienfreundlicher Lebensort werden soll? Antworten auf diese Fragen fand Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies im Rahmen seiner Sommerreise: Bei einem gemeinsamen Rundgang über den Fliegerhorst Oldenburg am Montag, 13. Juni, informierte er sich bei Oberbürgermeister Jürgen Krogmann aus erster Hand über die Entwicklung des neues Wohn- und Geschäftsquartiers. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz sowie Mitglieder des Landtages begleiteten den Minister.

Krogmann betonte: „Mir ist wichtig, dass wir hier auf dem Fliegerhorst einen attraktiven Ort zum Leben und Arbeiten schaffen, der für die Oldenburgerinnen und Oldenburger vor allem bezahlbar ist – und es auch bleibt. Darüber hinaus wollen wir die Chance nutzen, auf dem Areal neue Wohnformen auszuprobieren, die auf eine innovative und klimafreundliche Energieversorgung ausgerichtet sind. Wenn Oldenburg klimaneutral werden will, ist das der nächste konsequente Schritt.“ Krogmann stellte Lies unter anderem das Smart City Quartier „Helleheide“ vor, das künftig Strom und Wärme lokal erzeugen wird und in dem die Bewohnerinnen und Bewohner Zukunftstechnologien im Alltag testen können. Mit 18 Millionen Euro fördert der Bund das Energetische Nachbarschaftsquartier, das auf einer Teilfläche des Fliegerhorstgeländes entsteht.

Und auch das jüngste Projekt wurde dem Minister bei seinem Besuch erläutert: Denn nordöstlich von „Helleheide“ soll ein Plusenergiequartier für klima- und familienfreundliches Wohnen im preiswerten Wohnbau verwirklicht werden – das sogenannte Wohnprojekt „ModellFlieger“, autofreies Wohnen in 45 grünen Stadthäusern und Spielmöglichkeiten inklusive. Hier sollen kompakte Grundstücke und Baugemeinschaften mit viel Platz zum Leben entstehen, die durch ihre nachhaltige Bauweise Einspareffekte generieren und so, besonders mit Blick auf die steigenden Energiepreise, dauerhaft bezahlbar sein sollen. Eine Quartiersgarage soll ausreichend Stellplätze bieten, damit in den Straßen und auf den Wegen gefahrlos und autofrei gespielt werden kann.

Auf der neuen Aussichtsplattform, die einen 360-Grad-Blick über den gesamten Fliegerhorst bietet und jedermann auf ansprechenden Infotafeln über die Teilprojekte informiert, zeigte sich Umweltminister Olaf Lies beeindruckt von der Geschichte, dem aktuellen Stand und den weiteren Planungen: „Oldenburg hat das Potenzial dieses weitläufigen Areals erkannt und mit dem vorhandenen Konzept aus meiner Sicht gut ausgeschöpft. Bezahlbarer Wohnraum für Familien ist wichtig und Klimaschutz geht uns alle an – besonders die nachwachsende Generation wird sich damit auseinandersetzen müssen. Oldenburg redet nicht nur, sondern lässt mit diesem modernen und fortschrittlich geplanten Stadtteil Taten sprechen.“

2015 gab es einen umfassenden Beteiligungsprozess, bei dem sich viele Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Planungen für den neuen Stadtteil einbrachten. Im darauffolgenden Jahr beschloss der Rat einstimmig den Masterplan Fliegerhorst. 2017 startete die Kampfmittelbeseitigung im ersten Baufeld am Mittelweg – seitdem finden sich immer wieder Blindgänger und Munitionsreste. 2018 begannen die Renaturierung der Ofenerdieker Bäke und der Bau zweier Regenrückhaltebecken. Ein Jahr später wurden die ersten Grundstücke vermarktet: Neben rund 80 neuen Wohnungen entstand eine Kindertagesstätte, weitere Flächen wurden baureif gemacht und erschlossen. 2021 fiel der Startschuss für die Bauphase im Smart City Quartier „Helleheide“ und weitere Grundstücke gingen in die Vermarktung. Und: Die ersten Familien zogen auf den ehemaligen Fliegerhorst.

Auf der Website www.oldenburg.de/fliegerhorst gibt es ausführliche Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Fliegerhorstes von einem Militärflugplatz zu einem neuen Stadtteil. Darüber hinaus sind hier die einzelnen Bauabschnitte und Antworten auf viele Fragen rund um das neue Quartier zu finden.
27.05.2022, 19:11 Uhr
Deutscher Demografie Preis: #MehrÄlterBunter unter den Nominierten
In der engeren Wahl in der Kategorie „Gemeinsam wirken“ – Verleihung am 28. Juni in Berlin

Am 28. Juni 2022 wird in der Kulturbrauerei Berlin der Deutsche Demografie Preis zum dritten Mal verliehen – und dieses Mal ist auch Oldenburg unter den Nominierten. Die Umsetzung der Oldenburger Demografiestrategie „#MehrÄlterBunter“ hat die Jury überzeugt und es in der Kategorie „Gemeinsam Wirken“ in die engere Auswahl geschafft. Bei der digitalen Unconference am 23. Juni werden alle Nominierten vorgestellt, bevor dann knapp eine Woche später die Preise an die Sieger der jeweiligen Kategorien übergeben werden.

„Wir freuen uns sehr über die Nominierung und darüber, dass wir im ersten Schritt die Jury von uns und unserem Projekt überzeugen konnten. Nun heißt es: Kräftig Daumen drücken für #MehrÄlterBunter“, freut sich Susanne Jungkunz von der Strategischen Sozialplanung der Stadt Oldenburg und Projektleiterin von #MehrÄlterBunter, die die Bewerbung eingereicht hatte.

Mitbestimmen und direkt mitgestalten – das ist den Menschen auch in Oldenburg wichtig. Ob digital oder live, Hauptsache ehrlich, auf Augenhöhe und mit spürbaren Ergebnissen. Auf Basis des Aktionsplans Inklusion und der Oldenburger Demografiestrategie entstand vor zwei Jahren #MehrÄlterBunter mit seinen Formaten: Themen-Picknicks2030 generieren neue Ideen für Zukunftslösungen, Projektwerkstätten beraten die Umsetzung und ein Lotsen-Team der Verwaltung unterstützt. Der „Utkiek“ ist Netzwerktreffen und will Forum für Beteiligungsvorhaben sein. Kürzlich ist in Kooperation mit oeins zudem ein Bürger-TV gegen Einsamkeit gestartet.

Alle Informationen rund ums das Beteiligungsformat #MehrÄlterBunter finden sich auf der städtischen Beteiligungsplattform www.gemeinsam.oldenburg.de/demografie.

Der Deutsche Demografie Preis wurde 2020 ins Leben gerufen. Er wird an Menschen und Organisationen verliehen, die Demografie antizipieren, vorausdenken und vorangehen – und so die Zukunft aktiv gestalten. Dabei sind die die besten Ideen und Beispiele gefragt. Eine unabhängige, fachkundige Jury entscheidet, wer den Preis in insgesamt neun Kategorien bekommt. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website unter deutscher-demografie-preis.de ».
06.05.2022, 16:07 Uhr
Aktualisierte Wohnungsbedarfsprognose bis 2030 vorgestellt
Familien und bezahlbarer Wohnraum im Fokus
Nachdem nacheinander der Wohnungsmarktbericht 2021 und die neue Einwohnerprognose im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen vorgestellt wurden, war nun die Wohnungsbedarfsprognose an der Reihe. Denn die neue Einwohnerprognose geht im Vergleich zur Prognose aus dem Jahr 2018 von rund 174.100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Jahr 2030 aus. „Durch die rund 4.770 weniger prognostizierten Oldenburgerinnen und Oldenburger und die Abnahme von Haushalten sinkt auf den ersten Blick der Bedarf an Wohnungen in der Stadt. Deshalb hat das Stadtplanungsamt die Wohnungsbedarfsprognose aus dem Jahr 2019 der InWIS Forschung & Beratung GmbH aus Bochum nun aktualisiert“, erläutert Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan. „Ein Einbruch der Bautätigkeit bedeutet allerdings direkt eine Erhöhung der Nachfrage im Bestand. Das wiederum wirkt unmittelbar preissteigernd. Daran erkennt man die schwierig zu steuernde Wohnbaupolitik zwischen ‚Blase‘ und marktgegebenem Bedarf.“

Bedarf von bis zu 2.900 neuen Wohnungen bis 2030
Ergebnis: Unter Berücksichtigung der Fertigstellungen 2019 und 2020 benötigt Oldenburg zur Deckung des Bedarfs von 2021 bis 2030 statt der bisher prognostizierten 3.450 bis 5.350 Wohnungen insgesamt nur noch zwischen 1.800 bis 2.900 neue Wohnungen. „Das sind wesentlich weniger Wohnungen, als in der ersten Prognose angegeben. Somit müssten jedes Jahr zwischen 180 und 290 neue Wohnungen gebaut werden. Das ist für uns kein Problem: Denn bis zum Jahr 2030 ist aktuell mit der Realisierung von insgesamt sogar 7.660 Wohnungen zu rechnen“, so Uhrhan weiter. Die Zahl setzt sich zusammen aus den im Verfahren befindlichen beziehungsweise rechtsverbindlichen Flächen, die derzeit in Bebauungsplänen vorgesehen sind (etwa 3.460 Wohnungen) und dem Ersatzbau auf Abrissflächen (etwa 4.200 Wohnungen). Dabei wurden die Flächen aus dem Stadtentwicklungsprogramm „step2025“, bei denen bereits Planungsabsicht besteht, wie zum Beispiel Weißenmoor oder Eversten, noch nicht berücksichtigt. Auch die Baulücken in älteren Bebauungsplänen, ermittelt und dargestellt im Wohnbauflächenkataster, fließen hier nicht mit in die Berechnung ein.

Über Familien und bezahlbaren Wohnraum
Uhrhan erklärt, wieso der Wohnungsbau trotz der geringeren Prognose in Oldenburg weiterhin vorangetrieben werden muss: „Wir möchten, dass besonders junge Familien ihren Lebensmittelpunkt in Oldenburg beibehalten. Deshalb soll der Fokus wieder stärker auf dem Erhalt und auf dem Bau von Wohnraum für diese Zielgruppe liegen.“ Um die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes zu fördern, ist bereits viel unternommen worden und die entwickelten und eingesetzten Instrumente entfalten ihre Wirkung. Dazu ergänzt der Stadtbaurat: „Dennoch ist der bezahlbare Wohnraum im Blick zu behalten: In der Stadt Oldenburg gelten etwa 21,6 Prozent der Haushalte als einkommensschwach, erhalten also staatliche Mindestsicherungsleistungen oder Wohngeld oder beziehen Niedrigeinkommen ohne Transferhilfeleistung. Im Zuge der prognostizierten Alterung und der Diskussion um eine zunehmende Altersarmut wird von weiter steigenden Zahlen in diesem Bereich ausgegangen – aktuell von 920 bis 1.400 Wohnungen.“ Allerdings ist zu berücksichtigen, dass über die Quotenregelung in Bebauungsplanverfahren rund 800 (31. Dezember 2020) bezahlbare Wohnungen gesichert werden. Es ist in Oldenburg davon auszugehen, dass rund 10.000 Wohnungen bei den großen Bestandshaltern und Stiftungen als bezahlbare Wohnungen einzustufen sind.
Hintergrund zu Wohnungsbedarfsprognosen

Durch die InWIS Forschung & Beratung GmbH aus Bochum wurde im Jahr 2019 eine Wohnungsbedarfsprognose für die Stadt Oldenburg von 2018 bis zum Jahr 2030 erstellt. Basis der Wohnungsbedarfsprognose war die Bevölkerungsprognose 2018, die bis zum Jahr 2030 für die Stadt Oldenburg 178.866 Einwohnerinnen und Einwohner prognostizierte.

Grundlage für eine Wohnungsbedarfsprognose ist eine Haushaltsprognose, denn Haushalte fragen Wohnungen nach. Die Beobachtung der Haushaltsgröße in den letzten Jahren zeigt dabei eine Tendenz weg von der Singualisierung, hin wieder zu mehr „Zweisamkeit“, also eine Doppelbelegung außerhalb der klassischen Familienbildung.

In der neuen Wohnungsbedarfsprognose von 2022 wird zwischen Ersatzbedarf, Fluktuationsreserve und Zusatzbedarf unterschieden:

Ersatzbedarf
Der Ersatzbedarf ergibt sich aus den künftigen substanzbedingten Wohnungsabgängen (Abrisse). Um sie zu ersetzen, müssen neue Wohnungen gebaut werden. Üblicherweise werden für den Ersatzbedarf 0,1 Prozent bis 0,4 Prozent pro Jahr des Wohnungsbestandes angenommen.

Auswertungen der Baufertigstellungsstatistiken der letzten Jahre in der Stadt Oldenburg zeigen, dass circa 0,11 Prozent der Wohnungen pro Jahr abgerissen werden. Abgerissen wurden vorwiegend Einfamilienhäuser. Auf diesen Flächen sind in der Regel in den letzten Jahren mehr Wohnungen entstanden. Für den abgängigen Wohnraum wird daher eine Quote von 0,11 Prozent pro Jahr angesetzt. Daher wird davon ausgegangen, dass im Prognosezeitraum (10 Jahre) insgesamt circa 1.050 Gebäude abgerissen werden. Auf diesen Flächen entstehen durchschnittlich vier neue Wohnungen und im Ergebnis bis 2030 circa 4.200 Wohnungen.

Fluktuationsreserve
Ein ausgeglichener Wohnungsmarkt benötigt leerstehende Wohnungen, damit Umzüge möglich sind, sowie Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden können. Im Allgemeinen wird für die Fluktuationsreserve eine Quote zwischen 1 bis 3 Prozent angesetzt. Für die Stadt Oldenburg wurde eine 2-prozentige Fluktuationsreserve mit 1.889 und 1.910 Wohnungen zugrunde gelegt.

Zusatzbedarf
Der Zusatzbedarf ergibt sich aus der Differenz der nachfragewirksamen zukünftigen Haushaltszahl und dem heutigen Wohnungsbestand. Im Jahr 2030 werden rund 94.450 bis 95.500 Haushalte eine Wohnung nachfragen. In der Stadt Oldenburg gibt es derzeit 95.589 Wohnungen (Stand 31. Dezember 2020). Daraus ergibt sich ein Zusatzbedarf von minus 97 bis minus 1.146 Wohnungen. Die Stadt hat also mehr Wohnungen im Bestand als zukünftige nachfragewirksame Haushalte.
26.04.2022, 17:46 Uhr
Ausstellung im Stadtplanungsamt
Architektur-Studierende der Jade Hochschule fertigen städtebauliche Entwürfe für Fliegerhorst
Architektur-Studierende der Jade Hochschule haben im vergangenen Wintersemester unter der Leitung von Dr. Frank Pantel städtebauliche Entwürfe für einen zentralen Bereich des Fliegerhorstes in Oldenburg gefertigt. Es handelt sich dabei um die erste städtebauliche Arbeit im fünften Semester.

Zwischen der ehemaligen Truppenküche und dem Smart-City-Gelände galt es unter dem Motto „Ein Wohnquartier, wie es sein soll!“ eine ideale, vielfältig gemischte Wohnstruktur zu entwickeln, die unter anderem durch die Integration von Freiräumen, Weiternutzung der Bestandsgebäude, Nutzung einer Quartiersgarage und Schaffung autofreier Spielstraßen ein Umfeld mit attraktiven Nutzungsangeboten für den gesamten neuen Stadtteil bereithält.

Die Arbeiten können zusätzlich zur Bilderausstellung noch bis Freitag, 27. Mai, montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr im Stadtplanungsamt, Industriestraße 1 a, zweites Obergeschoss, Schaukästen auf dem Flur links, angesehen werden. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, die in städtischen Gebäuden geltende Maskenpflicht zu beachten.
23.04.2022, 17:03 Uhr
Lappan wird auf Herz und Nieren geprüft
Gebäudeinspektion ab 25. April gibt Aufschluss über Sanierungsbedarf
Das Gebäude Lange Straße 3, zu dem auch der historische Lappan-Turm gehört, wird von Montag, 25. April, bis Mittwoch, 27. April, einer eingehenden Prüfung unterzogen. Die Maßnahme dient dazu, einen Gesamtüberblick über den Gebäudezustand zu erhalten, und gibt Aufschluss darüber, ob und inwieweit bauliche Maßnahmen nötig sind. Schwerpunktmäßig prüfen die Fachleute des Monumentendienstes dabei Dach, Mauerwerk und die Fenster.

Um den Turm prüfen zu können, wird ein Steiger eingesetzt, wofür es voraussichtlich am Dienstag, 26. April, zu kurzzeitigen Sperrungen des Durchgangs am Lappan kommt. Auch bei der Tourist-Information sind Zugangsbeschränkungen möglich, sie bleibt aber ganztägig geöffnet, da jeweils mindestens ein Eingang zugänglich sein wird.
19.04.2022, 18:31 Uhr
Schöne Aussichten: Wie sich der Fliegerhorst verändert
Informationsplattform eingeweiht – Neuer Stadtteil nimmt Formen an – Viele Fortschritte
In den vergangenen fünf Jahren ist auf dem ehemaligen Fliegerhorst kaum ein Werktag vergangen, an dem nicht gebaggert, Bodenmasse bewegt, Altes abgerissen oder Neues geplant und gebaut worden ist. Ständig ändert sich etwas auf dem Gelände, das so groß ist wie 175 Fußballfelder. Um den Überblick zu behalten, hilft eine neue Informations- und Aussichtsplattform, die Oberbürgermeister Jürgen Krogmann am Dienstag, 19. April, eingeweiht hat. „Dieser neun Meter hohe Turm soll der Öffentlichkeit gleichermaßen als Infopunkt, Fenster ins Quartier und Rastmöglichkeit für Fahrradtouren dienen. Von dieser Stelle aus bekommt man einen guten Eindruck von der Herkulesaufgabe, ein einstiges Militärareal in einen lebendigen Stadtteil zu verwandeln, in dem bis zu 3.000 Menschen ihr neues Zuhause finden können“, sagt Krogmann.

„Wir haben viel Arbeit investiert, um Grundstücke baureif zu machen, nun geht es auch in der Vermarktung Schritt für Schritt voran“, erläutert der Oberbürgermeister. Stand jetzt wurden 27 Wohneinheiten in Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern bezogen und 61 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern befinden sich im Bau. Insgesamt werden knapp 1.000 Wohneinheiten möglich sein.

Eine gewichtige Rolle bei der Erschließung des Areals spielt die vorherige Kampfmittelsondierung, 20 Millionen Euro wurden dafür bisher ausgegeben. „Das ist aufwendig und teuer und führt mitunter zu Verzögerungen, aber wir gehen hier auf Nummer sicher“, betont Krogmann. Schließlich befanden und befinden sich neben Bomben-Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg in vielen Bereichen auf dem Fliegerhorst-Gelände vergrabene Munitionsreste und sonstige Altlasten, die in der Erde schlummern. Eine Fläche von 32 Hektar gilt jetzt als kampfmittelfrei und baureif. Bisher hat die Stadt 16 Millionen Euro durch Grundstückverkäufe eingenommen. Weitere 37 Millionen Euro sind für Wohnbau- und Mischgebietsflächen eingeplant, diese Einnahmen werden aber durch die Kosten für Abriss und Kampfmittelsondierung sowie Erschließungsmaßnahmen mehr als aufgezehrt.    

Auch die jetzt eingeweihte Aussichtsplattform ermöglicht einen Blick auf geräumte Baufelder. Bei dem Turm handelt sich um insgesamt drei übereinander gestapelte Container mit einer Treppenanlage, die auf eine Dachterrasse führt, von der aus man seinen Blick schweifen lassen kann. Der mit einer Beleuchtung versehene Turm ist im Bereich der zukünftigen zentralen Grünfläche gegenüber vom alten Fliegerhorst-Küchengebäude entstanden. Zu entdecken gibt es von dort einiges. Und so sehen die Fortschritte in den insgesamt fünf Bebauungsplänen, die auf dem 2016 beschlossenen Masterplan beruhen, im Einzelnen aus:

Baugebiet Brookweg/Mittelweg: Ende 2022 sind alle Häuser bezogen
Das Baugebiet N-777 D ist mit 2,4 Hektar das kleinste im neuen Stadtteil. Bereits alle Grundstücke bis auf das Offizierskasino sind vermarktet. Mit der Bebauung wurde im Herbst 2019 begonnen. Mit der Fertigstellung und einem Bezug aller Wohneinheiten (etwa 85) – Einfamilienhäuser, Doppelhäuser sowie bis zu dreigeschossige Mehrfamilienhäuser – ist Ende 2022 zu rechnen. Der Straßenendausbau ist für 2023 vorgesehen. Bereits im Frühjahr 2021 in Betrieb gegangen ist die Kita „Heiliger Alexander“ der Kirchengemeinde St. Christopherus mit drei Kitagruppen. Der neu entstehende Park entlang der renaturierten Ofenerdieker Bäke bildet die Verbindung zum Baugebiet jenseits der Alexanderstraße.

Noch offen ist die weitere Nutzung des Offizierskasinos. Ob das Gebäude erhalten werden kann, hängt vom Ausgang der bereits in Auftrag gegebenen Kampfmittelsondierung ab. Die Arbeiten im und am Kasino, über die die Anwohnenden noch gesondert informiert werden, sollen vor den Sommerferien 2022 abgeschlossen sein.

Baugebiet Alexanderstraße: Erste Grundstücke verkauft
Die 28 Hektar große Fläche westlich der Alexanderstraße und nördlich des Brookwegs bildet den Bebauungsplan N-777 E und ist das Herzstück des neuen Stadtteils Fliegerhorst. Die Fläche wird in drei Abschnitten erschlossen. 2021 konnte das erste Grundstück für den Wohnungsbau verkauft werden: Auf 6.700 Quadratmetern werden 62 Wohnungen entstehen, davon 31 im preisgünstigen Bereich. Der Baubeginn steht noch aus. Das gilt auch für den Bau einer fünfgruppigen Kita (als Teilersatz und Erweiterung der bisherigen AWO-Kita Halsbeker Straße) – das Grundstück im Bereich Alexanderstraße/Planstraße E wurde im Oktober 2021 verkauft.

Geplant sind in diesem Jahr der Abbruch weiterer Alt-Gebäude (Büros und Unterkünfte, Truppenküche und das bisher von der Traditionsgemeinschaft Jagdbombergeschwader 43 e. V. genutzte Gebäude) sowie die Kampfmittelsondierung auf den dazugehörigen Flächen. Der ausgestellte Alpha Jet wird bis zum Sommer an den neuen Standort der Traditionsgemeinschaft im ehemaligen Sanitätsgebäude gebracht. Die beiden anderen Flugzeuge werden bis auf Weiteres in einem Shelter zwischengelagert.

Der zweite Bauabschnitt dieses B-Plans soll bis Juni 2022 in der Erstanlage erschlossen sein. Die Grundstücke in diesem Bereich, die eine Gesamtgröße von rund 3,1 Hektar haben, sollen in der zweiten Jahreshälfte vermarktet werden. Dabei sollen besondere Schwerpunkte (beispielsweise bei Energierückgewinnung, Brauchwassernutzung, Mobilität, sozialen Aspekten und speziellen Wohnformen) gesetzt werden. Acht Einfamilien- und drei Doppelhausgrundstücke im Bereich südlich der Planstraße C (Nelson-Mandela-Ring) sollen noch vor der Sommerpause zum Verkauf angeboten werden. Zudem ist in diesem Bauabschnitt eine Tiny-House-Fläche vorgesehen.

Daneben wird die Oberflächenentwässerung weiter verbessert. Die Überflutungsbecken an der Grenze zwischen den Bebauungsplänen N-777 D und N-777 E und das große Regenrückhaltebecken im Bereich des früheren Sportplatzes nördlich der Hugo-Eckener-Straße stehen vor der Fertigstellung. Diese Maßnahmen werden zur Entspannung bei der Entwässerungssituation im gesamten Stadtnorden beitragen.

Parallel zum Kleinen Bürgerbusch lässt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband ein neues Pumpwerk errichten, das voraussichtlich im Mai 2023 in Betrieb genommen werden soll.

Smart City Quartier Helleheide: Erste Bauvorhaben gestartet
Auf rund vier Hektar entsteht im dritten Bauabschnitt (N-777 F) das Smart City Quartier Helleheide, das von der GSG Oldenburg entwickelt wird. Den Kaufvertrag unterzeichneten Stadt und GSG im Dezember 2019. Bestandteil der Fläche ist das Projekt Energetisches Nachbarschaftsquartier, bestehend aus 21 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und kommunaler Verwaltung, das eine innovative und klimafreundliche Energieversorgung bietet. Die Realisierung schreitet in großen Schritten voran: Das Energiekonzept steht, im September 2021 wurden die ersten Baugenehmigungen erteilt. Die GSG hat mit den ersten Bauvorhaben begonnen (im Bereich der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft). Die so genannte „Technikinsel“ im Herzen des Quartiers Helleheide – innerhalb der 1.000 m² großen Fläche bietet sie unter anderem Platz für innovative Technik und Sensorik aus Wissenschaft und Forschung – soll in diesem Jahr an den Start gehen.

Bis Ende 2024 will die GSG rund 210 Wohneinheiten, eine Quartiersgarage und eine vierzügige Kindertagesstätte errichten. Dabei entstehen mindestens 50 Prozent der Wohnungen im Rahmen des geförderten Wohnungsbaus, um günstige Mieten zu gewährleisten. „Es entwickelt sich ein zukunftsweisendes Wohnquartier für Menschen jeden Alters und jeder Einkommensgruppe“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Für das nicht an die GSG veräußerte Grundstück südlich des Rad- und Fußweges, das circa 12.000 m² groß ist, wird derzeit ein Konzept erarbeitet. Ziel ist es, ein Plusenergiequartier für familienfreundliches Wohnen im preiswerten Wohnbau zu verwirklichen. Das Angebot an Baugemeinschaften und Investoren könnte noch in 2022 erfolgen, eine Bebauung wird in der zweiten Jahreshälfte 2023 angestrebt.

Gewerbegebiete: Teil der Entlastungsstraße liegt auf Eis
Zwei weitere Bebauungspläne (N-777 G und H) im Nordwesten des Areals sind im Wesentlichen für Dienstleistungen und Gewerbe vorgesehen. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes N-777 G ist insgesamt rund 20 Hektar groß. Die Gewerbegebietsflächen umfassen ein Areal zur Größe von circa 6,8 Hektar. Zusätzlich ist in westlicher Richtung die weitere Ausweisung von gewerblichen Bauflächen im Bebauungsplan N-777 H in einer Größenordnung von voraussichtlich bis zu sechs Hektar vorgesehen.

Der Masterplan sieht eine 2,55 Kilometer lange Verbindung zwischen Alexanderstraße und der Ammerländer Heerstraße vor, die die Verkehre der im Westen des Fliegerhorstes gelegenen potenziellen Gewerbe- und Mischgebietsflächen aufnehmen soll. Während der Bau des zwischen Fliegerhorstquartier und Alexanderstraße gelegenen Teils der so genannten Entlastungsstraße unstrittig ist, hat der Rat ein Baumoratorium für den Teil zwischen Fliegerhorstquartier und Ammerländer Heerstraße beschlossen – und zwar solange, bis laufende Normenkontrollklagen gegen den B-Plan N-777 G rechtskräftig abgeschlossen sind.

Die Verwaltung bereitet aktuell lediglich die Baumaßnahmen der Entlastungsstraße vom Knotenpunkt Alexanderstraße/Am Alexanderhaus bis zum Kreisverkehrsplatz vor.
25.03.2022, 13:04 Uhr
Oldenburg wächst weiter – aber nicht mehr so schnell
Neue Bevölkerungsprognose: Höchststand wird mit 174.300 Einwohnern in 2027 erwartet
Die Stadt Oldenburg wächst in den nächsten Jahren weiter – allerdings vollzieht sich der Anstieg der Bevölkerungszahl deutlich gedämpfter als in den Jahren bis 2018. Das geht aus der neuen Bevölkerungsprognose hervor, die der Fachdienst Geoinformation und Statistik für den Zeitraum bis zum Jahr 2035 vorgelegt hat. Der Höchststand wird nun mit rund 174.300 Einwohnerinnen und Einwohnern im Jahr 2027 erwartet. Das entspricht gegenüber dem Jahr 2021 einem Zuwachs von 1,6 Prozent. Danach soll die Zahl der Oldenburgerinnen und Oldenburger zurückgehen, jedoch nur sehr moderat – bis zum Jahr 2035 um 0,8 Prozent. Zum Ende des Prognosezeitraums wird immerhin noch mit rund 173.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gerechnet.

„Investitionen in die Infrastruktur sind weiterhin sinnvoll und notwendig, weil sie für einen auch über das Jahr 2035 hinausgehenden Horizont mehr als 170.000 Oldenburgerinnen und Oldenburgern zu Gute kommen werden“, schlussfolgert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Inwieweit die aktuellen Zahlen haltbar sein werden, bleibt angesichts des Zustroms von Geflüchteten aus der Ukraine indes abzuwarten. „Die Auswirkungen sind noch nicht abzuschätzen. Daher ist es gut, dass wir jetzt jährlich ein Prognose?Update herausgeben. Die nächste Fortschreibung ist bereits für das Frühjahr 2023 geplant“, teilt Krogmann mit. 

Das Durchschnittsalter steigt
Eine Erkenntnis aus der aktuellen Prognose ist: Die Einwohnerschaft wird älter werden – das Durchschnittsalter steigt von 42,5 (2021) auf 43,7 (2035) Jahre an. „Auch Oldenburg wird trotz des Jungbrunnens Ausbildungsstadt in zunehmendem Maße eine alternde Stadt sein. Die Anteile der älteren Bevölkerungsgruppen werden zunehmen, was mittelfristig altersgerechte Planungen für die Stadtteile, Quartiere und das Wohnumfeld sowie verschiedene Zielgruppen erfordert“, sagt Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan.

Wie sich die Alterskohorten verändern
Laut Prognose muss mit einem Anstieg der Altersgruppe 80+ gerechnet werden. Sie erreicht eine erste Spitze mit knapp 11.400 Menschen in 2024. Danach setzt sich die Entwicklung auf konstantem Niveau fort, um etwa ab 2032 erneut anzusteigen auf rund 11.600 Menschen in 2035.

Interessant ist ein Blick auf die sogenannten „Best?Ager“, die Alterskohorte der 50? bis 59?Jährigen. Ihre Kurve hat nach einem starken Anstieg von 2011 bis 2017 erwartungsgemäß 2019 ihren Höhepunkt erreicht und 2020 den „Abstieg“ begonnen. Zählte die Stadt 2021 noch rund 25.600 Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 50 und 59 Jahren, werden es 2035 voraussichtlich nur noch 19.500 in dieser Altersgruppe sein. Die „Baby?Boomer“ der geburtenstarken Jahrgänge (etwa 1955 bis 1965) drängen immer weiter in Richtung des Rentenalters und werden es 2027 weitgehend erreicht haben. In den Altersgruppen der 60- bis 69-Jährigen sowie der 70- bis 79-Jährigen wird von einem starken Anstieg ausgegangen. Die Spitzen werden voraussichtlich um 2029 und 2039 erreicht werden.

Bei den Kleinstkindern (0 bis 2 Jahre) hat es in den vergangenen fünf Jahren kleine Zuwächse gegeben, die sich noch leicht fortsetzen werden, um danach bis circa zum Jahr 2030 auf einem stabilen Niveau zu verharren. Bei den Kindergartenkindern wird noch ein leichter weiterer Anstieg auf gut 4.600 Drei- bis Fünfjährige im Jahr 2028 vorhergesagt. Danach wird sich die Entwicklung in dieser Altersgruppe auf konstantem beziehungsweise leicht sinkendem Niveau bewegen. In den nachfolgenden Gruppen der Grundschülerinnen und Grundschüler (6 bis 9 Jahre) und Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I, 10 bis 14 Jahre) wird sich diese Entwicklung zeitversetzt fortsetzen. Eine stabile Entwicklung wird für die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen erwartet: Ihr Anteil steigt leicht von 24.100 Menschen in 2021 auf 25.500 in 2035. Ähnlich verhält es sich mit den 40- bis 49-Jährigen: Der Anteil dieser Altersgruppe steigt von 19.700 Menschen in 2021 auf etwa 21.500 in 2035.

Besonders bei den 30- bis 39-Jährigen und deren Kindern macht sich deutlich der hohe negative Umlandwanderungssaldo bemerkbar. Das heißt, die Stadt verliert jährlich Einwohnerinnen und Einwohner an die Umlandkreise.

Unterschiedliche Entwicklung in den Bezirken
Beim Blick auf die einzelnen statistischen Bezirke der Stadt zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung: Die innenstadtnahen Gebiete sowie der Bezirk Etzhorn/Ohmstede/Bornhorst werden der Prognose zufolge Einwohnerinnen und Einwohner verlieren, in den anderen Bezirken ist mit moderaten oder deutlichen Steigerungsraten zu rechnen. Wo größere Zuwächse erwartet werden, geht die Entwicklung auf Baugebiete zurück, die das Stadtentwicklungsprogramm 2025 vorgibt. So wird prognostiziert, dass der Bezirk Kreyenbrück/Bümmerstede/Tweelbäke-West/Krusenbusch/Drielaker Moor um 5,1 Prozent zulegt, der Bezirk Bürgerfelde/Dietrichsfeld/Ofenerdiek/Nadorst um 5 Prozent und der Bezirk Osternburg/Drielake um 4,1 Prozent. Das stärkste Plus (14,2 Prozent) verzeichnet laut Prognose der Bezirk Neuenwege/Blankenburg. Dieser Zuwachs muss allerdings vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass der Bezirk mit gut 1.600 Einwohnerinnen und Einwohnern eher dünn besiedelt ist.
25.02.2022, 12:35 Uhr
Trotz Corona-Krise hohe Bautätigkeit in 2020
Aktueller Wohnungsmarktbericht vorgelegt – deutlicher Anstieg bei Baugenehmigungen
Auch im Jahr 2020 haben sich, trotz der Corona-Krise, die dynamischen Entwicklungen der letzten Jahre auf dem Oldenburger Wohnungsmarkt fortgesetzt: Ausdruck findet dies unter anderem in der hohen Anzahl an fertiggestellten Wohnungen. Diese lag mit 1.180 Wohnungen gegenüber dem Vorjahr mit 917 Wohnungen wieder deutlich über der 1.000er-Marke. Das geht aus dem aktuellen Wohnungsmarktbericht 2021 mit den Zahlen aus 2020 hervor, den die Stadtverwaltung jetzt vorgelegt hat.

„Die mit dem Klimaschutz und demografischen Wandel verbundenen Herausforderungen sowie das für Oldenburg prognostizierte langsamere Bevölkerungswachstum werden bei der Rahmensetzung den Blick wieder stärker auf den Wohnungsbestand und den Erhalt vitaler Quartiere lenken. Auch in Zukunft erwarten wir eine hohe Bautätigkeit“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Dabei ist uns wichtig, die Schaffung barrierearmen Wohnraumes und bezahlbaren Wohnraumes für Familien zu fördern.“

Der Bestand an Wohnungen ist auf 95.589 Einheiten geklettert. Demnach sind im Vergleich zu 2019 1.208 neue Wohnungen entstanden. Gegenüber 2011 ist das eine Zunahme von 10.007 Wohnungen. Interessant ist, dass sich der Trend der letzten Jahre zu kleineren Wohnungen weiter fortsetzt: Der Anteil an Ein-, Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen betrug rund 62 Prozent der im Jahr 2020 neu entstandenen Wohnungen. Für 2020 sind zudem 1.937 Baugenehmigungen und Baumitteilungen notiert – und damit deutlich mehr als im Vorjahr (1.257).

Die Wohnungsversorgungsquote (Wohnungen pro 100 Haushalte) liegt mit 101,2 Prozent etwas niedriger als 2019 (102,2). Als ausgeglichen gilt ein Wohnungsmarkt, wenn die Versorgungsquote zwischen 102 und 103 Prozent liegt – das heißt, ein Leerstand von zwei bis drei Prozent ist für einen funktionierenden Markt notwendig. Die aktuellen Bebauungspläne, die sich bereits in der Umsetzung oder im laufenden Planverfahren befinden, sichern die Realisierung von weiteren rund 5.520 Wohnungen.

Die Stadt Oldenburg hat mit dem Arbeitskreis Bündnis Wohnen mehrere Instrumente zur Schaffung preiswerten Wohnraumes entwickelt, die vom Rat beschlossen wurden und deren Wirksamkeit mittlerweile zu beobachten ist. So sind eine bestimmte Anzahl von Wohnungen mit einer Mietpreis- und Belegungsbindung als bezahlbarer Wohnraum zu schaffen. In rechtsverbindlichen Bebauungsplänen (ab 2014 bis 2020) beläuft sich die Zahl der über die Quotenregelung gesicherten bezahlbaren Wohnungen auf 680 und in den laufenden Bebauungsplanverfahren auf 111.

Über die städtische Wohnungsbauförderung wurden bis 2020 der Bau von 320 Mietwohnungen und acht Modellvorhaben mit rund 6,13 Millionen Euro bezuschusst. Die Förderung ist mit einer Mietpreisbindung und der Maßgabe einer Vermietung an Personen, die Anspruch auf einen einfachen Wohnberechtigungsschein haben, verbunden.

Am Bahndamm und auf dem Fliegerhorst sind die ersten der rund 1.500 Wohnungen entstanden, die dort in den kommenden Jahren gebaut werden. „Die Umsetzung der Wohnungen in den aktuellen Bebauungsplänen schreitet voran. In den kommenden Jahren können auf diesen Arealen rund 3.500 weitere Wohnungen gebaut beziehungsweise fertiggestellt werden“, gibt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann einen Ausblick.

Seit 2016 werden die Ergebnisse der laufenden Wohnungsmarktbeobachtung der Stadt in Wohnungsmarktberichten festgehalten, um zeitnah Veränderungen und Handlungserfordernisse zu erkennen.
25.02.2022, 12:32 Uhr
Wassermengen auf dem Fliegerhorst: Kampfmittelsondierung eingestellt
Auch Straßenbauarbeiten betroffen – Wasserstand verhindert Arbeiten
Die anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage haben auch deutliche Spuren auf dem Fliegerhorst-Gelände hinterlassen: Große Pfützen und kleine Seen säumen das Areal, die Böden sind durchweicht. Weil der Boden deshalb nicht gesiebt werden kann, ist derzeit die Kampfmittelsondierung technisch nicht möglich. Die Wassermengen im und auf dem Boden lassen ein sorgfältiges und sicheres Arbeiten nicht zu.

Auch im Straßenbau erschwert der Wasserstand eine technisch notwendige Bearbeitung. Das Befahren der noch nicht befestigten Flächen mit Baufahrzeugen ist derzeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Aus diesen Gründen werden die Arbeiten bis voraussichtlich mindestens Mitte März eingestellt.

Alle weiteren Informationen zum neuen Stadtteil Fliegerhorst gibt es unter www.oldenburg.de/fliegerhorst.
15.02.2022, 16:41 Uhr
Alter Postweg erhält neues Gesicht
Stadt informiert über Ausbauplanung online und auf Wunsch mit Termin im Fachdienst Tiefbau
Mit dem geplanten Ausbau der Straße Alter Postweg in Kreyenbrück schlägt die Stadt mehrere Fliegen mit einer Klappe: Zum einen geht es darum, das neue Quartier MediTech Oldenburg (MTO) mit einer Hauptzufahrt anzubinden. Zum anderen sind die Verkehrsanlagen am Alten Postweg alles andere als zeitgemäß: Die Straßendecke weist an vielen Stellen Risse und Versackungen auf, die Oberflächenentwässerung ist unzureichend, Pfützen sind keine Seltenheit. Es gibt kaum geregelte Querungsmöglichkeiten, Radelnde werden auf die Fahrbahn gedrängt, auf der Ostseite ist der Gehweg zu schmal. Das alles soll sich ändern: Die vom Ingenieurbüro INGWA erstellte Neuplanung soll die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöhen und insbesondere den Radverkehr stärken. Eine weitere Umbau-Notwendigkeit ergibt sich aus der Absicht des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), die Kanalisation zu erneuern. Außerdem will die EWE die Trinkwasserleitung von der West- auf die Ostseite der Straße verlegen.

Wann und wo wird gebaut?
Mit dem Bau wird voraussichtlich in diesem Frühjahr begonnen. Gestartet wird mit der Wasserleitung. Für diese Arbeiten sind insgesamt etwa sechs Monate veranschlagt. Nach etwa drei Monaten beginnt parallel dazu der Kanal- und Straßenbau. Auch der Rahmendurchlass des Krusenbuscher Wasserzuges wird erneuert. Ausgebaut wird in zwei Bauabschnitten. Beginnend im Norden liegt der erste Abschnitt mit einer Länge von rund 300 Metern zwischen der Klingenbergstraße und dem Windmühlenweg. Anschließend beginnt der zweite Teil, der etwa 260 Meter misst, im Windmühlenweg und endet am Schellenberg. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 geplant.

Während der gesamten Bauzeit werden die betroffenen Grundstückszufahrten, zumindest provisorisch, entweder nördlich oder südlich erreichbar sein. Dies schließt auch die Zufahrt zur Dr.-Behring-Straße ein. Sollte eine Zufahrtssperrung im Ausnahmefall unumgänglich sein, beläuft sich diese in der Regel auf maximal ein bis zwei Tage. Sobald eine Zufahrtssperrung während der Bauzeit absehbar ist, werden die Anwohnenden per Post informiert.

Einzelheiten der Planung
Der Alte Postweg wird in einer Breite von 6,50 Metern ausgebaut – zurzeit ist die Fahrbahn zwischen 6 und 7,60 Meter breit. Unter der neuen Asphaltdecke werden eine Tragschicht, Schotter und eine Frostschutzschicht eingebaut. Im Mittelteil der Ausbaustrecke wird die Fahrbahn auf beiden Seiten von jeweils separaten, mit Betonsteinpflaster versehenen Geh- und Radwegen flankiert.

Zur Anbindung des MediTech-Areals wird die Fahrbahn aufgeweitet. Aus Richtung Norden wird ein Linksabbiegestreifen eingerichtet. Außerdem wird eine Querungsinsel in die Fahrbahn integriert. Durch die Ausgestaltung der Nebenanlagen sowie die Schaffung von Zufahrten zum MTO-Gelände werden die Parkmöglichkeiten an der Straße eingeschränkt. Es werden elf Parkplätze weniger als im aktuellen Bestand zur Verfügung stehen. Ersatz entsteht aber im angrenzenden MTO-Quartier, wo eine Vielzahl von neuen Stellplätzen in Form von für die Öffentlichkeit zugänglichen Parkgaragen geschaffen werden sollen.

In den Straßenabschnitten links und rechts vom Mittelteil dürfen Fahrradfahrende den Gehweg, der 2,50 Meter auf der Ostseite und 2,70 Meter auf der Westseite breit sein wird, mitnutzen oder die Straße befahren. Die Überleitungen vom Radweg auf die Straße werden mit vier markierten Fahrradschleusen gesichert (jeweils zwei auf jeder Seite). Die Kosten des reinen Straßenausbaus belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro brutto und werden bis zu 60 Prozent mit Mitteln nach dem NGVFG (Niedersächsisches Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) gefördert.

Keine Informationsveranstaltung in Präsenz
Aufgrund des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens sieht die Stadtverwaltung von der sonst für Bürgerinnen und Bürger üblichen Informationsveranstaltung in Präsenz ab. Alternativ stellt das Amt für Verkehr und Straßenbau das bevorstehende Bauvorhaben detailliert online auf der städtischen Homepage vor. Umfangreiche Informationen – Bestandsanalysen, Planungen und Präsentationen – sind im Internet abrufbar unter www.oldenburg.de/ausbau-alter-postweg.

Bürgerinnen und Bürger, die über keinen Internetzugang verfügen, können bis zum 11. März direkt telefonisch oder per E-Mail einen Termin mit dem Fachdienst Tiefbau vereinbaren, um die Planung einzusehen. Auch Rückfragen im Zusammenhang mit der Planung sind möglich. Ansprechpartnerin im Fachdienst Tiefbau ist Swetlana Pfitzner, Telefon 0441 235-4109, E-Mail swetlana.pfitzner@stadt-oldenburg.de.
11.02.2022, 12:59 Uhr
Virtueller Rundgang über den Oldenburger Fliegerhorst
Tonaufnahmen, historische und aktuelle Fotos liefern Eindrücke vom Baugelände
Das ehemalige Fliegerhorst-Gelände ist ab sofort für jede und jeden öffentlich zugänglich – zumindest digital: Möglich wird das durch einen virtuellen Rundgang, den die städtischen Fachdienste Fliegerhorst, Regionalentwicklung und Informations- und Kommunikationstechnik gemeinsam auf die Beine gestellt haben. „Das Interesse am neu entstehenden Stadtteil ist ungebrochen groß, was uns als Stadt natürlich freut. Doch die Baustelle kann aus Sicherheitsgründen derzeit kaum von der Öffentlichkeit betreten werden. Deshalb freut es mich umso mehr, dass Bürgerinnen und Bürger und alle anderen Interessierten nun bequem von zuhause aus den Fliegerhorst erkunden und sich einen Eindruck verschaffen können“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Unter der Adresse www.oldenburg-service.de/fliegerhorst startet der Rundgang über das Gelände. Mit einer Mischung aus sphärischen 360-Grad-Aufnahmen, historischen und aktuellen Fotos sowie Texten und Tonaufnahmen können sich Interessierte virtuell über das Gelände bewegen.

Virtueller Rundgang bietet auch Fotografien und Tonmaterial
Die Nutzerinnen und Nutzer des Rundgangs können sich mithilfe von Pfeilen durch die Rundum-Aufnahmen bewegen. Zusätzlich gibt es eine Übersichtskarte, mit der bestimmte Orte auch direkt angewählt werden können. An den Orten und auf der Strecke gibt es viel zu entdecken, so finden sich überall verschiedene Detailaufnahmen zum Gebäudebestand, historische Fotos und Ausblicke. Im Tower können die Besucherinnen und Besucher virtuell bis nach ganz oben klettern und einen Blick aus dem Fenster werfen oder sie schauen sich im Kasino um. An verschiedenen Standpunkten wird der Rundgang durch Tonmaterial erzählerisch untermalt. Die Strecke ist dabei an das Konzept für Erinnerungskultur auf dem Fliegerhorst angelehnt.

Über den Fliegerhorst
Vom 14. bis 16. Jahrhundert wurde das heutige Gelände des Fliegerhorstes von den ortsansässigen Bauern gemeinsam für Schafbeweidung und Landwirtschaft als Allmende (Gemeingut) genutzt. Ab 1915 wurde die angrenzende Alexanderheide, die inzwischen von den Bürgerinnen und Bürgern zur Naherholung genutzt wurde, ein Wehrübungsplatz. 1928 folgten die ersten Segelflüge, bevor der Rat der Stadt 1932 beschloss, die Alexanderheide zu einem zivilen Flugplatz auszubauen, der wiederum bis 1935 genutzt wurde. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kam er in britische Hände. 1957 wurde der Fliegerhorst der Bundeswehr übergeben und beherbergte seitdem verschiedene Geschwader. Das zuletzt aktive Jagdbombergeschwader 43 wurde 1993 außer Dienst gestellt und der Fliegerhorst 1994 offiziell entwidmet. Zu Beginn des Jahres 2014 starteten die Vorbereitungen zur Entwicklung eines neuen Stadtteils auf dem Gelände. Der Verkauf von Grundstücken für den Wohnungsbau im ersten Teilabschnitt begann 2019.

Zur technischen Umsetzung
Für den Rundgang über den Fliegerhorst wurden 360-Grad-Sphärenaufnahmen gemacht. Die Kamera arbeitet mit zwei um 180 Grad versetzten sogenannten Fischaugenobjektiven. Dadurch wird mit nur einer Aufnahme der gesamte Raum erfasst, ohne dass eine nennenswerte Nacharbeitung erfolgen muss. Die Auflösung für eine Aufnahme liegt im Maximum bei 5376 mal 2688 Pixeln. Die virtuelle Tour setzt sich aus 29 Einzelbildern zusammen. Die Detailaufnahmen wurden mit einer Systemkamera selbstständig geschossen, zusätzlich wurde auf Archivmaterial des Vereins Traditionsgemeinschaft Jagdbombergeschwader 43 e.V. zurückgegriffen.

Im Rahmen der „Digitalen Lernlabore“ entstand bereits 2020 ein virtueller Rundgang durch die historischen Villen des Stadtmuseums. Aufbauend auf den Erfahrungen und dem großen Interesse entstand 2021 als Folgeprojekt der Rundgang über das im Bau befindliche Fliegerhorstgelände, um das Vorhaben und den aktuellen Entwicklungsstand zugänglich zu machen. Das Projekt „Digitale Lernlabore“ der Stadt Oldenburg wird aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert.
22.01.2022, 12:51 Uhr
In den Streit ums Wallkino kommt Bewegung
Die Bemühungen, das denkmalgeschützte und vom fortschreitenden Verfall bedrohte Wallkino zu erhalten, bekommen Auftrieb. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann schlägt Eigentümer Ulrich Marseille, der wegen seines Umgangs mit dem 1914 erbauten Gebäude in der Kritik steht, einen gemeinsamen Vor-Ort-Termin im Wallkino vor. Krogmann reagiert mit der Einladung nach Oldenburg auf ein Schreiben des Hamburger Unternehmers, in dem Marseille der Stadt einen „Neuanfang in dieser Sache“ in Aussicht stellt. Krogmann zeigt sich dialogbereit: „Meine Tür stand und steht immer offen. Ich möchte mich von der Ernsthaftigkeit des Vorstoßes überzeugen und bin gerne bereit, im vertraulichen Rahmen Gespräche über neue Planungen zu führen.“

Bereits in den vergangenen Jahren hatte es Gespräche und Kontaktaufnahmen gegeben, die indes allesamt im Sande verlaufen waren. Krogmann selbst hatte sich zu Beginn seiner Amtszeit als Oberbürgermeister im Jahr 2015 in Hamburg mit Marseille getroffen, ohne dessen Standpunkt, das Gebäude bis auf die Fassade abzureißen, aufweichen zu können.

Der Oberbürgermeister registriert nun erfreut, „dass unser Vorgehen offenbar Wirkung zeigt“. Die Stadtverwaltung lässt aktuell die Erfolgsaussichten eines Enteignungsverfahrens prüfen. Daran will Krogmann festhalten und hat für diesen Kurs auch in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauen am 20. Januar breite Unterstützung bekommen. In der Vergangenheit war die Stadt Oldenburg mehrfach wegen des Gebäudeverfalls eingeschritten, hatte denkmalschutzrechtliche Verfügungen zur Sicherung der Immobilie erlassen sowie Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen angeordnet. Die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen hatten sowohl das Verwaltungsgericht Oldenburg als auch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg bestätigt.

Parallel zu den von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Oldenburg erlassenen Verfügungen wurden durch die Bauaufsichtsbehörde zwei Bußgeldverfahren gegen den Eigentümer des Wallkinos eingeleitet. In beiden Verfahren ist ein Bußgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro festgesetzt worden. Gegen die Bußgeldbescheide hat der Eigentümer Einspruch eingelegt. Die Verfahren sind jeweils noch beim Amtsgericht Oldenburg anhängig.

Ulrich Marseille versichert nun in dem Schreiben an den Oberbürgermeister, dass er an der Sicherung des Gebäudes in seinem Bestand weiterhin sehr interessiert sei und alles Notwendige jetzt und in Zukunft veranlassen werde. Die Stadtverwaltung prüft derzeit einen von Marseille vorgeschlagenen Einsatz einer Fachfirma, die Arbeiten zur Fassadensicherung übernehmen soll. Die Stadt hatte kurz vor Weihnachten den Geh- und Radweg vor dem ehemaligen Kino am Heiligengeistwall wegen der Gefahr durch herabstürzende Gesimse-Teile sperren müssen. 

Das Wallkino ist seit 2007, dem Jahr seiner Schließung, als Einzelbaudenkmal in das Verzeichnis der Kulturdenkmale eingetragen.
28.12.2021, 18:09 Uhr
Nutzung der Dobbenwiese: So geht es weiter
Workshops erfolgreich gelaufen – neue Nutzungssatzung im Februar
Miteinander reden, gegenseitig zuhören und gemeinsam Lösungen finden: Das ist immer eine gute Idee. Auch für die künftige Nutzung der Oldenburger Dobbenwiese wurde dieser Weg gewählt – mit einem positiven Zwischenergebnis. Mittlerweile fanden zwei Workshops statt, an dem Anliegerinnen und Anlieger des Bereichs an den Dobbenanlagen, Vertreterinnen und Vertreter der Jugend sowie Polizei und Mitarbeitende der Stadtverwaltung teilnahmen.

Für die Stadt waren unter anderem Ordnungsdezernentin Dr. Julia Figura und Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan am „Runden Tisch“ dabei. „Bei diesen wichtigen und konstruktiven Gesprächen wurden die unterschiedlichen Bedürfnisse und Problemlagen ausgetauscht und diskutiert. Sie bildeten die Grundlage für eine neue Satzung zur Nutzung der Dobbenwiesen, die in der aktualisierten Fassung von allen Beteiligten nicht nur akzeptiert, sondern sehr befürwortet wird“, bilanzieren Figura und Uhrhan. Demnach soll ein mehrstufiger Eskalationsstufenplan mit Regelabläufen festgelegt werden, der je nach Eintritt von Störungsfaktoren unterschiedliche Vorgehensweisen zwischen Ordnungsamt, Polizei und weiteren Beteiligten definiert. Die überarbeitete Nutzungssatzung für die Dobbenanlagen soll am Donnerstag, 10. Februar 2022, im Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima vorgestellt werden.

Wichtig sei es aber vor allem, gute Alternativen für die Jugendlichen zu schaffen, ergänzen Figura und Uhrhan: „Die jungen Menschen benötigen attraktive Alternativen zur Dobbenwiese, an denen sie sich altersgemäß austauschen können – gerade in Corona-Zeiten mit eingeschränktem Freizeitangebot.“ Deshalb soll die Gründung einer Arbeitsgruppe zu diesem Thema spätestens in der zweiten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 16. März 2022 mit auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Die große Dobbenwiese ist besonders in der warmen Jahreszeit ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche in Oldenburg: Hier trifft man sich mit Freunden zum Kicken und Reden, hört Musik und stößt aufs Leben an. Doch des einen Freud ist des anderen Leid: Anwohnerinnen und Anwohner fühlten sich in der Vergangenheit oftmals belästigt durch erheblichen Lärm und Alkoholkonsum in den Abend- und Nachtstunden. Es folgten verstärkte Kontrollen durch die Polizei, der Einsatz von Streetworkern durch die Stadtverwaltung und das Aufstellen von Toilettenwagen und zusätzlichen Müllbehältern. Damit der Streit zwischen Anwohnenden und Feiernden nicht eskaliert, hatte sich die Stadt Oldenburg im Sommer 2021 zur Einrichtung eines „Runden Tisches“ mit allen Beteiligten entschlossen.
28.12.2021, 17:56 Uhr
Bauanträge vorerst weiterhin in Papierform einreichen
Start der elektronischen Kommunikation wird verschoben – Kundenzentrum Bau berät
Wichtige Information für Architekten und Bauherren: Sämtliche Arten von Bauanträgen, Anzeigen, Mitteilungen und beizufügenden Bauvorhaben müssen vorerst weiterhin schriftlich beim Amt für Umweltschutz und Bauordnung eingereicht werden. Eigentlich sollte laut Niedersächsischer Bauordnung (NBauO) zum 1. Januar 2022 die elektronische Kommunikation der unteren Bauaufsichtsbehörde der Stadt Oldenburg für alle Verfahren nach Paragraph 3a, Absatz 1, Satz 1, beginnen – doch technische Gründe, die nicht in der Hand der Stadt Oldenburg liegen, verschieben den Start.

Da der Beginn der elektronischen Übermittlung auf einen späteren, noch zu benennenden Zeitpunkt verschoben wird, gilt zunächst eine Übergangsfrist. Bis dahin sind die Bauanträge und weitere Anlagen weiterhin als Dokument in Papierform an das Amt für Umweltschutz und Bauordnung (Fachdienst Bauordnung und Denkmalschutz, Industriestraße 1 a, 26121 Oldenburg) zu übermitteln.

Wer vorab Fragen hat oder sich beraten lassen möchte, kann sich an das Kundenzentrum Bau unter der Telefonnummer 0441 235-3637 oder -3673 sowie per E-Mail an kundenzentrumbau@stadt-oldenburg.de wenden. Die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter sind, nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags zusätzlich von 13.30 bis 15.30 Uhr vor Ort erreichbar.
24.12.2021, 13:53 Uhr
Fassade des Wallkinos bröckelt weiter
Geh- und Radweg am Heiligengeistwall gesperrt – Tempo 30 auf der Straße in Richtung Lappan
Die Stadtverwaltung hat den Geh- und Radweg vor dem ehemaligen Wallkino am Heiligengeistwall aus Sicherheitsgründen gesperrt. Teile des Kranzgesimes an der Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes drohen abzubrechen. Bei einer auf Veranlassung der Stadt vorgenommenen Gefahrenüberprüfung hat ein Statiker die Befürchtungen der Unteren Denkmalschutzbehörde bestätigt: Bereits eine leichte Berührung reichte aus, um größere Betonbrocken am Kranzgesims zu lösen.

Aus Sicht des Fachdienstes Verkehrssicherung reicht das im März dieses Jahres vor dem Gebäude errichtete Tunnelgerüst zum Schutz der Radfahrenden und der Passantinnen und Passanten nicht mehr aus, so dass weitere Maßnahmen notwendig sind. So werden jetzt Fußgängerinnen und Fußgänger über die Wallstraße umgeleitet. Diese Umleitung kann den Radfahrenden nicht angeboten werden, da sie dann durch die Fußgängerzone fahren müssten. Der Radverkehr wird daher auf die Fahrbahn des Heiligengeistwalls geführt. Die Höchstgeschwindigkeit für den motorisierten Verkehr wurde zwischen Mottenstraße und Lange Straße in Richtung Lappan auf 30 km/h reduziert. Zudem wurden als Hinweise für den Kfz-Verkehr die Verkehrszeichen „Radverkehr“ und „Radfahrer auf der Fahrbahn“ aufgestellt.

Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan kritisiert das Verhalten des Gebäudeeigentümers scharf: „Es ist eine neue Dimension, wie hier Sicherungsmaßnahmen verschleppt und Verletzungsgefahren für Passanten billigend in Kauf genommen werden.“ Leider schränke das Eigentumsrecht die Handlungsmöglichkeiten für die Stadtverwaltung stark ein. Die Untere Denkmalschutzbehörde wird dem Gebäudeeigentümer nun weitere Maßnahmen zur Sicherung des Kranzgesimses aufgeben.

In der Vergangenheit war die Stadt Oldenburg mehrfach eingeschritten, hatte eine denkmalschutzrechtliche Verfügung zur Sicherung des Gebäudes erlassen sowie Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen angeordnet. Die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen hatten im vorigen Jahr sowohl das Verwaltungsgericht Oldenburg als auch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg bestätigt. In beiden Instanzen wurde der Denkmalschutz für das Gebäude entgegen der Einschätzung des Eigentümers bekräftigt.

Das 1914 erbaute Wallkino ist seit 2007, dem Jahr seiner Schließung, als Einzelbaudenkmal in das Verzeichnis der Kulturdenkmale eingetragen.
21.12.2021, 18:56 Uhr
Stadt gibt Startsignal für die Planung
Sport- und Gesundheitsbad Flötenteich: Architekturbüro aus Vechta erhält Auftrag
Der Baubeginn für das neue Sport- und Gesundheitsbad am Flötenteich rückt näher: Der Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt Oldenburg hat am Montag, 20. Dezember, über die Vergabe der Planungsleistungen entschieden. Einstimmig wurde beschlossen, die Firma Geising + Böker GmbH Architekten (Vechta) zu beauftragen.

„Es freut mich, dass wir einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Neubau des Sport- und Gesundheitsbades am Flötenteich vorangekommen sind. Die Beauftragung des Architekturbüros ist das Startsignal für die Planung und Realisierung eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben im Bereich des Sportes und der Gesundheit in der Stadt“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Der Bau des Sport- und Gesundheitsbades am Flötenteich stellt das herausragende Projekt bei der Umsetzung des vom Rat der Stadt Oldenburg beschlossenen „Bäderstrategiekonzeptes“ dar. Mit der Fertigstellung soll nicht nur der große Bedarf an Wasserflächen für Schulen und Vereine gedeckt, sondern auch eine wichtige Angebotslücke im Bereich des Gesundheitssports geschlossen werden.

Um das Projekt zügiger voranzutreiben, hatte sich die Stadt Anfang Juli gegen einen Planungswettbewerb entschieden. Sonst hätte sich das Verfahren fast ein Jahr länger hingezogen.

In der Wirtschaftsplanung des Bäderbetriebs der Stadt Oldenburg (BBO) belaufen sich die Gesamtkosten für das Flötenteich-Bad auf 23,3 Millionen Euro (bis 2024).
30.11.2021, 19:25 Uhr
Bürgerbeteiligung zum Sportpark Kreyenbrück geht in die zweite Runde
Online-Workshop: Ergebnisse diskutieren und weitere Ideen einbringen
Bürgerinnen und Bürger können erneut aktiv an der Gestaltung des Sportparks Kreyenbrück und des angrenzenden BMX- und Skateparks mitwirken: Am Donnerstag, 9. Dezember, werden die Ergebnisse des ersten Workshops digital präsentiert und diskutiert. Ab 17 Uhr geht es um den BMX- und Skatepark und ab circa 18.15 Uhr um den Sportpark Kreyenbrück. Aufgrund der aktuellen Situation findet die Veranstaltung im Online-Format statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte können über folgenden Link teilnehmen: https://miro.com/app/board/uXjVOfAXXu4=/?invite_link_id=496197535502.

Die Planungsbüros Pätzold+Snowadsky und Endboss stellen während dieses zweiten Treffens die Vorentwürfe und Planungen der Anlagen vor und erläutern, inwiefern die während des Ideenfindungs-Workshops gesammelten Vorschläge und Wünsche berücksichtigt und umgesetzt werden können. Im Anschluss können alle Teilnehmenden weitere Anmerkungen zu den vorläufigen Gelände-Planungen einbringen und haben somit erneut die Möglichkeit, sich aktiv am Planungsprozess zu beteiligen.

Bei Fragen hilft das Kinder- und Jugendbüro per E-Mail (kijubuero@stadt-oldenburg.de) oder telefonisch unter 0441 235-3690 oder 0441 235-3699 gerne weiter.