Rubrik Sport
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25.11.2022, 15:48 Uhr
Stadion-Entscheidung gibt Profifußball Planungssicherheit
Oberbürgermeister wird dem Rat einen Neubau vorschlagen – Grundsatzbeschluss im Februar
Die Entscheidung naht: Zum Thema Stadionneubau wird Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dem Stadtrat im Februar 2023 eine Beschlussvorlage mit drei konkreten Beschlussempfehlungen unterbreiten. Krogmann will zum einen vorschlagen, dass der Rat einen Grundsatzbeschluss zur Planung eines neuen Stadions an der Maastrichter Straße fasst. Zum anderen kündigt er an, die Gründung einer „Stadion-Realisierungsgesellschaft“ vorzuschlagen. Darüber hinaus wird der Oberbürgermeister dem Rat empfehlen, dass das derzeit ruhende Bauleitplanverfahren für die Fläche des Stadionneubaus an der Maastrichter Straße fortgeführt wird. „Wir werden damit eine gute Entscheidungsgrundlage haben, ob wir mit einer neuen Spielstätte in Oldenburg dem Profifußball eine solide Planungssicherheit geben“, sagt Krogmann. „Ich plädiere seit Jahren für eine Entscheidung unabhängig vom Tabellenstand.“

Klar ist für ihn auch: „Entscheidet sich der Rat gegen ein Stadionneubauprojekt, bedeutet dies, dass in Oldenburg künftig kein Profifußball mehr stattfinden kann.“ Warum das so ist und worauf die avisierten Beschlussempfehlungen basieren, erläutert der Oberbürgermeister ausführlich in einem siebenseitigen Bericht, der im Dezember in vier Fachausschüssen des Rates im öffentlichen Teil der jeweiligen Sitzung auf der Tagesordnung und zur Diskussion stehen wird. Den Auftakt macht der Ausschuss für Wirtschaftsförderung (5. Dezember), es folgen der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen (6. Dezember), der Sportausschuss (14. Dezember) und der Ausschuss für Stadtplanung und Bauen (15. Dezember).

Krogmann führt in seinem Bericht aus, dass die Diskussion um die Alternativen – Ertüchtigung des Marschwegstadions oder Neubau an anderer Stelle – bis ins Jahr 2014 zurückreicht. Schon damals hatte der Rat beschlossen, dass die Verwaltung die Möglichkeit eines Neubaus eines drittligatauglichen Fußballstadions an einem geeigneten Standort prüft. Diesem Beschluss folgte eine Potentialanalyse durch ein Fachbüro, bei der neun Standorte untersucht wurden. Am Ende sammelte das Gelände an der Maastrichter Straße in der Nachbarschaft der Weser-Ems-Hallen die meisten Pluspunkte. Eine Machbarkeitsstudie hat 2017 die Eignung des Standortes untermauert und in einer in diesem Jahr aktualisierten Funktionalplanung bestätigt.

Über die Vor- und Nachteile eines neuen Stadions gegenüber dem drittligatauglichen Ausbau des Marschwegstadions sowie über nötige Investitionen für eine Übergangslösung haben Politik, Verwaltung und Fachleute in 2022 in einem zweiteiligen „Stadion-Workshop“ diskutiert. „Im Fazit war festzustellen, dass auf der Grundlage der derzeitigen Erkenntnisse und der rechtlichen Vorgaben das Marschwegstadion zu keiner vollständig drittligatauglichen Spielstätte ausgebaut werden kann und damit eine Grundlage für eine dauerhafte Lizensierung fehlt“, fasst Krogmann zusammen.

Die jetzt per Ratsbeschluss eingeleiteten Ertüchtigungsmaßnahmen (Flutlichtanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Videoüberwachungsanlage, Einzelsitze für die Tribüne) dienen dazu, überhaupt befristete Ausnahmeregelungen vom DFB zu erhalten, um Spiele am Marschweg für eine Übergangszeit durchführen zu können, bis eine drittligataugliche Spielstätte zur Verfügung steht. Darüber hinaus gehende Veränderungen würden am Marschweg indes ein neues Baugenehmigungsverfahren notwendig machen – und neue, nicht lösbare Probleme mit sich bringen: So lässt sich hier nach heutiger Baurechtspraxis bei weitem nicht die erforderliche Zahl an Parkplätzen realisieren. 

Im Frühjahr 2023 steht das Lizensierungsverfahren für die Vereine der 3. Liga für die Saison 2023/24 an. Bis zum 1. März 2023, 17 Uhr, sind die Unterlagen vom VfB Oldenburg beim DFB einzureichen. Damit der VfB weiterhin mit diversen Ausnahmegenehmigungen am Marschweg seine Spiele befristet austragen kann, sind neben den eingeleiteten Ertüchtigungsmaßnahmen auch klare Signale für eine grundlegende Lösung für eine drittligataugliche Spielstätte notwendig. Als ein solches Signal soll die für Februar angestrebte Ratsentscheidung dienen.

Weitere Informationen über das Marschwegstadion und einen möglichen Stadion-Neubau sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es auf der städtischen Website unter www.oldenburg.de/stadion-neubau.
18.11.2022, 16:51 Uhr
Acht Gold-Abzeichen für die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V.
Das ganze Jahr regelmäßig trainiert und am Ende sehr gute sportliche Leistungen abgeliefert. Nicht zum ersten Mal hat die Trainingsgruppe der GWO sich den Anforderungen des Deutschen Sportabzeichens gestellt und diese erfolgreich gemeistert.

Herausgesprungen sind bei den insgesamt 12 Teilnehmer*innen am Ende der Saison dann vier Abzeichen in Silber und acht Abzeichen in Gold.
08.11.2022, 18:58 Uhr
Anpfiff für Modernisierung des Marschwegstadions
Stadtrat bringt einstimmig Investitionen auf den Weg
Anpfiff für einen Ausbau des Marschwegstadions: Um den Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gerecht zu werden, hat der Rat der Stadt Oldenburg in seiner Sitzung am Montag, 7. November, einstimmig grünes Licht dafür gegeben, die technische Infrastruktur zu verbessern. Damit unverzüglich Planungs- und Bauleistungen ausgeschrieben und beauftragt werden können, hat der Rat einer außerplanmäßigen Verpflichtungsermächtigung über 3,85 Millionen Euro zugestimmt. Im Wirtschaftsplan des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft und Hochbau sind die Investitionen für 2023 berücksichtigt. Die Maßnahmen sollen bis zum Start der Saison 2023/2024 realisiert werden, um sicherzustellen, dass der VfB Oldenburg im Falle des Klassenerhalts das Stadion weiterhin als Heimspielstätte in der Dritten Fußball-Liga nutzen kann. 

Zentrale Maßnahme ist die Errichtung einer Flutlichtanlage, die für eine Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux an jeder Stelle des Spielfeldes ausgelegt sein soll. Für die voraussichtlich aus vier Masten bestehende Anlage sind 2,5 Millionen Euro kalkuliert – darin enthalten sind Kosten für die aufwendige Gründung, eine neue Mittelspannungsschaltanlage (Trafo), eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (Notstromdiesel) sowie gegebenenfalls auch eine Sichtschutzwand zur A28.

Zudem muss in die Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung investiert werden. Derzeit sind auch kleinere Abendveranstaltungen außerhalb des Fußballbetriebes im Stadion nicht möglich. Die Kosten dafür betragen einschließlich der notwendigen Tiefbauarbeiten und baulichen Maßnahmen zur Unterbringung der unterbrechungsfreien Stromversorgung und Schaltanlagen 586.000 Euro.

Der DFB schreibt darüber hinaus eine Videoüberwachungsanlage vor, die einen Blick auf den Platz vor den Tribünen, die Zuschauerwege und die Zuschauerplätze erlaubt. Die Anlage muss von der Befehlsstelle der Polizei zu bedienen und an die Polizeimonitore angeschlossen sein und die Möglichkeit der Standbildaufnahme zur Identifikation von Personen bieten. Neben der Installation der Anlage ist voraussichtlich eine Erweiterung der „Sicherheitszentrale“ auf der Tribüne erforderlich. Die Kosten betragen 367.000 Euro.

Auch die im Stadion auf der Haupttribüne vorhandenen Sitzreihen mit Einzelplatznummerierung entsprechen nicht den DFB-Richtlinien. Danach sind Einzelsitze mit einer mindestens 30 Zentimeter hohen Rückenlehne vorzuhalten. Nach einer Umrüstung wird sich die Kapazität der Haupttribüne von aktuell 4.150 auf circa 4.000 Plätze reduzieren. Die Kosten dafür werden auf rund 400.?000 Euro geschätzt.

Zum Thema Rasenheizung möchte die Stadt noch einmal in einen Dialog mit dem DFB treten. Vor dem Hintergrund der Klima- und Energiekrise und angesichts der Tatsache, dass der Stadion-Rasen erst 2019 erneuert worden ist und sich in einem sehr guten Zustand befindet, wird diese Investition für verzichtbar gehalten.
25.10.2022, 14:01 Uhr
VfL Oldenburg schlägt auch Bensheim/Auerbach
Perfekte Woche vor der EM-Pause
von Sönke Spille
Mit einem Sieg haben sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg in die EM-Pause verabschiedet. In eigener Halle bezwangen die Huntestädterinnen dank einer starken zweiten Halbzeit die HSG Bensheim/Auerbach mit 36:30 (14:13) und belegen mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 5:5 Zählern aktuell Tabellenplatz sieben. Top-Torschützin im Dress des VfL war Toni Reinemann mit zwölf Toren. 

Nach den Siegen in der EHF European League und dem DHB-Pokal hat der VfL Oldenburg nun die perfekte Handballwoche perfekt gemacht. Mit dem 36:30 gegen die HSG Bensheim/Auerbach feierten die Oldenburgerinnen den dritten Sieg in sieben Tagen. „Eigentlich müssten wir jetzt weiterspielen, weil es gerade ja so gut läuft“, schmunzelte Trainer Niels Bötel nach der kleinen Siegesserie mit Blick auf die nun fünfwöchige EM-Pause. 

Es war zunächst ein Duell auf Augenhöhe, das die 905 Zuschauer in der kleinen EWE-Arena in der ersten Halbzeit geboten bekamen, in dem die Führung immer wieder hin- und herwechselte. Zunächst waren es dabei die Gäste, die sich eine zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung erspielten (7:5/10. Minute), ehe der VfL nach zwei starken Paraden von Torhüterin Sophie Fasold und einem Treffer von Paulina Golla, die den Ball genau unter die Latte jagte, zum 9:9 ausglich (16.). Sechs Minuten später erzielte die starke Marloes Hoitzing die Führung zum 11:10 (22.). Und die konnten die Flames nur noch beim 11:11 ausgleichen, im Anschluss war die Partie fest in Oldenburger Hand. 

Denn nach dem 14:13 zur Halbzeitpause, erwischten die VfL-Frauen den deutlich besseren Start in den zweiten Durchgang. Gleich in den ersten vier Minuten nach Wiederanpfiff kamen die Gastgeberinnen mit ihren Tempogegenstößen zu schnellen Toren, bauten ihren Vorsprung auf 18:14 aus. Und auch im weiteren Verlauf war es insbesondere die Oldenburger Offensive, die die Flames nicht in den Griff bekam – auch nicht, als man auf eine 5:1-Deckung umstellte. „Wir wollten vor der EM-Pause noch einmal einen harten Kampf liefern. Das ist uns gelungen. Ich bin sehr glücklich über den Sieg“, sagte Bötel. 

In der Tabelle sind die Huntestädterinnen mit dem Sieg auf den siebten Tabellenplatz (5:5 Punkte) vorgerückt, auf dem man nun die Zeit bis zum Re-Start der Saison Ende November verbleiben wird. Bis dahin gilt es, die Akkus nach dem kräftezehrenden Saisonstart aufzuladen. „Die Saison ist extrem lang“, so Bötel: „Die Mädels haben sich die Pause jetzt verdient und ich glaube, dass sie uns auch ganz gut tun wird.“ Nach einigen freien Tagen wird dann der Fokus auf die Sport-Union Neckarsulm gelegt, gegen die der VfL Ende November gleich doppelt gefordert sein wird: Erst am 27. November in der Bundesliga, nur wenige Tage später steht dann das Achtelfinale im DHB-Pokal gegen die Mannschaft aus dem Kreis Heilbronn auf dem Programm, wie die Auslosung am Samstag ergeben hat. 

VfL Oldenburg – HSG Bensheim/Auerbach 36:30 (14:13)
VfL: Reese, Fasold – Teiken, Reinemann (12/4), Munderloh, Hoitzing (5), Martens (3), Steffen (2), Carstensen (7/3), Schirmer (4), Feiniler (1), Menne, Golla (2)
21.10.2022, 14:03 Uhr
Zurück in den Sport: Stadt fördert Mitgliedschaften in Vereinen
Ab März 2023 für bis zu sechs Monate Mitgliedsbeitrag im Wunsch-Verein sparen
Mit einer neuen Förderrichtlinie unter dem Motto „Zurück in den Sport“ will die Stadt Oldenburg im kommenden Jahr die Oldenburger Sportvereine bei der Gewinnung von neuen Mitgliedern unterstützen. Kernstück der Förderrichtlinie, die gemeinsam mit dem Stadtsportbund entwickelt wird, ist ein Zuschuss für Probe-Mitgliedschaften: Wer zwischen dem 1. März und 30. September 2023 in einen Verein eintritt, zahlt für bis zu sechs Monate, bis maximal 31. Dezember 2023, keinen Mitgliedsbeitrag. Nachdem die Mitgliederzahlen vieler Vereine während der Corona-Pandemie zurückgingen, soll die Initiative auf die Vorzüge einer Vereinsmitgliedschaft und das breite Angebot der Oldenburger Sportvereine aufmerksam machen. Die Förderung soll frühestens zum Jahresende vom Rat der Stadt Oldenburg beschlossen werden.

Für erwachsene Neu-Mitglieder soll die Zuschusshöhe der Stadt an die Vereine 16 Euro pro Monat betragen, für Kinder und Jugendliche 9 Euro pro Monat und für Familien 25 Euro pro Monat. Dies orientiert sich an den durchschnittlichen Mitgliedsbeiträgen der Oldenburger Sportvereine. Für die neuen Mitglieder fallen während der Probemitgliedschaft keine Beiträge an. Der Zugang zu den Oldenburger Sportvereinen soll damit erleichtert werden. Es wird davon ausgegangen, dass die neuen Mitglieder in diesem Zeitraum von den Vorteilen einer Vereinszugehörigkeit überzeugt werden können, so dass sich die Mitgliederzahlen dauerhaft erhöhen.

Darüber hinaus können die Sportvereine im Rahmen von Sonderveranstaltungen für neue Mitglieder werben und erhalten dafür eine Förderung in Höhe von bis zu 500 Euro. Pro Verein sind maximal zwei Veranstaltungen förderfähig. Für weitere individuelle Werbemaßnahmen zur Mitgliedergewinnung (etwa Rundbriefe oder ähnliches) kann jeder Oldenburger Sportverein eine zusätzliche Förderung in Höhe von bis zu 500 Euro erhalten.

Insgesamt stehen für das Förderprogramm 100.000 Euro zur Verfügung. Neben den Probemitgliedschaften, für die rund 70.000 Euro veranschlagt werden, sowie den individuellen Werbemaßnahmen der Vereine soll damit auch ein gemeinsamer Flyer finanziert werden, mit dem die Bürgerinnen und Bürger auf das vielfältige Vereinsangebot und die Freistellung von den Mitgliedsbeiträgen aufmerksam gemacht werden. Der Flyer soll voraussichtlich im ersten Quartal 2023 an alle Oldenburger Haushalte verteilt werden.
21.10.2022, 13:30 Uhr
Oldenburger Handballerinnen ziehen in nächste Pokal-Runde ein
38:13-Erfolg
Mit einer souveränen Vorstellung haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg die dritte Runde des DHB-Pokals erreicht. Bei Oberligist HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen feierten die Huntestädterinnen einen deutlichen 38:13 (21:6)-Erfolg. Top-Torschützin war dabei Nationalspielerin Maike Schirmer mit acht Toren. 

Es dauerte neun Minuten, bis die knapp 230 Zuschauer in der Sporthalle Owschlag sahen, wie der Favorit aus Oldenburg das Tempo anzog und Gegner HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen, Tabellendritter der Oberliga Hamburg – Schleswig-Holstein, Stück für Stück enteilte. Bis dahin hatten es die Gastgeberinnen gut gemacht und sogar den 3:0-Start des VfL zum zwischenzeitlichen 3:3 ausgeglichen. Doch spätestens nach dem 6:4 durch Oldenburgs Kapitänin Merle Carstensen übernahmen die Huntestädterinnen vollends das Kommando in der Zweitrunden-Partie des DHB-Pokals. Über zwölf Minuten hielt VfL-Torhüterin Nele Reese ihren Kasten sauber, ihre Vorderleute sorgten mit einer Neun-Tore-Serie für eine Vorentscheidung (14:4/18. Minute). Insbesondere in den Tempogegenstößen präsentierten sich die Oldenburgerinnen dabei brandgefährlich, schlug aus gleich elf Gegenstößen Kapital und brachten den Ball im Tor unter. „Wir haben es in der ersten und zweiten Halbzeit mit verschiedenen taktischen Maßnahmen sehr ordentlich gemacht und jede Menge Power ins Spiel gebracht“, zeigte sich Coach Niels Bötel nach der Partie zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. 

Und daran änderte sich auch im zweiten Abschnitt nichts. Bötel nutzte dabei – wie schon in der Schlussphase der European League gegen Hypo Niederösterreich – die Chance, die Spielanteile auf möglichst viele Schultern zu verteilen. „Trotz der Wechsel sind wir gut im Spiel geblieben, haben auch im Innenblock mal etwas probiert“, sagte Bötel, der im Verlauf der Partie im Offensivspiel auch mit zweiter und dritter Kreisläuferin agieren ließ. Mit Luca Marie Schumacher und Pia Menne gaben zudem zwei talentierte Nachwuchsspielerinnen ihr Debüt im Bundesliga-Team – und fügten sich beim Weiterkommen der Oldenburgerinnen gleich mit Torerfolgen ein. 

Auf wen der VfL Oldenburg in der 3. Runde des DHB-Pokals trifft, entscheidet sich am Samstag. Dann werden im Anschluss an die Partie Buxtehuder SV gegen Borussia Dortmund (16 Uhr) die Paarungen der nächsten Runde ausgelost. 

HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen – VfL Oldenburg 13:38 (6:21)
VfL: Reese, Fasold – Teiken, Reinemann (2), S. Weyers (2), Munderloh (1), Hoitzing (3), H. Weyers (1), Martens (1), Steffen (6), Carstensen (3), Schirmer (8), Feiniler (6), Golla, Schumacher (2), Menne (3)
18.10.2022, 16:29 Uhr
VfL Oldenburg zieht in 3. Runde der European League ein
von Sönke Spille
Die Handballerinnen des VfL Oldenburg stehen in der dritten Runde der EHF European League. Nach dem Hinspiel-Erfolg vor einer Woche gewann die Mannschaft von Trainer Niels Bötel auch die zweite Begegnung am Sonntag in der kleinen EWE-Arena gegen Hypo Niederösterreich mit 24:23 (11:13). Matchwinnerin bei VfL war dabei Torhüterin Nele Reese, mit einer Quote von knapp 58 Prozent gehaltener Würfe. 

Es waren noch fünf Sekunden auf der Uhr, als Hypo Niederösterreich beim Stand von 23:24 den letzten Anlauf unternahm, doch noch mit einem Remis die Rückreise aus Norddeutschland anzutreten. Zeliha Puls lief alleine auf das Oldenburger Tor von Nele Reese zu – und warf. Doch an der VfL-Keeperin war kein Vorbeikommen. Wie so oft in der Partie war Reese zur Stelle, parierte und hielt damit auch den zweiten Sieg der Huntestädterinnen im Duell mit Hypo fest. 

Dabei hatten die Gastgeberinnen einen ganz schwachen Start erwischt, gerieten nach 20 Minuten mit 6:11 ins Hintertreffen und schienen damit schon früh ihren Sieben-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel aufgebraucht zu haben. Insbesondere in der Offensivbewegung hakte es zu häufig, dazu fanden gleich zwei Siebenmeter nicht den Weg ins Tor. Und: Dass die Gäste aus Wien nicht noch deutlicher davonzogen, war zunächst Sophie Fasold, später dann eben Nele Reese zu verdanken, die mehrfach herausragend parierten. Letztendlich war es dann eine Auszeit von Coach Niels Bötel, die den VfL zurück in die Spur brachte. „Wir sind erst mit der Zeit ins Spiel gekommen“, analysierte der VfL-Trainer nach der Begegnung: „Bei einigen Spielerinnen war sicherlich der Sieben-Tore-Vorsprung noch im Kopf. Viele haben eine solche Situation mit Hin- und Rückspiel noch nicht erlebt.“ Nur zwei Minuten nach der Auszeit befand sich Oldenburg durch den Treffer von Rückkehrerin Merle Carstensen wieder in Schlagdistanz (9:12), Toni Reinemann markierte mit einem schnellen Tempogegenstoß den 11:13-Halbzeitstand. 

Der Auftakt in Durchgang zwei lief dann wieder nicht so ganz nach Plan der über 870 Zuschauerinnen und Zuschauer in der kleinen EWE-Arena. Hypo Niederösterreich erhöhte auf 15:11, fand danach aber kaum mehr eine Lücke in der Oldenburger Defensive. Stattdessen waren es die Gastgeberinnen, die aufholten und mit Maike Schirmer, die unter der Woche ins EM-Aufgebot der Nationalmannschaft berufen wurde, eine Spielerin hatten, die fast im Alleingang den Ausgleich und nach 40 Minuten die erste VfL-Führung erzielte (16:15). 

Und die gab der Bötel-Sieben die nötige Sicherheit. Ihren Höhepunkt fand die Oldenburger Tore-Serie beim 22:16, als Nele Reese nach einem Ballgewinn blitzschnell schaltete und ins leere Hypo-Tor traf. „Wir haben das richtig gut gemacht“, lobte Bötel: „Das hat uns auch die Möglichkeit gegeben, viel zu wechseln.“ So feierte Linksaußen Lana Teiken nach überstandener Verletzung ihr Comeback, mit Sophie Weyers und Lisa Munderloh bekamen zwei Nachwuchsspielerinnen viele Einsatzzeiten. „Das haben sie sich durch ihre gute Arbeit im Training verdient“, so Bötel. Durch die vielen Wechsel war es auch zu erklären, dass die Gäste noch einmal dichter herankamen und am Ende sogar die Chance auf den Ausgleich hatten – schlussendlich aber, wie schon so oft in der Partie, nicht an Nele Reese vorbeikamen. „Uns war es wichtig, hier zu Hause zu gewinnen. Der Sieg war am Ende auch verdient“, freute sich Niels Bötel über das Weiterkommen: „Wir wollten unbedingt in die nächste Runde. Das ist uns gelungen und einfach nur großartig.“

VfL Oldenburg – Hypo Niederösterreich 24:23 (11:13)
VfL: Reese (1), Fasold – Teiken, Reinemann (1), Weyers, Munderloh, Hoitzing (1), Martens (4), Steffen (2), Carstensen (5), Schirmer (5), Feiniler, Golla (5)
11.10.2022, 13:03 Uhr
VfL-Frauen fighten sich zum 33:26-Sieg bei Hypo Niederösterreich
von Sönke Spille
Gelungene Rückkehr auf die internationale Bühne: Mit einem Sieg im European League-Hinspiel bei Hypo Niederösterreich haben sich die Handballerinnen des VfL Oldenburg eine gute Ausgangslage zum Weiterkommen in die dritte Runde geschaffen. In Maria Enzersdorf feierte der VfL gegen den österreichischen Abonnementmeister einen 33:26 (18:14)-Erfolg. Top-Torschützin war Paulina Golla mit zehn Treffern.

Das gemeinsame Jubelfoto mit den mitgereisten Fans hatten sie sich redlich verdient: Mit einem couragierten Auftritt feierten die Oldenburgerinnen einen verdienten Sieg gegen Hypo Niederösterreich. Dabei befand sich der VfL direkt nach Anpfiff zunächst im Hintertreffen (0:2/3. Minute), ehe die späteren Top-Torschützinnen der VfL-Frauen, Toni Reinemann und Paulina Golla, für den 2:2-Ausgleich sorgten und die Huntestädterinnen damit im Spiel angekommen. Mit dem 4:3 erzielte Marie Steffen die erste Führung der Gäste (7.), die das Team von Trainer Niels Bötel im weiteren Spielverlauf nicht mehr aus der Hand gab. Mitentscheidend dafür war auch der Zwischensprint zum zwischenzeitlichen 8:3 (11.). Den Vorsprung verteidigten die Oldenburgerinnen bis zum Seitenwechsel. Offensiv präsentierten sich die Gäste dabei in starker Verfassung, ließ in der Abwehrarbeit aber insbesondere der immer wieder einlaufenden Rechtsaußen Claudia Wess – mit neun Toren beste Schützin im Team der Niederösterreicherinnen – zu viele Freiheiten. „Das haben wir ihnen zu einfach gemacht“, konstatierte Niels Bötel nach der Partie: „Daran gilt es in der nächsten Woche zu arbeiten und es im Rückspiel abzustellen.“

Zufrieden konnte er dagegen mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der Vorwärtsbewegung sein, die mit der dünnen Personaldecke stark kämpfte. Immer wieder tauchten die Oldenburgerinnen gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf – und waren im Abschluss erfolgreich. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagte Bötel: „Wir haben es aber über die gesamten 60 Minuten gut gemacht. Alle, die auf das Feld gekommen sind, haben gefightet und wir haben uns in der Offensive die nötigen Chancen erspielt.“ Das half, die Führung noch weiter auszubauen und sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in der nächsten Woche zu erarbeiten. „Es ging nicht nur darum, zu gewinnen, sondern auch um die Tordifferenz und ums Weiterkommen“, zeigte sich Coach Bötel nach dem Abpfiff zufrieden. 

Am Sonntag, 16. Oktober, 16.30 Uhr, steigt in der kleinen EWE-Arena in Oldenburg das Rückspiel gegen die Österreicherinnen. „Das war nur die erste Halbzeit“, betont Bötel nach dem Sieg: „Nächste Woche kommen noch einmal 60 Minuten harter Fight auf uns zu.“ Bis dahin gilt es, insbesondere an den Stellschrauben in der Abwehr zu drehen. „Wir können uns nicht ausruhen. Wir haben im Spiel gesehen, dass es schwer wird, wenn wir nicht die gesamte Zeit Vollgas geben. Deshalb gilt es, nächste Woche noch einmal alles reinzuhauen.“

Hypo Niederösterreich – VfL Oldenburg 26:33 (14:18)
VfL: Reese, Fasold – Reinemann (8), Weyers, Munderloh, Hoitzing (4), Martens (1), Steffen (3), Carstensen, Schirmer (4), Feiniler (3), Golla (10)
07.10.2022, 16:34 Uhr
Kunstrasen-Kapazitäten wachsen
Stadt plant zwei weitere Plätze – Neue Standorte in Ofenerdiek und Osternburg vorgesehen
Der dritte neue Kunstrasenplatz steht kurz vor der Fertigstellung: Im Sportpark Kreyenbrück wurde in dieser Woche mit dem Verlegen des Kunstrasens begonnen.

Oldenburg. Fußballerinnen und Fußballer in Oldenburg können sich auf zwei weitere Kunstrasenplätze freuen: Die Stadtverwaltung hat am Mittwoch, 5. Oktober, im Sportausschuss darüber informiert, wo und wann die nächsten Anlagen entstehen sollen. Demnach ist vorgesehen, die Planungen für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Ofenerdiek im Laufe des Jahres 2023 zu konkretisieren, so dass die Umsetzung in 2024 erfolgen könnte. Anschließend sollen die Planungen für einen Kunstrasenplatz im Sportpark Osternburg aufgenommen werden. Im Ausschuss traf dieser Vorschlag auf Zustimmung. Die Verwaltung wird nun in weitere Prüfungen zur Realisierbarkeit einsteigen.

Den Überlegungen liegt ein Mehrjahresprogramm zugrunde, das der Rat der Stadt Oldenburg in seiner Sitzung am 17. Dezember 2018 beschlossen hat. Demnach sollten im Stadtgebiet zunächst drei Kunstrasenplätze gebaut werden und anschließend über den Bau von zwei weiteren Kunstrasenplätzen beraten werden. Teil eins des Beschlusses ist so gut wie erledigt: Der erste Kunstrasenplatz wurde im Dezember 2020 an der Kennedystraße fertiggestellt. Der zweite Platz wurde an der Grundschule Alexandersfeld errichtet und ist seit Mitte September dieses Jahres bespielbar. Der dritte Platz befindet sich an der Brandenburger Straße in der Bau-Endphase und wird voraussichtlich noch in diesem Oktober für die Sportlerinnen und Sportler zur Verfügung stehen.

Die Nachfrage der Sportvereine nach Nutzungszeiten auf den Kunstrasenplätzen ist groß, da diese Anlagen wetterunabhängig bespielt werden können. Die Naturrasenplätze leiden immer häufiger unter extremen Wetterlagen und können in der Regel maximal 800 Stunden im Jahr genutzt werden. Ein Kunstrasenplatz weist mit rund 1.400 Stunden im Jahr eine weitaus höhere Nutzungsdauer auf.

Durch die ganzjährige Nutzung wirken sich die Kunstrasenplätze zudem entlastend auf die Hallensituation in den Wintermonaten aus, da die Trainingsgruppen nicht in städtische Sporthallen wechseln müssen. Die drei neu errichteten Kunstrasenplätze Kennedystraße, Alexandersfeld und Brandenburger Straße werden außerhalb der Unterrichtszeiten der benachbarten Schulen von insgesamt zehn verschiedenen Sportvereinen und zwei Jugendfreizeitstätten genutzt.

Bei der Auswahl eines Standortes für einen Kunstrasenplatz im Nordwesten der Stadt hatte im Februar 2019 der Platz an der Grundschule Alexandersfeld zunächst den Vorzug vor dem Sportplatz Ofenerdiek erhalten. Seitdem hat sich der Zustand der städtischen Sportplätze an der Oberschule Ofenerdiek – auch aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in den Sommermonaten und der fehlenden Bewässerungsmöglichkeit – deutlich verschlechtert. Von einem Kunstrasenplatz an dieser Stelle würden insbesondere die Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Schulen sowie die Fußballerinnen und Fußballer des SV Ofenerdiek profitieren. Der viertgrößte Oldenburger Sportverein (2.102 Mitglieder) nimmt aktuell mit 14 Mannschaften am Spielbetrieb teil.

Im Sportpark Osternburg stehen insgesamt drei Naturrasenfelder ohne Trainingsbeleuchtung und ein Hockey-Kunstrasenfeld mit Beleuchtung zur Verfügung. Die Sportanlage wird überwiegend vom GVO Oldenburg genutzt, dem mit 2.532 Mitgliedern drittgrößten Sportverein in Oldenburg. Der Verein hat aktuell insgesamt 34 Fußballmannschaften gemeldet und verfügt nicht über ausreichend Trainingsflächen, wobei sich die Situation in den Wintermonaten durch die temporäre Unbespielbarkeit der Naturrasenplätze noch deutlich verschärft. Der Verein rechnet durch die im Stadtsüden entstehenden Baugebiete perspektivisch zudem mit einem erheblichen Mitgliederzuwachs.
07.10.2022, 16:16 Uhr
Oldenburger Handballerinnen verkaufen sich teuer
27:32 in Dortmund
von Sönke Spille
Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben in ihrem vierten Saisonspiel die zweite Niederlage kassiert. Beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund musste sich die Mannschaft von Trainer Niels Bötel trotz guter Leistung mit 27:32 (13:17) geschlagen geben. Beste VfL-Werferin war Toni Reinemann mit zehn Toren. 

Auch wenn es am Ende nicht zu etwas Zählbarem gereicht hatte – die Heimreise aus Dortmund konnten die VfL-Handballerinnen erhobenen Hauptes antreten. Über 60 Minuten lieferten die Oldenburgerinnen dem favorisierten BVB einen tollen Kampf und ließen den Vizemeister der vergangenen Saison nicht vorentscheidend enteilen. So präsentierte sich die Mannschaft von Niels Bötel von Beginn an hellwach, nutzte die Schwächen in der BVB-Abwehr und führte durch einen Treffer von Jane Martens nach knapp zehn Minuten mit 5:4. Im Anschluss hatte man sogar die Chance, diese Führung noch weiter auszubauen. Doch das gelang nicht, stattdessen versuchte nun der BVB, den Ton anzugeben. 

Wirklich absetzen konnten sich die Gastgeberinnen aber nicht. Auch auf das zwischenzeitliche 8:6 hatte der VfL zunächst eine Antwort, glich durch die stark aufspielende Toni Reinemann nach rund 15 Minuten zum 8:8 aus. BVB-Interimscoach Andreas Kuno nahm eine Auszeit, stellte im Mittelblock um – mit Erfolg. Sein Gegenüber – Niels Bötel – sah im Anschluss die stärkste Phase der Dortmunderinnen, die ihre Führung in den folgenden zehn Minuten auf 16:10 ausbauten. Bis zum Seitenwechsel kam der VfL aber noch einmal heran und ging so mit einem Vier-Tore-Rückstand in den zweiten Durchgang. 

So witterte der VfL nach dem Seitenwechsel noch einmal seine Chance, kam zu Beginn des zweiten Abschnitts noch einmal heran, befand sich nach einem verwandelten Siebenmeter von Luisa Knippert (15:17/36. Minute) – die nur zwei Minuten später verletzungsbedingt behandelt werden musste – wieder in Schlagdistanz. Danach aber nahm der BVB das Zepter wieder in die Hand, ohne sich dabei entscheidend abzusetzen. So hielt Oldenburg den Abstand gering, schaffte es aber nicht, noch einmal ganz gefährlich an das Team aus Westfalen heranzukommen. 

Borussia Dortmund - VfL Oldenburg 32:27 (17:13)
VfL: Reese, Fasold – Reinemann (10/1), Hoitzing (2), Martens (2), Steffen (2), Carstensen, Schirmer (1), Feiniler, Knippert (6/6), Golla (4)
27.09.2022, 17:53 Uhr
VfL-Handballerinnen teilen sich Punkte mit Halle Neustadt
Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben den dritten Punkt in der noch jungen Bundesligasaison eingefahren. In eigener Halle trennte sich das Team von Trainer Niels Bötel gegen den SV Union Halle-Neustadt mit 24:24 (12:9). Dabei lagen die Gastgeberinnen lange Zeit in Führung, ehe sie kurz vor Ende den 23:24-Rückstand noch in ein Remis verwandelten. Beste VfL-Torschützin war Marie Steffen mit fünf Treffern. 

Wie schon beim Sieg in Leverkusen eine Woche zuvor präsentierte sich Oldenburg im Duell mit dem SV Union Halle-Neustadt von Beginn an hochkonzentriert, stand im Verbund mit Torhüterin Sophie Fasold sicher in der Defensive. Einzig in der Vorwärtsbewegung ließen die Huntestädterinnen die eine oder andere Chance zu viel aus. Trotzdem erarbeitete sich der VfL mit dem Treffer von Lena Feiniler eine Drei-Tore-Führung (18. Minute), die das Team mit in die Halbzeitpause nahm. 

Eine starke Vorstellung lieferte der VfL dann zu Beginn der zweiten Halbzeit ab. Drei Tore durch Maike Schirmer (2x) und Marie Steffen ließen die Führung schnell auf 15:9 (34.) anwachsen. Diesen Vorsprung verteidigten die Oldenburgerinnen zunächst, doch mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte, Halle kam näher und näher, war nach einem verwandelten Siebenmeter durch Cara Reuthal wieder im Geschäft (19:18/47.). „Wir haben über 60 Minuten gefightet“, stelle VfL-Coach Niels Bötel nach der Partie klar: „Nur gerade haben wir nicht so viele Wechselmöglichkeiten. Dementsprechend haben einige Spielerinnen sehr viele Spielanteile auf der Platte. Da ist es klar, dass nach 40, 45 Minuten die Luft knapp wird.“ 

Sein Team wehrte sich trotz schwindender Kräfte aber aufopferungsvoll, hielt der Vorsprung zunächst. Doch nach dem 23:23-Ausgleich war es Cecilie Woller, die für die erste Führung der Gäste in der gesamten Partie sorgte – keine 90 Sekunden vor dem Ende. Doch es sprach für den VfL, dass er auf diesen Rückschlag – angefeuert von den 553 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena – noch eine Antwort parat hatte. Marie Steffen traf in der Schlussminute zum 24:24-Ausgleich und sorgte damit für den Endstand. „Am Ende ist das Unentschieden gerecht“, konstatierte Bötel: „Ein Spiel geht eben 60 Minuten. Stark ist aber, dass wir aus der letzten Saison gelernt haben und, wenn wir einen Rückschlag bekommen und zurückliegen, uns doch noch belohnen und verdient das Unentschieden holen.“

Zu arbeiten gilt es nun an der Chancenverwertung, insbesondere bei freien Würfen, von denen die VfL-Frauen zu viele vergaben. „Die muss man machen, um ein Spiel zu gewinnen“, so Bötel, der von einer gerechten Remis sprach: „Wir nehmen den Punkt gerne mit.“ Für Oldenburg geht es in eineinhalb Wochen mit dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund weiter. „Es ist gut, dass wir ein wenig verschnaufen können“, sagt der VfL-Coach und kündigte an: „Wir haben jetzt zwei Tage frei und kommen dann frisch zurück.“
20.09.2022, 21:52 Uhr
Eine außergewöhnliche Karriere
Oberbürgermeister Krogmann ehrt VfL-Handballerin Julia Renner mit dem Großen Stadtsiegel
17 Jahre in der Bundesliga-Karriere nur für einen Verein zu spielen – das schafft in der heutigen Zeit kaum noch eine Sportlerin oder ein Sportler. Julia Renner ist dies gelungen: im Trikot der Handball-Frauen des VfL Oldenburg. Seit 2005 war sie als Torfrau Teil des Teams und hat drei Pokalsiege mit dem Verein gefeiert, den Challenge Cup und den Supercup gewonnen. Nach der Spielzeit 2021/22 hat sie in diesem Sommer ihre Karriere beendet. Für ihre besonderen Verdienste um den Oldenburger Sport, insbesondere um den Handball, wurde Julia Renner am Dienstag, 20. September, wenige Tage nach ihrem 35. Geburtstag, von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann mit dem Großen Stadtsiegel ausgezeichnet.

An der Feierstunde im Alten Rathaus nahmen zahlreiche Weggefährtinnen und Weggefährten, Mitspielerinnen, Freunde und Familienangehörige teil. Unter den Gästen waren auch der langjährige Cheftrainer Leszek Krowicki, unter dessen Regie Julia Renner ihre größten Erfolge feierte, sowie der Ehrenpräsident des VfL Oldenburg, Günther Bredehorn, VfL-Präsident Rainer Bartels und der Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH, Andreas Lampe.

„Hinter ihr liegt eine großartige Handball-Karriere: Julia Renner ist in den letzten Jahren als Kapitänin vorausgegangen, hat Höhen und Tiefen mit der Mannschaft erlebt, dem Verein immer die Treue gehalten und unzählige gute Spiele mit wichtigen Paraden bestritten“, lobte Krogmann. Gerade in K.o.-Spielen sei sie über sich hinausgewachsen und habe besondere Leistungen gezeigt. Auf diese Weise sei die Torhüterin zur „Ausnahmeerscheinung im Profihandball der Damen“ geworden, so der Oberbürgermeister. Krogmann hob auch Renners Rolle außerhalb des Parketts hervor: „Sie haben für alle ein offenes Ohr gehabt, konnten integrieren und mit Ihrer Erfahrung auch die jüngeren Spielerinnen begleiten.“

VfL-Präsident Rainer Bartels zeichnete Julia Renners Weg vom „Küken zur Kapitänin“ nach. „Julchen“, wie sie im Verein liebevoll genannt wird, habe „im Oldenburger Sport einen riesigen Fußabdruck hinterlassen“, so Bartels. 2005 war die damals 17-jährige Renner vom TSV Ellerbek an die Hunte gewechselt. Damals war es Maike Balthazar zu verdanken gewesen, dass Julia Renners Weg aus Schleswig-Holstein nach Oldenburg führte. Balthazar, ebenfalls ein VfL-Urgestein, war damals Jugendnationaltrainerin. Zunächst als Stammkeeperin der zweiten Mannschaft vorgesehen, wurde Julia Renner von Torwarttrainer Alexandr „Sascha“ Vorontsov zu einer erstklassigen Bundesliga-Torfrau ausgebildet. Es folgten herausragende Erfolge mit Titelgewinnen im EHF Challenge Cup (2008), DHB-Supercup (2009) und DHB-Pokal (2009, 2012 und 2018). Bei den Final-Four-Turnieren um den DHB-Pokal wurde sie 2018 und 2022 jeweils als beste Torhüterin ausgezeichnet. Seit 2019 führte sie ihr Team als Kapitänin aufs Feld.

In diesem Sommer nun hängte die Oldenburger Torhüterin ihre Hallenschuhe an den Nagel, ist dem VfL aber als Vorstandsmitglied erhalten geblieben. Dass sie ihre Medaillensammlung nun nach dem Karriereende um das Große Stadtsiegel der Stadt Oldenburg erweitern konnte, erfüllt die gebürtige Schleswig-Holsteinerin mit besonderem Stolz: „Oldenburg ist meine Heimat geworden. Ich fühle mich sehr geehrt“, sagte Julia Renner. 
20.09.2022, 15:32 Uhr
Wichtige Punkte: VfL-Frauen feiern Auswärtssieg in Leverkusen
von Sönke Spille
Zweites Saisonspiel, erster Sieg: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben in der Bundesliga zwei wichtige Punkte geholt. Am Sonntagnachmittag gewann die Mannschaft von Trainer Niels Bötel beim TSV Bayer 04 Leverkusen dank einer starken Mannschaftsleistung mit 31:29 (17:13). Beste VfL-Werferin war Toni Reinemann mit zehn Toren. 

Nach der Auftaktniederlage gegen den Thüringer HC präsentierten sich die Oldenburgerinnen in Leverkusen von Beginn an hochkonzentriert. Die Führungen der Gastgeberinnen glich das Team aus der Huntestadt bis zum 3:3 postwendend aus. Das 4:3 durch Marloes Hoitzing (8. Minute) bedeutete dann die erste Führung für Oldenburg – und die gab das Team von Niels Bötel bis zum Ende nicht mehr her. Auch dank starker Paraden von Sophie Fasold im VfL-Tor bauten die Gäste ihren Vorsprung aus, Toni Reinemann und Hoitzing waren es, die nach dem zwischenzeitlichen 13:15-Anschlusstreffer der Werkselfen, für das 17:13 zum Seitenwechsel sorgten. 

Und auch nach Wiederanpfiff ließ sich die Bötel-Sieben nicht beirren. Vielmehr kämpfte das Team weiter aufopferungsvoll, blieb in der Defensive kompakt und wussten auch in der Offensive zu überzeugen. Durch einen Doppelpack von Luisa Knippert und Paulina Golla wuchs der Vorsprung sogar auf fünf Tore an (23:17/40.). Und auch, als die ohnehin schon personelle Decke durch die dritte Zeitstrafe von Golla (45.) für die letzten 15 Minuten noch einmal weiter zusammenschmolz, rückte die Mannschaft in der schweren Situation noch weiter zusammen. Zwar kam Bayer dichter und dichter, hatte fünf Minuten vor dem Ende in Überzahl sogar die Chance auf den 29:29-Ausgleich. Doch Jennifer Souza setzte die wohl beste Chance der Elfen an die Latte. Stattdessen war es Marie Steffen, die nach knapp sechs Minuten ohne VfL-Tor für das so wichtige 30:28 sorgte. Viola Leuchter traf kurz vor Schluss zwar noch einmal zum 29:30. Doch Reinemann, Top-Torschützin in dieser Partie, sorgte mit dem 31:29 für den Endstand, den die starke Sophie Fasold im Anschluss mit zwei Paraden festhielt. 

„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen“, sagte ein glücklicher Niels Bötel nach der Partie: „Mit dem kleinen Kader über die gesamte Zeit so Vollgas zu geben und bis zur letzten Sekunde richtig gut zu fighten, ist wirklich stark. Niemand hat geschaut, wie man zwischenzeitlich vielleicht noch Körner sparen kann. Es ist wirklich toll, dass wir uns für unseren Trainingsfleiß belohnt haben.“

TSV Bayer 04 Leverkusen – VfL Oldenburg 29:31 (13:17)
VfL: Hempen, Reese, Fasold – Reinemann (10/1), Birke, Munderloh (1), Hoitzing (2), H. Weyers, Martens (1), Steffen (5), Schirmer (4), Feiniler (1), S. Weyers, Knippert (3), Golla (4)
13.09.2022, 17:37 Uhr
Ersatzgeschwächte Oldenburgerinnen verlieren Saisonauftakt gegen starken Thüringer HC
Mit einer Niederlage sind die Handballerinnen des VfL Oldenburg in die Bundesligasaison 2022/23 gestartet. In eigener Halle unterlag das Team von Trainer Niels Bötel dem Thüringer HC mit 18:35 (9:14). Beste Torschützinnen bei den von Verletzungen gebeutelten Oldenburgerinnen waren Marie Steffen und Luisa Knippert mit je vier Toren. 

Eine Hiobsbotschaft hatten die VfL-Frauen bereits vor Anpfiff der Partie gegen den Thüringer HC zu vermelden: Kathrin Pichlmeier, mit 150 Treffern Oldenburgs Top-Torschützin in der vergangenen Saison, wird den Huntestädterinnen mit einem Kreuzbandriss aus dem Supercup gegen Bietigheim in den nächsten Monaten fehlen – so wie schon Merle Carstensen, Jane Martens und Lana Teiken. Den ersten Treffer im Aufeinandertreffen mit dem Thüringer HC markierten aber die Gastgeberinnen in Person von Toni Reinemann (1:0/1. Minute). Doch das zwischenzeitliche 2:2 durch Maike Schirmer (3.) sollte zunächst das letzte für die folgenden neun Minuten sein. „Dass wir vom 2:2 bis zum 2:6 gleich mehrere klare Chancen liegenlassen, nutzt eine Mannschaft wie der THC natürlich aus“, ärgerte sich VfL-Coach Niels Bötel. Der direkte Anschluss war somit dahin, doch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs hielten die Huntestädterinnen den Abstand nicht nur, sondern kamen auch noch einmal dichter heran (9:12/28.) – auch, weil die nach zehn Minuten eingewechselte Sophie Fasold als Neuzugang im Tor mit mehreren Paraden überzeugte. „Ich finde, dass wir es insbesondere in der ersten Halbzeit gut gemacht haben“, so Bötel.

In den zweiten Abschnitt ging seine Mannschaft dennoch mit einem 9:14-Rückstand. „Wenn man mit fünf Toren zur Halbzeit hinten liegt, wird es natürlich schwer, weil wir kaum Chancen haben, zu wechseln“, konstatierte der Oldenburger Trainer nach der Partie. So wuchs der Rückstand im weiteren Spielverlauf immer mehr an – auch, weil den Grün-Weißen mit zunehmender Spieldauer ein wenig die Wechseloptionen fehlten. „Thüringen hat bereits in der Vorbereitung gezeigt, dass sie vor Selbstbewusstsein nur so strotzen“, erzählte Niels Bötel nach der Partie: „Sie haben es mit ihrer Qualität im Kader sehr gut gemacht, es sehr dominant heruntergespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen.“ Der 35-Jährige betonte, in der Partie auch viele positive Sachen gesehen zu haben, die es nun gilt, mitzunehmen. „Niederlagen tun immer weh“, sagte er: „Wichtig ist aber, dass wir uns auf unsere Sachen konzentrieren. Wir dürfen jetzt auf keinen Fall alles schwarz malen, sondern wollen auf uns schauen und die Spiele gewinnen, die für uns wichtig sind.“

Nächste Gelegenheit auf den ersten Saisonsieg bietet sich am Sonntag, 18. September. Dann gastiert der VfL ab 16 Uhr beim TSV Bayer 04 Leverkusen. 

VfL Oldenburg – Thüringer HC 18:35 (9:14)
VfL: Reese, Fasold – Reinemann (2), S. Weyers, Munderloh, Hoitzing, H. Weyers, Steffen (4), Schirmer (2), Feiniler (3), Klöcker, Knippert (4/4), Golla (3) 
09.09.2022, 14:28 Uhr
Am Alexandersfeld rollt der Ball auf Kunstrasen
Sportliches Rahmenprogramm zur Einweihung des neuen Platzes am 17. September
Die Jüngsten werden die Ersten sein: Mit einem F-Jugend-Turnier des Post SV Oldenburg beginnt am Samstag, 17. September, ab 9 Uhr das Rahmenprogramm zur Einweihung des Kunstrasenplatzes Alexandersfeld. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wird gegen 12.45 Uhr die Siegerehrung vornehmen. Der Turnierabschluss markiert gleichzeitig die offizielle Eröffnung des neu hergestellten Platzes. Die Anlage ist Teil eines städtischen Mehrjahres-Programms zum Bau von langlebigen und pflegeleichten Kunstrasenfeldern. „Das neue Spielfeld ermöglicht einen weitgehend witterungsunabhängigen Betrieb, auch in den Wintermonaten. Damit schaffen wir hier ganzjährig beste Bedingungen für den Vereins- und Schulsport“, freut sich Krogmann.

Das vom Post SV gestaltete Rahmenprogramm wird am Samstagnachmittag ab 15 Uhr mit Spielen von Teams aus dem Damen- und Herrenbereich gegen Traditionsmannschaften fortgesetzt. Flankiert wird das sportliche Fest von einer Tombola, Hüpfburgen und einem Speisen- und Getränkeangebot. Am frühen Abend beginnt gegen 18.30 Uhr eine Party im und am Vereinsheim des Post SV.

Bei dem Spielfeld handelt es sich um einen Kunstrasenplatz der neuesten Generation. Der Belag besteht aus einer sehr hohen Anzahl an Kunstrasenfasern, ist mit Sand beschwert und verzichtet ganz auf umweltbelastendes Gummi- und Korkgranulat. Das Spielfeld ist von einer Pflasterfläche umrahmt, um den Rasen sauber zu halten, Tore abstellen zu können und Zuschauerinnen und Zuschauern einen trockenen Stehplatz zu bieten. Auch Ballfangzäune gehören zur Ausstattung. Komplettiert wird der Platz durch eine neue Flutlichtanlage, die mit sechs Masten und modernen LED-Strahlern ausgestattet ist. Vom Vorentwurf bis hin zur Bauüberwachung war das Planungsbüro Brinkmann + Deppen aus Sassenberg mit dem Projekt beauftragt. Die Bauarbeiten hat die Firma Friedemann Richter aus Wiefelstede übernommen. Die Baukosten schlagen mit rund 1,5 Millionen Euro zu Buche.

Auf dem vom Post SV genutzten Sportplatz neben der Grundschule Alexandersfeld hatten die vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Kunstrasenplatzes bereits im Mai 2021 begonnen. Die erforderliche Kampfmittelsondierung – das Gelände gehörte früher zum Fliegerhorst – konnte aufgrund schwieriger Wetterverhältnisse jedoch erst Anfang Januar 2022 abgeschlossen werden. Erst nach der offiziellen Freigabe der Sportplatzfläche durch die Kampfmittelräumfirma konnten die eigentlichen Arbeiten am Kunstrasenplatz starten.

Das künstliche Grün am Alexandersfeld ist der zweite Platz, der nach einem Beschluss des Stadtrates in einen Kunstrasen umgewandelt wird. Im Herbst 2020 war bereits ein neuer Allwetterplatz an der Kennedystraße in Betrieb genommen worden. Platz Nummer drei entsteht hinter der Sporthalle an der IGS Kreyenbrück an der Brandenburger Straße und soll in Kürze fertiggestellt werden. Insgesamt ist das Bau-Programm auf fünf Plätze ausgelegt. Die Entscheidung über die weiteren beiden Standorte steht noch aus.
30.08.2022, 16:36 Uhr
SpardaLeuchtfeuer fördert Sportvereine aus Oldenburg und Umgebung mit 250.000 Euro
Gemeinschaft, Spaß, Vielfalt, Bewegung: Das alles bieten die Sportvereine in der Region – und dafür macht sich das SpardaLeuchtfeuer stark! Ab sofort startet die neue Runde des Online-Wettbewerbs, den der Gewinnsparverein bei der Sparda-Bank West bereits seit 2014 veranstaltet. Bewerben können sich gemeinnützige Sportvereine bis zum 1. November dieses Jahres aus dem gesamten Kerngeschäftsgebiet des Kreditinstituts in NRW und Niedersachsen – also auch aus Oldenburg und Umgebung. Die Bewerbung ist unkompliziert: Vereine, die teilnehmen möchten, stellen sich einfach mit ihrem Profil auf der Wettbewerbsseite www.spardaleuchtfeuer.de vor.

Preise und Aufmerksamkeit gewinnen
„Wir wollen es den Sportvereinen nach der schweren Coronazeit leicht machen, ihnen einen Anschub geben und ihr breites Angebot in den Fokus stellen“, erklärt Hermann Kruse, Filialeiter der Sparda-Bank in Oldenburg. Dafür gibt es 150 Preise zu gewinnen, die mit insgesamt 250.000 Euro aus den Reinerträgen des Gewinnsparvereins dotiert sind. Je nach Platzierung erhalten die Vereine zwischen 500 und 6.000 Euro. Wie die Bewerber abschneiden, entscheidet sich bei der Online-Abstimmung ab dem 18. Oktober. Am Voting kann jeder teilnehmen, der das Vereinsleben in der Region unterstützten möchte. Dafür genügt es, auf dem Profil des jeweiligen Vereins die Mobilfunknummer einzugeben und mit dem per SMS eintreffenden Code kostenlos abzustimmen.

Sonderauslosung auf Instagram
Eine weitere Chance auf einen Gewinn haben die Vereine auf Instagram. Wenn dieser Kanal der Sparda-Bank West bis zum 15. November die Marke von 3.800 Followern knackt, gibt es eine Sonderauslosung: Unter allen teilnehmenden Vereinen werden dann drei mit jeweils 1.000 Euro dotierte zusätzliche Preise vergeben. Denn dem Gewinnsparverein ist es mit Blick auf die genossenschaftlichen Werte wichtig, möglichst viel Engagement zu fördern.

„Uns geht es vor allem auch darum, dem großen ehrenamtlichen Einsatz in den Vereinen unsere Anerkennung zu zollen“, berichtet Hermann Kruse. In diesem Sinne ruft er die gemeinnützigen Sportvereine aus Oldenburg und Umgebung auf, sich ab sofort beim SpardaLeuchtfeuer zu bewerben – und setzt darauf, dass dieses Engagement wie schon in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit und Unterstützung von den Menschen in der Region erhält.

Mehr Informationen unter www.spardaleuchtfeuer.de.
09.08.2022, 16:36 Uhr
Kunstrasenbau: Arbeiten gehen in die Schlussphase
Platz am Alexandersfeld ist Ende August fertig – Spielfeld in Kreyenbrück folgt im September
Gute Nachrichten für Oldenburgs Fußballerinnen und Fußballer: In Kürze werden zwei neue Kunstrasenplätze auf städtischen Sportanlagen fertiggestellt. Auf beiden Plätzen – an der Straße Alexandersfeld neben der Sportanlage des Post SV und in Kreyenbrück an der Brandenburger Straße – gehen die Bauarbeiten in die Schlussphase.

Die Termine für die Inbetriebnahme stehen jetzt fest: Die Übergabe des Kunstrasenfeldes auf dem Sportplatz neben der Grundschule Alexandersfeld ist für den 25. August vorgesehen. Die Stadt Oldenburg und der Post SV planen für den 17. September eine offizielle Einweihung. Auch im Stadtsüden schreiten die Arbeiten planmäßig voran: Der hinter der Sporthalle an der IGS Kreyenbrück gelegene Platz soll am 23. September fertiggestellt werden. Damit stehen dann rechtzeitig vor dem Herbst zwei weitere Flutlichtplätze zur Verfügung, die nahezu wetterunabhängig stark beanspruchbar sein werden. „Die beiden neuen Kunstrasenplätze sind Teil einer mehrjährigen Strategie zur Verbesserung der Bedingungen für unsere Fußballerinnen und Fußballer in der Stadt“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Im Herbst 2020 war bereits ein neuer Allwetterplatz an der Kennedystraße in Betrieb genommen worden. Zusammen mit der Fertigstellung der Plätze am Alexandersfeld und an der Brandenburger Straße ist damit der erste Teil eines vom Stadtrat am 17. Dezember 2018 gefassten Beschlusses umgesetzt. Insgesamt ist das Bau-Programm auf fünf Plätze ausgelegt. Die Entscheidung über den nächsten Standort soll bis zum Ende des Jahres getroffen werden.

Mit den beiden neuen Plätzen wächst die Zahl der Kunstrasenplätze in der Stadt auf sieben: Der VfL Oldenburg hat einen vereinseigenen Platz an der Alexanderstraße, die übrigen sechs befinden sich in städtischem Eigentum. Neben den genannten Anlagen am Alexandersfeld, an der Brandenburger Straße und an der Kennedystraße befinden sich die Plätze an der Maastrichter Straße, an der Gerhard-Stalling-Straße sowie am Schulzentrum am Flötenteich.

Wie beim künstlichen Grün an der Kennedystraße handelt sich bei den beiden neuen Spielfeldern um Granulat-freie Kunstrasenplätze. Der Belag besteht aus einer sehr hohen Anzahl an Kunstrasenfasern, ist mit Sand beschwert und verzichtet ganz auf umweltbelastendes Gummi- und Korkgranulat. Einhergehend wurden auch die Dränagen erneuert. Die Spielfelder werden von einer Pflasterfläche umrahmt, um den Rasen sauber zu halten, Tore abstellen zu können und Zuschauerinnen und Zuschauern einen trockenen Stehplatz zu bieten. Auch Ballfangzäune gehören zur Ausstattung. Komplettiert werden die Plätze durch neue Flutlichtanlagen, die mit sechs Masten und modernen LED-Strahlern ausgestattet sein werden. Am Alexandersfeld war vom Vorentwurf bis hin zur Bauüberwachung das Planungsbüro Brinkmann + Deppen aus Sassenberg mit dem Projekt beauftragt. Die Bauarbeiten hat die Firma Friedemann Richter aus Wiefelstede übernommen.

Der Kunstrasenplatz an der Brandenburger Straße ist Teil des sich im Bau befindlichen Sportparks Kreyenbrück. Bereits zwei Wochen nach der Fertigstellung des 100 mal 64 großen Kunstrasenplatzes sollen auch ein angrenzendes Kleinspielfeld (20 mal 32 Meter) und ein Minispielfeld nutzbar sein.

Die Planung und Bauüberwachung an der Brandenburger Straße obliegt dem Planungsbüro PS+ aus Osnabrück, die Bauausführung erfolgt durch die Firma Borchers aus Surwold.

Die Baukosten schlagen insgesamt mit 1,6 Millionen Euro (Brandenburger Straße) bzw. 1,5 Millionen Euro (Alexandersfeld) zu Buche.
09.08.2022, 16:32 Uhr
Jugendbegegnung „Post SV Oldenburg meets Eastern Cape“
Junge Erwachsene aus Südafrika und Oldenburg treffen sich zum sportlichen und kulturellen Austausch
„Post SV Oldenburg meets Eastern Cape“ hieß es am Sonntag, 7. August, im Alten Rathaus, als Bürgermeisterin Nicole Piechotta Teilnehmende einer Jugendbegegnung aus der Region Eastern Cape und aus Oldenburg empfangen hat.

Bei dieser Begegnung kommen im Zeitraum vom 6. bis 14. August zehn junge Erwachsene im Alter von 17 bis 25 Jahren aus dem südafrikanischen Eastern Cape – darunter auch einige aus Oldenburgs Partnerkommune, der Buffalo City Metropolitan Municipality – und eine gleich große Partnergruppe aus Oldenburg zusammen. Die Austauschschwerpunkte liegen auf den Themenbereichen Sport und Kultur. Zudem sind parallel kleine Projekte und Workshops zur Agenda 2030 geplant. Organisiert wird die Jugendbegegnung, die durch den Landessportbund, die Sportjugend und einen Zuschuss der Stadt Oldenburg finanziert wurde, vom Post SV Oldenburg mit Unterstützung des Stadtsportbundes.
05.08.2022, 15:32 Uhr
Am Marschweg kann unter Flutlicht gespielt werden
Gutachten liegt vor – Mobile Anlage wird am 8. August geliefert – Premiere gegen Elversberg
Der VfB Oldenburg wird am Dienstag, 9. August, seine Drittliga-Partie gegen den SV Elversberg im Marschwegstadion unter Flutlicht austragen können. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der Stadt Oldenburg in Auftrag gegebenes Lichtimmissionsgutachten. Demnach sind bis zur Winterpause, die in dieser Saison bereits Mitte November beginnt, Flutlicht-Spiele im Marschwegstadion zu bestimmten Tageszeiten möglich. Damit wird am 9. August zum ersten Mal in der Geschichte der 1951 eröffneten städtischen Sportstätte mit künstlichem Licht gespielt. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

Auch die für die A28 zuständige Autobahn GmbH hat ihr Okay gegeben. Die Zustimmung gilt zunächst für die bereits terminierten Spieltage bis einschließlich zum 17. September. Für die danach folgenden Spieltage sollen weitere Abstimmungen und Überprüfungen vorgenommen werden.

„1:0 für den Fußballsport in Oldenburg! Ich freue mich, dass es so schnell gelungen ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der VfB möglichst viele Spiele im heimischen Stadion bestreiten und Oldenburg in TV-Übertragungen präsent sein kann. Hier haben das Sportbüro und unser Eigenbetrieb für Gebäudewirtschaft und Hochbau erstklassige Arbeit geleistet“, lobt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Die Euphorie-Welle nach Aufstieg und gutem Saisonstart kann weitergehen. Es zeigt sich aber auch, dass immenser Aufwand nötig ist, um die infrastrukturellen Nachteile des Standortes Marschwegstadion auszugleichen“, gibt Krogmann zu bedenken. VfB-Geschäftsführer Michael Weinberg sagt: „Wir sind stolz und froh zugleich. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung haben wir innerhalb kürzester Zeit einen Meilenstein für den VfB Oldenburg erreichen können. Vielen Dank an alle Beteiligten! Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf spannende Heimspiele im Marschwegstadion freuen.“

Der VfB, der ansonsten in die als Ausweichstadion benannte Bundesliga-Arena von Hannover 96 umziehen müsste, benötigt für die 3. Fußball-Liga im Marschwegstadion an Spieltagen Flutlicht, um die anspruchsvollen Lizenzauflagen des Deutschen Fußball-Bundes zu erfüllen. Diese Anforderung gilt für jeden Spieltag, unabhängig von Anstoß- und Jahreszeiten. Dass am 1. Spieltag gegen den SV Meppen noch ohne künstliche Ausleuchtung gespielt werden konnte, war einer einmaligen Ausnahmegenehmigung des DFB zu verdanken.

Für den 3. Spieltag gegen Elversberg liefert nun die Firma Musco Lighting Germany GmbH die aus zwei Masten bestehende mobile Flutlichtanlage. Die Kosten dafür trägt der VfB. Der Transport wird am Montag, 8. August, in den frühen Nachmittagsstunden in Oldenburg erwartet. Die Masten werden auf beiden Seiten der Haupttribüne platziert. Die Lichtpunkthöhe der Strahler beträgt auf der südlichen Seite 32 Meter, auf der nördlichen Seite sind es 30 Meter. Jeweils 30 Leuchten sorgen für fernsehtaugliches Licht. Die DFB-Vorgaben verlangen mittlere Beleuchtungsstärken von 800 Lux. Diesen Anforderungen soll das mobile Flutlicht gerecht werden.

Das von der Stadt beauftragte Ingenieurbüro hat in einer Modellrechnung, die auf den Angaben der Betreiberfirma basiert, untersucht, welche Auswirkungen die Flutlichtanlage für die Anwohnerschaft im Bereich des Stadions sowie für den Verkehr auf den benachbarten Straßen und der A28 haben wird. Die Gutachter haben für drei Heim-Spieltage mit unterschiedlichen Spielzeiten Einzelfallbetrachtungen vorgenommen. Demnach können am 9. August (Anpfiff 18.30 Uhr) und an den folgenden Spieltagen bis einschließlich zum 17. September (9. Spieltag, Anstoß 14 Uhr) bei der Bewertung der Blendgefahren die Grenzwerte auf allen Fahrwegen eingehalten werden. Mit Blick auf die Lichtimmissionen für Wohngebäude wird die künstliche Raumaufhellung als unbedenklich eingestuft.

Für den 17. Spieltag, der vom 11. bis 14. November stattfindet und der letzte im Marschwegstadion vor der Winterpause sein wird, empfehlen die Gutachter, das Flutlicht nur bis 16.15 Uhr zu betreiben, damit die Grenzwerte auf der A28 eingehalten werden können. Auch die für die Raumaufhellung geltenden Immissionsrichtwerte würden dann nicht überschritten werden. Gleichwohl gibt es bei allen drei Konstellationen aber Stellen in der Stadionumgebung, an denen die Leuchten als blendend wahrgenommen werden – berechnet wurden Werte für insgesamt 18 ausgewählte Immissionsorte. Die Gutachter raten dazu, nach der Errichtung der Flutlichtanlage in einigen Bereichen lichttechnisch nachzumessen, um die Berechnungen zu verifizieren. Die Kontrollmessungen sind für den 20. August geplant. Ein erster Probelauf für die Flutlichtanlage ist am kommenden Montagabend vorgesehen.
05.08.2022, 15:29 Uhr
Zweiter Bauabschnitt des Trimmpfades Krusenbusch fertiggestellt
Mit Dehn-Station und Körpertrainer sportlich durch den Sommer
Der Trimmpfad Krusenbusch ist um einen zweiten Abschnitt erweitert worden und lädt alle Sportbegeisterten zur Nutzung der neuen Geräte ein. Der Trimmpfad befindet sich entlang des Fuß- und Radweges, parallel zum Drielaker Kanal, in der Grünanlage Schafgarbenweg.

Der erste Bauabschnitt wurde 2018 mit drei Trainingsgeräten – Barren, Reck und Beintrainer – auf zwei Standorten umgesetzt. Im Zuge des zweiten, nun fertiggestellten Abschnitts kamen mit Oberkörpertrainer, Dehn-Station und Ganzkörpertrainer drei weitere Geräte hinzu. Die Kosten für diesen zweiten Bauabschnitt betrugen circa 30.000 Euro.

Vorbehaltlich der Bereitstellung notwendiger Haushaltsmittel folgen in den nächsten Jahren weitere Bauabschnitte: Bis zur endgültigen Fertigstellung sind noch weitere sechs Geräte sowie Hinweistafeln an verschiedenen Stellen des Trimmpfades geplant.
02.08.2022, 17:35 Uhr
Stadt ehrt erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler
Auch im Sportjahr 2021 gab es – trotz Corona-Beeinträchtigungen – viele packende Duelle und umjubelte Siege – und mittendrin waren zahlreiche Sportlerinnen und Sportler aus Oldenburg, die herausragende Leistungen erzielt haben. Normalerweise ehrt die Stadt Oldenburg ihre erfolgreichen Aktiven mit einem großen Empfang. Die für März dieses Jahres geplante Veranstaltung im Kulturzentrum PFL fiel allerdings Corona-bedingt zum dritten Mal in Folge ins Wasser. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann war es dennoch eine Herzensangelegenheit, 40 Kinder und Jugendliche sowie 56 Erwachsene für ihre außergewöhnlichen Leistungen auszuzeichnen. So hat jede und jeder zu Ehrende ein persönliches Gratulationsschreiben, eine Urkunde und ein besonderes Präsent – einen hochwertigen Schlüsselanhänger mit Oldenburg-Silhouette und Sportlerehrung-Schriftzug – zugeschickt bekommen. „Es freut mich als Oberbürgermeister besonders, dass die Sportbegeisterung in Oldenburg trotz der Corona-Pandemie nicht abgenommen hat. Ich bedanke mich bei allen, die ihrem Sport und ihrem Sportverein treu geblieben sind“, so Krogmann. 

Die Geehrten haben in 2021 auf niedersächsischer, norddeutscher, nationaler und internationaler Ebene auf sich aufmerksam gemacht. Die Palette der Sportarten reicht von Gymnastik und Tanz über Leichtathletik, Schwimmen, Rudern, Judo, Dressurreiten und Voltigieren bis zum Handball, Tennis und Beachvolleyball. Auch Sportakrobatik, Triathlon, Schießen, BMX und Bowling sind vertreten.

Folgende Sportlerinnen und Sportler wurden geehrt und haben einer Veröffentlichung zugestimmt:

Jugend, Einzel

Leichtathletik
  • Henok Darabor (VfL Oldenburg), 1. Platz bei der Landesmeisterschaft, Para Leichtathletik, 100m und 200m, Männliche Jugend U20.
Rudern
  • Jakob Daum (Oldenburger Ruderverein e.V.), 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Rudern, Leichtgewichts-Vierer (SM4-B LG), U23 und 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Rudern, Leichtgewichts-Achter (SM8+B LG), U23;
  • Eva Weitzel (Oldenburger Ruderverein e.V.), 2. Platz bei der Weltmeisterschaft im Rudern, Achter (JF8+), U19 sowie 1. Platz bei der Deutschen Sprintmeisterschaft im Rudern, Achter (JF8+A) sowie 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Rudern, Achter (JF8+A), U19 und 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Rudern, Vierer (JF4-A), U19;
  • Janne Rosendahl (Oldenburger Ruderverein e.V.), 4. Platz bei der Europameisterschaft im Rudern, Vierer (JM4+), U19.
Schießen
  • Marcel Hollwedel (Schützenverein „Tell“ Wechloy e.V.), 1. Platz bei der Landesmeisterschaft im Schießen, Luftgewehr, Junioren I sowie 1. Platz bei der Landesmeisterschaft im Schießen, KK-Liegendkampf, Junioren I.
Judo
  • Ole Kiphardt (Polizeisportverein Oldenburg e.V.), 1. Platz bei der Norddeutschen Meisterschaft im Judo, U18 -46kg.
Schwimmen
  • Nantke Aden (Polizeisportverein Oldenburg e.V.), 1. Platz bei der Landesjahrgangsmeisterschaft Kurzbahn im Schwimmen, 200m Schmetterling und 400m Lagen, weiblich, Jahrgang 2008;
  • Rieke Aden (Polizeisportverein Oldenburg e.V.), 1. Platz bei der Landesjahrgangsmeisterschaft Kurzbahn im Schwimmen, 200m Schmetterling und 50m Brust, weiblich, Jahrgang 2006;
  • Magnus Danz (Polizeisportverein Oldenburg e.V.), 2. Platz bei der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft im Freiwasserschwimmen, 5km Freistil, männlich, Jahrgang 2004 sowie 1. Platz bei der Landeskurzbahnmeisterschaft im Schwimmen, 800m Freistil, männlich, offene Klasse;
  • Kilian Rosenbohm (Polizeisportverein Oldenburg e.V.), 1. Platz bei der Landesjahrgangsmeisterschaft Kurzbahn im Schwimmen, 200m Lagen, männlich, Jahrgang 2005.
Triathlon
  • Eva-Sophie Detmers (1. Triathlon Club Oldenburg e.V. „Die Bären“), 1. Platz bei der Landesmeisterschaft, Triathlon, Schüler A.
Beachvolleyball
  • Joke Johanning (Oldenburger Turnerbund), Berufung in den Nationalkader des DVV, Beachvolleyball sowie 8. Platz bei der Western European Volleyball Zonal Association (WEVZA), Beachvolleyball, Men, U18 sowie 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Beachvolleyball, männlich, U16 sowie 1. Platz bei der Nordwestdeutschen Meisterschaft im Beachvolleyball, männlich, U16 sowie 1. Platz bei der Nordwestdeutschen Meisterschaft im Beachvolleyball, männlich, U17.
Jugend, Mannschaft Voltigieren
  • Anna-Maria Stagge (Reit- und Fahrschule Oldenburg e.V.), 1. Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Voltigieren, Jugend-Mannschaft.
Tennis
  • Ben Heine und Luis Herbst (Oldenburger Tennisverein von 1905 e.V.), 1. Platz bei der Niedersachsenmeisterschaft im Tennis, Sommer, Junioren A.
Sportakrobatik
  • Mila Koschewitz (SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V.), 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Balance, Schüler Damen Gruppe sowie 1. Platz bei der Landesmeisterschaft der Sportakrobatik, Mehrkampf, A-Klasse, W3 Schüler;
  • Mia Ohlsen (SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V.), 11. Platz bei der Weltmeisterschaft der Sportakrobatik, Age Group 13-20 Damen Paar sowie 8. Platz bei der Europameisterschaft der Sportakrobatik, Junioren Damen Paar sowie 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Balance, Junioren 1 Damen Paar sowie 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Dynamik, Junioren 1 Damen Paar sowie 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Mehrkampf, Junioren 1 Damen Paar sowie 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Dynamik, Junioren 2 Damen Paar sowie 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Mehrkampf, Junioren 2 Damen Paar sowie 1. Platz bei der Landesmeisterschaft der Sportakrobatik, Mehrkampf, A-Klasse, W2 Junior 2;
  • Leni Ohlsen (SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V.), 13. Platz bei der Weltmeisterschaft der Sportakrobatik, Age Group 12-19 Damen Paar sowie 16. Platz bei der Europameisterschaft der Sportakrobatik, Age Group 12-19 Damen Paar.
Beachvolleyball
  • Joshua Henkel (Oldenburger Turnerbund), 1. Platz bei der Nordwestdeutschen Meisterschaft im Beachvolleyball, männlich, U14;
  • Jannis Freude und Joke Johanning (Oldenburger Turnerbund), 1. Platz bei der Nordwestdeutschen Meisterschaft im Beachvolleyball, männlich, U18;
  • Joke Johanning (Oldenburger Turnerbund), 1. Platz bei der Nordwestdeutschen Meisterschaft im Beachvolleyball, männlich, U19.
Gymnastik und Tanz
  • „Stellar Petit“ – Elif Albayrak, Lina Kleinschmidt und Josefine Laing (Oldenburger Turnerbund), 1. Platz beim Deutschland-Cup in Gymnastik und Tanz, DTB-Dance Kleingruppe 11-15 Jahre
Erwachsene, Einzel Handball
  • Tim Carstens (Gehörlosen-Sportverein Oldenburg e.V.), Berufung in die Gehörlosen-Nationalmannschaft, Handball, Herren
Leichtathletik
  • Stefan Gimmy (Bürgerfelder Turnerbund von 1892 e.V.), 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft, Leichtathletik, Weitsprung, Senioren M55;
  • Heiko Schmidt (Betriebssportverband Oldenburg e.V.), 6. Platz bei den Weltmeisterschaften im Betriebssport (WCSG), Leichtathletik, 5000m, Herren D sowie 10. Platz bei den Weltmeisterschaften im Betriebssport (WCSG),
  • Leichtathletik, Kugelstoßen, Herren D;
  • Michael Hollmann (VfL Oldenburg); 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft Senioren, Leichtathletik, 200m, Senioren M40;
  • Hermann Karl Harms (VfL Oldenburg); 1. Platz bei der Landesmeisterschaft, Leichtathletik, 10km Straßenlauf, Senioren M80 sowie 1. Platz bei der Landesmeisterschaft, Leichtathletik, 5000m, Senioren M80;
  • Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (VfL Oldenburg), 6. Platz bei den World Athletics Relays, 4x 400m Staffel, Frauen sowie Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio
Dressurreiten
  • Ninja Sosath (Reit- und Fahrschule Oldenburg e.V.), 1. Platz bei der Deutschen Amateur-Championesse im Dressurreiten, Klasse M sowie 1. Platz bei der Landesmeisterschaft im Dressurreiten, Klasse M.
Schießen
  • Silvia Huesmann (Schützenverein Etzhorn e.V. von 1898), "1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Schießen, Zimmerstutzen, SH2/AB2 m/w mit Hilfsmitteln sowie 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Schießen, Luftgewehr liegend, SH2/AB2 m/w mit Hilfsmitteln sowie 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Schießen, Luftgewehr, SH2/AB2 m/w mit Hilfsmittel sowie 1. Platz bei der Landesmeisterschaft im Schießen, KK 100m, SH2/AB2 m/w mit Hilfsmitteln;
  • Ralf Lehmann (Schützenverein Etzhorn e.V. von 1898), 1. Platz bei der Landesmeisterschaft im Schießen, KK 3x20, Herren II;
  • Johannes Behnen (Schützenverein Etzhorn e.V. von 1898), 1. Platz bei der Landesmeisterschaft im Schießen, Armbrust 10m, Herren IV;
  • Ann-Katrin Näther (Schützenverein „Tell“ Wechloy e.V.), 1. Platz bei der Landesmeisterschaft im Schießen, KK 3x20, Damen I.
BMX
  • Kim Lea Müller (Backyard e.V.), Berufung in den Perspektivkader des BDR, BMX Freestyle weiblich sowie 17. Platz beim Weltcup, BMX Freestyle, Elite Pro sowie 5. Platz bei der Europameisterschaft, BMX Freestyle, Elite Pro.
Schwimmen
  • Frank Pater (Polizeisportverein Oldenburg e.V.), 2. Platz bei der Deutschen Masters-Meisterschaft im Schwimmen, 200m Rücken, AK50.
Triathlon
  • Kai Sachtleber (1. Triathlon Club Oldenburg e.V. „Die Bären“), 3. Platz bei der Weltmeisterschaft, Aquathlon, AK50 sowie 1. Platz bei der Europameisterschaft, Triathlon, Olympische Distanz, AK50 sowie 3. Platz bei der Europameisterschaft, Triathlon, Sprintdistanz, AK50 sowie 3. Platz bei der Europameisterschaft, Aquathlon, AK45 sowie 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft, Triathlon, Olympische Distanz, AK50;
  • Olaf Geserick (1. Triathlon Club Oldenburg e.V. „Die Bären“), 3. Platz bei der Weltmeisterschaft, Aquathlon, AK50 sowie 3. Platz bei der Europameisterschaft, Triathlon, Sprintdistanz, AK50.
Erwachsene, Mannschaft Sportakrobatik
  • Laura Karczmarzyk und Leni Ohlsen (SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V.), 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Balance, Meisterklasse Damen Paar sowie 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Dynamik, Meisterklasse Damen Paar sowie 1. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik, Mehrkampf, Meisterklasse Damen Paar sowie 1. Platz bei der Landesmeisterschaft der Sportakrobatik, Mehrkampf, A-Klasse, W2 Senior;
  • Laura Karczmarzyk (SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V.), 5. Platz bei der Weltmeisterschaft der Sportakrobatik, Senioren Damen Paar sowie 5. Platz bei der Europameisterschaft der Sportakrobatik, Senioren Damen Paar;
  • „New Power Generation“ – Sophia Haj-Bagheri, Leonie Jaeger, Laura Karczmarzyk, Mila Koschewitz, Leni Ohlsen und Mia Ohlsen (SG Schwarz-Weiß Oldenburg e.V.), 1. Platz bei der Landesmeisterschaft der Sportakrobatik, Rendezvous der Besten.
Gymnastik und Tanz
  • „2faces“ – Katja Leinau, Ulrike Müller-Scheer, Corina Paradies und Frauke Würtz (Oldenburger Turnerbund), 1. Platz beim Deutschland-Cup in Gymnastik und Tanz, DTB-Dance, 30+.
22.07.2022, 18:43 Uhr
Hundsmühler Höhe: Anpfiff für Sanierung des Hauptplatzes
Arbeiten starten Mitte August – TuS Eversten muss in der Übergangszeit ausweichen
Fans des gepflegten Flachpasses kamen bei Fußballspielen auf dem Hauptplatz der städtischen Sportanlage Hundsmühler Höhe zuletzt eher selten auf ihre Kosten: Zu uneben war das Geläuf der Heimspielstätte des TuS Eversten. Damit ist nun bald Schluss: Mitte August wird eine umfangreiche Sanierung des Rasenfeldes starten. Mit den Arbeiten soll die Firma Borchers aus Surwold (bei Papenburg) beauftragt werden. Die Kosten der Sanierung schlagen mit rund 235.000 Euro zu Buche.

Der erneuerungsbedürftige Hauptplatz wurde um 1990 über einer ehemaligen Hausmülldeponiefläche angelegt. Im Laufe der Jahre hat sich der Boden an manchen Stellen stark gesetzt. Absackungen haben dazu geführt, dass der Platz nicht mehr die für den Spielbetrieb erforderliche Ebenmäßigkeit aufweist. Um die Bespielbarkeit des Platzes zu gewährleisten, ist der Einbau einer neuen Rasentragschicht nötig. Auch die Drainage muss erneuert werden.

So sollen die Arbeiten ablaufen: Zunächst wird der vorhandene Rasen abgetragen. Die darunter befindliche Rasentragschicht wird mit einem Oberboden-Sandgemisch ausgebessert. Die oberste Bodenschicht wird erneuert. Der 7.350 Quadratmeter große Platz wird dadurch begradigt und mit einem gleichmäßigen Oberflächengefälle versehen. In die Trassen der vorhandenen Dränage werden neue Dränrohre verlegt, so dass nicht in den Deponieuntergrund eingegriffen werden muss. Die Beregnungsanlage bleibt erhalten. Abschließend erfolgt die neue Rasen-Ansaat sowie die Markierung des Spielfeldes. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ist für den Start der Saison 2023/2024 vorgesehen. Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass auf dem Hauptplatz während der gesamten jetzt beginnenden Saison 2022/2023 nicht gekickt werden kann.

Das Sportbüro der Stadt Oldenburg ist mit dem TuS Eversten im Austausch über mögliche Ausweichplätze für den Trainings- und Spielbetrieb. „Wir sind optimistisch, dass sich für die Übergangszeit Lösungen finden werden. Allerdings wird der Verein auf verschiedene Plätze im gesamten Stadtgebiet ausweichen müssen“, sagt Hilke Wilken, Leiterin des Sportbüros.

Zur Sportanlage Hundsmühler Höhe gehören noch ein zweiter Fußballplatz (mit Flutlicht), dessen Sanierung für das Jahr 2023 vorgesehen ist, sowie ein kleinerer Nebenplatz. In der vergangenen Saison hatte der TuS Eversten 34 Mannschaften im Erwachsenen- und Jugendbereich gemeldet, für die neue Spielzeit werden es 30 Teams im Erwachsenen- und Jugendbereich sowie 7 Mini-Mannschaften sein.
21.07.2022, 18:42 Uhr
Stadt unterstützt Sportvereine in der Energiekrise
Zuschüsse für Unterhaltung vereinsbetriebener Sportanlagen um zehn Prozent erhöht
Die steigenden Energiepreise belasten auch die Sportvereine in zunehmendem Maße. Damit die Vereine die Mehrkosten nicht durch Umlagen oder eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge auffangen müssen, hat der Rat der Stadt Oldenburg eine finanzielle Entlastung auf den Weg gebracht: Einstimmig beschlossen wurde, die im Rahmen der Sportförderrichtlinien zu gewährenden Zuschüsse für die laufende Unterhaltung vereinsbetriebener Sportanlagen um zehn Prozent zu erhöhen. Die Regelung ist zunächst auf das Jahr 2022 befristet. 

Der Beschluss wird voraussichtlich zu Mehrausgaben in Höhe von rund 50.000 Euro führen, die aus dem Budget der Sportverwaltung finanziert werden können. Anträge auf Unterstützung nach den Sportförderrichtlinien können Vereine an das Sportbüro im Amt für Kultur, Museen und Sport richten. Vereine, die bereits einen Förderbescheid erhalten haben, müssen nicht erneut einen Antrag stellen. Sie erhalten von der Stadt einen neuen Förderbescheid mit erhöhter Zuschusssumme.    

Voraussetzung für die Gewährung des Zuschusses ist es, dass die Sportanlage im Besitz des Vereins ist, die Anlage für Sportzwecke genutzt wird, der Sportverein die überwiegenden Kosten der Unterhaltung und Pflege zu tragen hat und die Sportanlage im Oldenburger Stadtgebiet liegt.
07.07.2022, 19:57 Uhr
Meisterlich: Erfolgreiche Reiterinnen und Reiter der Reit- und Fahrschule
Oberbürgermeister Krogmann gratuliert zu sportlichen Erfolgen – Umzug geplant
„Capitano“, „Kleiner Onkel“ und die anderen Pferde der Reit- und Fahrschule Oldenburg (RFO) präsentierten sich von ihrer besten Seite, als am Mittwoch, 6. Juli, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Reithalle besuchte, um den Reiterinnen und Reitern zu ihren besonderen Erfolgen zu gratulieren. Zuvor musste der Termin bereits zwei Mal Corona-bedingt abgesagt werden. Krogmann hob den guten Zusammenhalt innerhalb des Vereins hervor und zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen sportlichen Erfolgen innerhalb kürzester Zeit, die nicht nur das Ergebnis körperlicher Fitness, Ausdauer und Nervenstärke seien, sondern auch für eine starke Verbindung der Reiterinnen und Reiter zu ihren Pferden stehe.

Und beim RFO reiht sich ein Erfolg an den nächsten: So sind Lilly Warren (16 Jahre aus Oldenburg) und Arne Heers (15 Jahre aus Hülsen an der Aller) mit den Pferden „Capitano“ und „Kleiner Onkel“ für die diesjährige Europameisterschaft im Voltigieren in Ungarn nominiert – im Einzel und als Mannschaft. Beide sind außerdem im Bundeskader. Einen ihrer größten Erfolge feierten sie im vergangenen Jahr: Im Sommer 2021 sicherten sie sich im französischen Le Mans den Weltmeistertitel im Voltigieren der Junioren. Lilly Warren ist zudem im September 2021 bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Voltigieren in Timmel Vizemeisterin im Einzel der Juniorinnen geworden. Das Junioren-Team, bestehend aus Arne Heers, Lilly Warren, Mia Bury (13), Emily Nienhaber (15), Anna Maria Stagge (18) und Milla Warren, holte sich dort ebenfalls den Sieg der Mannschaften – und damit die erste Medaille einer Mannschaft aus dem Landesverband Weser-Ems überhaupt bei einer Deutschen Meisterschaft.

Und auch ihr Trainer konnte seine Klasse unter Beweis stellen: Vereinsurgestein Sven Henze hat in Warendorf beim Preis der Besten das Goldene Abzeichen für Longenführer erhalten.

Auch bei der Dressur muss sich der RFO nicht vor der Konkurrenz verstecken, im Gegenteil: Die 38-jährige Ninja Sosath sicherte sich die Deutsche Amateur-Meisterschaft in der Dressur – und wurde beim Landesreitturnier in Rastede zur Landesmeisterin gekürt. Vereinskollegin Julia Hunger wurde beim Dressurturnier in Höven Kreismeisterin in der L-Dressur (mittlerer Schwierigkeitsgrad).

Ihre Wurzeln hat die traditionsreiche Reit- und Fahrschule Oldenburg e.V. (RFO) bereits in der Zeit kurz nach Kriegsende. Damals waren im Stadtzentrum der Reitclub Oldenburg e.V. und die Oldenburger Reitschule ansässig. Aus dem Zusammenschluss dieser beiden Vereine entstand 1961 die RFO. Im Jahr 1967 zog der Verein von der Innenstadt in die neue Reitanlage nach Bümmerstede mit weitläufigen Feldern und Weiden. Nun steht der nächste Umzug an: Da sich der RFO vergrößern möchte und gegen den Bundestrend immer noch leicht steigende Mitgliederzahlen verzeichnet, ist ein Umzug in die Sandkruger Straße 216 geplant.
03.06.2022, 19:11 Uhr
„Soforthilfefonds Sport“ geht in dritte Runde
Rat beschließt Fortsetzung – Stadt stellt für 2022 Mittel in Höhe von 50.000 Euro bereit
Die Oldenburger Sportvereine, die durch die Corona-Pandemie in Bedrängnis geraten sind, können auch 2022 Mittel aus dem von der Stadt aufgelegten „Soforthilfefonds Sport“ bekommen. Der Rat der Stadt Oldenburg hat in seiner Sitzung am 30. Mai mit einem einstimmigen Beschluss die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der im Jahr 2020 ins Leben gerufenen Förderung geschaffen, die nun in die dritte Runde geht. In 2022 stehen 50.000 Euro für die Unterstützung der Vereine zur Verfügung. „Für viele Sportvereine ist die Bewältigung der Corona-Folgen zum Marathon geworden. Wir wollen durch den Fonds dazu beitragen, dass das vielfältige Sportangebot in Oldenburg nicht aus dem Tritt gerät“, betont Oberbürgermeister und Sportdezernent Jürgen Krogmann.

Die Höchstsumme der Förderung zum Ausgleich von Corona-bedingten Mehraufwendungen, Einnahmeverlusten und Stornierungsgebühren beträgt grundsätzlich 2.500 Euro pro Verein. In Ausnahmefällen kann diese Höchstgrenze angehoben werden, wenn nachgewiesen wird, dass der Verein durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten und in seiner Existenz gefährdet ist. Stehen danach noch Mittel zur Verfügung, sollen die Vereine Unterstützung zur Fortführung ihres allgemeinen Sportbetriebs erhalten. Diese Förderung richtet sich nach den aktuellen Mitgliederzahlen und kommt somit den aktiven Sportlerinnen und Sportlern zu Gute.

Die neue Richtlinie ist am 31. Mai 2022 in Kraft getreten. Antragsberechtigt sind gemeinnützige Sportvereine, die ihren Sitz in Oldenburg haben und Mitglied im Stadtsportbund sind. Die Stadt informiert die Vereine auch direkt per E-Mail über die Möglichkeiten des Hilfefonds. Anträge für Corona-bedingte Mehraufwendungen, Einnahmeverluste und Stornierungsgebühren können bis zum 10. November 2022 (für den Zeitraum vom 1. November 2021 bis zum 31. Oktober 2022) gestellt werden. Anträge für die Fortführung des allgemeinen Sportbetriebs können bis zum 10. November 2022 gestellt werden.

Antragsformulare und weitere Informationen zur Förderung gibt es online unter www.oldenburg.de/soforthilfefonds-sport.
01.06.2022, 14:32 Uhr
Ein Paradies für Freizeitsportler
Spatenstich für Kunstrasenplatz und ersten Teil des Sportparks
Der offizielle Startschuss für den Sportpark Kreyenbrück ist gefallen: Hier sollen künftig unter anderem ein Kunstrasenplatz, eine multifunktionale Sportfläche, ein Pumptrack mit Wellen und Kurven für Biker sowie eine Calisthenicsanlage junge und ältere Sportbegeisterte anlocken. „Ob kicken, kräftigen, skaten, radeln oder rodeln: Das neue Paradies für Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler an der Brandenburger Straße verspricht eine ganze Bandbreite an sportlichen Aktivitäten“, stellte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bei einem Vor-Ort-Termin am Dienstag, 31. Mai, die Planungen zum Baustart vor. „Mein Fußballerherz freut sich natürlich besonders über den mittlerweile dritten Kunstrasenplatz, den wir hier in Oldenburg schaffen. Aber der Sportpark Kreyenbrück wird ein Platz für Sportbegeisterte aller möglichen Sparten sein.“

Wichtig war der Stadt, die späteren Nutzerinnen und Nutzer bei der Gesamtplanung frühzeitig mit ins Boot zu holen: Im Rahmen der Entwicklung des Sportparks hat deshalb ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren von Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere von Kindern und Jugendlichen stattgefunden, deren Wünsche so weit wie möglich berücksichtigt wurden.

In einem ersten Schritt werden der Kunstrasenplatz und der erste Teil des Sportparks mit einem DFB-Minispielfeld und einem Kleinspielfeld für zum Beispiel Basketball gebaut. Die Freifläche neben dem Kunstrasenplatz wird zu einer multifunktionalen Sportfläche umgestaltet. Dafür wurde ein Bauzaun um den kompletten Bereich des zu bebauenden Geländes aufgestellt. Die Baustellen werden über eine gemeinsame Baustraße erschlossen, die über den Parkplatz des Rehazentrums führt. Bisher sind erste Erdarbeiten und der Rückbau der bestehenden Flutlichtanlage erfolgt. Während der gesamten Bauphase bleibt der vorhandene Naturrasenplatz bespielbar, entsprechende Zugangsmöglichkeiten von der Sporthalle sind im Bauzaun vorhanden.

Auf dem weitläufigen Gelände finden darüber hinaus weitere Baumaßnahmen statt: Die Skateanlage wird neu gebaut (Baubeginn voraussichtlich Ende 2022), die Dreifeld-Sporthalle saniert und die Jugendfreizeitstätte „Cafta“ erweitert.

Die Arbeiten am Kunstrasenplatz sollen im Herbst 2022 abgeschlossen werden, die Fertigstellung des Sportparks wird in 2023 erfolgen.
Was kostet die Errichtung des Sportparks?

Die Kosten für den Bau des Sportparks betragen insgesamt rund 800.000 Euro. Sie werden zu 90 Prozent aus Städtebauförderungsmitteln finanziert, da der Sportpark Kreyenbrück im Sanierungsgebiet Kreyenbrück-Nord liegt. Der Neubau der Skateanlage wird ebenfalls zu 90 Prozent aus Sanierungsmitteln bezuschusst. Für den Bau des Kunstrasenplatzes wurden rund 1,35 Millionen Euro einkalkuliert.
31.05.2022, 14:24 Uhr
Keine Pokalsensation, aber sehr starker Final-Four-Auftritt
Julia Renner beendet Handball-Karriere mit Teilerfolg
von Sönke Spille
Trotz Final-Niederlage: VfL verlangt Pokalsieger Bietigheim alles ab
Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben im Endspiel des DHB-Pokals eine Überraschung verpasst. Gegen den großen Favoriten SG BBM Bietigheim verlor die Mannschaft von Trainer Niels Bötel vor 2.735 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche Arena 30:40 (12:17). Mit Merle Carstensen (19 Toren) stellte der VfL aber nicht nur die beste Torschützin des Turniers, sondern mit Julia Renner auch die beste Torhüterin. Für Renner war das Finale nach 17 Jahren das letzte Spiel ihrer Bundesliga-Karriere.

Auch wenn es zur Sensation am Ende nicht reichte: Es dauerte nach dem Schlusspfiff nicht lange, da war die Enttäuschung über das verlorene Finale schnell dem Stolz gewichen. Denn das, was die VfL-Frauen in Stuttgart abgeliefert hatten, war mehr als beeindruckend. Und so ließ sich die Mannschaft vollkommen zurecht von den mehr als 100 mitgereisten Fans feiern – mit der Silbermedaille um den Hals. „Bietigheim hat eine richtig gute Saison gespielt. Da ist es natürlich schwer, sie zu schlagen“, sagte VfL-Coach Niels Bötel nach dem Spiel. 

So viel war den Oldenburger Verantwortlichen vor dem Spiel ohnehin schon klar gewesen: es war das Duell David gegen Goliath. Gegner Bietigheim startete nicht nur als frischgebackener Deutscher Meister und Europapokalsieger in das Duell, sondern auch mit über 50 Siegen in Folge – darunter auch aus den beiden Ligaspielen gegen den VfL (34:20 und 33:21). Die Siegesserie hielt zwar an, doch Oldenburg gelang es, die Partie deutlich enger zu gestalten, als es dem Favoriten wohl lieb gewesen wäre. Erst in der Schlussphase, als die Kräfte nachließen, sorgte Bietigheim für die Entscheidung. 

Schon gleich am Anfang legten die SG-Frauen einen Start nach Maß hin, führten nach sieben Minuten mit 5:2 und bauten diesen Vorsprung auf 9:4 (13. Minute) aus. Oldenburg versuchte zwischenzeitlich mit einer unheimlich offensiven Deckung, die Vorwärtsbewegung des großen Favoriten zu stoppen, wechselte dann aber ins 6:0 zurück. Mit Erfolg: Der VfK verkürzte mit einem verwandelten Siebenmeter von Merle Carstensen auf 7:10 (18.), wenige Augenblicke später traf Maike Schirmer sogar zum 9:11. „Wir haben aber viel versucht, wollten Bietigheim unter Druck setzen und auf die offensive Abwehr oder die verschiedene Angriffsformationen Reaktionen bei ihnen erzeugen“, erzählte Bötel: „Das haben sie gut gemacht und damit auch in der Höhe verdient gewonnen.“

Trotzdem hielten die Oldenburgerinnen lange mit – auch weil Julia Renner gleich mehrfach hervorragend parierte. Einzig in der Offensive gelang es zu selten, sich entscheidend durchzusetzen und so vielleicht noch dichter heranzukommen. Dazu tat sich die Bötel-Sieben insbesondere in Unterzahl schwer, Bietigheim nutzte die Tempogegenstöße zur 17:12-Halbzeitführung. 

Aus der Pause kamen die Oldenburgerinnen dann vielversprechend, verkürzten durch Tore von Maike Schirmer und Merle Carstensen schnell auf 14:17. Dichter kamen die Huntestädterinnen aber nicht heran. Vielmehr baute der Deutsche Meister seinen Vorsprung wieder aus. Bis zur 45. Minute gelang es dem VfL noch einmal, wieder auf vier Tore zu verkürzen – danach marschierte Bietigheim aber unaufhaltsam in Richtung Pokaltriumph. „Ob man ein Finale dann nachher mit einem Tor verliert oder zehn ist letztendlich auch egal. Deshalb haben wir aufgemacht, wollten noch einmal etwas versuchen“, sagte Bötel. Das ermöglichte der SG, die Führung nach knapp 53 Minuten auf 37:27 zu stellen. Doch es sprach für die Oldenburgerinnen, dass sie trotz des Rückstandes nicht aufsteckten und bis zur letzten Sekunde kämpften – auch wenn Bietigheim nicht mehr vom Kurs „Pokalsieg“ abzubringen war. „Trotz der Niederlage haben wir eine richtig geile Pokalsaison gespielt“, fand Bötel: „Wir haben nicht nur unser Ziel Klassenerhalt geschafft, sondern mit der Finalteilnahme im Pokal noch einen draufgelegt.“

VfL Oldenburg – SG BBM Bietigheim 30:40 (12:17)
VfL: Renner, Bahrs – Teiken, Reinemann, Weyers, Jongenelen (1), Hoitzing, Pichlmeier (9), Buhl, Martens (2), Steffen (6), Carstensen (8/6), Schirmer (3), Klöcker, Knippert, Golla (1)


Halbfinalsieg gegen Buxtehude: Oldenburg steht im Endspiel um den DHB-Pokal
Was für ein furioser Auftritt, was für ein grandioser Erfolg: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg stehen im Endspiel des Final4 von Stuttgart. Im Kampf um den DHB-Pokal bezwang das Team von Trainer Niels Bötel im Halbfinale den Buxtehuder SV mit 28:26 (15:8). 

Niels Bötel hatte neben Torhüterin Julia Renner auch Maike Schirmer, Luisa Knippert, Merle Carstensen, Marie Steffen, Kathrin Pichlmeier und Lana Teiken zu Beginn aufs Spielfeld geschafft. Und die legten einen perfekten Start hin. Insbesondere Merle Carstensen marschierte mit gleich drei Toren (davon zwei Siebenmeter voran, dazu parierte Julia Renner. Nach dem ersten Tor von Kathrin Pichlmeier führte der VfL nach gerade einmal fünf Minuten mit 4:1 – und Buxtehudes Trainer Dirk Leun nahm die frühe erste Auszeit. „Wir sind unheimlich gut ins Spiel gestartet, die erste Halbzeit war entscheidend“, sagte VfL-Spielerin Maike Schirmer nach der Partie. 

Das Feuer der Oldenburgerinnen, die in einer 5:1-Deckung verteidigten, konnte er damit aber zunächst nicht stoppen. Keine zwei Minuten später erhöhte Carstensen bereits auf 6:1. „Die offensive Deckung haben wir in der Liga nicht so oft gespielt. Aber Buxtehude hat einer super Saison gespielt, da mussten wir uns etwas einfallen lassen“, sagte Niels Bötel: „Dass das in der ersten Halbzeit so gut klappt, hätte ich nicht gedacht.“ Danach agierte die BSV-Deckung aber geordneter, machte es Oldenburg schwer, durchzukommen. So war es nur ein Gegenstoß durch Lana Teiken, den der VfL in den folgenden Minuten erfolgreich verwandelte – Buxtehude verkürzte auf 6:7 (16. Minute). 

Im Anschluss lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich Oldenburg aber – auch bedingt durch zwei BSV-Zeitstrafen – wieder eine Führung von fünf Toren verschaffte (13:8/24.) und die nächste Buxtehuder Auszeit provozierten. Und es ging so weiter. Renner parierte weiter, egal ob aus dem Spiel oder vom Siebenmeterpunkt – und sorgte damit schon früh für „Julia Renner-Sprechchöre“, und das selbst aus dem Fanblock des Thüringer HC. Dazu erhöhte Toni Reinemann zum 15:8-Halbzeitstand. 

Eine starke erste Halbzeit im Stile eines Top-Teams hatte der VfL in den ersten 30 Minuten hingelegt. Doch den besseren Start in Durchgang zwei erwischte Buxtehude. Mit einer deutlich offensiveren Deckung verkürzte der BSV auf 12:16 (40.). Diesen Vier-Tore-Vorsprung hielten die Huntestädterinnen im Anschluss, ließen sich auch von vergebenen Torchancen nicht entmutigen, sondern verteidigten nur umso beherzter. Rund elf Minuten vor dem Ende erhöhte Marie Steffen auf 23:17 und ließ die mehr als 100 Oldenburger Fans in der Porsche Arena aufspringen. 

Die Entscheidung war damit aber noch nicht gefallen. Buxtehude verkürzte in der Schlussphase auf 21:25 (53.), verteidigte nun fast ausschließlich in einer Manndeckung. Der VfL erspielte sich trotzdem Torchancen, doch im Abschluss fehlte die nötige Ruhe – der BSV kam immer näher (23:25/56.). „Wir haben ein wenig vergessen das Tempo zu spielen, das gegen eine offensive Deckung wichtig ist“, sagte Bötel: „Nichtsdestotrotz haben wir es richtig gut gemacht.“ Das 26:23 von Pichlmeier vier Minuten vor dem Ende war dann die Erlösung für die VfL-Fans. Wenige Momente später ertönte die Schlusssirene – und Oldenburg feierte den Finaleinzug. „Ich bin froh, dass wir das über die Ziellinie gebracht haben“, so Bötel: „Der Finaleinzug ist ein großartiger Erfolg.“

VfL Oldenburger – Buxtehuder SV 28:26 (15:8)
VfL: Renner, Bahrs – Teiken (4), Reinemann (1), Weyers, Jongenelen, Hoitzing, Pichlmeier (4), Buhl, Martens (2), Steffen (2), Carstensen (11/3), Schirmer (4), Klöcker, Knippert, Golla 
24.05.2022, 16:54 Uhr
VfL Oldenburg verliert 22:29 gegen Zwickau
von Sönke Spille
Niederlage zum Ende der Bundesligasaison 2021/22: Beim Abschied von Julia Renner in der heimischen EWE-Arena haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg gegen die BSV Sachsen Zwickau 22:29 (8:15) verloren. Damit verpatzte die Mannschaft von Trainer Niels Bötel die Generalprobe vor dem Olymp Final4. 

Es war ein völlig verpatzter Start, den die Oldenburger Handballerinnen in die Partie gegen den abstiegsbedrohten Gegner aus Zwickau hinlegten. Während die Gäste von Beginn an hellwach agierten und kaum eine Lücke in der eigenen Deckung ließen, fand der VfL in der Vorwärtsbewegung kaum statt, war dazu in der Abwehr nicht griffig genug. „Man konnte heute von Beginn an sehen, welche Mannschaft ums Überleben gekämpft hat“, sagte Niels Bötel nach der Partie. Immer wieder schmissen sich die BSV-Spielerinnen in Ball und Gegner. „Ihre Zeitstrafen konnten wir aber überhaupt nicht ausnutzen“, so Bötel. 

Nach gerade einmal neun Minuten hatte der Oldenburger Coach beim Stand von 1:6 bereits zwei Auszeiten genommen. Wirklich in Schwung kam seine Mannschaft aber auch danach nicht. Dabei versuchten es die Gastgeberinnen immer wieder mit einer siebten Feldspielerin – wirklich erfolgreich war das aber nicht. Während Zwickau eine gute Trefferquote vorweisen konnte, vergaben die Oldenburgerinnen zu viele Chancen, und das ganz egal ob aus dem Spiel oder vom Siebenmeterpunkt. „Wir sind auch in der Abwehr überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, sagte Bötel. 

Somit war es bereits zur Halbzeitpause ein Rückstand von sieben Toren, den es für den VfL nach dem Seitenwechsel aufzuholen galt. Doch anstatt dichter heranzukommen, verteidigte Zwickau den Vorsprung mit Kräften – und hatte auf alle Versuche, die die Bötel-Sieben auch unternahm, die passende Antwort parat. „Wir können froh sein, dass wir heute überhaupt 22 Tore geworfen haben“, konstatierte der VfL-Coach nach der Begegnung. 

Somit bleibt dem VfL Oldenburg nun eine Woche Zeit, um sich auf das Pokal-Halbfinale gegen den Buxtehuder SV am Samstag, 28. Mai, in Stuttgart vorzubereiten. „Eigentlich wollten wir mit einem Sieg Selbstvertrauen sammeln“, ärgerte sich Bötel über die Niederlage: „Nun müssen wir schauen, dass jeder etwas aus diesem Spiel mitnimmt, die richtigen Schlüsse daraus zieht und wir uns dann gemeinsam auf das Highlight Final4 einstimmen.“

VfL Oldenburg – BSV Sachsen Zwickau 22:29 (8:15)
VfL: Renner, Bahrs – Teiken, Reinemann (1), Weyers, Jongenelen (1), Hoitzing (3), Pichlmeier (6/1), Buhl (1), Martens (2), Steffen, Carstensen (1/1), Schirmer (1), Klöcker (1), Knippert (1), Golla (4)
17.05.2022, 17:06 Uhr
Special Olympics: Oldenburg und Hatten empfangen Nordmazedonien
Es ist entschieden: Die Stadt Oldenburg und die Gemeinde Hatten in Kooperation mit dem Landkreis Oldenburg werden unmittelbar vor den Special Olympics World Games (SOWG) in einem Jahr gemeinsame Gastgeber für Nordmazedonien sein. Vom 12. bis zum 15. Juni 2023 werden sie eine 31-köpfige Delegation aus dem südosteuropäischen Land empfangen, die sich hier auf ihre Wettbewerbe, die vom 17. bis 25. Juni in Berlin stattfinden, vorbereiten wird.

Die Stadt Oldenburg und die Gemeinde Hatten hatten sich im Vorfeld erfolgreich um die Teilnahme am „Host Town Program“ beworben – und kooperieren im kommenden Jahr als kommunale Gastgeber, um eine der insgesamt 190 internationalen Delegationen zu beherbergen, ihr unsere Region näher zu bringen und natürlich die sportliche Vorbereitung auf die Wettkämpfe zu ermöglichen. Die Unterbringung ist in der Jugendherberge der Stadt Oldenburg vorgesehen, das Programm wird gerecht aufgeteilt.

Die Special Olympics World Games ist die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Dazu werden etwa 7.000 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt erwartet, die in 26 Sommer- und zwei Demonstrationssportarten antreten. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website unter https://www.berlin2023.org.
14.05.2022, 23:04 Uhr
VfL Oldenburg feiert Bundesliga-Klassenerhalt
27:25 in Halle
von Sönke Spille
Es ist geschafft: Beim SV Union Halle-Neustadt haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg am Samstagabend den Klassenerhalt in der Bundesliga gefeiert. Mit dem 27:25 (15:13)-Erfolg gelang dem Team von Trainer Niels Bötel nicht nur der siebte Saisonsieg, sondern auch der Verbleib im Oberhaus. Beste Oldenburger Werferin war Kathrin Pichlmeier mit sieben Toren. 

Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten übernahmen die Oldenburgerinnen im ersten Abschnitt immer mehr das Kommando. Julia Renner zeigte gleich mehrere starke Paraden, in der Vorwärtsbewegung erzielten Merle Carstensen, Sophie Weyers und Maike Schirmer ihre Tore – der VfL ging mit 9:6 (18. Minute) in Führung. Den Vorsprung verteidigten die Oldenburgerinnen und gingen mit einem 15:13 in die Halbzeitpause.

In Durchgang zwei erlaubten sich dann gleich beide Seiten einige Fehlwürfe, die knappe Oldenburger Führung schmolz. 14 Minuten vor dem Ende gelang Edita Nukovic der Ausgleich, nur wenige Augenblicke später nutzten die Gastgeberinnen, dass Bötel in Unterzahl Torhüterin Renner zugunsten einer weiteren Feldspielerin herausgenommen hatte, und trafen ins leere Tor zum 20:19. Es war die erste Führung des SV Union nach dem zwischenzeitlichen 2:0 zu Beginn der Partie. Dieser Rückstand war für die Bötel-Sieben ein Weckruf: Marloes Hoitzing, Kathrin Pichlmeier und Lana Teiken sorgten mit ihren Toren wieder für einen Drei-Tore-Vorsprung (26:23/55.). Das war die Vorentscheidung. Während Halle immer hektischer dem Rückstand hinterherlief, spielte der VfL in der Abwehr konzentriert – und brachte nicht nur den Sieg ins Ziel, sondern durften über den Klassenerhalt feiern. „Die Punkte heute waren extrem wichtig“, sagte Niels Bötel nach dem Spiel: „Wir haben heute wieder gekämpft und gefightet. Deshalb geht der Sieg auch in Ordnung.“ 

Mit dem Sieg steht auch vor dem letzten Heimspiel am Samstag, 21. Mai, in der heimischen EWE-Arena gegen Schlusslicht BSV Sachsen Zwickau fest, dass Oldenburg im Oberhaus verbleibt. „Damit haben wir unser Saisonziel erreicht“, freute sich Bötel. 

SV Union Halle-Neustadt – VfL Oldenburg 25:27 (13:15)
VfL: Renner, Bahrs – Teiken (2), Reinemann (2), Weyers (1), Jongenelen (2), Hoitzing (2), Pichlmeier (7), Buhl, Martens, Steffen, Carstensen (5/3), Schirmer (3), Klöcker (1), Knippert (2), Golla
10.05.2022, 17:24 Uhr
Rucksack nach Halbzeit eins zu groß
Oldenburg verliert in Neckarsulm
von Sönke Spille
Dritte Niederlage in Folge: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihr Bundesliga-Auswärtsspiel bei der Sport-Union Neckarsulm mit 37:39 (13:22) verloren. In einem turbulenten Spiel steigerte sich das Team von Trainer Niels Bötel nach einer schwachen ersten Halbzeit – verpasste es aber, die Partie noch zu drehen.

Luisa Knippert hatte die Oldenburgerinnen mit 1:0 in Führung gebracht (2. Minute), danach lief bei den Gästen aber kaum noch etwas zusammen. Neckarsulm erzielte Tor um Tor, zog schnell auf 13:5 davon (19.). „Wir waren viel zu passiv, haben Neckarsulm nicht zu fassen bekommen und sie damit eingeladen, Tore zu werfen“, ärgerte sich VfL-Coach Niels Bötel. Auch ein Wechsel im Tor – Tatjana Bahrs für Julia Renner – brachte nicht den gewünschten Erfolg. So lag der Tabellenzwölfte mit neun Toren zurück. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu wenig gezeigt. Mit so einem Rucksack ist es dann schwer, noch etwas Zählbares zu holen. Dafür ist Neckarsulm zu erfahren.“

Aufgegeben hatten die Huntestädterinnen aber trotzdem nicht – und warfen noch einmal alles in die Waagschale. „Wir befinden uns im Abstiegskampf“, sagte Bötel: „Da kann es auch um die Tordifferenz gehen und wir dürfen nicht mit so einem Rückstand in die Halbzeit gehen. Damit kann man sich die gute Ausgangslage aus der bisherigen Saison kaputtmachen. Deshalb war es wichtig, noch einmal heranzukommen.“ So fightete sich seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel zurück ins Spiel, verkürzte den Abstand auf drei Tore und hatte sogar die Chance, noch dichter heranzukommen. Das 37:39 von Oldenburgs Top-Torschützin Merle Carstensen (neun Tore) kam wenige Sekunden vor dem Ende dann aber zu spät. „Mit etwas mehr Glück wäre vielleicht sogar noch etwas möglich gewesen“, resümierte Bötel, der aber von einem verdienten Sieg der Sport-Union sprach. 

Nach vier Spielen in elf Tagen gibt es für den VfL Oldenburg nun eine kleine Verschnaufpause. Am Samstag, 14. Mai, tritt Oldenburg im dritten Auswärtsspiel in Folge beim SV Union Halle-Neustadt an. Bötel: „Für uns heißt es jetzt: Mund abputzen und regenerieren, damit wir nächste Woche wieder bei 100 Prozent sind, um zu fighten.“ 

Sport-Union Neckarsulm – VfL Oldenburg 39:37 (22:13)
VfL: Renner, Bahrs – Teiken, Reinemann (1), Weyers, Jongenelen (5), Hoitzing (2), Pichlmeier (8/1), Buhl, Martens (5), Steffen (4), Carstensen (9/5), Schirmer (2), Knippert (1), Golla
06.05.2022, 09:25 Uhr
Niederlage gegen neuen Deutschen Meister
VfL Oldenburg verliert 21:33 in Bietigheim
Es war ein aufopferungsvoller Kampf, den die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg dem neuen Deutschen Meister SG BBM Bietigheim bot. Doch nach einem starken Beginn übernahmen die Gastgeberinnen die Kontrolle, setzten sich mit 33:21 (17:13) durch und feierten den dritten Deutschen Meistertitel der Vereinsgeschichte. Oldenburg dagegen steckt weiter im Abstiegskampf. 

Mit einem starken Beginn, den die Gäste nach ihrer langen Anfahrt vor den 553 Zuschauern in der Sporthalle am Viadukt hinlegten, machte das Team von Trainer Niels Bötel auf sich aufmerksam. Kathrin Pichlmeier brachte den VfL mit 1:0 in Führung. Und die verteidigten die Huntestädterinnen nicht nur, sondern bauten sie sogar auf drei Tore aus (9:6/17. Minute). „Wir sind gut reingekommen, haben den Kampf super angenommen“, berichtete Coach Niels Bötel. Doch spätestens nach dem 10:11-Anschlusstreffer der SG (20.), kippte die Begegnung. Sieben Bietigheimer Tore stellten das Spiel auf den Kopf. Immerhin verkürzte die Bötel-Sieben den zwischenzeitlichen 11:17-Rückstand noch um zwei Tore. „Bietigheim hat dann eben die Klasse, Mitte der ersten Halbzeit frische Kräfte zu bringen, die auch für Nationalmannschaften spielen“, sagte Bötel: „Da ist es dann klar, dass wir es nicht die ganze Zeit schaffen können, auf Augenhöhe zu bleiben.“

Ihre Klasse spielten die Gastgeberinnen dann auch im zweiten Durchgang aus. Denn mit der komfortablen Halbzeitführung im Rücken, ließ die SG sich nicht mehr von ihrem Weg zum Deutschen Meistertitel abbringen. Insbesondere die Gegenstoß-Tore – zehn an der Zahl – bekam Oldenburg nicht in den Griff und musste schlussendlich die 15. Niederlage in dieser Saison hinnehmen. „Wir haben es über die 60 Minuten aber schon gut gemacht“, befand Bötel: „Wenn Bietigheim seine Leistung abruft, kann man dann eben auch mit zwölf Toren Unterschied gegen sie verlieren.“

Die nächste Chance, um Punkte für den Ligaverbleib zu sammeln, haben die Oldenburgerinnen bereits am Samstag wieder. Dann tritt der VfL im von Bietigheim rund 30 Minuten entfernten Neckarsulm gegen die Sport-Union an. 

SG BBM Bietigheim – VfL Oldenburg 33:21 (17:13)
VfL: Renner – Reinemann, Weyers, Jongenelen (1), Hoitzing, Pichlmeier (4/1), Buhl, Martens (2), Steffen (2), Carstensen (6/4), Schirmer (3/0), Klöcker, Knippert (2), Golla
01.05.2022, 11:43 Uhr
Am Ende schwinden die Kräfte
Oldenburg verliert gegen Thüringer HC
von Sönke Spille
Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga der Frauen hat der VfL Oldenburg eine Niederlage einstecken müssen. Im Heimspiel verlor der VfL am Samstagabend gegen den Thüringer HC 21:27 (9:13). Beste Werferin im Trikot der Oldenburgerinnen war vor 620 Zuschauern war Merle Carstensen mit neun Toren.

Nach einem durchwachsenen Start samt früher Auszeit von VfL-Trainer Niels Bötel lagen die Oldenburgerinnen schnell mit 2:6 zurück(8. Minute)  „Mit dem Anfang bin ich nicht ganz zufrieden“, gestand VfL-Trainer Niels Bötel nach der Partie. „Die ersten zwei Gegentore sind durch Schlagwürfe gefallen, wo wir zu passiv stehen. Über die ersten zehn Minuten müssen wir sicherlich noch einmal sprechen“, sagte er. Dann aber fand sein Team immer besser in die Partie. Prunkstück war dabei wieder einmal die Defensive, die im Sechs-gegen-sechs stark verschob und den Gästen kaum Wurfmöglichkeiten bot. Dazu parierte Torhüterin Julia Renner mehrfach stark – und Kathrin Pichlmeier traf zum 6:6-Ausgleich (14.). Danach aber wollte in der Vorwärtsbewegung nur noch wenig gelingen. Zu wenige Lücken konnten gerissen werden, dazu bekam THC-Keeperin Irma Schjött mehrfach noch die Hände an den Ball. Mit schnellen Gegenstößen gelang es den Gästen, die Führung wieder auszubauen. Oldenburg dagegen blieb 14 Minuten ohne eigenen Treffer und handelte sich so eine 8:13-Hypothek zur Halbzeit ein. 

Die konnte das Bötel-Team im zweiten Abschnitt dann nicht mehr aufholen. Nach zwei verwandelten Siebenmetern von Merle Carstensen kam Oldenburg zwar noch einmal auf 14:18 heran. Dann aber ließen die Kräfte nach und der THC spielte seine Erfahrung aus. „Die Pässe an den Kreis zu Annika Meyer waren richtig gut gespielt“, musste Bötel anerkennend: „Dazu haben sie unsere Fehler konsequent ausgenutzt.“ Trotz Versuch, mit einer siebten Feldspielerin mehr Lücken zu reißen, stand am Ende die 14. Niederlage in dieser Saison. „Dass ein Spiel wie gegen Metzingen innerhalb von nur drei Tagen zu wiederholen extrem schwer ist, wussten wir“, sagte Bötel. „Wir wollten es versuchen, haben es aber nicht geschafft. Jetzt gilt es, weiter zu fighten und wieder zurückzukommen.“

Die nächste schwere Auswärtsaufgabe steht bereits am Mittwoch bevor. Dann ist der VfL bei Tabellenführer SG BBM Bietigheim zu Gast. „Wir haben jetzt nicht allzu viel Zeit, um uns zu regenerieren“, weiß Bötel. Dann will sein Team wieder alles daran setzen, dort vielleicht für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. 

VfL Oldenburg – Thüringer HC 21:27 (8:13)
VfL: Renner, Bahrs, Rump – Reinemann, Weyers, Jongenelen, Hoitzing (2), Pichlmeier (1), Buhl, Martens (1), Steffen (3), Carstensen (9/6), Schirmer (2), Klöcker, Knippert (2), Golla (1)
29.04.2022, 13:04 Uhr
VfL Oldenburg siegt beim TuS Metzingen
Ausrufezeichen im Abstiegskampf
von Sönke Spille
Es war der verdiente Lohn einer tollen Leistung: Mit 25:20 (16:12) haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg im Bundesliga-Abstiegskampf zwei wichtige Punkte beim TuS Metzingen eingefahren. Gegen den Tabellenfünften zeigte die Mannschaft von Trainer Niels Bötel über die gesamten 60 Minuten eine starke Leistung, verdiente sich die zwei Punkte am Fuße der Schwäbischen Alb und rückte in der Tabelle sogar auf Platz neun vor. 

„Auswärtssieg, Auswärtssieg“, schallte es am Mittwochabend durch die Metzinger Öschhalle. Jubelnd sprangen die VfL-Handballerinnen auf und ab und feierten ihren sechsten Saisonsieg, der so wichtig war, um im Abstiegskampf ein Ausrufezeichen zu setzen. Nachdem es in vielen Spielen zuvor trotz starker Leistungen gegen die Top-Teams der Liga nicht zu Zählbarem gereicht hatte, wurde die Bötel-Sieben nun endlich belohnt. „Der Sieg tut uns unheimlich gut“, sagte der VfL-Coach nach dem Spiel.

Von Beginn an hatten die Oldenburger Spielerinnen dabei um die zwei so wichtigen Punkte gekämpft. „Uns war klar, dass nach der langen Anreise vor allem in der Abwehr viel Arbeit vor uns liegt“, erzählte Bötel. Nach hektischem Beginn führte der VfL, auch dank der drei Tore von Top-Torschützin Merle Carstensen und jeweils einem Treffer von Kathrin Pichlmeier und Maike Schirmer, die Begegnung bis zum 5:4 (9. Minute) mit einem Tor an. Und: Dank konzentrierter Abwehrarbeit bauten die Gäste ihren Vorsprung sogar auf vier Tore aus (12:8/19.). Immer wieder nutzte die Bötel-Sieben dabei einfache Ballverluste der TusSies, dazu präsentierte sich Torhüterin Julia Renner mit zahlreichen Paraden in starker Verfassung. Zwei Minuten vor der Pause erhöhte Luisa Knippert in Unterzahl sogar auf 16:11, am Ende ging Oldenburg mit einem Vorsprung von vier Toren in die Halbzeitpause. „Wir haben wenig klare Torchancen zugelassen“, zeigte sich Bötel mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft zufrieden.

Doch nach dem Seitenwechsel schmolz die Oldenburger Führung – und das rasend schnell. Keine fünf Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, da hatte Metzingen auf 15:16 verkürzt, Niels Bötel nahm Auszeit. Den Ausgleich konnte der VfL damit zwar nicht verhindern (16:16/37.), brach aber den Lauf der TusSies und erkämpfte sich selbst wieder einen Vorsprung (20:17). Als die letzten zehn Minuten anbrachen, war der Tabellenfünften zwar erneut auf ein Tor herangerückt, doch die Huntestädterinnen fighteten bis zur letzten Sekunde. Das 22:19 durch Pichlmeier (56.) brachte die VfL-Frauen wieder in eine komfortable Ausgangssituation – die sie sich nicht mehr nehmen ließen. 

Mit dem Sieg sprang der VfL in der Tabelle auf Platz neun. Am Samstag, 18 Uhr, wartet in der heimischen EWE-Arena mit dem Thüringer HC aber der nächste starke Gegner auf die Oldenburgerinnen.

TuS Metzingen – VfL Oldenburg 25:20 (12:16)
VfL: Renner, Hempen – Teiken, Reinemann, Weyers, Jongenelen, Hoitzing (1), Pichlmeier (6), Buhl, Martens (1), Steffen (4), Carstensen (8/3), Schirmer (3), Klöcker, Knippert (2), Golla
23.04.2022, 17:25 Uhr
Teamgeist bei Special Olympics: Oldenburg und Hatten gemeinsame Gastgeber
Kooperation bei Host-Town-Kampagne – Länder-Delegation vom 12. bis 15. Juni 2023
Wenn Deutschland im Juni 2023 erstmals Gastgeber der Special Olympics World Games (SOWG) sein wird, der weltweit größten inklusiven Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, kommen auch die Stadt Oldenburg und die Gemeinde Hatten ins Spiel: Denn beide hatten sich erfolgreich um die Teilnahme am „Host Town Program“ 2023 für eine Delegation bis 25 Personen beworben – und werden nun kooperieren, um eine Delegation vom 12. bis 15. Juni zu beherbergen, ihr unsere Region näher zu bringen und natürlich die sportliche Vorbereitung auf die Wettkämpfe zu ermöglichen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Donnerstag, 21. April, unterzeichnet.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht deutliche Vorteile einer solchen Kooperation mit der Nachbargemeinde: „Wir freuen uns, im Vorfeld der Special Olympics als Team mit der Gemeinde Hatten aufzutreten und diese wichtige Veranstaltung zu unterstützen. So können wir gemeinsam Oldenburg und Hatten als starke, freundliche und inklusive Gastgeberinnen präsentieren.“ Guido Heinisch, Bürgermeister der Gemeinde Hatten, ergänzt: „Dank dieser Kooperation können wir Synergien nutzen, Potenziale bündeln und Vernetzungen auf dem Gebiet Inklusion und Sport ermöglichen – eine Win-Win-Win-Situation für Stadt, Gemeinde und natürlich die Athletinnen und Athleten sowie ihren Betreuungsstab.“ Tatkräftig unterstützt wird die Gemeinde Hatten dabei durch den Landkreis Oldenburg.

Dank der Kooperation steigt die Größe der Delegation nun sogar auf bis zu 35 Personen, da Oldenburg bis 25 Personen und Hatten bis 10 Personen bei der Bewerbung angegeben hatte. Die Unterbringung ist in der Jugendherberge der Stadt Oldenburg vorgesehen. Bei den Kosten wird die Stadt Oldenburg einen größeren Anteil übernehmen, das Programm wird gerecht aufgeteilt. Beide Partner bemühen sich um die Einwerbung von Sponsorengeldern.

Über die Special Olympics und die Host Towns
Vom 17. bis 25. Juni 2023 werden etwa 7.000 Athletinnen und Athleten aus mehr als 170 Nationen in Berlin erwartet, die in 26 Sommer- und zwei Demonstrationssportarten miteinander antreten. Im Vorfeld der Spiele werden die 170 Delegationen aus aller Welt im Rahmen des „Host Town Program“ in insgesamt 216 Kommunen willkommen geheißen – unter anderem in der Stadt Oldenburg, die sich mit dem Behindertenbeirat der Stadt, dem Stadtsportbund Oldenburg, der SELAM-Lebenshilfe und den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg erfolgreich beworben hatte. Auch die Gemeinde Hatten bekam die Zusage, Gäste aus aller Welt für dieses bedeutende Sportevent bei sich begrüßen zu dürfen. Da sich mehr Kommunen beworben hatten als Delegationen zur Verfügung stehen, hatte das Organisationskomitee für regionale Kooperationen geworben.
23.04.2022, 17:07 Uhr
Draußen aktiv werden: Mit der Sportbox am Flötenteich
Trainingsausrüstung kann ausgeliehen werden – Spikeball neu im Angebot
Die Tage werden länger, das Wetter schöner: Damit steigt auch wieder die Motivation für Sport unter freiem Himmel – am Flötenteich ist das ganz unkompliziert möglich mit der Sportbox. Als Trainingsausrüstung stehen Fitnessbänder, Yogamatten, Faszienrollen, Medizinbälle, Springseile, Kettlebells und eine Battle Rope sowie Pylonen und eine Koordinationsleiter zur Verfügung. Damit können alleine oder in der Gruppe sowohl Kraft und Ausdauer als auch Beweglichkeit und Koordination trainiert werden. Ganz neu ist auch ein Spikeball-Set hinzugekommen – Spikeball ist eine neue Trendsportart, bei der es darum geht, den Ball so auf ein Netz am Boden zu spielen, dass das gegnerische Team den Ball nicht mehr erreichen und zurückspielen kann.

Zur Nutzung der Sportbox braucht man lediglich eine App (Stichwort SportBox bei Google Play und im App Store), um Trainingszeiten zu buchen und die Box öffnen zu können. Nach der Installation ist eine einmalige Registrierung für 50 Cent erforderlich. Die gebuchte Trainingszeit kann auch mit anderen geteilt werden, um neue Freundschaften zu schließen oder sich mit Freunden direkt abzusprechen.
14.04.2022, 16:26 Uhr
Großer Kampfgeist wird nicht belohnt
VfL Oldenburg verliert gegen Dortmund
von Sönke Spille
Trotz eines couragierten Auftrittes haben die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg ihr Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Mittwochabend 24:27 (9:14) verloren. Gegen den Tabellenzweiten gelang den Huntestädterinnen zwar zu Beginn der zweiten Halbzeit eine kleine Aufholjagd – als es darauf ankam, zogen die Gäste aber das Tempo an. Beste VfL-Werferinnen waren Marie Steffen und Toni Reinemann mit jeweils sechs Toren. Da die HSG Bad Wildungen Vipers zeitgleich die HSG Bensheim-Auerbach bezwang, rutschte Oldenburg wieder auf den zwölften Tabellenplatz ab. 

So hatte sich VfL-Trainer Niels Bötel den Start gegen Dortmund nun wirklich nicht vorgestellt. Zwar ging seine Mannschaft durch das 1:0 von Marie Steffen in Führung, danach lief beim Team des 35-Jährigen offensiv aber zu wenig zusammen. Zu viele Bälle gingen gegen den Champions League-Teilnehmer in der Vorwärtsbewegung verloren – oder es fehlte das Wurfglück bei den Abschlüssen. „Wir waren in der Rückwärtsbewegung nicht aggressiv genug. Das hat Dortmund gleich zu Beginn schon richtig gut gemacht und uns ein wenig auf Abstand gehalten“, sagte Bötel. So standen in der 25. Minute gerade einmal vier VfL-Tore zu Buche (4:11). Wirkung zeigte dann die Umstellung auf eine siebte Feldspielerin. Insbesondere Toni Reinemann nahm sich im Überzahlspiel immer wieder die Würfe – und führte den VfL bis zur Halbzeit auf fünf Tore an den Favoriten heran. 

Die beste Phase im Spiel erwischten die Huntestädterinnen direkt nach Wiederanpfiff. Mit einer unheimlich aggressiven Deckung provozierten die Gastgeberinnen schnelle Ballverluste des BVB, kamen mit erfolgreichen Abschlüssen immer dichter heran. Beim Stand von 16:17 (41. Minute) hatte die Bötel-Sieben sogar die Chance auf den Ausgleich. Doch die wurde vergeben – stattdessen zog Dortmund das Tempo wieder an. „Wir hatten uns das Ziel gesetzt, bis zur 40. oder 45. Minute dranzubleiben, den Großen zu ärgern und ihn damit zu zwingen, noch einmal eine Schippe drauflegen zu müssen, um uns zu schlagen. Das haben sie gemacht und nehmen verdient die zwei Punkte mit nach Dortmund“, konstatierte Bötel. Dabei kamen seiner Mannschaft wieder die erfolgreichen Torabschlüsse abhanden. Nach dem 16:17 gelangen Oldenburg bis zur 53. nur noch drei weitere Treffer, die Gäste zogen auf 26:19 davon. „Wir haben wieder eins, zwei freie Würfe zu viel liegengelassen, um vielleicht noch länger dranzubleiben“, sagte der VfL-Coach. 

Die Moral seines Teams war damit aber noch nicht gebrochen. In der Schlussphase verkürzten die Gastgeberinnen, bei denen Sophie Weyers in ihrem ersten Bundesligaspiel gleich ihren ersten Treffer erzielte, noch einmal heran. Diese Aufholjagd kam aber zu spät. „Wichtig war, dass wir gefightet haben und wissen, dass wir auch mit einem hohen Rückstand zu Anfang wieder zurückkommen können – und dass auch gegen einen Champions League-Teilnehmer, der eine super Saison spielt“, so Bötel: „Ich bin zufrieden und stolz auf die Mädels, dass sie bis zum Ende gefightet haben.“

Drei freie Tage warten nun auf die Huntestädterinnen von Freitag bis Sonntag – ab Ostermontag startet die Vorbereitung auf die letzten sechs Saisonspiele. Und die haben es in sich. Am Mittwoch, 27. April, geht es zum Auftakt zum TuS Metzingen, drei Tage später gastiert der Thüringer HC in der kleinen EWE-Arena. „Das Restprogramm wird hart“, ist sich Bötel bewusst, weiß aber auch, dass Punkte dringend notwendig sind, um den Klassenerhalt zu schaffen. „Wir nehmen den Kampf an“, kündigt er an.

VfL Oldenburg – Borussia Dortmund 24:27 (9:14)
VfL: Renner, Reese – Teiken (3), Reinemann (6), Weyers (1), Jongenelen, Hoitzing (1), Pichlmeier, Buhl, Martens, Steffen (6), Carstensen (2/1), Schirmer (4), Klöcker, Knippert, Golla (1)
11.04.2022, 21:14 Uhr
Nach langer Sieglos-Serie: VfL Oldenburg feiert wichtigen Sieg gegen Rosengarten
von Sönke Spille
Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga der Frauen hat der VfL Oldenburg einen wichtigen Sieg eingefahren. Vor 973 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena bezwang das Team von Trainer Niels Bötel Tabellenschlusslicht HL Buchholz 08-Rosengarten mit 30:22 (15:12) und verschaffte sich damit ein wenig Luft im Tabellenkeller. Top-Torschützin beim VfL war Kathrin Pichlmeier mit zehn Toren.

Es dauerte einen kleinen Augenblick, bis die beiden Teams in das richtungsweisende Spiel im Abstiegskampf fanden. Nach rund zweieinhalb Minuten gingen die Gäste aus Buchholz in Führung, der VfL legte mit seinem ersten Treffer aber direkt nach. Beim 3:2 durch Jane Martens führten die Huntestädterinnen das das erste Mal – und bauten den Vorsprung mit zwei schnellen Gegenstößen schnell auf 5:2 (8. Minute) aus. Im weiteren Verlauf verteidigte der VfL die Führung. Insbesondere Kathrin Pichlmeier war von der Gäste-Verteidigung kaum zu stoppen, warf aus allen Lagen – und erzielte allein in den ersten 30 Minuten sieben Tore. Trotzdem gelang es Rosengarten, wieder auf 12:13 heranzukommen (24. Minute). Dabei profitierten die Luchse auch von einigen liegengelassenen Chancen der Oldenburgerinnen. In den drei Minuten bis zur Halbzeitpause hielten diese ihren Kasten aber sauber, erkämpften sich so wieder den Drei-Tore-Vorsprung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs überstand der VfL dann auch eine kurze Drangphase der Gäste, in der die Handball-Luchse bis auf ein Tor verkürzten und sogar die Chance auf den Ausgleich hatten. Doch die Huntestädterinnen blieben konzentriert, erarbeiteten sich wieder eine Führung (19:13/37.) und baute diese bis zum Schlusspfiff kontinuierlich aus. Zwar ließ die Bötel-Sieben auch im weiteren Verlauf einige Chancen aus – doch der unglaubliche Kampfgeist in der Defensive, mit dem sich in nahezu jeden Ball geschmissen wurde, glich die Unkonzentriertheiten vor dem gegnerischen Tor aus. Anders als bei den knappen Niederlagen in den Wochen zuvor, ließen sich die VfL-Frauen ihre Führung nicht mehr nehmen – und durften nach der Schlusssirene mit den Fans – nach acht Wochen ohne Bundesliga-Sieg – endlich wieder über zwei Punkte jubeln.

In der Tabelle hat der VfL Oldenburg mit nun 12:26 Punkten insgesamt sechs Zähler Vorsprung auf Schlusslicht Rosengarten. Auf die BSV Sachsen Zwickau, die aktuell auf dem Relegationsplatz stehen und noch ein Spiel mehr als der VfL zu absolvieren haben, sind es derzeit drei Punkte. Die nächste Bewährungsprobe steht bereits am Mittwoch, 19.30 Uhr, mit dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund bevor.

VfL Oldenburg – HL Buchholz 08-Rosengarten 30:22 (15:12)
VfL: Renner, Reese – Teiken (4), Reinemann, Weyers, Jongenelen (2), Hoitzing, Pichlmeier (10), Buhl, Martens (3), Steffen (3), Carstensen (5/1), Schirmer (1), Klöcker, Knippert (1), Golla (1)
01.04.2022, 14:06 Uhr
VfL Oldenburg verliert Derby in Buxtehude
Nächste knappe Niederlage
von Sönke Spille
Wieder war es eng, wieder machten die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg dem favorisierten Gegner das Leben schwer, hatten die Chance auf einen Punktgewinn. Doch am Ende war es wie in den beiden Spielen gegen Neckarsulm und Blomberg zuvor: Auch beim Buxtehuder SV musste sich die Mannschaft von Trainer Niels Bötel am Mittwochabend nach einer spannenden Schlussphase knapp mit 25:27 (10:11) geschlagen geben. 

Als sich die Handballerinnen des Tabellendritten aus Buxtehude erleichtert in den Armen lagen, schlichen die Oldenburger Handballerinnen vom Feld. Erneut hatten die Huntestädterinnen mit enormem Aufwand und tollem Kampfgeist den Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht, die letzten Kraftreserven mobilisiert. Am Ende konnten sie sich aber wieder nicht belohnen – und für einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf sorgen. 

Dabei hatten die Oldenburgerinnen einen perfekten Start hingelegt, der bei vielen Zuschauern in der Buxtehuder „Hölle Nord“ wohl für verwunderte Blicke sorgte. Mit einer kompromisslosen Abwehr, einer starken Nele Reese im Tor und effektiven Angriffen – die sich von der offensiven BSV-Abwehr nicht stoppen ließen – hatten sich die Gäste schnell einen 5:1-Vorsprung erspielt, der Buxtehudes Trainer Dirk Leun bereits nach nicht einmal fünf Minuten veranlasste, seine erste Auszeit zu nehmen. „Wir sind gut gestartet, haben dort aber eine Menge Chancen ausgelassen, die am Ende eben bestraft werden“, konstatierte Coach Niels Bötel nach der Partie. Spätestens nach dem 6:3 (17. Minute) gerieten die Oldenburgerinnen mehr und mehr in Bedrängnis, lagen keine zehn Minuten später zurück (7:10/25. Minute). Dich die Bötel-Sieben kämpfte sich bis zur Halbzeit aber noch einmal auf ein Tor heran. „Ich glaube auf beiden Seiten haben heute die Abwehrreihen mit den Torhüterinnen stark gespielt – das zeigt auch das Ergebnis mit den erzielten Toren am Ende“, sagte der VfL-Coach. 

Der 10:11-Anschluss gab seiner Mannschaft für den Start in den zweiten Durchgang jedenfalls den nötigen Rückenwind. Der VfL hielt den Anschluss, ging beim 17:16 wieder in Führung und lieferte sich bis in die Schlussphase ein enges Duell mit dem Tabellendritten. Dabei verteidigten die Oldenburgerinnen bis zum 21:19 (46. Minute) durch die treffsichere Siebenmeterschützin Merle Carstensen sogar einen Zwei-Tore-Vorsprung. In die letzten fünf Minuten ging der VfL dann aber mit einem 23:24-Rückstand. Und auch dieses Mal klappte es nicht mit einem Punktgewinn. „In der letzten Saison sind viele Bälle vom Pfosten aus noch ins Tor gegangen, in diesem Jahr springen die Bälle dann eben raus. Dementsprechend verlieren wir die engen Spiele“, sagte Bötel. Die Chancen, die Buxtehude ausließ, konnten die Gäste in der eigenen Vorwärtsbewegung jedenfalls nicht nutzen – auch als sich 90 Sekunden vor dem Ende noch einmal die Chance auf den Ausgleich ergab. „Am Ende hat man nach dem Spiel am Sonntag gemerkt, dass die Arme und Beine müde geworden sind und Buxtehude es aus dem Rückraum deutlich besser gestaltet und am Ende verdient gewonnen hat“, zeigte sich Bötel als guter Verlierer: „Wir fighten und kämpfen, müssen nur am Ende auch einmal die Punkte mitnehmen.“

Buxtehuder SV – VfL Oldenburg 27:25 (11:10)
VfL: Reese, Rump –  Teiken, Reinemann, Hoitzing, Pichlmeier (4), Buhl, Martens (1), Steffen (3), Carstensen (10/8), Schirmer (2), Knippert (4), Golla (1)
01.04.2022, 13:37 Uhr
Die Stadt bleibt am Ball
Auftrag für weiteren Kunstrasenplatz wird vergeben – Bau am Alexandersfeld geht jetzt voran
Doppelte Vorfreude bei den Oldenburger Fußballerinnen und Fußballern: Zwei neue Kunstrasenplätze sollen in diesem Jahr auf städtischen Sportanlagen fertiggestellt werden – am Alexandersfeld neben der Anlage des Post SV und an der Brandenburger Straße nahe der IGS Kreyenbrück.

Der Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt Oldenburg hat in seiner Sitzung am 28. März der Auftragserteilung für den Bau des Kunstrasenfeldes an der Brandenburger Straße zugestimmt. Der Startschuss in Kreyenbrück fällt voraussichtlich bereits Anfang Mai, die Fertigstellung ist für den Herbst 2022 vorgesehen. Wenn im Stadtsüden die Bagger anrollen, schreiten im Nordwesten die Arbeiten an einem weiteren Platz voran: Ab Sommer soll auf dem neuen Kunstrasenplatz am Alexandersfeld gekickt werden können. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann freut sich über die Investitionen in die Sport-Infrastruktur: „Wir bleiben bei diesem Thema am Ball. Beide Projekte sind Teil einer mehrjährigen Strategie zur Verbesserung der Bedingungen für unsere Fußballerinnen und Fußballer in der Stadt. Die neuen Spielfelder machen einen weitgehend witterungsunabhängigen Spiel- und Trainingsbetrieb möglich. Wie wichtig das ist, hat sich erst in diesem Februar gezeigt, als die Rasenplätze aufgrund anhaltender Regenfälle fast vier Wochen lang gesperrt waren.“

Im Herbst 2020 war bereits ein neuer Allwetterplatz an der Kennedystraße in Betrieb genommen worden. Zusammen mit der Fertigstellung der Plätze an der Brandenburger Straße und am Alexandersfeld ist damit der erste Teil eines vom Stadtrat am 17. Dezember 2018 gefassten Beschlusses umgesetzt. Insgesamt ist das Bau-Programm auf fünf Plätze ausgelegt. Die Entscheidung über die weiteren beiden Standorte steht noch aus.

Anpfiff für Kunstrasenplatz Brandenburger Straße
Den Zuschlag, an der Sportanlage Kreyenbrück einen bestehenden Rasenplatz in ein Kunstrasenspielfeld umzuwandeln, wird nach dem jetzt erfolgten Votum des Verwaltungsausschusses eine renommierte Fachfirma erhalten, die schon mehrfach für die Stadt Oldenburg tätig war. Der hinter der IGS Kreyenbrück gelegene Platz wird aktuell von mehreren Vereinen für unterschiedliche Sportarten genutzt. Das künstliche Grün soll bereits vor dem Herbst bespielbar sein, damit dann in der witterungsbedingt schlechteren Jahreszeit ein stark belastbarer Flutlichtplatz zur Verfügung steht.
 
Verlängerung beim Kunstrasenplatz Alexandersfeld
Auf dem Sportplatz neben der Grundschule Alexandersfeld hatten die vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Kunstrasenfeldes bereits im Mai 2021 begonnen. Die erforderliche Kampfmittelsondierung – das Gelände gehörte früher zum Fliegerhorst – konnte aufgrund starker und anhaltender Regenfälle jedoch erst Anfang Januar 2022 abgeschlossen werden. Für die Überprüfung wurde das Areal etwa 70 Zentimeter tief ausgekoffert, an acht Stellen ging es sogar bis zu vier Meter in die Tiefe. Erst nach der offiziellen Freigabe der Sportplatzfläche durch die Kampfmittelräumfirma konnten die eigentlichen Arbeiten am Kunstrasenplatz starten. Aktuell werden rund 6.500 Kubikmeter Füllsand eingebaut, die den Bodenabtrag ausgleichen. Parallel laufen schon Arbeiten für die Entwässerung des Platzes. Mit der Fertigstellung dieser Anlage wird im Sommer gerechnet.
29.03.2022, 11:04 Uhr
22:23 gegen Blomberg: Oldenburger verliert Heimspiel in den Schlusssekunden
von Sönke Spille
Was für ein bitteres Ende: Im zweiten Heimspiel in Folge haben die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg in letzter Sekunde einen möglichen Punkt aus der Hand gegeben. Gegen die HSG Blomberg-Lippe musste sich das Team von Trailer Niels Bötel 22:23 (9:13) geschlagen geben. Da die HSG Bad Wildungen am Wochenende einen Sieg gegen Halle feierte, ist der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte geschmolzen. 

„Es ist schwer zu fassen, wieder mit einem Tor Rückstand dazustehen, weil wir das Spiel nicht über die Zeit bringen“, fand VfL-Coach Niels Bötel nach der Partie nur schwer Worte. Wie schon gegen Neckarsulm im letzten Heimspiel zeigte Oldenburg eine starke Leistung, hatte auch beste Chancen, etwas Zählbares mitzunehmen. Doch in den Schlusssekunden wendete sich das Blatt gegen die Bötel-Sieben. „Wir sind am Ende dann vielleicht zu hektisch gewesen, haben zu viele Fehler gemacht und bringen Blomberg so in die Situation, den letzten Wurf zu haben“, sagte der Trainer. 

Dabei wäre für seine Mannschaft so viel mehr möglich gewesen. Bereits im ersten Abschnitt hätten die Oldenburgerinnen den Abstand bis zur Pause deutlich enger gestalten können. In einer ersten Halbzeit, die immer wieder von Fehlpässen auf beiden Seiten geprägt war, hielten die Oldenburgerinnen gut mit, kamen mit gelungenen Anspielen an den Kreis zu Torerfolgen. Doch insgesamt ließen die Huntestädterinnen zu viele Chancen aus, warfen in Person von Isabelle Jongenelen und Merle Carsten kurz vor der Pause zwei Siebenmeter neben das Tor. Dazu war auch das Glück nicht immer auf Oldenburger Seite, die abprallenden Bälle landeten oftmals bei den Gästen. Bötel: „Wir müssen die freien Würfe vorne reinmachen. Das sind alles Spiele, in denen wir die Siebenmeter und freie Chancen nicht reinwerfen und am Ende mit einem Tor verlieren. Da kann man so viel über die letzten Sekunden reden will: Wenn wir die Dinger vorne reingemacht hätten, dann müssten wir darüber eben nicht sprechen.“

Dass der VfL überhaupt noch einmal die Chance auf den Sieg oder einen Punktgewinn hatte, war auch einem couragierten Auftritt im zweiten Abschnitt zu verdanken. Von einem Halbzeitrückstand von vier Toren, der kurz nach Wiederanpfiff sogar auf fünf anwuchs, ließen sich VfL-Frauen nicht entmutigen. Die Deckung mit einer starken Julia Renner im Tor stand nun deutlich aggressiver, Kathrin Pichlmeier verkürzte auf 14:16 (39. Minute). „Wir haben die Schlagwürfe weggenommen, die wir in der ersten Halbzeit nicht reingemacht haben“, sagte VfL-Coach Bötel. Mit den Toren von Merle Carstensen, die den Ball aus der eigenen Hälfte ins leere Tor beförderte, und Luisa Knippert glich der VfL kurz darauf aus. Knippert war es auch, die in der 46. Minute für die erste VfL-Führung (17:16) in der gesamten Partie sorgte – Oldenburg hatte sich eindrucksvoll zurück ins Spiel gekämpft. 

Somit wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend. Eineinhalb Minuten vor dem Ende führte der VfL 22:21. Doch Blomberg glich vom Siebenmeterpunkt aus, der VfL schenkte den Ball in den letzten Sekunden noch einmal her und sorgte in der Defensive mit der Schlusssirene für den nächsten HSG-Siebenmeter. Diesen verwandelte die so sichere Malina Marie Michaelczik gegen Julia Renner – und raubte den Oldenburgerinnen damit den so wichtigen Punkt. „Wir haben uns am Ende leider nicht belohnt“, konstatierte Bötel: „Im letzten Jahr hat es uns stark gemacht, dass wir die engen Spiele gewonnen haben. Diese Saison lassen wir das ein wenig liegen. Das ist eine Sache, wo wir Potenzial haben und uns schnellstens verbessern müssen.“
Die zweite bittere Heimniederlage gilt es für die Bötel-Sieben nun, so schnell wie möglich abzuschütteln. Bereits am Mittwoch, 19.30 Uhr, tritt der VfL zum Derby beim Buxtehuder SV an. 

VfL Oldenburg – HSG Blomberg-Lippe 22:23 (9:13)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Jongenelen (1), Hoitzing, Pichlmeier (6/1), Buhl, Martens, Steffen (4), Carstensen (4/1), Schirmer (3), Knippert (4/1), Golla
18.03.2022, 11:58 Uhr
Toller Kampf wird nicht belohnt
Oldenburg verliert gegen Neckarsulm
von Sönke Spille
Bitteres Ende einer Begegnung mit starker kämpferischer Leistung: In den Schlusssekunden haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg ihr Bundesligaspiel gegen die Sport-Union Neckarsulm mit 31:32 (13:14) verloren. In eigener Arena verpassten es die Huntestädterinnen dabei, sich für einen couragierten Auftritt zu belohnen. Merle Carstensen traf als beste VfL-Torschützin neun Mal. 

Mit zwei Toren über die Außen (Schirmer & Martens) war der VfL in eine wechselhafte erste Halbzeit gestartet, in der man gegen die Sport-Union zunächst die Führung verteidigte (4:2/6. Minute). Neckarsulms Trainerin Tanja Logvin sah sich früh zur Auszeit gezwungen, danach agierte ihr Team etwas zielstrebiger und ging dank schneller Gegenstöße selbst in Führung. Der VfL lud die Sport-Union dazu aber auch ein ums andere Mal mit zu schellen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung ein – auch, weil nach dem kurzfristigen Ausfall von Paulina Golla die Aufgaben nicht so verteilt werden konnten, wie geplant. „Das war insbesondere im Innenblock kaum möglich“, so Bötel. Das Auf und Ab, in dem man sich nach einem 6:9 auf 9:9 zurückkämpfte, nur um wenige Augenblicke wieder zurückzuliegen, setzte sich fort. Mit einem Tor Rückstand ging es in die Halbzeitpause. „Wir haben den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht, um die zwei Punkte hier in Oldenburg zu behalten“, konstatierte Niels Bötel nach dem Spiel. 

Ähnlich lief es auch im zweiten Durchgang. Oldenburg erwischte wieder den besseren Start, erkämpfte sich ein 16:14. Doch Mitte der zweiten Halbzeit waren es die Gäste, die in Führung lagen. Die Huntestädterinnen agierten zu diesem Zeitpunkt zu umständlich im Spiel nach vorne, Neckarsulm kam dagegen mit schnörkellosen Angriffen zu einfachen Torerfolgen. Doch aufgegeben hatten sich die Oldenburgerinnen zu keinem Zeitpunkt in diesem Spiel. „Wir haben die gesamten 60 Minuten gefightet, alles reingehauen“, sagte Bötel. Pünktlich zur Schlussphase war sein Team zurück: Die starke Jane Martens erzielte rund drei Minuten vor dem Ende das 30:30, Merle Carstensen legte kurz darauf vom Siebenmeterpunkt nach (31:30/59.). 

Und auch nach dem erneuten Ausgleich durch Nathalie Hendrikse hatte der VfL 30 Sekunden vor dem Ende die Chance, erneut vorzulegen. Drei Pässe waren noch möglich, als Niels Bötel seine dritte Auszeit nahm, um seine Spielerinnen für die letzten Sekunden noch einmal einzuschwören. Doch der anschließende Angriff wurde vom Schiedsrichter-Duo gestoppt, stattdessen erhielten die Gäste noch einmal ihre Chance. Die nutzte Lucie-Marie Kretzschmar mit der Schlusssirene zum Neckarsulmer Sieg – und versetzten Oldenburg in eine Schockstarre. „Neckarsulm hat das eine Tor mehr gemacht. Das braucht es eben, um Spiele zu gewinnen“, sagte Bötel: „Ich kann nur ein Kompliment an meine Mannschaft geben, die trotz des Spiels am Sonntag wieder einen super Fight geliefert haben. Wir haben kämpferisch das gezeigt, was wir können. Neckarsulm klopft an die Tür nach Europa und ist nicht unbedingt unsere Kragenweite. Am Ende ist ihr Sieg nicht verdient, aber wir müssen damit leben und das Positive aus dieser Partie mitnehmen.“

VfL Oldenburg – Sport-Union Neckarsulm 31:32 (13:14)
Renner, Reese – Teiken (1), Reinemann, Jongenelen (3/2), Hoitzing, Pichlmeier (5), Buhl, Martens (6), Steffen (1), Carstensen (9/6), Schirmer (5), Knippert (1)
14.03.2022, 09:54 Uhr
Oldenburger Punktgewinn dank starker Aufholjagd
26:26 gegen Leverkusen
von Sönke Spille
Was für ein Comeback: Mit einer beeindruckenden Aufholjagd haben sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg einen Punkt gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen gesichert. Nach einem 9:16-Rückstand zur Halbzeitpause, drehte das Team von Trainer Niels Bötel in Durchgang zwei auf und erkämpften sich den Punktgewinn. Erfolgreichste VfL-Torschützin war Kathrin Pichlmeier mit neun Treffern. 

Es waren zwei Gesichter, die die Oldenburger Handballerinnen den Zuschauern am Sonntag in der kleinen EWE-Arena zeigten. Von Beginn an lief die Bötel-Sieben gegen die Werkselfen einem Rückstand hinterher. Einzig beim 1:1 durch Pichlmeier (2. Minute) waren die Gastgeberinnen dabei in Schlagdistanz, danach wuchs der Rückstand immer weiter an. Daran änderte auch die beiden Oldenburger Auszeiten (12./19.) in den ersten 20 Minuten nichts. In der Abwehr zu passiv, in der Offensive mit dem fehlenden Wurfglück – eine fatale Mischung. „Unser Spiel ist es, in der Abwehr gemeinsam aggressiv zu decken. Das haben wir in den ersten 24 Minuten nicht geschafft“, ärgerte sich Coach Bötel: „In der ersten Halbzeit haben wir achte freie Würfe vergeben. Das darf uns nicht passieren, wenn wir ein Spiel gewinnen wollen.“ Bis auf 8:16 (27.) wuchs der Rückstand noch an, erst der neunte VfL-Treffer durch Jane Martens rund 20 Sekunden vor der Halbzeitsirene läutete die Aufholjagd der Huntestädterinnen ein. 

Die setzte das Team nach dem Seitenwechsel unbeirrt fort. „Ab da haben wir in der Abwehr so gespielt, wie wir es wollen. Mir war klar, dass die Mädels deutlich mehr investieren müssen. Das ist uns gelungen“, sagte Bötel, der festhielt: „Wir haben gesehen, dass man gegen ein Team wie Leverkusen mit diesem Engagement auch einen Rückstand aufholen kann.“ Tor um Tor kam sein Team dichter an die Rheinländerinnen heran, Luisa Knippert – in der Jugend selbst für den TSV aktiv – sorgte mit ihrem verwandelten Siebenmeter dreieinhalb Minuten vor dem Ende für den 24:24-Ausgleich. Und: Plötzlich schien es sogar, als ob die Gastgeberinnen das komplette Spiel auf den Kopf stellen würden. Das 26:25, wieder durch Knippert vom Siebenmeterpunkt, bedeutete die erste Oldenburger Führung in der gesamten Partie. Doch Leverkusen kam in den verbleibenden 40 Sekunden doch noch einmal zurück und sorgte so für die Punkteteilung. „Wir sind gegen Leverkusen angetreten, um das Spiel zu gewinnen – keine Frage“, sagte Niels Bötel nach Spielende: „Mit dem Punkt müssen wir am Ende aber zufrieden sein. Nach den zwei verschiedenen Halbzeiten ist es ein gerechtes Unentschieden. Wir haben jetzt zwei Tage Zeit, das Spiel aufzuarbeiten, um dann auch gegen Neckarsulm mit einer guten Abwehr zu bestehen.“

VfL Oldenburg – TSV Bayer 04 Leverkusen 26:26 (9:16)
Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Jongenelen, Hoitzing, Pichlmeier (9), Buhl, Martens (2), Steffen (2), Carstensen, Schirmer (4), Knippert (5/3), Golla (4)
07.03.2022, 08:43 Uhr
Nach Derby gegen Rosengarten: Oldenburg kann weiter von Pokalsieg träumen
von Sönke Spille
Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg mischen im Kampf um den DHB-Pokal der Frauen weiter mit: Mit einem 27:21 (16:10)-Erfolg im Viertelfinale gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten qualifizierte sich das Team von Trainer Niels Bötel für das Olymp Final Four am 28./29. Mai in Stuttgart. Beste Werferin im VfL-Trikot war Maike Schirmer mit sieben Toren.

Vor den 413 Zuschauern in der heimischen EWE-Arena legten die Oldenburgerinnen von Beginn an einen beherzten Auftritt hin. In der Defensive unheimlich kompakt, im Angriff – spätestens nach der 4:3-Führung – variabel und zielsicher. So setzte sich die Bötel-Sieben bereits in den ersten Minuten ab und baute diesen Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf sechs Tore aus. Den Gegner aus Rosengarten ließen die VfL-Frauen dabei überhaupt nicht ins Spiel kommen, erstickten die Bemühungen des Kontrahenten oftmals schon im Keim. „Da war unheimlich viel Gutes in der Abwehr dabei“, freute sich der Oldenburger Coach über den Auftritt seiner Mannschaft im ersten Abschnitt. 

Nach dem Seitenwechsel kamen die Handball-Luchse dann etwas stärker auf, versuchten, den Abstand zu verkürzen. „Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit schon gemerkt: Wenn Rosengarten auf das Tempo drückt, dann haben wir doch ein paar Probleme in der Abwehr“, sagte der Trainer. Doch sein Team fing sich, ließ die Gäste nicht dichter als auf vier Tore herankommen. „Es war unheimlich wichtig, dass wir diese Phase mit den Zeitstrafen überstanden und den Abstand gehalten haben“, so Bötel. So gelang es dem Team, das gesteckte Ziel der Gegentreffer am Ende sogar zu unterbieten. Und auch in der Vorwärtsbewegung, wussten die Huntestädterinnen zu überzeugen. „Vorne haben wir in fast jedem Angriff eine gute Chance herausgespielt“, lobte er. 

Nun wartet im Pokal-Halbfinale mit dem Buxtehuder SV der nächste Nord-Rivale. Doch so weit will Bötel noch nicht denken. „Wir haben sehr ordentlich gespielt, darauf lässt sich aufbauen“, sagte er: „Ich bin natürlich froh, dass wir es ins Halbfinale geschafft haben. Es war wichtig, dass wir gezeigt haben, dass wir wieder mithalten können. Jetzt liegt der Fokus aber auf dem Klassenerhalt.“ Am nächsten Sonntag steht das wichtige Heimspiel gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen an, nur drei Tage später empfängt der VfL dann die Sport-Union Neckarsulm. 

VfL Oldenburg – HL Buchholz 08-Rosengarten 27:21 (16:10)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Jongenelen (5/3), Hoitzing, Pichlmeier (3), Buhl, Martens (3), Steffen (1), Carstensen (2), Schirmer (7), Knippert, Golla (6)
01.03.2022, 12:06 Uhr
Nach komplett verschiedenen Halbzeiten: Oldenburg verliert in Bensheim
von Sönke Spille
Es bleibt dabei: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg warten nach ihrer einmonatigen Corona-Pause weiter auf den ersten Sieg nach dem Re-Start. Bei der HSG Bensheim/Auerbach unterlag das Team von Trainer Niels Bötel am Samstag 22:31 – und das nach einer 12:15-Halbzeitführung. Beste VfL-Werferinnen waren Natacha Buhl und Merle Carstensen mit jeweils fünf Toren.

Es waren zwei komplett verschiedene Halbzeiten, die die Oldenburgerinnen in Südhessen zeigten. Von Beginn an hochkonzentriert, präsentierten sich die Spielerinnen von Coach Bötel, ließen sich auch von einem 5:8-Rückstand (14. Minute) wenig beeindrucken. „Von den ersten acht Gegentoren haben wir sechs aus der ersten oder zweiten Welle kassiert“, sagte der Trainer: „In der 6:6-Abwehr haben wir sehr gut gestanden.“ Das trug auch dazu bei, dass die VfL-Frauen keine drei Minuten benötigten, um wieder auszugleichen, nach einem Treffer von Merle Carstensen in Front (9:8/19.) zu gehen und bauten diesen Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf vier Tore auszubauen. „Wir haben in der ersten Halbzeit fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, freute sich Bötel über den Auftritt in den ersten 30 Minuten.

Dann aber lief gar nichts mehr zusammen: Gerade einmal vier Minuten dauerte es nach Wiederanpfiff, da war die Oldenburger Führung bereits Geschichte. „Es war so, als ob jemand den Stecker bei uns gezogen hätte“, sagte Bötel. Während beim VfL kaum noch etwas zusammenlief, spielten die Gastgeberinnen immer stärker auf. „Wir haben keinen Angriff mehr hinbekommen, sind nicht so in die Lücken gegangen, wie noch in der ersten Halbzeit“, ärgerte sich der Coach: „In der Abwehr haben wir gar keinen Zugriff mehr gefunden, sie haben uns quasi überrannt.“ Egal was die Gäste taktisch auch versuchten, der Rückstand wuchs kontinuierlich an. Somit kam auch der Schlussspurt, den die Huntestädterinnen in den letzten sieben Minuten hinlegten, zu spät. „Über die 60 Minuten gesehen, war es dann einfach zu wenig von uns“, konstatierte Niels Bötel: „Wir haben zu viele Bälle hergeschenkt, die Bensheim in ihren Tempogegenstößen genutzt haben.“

Für den VfL gilt nun: Mund abwischen und nach vorne schauen. „Wir haben drei Auswärtsspiele mit langen Fahrten gehabt. Wir müssen jetzt ein wenig regenerieren und dabei die Niederlagen aufarbeiten.“ In den nächsten Begegnungen – dazu zählen neben dem Pokalspiel am nächsten Sonntag gegen Rosengarten auch die Liga-Duelle gegen Leverkusen, Neckarsulm und Metzingen – müsse sein Team den Fight wieder über die kompletten 60 Minuten annehmen. Bötel: „Wir haben in dieser Saison gesehen, dass man gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jeden verlieren kann. Um in den wichtigen Spielen wieder zu punkten, müssen wir zu diesem Kampfgeist zurückfinden.“

HSG Bensheim/Auerbach – VfL Oldenburg 31:22 (12:15)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Jongenelen (1), Hoitzing (2), Pichlmeier (2/1), Buhl (5), Martens, Steffen (2), Carstensen (5), Schirmer (3), Knippert, Golla (2)
25.02.2022, 12:23 Uhr
Oldenburg verpasst wichtige Punkte in Bad Wildungen
von Sönke Spille
Mit der zweiten Niederlage in nur vier Tagen mussten die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am Mittwochabend ihre Heimreise aus Nordhessen antreten. Gegen die Bad Wildungen Vipers unterlag das Team von Trainer Niels Bötel mit 27:31 (16:19). Beste Werferin in den Reihen der Huntestädterinnen war Kathrin Pichlmeier mit sieben Toren. 

Es war von Beginn an ein mühsamer Auftritt, den die Oldenburgerinnen gegen die HSG hinlegte: Einzig durch die Tore von Maike Schirmer (1:0) und Kathrin Pichlmeier (2:1) lagen die Gäste in Front, danach aber gaben die Vipers mehr und mehr den Ton an. Spätestens nach den Treffern von Jolina Huhnstock (8:6), die der VfL in der Anfangsphase am Kreis immer wieder nicht zu fassen bekam, und Jana Scheib (9:6) – mit neun Treffern erfolgreichste Schützin über die 60 Minuten – liefen die Oldenburgerinnen nur noch einem Rückstand hinterher, den sie nicht mehr aufholen konnten. Schlimmer noch: Bis zur ersten Auszeit von Coach Bötel (17. Minute) bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung noch auf 11:6 aus. Erst danach fand sich der VfL etwas besser zurecht, verkürzte zwischenzeitlich auf zwei Tore. 

Doch die große Wende, auf die man zum Wiederanpfiff vielleicht gesetzt hatte, gelang nicht mehr. Zwar blieben die Huntestädterinnen bis zur 46. Minute in Schlagdistanz, dann aber schaltete Bad Wildungen einen Gang höher. Dem hatte die Bötel-Sieben zu wenig entgegenzusetzen – insbesondere kämpferisch. „Dass wir nach der Corona-Pause konditionell nicht auf der Höhe sind, war mir klar“, sagte Niels Bötel nach dem Spiel: „Ich erwarte dann aber schon, dass man alles reinwirft, was möglich ist. Das haben wir leider nicht geschafft.“ Sein Team offenbarte dabei, das es in fremder Halle zwei Gesichter hat: Tollen Siegen wie in Blomberg oder Neckarsulm stehen die Pleiten gegen Rosengarten und jetzt gegen Bad Wildungen – Teams, die hinter Oldenburg platziert sind – gegenüber. „Das war für mich deutlich zu wenig“, fand Bötel daher, der von einem verdienten Sieg der Gastgeberinnen sprach: „Sie waren uns eigentlich überall überlegen.“

In der Tabelle sind es für Oldenburg auf Platz elf nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz – die Gelegenheit, um den Abstand zu vergrößern wurde somit vertan. Chance zur Wiedergutmachung hat der VfL am Samstag. Dann gastiert das Team ab 18 Uhr bei der HSG Bensheim/Auerbach. „Wir müssen in den nächsten Spielen anders auftreten“, fordert Bötel vor dem dritten Auswärtsspiel in nur sieben Tagen. 

HSG Bad Wildungen Vipers – VfL Oldenburg 31:27 (19:16)
VfL: Renner, Reese – Teiken (2), Reinemann (2), Jongenelen (4), Hoitzing, Pichlmeier (7/3), Buhl, Steffen (3), Carstensen (5/1), Schirmer (4), Knippert, Golla
22.02.2022, 14:44 Uhr
Vertrag bis 2025: Niels Bötel verlängert beim VfL Oldenburg
von Sönke Spille
Die gemeinsame Reise geht weiter: Niels Bötel bleibt über die Saison hinaus Trainer beim VfL Oldenburg. Der langjährige Handball-Bundesligist und der 34-Jährige einigten sich auf eine langfristige Fortführung des Kontrakts bis 2025. Bötel ist seit 2017 Trainer der VfL-Frauen.

Andreas Lampe, Geschäftsführer des VfL Oldenburg, hatte nie einen Hehl daraus gemacht, den Vertrag mit seinem bisherigen Coach Niels Bötel unbedingt verlängern zu wollen. Doch nach einigen Corona-Fällen im Team mussten die im Januar geplanten persönlichen Gespräche zwischen Geschäftsführer und Trainer zunächst auf Eis gelegt werden und fanden erst im Februar statt. Kurz nach der 21:26-Niederlage zum Re-Start beim Thüringer HC steht nun fest: Bötel wird auch in den nächsten Spielzeiten an der Seitenlinie der Huntestädterinnen stehen. „Ich bin unheimlich froh, dass Niels verlängert hat“, sagt Andreas Lampe: „Er ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Vereins. Wenn man in den letzten Jahren gesehen hat, wie er junge Spielerinnen weiterentwickelt, ist es nicht nur ein positives Zeichen für die Mannschaft und den Verein, sondern für die ganze Region, dass er einen langfristigen Vertrag unterschrieben hat.“

„Es ist eine spannende Zeit mit den vielen jungen Talenten in Oldenburg“, freut sich Niels Bötel auf die nächsten Jahre beim VfL. „In den Gesprächen ging es grundsätzlich nur um Kleinigkeiten. Ich weiß, was ich an Oldenburg habe und ich glaube, andersherum ist es genauso.“ Das Projekt Oldenburg sei für ihn unheimlich spannend. „Wir wollen mit den Mädels, die erfahrener werden, den nächsten Step machen“, so Bötel. 

Für Geschäftsführer Lampe ist der 34-Jährige „einer der Top-3-Trainer der Liga“. „Auch wenn es mit den jungen Spielerinnen nicht immer von Erfolg gekrönt ist, agieren wir taktisch auf einem sehr hohen Niveau“, sagt Lampe. Dass Bötel junge Spielerinnen so gut entwickeln kann, passe nur zu gut zu den Oldenburger Plänen der Zukunft: „Wir wollen attraktiven Handball spielen und dabei möglichst variabel agieren. Handball wird auch im Kopf gespielt. Da sind die jungen Spielerinnen immer wieder gefordert, neue Dinge auszuprobieren“, sagt Lampe: „Es ist deshalb wichtig, dass sich der Trainer auf neue Situationen einlassen kann. Und Niels ist bei der Weiterentwicklung von jungen Talenten genau der richtige Trainer für uns.“

Drei weitere Jahre soll Bötel den Kurs der Oldenburger Handballerinnen nun vorgeben. „Es geht darum, die Spielerinnen weiterzuentwickeln“, betont er: „Ich freue mich, die Mädels auf dem Weg, ihre Ziele zu erreichen, zu unterstützen.“ Das gelte auch, wenn Spielerinnen am Ende zu einem größeren Verein wechseln. „Es wäre sicherlich auch ein Erfolg, wenn die eine oder andere den nächsten Schritt wagt, um es vielleicht in die Nationalmannschaft zu schaffen“, betont Bötel. Ebenso würde es ihn aber freuen, wenn möglichst viele aus dem Team, den eingeschlagenen Weg in Oldenburg fortführen würden – so wie er eben. 

Ganz genauso sieht es Andreas Lampe, der Bötel bis 2020 als Co-Trainer an der Seitenlinie assistierte und nun die Verhandlungen als Geschäftsführer führte. „Wir haben in der letzten Saison mit Platz sieben die beste Saison der vergangenen vier Jahre gespielt. Natürlich würden wir uns in dieser Region gerne festsetzen. Aber wenn man sieht, was für Möglichkeiten andere Vereine in der Liga haben, sind wir eben ein Ausbildungsverein, der junge Talente fördern und weiterentwickeln will“, sagt er. Wenn alles zusammenpasse, seien in Zukunft auch Plätze im gesicherten Mittelfeld möglich. „Ich glaube aber, dass es in den nächsten eins, zwei Jahren darum gehen wird, möglichst schnell aus dem Abstiegskampf herauszukommen und dann da zu sein, wenn andere stolpern.“ Die Voraussetzungen dafür seien gegeben. Auch, weil der Trainer weiterhin Niels Bötel heißt. 
20.02.2022, 17:52 Uhr
Nach tollem Kampf: VfL Oldenburg verliert beim Thüringer HC
von Sönke Spille
Mit einer Niederlage sind die Handballerinnen des VfL Oldenburger nach einmonatiger Corona-Zwangspause in die Bundesliga zurückgekehrt. Beim Thüringer HC musste sich das Team von Trainer Niels Bötel mit 21:26 (10:13) geschlagen geben. Dabei bewiesen die Huntestädterinnen Kampfgeist und legten gegen den Tabellenvierten über 60 Minuten einen couragierten Auftritt hin. 

Mit 1:0 (Isabelle Jongenelen) und 2:1 (Kathrin Pichlmeier) waren die Oldenburger mit knapper Führung in die Partie gestartet. Doch nach dem 2:3 (10. Minute) liefen die Oldenburgerinnen einem Rückstand hinterher, der in der 29. Minute erstmals auf vier Tore angewachsen war (8:12). Dabei wäre es nach Paraden von Julia Renner sogar möglich gewesen, über einen längeren Zeitraum mit Vorsprung durchs Spiel zu marschieren. Doch immer wieder verpassten es die Oldenburgerinnen, THC-Keeperin Laura Kuske zu überwinden. Coach Bötel rotierte das Personal – wie angekündigt – das gesamte Spiel über durch, um die Kräfte möglichst gut einzuteilen. Das gelang. „Wir hatten uns vorgenommen, in der Abwehr zu fighten. Ich glaube das haben wir heute mit den 26 Gegentoren gezeigt – auch wenn wir wissen, dass es noch Einiges zu tun gibt“, sagte Bötel. 

Aus der Halbzeitpause kam seine Mannschaft dann deutlich stärker. In nicht einmal zweieinhalb Minuten sorgte die Bötel-Sieben mit drei Toren für das 13:13 – und zwang Thüringen damit zu einer frühen Auszeit. Danach präsentierten sich die Gastgeberinnen wieder stärker. Doch so leicht, wie es beim 34:22-Kantersieg eine Woche zuvor gegen Leverkusen war, machte es ihnen Oldenburg nicht. Nach dem 17:18 durch Jongenelen (46.) war der VfL wieder dran, konnte den Abstand bis zehn Minuten vor dem Ende halten. „Wir sind fast die ganze Zeit drangeblieben und konnten Thüringen ärgern“, zeigte sich Bötel zufrieden. Dann aber ließen die Kräfte ein wenig nach – und das Wurfglück blieb aus, wie bei einem Doppelversuch von Jongenelen (51.), als der Ball beide Male ans Aluminium klatschte. So fiel die Niederlage am Ende sogar etwas deutlicher aus, als es der Spielverlauf hergegeben hatte. „Hätten wir die freien Würfe genutzt, dann wäre vielleicht mehr drin gewesen“, konstatierte Bötel nach Spielschluss. Er hielt aber fest: „Trotz der Niederlage muss ich sagen, dass ich einigermaßen zufrieden bin. Thüringen hat es am Ende besser gemacht und verdient gewonnen.“

Viel Zeit zum Regenerieren bleibt dem Team aus der Huntestadt jetzt nicht. Bereits am Mittwoch wartet mit dem Auswärtsspiel in Bad Wildungen eine ganz wichtige Partie im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir mussten gegen Thüringen erst einmal schauen, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen“, sagte Bötel: „Wir wollen in Bad Wildungen zwei wichtige Punkte mitnehmen. Und dann kommen ein paar anstrengende Wochen auf uns zu.“

Thüringer HC – VfL Oldenburg 26:21 (13:10)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann (1), Jongenelen (3), Hoitzing (1), Pichlmeier (7/4), Buhl, Martens, Steffen (1), Carstensen (5/1), Schirmer (2), Knippert (1)
18.02.2022, 16:06 Uhr
Neuer Podcast: „Crunchtime“ mit dem EWE Baskets eSports-Team
Freizeitstätte Ofenerdiek stellt neue Folge online – Basketball zu gewinnen
Geht ins Ohr: In der neuen Folge „Crunchtime“ lassen die Podcast-Gastgeber der Freizeitstätte Ofenerdiek, Christoph Deters und Markus Schütte, die Experten der eSports-Abteilung der EWE Baskets zu Wort kommen. Christian Ruhe, Timo Kersten und Sören Bauersfeld erzählen, seit wann und warum die EWE Baskets ein eSports-Team haben, wie man eSportlerin beziehungsweise eSportler wird und an welchen Turnieren und Events das Team teilnimmt.

„eSports ist bei uns in der Einrichtung ein großes Thema und daher hatten wir auch recht schnell einen Fragepool von unseren Besucherinnen und Besucher zusammen“, erklärt Markus Schütte die Aktualität der neuen Podcast-Folge. Neben den Fragen mussten sich die Gäste auch einem Spielerquiz und der Schnellantwortrunde „One way or the other“ stellen.

Und ein besonderes Bonbon hatten die Vertreter der EWE Baskets auch noch im Gepäck: einen original EWE Baskets Basketball. Diesen coolen Preis verlost die Freizeitstätte auf ihrer Website unter www.oldenburg.de/podcast-ofenerdiek. Dafür muss nur eine Gewinnfrage richtig beantwortet und zusammen mit dem Namen bis Sonntag, 6. März, per E-Mail an das Team der Freizeitstätte geschickt werden. Kleiner Tipp: Die Antwort ist im Podcast zu hören, der ebenfalls unter www.oldenburg.de/podcast-ofenerdiek online steht.
28.01.2022, 16:39 Uhr
Damit der Sport in der Krise gut über die Runden kommt
„Soforthilfefonds Sport“: Rund 100.000 Euro an 32 Vereine ausgeschüttet – Fortsetzung geplant
Die Stadt Oldenburg hat für das Jahr 2021 Mittel in Höhe von 101.139,88 Euro aus dem „Soforthilfefonds Sport“ an Vereine ausgezahlt. Mit der Förderung sollen die Folgen der Corona-bedingten Einschränkungen abgemildert werden. „In normalen Zeiten hilft uns der Sport, jetzt helfen wir dem Sport. Der Soforthilfefonds trägt dazu bei, dass der Sport gut durch die Krise kommt und dieses gesellschaftlich wichtige Angebot erhalten bleibt“, ist Oberbürgermeister und Sportdezernent Jürgen Krogmann überzeugt.

Der „Soforthilfefonds Sport“ wurde erstmals im Jahr 2020 aufgelegt und mit 100.000 Euro ausgestattet., um durch die Corona-Pandemie entstandene Mehraufwendungen und Mindereinnahmen auszugleichen. Die Höchstförderung pro Verein betrug 2.500 Euro. Nachdem 2020 nur rund 49.000 Euro abgerufen wurden, konnten die restlichen 51.000 Euro ins Folgejahr übertragen und um 50.000 Euro aufgestockt werden. Damit die Oldenburger Sportvereine 2021 von der Gesamtsumme der zur Verfügung stehenden Mittel profitieren konnten, wurde die Förderrichtlinie angepasst und um einen Passus zur Unterstützung des allgemeinen Sportbetriebs der Vereine ergänzt. So konnten die nicht für Mehraufwendungen oder Mindereinnahmen der abgerufenen Mittel – übrig blieben 56.100,27 Euro – entsprechend der Mitgliederzahl der antragstellenden Vereine ausgeschüttet werden. Von der Unterstützung in 2021 haben nun insgesamt 32 Sportvereine profitiert.

Die von den Vereinen in 2021 geltend gemachten Mehraufwendungen beziehen sich hauptsächlich auf Ausgaben für zusätzliche Reinigungs- und Hygienemaßnahmen. Außerdem wurden Kosten für verpflichtende Corona-Tests sowie die Erstellung von Online-Sportangeboten angesetzt. Mehrfach haben Vereine auch Verluste durch den Ausfall von Kursen oder die Absage von Veranstaltungen erlitten, so dass Einnahmeausfälle bzw. Stornierungskosten geltend gemacht wurden. Vereinen mit eigenen Sportstätten sind außerdem oftmals Mindereinnahmen aus Vermietungen entstanden. Insgesamt wurden aus dem Soforthilfefonds für diesen Bereich 45.039,61 Euro ausgezahlt.

Für das Jahr 2022 hat die Stadtverwaltung wiederum 50.000 Euro für den „Soforthilfefonds Sport“ in den Haushaltsentwurf eingestellt. 
28.01.2022, 15:46 Uhr
Oldenburg wird Teil des inklusiven Sommermärchens
Stadt als Gastgeberkommune für die Special Olympics World Games in Berlin ausgewählt
Es ist das inklusivste Sommermärchen aller Zeiten: Vom 17. bis 25. Juni 2023 finden in Berlin die Special Olympics World Games statt, die weltweit größte Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung – und Oldenburg wird ein Teil davon sein. Das Präsidium von Special Olympics Deutschland und das Organisationskomitee haben die Huntestadt als eine der Gastgeberkommunen für den Empfang der internationalen Delegationen ausgewählt. Die insgesamt 216 deutschen „Host Towns“ aus 16 Bundesländern wurden am Mittwoch, 26. Januar, bekanntgegeben. 

Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland (SOD), und SOD-Bundesgeschäftsführer Sven Albrecht haben Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die frohe Botschaft mit diesen Worten mitgeteilt: „Ihre Bewerbung hat uns ganz besonders beeindruckt und wir danken Ihnen herzlich für Ihre Motivation, Ihre kreativen Ideen und Ihr Vorhaben, nicht nur Gastgeberin einer Delegation für vier Tage zu werden, sondern gemeinsam mit Special Olympics das Thema Inklusion vor Ort in Ihrer Kommune nachhaltig voranzubringen.“ Krogmann freut sich, Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung im Rahmen der Special Olympics World Games in Oldenburg willkommen heißen zu dürfen. „Sport und Bewegung schaffen Verbundenheit. Ich erhoffe mir, dass wir als Gastgeberstadt ein stärkeres Bewusstsein für Menschen mit Behinderung entstehen lassen. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass auch neue internationale Freundschaften geschlossen werden können“, sagt der Oberbürgermeister.

Oldenburg verfolgt bereits seit dem Jahr 2012 die Vision, eine inklusive Stadt zu werden. Grundlage ist der Ratsbeschluss „Oldenburg will Inklusion“. Das „Host Town“-Programm bezeichnen die Veranstalter als „größtes kommunales Integrationsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ – von der Oldenburger Beteiligung verspricht sich Oberbürgermeister Krogmann einen weiteren Schub, um Inklusion im Stadtbild stärker sichtbar zu machen. Die Bewerbung der Stadt war auch vom Stadtsportbund Oldenburg, dem Behindertenbeirat sowie von verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der Behindertenhilfe befürwortet worden.

Die „Host Towns“ werden vier Tage lang, vom 12. bis 15. Juni 2023, Gastgeber für die ausländischen Athletinnen und Athleten sowie für ihre Angehörigen vor Beginn der Berliner Wettbewerbe sein. Die Delegationen sollen dabei Land und Leute, regionale Besonderheiten und Einzigartigkeiten kennenlernen. Die Stadt Oldenburg wird die Beförderung ihrer Gäste übernehmen, für Unterkunft und Verpflegung sorgen und ein Programm mit Trainings-, Kultur-, und Begegnungsmöglichkeiten vorbereiten. Auf welche Delegation sich Oldenburg freuen kann, wird Anfang Mai öffentlich bekanntgegeben. Zuvor findet am 9. März für alle ausgewählten „Host Towns“ eine digitale Kick-Off-Veranstaltung statt. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann blickt schon voraus: „Wir sehen uns 2023 in Oldenburg!“ 

Zu den Special Olympics World Games werden 7.000 Athletinnen und Athleten in 26 Sportarten aus 170 Nationen erwartet. 
23.01.2022, 22:43 Uhr
Aufholjagd in der Schlussphase: Oldenburg dreht Partie gegen Zwickau
von Sönke Spille
Was für ein starker Schlussspurt: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben dank einer beeindruckenden Aufholjagd zwei Punkte aus Sachsen entführt. Beim BSV Sachsen Zwickau gewannen die VfL-Frauen am Samstagabend mit 28:27 (10:14) und – starteten im Anschluss eine kleine Siegerparty.

Wirklich zu rechnen war mit diesem Oldenburger Sieg über weite Strecken des Spiels nicht. Angepeitscht von den laustarken Fans in der Zwickauer Halle marschierten die Gastgeberinnen zu Beginn der Partie vorneweg. Ein 10:6 (23. Minute) bauten die Sächsinnen kurz vor der Halbzeit auf sechs Tore aus (13:7/28.). „Wir haben den Kampf in der ersten Halbzeit nicht angenommen“, ärgerte sich VfL-Coach Niels Bötel: „Zwickau hat es in der Abwehr gut gemacht, wir haben vorne zu viel verworfen.“ Immerhin: Bis zur Halbzeit verkürzten die Oldenburgerinnen noch um zwei Tore – zwei ganz wichtige, wie sich im weiteren Spielverlauf herausstellen sollte.

Nach Wiederanpfiff kamen die Oldenburgerinnen weiter heran, wenn zunächst auch nicht dichter als zwei Tore – bis zur 48. Minute. Da netzte Jane Martens zum 20:21 ein, der VfL war wieder in Schlagdistanz. „Wir wollten besser aus der Halbzeit herauskommen, haben es aber zunächst nicht geschafft, Zwickau noch mehr unter Druck zu setzen“, analysierte Bötel. Doch pünktlich zur Schlussphase präsentierte sich die VfL-Defensive stark, ließ kaum noch Tore der Gastgeberinnen zu. „Wir standen besser in der Abwehr und konnten in Überzahl treffen“, berichtete der VfL-Trainer. Kathrin Pichlmeier traf in der 56. Minute zum 26:25 – die erste Oldenburger Führung nach dem 1:0 zu Beginn. Dazu sorgte Julia Renner in den letzten Minuten mit gleich mehreren Paraden für wichtige Ballgewinne. Die Huntestädterinnen bauten den Vorsprung auf 28:26 aus, Treffer Nummer 27 für Zwickau kam zu spät: der vierte Oldenburger Saisonsieg war perfekt. Anteil an diesem Erfolg hatten auch die mitgereisten Gästefans. „Wie schon in Neckarsulm hat uns die Unterstützung extrem gut getan“, sagte Niels Bötel: „Auch das hat dafür gesorgt, dass wir noch einmal zurückgekommen sind und die zwei Punkte mitnehmen.“

BSV Sachsen Zwickau – VfL Oldenburg 27:28 (14:10)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann, Hoitzing (4), Pichlmeier (6), Buhl, Martens (2), Steffen, Carstensen (7/5), Schirmer (3), Knipper (2), Golla (4)
18.01.2022, 15:33 Uhr
Remis zum Start in 2022: Oldenburg holt Punkt gegen Halle
von Sönke Spille
Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg sind mit einem Unentschieden ins Jahr 2022 gestartet. In eigener Halle trennte sich das Team von Trainer Niels Bötel in einer spannenden Begegnung vom SV Union Halle-Neustadt mit 26:26 (14:13). Beste Torschützin war Kathrin Pichlmeier mit neun Treffern. Überschattet wurde die Partie von Verletzungen auf beiden Seiten. 

Mit dem Oldenburger Punktgewinn war zu Beginn nicht unbedingt zu rechnen. Die Bötel-Sieben erwischte einen ganz schwachen Start, agierte in der Vorwärtsbewegung fahrig und fehlerbehaftet. „Wir haben zu viele Bälle leichtfertig hergegeben“, ärgerte sich der Trainer. Halle nutzte dagegen die schnellen Ballverluste der Huntestädterinnen und baute die Führung aus. Erschwerend hinzu kam der Ausfall von Marie Steffen, die nach einem Zweikampf am Kreis verletzt ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Nach dem 4:9 (16. Minute) nahm Coach Bötel Auszeit, brachte für den Angriff eine zusätzliche Feldspielerin. Der Plan ging auf. Angeführt von Kathrin Pichlmeier und Merle Carstensen verkürzten die VfL-Frauen nicht nur, sondern drehten die Partie komplett: Mit sieben Tore in Folge war das Momentum nun auf Oldenburger Seite, zumal Helena Mikkelsen, beste Torschützin der Gäste in dieser Saison, kurz vor der Halbzeit mit der Roten Karte vom Feld gestellt wurde. 

Doch nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste wieder besser in die Partie, führten zwischenzeitlich 20:16. Eine schwere Verletzung von Simone Spur Petersen, die vom Feld getragen werden musste, brachte die Gäste ein wenig aus dem Konzept. Oldenburg spielte wieder stärker auf, kam Tor um Tor heran. Nach zwei Treffern von Maike Schirmer führten die Huntestädterinnen sogar 25:23. Die Wildcats kamen aber noch einmal zurück – auch weil es dem VfL in der Schlussphase nicht gelang, zwingend vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. 26:25 führte Halle-Neustadt, ehe es Kathrin Pichlmeier mit ihrem Wurf in den Winkel zu verdanken war, dass sich die Gastgeberinnen noch einen Punkt sicherten. „Ich glaube das Unentschieden geht in Ordnung“, fand Niels Bötel: „Wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen und können mit dem Punkt ganz gut leben.“

VfL Oldenburg – SV Union Halle-Neustadt 26:26 (14:13)
VfL: Renner, Reese – Teiken, Reinemann (1), Jongenelen, Hoitzing (2), Pichlmeier (9), Buhl (1), Martens (2), Steffen, Carstensen (4/3), Schirmer (4), Knippert, Golla (3/1)
14.01.2022, 23:08 Uhr
17 Jahre für den VfL Oldenburg
Julia Renner beendet ihre außergewöhnliche Handball-Karriere
von Sönke Spille
Sie ist das Gesicht das VfL Oldenburg: Seit 2005 ist Julia Renner Teil der Oldenburger Bundesliga-Mannschaft, hat drei Pokalsiege mit dem Verein gefeiert, den Challenge Cup und den Supercup gewonnen, spielt so viele Jahre am Stück im Handball-Oberhaus wie nur vier Bundesliga-Vereine. Es ist eine einzigartige Geschichte, die nun schon 17 Jahre anhält. Doch diese Saison beim VfL Oldenburg wird ihre letzte sein. Nach der Spielzeit 2021/22 beendet die 34-Jährige ihre beeindruckende Handball-Karriere. 

00.00 Minuten: Sonntag, 20. Mai 2018. Anpfiff zum Finale um den DHB-Pokal in der Stuttgarter Porsche Arena. Julia Renner steht zwischen den Torpfosten, fokussiert sich auf die jetzt startenden 60 Minuten. Nach dem Halbfinalsieg gegen die Bad Wildungen Vipers sind sie und der VfL Oldenburg gegen die SG BBM Bietigheim der große Außenseiter, keiner hat das Team aus der Huntestadt auf der Rechnung. Doch Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze – so auch an diesem Tag. Für Julia Renner wird dieses Finale es zu einem ganz besonderen Spiel ihrer Karriere werden. Doch das zu diesem Zeitpunkt niemand. 

Den Gedanken trug Julia Renner schon seit einiger Zeit mit sich herum, nur den Zeitpunkt, wann sie ihre Karriere beenden wird, den kannte sie lange nicht. Bis jetzt. Im Sommer 2022 hängt die Oldenburger Torhüterin ihre Hallenschuhe an den Nagel. „Mir ist die Entscheidung richtig schwergefallen, aber irgendwann ist es eben an der Zeit“, erklärt sie: „Es war ganz lange mein Lebensmittelpunkt, alles wird um den Handball herumgeplant.“ Mehr Freiheiten bei der Urlaubsplanung, den Spagat zwischen Beruf und Handball nicht mehr meistern müssen – das ist das, worauf sich Julia Renner in Zukunft freut. „Meine Familie und Freunde haben so lange Zeit Rücksicht darauf genommen und zurückgesteckt“, sagte die 34-Jährige: „Jetzt möchte ich Zeit für sie haben.“

19.55 Minuten: Es läuft in diesem Endspiel nicht nach Plan. Die offensive Deckung offenbart zu viele Lücken beim VfL. Auch jetzt wird Karolina Kudlacz-Gloc wieder auf der linken Seite freigespielt. Julia Renner kommt zwei Schritte aus dem Tor, hat bei diesem Wurf aber keine Chance: 6:10, Auszeit Oldenburg. Droht eine ähnliche deutliche Niederlage wie in den beiden Ligaspielen?

Niederlagen – um die würde Julia Renner nur zu gerne einen großen Bogen machen. „Ich bin ein ehrgeiziger Typ und verliere auch außerhalb des Handballs nicht gerne“, sagt sie. Um möglichst viele Niederlagen auf der Platte zu vermeiden, hat die 34-Jährige ihr ganzen Handballerleben hart gearbeitet – beim VfL Oldenburg erst unter Cheftrainer Leszek Krowicki, dann unter Niels Bötel. Die meiste Zeit davon hat sie aber wohl mit ihren Torwarttrainern Alexandr „Sascha“ Vorontsov und Christoph Dannigkeit verbracht. „Sascha hat mich sehr geprägt, da wir eine so lange Zeit zusammengearbeitet haben“, sagt Renner. „Ich war noch nicht einmal 18 Jahre alt und gehörte zu den „Kleinen“, die zu den anderen aufschauen. Mit der Zeit hat man mehr Spielanteile bekommen, konnte sich viel von den Erfahrenen abgucken.“ Insbesondere von Tatiana Surkova habe sie viel gelernt. „Mit der Zeit habe ich meinen Platz im Team gefunden, bin irgendwann auch in neue Rollen geschlüpft, habe Verantwortung übernommen und bin jetzt die, die ihr Wissen weitergibt.“ Und: Es sind in all den Jahren Freundschaften entstanden, die für die 34-Jährige etwas ganz Besonderes sind. „Ich bin sehr dankbar dafür, was ich für viele Menschen kennenlernen durfte, die einem richtig ans Herz gewachsen sind und zu denen ich auch in Zukunft noch Kontakt haben werde.“

29.50 Minuten: 2009 und 2012 hat Julia Renner mit dem VfL Oldenburg den Pokal bereits gewonnen. Daran verschwendet die Torhüterin zum Ende der ersten Halbzeit aber keinen Gedanken. 12:15 liegt der VfL zurück, als sich Karolina Kudlacz-Gloc durch die Oldenburger Defensive und zu Fall gebracht wird. Siebenmeter. Anna Loerper tritt gegen Renner an, aus den Boxen erklingt das Intro von „Eye of the Tiger“. Dann ein Pfiff, Stille. Die VfL-Keeperin macht sich groß, ist aber chancenlos. Der VfL geht mit einem Rückstand von vier Tore in die Halbzeitpause. 

17 Jahre ihrer Bundesliga-Karriere nur für einen Verein zu spielen – das gelingt in der heutigen Zeit kaum noch einem Sportler oder einer Sportlerin. Dass sie ihre gesamte Karriere nur für den VfL spielen wird, damit hatte Julia Renner auch nicht gerechnet, als sie 2005 den TSV Ellerbek verließ, um bei Bundesligist VfL Oldenburg anzuheuern. Seitdem hat sich der Kader über die Jahre verändert. Die einzige Konstante? Das blieb bis heute Julia Renner. „Ich wäre zu einer bestimmten Zeit auch ins Ausland gegangen, um etwas Neues kennenzulernen“, verrät sie: „Es hat sich aber nicht ergeben. Im Nachhinein bin ich schon froh, dass es so gekommen ist. Oldenburg ist dadurch mit der Zeit mein Zuhause geworden. Dafür bin ich unendlich dankbar.“

38.10: Der VfL ist wieder im Spiel! Nur acht Minuten sind nach Wiederanpfiff gespielt, da sorgt Angie Geschke mit ihrem Tor für den Ausgleich. Seit dem Seitenwechsel steht die Oldenburger Defensive deutlich kompakter – und wenn Bietigheim doch eine Lücke findet, dann ist Julia Renner zur Stelle. So auch jetzt: Nach einem Pass auf die rechte Seite versucht es Angela Malenstein von Außen, doch Renner lenkt den Ball um den Pfosten, leitet den Tempogegenstoß ein. Den verwandelt Angie Geschke: Oldenburg führt, die 2513 Zuschauer in der Arena jubeln. 

Als Nachwuchshandballerin saß Julia Renner oft als Zuschauerin in der Kieler Ostsee-Halle und fieberte mit den Handballern des THW mit. „Mein Traum war es damals immer, dass ich in der damaligen Ostsee-Halle spiele oder eben so weit komme, dass ich auch vor so vielen Zuschauern spiele“, sagt Renner. Als Kind hat sie dabei eine ganze Reihe an Sportarten ausprobiert: Schwimmen, Reiten, Judo Turnen zum Beispiel – doch es war besonders der Mannschaftssport, der sie damals begeisterte. Mit Freundinnen und Klassenkameradinnen bildete sie eine Handball-Mannschaft, stand von Beginn an im Tor. „Ich fand es damals irgendwie unheimlich cool, im Tor zu stehen“, schmunzelt Renner: „Ich war dazu schon früh verhältnismäßig groß und hatte so ganz gute Chancen, an den Ball zu kommen.“

52.45 Minuten: 25:24 – der VfL Oldenburg führt weiterhin, als die Schiedsrichterinnen auf Siebenmeter für Bietigheim entscheiden. Julia Renner blickt ihrer Gegenüber Angela Malenstein tief in die Augen, täuscht mit dem linken Bein an. Nur einen Sekundenbruchteil später fährt sie das Bein erneut aus und wehrt den Ball. Die Halle jubelt, Renner ballt die Fäuste, klatscht an der Bank mit den Co-Trainern Andreas Lampe und Maike Balthazar ab. Der VfL bleibt in Führung. Noch sieben Minuten. 

Maike Balthazar ist es zu verdanken, dass Julia Renner der Weg aus ihrer Heimat Schleswig-Holstein nach Oldenburg führt. Balthazar ist damals Jugendnationaltrainerin. „Ich habe nach einer Perspektive gesucht, mir alles angeschaut und dann unterschrieben“, erzählt Julia Renner. Es beginnt eine aufregende Zeit für die damals noch 17-Jährige. „Es war für mich alles ganz neu und spannend, wir haben viel mehr trainiert, als ich es vorher kannte.“ Dazu muss sie sich, weg von ihrer Familie, in einer WG einleben. Auch wenn das Nachwuchstalent bereits im ersten Jahr zum Bundesligakader gehört, die meiste Einsatzzeit hat sie in der zweiten Mannschaft, sammelt Spielpraxis. Renner: „Hier konnte ich lockerer aufspielen.“

54.50 Minuten: Oldenburg kann den knappen Vorsprung bisher verteidigen, als über die rechte Außenbahn der nächste Angriff auf das Tor von Julia Renner zurollt. Angela Malestein setzt zum Sprung an. Die VfL-Keeperin überlegt keine Sekunde, kommt Schritt um Schritt auf die Bietigheimerin zu. Sie verkürzt den Winkel, fährt ihr rechtes Bein aus, kommt an den Ball. Dieser rollt langsam in Richtung Torlinie. Julia Renner reagiert geistesgegenwärtig, hechtet dem Ball hinterher, streckt sich. Sie hat ihn – Zentimeter vor der Torlinie. Die Oldenburger Führung hat weiter Bestand. Und die Uhr tickt. Nur noch fünf Minuten. 

Was wird da wohl noch kommen? Das wusste im Pokal-Finale von Stuttgart in den letzten fünf Minuten niemand so genau. Vielmehr galt es, die Konzentration bis zum Ende hochzuhalten. So ähnlich will es auch Julia Renner in den letzten Spielen ihrer Bundesligakarriere angehen. „Es wird für mich erst eine ganz große Veränderung werden, wenn es soweit ist“, will sie sich mit dem Abschied noch nicht allzu sehr beschäftigen. Nur so viel: „Ich habe mir vorgenommen, alles zu genießen.“ Und dann wären da noch die sportlichen Ziele, die die 1,83 Meter große Torhüterin hat: „Ich möchte unbedingt noch einmal ins Final Four und schauen, was da für uns möglich ist. Und natürlich ist es mein Ziel in dieser Saison noch möglichst viele Spiele zu gewinnen.“

59.30 Minuten: Die Fans spüren: Hier liegt eine Pokalsensation in der Luft. Nach dem 29:27 durch Angie Geschke gelingt Angela Malestein mit einem Dreher der schnelle Anschlusstreffer. Julia Renner holt den Ball aus dem Netz, wirft ihn in Richtung Mittelkreis. Zum letzten Mal in diesem Final4. Noch 20 Sekunden.

Wäre die Bundesliga-Karriere von Julia Renner ein Spiel, dann würde der Zeiger der Spieluhr etwa diese 20 Sekunden vor dem Ende stehen. Doch auch wenn die Schlusssirene im letzten Spiel ertönen wird, der Handballsport wird immer einen Platz im Leben von Julia Renner einnehmen. „Ich denke, ich werde beim VfL etwas finden, das ich machen kann“, sagt sie. Eine Zukunft als Torwarttrainerin im Jugendbereich etwa, um den Nachwuchs in Oldenburg zu fördern. „Da ist aber noch nichts besprochen.“ Auch die Heimspiele werden einen festen Platz in ihrem Terminkalender haben. „Wenn ich dem Team irgendwie weiterhelfen kann, dann werde ich das machen“, sagt sie.

60.00 Minuten: Die Schlusssirene dröhnt in der Stuttgarter Porsche Arena. Die Spielerinnen reißen die Arme in Richtung Hallendecke, die Auswechselbank stürmt auf das Spielfeld. Das gesamte Team jubelt auf dem Spielfeld, springt auf und ab. Wirklich glauben will es zu diesem Zeitpunkt niemand. Doch es ist geschafft: Julia Renner und der VfL Oldenburg sind Pokalsieger. 

Es ist eine große Party, die der VfL Oldenburg nach diesem Pokalsieg feiert. Und es wird in diesem Jahr wieder eine geben, ganz egal wie die Saison endet – eine für das „Oldenburger Urgestein“, wie Andreas Lampe, Geschäftsführer des VfL Oldenburg, Julia Renner bezeichnet. „Sie hat eine riesige Karriere in Oldenburg hingelegt“, sagt er, „hat Höhen und Tiefen mitgemacht. Für uns ist es natürlich schade, aber sie hat es sich verdient, ihr Karriereende zu genießen.“ Über all die Jahre habe „Julchen“ einen kleinen Legendenstatus an der Hunte erlangt. „Sie ist in den letzten Jahren als Kapitänin immer vorangegangen, hat so viele gute Spiele mit wichtigen Paraden bestritten und ist für Nele Reese eine wichtige Partnerin gewesen“, so Lampe. „Wir werden noch einmal versuchen, ihr eine tolle Rückrunde zu bieten. Und nach der Saison werden wir eine Party feiern, um diese außergewöhnliche Karriere zu würdigen.“

„Wir kommen zur Auszeichnung der besten Torhüterin des Final4 2018“, dröhnt es durch die Lautsprecher der Stuttgarter Porsche Arena: „Die Jury hat gewählt: Die Nummer 1 des VfL Oldenburg – Julia Renner.“ In diesem Moment ist der Spot, sind alle Augen noch einmal ganz allein auf Julia Renner gerichtet. Freudestrahlend umarmt sie Jogi Bitter, der ihr die Auszeichnung übergibt. Nur wenige Augenblicke später baumelt die Goldmedaille um ihren Hals. Und dann, dann hält sie den Siegerpokal in ihren Händen. Das, was vorher wohl niemand für möglich gehalten hat, ist wahr geworden. 

Das Pokalfinale 2018 – es ist das Spiel, das Julia Renner am besten in Erinnerung geblieben ist. Ihre zwölf Paraden ebnen dem VfL am 20. Mai 2018 den Weg zum vierten Pokaltriumph der Vereinsgeschichte. „Kaum jemand hat uns diesen Titel zugetraut“, sagt Julia Renner rückblickend: „Wir haben als Team alle überrascht und so in der Mannschaft für ein unglaubliches Gefühl gesorgt.“ Es sind die Augenblicke wie der Pokalsieg 2018, die für Julia Renner ihre 17-jährigen Bundesliga-Handballkarriere unbezahlbar gemacht haben: „Für solche Momente spielt man Handball.“
30.12.2021, 15:37 Uhr
Furioser Jahresabschluss: VfL Oldenburg besiegt Bad Wildungen
von Sönke Spille
Wichtiger Sieg zum Jahreswechsel: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihr letztes Spiel im Jahr 2021 gegen die HSG Bad Wildungen Vipers mit 33:27 (17:14) gewonnen. Mit dem dritten Saisonsieg gelang der Mannschaft von Trainer Niels Bötel nicht nur ein versöhnlicher Jahresabschluss in eigener Halle, der VfL behauptete auch den zehnten Tabellenplatz. 

Nach der langen WM-Pause legten die Oldenburgerinnen von Beginn an einen couragierten Auftritt hin, ließen sich nach einer 6:3-Führung auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich (6:6/10. Minute) nicht aus der Ruhe bringen. Die Abwehr stand über weite Teile des Spiels sicher, einzig bei den Anspielen der Vipers an den Kreis – Annika Ingepaß war mit acht Treffern wenig überraschend beste Torschützin ihres Teams – hatten die VfL-Frauen so ihre Probleme. „Die Anspiele an den Kreis waren deutlich zu viel“, kritisierte auch Coach Niels Bötel nach der Partie. „Da haben wir erst in der zweiten Halbzeit deutlich besser gearbeitet.“

In die ging seine Mannschaft mit einem 17:14-Vorsprung und baute diesen auf fünf Tore aus (22:17/38.). Doch nach einer Rote Karte gegen Merle Carstensen kämpften sich die Gäste noch einmal auf 20:22 heran – mehr ließen die Huntestädterinnen aber nicht zu. „Wir waren schon in der ersten Halbzeit ziemlich stabil, haben nur ein paar freie Chancen ausgelassen und dann zu viele reinbekommen“, sagte Niels Bötel. Im Innenblock vertraute er gegen die HSG unter anderem auf Marie Steffen, die nach ihrer Verletzung das erste Spiel von Beginn an bestritt. „Dass nach der Rückkehr von Marie noch nicht alles klappt, ist klar. Dadurch sind uns noch ein paar zu viele Absprachefehler passiert, durch die wir einfache Gegentore kassiert haben“, analysierte Bötel. 

Doch von denen gab es mit fortlaufender Spieldauer immer weniger. Nele Reese, die zur zweiten Halbzeit für Julia Renner den Platz zwischen den Pfosten übernommen hatte, glänzte mit einigen Paraden. Vorne gelang es den VfL-Frauen, immer wieder Lücken in der mit zunehmender Spieldauer offensiver agierenden HSG-Defensive zu finden. So war der Zwischenspurt der Nordhessinnen auf 20:22 nur von kurzer Dauer. Schnell war der alte Vorsprung wieder hergestellt und wurde bis zur Schlusssirene noch auf sechs Tore ausgebaut. „Vor allem in 5:1-Abwehr gegen die siebte Feldspielerin haben wir richtig viel investiert, dass die Bälle nicht an den Kreis gehen. Das ist uns gut gelungen. Jetzt gilt es daran zu arbeiten, das auch im Sechs-gegen-Sechs hinzubekommen“, sagte Bötel, der keinen Hehl daraus machte, mit dem „Ergebnis super zufrieden“ zu sein: „Ich denke das Ergebnis geht auch von der Höhe in Ordnung.“

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Oldenburgerinnen nicht. Bereits am Sonntag, 2. Januar, 15 Uhr, geht es mit einem Auswärtsspiel beim Tabellendritten Thüringer HC weiter. 

VfL Oldenburg – HSG Bad Wildungen Vipers 33:27 (14:17)
VfL: Renner, Reese – Teiken (1), Reinemann, Jongenelen, Hoitzing (1), Pichlmeier (6), Buhl, Martens (5), Steffen (4), Carstensen (3), Schirmer (5), Knippert (3), Golla (5/2)
21.12.2021, 17:27 Uhr
Bereit für sportliche Neujahrsvorsätze: Neuer Trimm-Dich-Pfad fertiggestellt
Großer Bürgerbusch lädt an neun Stationen zum Bewegen ein
Zum Jahresende ist der neue Trimm-Dich-Pfad im Großen Bürgerbusch fertiggestellt worden: Im Oktober und November wurden dort an neun Stationen neue Fitnessgeräte installiert. Teilweise waren die alten Geräte zu diesem Zeitpunkt bereits aufgrund von Sicherheitsmängeln abgebaut worden – die neuen sind aus Edelstahl und haben sich in ähnlicher Art bereits an anderen Standorten in der Stadt bewährt.

Um einer großen Zielgruppe die Möglichkeit zur Nutzung bieten zu können, wurden Geräte gewählt, die größtenteils ohne bewegliche Teile auskommen. Einzig die Balancieranlage mit ihrer Slackline und dem auf Federn stehenden Balancierbalken sind erwünscht wackelig, wobei stets ein ein- oder beidseitiges Festhalten möglich ist. Weitere Fitnessgeräte des Pfads sind neben der Balancierstrecke unter anderem ein Stufen- sowie Sprungkrafttrainer, ein Armzug-Liegestütz-Trainer, ein Bauch-Rücken-Kombitrainer und eine Calisthenics-Anlage. An den Geräten selbst ist jeweils eine Plakette angebracht, die die Benutzung erklärt. Zusätzlich ist hier ein QR-Code zu finden, mit dem Interessierte weitere Übungsanleitungen aufrufen können.

Die städtischen Kosten für den neuen Trimm-Dich-Pfad beliefen sich inklusive der Planungsleistungen auf rund 70.000 Euro. Zur besseren Orientierung über das gesamte Gelände werden im nächsten Jahr noch zwei Schilder, auf denen alle neun Standorte der Fitnessgeräte eingezeichnet sind, für die Nutzerinnen und Nutzer aufgestellt.
14.12.2021, 16:04 Uhr
VfL-Heimspiele vorerst nur für Dauerkarten-Inhaber*innen
Die kommenden Bundesliga-Heimspiele im Dezember und Januar werden die Handball Bundesliga Frauen des VfL Oldenburg wieder vor einer begrenzten Zuschauerzahl austragen müssen.

Aufgrund der aktuellen Situation werden nur Dauerkarten-Inhaberinnen und -Inhaber an den Spielen teilnehmen dürfen. Diese Plätze sind bereits in einem Schachbrettmuster angeordnet, sodass die geltenden Mindestabstände eingehalten werden. Im gesamten Innenraum gilt die FFP2-Maskenpflicht, welche auch am Sitzplatz weiterhin getragen werden muss. 

Ebenfalls wird die Einlasskontrolle verschärft, sodass ein Zugang nur noch als geimpfte oder genesene Person mit einem tagesaktuellen negativen Testergebnis (2G+) möglich ist. Eine Booster-Impfung ersetzt die Testpflicht. 

Im Folgenden das neue Hygienekonzept:

Wer darf in die Arena?
• Geimpfte & getestete Personen: Alle Personen, die über einen vollständigen Impfschutz verfügen. Dies bedeutet, dass die abschließende Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt. Der Nachweis (über App oder Impfausweis) muss in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument vorgezeigt werden. Zudem bedarf es einen tageaktuellen negativen PoC-Antigen-Test.
• Geboosterte Personen: Alle Personen, die bereits über eine Booster-Impfung verfügen, können ohne einen zusätzlichen negativen PoC-Antigen-Test die Arena betreten. Der Impfnachweis ist mit einem gültigen Ausweisdokument vorzulegen.
• Genesene & getestete Personen: Alle Personen, die über ein positives PCR-Testergebnis verfügen, welches mindestens 28 Tage, aber nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Der Nachweis (über App oder Papierform) muss in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument vorgezeigt werden. Zudem bedarf es einen tagesaktuellen negativen PoC-Antigen-Test.
• Getestete Kinder und Jugendliche: Kinder und Jugendliche im Alter von 6-18 Jahren benötigen einen tagesaktuellen negativen PoC-Antigen-Test. Dieser muss in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument vorgelegt werden.
• Personen mit ärztlichem Attest & negativem Schnelltest: Personen, die sich aufgrund von medizinischen Gründen nicht impfen lassen können/dürfen. Der Nachweis über ein ärztliches Attest muss in Verbindung mit einem tagesaktuellen negativen PoC-Antigen-Test und einem gültigen Ausweisdokument vorgezeigt werden. 

Wie läuft die Kontaktnachverfolgung?
• Alle Karten sind personalisiert, sodass vor Ort keine erneute Registrierung (beispielsweise über die Luca-App) notwendig ist. 
 
Gilt noch die Maskenpflicht?
• Die FFP2-Maskenpflicht gilt im gesamten Innenraum der Arena und draußen während der Einlasskontrolle.
• Während des Spiels muss die Maske auch auf dem Sitzplatz getragen werden.

Welche weiteren Hygieneregeln gibt es?
• Beim Einlass in die Arena sind die Hände mit dem vorgesehenen Desinfektionsmittel zu reinigen. 
• Bitte beachten Sie den Mindestabstand, Gruppenbildungen sind zu vermeiden.
10.12.2021, 12:43 Uhr
Ein Leben im Dienste des Sports
OB Krogmann zum Tode von Klaus Hanisch: Oldenburger Sport verliert bedeutende Persönlichkeit
Der frühere Sport-Spitzenfunktionär Klaus Hanisch ist tot. Der langjährige Vorsitzende des Stadtsportbundes starb am 1. Dezember im Alter von 81 Jahren. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat die Nachricht vom Tode Hanischs mit großer Betroffenheit zur Kenntnis genommen. „Die Sportstadt Oldenburg, Aktive, Vereine und Verbände verlieren mit Klaus Hanisch eine prägende und engagierte Persönlichkeit, der wir viel zu verdanken haben“, sagte Krogmann. „Sein unermüdlicher Einsatz für die Sportwelt in Oldenburg bleibt unvergessen. Unser Mitgefühl gilt der Familie von Klaus Hanisch.“

Oberbürgermeister Krogmann hatte Klaus Hanisch 2015 für dessen Verdienste um den Sport mit der Verleihung der Goldenen Stadtmedaille ausgezeichnet. Im selben Jahr war Hanisch zum Ehrenmitglied des Stadtsportbundes (SSB) ernannt worden. Bis dahin war er über 40 Jahre ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen im Sport in Oldenburg tätig gewesen. Klaus Hanisch trat dem Vorstand des Stadtsportbundes 1986 in der Funktion des Kassenwartes bei. 1995 bis 1998 war er stellvertretender Vorsitzender. Von 1998 bis 2014 fungierte er als 1. Vorsitzender. In seine 16-jährige Amtszeit an der SSB-Spitze fielen unter anderem die Begründung des Fördervertrages mit der Stadt Oldenburg (2003) und die Mitwirkung am 2009 verabschiedeten Sportentwicklungsplan. Hanisch hatte zudem von 1979 bis 2020 dem Vorstand des VfL Oldenburg angehört. Bei seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenmitglied des VfL ernannt. 

Auch auf Landesebene hatte sich Klaus Hanisch engagiert: Im Landessportbund Niedersachsen war er in wichtigen Ausschüssen tätig gewesen. Im Finanzausschuss des Landessportbundes hatte er sein Fachwissen aus seiner hauptamtlichen Tätigkeit als Banker bei der LzO eingebracht. Sein Einsatz wurde mit den Verleihungen der Silbernen und Goldenen Ehrennadel des Landessportbundes gewürdigt.