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Kultur

Museumscafé: Heimathaven Popup eröffnet am 28. Juli

10.07.2020 18:31 Uhr

Neuer einladender Außenbereich für Café- und Museumsgäste

Am Dienstag, 28. Juli, startet das neue Café im gemeinsamen Foyer des Stadtmuseums und Horst-Janssen-Museums: Betreiber des zukünftigen „Heimathaven Popup“ sind Nadine Niebank und Sascha Mühlenbeck, die bereits das Café „Heimathaven“ in Oldenburg und das Feinkostgeschäft „Holtorfs Heimathaven“ in Bremen aufgebaut haben. Für die beiden Museen ist das neue Café ein willkommener Partner, wie der Leiter des Stadtmuseums, Dr. Steffen Wiegmann, unterstreicht: „Sowohl das Café als auch die Partner unserer Abschlussaktionen sind Akteure, denen es über ihre Profession hinaus um eine besondere Qualität in der Begegnung und des Austausches an kulturell einzigartigen Orten geht. Daher bin ich dankbar, dass Nadine Niebank und Sascha Mühlenbeck sich entschieden haben, in einer für die Gastronomie insgesamt sehr schwierigen Lage mit viel Leidenschaft und Initiative unser Museum zu bereichern.“ Auch Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums, begrüßt das neue Café: „Wir wissen, wie wichtig Museumscafés für den angenehmen Aufenthalt sind. So einen tollen Partner wie den Heimathaven zu finden, ist ein Riesenglücksfall!“

Bis Ende Februar 2021 soll das neue, temporäre Café geöffnet sein, denn ab Schließung des Stadtmuseums und Beginn der Bauphase wird kein Gastronomiebetrieb mehr möglich sein. Um das Projekt dennoch effektiv gestalten zu können, haben sich Mühlenbeck und Niebank weitere Partner aus der Region mit ins Boot geholt: Bei kleineren Caterings unterstützen die Oldenburger Restaurants „Kleine Burg“ und „Glut & Wasser“, Kaffeemaschine und Kaffee kommen von der Kaffeerösterei Baum aus Leer und im Bereich Interieur und Licht ist das Unternehmen „lightyourooms“ aus Bremen dabei.

Eine der Besonderheiten des „Heimathaven Popup“ wird der zusätzliche Außenbereich sein, denn erstmals dürfen auch draußen vor den Museen 30 Plätze geschaffen werden, die zum Besuch einladen – hier profitieren die Betreiber von den Unterstützungsmaßnahmen der Stadt im Zuge der Coronakrise. Mit einer Speisen- und Getränkeauswahl von Stullen und Quiches über hausgemachte Limonade bis zu Kuchen und Torten aus der hauseigenen Patisserie sollen frische Akzente gesetzt werden. „Unser Plan sieht vor, eine gemütliche Oase, quasi eine Erweiterung des Gartens, zu schaffen. Wir wollen mit warmen Farben, Holz und leichter Musik eine entspannte Atmosphäre schaffen, die zum Verweilen anregt“, beschreibt Sascha Mühlenbeck das gemeinsame Projekt.

Die Zusammenarbeit mit dem „Heimathaven“ ist für die Museen, insbesondere das Stadtmuseum, zugleich ein Symbol der künftigen Ausrichtung: „In der Schlussphase des ‚alten‘ Stadtmuseums soll bereits sichtbar werden, in welcher Weise wir unsere Arbeit gestalten – nämlich kooperativ, offen und kreativ mit unterschiedlichen Akteuren und Gruppen der Stadt. Wir wollen uns verstärkt auch als Plattform für die Themen und Diskussionen einer kulturell und sozial vielschichtig gestalteten Gesellschaft verstehen“, so Wiegmann. Im Zuge des Neuaufstellungsprozesses wurden in den vergangenen Monaten grundlegende Prozesse für die kommenden Jahre eingeleitet, die sowohl die Sammlung, die Organisation und die inhaltliche Arbeit als auch den Neubau und die künftige Positionierung des Museums betreffen.

Das „Heimathaven Popup“ wird ab dem 28. Juli, immer von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, geöffnet sein. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.heimathaven.com sowie bei Facebook und Instagram unter „Heimathaven Popup“.
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Über das Bild Rumäniens in Deutschland und im Westen

10.07.2020 18:12 Uhr

Podiumsgespräch anlässlich der neuen Ausstellung im Horst-Janssen-Museum

Zu einem Podiumsgespräch über das Bild Rumäniens in Deutschland und im Westen lädt das Horst-Janssen-Museum Oldenburg am Mittwoch, 15. Juli, 19 Uhr, ein. Anlass ist die neue Sonderausstellung mit dem rumänischen Künstler Dan Perjovschi, dessen Arbeiten stark vom aktuellen Zeitgeschehen geprägt sind und der auch Teil des Podiums sein wird. Die weiteren Teilnehmenden sind Dr. Dr. Gerald Volkmer, wissenschaftlicher Direktor des Bundesinstitutes für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, die Komponistin Violeta Dinescu und Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums.

Der Eintritt ist frei, aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist jedoch eine Anmeldung erforderlich, per E-Mail an info@horst-janssen-museum.de oder telefonisch unter 0441 235-2891. Das Podiumsgespräch wird zudem aufgezeichnet und kann im Anschluss auch auf der Website des Museums unter www.horst-janssen-museum.de abgerufen werden.
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inForum startet mit einem angepassten Kursprogramm

10.07.2020 17:01 Uhr

Sprachkurse, Gesprächskreise und kreativ Angebot ab 3. August

Das inForum, eine Bildungs- und Kultureinrichtung der Stadt Oldenburg, bietet ab August bis Oktober wieder Kurse an. Die gewohnte Vielfalt kann dieses Jahr aufgrund der aktuellen Situation nicht geboten werden, aber in 14 Kursen können Oldenburgerinnen und Oldenburger wieder besuchen. Neben Sprachkursen und Gesprächskreisen können auch kreative Angebote wie beispielsweise „Schöne Sachen selber machen“, oder Malkurse wieder im inForum aufgenommen werden. Alle Kurse finden unter Berücksichtigung notwendiger Hygienemaßnahmen statt. Geplant ist ebenfalls die Wiedereröffnung der beliebten Büchertauschbörse ab Dienstag, 11. August.

Anmeldungen für das Kurs- und Veranstaltungsangebot sind ab Montag, 13. Juli, 10 Uhr, möglich. Telefonisch nimmt das inForum von Montag bis Freitag zwischen 10 bis 15 Uhr Anmeldungen unter 0441 235-2781 und 235-2790 entgegen. Online ist eine Anmeldung unter www.oldenburg.de/inforum-anmeldung möglich.

Ausführliche Informationen zu dem zeitlichen Ablauf und dem inhaltlichen Kursangebot sowie den Hygienebestimmungen des inForum gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/inforum. Fragen zum Programm beantwortet die Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, per Telefon unter 0441 235-3216 sowie per E-Mail an inforum@stadt-oldenburg.de.
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Musikschule macht Sommerpause

08.07.2020 19:28 Uhr

Neue Kurse für Kinder ab der Vorschule starten im August

Die Geschäftsstelle der Musikschule schließt in den Sommerferien. Von Montag, 20. Juli, bis Freitag, 21. August, findet daher kein Unterricht statt.

Im Anschluss an die Sommerferien beginnen die neuen Elementarkurse und Brückenangebote. Für Kinder ab der Vorschule gibt es verschiedene Kurse, in denen das musikalische Interesse erkundet und erste musikalische Erfahrungen gemacht werden können. Für Kinder, die sich nach diesem Kurs noch nicht für ein Instrument entscheiden können, gibt es verschiedene Brückenangebote. Hier werden mit Trommel, Ukulele oder im Kinderchor musiziert. Weitere Informationen zu den Kursen und zur Anmeldung gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/musikschule sowie per Telefon unter 0441 235-2735.
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Land lässt mehr Besucher bei Freiluftveranstaltungen zu

03.07.2020 17:08 Uhr

Land veröffentlicht neue Verordnung

Die heute veröffentlichte Verordnung des Landes Niedersachsen über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus, die ab Montag, 6. Juli, gilt, weist nur einen geringen Änderungsumfang gegenüber den jetzigen Regelungen auf. Sport ist jetzt mit 30 Personen abstandsfrei auf Sportanlagen möglich, die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen im Freien wird von 250 auf 500 erhöht und auf Sitzplätzen in geschlossenen Räumen kann auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden.

Das Beherbergungsverbot gilt nur noch für Personen aus dem Kreis Gütersloh.

Die Landesregierung plant darüber hinaus, für die Zeit ab Montag, 13. Juli, eine im Grundsatz überarbeitete Verordnung in Kraft zu setzen.
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Café Schlaumeier nun auch virtuell

30.06.2020 18:22 Uhr

Gemeinsam Rätseln mit Kaffee und Kuchen – auch zu Hause

Rätselspaß und Neugierde machen auch in der Corona-Krise keine Pause. Daher lädt die Bildungs- und Kultureinrichtung inForum am Dienstag, 14. Juli, 13.30 Uhr, zum Café Schlaumeier ein. Dieses Mal jedoch nicht vor Ort, sondern virtuell. So findet das Café als Videokonferenz statt.

Unter der Moderation der Jade Hochschule gibt es zum Thema „Seefahrt“ spannende Rätsel und etwas Gehirnjogging. Hier kann das eigene Wissen getestet werden und es gibt Hintergrundinformationen und Neuigkeiten. Mit etwas Kaffee und Kuchen gibt es das Café Schlaumeier-Gefühl auch für zu Hause.

Teilnehmende benötigen für diese Veranstaltung Internet sowie einen Computer mit Kamera und Ton. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt bis Montag, 6. Juli, Gülay Polat unter 0441 235-3216 oder per E-Mail guelay.polat@stadt-oldenburg.de entgegen. Hier bekommen Interessierte auch weitere Informationen.
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Mein Objekt – Meine Geschichte: Aktion zum Thema Freizeit

30.06.2020 18:15 Uhr

Stadtmuseum sucht Sammlungen der Museumsgäste

Unter dem Motto „Mein Objekt – Meine Geschichte“ stellt das Stadtmuseum für jeweils drei Wochen Objekte und die dazugehörigen Geschichten von Museumsgästen aus. Ein Schwerpunkt war bereits das Thema Oldenburg. Am Sonntag, 12. Juli, von 15 bis 17 Uhr sind die Sammlerinnen und Sammler nun aufgerufen, ihre Objekte rund um das Thema Freizeit mitzubringen und vorzustellen. Diese werden dann Teil der aktuellen Sonderausstellung „Entdeckt, bewundert, aufgehoben“.

Wegen der derzeitigen Corona-Situation ist vorab eine Anmeldung nötig, um Termine zu vergeben. Diese sind bis Donnerstag, 9. Juli, möglich, per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2887 oder -4105.
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Exkursion auf den Spuren von Horst Janssen

30.06.2020 18:13 Uhr

Literarischer Spaziergang von der Hundehütte bis zum Grab

Das Horst-Janssen-Museum bietet am Samstag, 11. Juli, 10 bis 12.30 Uhr, eine Exkursion auf den Spuren von Horst Janssen in Oldenburg an. Unter dem Titel „Vom Anfang bis zum Ende“ nimmt Kunstvermittlerin Geraldine Dudek die Teilnehmenden mit auf einen literarischen Spaziergang, der an Janssens Geburtshaus in der Lerchenstraße 14 beginnt und nach verschiedenen Stationen an seinem Grab endet. Im Mittelpunkt stehen neben den Orten auch Texte Janssens, die Szenen seines Lebens, seine Gedankenwelt und seine Liebe zu Oldenburg illustrieren.

Treffpunkt ist am Horst-Janssen-Museum, das Ziel ist der Gertrudenkirchhof. Bei der Exkursion gelten eine Maskenpflicht und der übliche Mindestabstand von 1,5 Metern zu Personen aus unterschiedlichen Haushalten. Tickets gibt es für 10 Euro bei der Touristinformation im Lappan oder im Internet unter www.ticket2go.de. Weitere Termine sind am 21. August und 5. September.
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Kino und Theaterbesuch wieder möglich

19.06.2020 17:52 Uhr

Land veröffentlicht neue Verordnung und verlängert Verbot von Großveranstaltungen

Nach der heute veröffentlichten Verordnung des Landes über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus, die ab Montag, 22. Juni gilt, können nunmehr auch Kinobetreiber und Theater daran gehen, ihre Häuser zu öffnen. Voraussetzung ist natürlich das Vorliegen entsprechender Konzepte, die eine Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen sicherstellen. Auch mit einer Gruppe von Bekannten Essen zu gehen, ist wieder möglich, wenn es nicht mehr als zehn Personen sind. Chöre und Bläsergruppen dürfen jetzt wieder gemeinsam üben, aber nur unter freiem Himmel.

Vereine, Initiativen und andere ehrenamtliche Zusammenschlüsse können wieder Sitzungen und Zusammenkünfte unter Einhaltung des Abstandsgebotes von 1,5 Meter durchführen.

In Oldenburg werden zudem die Vorbereitungen getroffen, um die Notbetreuung in den Kindertagesstätten zu beenden. Das niedersächsische Kultusministerium hat angekündigt, die Betreuung in den Kitas in einen eingeschränkten Betrieb zu überführen. Die Stadt Oldenburg geht nach den Gesprächen mit den freien Trägern davon aus, dass diese dazu gemachten Vorgaben umzusetzen sind.

Verlängert hat das Land das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als eintausend Besuchern. Diese dürfen jetzt bis zum 31. Oktober 2020 nicht stattfinden. Damit ist auch geklärt, dass der Oldenburger Kramermarkt in diesem Jahr nicht stattfinden kann, weil er in diese Kategorie der Großveranstaltungen fällt.

Unverändert gelten aber ab Montag, 22. Juni, auch weiterhin die Grundsätze, Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen sowie das Abstandsgebot von 1,5 Meter einzuhalten. Ebenso gelten für fast alle zulässigen Angebote besondere Hygienevorschriften, die die Gefahr einer Infektion vermindern. Auch die bisherigen Dokumentationspflichten bestehen fort, um eine Nachverfolgung von Kontaktpersonen sicherzustellen.
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Bewerbung für dritte „NACHTSCHICHT“ nicht verschlafen

19.06.2020 17:49 Uhr

Kreativ-Profis gewähren Vereinen und Organisationen kostenlose Unterstützung

Diesen Termin sollten Vereine und nicht-kommerzielle Organisationen auf keinen Fall verschlafen: Wer kreative Unterstützung braucht, kann sich bis zum 31. Juli für eine Teilnahme an der dritten Auflage der „NACHTSCHICHT“ bewerben. Kreativschaffende aller Branchen sind dazu eingeladen, sich acht Stunden lang in den Dienst einer kreativen und gemeinnützigen Sache zu stellen.

Aktuell laufen die Vorbereitungen zur „3. NACHTSCHICHT“, die für Freitag, 30. Oktober, von 18 bis 2 Uhr nachts im Glaswerk Oldenburg, Emsstraße 18, geplant ist. Das Projekt wird veranstaltet von einem Team aus dem Netzwerk cre8 oldenburg, unterstützt durch die Stadt Oldenburg. Das Prinzip: Kreativ-Profis aus Oldenburg spenden Zeit und Know-how, um Vereinen und Non-Profit-Organisationen unter die Arme zu greifen. Zum Beispiel bei der Entwicklung strategisch sinnvoller Kommunikationsmaßnahmen in Form von Broschüren, Flyern, Plakaten, Info- oder Schulungsmaterialien, einer maßgeschneiderten Corporate-Identity, kreativer IT-Konzepte oder bei der Mitgliederakquise und vielem mehr. Und das Beste ist: In der Nachtschicht werden die Wünsche der Auftraggeberinnen und Auftraggeber direkt erledigt – die Ergebnisse können dann sofort genutzt werden.

Insgesamt ist es ein besonderes Erlebnis für alle Beteiligten: Nach einem gemeinsamen Start um 18 Uhr geht es in die Gruppenarbeit. Je drei Vertreterinnen der Organisationen beziehungsweise der Vereine sowie drei bis vier Kreativschaffende steigen tief ins gewünschte Thema ein: detaillierte Analyse, Zielsetzung, Brainstorming, Konzeptentwicklung und konkrete Umsetzung. Nachts um 1 Uhr präsentieren alle Gruppen ihre Ergebnisse. Eine gute Verpflegung inklusive Mitternachtssuppe unterstützt die geistigen Höhenflüge.

Non-Profit-Organisationen können sich bis zum 31. Juli für eine Teilnahme bewerben. In einem Bewerbungsbogen erläutern sie ihren Bedarf oder ihre Aufgabe, die das Kreativ-Team während der Nachtschicht bearbeiten soll. Eine Jury wählt drei Bewerbungen aus. Kreativschaffende, die bei der „3. NACHTSCHICHT“ dabei sein möchten, bewerben sich ebenfalls über die Website der Nachtschicht Oldenburg.

Für die vorausgegangenen Nachtschichten waren 2018 der Verein Boumdoudoum, die Männer-Wohnhilfe und der Ernährungsrat Oldenburg sowie 2019 die Kulturgenossenschaft GLOBE, die Ulla Haschen-Stiftung und die NachDenkstatt ausgewählt worden. Teilnehmende in 2019 haben ein Feedback aus heutiger Sicht gegeben: „Es war eine tolle, kreative Arbeitsatmosphäre. Die Motivation aller Beteiligten war durchgehend spürbar und hat zu Höchstleistungen angespornt“, erzählt Ilka Luckenbach (GLOBE). Auch Christoph Schunke (NachDenkstatt) weiß die Ergebnisse zu schätzen: „Wir haben sehr davon profitiert, da wir uns sonst nie professionelles gelayoutetes (Werbe-)Material hätten leisten können. Unser Auftreten nach außen wurde und wird dadurch deutlich professioneller. Die entwickelten Karten und Aufkleber sind super angekommen!“ Karl-Heinz Heilig von der Ulla Haschen-Stiftung ist dankbar dafür, dass „sein“ Kreativ-Team das Thema Suizidprävention sogar nach der Nachtschicht noch weiter ehrenamtlich begleitet hat.

Im Vorbereitungsteam arbeiten diesmal Peter Gerd Jaruschewski, Marion Meister, Silvia Rutkowski, Mechthild Oetjen und Ina Lehnert-Jenisch. Peter Gerd Jaruschewski hatte das Format der „NACHTSCHICHT“ 2018 von Berlin nach Oldenburg gebracht.

Weitere Informationen gibt es online unter www.nachtschicht-oldenburg.de und https://www.cre8oldenburg.de/nachtschicht-oldenburg
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Oberbürgermeister Krogmann unterzeichnet Regenbogenfahne

19.06.2020 17:28 Uhr

Verein NaUnd im Rathaus

Da es in diesem Jahr den Christopher Street Day (CSD) in üblicher Form nicht gibt, hat sich der Verein NaUnd e.V. eine andere Aktion zur Beteiligung überlegt. In den vergangenen Wochen sind Unterschriften auf einer großen Regenbogenfahne gesammelt worden, um so auf den CSD aufmerksam zu machen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat die Fahne jetzt bei einem Termin im Rathaus unterschrieben und unterstützt damit die Aktion: „Ich freue mich über die vielfältigen Aktionen, die rund um den CSD stattfinden. Damit gelingt es, auch ohne die große Demonstration auf diese Themen aufmerksam zu machen.“ Insgesamt haben die Fahne bisher 150 Menschen unterschrieben.

Dieses Jahr mussten alle stark umdenken, sagt Volker Mönnich vom Vorstand von NaUnd e.V.: „Umso erfreulicher ist es, wie bunt und auf andere Art vielfältig dieser CSD dennoch bisher geworden ist und noch werden wird. Ob nun in Form einer Mahnwache auf dem Schlossplatz oder mit einer Fahrraddemo rund um die Innenstadt.“

Der Verein NaUnd vertritt die LSBTTIQ* Community. Das sind lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen. Die Fahne wird jetzt am Zentrum von NaUnd in der Ziegelhofstraße zu sehen sein.

Der CSD Nordwest sollte am 20. Juni stattfinden, musste aber – wie alle anderen Großveranstaltungen auch – wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.
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Cine k für hervorragendes Kinoprogramm ausgezeichnet

17.06.2020 22:10 Uhr
Insgesamt 58 gewerbliche und nichtgewerbliche Kinos aus Niedersachsen und Bremen sind im Jahr 2020 mit einem Kinoprogrammpreis der nordmedia ausgezeichnet worden.

Bei der diesjährigen Auszeichnung ist vieles anders: Statt der traditionellen Verleihung in einem Preisträgerkino, haben die KinobetreiberInnen Fotos von sich und den Urkunden gemacht. Die Programmpreise wurden mit 150.000 Euro einmalig mehr als verdoppelt und sofort ausgezahlt. Die Jury des Kinobüro Niedersachsen-Bremen e. V. hat entschieden, dass alle Kinos, die sich mit ihrem Programm für das Jahr 2019 beworben haben, die Sonderprämie erhalten.

Insgesamt haben sich 58 Kinos beworben, 51 aus Niedersachsen und sieben aus Bremen. Damit haben 21 nichtgewerbliche Kinos jeweils 1.500 Euro und 37 gewerbliche Kinos jeweils 3.000 Euro erhalten.

Thomas Schäffer, Geschäftsführer der nordmedia: „Wir wissen, dass die Anpassung der Kinoprogrammpreise keine wirkliche Überbrückungshilfe in Corona-Zeiten ist. Wir wissen aber auch von den Rückmeldungen der Preisträger, dass wir mit der einmaligen Erhöhung und der vorgezogenen, schnellen und unkomplizierten Auszahlung den Kinos kurzfristig eine willkommene Unterstützung haben bieten können. Das ist allerdings nur der eine Aspekt. Wie in der Vergangenheit auch, wollen wir die Kinos in Niedersachsen und Bremen für ihr herausragendes Programm ehren. Sie sind – dazu besteht ein breiter Konsens – für das kulturelle Leben unabdingbar. Umso mehr freuen wir uns nun, dass die Kinos in Niedersachsen und Bremen wieder öffnen dürfen.“

Die Kinoprogrammpreise werden seit 1992 in Niedersachsen und seit 2001 in Bremen und Bremerhaven für die Gestaltung hervorragender Jahresfilmprogramme und besonderer Filmreihen vergeben. 

Das Cine k öffnet im Juli übrigens wieder seine Kinosaal-Türen. Das Kino spielt zum einen im „drinnen kino“ in seinen zwei Sälen und darüber hinaus beim „draussen kino“ im Hof der Kulturetage eine Open-Air-Leinwand.
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Wie leben wir in Oldenburg im Jahr 2030?

17.06.2020 19:31 Uhr

Kostenloser virtueller Hackathon – Gemeinsam Ideen und Konzepte entwickeln

Wie wollen wir 2030 im Hinblick auf die voranschreitende Digitalisierung nachhaltig miteinander leben und arbeiten? Dieser Frage widmen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oldenburg vom 26. bis 28. Juni in einem kostenlosen virtuellen Hackathon. Ziel der Veranstaltung ist die Entwicklung von eigenen Ideen und Konzepten für das Stadt- und Zusammenleben 2030. Ein spannendes Rahmenprogramm führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch das Wochenende – von der Ideenfindung bis zur Präsentation der Ergebnisse vor einer Fachjury.

Was ist ein Hackathon?
Ein Hackathon ist eine Veranstaltung, in der sich die Teilnehmenden in einem begrenzten Zeitraum intensiv einem bestimmten Thema widmen und für dieses skizzenhafte Lösungen entwickeln. Der Hackathon bietet die Möglichkeit eigene Ideen in einem interdisziplinären Team weiterzuentwickeln und zu gestalten. Die erarbeiteten Ergebnisse eines Hackathon können vielfältig sein – von Poster, PowerPoint, Pappmaché bis hin zu greifbaren Prototypen kann alles dabei sein.

Hackathons finden üblicherweise gemeinsam an einem Ort statt. Aufgrund der aktuellen Lage und der Vielzahl von Angeboten und Möglichkeiten zur digitalen Teilhabe wurde nun erstmals ein virtuelles Hackathon-Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger in Oldenburg geschaffen.

Warum mitmachen?
Der Hackathon bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen und ist offen für alle, die die Zukunftsvision vom Miteinander in Oldenburg nachhaltig mit eigenen Ideen gestalten wollen. Mitbringen müssen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur Begeisterung und Kreativität. Technisches Vorwissen ist nicht notwendig, Mentoren helfen während der Veranstaltung jederzeit bei Detailfragen.

Wie kann ich mitmachen?
Mehr Informationen zum Hackathon und Anmeldung 

Anmeldeschluss ist Sonntag, 21. Juni.


Wie kam es zu der Idee?
Die Veranstaltung gehört zum Projekt Digitale Lernlabore: Civic Data Lab der Stadt Oldenburg und wird aus Mitteln des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. Die Hackathons werden von Kreativität trifft Technik e.V. im Auftrag des Civic Data Lab Oldenburg durchgeführt. Was sich dahinter genau verbirgt, steht hier. 
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Aktionstag des Städtetages präsentiert digitales Angebot des Stadtmuseums

17.06.2020 19:26 Uhr

Virtueller Rundgang durch historische Villen startet zum Digitaltag am 19. Juni

Die historischen Villen des Stadtmuseums Oldenburg können jetzt ganz bequem von zuhause aus in einem virtuellen Rundgang betrachtet werden. Das Angebot wurde anlässlich des Digitaltags des Deutschen Städtebundes realisiert, der am Freitag, 19. Juni, insbesondere online sattfindet. Unter dem Link oldenburg-service.de/digitalertag macht der Rundgang die wichtigsten Ausstellungsräume einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und stellt die Sammlung von Museumsgründer und Mäzen Theodor Francksen (1875 bis 1914) in den Mittelpunkt, die Teil der heutigen Dauerausstellung des Museums ist.

„Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, die Digitalisierung in allen Lebensbereichen voranzutreiben. Im Museumsbereich gibt es noch viel Potential, wie dieses Angebot – im Rahmen des Projekts „Digitale Lernlabore“ der Stadt Oldenburg – beispielhaft zeigt. Der virtuelle Rundgang ist eine gute und barrierearme Ergänzung des Angebots vor Ort, denn er öffnet das Museum für alle Bürgerinnen und Bürger“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Geplant sind daher auch digitale Angebote für die Schließzeit und die Bauphase des neuen Stadtmuseums, in der auch die Villen saniert werden.“

Der Rundgang bietet nähere Informationen zu ausgewählten Objekten sowie alte Fotografien, die einen Eindruck vermitteln, wie die Gebäude am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts aussahen. Er wird zusätzlich an verschiedenen Standpunkten durch Tonmaterial des Audioguides der Ausstellung erzählerisch untermalt. Zudem erlaubt das virtuelle Format vor allem auch weniger mobilen Museumsgästen einen engeren Kontakt mit den Objekten und Räumlichkeiten, als dies vor Ort möglich wäre, da die denkmalgeschützten Gebäude nur in Teilen barrierefrei sind.

Über die historischen Villen des Stadtmuseums
Theodor Francksen hatte Zeit seines Lebens kunst- und kulturgeschichtliche Objekte wie Statuen, Porzellane, Gemälde und Mobiliar gesammelt, die den Grundstein für die heutige Dauerausstellung gelegt haben. Mit den historischen Villen hat sich ein einzigartiges Raumensemble mit insgesamt 20 Zimmern erhalten, die nach verschiedenen Stilen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert eingerichtet sind. In jedem Raum gibt es eine Vielzahl an Objekten und Details zu entdecken, wie etwa im reich verzierten, in Weiß und Gold gehaltenen Weißen Salon im Stil des Rokoko. Ein Gegenstück bildet die Rote Halle mit rustikalem Eichenparkett, Kassettendecke und bleiverglasten Fensterdekorationen. Beeindruckend ist auch das Jugendstil-Arbeitszimmer des Museumsgründers, dessen Bilderschmuck sich zwischen der Liebe zur heimatlichen, norddeutschen Region und der Sehnsucht nach Italien bewegt.

Zur technischen Umsetzung
Für den Rundgang durch die Villen wurden 360 Grad-Sphärenaufnahmen gemacht. Die Kamera arbeitet mit zwei um 180 Grad versetzten sogenannten Fischaugenobjektiven. Dadurch wird mit nur einer Aufnahme der gesamte Raum erfasst, ohne dass eine nennenswerte Nacharbeitung erfolgen muss. Die Auflösung für eine Aufnahme liegt im Maximum bei 5376 mal 2688 Pixeln. Die virtuelle Tour durch die Villen setzt sich aus 29 Einzelbildern zusammen. Die Detailaufnahmen wurden mit einer Systemkamera selbstständig geschossen, zusätzlich wurde auf Archivmaterial sowie auf Pressefotos zurückgegriffen.

Das Projekt „Digitale Lernlabore“
Die Relevanz des Ausbaus digitaler Formate, um Bürgerinnen und Bürgern weitreichende, barrierefreie Angebote bieten zu können, hat Covid-19 aufgezeigt. Hierbei müssen das digitale Angebot und die Förderung digitaler Kompetenzen in der Bevölkerung Hand in Hand gehen. Das durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geförderte Projekt „Digitale Lernlabore“ der Stadt Oldenburg hat genau dies zum Ziel. Im Rahmen des Projektes werden neue digitale Teilhabeformate entwickelt und gleichzeitig Veranstaltungen umgesetzt, um digitale Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Der Bereich Civic Data Lab, der sich hauptsächlich mit dem Bereich digitale Kompetenzen auseinandersetzt, nutzt vier Bausteine, um diese gezielt weiterzuentwickeln. Unter anderem werden digitale Schnitzeljagden entwickelt und durchgeführt, IT-Lotsinnen und -Lotsen ausgebildet, Hackathons veranstaltet und in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Oldenburg die historischen Gärten der Francksen-Villen durch Augmented Reality erfahrbar gemacht.
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Alarmstufe Rot – ein Milliardenmarkt und hunderttausende Arbeitsplätze sind in Gefahr!

12.06.2020 09:50 Uhr

Weser-Ems-Hallen Oldenburg sind Teil der Aktion Night of Light am 22. Juni 2020

Die Liste ist lang. Sehr lang! Aktuell führt die Website der Weser-Ems-Hallen 55 Veranstaltungen, die aufgrund der Corona-Pandemie und ihrer Folgen verschoben oder abgesagt wurden. Die ausgesetzten Spiele der EWE Baskets und der Handball-Frauen des VfL Oldenburg nicht mit eingerechnet. Geschlossene und private Veranstaltungen wie z.B. Betriebsversammlungen, Tagungen oder Kongresse oder Festlichkeiten – ebenfalls nicht mit eingerechnet. „Und ein Ende ist noch nicht in Sicht", sagt Kim Gütebier, Sprecher der Weser-Ems-Hallen. „Wir werden in den kommenden Monaten weitere Terminveränderungen und Absagen erhalten. Allein was Konzerte und Shows angeht, müssen ganze Tourneen neu geplant werden. Die Folgen der Corona-Krise werden wir noch über Jahre hinweg spüren." 

Einige Abteilungen der Hallen haben mehr denn je zu tun. So müssen Terminverschiebungen und Absagen organisiert und Verträge angepasst oder storniert werden. Messen, die hoffentlich zum Ende des Jahres wieder gestattet werden, müssen nicht nur vorbereitet werden, sondern brauchen Konzepte für die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. Dennoch sind Teile der Betreibergesellschaft Weser-Ems Halle Oldenburg GmbH & Co. KG seit Anfang Juni in Kurzarbeit – wo kein Konzert, da auch kein Bühnenbau nötig. 

Angeschlossene Dienstleister wie der Gastronom OVS oder der Messe- und Eventspezialist VMS sind ebenfalls in Kurzarbeit. Ihnen fehlt die Arbeitsgrundlage: Die Veranstaltungswirtschaft war der erste Wirtschaftszweig, der von der COVID-19-Krise getroffen wurde und er wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit am längsten und tiefgreifendsten von den Auswirkungen betroffen sein. Dabei hat allein die deutsche Messewirtschaft einen Beschäftigungseffekt von 231.000 Arbeitsplätzen bei einem Umsatz von 14,5 Mrd. EUR (ifo Institut, AUMA, 2018). In der Live-Veranstaltungswirtschaft „beläuft sich die gesamtwirtschaftliche Bedeutung auf mehr als 11 Mrd. EUR. Hier sind 113.000 Erwerbstätige betroffen", sagt BDVK-Präsident Michow. Das Hilfspaket „Neustart Kultur" in Höhe von 1 Mrd. EUR reiche für die Kultur nicht aus. 

Mit einer gemeinsamen Aktion von Unternehmen aus allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft soll nun ein imposantes Zeichen gesetzt werden. In der Night of Light vom 22. auf den 23. Juni 2020 werden die Teilnehmer in mehr als 200 Städten Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht illuminieren: viele leuchtende Mahnmale, die sich zu einem gewaltigen Licht-Monument arrangieren. Auch in Oldenburg werden Kongresshalle und Große EWE ARENA rot leuchten. Ein flammender Appell zum Einstieg in einen Branchendialog, der die Vielfältigkeit und Systemrelevanz der deutschen Veranstaltungswirtschaft thematisieren soll. Allein Konzerte, Volksfeste, Firmenfeiern und Messen ziehen in normalen Jahren in Deutschland knapp 500 Mio. Besucher an und können bis auf Weiteres gar nicht oder nur unter erheblichen Auflagen stattfinden. Die derzeitigen Hilfsprogramme für die Veranstaltungswirtschaft bestehen im Wesentlichen aus Kreditprogrammen, die jedoch eine erneute Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit der Überschuldung der betroffenen Unternehmen zur Folge haben werden. 

"Die Aktion Night of Light vereint Marktteilnehmer aus allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft und zielt darauf ab, Gehör bei der Politik und in der Öffentlichkeit zu finden. Im Dialog mit der Branche soll ein verantwortungsvoller und nachhaltiger Weg aus dieser Krise gefunden werden. Wir hoffen deshalb auf eine breite Unterstützung durch die Oldenburger*innen, die Aktion mit dem Hashtag #nightoflight2020 in den sozialen Medien zu teilen, damit wir auch hier bald wieder Veranstaltungen aller Art genießen können", so Gütebier. 

Einem ersten Aufruf zur Teilnahme an der Aktion Night of Light sind binnen kürzester Zeit neben den Weser-Ems-Hallen Oldenburg über 700 weitere Unternehmen aus verschiedensten Bereichen der Veranstaltungswirtschaft gefolgt, stündlich werden es mehr. Vereint zu einer übergreifenden Interessen- und Arbeitsgemeinschaft, initiieren sie gemeinsam vom 22.06.2020 ab 22:00 Uhr bis zum 23.06.2020 um 01:00 Uhr die unübersehbare Night of Light – ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell zur Rettung eines Wirtschaftszweigs, der echte Hilfe anstelle von Kreditprogrammen benötigt und einen Branchendialog mit der Politik fordert, um gemeinsam einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Weg aus der Krise zu finden. 
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Cadillac gibt wieder Gas

09.06.2020 21:45 Uhr

Kulturzentrum unterstützt Musikszene und erstellt für junge Bands professionelle Videos

Nach der Corona-bedingten Zwangspause richtet das Jugendkulturzentrum Cadillac den Blick nach vorne: Erste Öffnungen im Bereich der Jugendarbeit sind wieder möglich, und es gibt Hoffnung, dass auch Veranstaltungen mittelfristig wieder stattfinden können. „Wir haben die Zeit genutzt, um uns auf die bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Jetzt können wir sagen, wir sind bereit“, so Leiter Marius Asmus.

Asmus und sein Team waren während der Schließungsphase alles andere als untätig. So konnten neu gewonnene Erkenntnisse aus einer noch im Februar vorgenommenen Brandschutzübung prompt umgesetzt werden. Dabei wurde in Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau der Stadt Oldenburg die Fluchtwege-Situation durch bauliche Maßnahmen optimiert. Daraus ergab sich auch die Möglichkeit, Renovierungs- und Verschönerungsmaßnahmen im Café und im Innenhof in Angriff zu nehmen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Eigenleistung umgesetzt haben. Zu guter Letzt wurde nun auch das Parkett im Konzertsaal komplett neu aufgearbeitet.

Auf diesem frisch renovierten Boden soll nun ein neues Projekt für die Jugendkultur der Stadt Oldenburg gestartet werden. Für das Konzept und die Umsetzung zeigt sich Ruben Jena verantwortlich. Er schließt im Cadillac gerade seine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann ab. Da Ruben Jena selber Musiker ist und in der Oldenburger Jugendband „Dune Gazer“ spielt, weiß er um die derzeitigen Probleme in der Kultur- und Veranstaltungsbranche. Nach vielen Gesprächen, wie man der Pandemie und ihren einschneidenden Folgen begegnen soll, entwickelte er eine Idee: Die Möglichkeiten des Cadillac sollen den Musikerinnen und Musikern sowie Bands aus Oldenburg künftig eine Plattform bieten. Die Umsetzung dieses Konzeptes ist nun nach der aktualisierten Verordnung des Landes Niedersachsen unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen möglich.

Was beinhaltet das Konzept? Jungen Bands soll die Gelegenheit geboten werden, eine Live-Audioaufnahme inklusive Videomitschnitt im großen Konzertsaal einzuspielen. Zusätzlich wird mit der Band ein Interview geführt. Mit den Aufnahmen kann sich die Band dann zukünftig online präsentieren und bei weiteren Veranstaltungsorten und Festivals bewerben. Für viele Bands ist es bereits in den vergangenen Jahren schwierig gewesen, Auftrittsmöglichkeiten zu bekommen, und das nun durch die Pandemie einsetzende Club-Sterben wird diese Situation noch verschärfen. „Umso wichtiger ist es, den Bands und Musikerinnen und Musikern etwas an die Hand zu geben, womit sie sich visuell, akustisch und durch eine entsprechende Interview-Vorstellung bei Veranstaltern, Festivals und Clubs professionell bewerben können, um aus der Masse herauszustechen“, weiß Ruben Jena. Sie können dieses Video darüber hinaus auch für ihre Social Media-Kanäle verwenden, um sich in dieser Zeit online zu präsentieren.

Das Video wird den Bands beziehungsweise den Musikerinnen und Musikern komplett geschnitten und fertig bearbeitet übergeben, ebenso die rein akustischen Aufnahmen, damit sie beides separat nutzen können. „Mit diesem Projekt möchte das Cadillac die Oldenburger Musikszene in dieser Zeit nachhaltig und langfristig unterstützen, bis echte Live-Konzerte wieder möglich sind“, betont Leiter Marius Asmus.

Interessierte werden gebeten, sich im Cadillac – Zentrum für Jugendkultur (Huntestraße 4a, Telefon 0441 235-3800, cadillac@stadt-oldenburg.de) zu melden.
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Ausleihrekord und Samstagsöffnung in der Landesbibliothek Oldenburg

09.06.2020 21:39 Uhr
Die Landesbibliothek Oldenburg hat im Mai 2020 einen neuen Ausleihrekord erzielt. Auf­grund der hohen Nachfrage öffnet die Bibliothek künftig auch am Samstagvormittag. Schon ab dem 10. Juni können Leserinnen und Leser nach Voranmeldung wieder Arbeits­plätze im Lern- und Informationszentrum LIZ nutzen.

Trotz Corona-bedingter Einschränkungen hat die Landesbibliothek in diesem Mai 4,6 % mehr gedruckte Bücher ausgeliehen als im Vergleichsmonat 2019 und sogar 13,9 % mehr als im Mai 2018. Bei der Nutzung von E-Books gab es im März und April, als die Bibliothek einige Wochen geschlossen war, sogar einen gewaltigen Zuwachs von über 160 % gegenüber dem Vorjahr. „Dieser Ausleihrekord zeigt, wie groß der Bedarf an Sach- und Fachliteratur und an fundierten Informationen in der Bevölkerung gerade in diesen schwierigen Zeiten ist“, sagt Bibliotheksleiterin Corinna Roeder. Die Landesbibliothek hatte bereits am 21. April als erste Bibliothek in der Region die Ausleihe von Büchern wieder ermöglicht. Seitdem werden unter Beachtung strenger Sicherheitsvorkehrungen Öffnungszeiten und Serviceangebote Schritt für Schritt erweitert. Neben der Ausleihe sind u.a. Neuanmeldungen, Auskünfte und die Ein­sichtnahme in nicht ausleihbare Bestände wie historische Zeitungen im Lesesaal möglich. Ab dem 10. Juni können auch Arbeitsplätze im Lern- und Informationszentrum nach Voran­meldung wieder genutzt werden. Am 13. Juni öffnet die Landesbibliothek erstmals wieder auch samstags von 9 bis 12 Uhr. Wer nicht persönlich in die Bibliothek kommen möchte, kann telefonisch oder per Mail Informationen einholen. Noch bis zum 30. Juni ist die kosten­lose Online-Anmeldung für die Nutzung elektronischer Medien der Landesbibliothek be­fristet. Mehr Informationen über die jeweils aktuellen Zugangsbedingungen und Service­angebote sind auf der Homepage der Landesbibliothek zu finden.
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Gefällt mir: Stadtbibliothek Oldenburg auf Facebook

09.06.2020 21:35 Uhr

Spannende Neuigkeiten und Einblicke in den Alltag

Die Stadtbibliothek Oldenburg ist ab sofort auf Social Media zu finden. Auf www.facebook.com/StadtbibliothekOldenburg werden exklusive Einblicke in den Bibliotheksalltag gewährt. Neuigkeiten über die Stadtbibliothek im PFL, die Kinderbibliothek am PFL sowie die Stadtteilbibliotheken Eversten, Flötenteich, Kreyenbrück und Ofenerdiek werden über diesen Account verbreitet: Welche Neuerscheinungen werden gerade eingearbeitet? Welche Buchempfehlungen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Wie sieht es eigentlich hinter den Kulissen aus und welche Stationen durchlaufen Medien, bis sie im Regal stehen?

„Um über das Geschehen in der Stadtbibliothek auf dem Laufenden zu bleiben, ist unsere eigene Facebook-Fanpage genau die richtige Anlaufstelle“, weiß Hannes Meiners, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadtbibliothek. „Dabei sind auch die Meinungen unserer Kundinnen und Kunden gefragt, um die Stadtbibliothek Oldenburg aktiv mitzugestalten.“

Zusätzlich werden mit Facebook die digitalen Serviceleistungen weiter ausgebaut. Denn auch allgemeine Fragen, beispielsweise zum Medienbestand, zu Öffnungszeiten oder Veranstaltungen, können über die Chatfunktion montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr direkt beantwortet werden.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de und natürlich auf www.facebook.com/StadtbibliothekOldenburg.
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Autokino-Festival Oldenburg endet

05.06.2020 18:30 Uhr

Cine k begeistert von Solidarität der Oldenburger*innen

Für vierzehn Tage (21. Mai bis 3. Juni) veranstaltete das Cine k das Autokino-Festival auf dem Parkplatz der Weser-Ems-Hallen. Mit dem „Solidarity Day“ und dem Oscar-Gewinner „Parasite“ ging am Mittwoch, 3. Juni das Festival zu Ende.

Die Veranstalter*innen Cine k und guerilla|substitute sind begeistert, wie gut das Festival bei den Oldenburger*innen ankam.

Insgesamt wurden 2.312 Tickets verkauft und ca. 6.000 Kinoliebhaber*innen besuchten das Festival. „Wir hätten anfangs nicht damit gerechnet, dass uns außerdem so viele Menschen mit dem Kauf eines Solidarity Bundles unterstützen würden“, berichtet Wolfgang Bruch, einer der Inhaber*innen des Cine k. Mit insgesamt 275 Stück dieser besonderen Karten unterstützten Kinoliebhaber*innen das Kino. Im Gegenzug für das 75 Euro-Ticket erhielten sie vor Filmbeginn ein Paket mit Popcorn, Autokino-Poster, Kuscheldecke, Softdrinks und bekamen nach dem Film zwei Cocktails ihrer Wahl vom Patio vor ihre Haustüre geliefert. „Mit zehn von insgesamt vierzehn ausverkauften Veranstaltungen sind wir absolut zufrieden. Unsere bisherigen Verluste lassen sich mit dem Autokino ein stückweit ausgleichen“, so Bruch. Und auch der Solidarity-Day kam bei den Oldenburger*innen gut an. Das Cine k verschenkte an diesem Tag Tickets und bat die Gäst*innen um eine Spende für die Menschenrechts- und Hilfsorganisation „medico international“. „Uns als Kino ist es wichtig, auch in einer Krise, die uns existenziell betrifft, über den Oldenburger Tellerrand zu schauen“, so Bruch vom Cine k. Mit der Kampagne „Globaler Virus. Globale Solidarität!“ unterstützt „medico international“ Menschen in den Regionen der Welt in denen das Gesundheits- und Sozialsystem nicht so gut ist wie in Deutschland.

Wie es nach dem Autokino-Festival für das Cine k weitergeht – mit dieser Frage beschäftigt sich das Cine k Team zurzeit intensiv. Denn ob die kleinen Säle des Kinos mit Abstandsregelungen überhaupt wirtschaftlich betrieben werden können, zeigt sich erst, wenn die Verordnung für niedersächsische Kinos erscheint. Noch sind die Vorgaben für Niedersachsen unbekannt.
Um die Oldenburger*innen auch im Sommer mit Kinokultur begeistern zu können, arbeitet das Cine k nun an Ideen außerhalb des Kinosaals.

Video mit Impressionen des Festivals
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CSD-Themen auch ohne Demonstration präsent

03.06.2020 17:31 Uhr

Regenbogenflagge vor dem Rathaus gehisst

Obwohl es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Großdemonstration zum Christopher Street Day (CSD) geben wird, setzen die Veranstalter auf die Präsenz ihrer Themen in der Stadt. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Kai Bölle, Vorstandsmitglied des Vereins CSD Nordwest, hissten an diesem Mittwoch gemeinsam mit Anke Hieronymus, Klemens Sieverding und Andreas Gerbrandt vor dem Alten Rathaus die Regenbogenflagge. „Unser Motto lautet in diesem Jahr: Wir sind sichtbar, aber anders. Das Thema ist ja nicht weniger wichtig, weil die Demo ausfällt“, sagt Kai Bölle.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann unterstützt den CSD seit Jahren aktiv: „Ich bin wirklich stolz auf unseren CSD Nordwest, er gehört einfach zu Oldenburg dazu. Die Veranstalter setzen sich seit über 25 Jahren für Vielfalt, Toleranz und Teilhabe ein.“

Die Demonstration zum 26. Christopher Street Day war für den 20. Juni geplant. Wegen den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hatte das Organisationsteam die Großveranstaltung jedoch frühzeitig absagen müssen.

Nun setzen die Veranstalter auf andere Formate und Verbreitungsmöglichkeiten: „Wir alle können die Botschaft des CSD weitertragen – in unserem Familien- und Freundeskreis oder im Netz“, sagt Kai Bölle. Geplant ist unter anderem, entlang der eigentlich geplanten Demo-Strecke Regenbogenflaggen aufzuhängen und mit Bannern in der Fußgängerzone sowie Plakaten im Stadtgebiet für Aufmerksamkeit zu sorgen.
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„Ein Tipi für Oldenburg“: Aus eins mach zwei

03.06.2020 17:22 Uhr

Veranstalterinnen reagieren auf große Resonanz – Gemeinschaftswerk geht weiter

Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: Am 10. März hatten das Kulturbüro der Stadt Oldenburg und der Stadtteiltreff Kreyenbrück zur Teilnahme am Projekt „Ein Tipi für Oldenburg“ aufgerufen. Innerhalb von sechs Wochen waren die erforderlichen 1.200 gestrickten und gehäkelten Quadrate für das große Strick-Tipi zusammengekommen. Trotz des „Strickstopps“ vom 24. April gingen bis Mitte Mai noch einmal so viele Quadrate bei den Veranstalterinnen ein. In Rücksprache mit der Planungsgruppe des Farbenfroh Festivals Kreyenbrück, in welches das Projekt eingebunden ist, beschlossen sie, statt einem Strick-Tipi zwei textile Gesamtkunstwerke in Oldenburg aufzustellen.

In Windeseile war die Finanzierung für ein weiteres Tipi gesichert: Dank einer großzügigen Spende der Interessengemeinschaft „Die Kreyenbrücker e.V.“ kann der großen Resonanz der Menschen nun in Form eines zweiten Tipis Rechnung getragen werden. „Das Projekt hat so viel kreatives Potential freigesetzt und sichtbar gemacht. Wir schätzen, dass zwischen 150 und 200 Menschen daran mitgewirkt haben. Die jüngste uns bekannte Mitwirkende ist sieben Jahre alt, die älteste 90 Jahre“, freut sich Sophie Arenhövel vom Kulturbüro über das generationenverbindende Projekt.

Nun geht der Prozess, aus vielen Einzelteilen ein großes Ganzes zu erstellen, in die nächste Phase. So hat inzwischen der erste Vor-Ort-Termin mit der Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck stattgefunden. Sie sortierte die Quadrate in Form eines Regenbogens als Symbol für Hoffnung und Zuversicht und für Verbundenheit in Vielfalt. Anschließend setzten die Kolleginnen aus dem Stadtteiltreff Kreyenbrück und aus dem Kulturbüro farbliche Akzente und sorgten für den einen oder anderen Kontrast. „Da halte ich mich immer bewusst raus“, so die Künstlerin: „Je heterogener ein Tipi ist, umso interessanter ist es“. Normalerweise werden zu diesem Arbeitsschritt alle Mitwirkenden eingeladen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie haben die städtischen Mitarbeiterinnen das in diesem Fall stellvertretend getan.

Jetzt geht das Gemeinschaftswerk in die nächste Runde: Die Einzelteile müssen zu Bahnen verbunden werden. Auch hier wurden wieder kreative Lösungen gefunden, um diesen Arbeitsschritt trotz Kontaktbeschränkungen unter möglichst großer Beteiligung der Mitwirkenden umzusetzen: Die Frauen nähen überwiegend zuhause und haben ihr Päckchen aus dem Kulturbüro und beim Stadtteiltreff abgeholt oder nach Hause geschickt bekommen. „Wir sind beeindruckt von der Kontinuität, mit der sich die Menschen für ‚ihr‘ Tipi einsetzen“, so Jutta Hinrichsen vom Stadtteiltreff Kreyenbrück. Und eine Teilnehmerin schreibt per E-Mail: „Dieses Tipi wird für einige Menschen viel mehr sein als ‚nur‘ ein neuer mobiler Kulturort für Oldenburg, da bin ich mir sicher.“

Zwei Standorte sind für die beiden „Tipis“ in Planung, einer in Kreyenbrück und einer in der Innenstadt. Die Veranstalterinnen sind zuversichtlich, dass die beiden textilen Gesamtkunstwerke im Spätsommer im öffentlichen Raum stehen und besichtigt werden können. Ziel ist es, ein starkes Symbol zu setzen für die Verbundenheit zwischen den unterschiedlichsten Menschen, auch und gerade in herausfordernden Zeiten.

Das Projekt „Ein Tipi für Oldenburg“ wird von der Kulturellen Bildung und Teilhabe im Kulturbüro gemeinsam mit dem Stadtteiltreff, der Stadtteilbibliothek sowie der IGS Kreyenbrück organisiert und ist Teil des Farbenfroh Festivals Kreyenbrück 2020. Aktuelle Informationen zum Stand des Projekts gibt es online unter www.oldenburg.de/tipi-tagebuch.
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Wissenschaftsministerium fördert dringend benötigte Magazinflächen an der Landesbibliothek Oldenburg

03.06.2020 17:14 Uhr
Die Landesbibliothek Oldenburg erhält dringend erforderliche Magazinflächen. Wissenschaftsminister Björn Thümler hat entschieden, hierfür bis zu 355.000 Euro Landesmittel zur Verfügung zu stellen.

Bereits im kommenden Jahr werden die Unterbringungsmöglichkeiten von Bibliotheksgut erschöpft sein, der große Magazinneubau wird aber nicht vor Mitte des Jahrzehnts realisiert sein. Daher gilt es jetzt, zügig eine Übergangslösungslösung zu schaffen. Auf dem Flachdach eines bestehenden Bibliotheksteils werden mit den bewilligten Mitteln neue Büros geschaffen. Dafür werden bisherige Büros aus dem massiven Hauptgebäude freigeräumt und als Magazinräume verwendet. Sobald der neue Magazinbau errichtet worden ist, kommen die Büros wieder an ihren alten Platz. Die demnächst errichteten Übergangsflächen werden dann dauerhaft die ausgebaute Digitalisierungswerkstatt beherbergen.
 

„Ich freue mich, dass wir es der Oldenburger Landesbibliothek ermöglichen, mit dieser Förderentscheidung die nächsten Jahre vernünftig weiterarbeiten zu können“, sagt der Minister. Er betont, dass die Idee, in der zwischenzeitlichen Interimslösung später dauerhaft die vergrößerte Digitalisierungswerkstatt unterzubringen, die besondere Nachhaltigkeit der Maßnahme belegt.
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Kultur in Oldenburg retten – jetzt! Creative Mass lädt ein

01.06.2020 18:06 Uhr
Creative Mass, das Oldenburger Bündnis von Kultur- und Kreativschaffenden, lädt aus aktuellem Anlass Künstler*innen, Kulturschaffende und Interessierte aus Stadt und Umland zu einem Online-Workshop ein, der konkrete Verbesserungen der derzeit schwierigen Lage für die Kulturszene anstoßen soll. Der Workshop beginnt am Freitag, den 5. Juni 2020, um 14 Uhr. Neben gemeinsamen Zeiten sind bis 21 Uhr auch Arbeitsphasen individuell und in Kleingruppen geplant. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Partizipatives Gestalten (IPG) und ist in dieser Form möglich, weil Creative Mass von der Stadt Oldenburg gefördert wird.
2020 sollte das Jahr eines breit angelegten Beteiligungsprozesses der Kultur- und Kreativschaffenden werden, doch dann kamen die Pandemie und der Lock-Down. Von einem auf den anderen Tag war die Kultur - wie viele andere Bereiche - lahm gelegt. „Uns alle macht die Situation betroffen“, sagt Amon Thein aus dem Vereinsvorstand der Creative Mass, „doch einige von uns kostet sie gerade die berufliche Existenz. Für manche Kulturangebote ist es bereits zu spät. Wir verlieren Kultur in Oldenburg, jetzt. Das gilt es zu verhindern. Daher ist es Zeit zusammen aktiv zu werden.“

Vor etwa drei Jahren rief das offene Bündnis – damals unter der Bezeichnung „[Creative Mass] freiRAUM für Kultur und Kreativität“ – die freie Szene, etablierte Kultureinrichtungen, Kreativwirtschaft und interessierte Bürger*innen dazu auf, Freiräume für Kulturschaffende in Oldenburg zu erhalten. Es ging um den Erhalt der Bauwerk-Halle, einem wichtigen Veranstaltungsort der freien Szene. Die Creative Mass mobilisierte innerhalb von wenigen Tagen hunderte Teilnehmer*innen für eine Demonstration. Das war die Geburt der Creative-Mass-Bewegung, die On- und Offline über 1400 Oldenburger*innen zusammenführte.

Die erfolgreiche Rettung der Bauwerk-Halle für die Kultur war nur der erste Schritt. In einem Workshop mit ca. 80 Teilnehmenden wurde ein komplettes Konzept für einen umfangreichen Beteiligungsprozess zum Erhalt sowie Ausbau der Kultur in Oldenburg erarbeitet. Als Träger weiterer Aktionen des offenen Bündnisses wurde am 12. Juni 2019 der gemeinnützige Verein „Creative Mass Oldenburg – Netzwerk Kultur und Kreativität e.V.“ gegründet, der mit dem Workshop am 5. Juni den Zusammenhalt der Oldenburger Kreativszene stärken will.

Die Teilnahme am Online-Workshop ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich. Information und Anmeldung unter www.creative-mass.de/kalender/
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Museum in Zeiten von Corona: Weitere Lockerungen

01.06.2020 18:00 Uhr

Museen laden ab Juni wieder zu Veranstaltungen und Workshops ein

Nachdem die Oldenburger Museen seit fast einem Monat wieder geöffnet haben, normalisiert sich das Museumserlebnis ab Juni noch ein wenig mehr: So sind im Horst-Janssen-Museum, Stadtmuseum Oldenburg und Edith-Russ-Haus ab 1. Juni wieder eingeschränkt Veranstaltungen und Workshops möglich – sowohl im Freien als auch in den Räumlichkeiten der Bildung und Vermittlung.

Entsprechende Hygiene- und Schutzkonzepte sind in den vergangenen Wochen erarbeitet worden und umfassen unter anderem Folgendes:
 • Bei der Teilnahme an Workshops und gebuchten Führungen in den Ausstellungen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen.
 • Bei Stadtführungen und Exkursionen zu Fuß oder per Rad ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht.
 • Der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den Teilnehmenden ist einzuhalten.
 • Der Name und die Kontaktdaten der Teilnehmenden werden aufgenommen und für drei Wochen gespeichert, um Infektionsketten gegebenenfalls nachvollziehen zu können. Diese werden nach Ablauf der drei Wochen gelöscht.
 • Teilnehmende müssen sich verbindlich anmelden, entweder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-3403.

Unter diesen Bedingungen sind ab sofort wieder ganz verschiedene Veranstaltungsformate im Angebot: So lädt das Stadtmuseum wieder zu den beliebten Exkursionen ein. Eine geführte Radtour gibt es am 5. Juni nach Osternburg. Die Teilnehmerzahl ist auf acht Personen begrenzt. Auch ein neuer Durchgang des Workshops „Urban Sketching“ mit Till Lenecke wird am 4. Juli angeboten. Im Horst-Janssen-Museum wird der Aktkurs ab 9. Juni fortgesetzt und auch der Workshop zum Handlettering für Fortgeschrittene am 13. Juni findet statt. Informationen zu allen Veranstaltungen und Workshops sind auf den Internetseiten der einzelnen Museen zu finden.

Noch nicht wieder möglich sind öffentliche Führungen durch die Ausstellungen. Private Führungen können gebucht werden, sofern die Teilnehmenden aus maximal zwei Haushalten kommen und, abhängig von den Räumlichkeiten, nicht mehr als sechs Personen sind. Das Café Farbwechsel ist ab 1. Juni wieder geschlossen.
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Bibliotheken sind auf dem Weg in Richtung Normalbetrieb

01.06.2020 17:53 Uhr

Ab 4. Juni Ausleihe auch in der Außenstelle Flötenteich möglich – Zusätzliche Services nutzbar

Gute Neuigkeiten gibt es für die Stadtteilbibliothek Flötenteich: Diese wird ab dem 4. Juni wieder dienstags und donnerstags von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr für die Ausleihe von Büchern, Hörbüchern, Zeitschriften und Spielen geöffnet sein. Zusätzlich geht die Stadtbibliothek Oldenburg insgesamt weitere Schritte in Richtung Normalbetrieb.

Medien im Bestand können ab sofort wieder reserviert werden. Egal, ob die Titel vor Ort verfügbar oder aktuell ausgeliehen sind: Reservierungen sind in beiden Fällen wie üblich für 1 Euro pro Medium möglich und können entweder persönlich vor Ort, telefonisch unter 0441 235-3021 oder online über die Benutzerfunktionen des Bibliothekskatalogs getätigt werden.

Angefallene Gebühren können ab dem 2. Juni wieder vor Ort in allen Bibliotheken gezahlt werden. In den Stadtteilbibliotheken stehen darüber hinaus ab diesem Datum auch Gutscheine für das Frauenmobil und AWB-Produkte wie Sperrmüllkarten wieder zum Verkauf zur Verfügung. In der Stadtteilbibliothek Flötenteich startet der Verkauf am 4. Juni.

Zusätzlich sind ab dem 2. Juni die Internet-PCs in der Stadtbibliothek im PFL und in den Stadtteilbibliotheken Kreyenbrück und Ofenerdiek wieder nutzbar. Diese werden aufgrund der geltenden Abstandsregeln in verringerter Anzahl für Kundinnen und Kunden zur Verfügung stehen. Gleiches gilt für Lern- und Arbeitsplätze, die in begrenztem Umfang in der Stadtbibliothek im PFL wieder verfügbar sind.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
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Naturerlebnis trotz Reisebeschränkungen

19.05.2020 18:39 Uhr
Die neue Sonderausstellung des Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg “Glanzlichter der Naturfotografie“ bietet herausragende Einblicke in die Schönheit der Natur. Ohne weite Reise können Besucher*innen hier Natur aus aller Welt genießen.

Während sich die Natur im Corona-Ausnahmezustand etwas erholen kann, mussten viele Urlaubsreisen abgesagt werden. Damit an den kommenden Feiertagen auch die Erholung für den Menschen nicht zu kurz kommt, kann mit einem Besuch der Sonderausstellung „Glanzlichter der Naturfotografie“ in die Schönheit der Natur eingetaucht und das Alltagsgeschehen für einen Moment abgeschaltet werden. Eine Luftaufnahme des grönländischen Inlandeises, eine tränende Lotusblüte (China), knutschende Mandarinfische (Indonesien) oder eine gebänderte Prachtlibelle im Regen (Ungarn) – so facettenreich und ausgewählt schön wurden die jährlichen Highlights der Naturfotografie wohl selten zusammen gezeigt.

Das Museum präsentiert die 87 Gewinnerfotos des Wettbewerbs „Glanzlichter der Naturfotografie“ als erster Ausstellungsort im Norden. Die Sonderausstellung ist noch bis 28. Juni zu sehen. „Die fotografischen Einblicke aus aller Welt ergänzen hervorragend den regionalen Schwerpunkt unserer Dauerausstellung“, freut sich die Direktorin Ursula Warnke und ist überzeugt: „Nicht nur Hobby-Fotograf*innen kommen hier auf ihre Kosten, sondern alle, die sich für die Schönheit unseres Planeten begeistern!“

Auf Anfrage sind auch Gruppenführungen durch die Dauerausstellung für Personen, die einem Haushalt angehören, unter Auflagen wieder möglich. Buchungen können per Email an museum@naturundmensch gerichtet werden.

Nähere Informationen zur Sonderausstellung finden Sie unter:
www.glanzlichter.com
www.naturundmensch.de
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Oberbürgermeister Krogmann gedenkt des Kriegsendes vor 75 Jahren

08.05.2020 19:14 Uhr

Kranzniederlegung am Mahnmal für Opfer des Nationalsozialismus

Am heutigen 8. Mai jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat das zum Anlass genommen, um einen Kranz am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus niederzulegen.

Der Krieg, den das Naziregime entfesselt hatte, kostete Millionen Menschen das Leben. Oldenburg wurde zwar weitgehend von baulichen Schäden verschont, aber natürlich hat der Krieg weitreichende Spuren in der Stadt hinterlassen. „Leider mussten wir die ursprünglich geplante Gedenkstunde in der Lambertikirche wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie absagen“, bedauerte Krogmann bei der Kranzniederlegung.

In Oldenburg endete der Zweite Weltkrieg faktisch bereits am 3. Mai 1945. An diesem Tag erfolgte die kampflose Übergabe der Stadt an kanadische Truppen. Noch am selben Tag wurden die in den Lagern eingesperrten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter befreit. Daran hatte Krogmann bereits am Sonntag erinnert und an der Gedenkstätte auf dem Friedhof in Ohmstede einen Kranz niedergelegt.
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Ab 11. Mai erweiterte Öffnungszeiten und Forschungsmöglichkeiten in der Landesbibliothek

08.05.2020 19:01 Uhr
Aufgrund der großen Nachfrage erweitert die Landesbibliothek Oldenburg ab dem 11. Mai ihre Öffnungszeiten und ermöglicht auch wieder Forschung an ihren Alt- und Sonderbeständen. Medienausleihe, Information und Anmeldung sind Montag bis Mittwoch und Freitag von 10 bis 17 Uhr und Donnerstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Nach vorheriger Terminvereinbarung können auch wieder Handschriften, alte Bücher oder andere Medien, die nicht ausleihbar sind, im Lesesaal eingesehen werden.

Der Ausleihbetrieb in der Landesbibliothek läuft bereits wieder seit dem 21. April mit stetig wachsender Nachfrage. Trotz nur weniger Öffnungsstunden pro Tag wurden beinahe so viele Bücher ausgeliehen wie in Zeiten vor Corona. Die Nutzung von E-Books stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um rund 50%. Mit den erweiterten Öffnungszeiten sollen Schlangenbildungen wie in den letzten Tagen vor dem Eingang zur Bibliothek künftig vermieden werden. „Die neuen Abläufe haben sich gut eingespielt und die Besucherinnen und Besucher halten die Abstands- und Hygieneregeln meist vorbildlich ein“, erläutert Bibliothekleiterin Corinna Roeder. „Daher können wir jetzt den nächsten Öffnungsschritt wagen und auch die Forschung an unseren historischen Beständen im Lesesaal wieder ermöglichen.“ Telefonisch oder per Email kann man sich zu diesem Zweck zu einem der festen Termine anmelden, die dreimal täglich für eine begrenzte Anzahl von Personen angeboten werden, und dann maximal zwei Stunden im Lesesaal forschen. Die übrigen Arbeitsplätze im Lern- und Informationszentrum LIZ sind noch bis auf weiteres gesperrt.


Neue Öffnungszeiten ab 11. Mai 2020:

Montag–Mittwoch und Freitag: 10.00–17.00 Uhr, Donnerstag 10.00–19.00 Uhr
 

Service während der Öffnungszeiten:

Neu: im Lesesaal (Ebene 2)
- Einsichtnahme in Altbestände, Handschriften und andere nicht ausleihbare Medien nach vorheriger Anmeldung unter 0441 505018-20 oder lbo@lb-oldenburg.de
- Einlass zu festen Uhrzeiten, maximale Aufenthaltsdauer jeweils 2 Stunden
 

An der Ausleihtheke (Ebene 1): 
- Ausleihe vorbestellter und vorgemerkter Bücher und anderer Medien
- Rückgabe von ausgeliehenen Büchern und anderen Medien.
- Ab 13. Mai verschickt die Landesbibliothek Oldenburg wieder gebührenpflichtige Mahnschreiben bei Fristüberschreitung.

 
An der Infotheke (LIZ, Ebene 1):
- Anmeldung bzw. Freischaltung von Bibliotheksausweisen
- kurze Auskünfte und Unterstützung bei der Medienbestellung
 

Per Telefon und E-Mail
Ausleihe: 0441-505018-18, e-mail: ausleihe@lb-oldenburg.de
Auskunft, Anmeldung: 0441-505018-20, e-mail: lbo@lb-oldenburg.de

 

Service rund um die Uhr
- Nutzung von E-Books und Online-Medien
- Online-Zulassung zur Nutzung elektronischer Medien (befristet bis 31.5.)
- Buchrückgabe über die Rückgabeklappe am rückwärtigen Eingang im Hof 
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Sonderausstellung: Glanzlichter der Naturfotografie 2020

08.05.2020 18:47 Uhr

Bis zum 28. Juni 2020 im Landesmuseum Natur und Mensch

Mit seiner Wiederöffnung für den Besuchsverkehr am 07.05.2020 eröffnet das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg die Ausstellung „Glanzlichter der Naturfotografie 2020“. In 87 großformatigen Fotografien präsentiert sie bis zum 28. Juni (ggf. Verlängerung bis 15. Juli) die Bilder der Gewinner*innen des gleichnamigen Fotowettbewerbs. Eindrücklich macht die Auswahl der Bilder in insgesamt 10 Kategorien das gesamte Spektrum der Naturfotografie sichtbar.

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg zeigt als erster Ausstellungsort im Norden die Bilder des aktuellen Wettbewerbs.

Die Fotografien der Ausstellung entführen die Betrachter*innen in verschiedene Regionen der Erde. Sie richten den Blick Unterwasser oder in die Ferne, sie zeigen Interaktionen, das große Ganze oder explizite Details von Tieren, Pflanzen und Landschaften. Eindrucksvoll vermitteln die Bilder das kreative Spiel der passionierten Naturfotograf*innen mit Schärfe, Licht und Komposition und rücken auf ganz besondere Weise die Vielfalt der Natur in den Fokus.

„Mit dieser Ausstellung wollen wir nicht allein den ästhetischen Aspekt der Natur zeigen. Wir glauben auch, dass solche Bilder, die die Schönheit der Natur zeigen, uns daran erinnern, dass wir für den Schutz der Natur verantwortlich sind. Die gesamte Menschheit ist gefragt, sich für die Natur in ihrer Schönheit, aber auch als unserer aller Lebensgrundlage, einzusetzen“, so Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke.

Die in der Ausstellung gezeigten 87 prämierten Bilder verteilen sich auf 71 Fotografen aus 15 Ländern. Sie wurden von einer Jury aus fast 17.000 eingesandten Bilder von 919 Fotograf*innen aus insgesamt 39 Ländern ausgewählt.

Als Gesamtsieger des Wettbewerbs setzte sich in diesem Jahr der Finne Markus Varesuvo durch. Ihm gelang in Norwegen ein perfektes Bild eines Seeadlers im Beuteflug.

Die Auswahl des Siegerbildes begründet die dreiköpfige Jury um Mara Fuhrmann so: „Die Flügelstellung, durchleuchtet vom Licht der untergehenden Sonne, der Kopf des Adlers, nur einen Hauch erleuchtet, das reflektierende aufspritzende Wasser, der gefangene Fisch, der zu zappeln scheint. Die Winzigkeit einer Sekunde hat genau dieses unbeschreibliche Bild produziert.“.

In der Kategorie „The World of Mammals“ siegte Tomasz Szpila aus Ungarn mit dem Porträt des Gorillamännchens Kangu, das er im Lesio-Louna Wildreservat in der Republik Kongo aufgenommen hat. Die nahezu menschlichen, nachdenklichen Züge des Gorillas ziehen die Betrachtenden in ihren Bann – umso mehr, wenn sich seine Hintergrundgeschichte offenbart: Kangu verbrachte die meiste Zeit seines inzwischen 20-jährigen Lebens im Londoner Zoo. Erst durch das Wirken einer Stiftung (The Aspinall Foundation) ist er in das Reservat gekommen und so in seine ursprüngliche Heimat zurückgekehrt.

Der Niedersachse Willi Rolfes konnte neben dem Gewinner Florian Smit in der Kategorie „Aerial Views of Nature“ überzeugen. Seine Luftaufnahme der Hunteschleife bei Dötlingen ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Seine Naturfotografie sieht er im Dienst des Naturschutzes. Er möchte die Betrachtenden sensibilisieren, auf Probleme aufmerksam machen oder die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur vor Augen führen.

Zur Ausstellung ist ein 136-seitiger Bildband erschienen. Er ist im Museumsshop erhältlich oder online unter www.glanzlichter.com zu beziehen. Aufgrund der besonderen gesellschaftlichen Situation finden derzeit keine begleitenden Veranstaltungen zur Sonderausstellung statt.

Der Wettbewerb „Glanzlichter der Naturfotografie“ wird seit über 20 Jahren von „projekt natur & fotografie“ um Mara Fuhrmann ausgerufen. Aktuell steht er unter dem Patronat des „Deutschen Verbandes für Fotografie e.V.“. Der in der Regel im April stattfindenden Preisverleihung schließt sich die Präsentation der prämierten Bilder an vielen Standorten in Deutschland an. Finanziell wird der Wettbewerb von Sponsoren aus der Fotoindustrie unterstützt. CEWE, Olympus, Canon, Nikon, Manfrotto, SIGMA sowie dem UAV D A CH fördern einzelne Kategorien des Wettbewerbs. CEWE ist Hauptsponsor und fördert den Hauptgewinn für den Gesamtwettbewerb sowie die Ausstellung.

Mehr Infos zum Wettbewerb: www.glanzlichter.com
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Entdeckt, bewundert, aufgehoben. Vom Sammeln und Zeigen

08.05.2020 18:34 Uhr

Ausstellung im Stadtmuseum Oldenburg vom 7. Mai bis zum 27. September

Was haben ein Kassettenrekorder, eine Porzellantasse und Asterix und Obelix gemeinsam? Sie sind aus den verschiedensten Gründen Teil des Stadtmuseums Oldenburg. Am Beispiel dieser und weiterer Objekte aus der Sammlung gibt die neue Ausstellung „Entdeckt, bewundert, aufgehoben. Vom Sammeln und Zeigen“ Einblicke in die alltägliche Museumsarbeit. In Stationen aufgeteilt, benennt sie die klassischen Aufgabenbereiche eines Museums – Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen – und gewährt neue Perspektiven auf die Sammlung. „Wir zeigen Objekte, deren Herkunft unbekannt ist, die eine spannende Geschichte erzählen oder die noch nie ausgestellt wurden“, sagt Franziska Boegehold-Gude, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin die Sammlung des Stadtmuseums betreut.

Das Stadtmuseum kann auf über 100 Jahre Sammeltätigkeit zurückblicken: angefangen bei der Sammlungstätigkeit des Museumsgründers Theodor Francksen (1875-1914) über Nachlässe und Schenkungen bis zu Ankäufen. Fand das Sammeln in den ersten Jahrzehnten des Museums eher ungeordnet statt, so wurde es mit der Zeit gezielter, um bestimmte Schwerpunkte zu setzen und Sammlungslücken zu schließen. „Unsere über 100-jährige Sammlung hält manche Überraschung parat“, verrät Franziska Boegehold-Gude und zählt auf: „Von der Schreibfeder von Großherzog Nikolaus Friedrich Peter (1827-1900) über Granatsplitter aus dem Deutsch-Französischen Krieg (1871), Kugelfische und andere Tierpräparate bis zum Hebesignal der Cäcilienbrücke. Selbst die Toilettenschilder der öffentlichen WC-Anlage des früheren Hallenbades neben dem Schloss sind Teil unserer Sammlung.“ Ob die Schilder endgültig in den Bestand des Museums übernommen werden, dazu dürfen die Museumsgäste mit einer Abstimmung eine Empfehlung geben. Da die Schilder bisher nur vorläufig dem Museum übergeben worden sind, ist solch ein Vorgehen möglich. „Normalerweise findet die Deakzession, also das Aussondern oder auch ‚Entsammeln‘ von Objekten, aber nach strengen Regeln statt und braucht eine stichhaltige Begründung“, erläutert die Wissenschaftlerin Boegehold-Gude.

Neben dem Sammeln und Bewahren ist das Forschen eine der Hauptaufgaben im Museum. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter recherchieren, welche Geschichten die Objekte erzählen oder woher sie stammen und verorten sie im historischen Kontext. „In gewissem Sinne ist das wie Detektivarbeit“, so Boegehold-Gude. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Inventarisierung, also wo und wie welche Informationen über ein Sammlungsstück festgehalten werden, und präsentiert ausgewählte Stücke aus den verschiedenen Objektgruppen, darunter beispielsweise Asterix- und Obelix-Kaugummifiguren (Objektgruppe Kinderspielzeug), einen Kassettenrekorder (Technisches Gerät), eine Lebensmittelkarte von 1942/43 (Gebrauchsgrafik), einen Plan der Stadt Oldenburg von 1690 (Karten und Pläne) und eine Damen-Unterhose von 1900 (Textilien).
 
Und was sammelst du? Aufruf an die Museumsgäste
Die Sammlung im Stadtmuseum umfasst ein breites Spektrum und bietet damit vielfältige Ansätze für Ausstellungen zu ganz unterschiedlichen Themen. In der Schau „Entdeckt, bewundert, aufgehoben“ erfahren die Museumsgäste, wie eine Ausstellung entsteht, welche Hilfsmittel es zur Präsentation gibt und welche Aufgaben dabei die verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Museum übernehmen. „Unser Anspruch ist, das kulturelle Erbe Oldenburgs zu bewahren und den Menschen zugänglich zu machen“, sagt die Museumspädagogin Sandrine Teuber. „Dabei möchten wir unsere Besucherinnen und Besucher einbeziehen und mit ihnen in einen Dialog treten.“ Die Ausstellung stellt ihren Gästen deshalb auch die Frage „Und was sammelst du?“. Die Besucherinnen und Besucher können die eigene Sammlung oder das Lieblingsstück von zu Hause vorstellen und in Form von Foto und Karteikarte der Ausstellung hinzuzufügen. Die Mitmach-Station wird den jeweils aktuellen Maßnahmen gegen Corona angepasst werden. Auch online können sich die Oldenburgerinnen und Oldenburger beteiligen. Wer mitmachen möchte, kann auf der Website www.was-sammelst-du.de mehr dazu erfahren.

Die Ausstellung „Entdeckt, bewundert, aufgehoben. Vom Sammeln und Zeigen“ wird im Stadtmuseum Oldenburg vom 7. Mai bis zum 27. September 2020 zu sehen sein.

Rahmenprogramm
Das Rahmenprogramm zur Ausstellung wird an die jeweils geltenden Maßnahmen während der Corona-Krise angepasst und ist unter http://www.stadtmuseum-oldenburg.de/ausstellungen/sonderausstellungen/entdeckt-bewundert-aufgehoben/ zu finden.
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Städtische Museen öffnen am 7. Mai

06.05.2020 20:30 Uhr
Das Horst-Janssen-Museum, das Stadtmuseum Oldenburg mit Artothek und das Edith-Russ-Haus für Medienkunst werden am Donnerstag, 7. Mai, wieder öffnen. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf folgende Ausstellungen freuen:

Das Stadtmuseum zeigt die neuen Sonderausstellungen „Entdeckt, bewundert, aufgehoben. Vom Zeigen und Sammeln“ und „75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg“. Im Horst-Janssen-Museum ist die neue Dauerausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen zu sehen. Das Edith-Russ-Haus hat seine Schau „Possessed Landscapes“ über die Ausbeutung von Landschaften bis zum 14. Juni verlängert. Und auch die Artothek Oldenburg hat die Laufzeit der Ausstellung „Neue Werke“ bis zum 7. Juni erweitert. In allen Einrichtungen gelten die regulären Öffnungszeiten. Veranstaltungen wie Führungen oder Workshops finden vorerst noch nicht statt. Das Café Farbwechsel ist weiterhin geschlossen.

Um die Sicherheit von Museumsgästen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu gewährleisten, wird in allen Häusern ein Hygienekonzept umgesetzt. Dazu gehören unter anderem folgende Maßnahmen: Der Einlass wird reguliert. Im Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum sind je 30 Gäste gleichzeitig erlaubt, im Edith-Russ-Haus zehn, in der Artothek fünf. Während des gesamten Aufenthalts ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen zu wahren. Ein Mund-Nasen-Schutz wird empfohlen. An den Museumskassen wurde ein Spuckschutz installiert und der Museumsshop ist geöffnet. Eine Wegeführung ermöglicht es, dass sich die Gäste beim Betreten und beim Verlassen der Gebäude nicht begegnen. Im Garderobenbereich sind Abstandsregelungen umgesetzt. Für die Benutzung der Mitmach-Stationen werden Einweghandschuhe ausgeteilt. Auch in der Artothek erhalten die Entleiherinnen und Entleiher Einmalhandschuhe, um die Bilder durchblättern zu können.
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Ideen für Veranstaltungen und Gastronomie

06.05.2020 20:26 Uhr

cre8_forum Corona: Videokonferenz diskutiert Lösungen in der Krise

In Zeiten von Corona sind innovative Ideen und Lösungen für die Aufrechterhaltung und Gestaltung von Wirtschaft, Bildung, Kultur und Gesellschaft gefragt. Dazu findet jeden Donnerstag das cre8_forum Corona als Videokonferenz statt unter dem Motto „Ideen für Jetzt“. Das nächste Mal am Donnerstag, 7. Mai, von 11.30 bis 12.30 Uhr. Es geht um zwei neue, aktuell sehr wichtige Themen, die im Brainstorming unter die Lupe genommen werden: die (digitale) Vermittlung von Informationen in den Bereichen Bildung, Schulung und Fortbildung sowie die physische/digitale Veranstaltungen sowie Gastronomie.

Nach einer Anmeldung per E-Mail an ina.lehnert-jenisch@stadt-oldenburg.de wird der Link zur Videokonferenz versandt.

In den beiden vorausgegangenen Foren wurden die Themen Masken/Abstand/digitales Arbeiten sowie die Reorganisation des Arbeitslebens diskutiert. Die Ergebnisse können anschließend weitergeführt und vertieft werden.

Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung Oldenburg, das Netzwerk cre8 oldenburg, unterstützt durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.
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Wiederöffnung

06.05.2020 20:15 Uhr

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg öffnet ab dem 7. Mai 2020

Nachdem die Museen zur Eindämmung des Coronavirus im März schließen mussten, ist das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg nun wieder für den Publikumsverkehr geöffnet: Ab Donnerstag, den 7. Mai 2020, sind die Ausstellungsräume wieder zu den regulären Öffnungszeiten zugänglich.

Um die Sicherheit der Besucher*innen zu gewährleisten, hat das Museum ein Konzept entwickelt, das die Einhaltung der Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen gewährleistet. Außerdem ist für den Museumsbesuch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes nötig. Führungen und Veranstaltungen werden bis auf Weiteres nicht stattfinden.

Über Änderungen und die aktuellen Verhaltensregeln informiert das Museum unter www.naturundmensch.de. 
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Autokino Festival Oldenburg: Filmprogramm steht fest und Ticketverkauf startet

06.05.2020 19:58 Uhr
Das Autokino-Festival Oldenburg startet den Ticketverkauf und veröffentlicht sein Filmprogramm. Mit dem Autokino-Festival präsentiert das Cine k in Kooperation mit guerilla|subsitute vom 21. bis 31. Mai täglich um ca. 22.00 Uhr Blockbuster, Filmklassiker und Arthouse-Filme. Rund 200 Autos finden auf dem Festival-Gelände bei der Weser-Ems-Halle Platz.

Ab Mittwoch, den 6. Mai um 18:00 Uhr ist die Ticketbuchung über die Homepage www.autokino-festival.de möglich. Die regulären Tickets kosten 25 Euro pro Auto (zzgl. Verkaufsgebühr). Die Besucher*innen haben außerdem die Möglichkeit, eines der limitierten Premiumtickets für 75 Euro (zzgl. Verkaufsgebühr) zu erwerben. Dieses Ticket unterstützt das Cine k noch einmal extra und stimmt schon vor dem Autokino auf das Event ein: Zusätzlich zum extra designten Hardcover-Ticket werden beim Premium-Ticket zwei Popcorntüten, zwei Getränke sowie eine Kuscheldecke mitgeliefert. Und nach dem Film wartet als nette Überraschung der gelieferte Cocktail vor der Haustür.

Starten werden die Filme bei Anbruch der Dunkelheit um ca. 22 Uhr. Die Filme werden mit modernster Kinotechnik auf einer 130 qm großen Leinwand präsentiert. Die Qualität der Projektion war für die Veranstalter*innen vom Cine k das entscheidende Kriterium, sich gegen eine LED-Leinwand zu entscheiden, mit der man auch im Hellen Filme schauen könnte. Mit der ausgewählten Festival-Technik können dafür auch aktuelle Filme gezeigt werden und die Bildqualität ist wie im Kino.

Eröffnet wird das Autokinofestival am Donnerstag, den 21. Mai mit dem Film „Joker“. Der anschließende Freitagsfilm „Denn sie wissen nicht was sie tun“ (Fr, 22.5) mit James Dean ist nicht nur wegen des illegalen Autorennens der perfekte Film fürs Autokino. Der Samstag (23.5) ist dann mit „König der Löwen“ für die Familie reserviert. Mit „Die Känguru-Chroniken“ zeigt das Festival auch einen Film, dessen vielversprechender Kinostart der Schließung der Kinos in der Corona-Krise zum Opfer fiel. Wenn am 31. Mai dann die Leinwand zu dem Film „Yesterday“ des Oscar-prämierten Regisseurs Danny Boyle („Slumdog Millionär“, „Trainspotting“) ein letztes Mal hochgefahren wird, hat Oldenburg elf unvergessliche Nächte mit einer ganz besonderen Atmosphäre erlebt. Das komplette Programm mit den elf Blockbustern und Arthouse-Filmen gibt es auf der Homepage des Festivals unter www.autokino-festival.de
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Der Mai steht im Zeichen der Vielfalt

06.05.2020 19:56 Uhr
Mit der Beteiligung an gleich drei überregionalen Initiativen im Monat Mai setzt das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ein Zeichen für gesellschaftliche Vielfalt und gegen Ausgrenzung. Anlass sind die Glänzenden Aktionstage der VIELEN am 8. und 9. Mai, der Internationale Museumstag am 17. Mai und der Diversity-Tag am 26. Mai.

Glänzende Aktionstage: Auftakt für den Mai im Zeichen der Vielfalt bilden die Glänzenden Aktionstage des bundesweiten Kulturbündnisses „DIE VIELEN“ am 8. und 9. Mai. In diesem Rahmen wird anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung vom NS-Faschismus überregional ein Zeichen dafür gesetzt, dass Vielfalt und Diversität eine Bereicherung für jede Gesellschaft sind. „Die Erklärung der VIELEN Nordwest haben wir schon vor einem Jahr unterzeichnet“, berichtet Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke. Nun werden der Erklärung Taten folgen, indem sowohl eine meterhohe, goldene Flagge – das Symbol der VIELEN – vor dem Museum gehisst als auch eine Mitmach-Aktion für Passant*innen angeboten wird. Am 08. Mai von 14 bis 17 Uhr wird eine goldene Fotowand vor dem Museum am Damm 40 aufgebaut, die dazu einlädt mit einem Selfie ein persönliches Statement im Sinne der Vielfalt festzuhalten. Selbst zu beschriftende Sprechblasen stehen für die individuelle Botschaft zur Verfügung. Markiert mit den Hashtags #niewieder und #GlänzenstattAusgrenzen sollen die Bilder in den Sozialen Medien zu einer digitalen Erinnerungsfeier beitragen.

Internationaler Museumstag: Mit unterschiedlichen digitalen Beiträgen beteiligt sich das LMNM unter den Hashtags #MuseenEntdecken und #closedbutopen am 17. Mai 2020 auf seiner Facebook Präsenz am Internationalen Museumstag. Der alljährlich stattfindende Aktionstag steht dieses Jahr unter dem Motto „Das Museum für alle: Museen für Vielfalt und Inklusion“. Der Internationale Museumstag hat damit zum Ziel, die gesellschaftliche Teilhabe am Bildungsangebot der Museen zu stärken sowie ein stärkeres Bewusstsein für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander zu befördern.

8. Deutscher Diversity-Tag: Des Weiteren beteiligt sich das LMNM am 26. Mai am 8. Deutschen Diversity-Tag der Charta der Vielfalt. Neben der Unterzeichnung der Charta wird mit dem Hissen einer weiteren Flagge, die der Charta der Vielfalt, auch hier Haltung gezeigt: Die Flagge steht für die 2006 ins Leben gerufene Initiative, die sich für mehr Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Diversity in der Arbeitswelt einsetzt. Das Landesmuseum und die Charta der Vielfalt laden alle ein, unter dem Hashtag #DDT20 und #FlaggefürVielfalt auf den Sozialen Medien mitzumachen.
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Große Spendenbereitschaft für Kulturschaffende

06.05.2020 19:53 Uhr

Bürgerstiftung sammelt mehr als 20.000 Euro

Als sehr erfolgreich hat sich eine Spendenaktion der Oldenburger Bürgerstiftung erwiesen, die vor gerade drei Wochen ins Leben gerufen wurde, um Kulturschaffende in der Coronakrise zu unterstützen. Bis Ende April gingen Spenden in Höhe von mehr als 20.000 Euro ein. Damit können nun alle 17 Einzelanträge gefördert werden, die bei der Kulturstiftung eingegangen waren.

„Das Gesamtvolumen der Anträge von 24.350 Euro ist mit unseren Spenden abgedeckt. Ich danke allen, die sich an unserem Spendenaufruf beteiligt haben. Oldenburg hat nicht nur eine lebendige Kulturszene, sondern auch ein starkes bürgerschaftliches Engagement“, sagt der Vorsitzende der Oldenburger Bürgerstiftung Dietmar Schütz. Eine fünfköpfige Jury hatte über die Verwendung der Mittel entschieden. Der Jury gehören an: Christiane Cordes, Stadt Oldenburg; Pavel Möller-Lück, Theater Laboratorium; Barbara Rosier, Oldenburger Bürgerstiftung; Christoph Sahm und Dietmar Schütz, Oldenburger Bürgerstiftung.

Die Oldenburger Bürgerstiftung wird die 17 Antragsteller im Laufe der Woche über die Zuwendungen informieren. Anlass für die Spendenaktion waren die starken Einschränkungen für das kulturelle Leben in der Coronakrise. Die Kultur hat besonders unter diesen Einschränkungen zu leiden: Projekte wurden abgesagt, Programme gestrichen, Engagements beendet. Viele Kreative und Kulturschaffende sind selbständige Freiberuflerinnen und Freiberufler, und die meisten Kultureinrichtungen sind Kleinstbetriebe. Angesichts dieser existenziellen Nöte hatten die Oldenburger Bürgerstiftung, die Marius Eriksen Stiftung, die Justin-Hüppe-Stiftung sowie die Stadt Oldenburg dazu aufgerufen, die Kulturszene durch Spenden zu unterstützen.

Auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bedankt sich für dieses Engagement. „Das bürgerschaftliche Engagement ist eine ganz wichtige Ergänzung der institutionellen Förderung. Das Zusammenspiel zwischen städtischer Unterstützung und solchen Privatinitiativen sollte dazu beitragen, die vielfältige Oldenburger Kulturlandschaft auch in dieser Krise zu erhalten.“
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Wiedereröffnung der Stadtbibliothek Oldenburg

04.05.2020 10:33 Uhr

Unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen

Die Einrichtungen der Stadtbibliothek Oldenburg werden ab dem 6. Mai 2020 schrittweise wieder zur Ausleihe und Rückgabe von Medien geöffnet. Am Mittwoch, 6. Mai 2020 öffnen die Stadtteilbibliotheken Ofenerdiek und Eversten. Am Donnerstag, 7. Mai 2020 folgen die Stadtbibliothek im PFL, die Kinderbibliothek am PFL und die Stadtteilbibliothek Kreyenbrück. Die Stadtteilbibliothek Flötenteich bleibt aufgrund aufwändiger räumlicher Umbaumaßnahmen zur Einhaltung von Sicherheitsvorgaben vorerst geschlossen.

Die Bibliotheken sind zu ihren gewohnten Öffnungszeiten zu erreichen. Eine Ausnahme bildet die Stadtteilbibliothek Kreyenbrück. Hier werden die Öffnungszeiten bis zum 20. Mai 2020 ausgeweitet. Geöffnet ist montags bis donnerstags von 11 bis 18 Uhr.

Wichtig sind neue Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Kundinnen und Kunden und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Bibliotheken ausschließlich zur Ausleihe und Rückgabe von Medien geöffnet. Dafür sind, sofern vorhanden, die Selbstverbucher und Rückgabeautomaten zu nutzen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für grundlegende Beratungsfragen zur Verfügung. Reservierungen können weiterhin abgeholt werden.

Der Einlass wird reguliert. Allen Kundinnen und Kunden werden Körbe zur Einlassbegrenzung ausgegeben. Dementsprechend wird gebeten die Bibliotheken nur in dringenden Fällen gleich an den ersten Öffnungstagen aufzusuchen, nach Möglichkeit alleine zu kommen und die Aufenthaltsdauer möglichst kurz zu halten. Während des gesamten Aufenthalts ist ein Mindestabstand von 1,5m zu anderen Menschen zu wahren. Es wird gebeten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
   
Nicht möglich sein wird die vor Ort Nutzung von Einzel-, Gruppen und PC-Arbeitsplätzen, der Garderobe, des WLANs, der Kopierer, Konsolen- und Gesellschaftsspielen, Tonieboxen, das Verweilen im Zeitschriftenbereich und das Hören von Hörspielen. Angefallene Gebühren können ebenfalls nicht vor Ort gezahlt werden. Gebühren für die Überschreitung der Leihfrist fallen jedoch bis zum 31. Mai 2020 keine an. Das Flohmarktangebot ist gesperrt, ebenso wie die Annahme von Buchspenden. Auch Veranstaltungen finden bis auf Weiteres nicht statt. In den Stadtteilbibliotheken werden keine Spermüllkarten und andere AWB-Produkte sowie Frauenmobilgutscheine verkauft.
  
Auch weiterhin besteht die Möglichkeit viele Anliegen wie die Verlängerungen von Ausleihfristen, die Verlängerung des Bibliotheksausweises, der Überblick über ausgeliehene Medien oder die Reservierung von Medien online über die Benutzerfunktionen des Bibliothekskatalogs oder telefonisch unter 0441 235-3021 durchzuführen.

Weitere tagesaktuelle Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
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Sonderausstellung zeigt „75 Jahre Kriegsende“ in Oldenburg

30.04.2020 17:29 Uhr

Stadtmuseum dokumentiert Ereignisse um den 3. Mai 1945 und Wandel der Erinnerungskultur

In Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Oldenburg präsentiert das Stadtmuseum Oldenburg die Sonderausstellung „75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg“. Die Ausstellung wird für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein, sobald das Museum nach der Corona-bedingten Schließung wieder öffnen kann und läuft voraussichtlich bis zum 2. August 2020 im Schauraum des Stadtmuseums. „Bis dahin werden wir einige digitale Angebote machen, um bereits während der Schließzeit Einblicke in die Ausstellung geben zu können: etwa ein Video-Grußwort von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Zeitzeugenberichte und einen kurzen Film aus den Ausstellungsräumen“, erklärt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums. Die Angebote sind in Zusammenarbeit mit der NWZ, Schwarzseher Film und Oldenburg eins entstanden und sowohl auf der Website des Stadtmuseums als auch auf dessen Facebook-Seite nach und nach abrufbar.
 
Zur Ausstellung
Während der Zweite Weltkrieg offiziell am 8. Mai 1945 mit der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde in Berlin beendet wurde, endete der Krieg in Oldenburg bereits einige Tage zuvor: Am 3. Mai 1945 besetzten kanadische Truppen die Stadt Oldenburg. Die Einnahme erfolgte kampflos. Eine „Verteidigung“ und eine damit verbundene hohe Anzahl an Opfern blieb der Stadt in Anbetracht der unvermeidbaren Niederlage des NS-Regimes erspart. Oldenburg blieb weitestgehend unzerstört. Den Jahrestag des Kriegsendes nimmt das Stadtmuseum zum Anlass, die Ereignisse dieser Tage vor 75 Jahren zu dokumentieren und gleichzeitig den Wandel der Erinnerungskultur bis heute nachzuzeichnen. Anhand verschiedener Archiv-Dokumente geht die Ausstellung der Frage nach, wie in der Vergangenheit an das Kriegsende erinnert wurde, welche Rolle die Erinnerung für die kollektive Identität spielte, und inwiefern sich die Gedenkkultur gewandelt hat.

Zeitzeugen gesucht
Im Rahmen der Ausstellung „75 Jahre Kriegsende“ sucht das Stadtmuseum weitere Zeitzeugen. „Wenn Sie die Zeit des Zweiten Weltkrieges, dessen Ende oder die Zeit des Nationalsozialismus in Oldenburg erlebt haben, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Wir möchten Ihre Erinnerungen festhalten, damit auch andere einen Einblick in die vergangene Zeit erhalten“, so Steffen Wiegmann. Auch Objekte und Erinnerungsstücke, wie Fotos, Briefe, Tagebücher oder Lieder, die für die Zeitzeugen ein Stück Geschichte symbolisieren oder sogar als Glücksbringer während des Krieges gedient haben, können vorgestellt werden. So bleibt die Geschichte ein Stück weit lebendig und kann auch späteren Generationen anschaulich vermittelt werden.
 
Ausstellung:
„75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg“
Ab Wiedereröffnung bis 2. August 2020 im Schauraum des Stadtmuseums
Kuratoren: Dr. Steffen Wiegmann, Tolga Togol
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie für Studierende der Universität Oldenburg und der Jade Hochschule
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Stadt Oldenburg verzichtet auf Gedenkfeier zum Kriegsende

29.04.2020 19:19 Uhr

OB Krogmann wird Kranz am Mahnmal für Kriegsopfer niederlegen

Die Stadt Oldenburg wird auf die für den 8. Mai geplante Gedenkfeier zum 75-jährigen Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs verzichten. Dieser Entscheidung ist ein gründlicher Abwägungsprozess vorausgegangen. Wegen der Hygiene- und Abstandregelungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist eine Gedenkfeier mit mehreren hundert Besucherinnen und Besuchern derzeit aber nicht möglich. Geplant war sie für den 8. Mai in der Lambertikirche.

Um diesen Tag dennoch angemessen zu würdigen, wird Oberbürgermeister Jürgen Krogmann einen Kranz am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus niederlegen.

„Damit werden wir in Oldenburg angemessen und in der derzeit möglichen Form an das Kriegsende erinnern. Oldenburg ist in den Kriegsjahren ja glücklicherweise in der baulichen Substanz nicht so stark beschädigt worden, wie andere Städte. Aber natürlich hat es auch in unserer Stadt viele Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft gegeben. An sie alle wollen wir erinnern“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Oldenburg wurde gestaltet von Udo Reimann. Die aus liegenden Basaltstelen bestehende Skulptur wurde 1990 auf dem Grundriss der 1938 zerstörten Oldenburger Synagoge errichtet.
„Dieser Ort ist für die Kranzniederlegung geeignet wie kein anderer in Oldenburg“, sagt Krogmann.

Eine Verschiebung der Veranstaltung ist nicht geplant.
„Dazu ist der 8. Mai ein zu symbolträchtiges Datum. Ein späterer Termin hätte dann keinen Bezug mehr zum 75. Jahrestag des Kriegsendes“, sagt die Leiterin des Amtes für Kultur und Sport, Christiane Cordes.

Bereits am 3. Mai wird Oberbürgermeister Jürgen Krogmann gemeinsam mit Pastor Christoph Fasse an das Kriegsende in Oldenburg erinnern. An der Gedenkstätte für die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Ohmsteder Friedhof wird am Sonntag ein Kranz niedergelegt. Wegen der Corona-Pandemie wird die ursprünglich geplante Gedenkfeier in der Ohmsteder Kirche ebenfalls nicht stattfinden können.

Auch im Stadtmuseum wird des Kriegsendes gedacht. Dort wird die Sonderausstellung „75 Jahre Kriegsende. Erinnerungskultur in Oldenburg“ vorbereitet. Die Ausstellung wird für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein, sobald das Museum nach der Corona-bedingten Schließung wieder öffnen kann und läuft voraussichtlich bis zum 2. August 2020. Bis dahin werden einige digitale Angebote gemacht, um bereits während der Schließzeit Einblicke in die Ausstellung geben zu können. Etwa ein Video-Grußwort von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Zeitzeugenberichte und ein kurzer Film aus den Ausstellungsräumen.
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Stadtbibliothek ermöglicht kontaktlose Rückgabe von Medien

29.04.2020 19:00 Uhr
Seit Mittwoch, 29. April, wird allen Kundinnen und Kunden der Stadtbibliothek Oldenburg ermöglicht, ihre ausgeliehenen Medien zurückzugeben. Dieser Service startet in den Stadtteilbibliotheken Eversten und Ofenerdiek, am Donnerstag, 30. April, folgen die Stadtbibliothek im PFL, die Kinderbibliothek am PFL und die Stadtteilbibliothek in Flötenteich. Die Stadtteilbibliothek Kreyenbrück bietet den Service aufgrund technischer Hürden zunächst noch nicht an.

Zu den gewohnten Öffnungszeiten werden mobile Ablagen in den Eingangsbereichen der jeweiligen Bibliotheken zu finden sein, in denen die ausgeliehenen Medien hineingelegt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter buchen diese am Folgetag zurück. Der aktuelle Status über ausgeliehene Medien ist über die Benutzerfunktionen des Bibliothekskatalogs einsehbar.

Bei der Rückgabe sind die vor Ort angebrachten Hinweisschilder und Markierungen zur Abstandswahrung zu beachten. Wer seine Medien bis zur Wiedereröffnung behalten möchte, kann dieses machen, ohne dass zusätzliche Gebühren entstehen. 

Die Ausleihe von Medien wird erst nächste Woche wieder möglich sein. Die Stadtbibliothek Oldenburg arbeitet mit Hochdruck daran, ihre Räumlichkeiten wieder für den Publikumsverkehr zu öffnen. „Wir setzen aktuell ein Sicherheits- und Hygienekonzept um, damit der Gesundheitsschutz unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Wiedereröffnung unserer Einrichtungen gewährleistet ist. Derzeit warten wir noch auf die Lieferung von Virenschutzwänden“, bittet Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek, um Verständnis.
  
Weitere tagesaktuelle Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
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Sing Das Ding! Der Mitsing-Stream auf Youtube

24.04.2020 21:05 Uhr
Am Mittwoch, den 29. April, findet ab 19 Uhr wieder die beliebte Veranstaltung „Sing Das Ding“ statt. Aufgrund der aktuellen Lage um Covid-19 passiert dies allerdings nicht wie gewohnt im Cadillac, sondern per Live-Stream auf Youtube.

Bei „Sing das Ding!“ werden Lieder aus den Bereichen Rock, Pop, Folk, Charts und Party-Klassiker gesungen. Die Texte der Lieder werden im Livestream auf den Bildschirm projiziert, und sind somit für alle gut lesbar.

Den Livestream finden sie unter folgender Adresse: https://www.youtube.com/watch?v=XWqoOT3_Hzk

Der Livestream steht allen Zuschauern kostenlos zur Verfügung. Marcus Friedeberg und Marco Neumann können per Spende unterstützt werden.
Spenden können sie per PayPal an info@ol-music.de oder unter folgender Adresse: http://www.paypal.me/olmusic.

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An Geschichtsschreibung über Corona mitwirken

24.04.2020 20:51 Uhr

Stadtmuseum ruft zur Einsendung von Fotos und Geschichten auf

Mit der weltweiten Corona-Krise erleben wir zurzeit eine Situation, die so einschneidend ist, dass sie Eingang in die Geschichtsbücher finden wird. Jeder spürt die unmittelbaren Auswirkungen auf den Alltag. Während die Geschichtsbücher vor allem die großen Entwicklungen und politischen Entscheidungen festhalten, sammeln Museen auch die kleinen, alltäglichen und mit persönlichen Geschichten verknüpften Dinge. Diese gewinnen oft erst mit zunehmendem zeitlichem Abstand an Wichtigkeit und lassen Geschichte lebendig werden. „Wir möchten deshalb einen Aufruf starten“, sagt Dr. Steffen Wiegmann, Leiter des Stadtmuseums Oldenburg. „Wir bitten die Oldenburgerinnen und Oldenburger, uns ihre Geschichten, Symbole und Fotos zu senden, die die Corona-Krise in Oldenburg widerspiegeln. So können sie daran mitwirken, wie man sich in einigen Jahrzehnten an diese Zeit erinnern wird.“

Fotos und Geschichten können ab sofort über ein Online-Formular unter www.was-sammelst-du.de an das Stadtmuseum gesendet werden. Die Website ist ein Teil der neuen Sonderausstellung „Entdeckt, bewundert, aufgehoben. Vom Sammeln und Zeigen“, die eigentlich am 18. April hätte eröffnen sollen. Nach der Wiedereröffnung ist sie bis zum 27. September 2020 im Stadtmuseum zu sehen und gewährt Einblicke in die alltägliche Museumsarbeit sowie neue Perspektiven auf die Sammlung. Auch hier können sich die Museumsgäste beteiligen und mit ihrer ganz persönlichen Sammlung – seien es Briefmarken, Schuhe oder Kugelschreiber – Teil der Ausstellung werden. „Was liegt in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie näher, als die Menschen bei der Dokumentation dieser Zeit einzubeziehen“, so Steffen Wiegmann.


Hier können Fotos, Geschichten und Symbole eingereicht werden:

Internet/E-Mail: www.was-sammelst-du.de/sammelleidenschaft-beim-stadtmuseum-einreichen

Postweg: Stadtmuseum Oldenburg, Am Stadtmuseum 4-8, 26121 Oldenburg
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Strick-Stopp für das Tipi-Projekt

24.04.2020 20:43 Uhr

Benötige Zahl an 1.200 Einzelteilen ist erreicht – Dank an alle Teilnehmenden

Strickfieber in Zeiten der Coronakrise: Die Resonanz auf das Projekt „Ein Tipi für Oldenburg“ hat alle Erwartungen gesprengt. Nach dem jüngsten Aufruf ist eine weitere Welle von Wollquadraten über die beiden Sammelstellen im Kulturbüro der Stadt Oldenburg und im Stadtteiltreff Kreyenbrück hereingebrochen. In Windeseile war die benötigte Gesamtzahl an gestrickten und gehäkelten Einzelteilen erreicht: „Jetzt müssen wir schweren Herzens sagen: Wir haben genug! Bereits heute, am 23. April, haben wir 1.200 Quadrate zusammen“, bilanziert Jutta Hinrichsen vom Stadtteiltreff Kreyenbrück. „Damit Sie nicht umsonst weiterstricken, bitten wir Sie: Beenden Sie Ihre Arbeiten und schicken Sie sie uns noch zu, wenn Sie mögen. Aber fangen Sie bitte keine neuen Quadrate für das Tipi mehr an!“

Die Initiatoren danken den Teilnehmenden 1.200-fach für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Kreativität und ihre Freude am Mittun. Sie werden auf dem Laufenden gehalten, wie es mit dem Projekt weitergeht.

Das Projekt „Ein Tipi für Oldenburg“ wird von der Kulturellen Bildung und Teilhabe im Kulturbüro gemeinsam mit dem Stadtteiltreff, der Stadtteilbibliothek sowie der IGS Kreyenbrück organisiert und ist Teil des Farbenfroh Festivals Kreyenbrück. Das Tipi soll zuerst in Kreyenbrück aufgestellt werden und dort als Vorlesezelt und temporärer kultureller Treffpunkt dienen. Anschließend soll es in andere Stadtteile wandern, um die Wertschätzung und Verbundenheit aller Menschen in Oldenburg zum Ausdruck zu bringen.
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Roter Faden in der Krise: Halbzeit beim Projekt „Ein Tipi für Oldenburg“

22.04.2020 18:27 Uhr

Seit Mitte März sind schon mehr als 700 gestrickte und gehäkelte Quadrate entstanden

„Nicht die Hände in den Schoß legen, sondern die Fäden in der Hand behalten. Nicht den Faden verlieren, sondern dem roten Faden der positiven Lebensgestaltung auch in der Krise folgen: So kann man beschreiben, was die Teilnahme am Projekt ,Ein Tipi für Oldenburg‘ den Menschen bedeutet“, fasst Sophie Arenhövel vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg zusammen. Die Resonanz auf den Aufruf, gemeinsam im Rahmen des Farbenfroh Kulturfestivals Kreyenbrück 2020 ein großes Strick-Zelt aus 1.200 Einzelteilen für Oldenburg zu erschaffen, ist überwältigend: Seit Mitte März gehen täglich Pakete und Briefe mit gehäkelten oder gestrickten Quadraten in den beiden Sammelstellen im Kulturbüro und im Stadtteiltreff Kreyenbrück ein.

Die Zuschriften kommen nicht nur aus Oldenburg und dem gesamten Norden, sondern vereinzelt auch aus dem ganzen Bundesgebiet. Nach nur einem Monat Projektlaufzeit sind inzwischen über 700 gestrickte und gehäkelte Quadrate eingegangen – über die Hälfte der benötigten Menge ist also bereits erreicht. „Wir gehen davon aus, dass wir Mitte Mai die 1.200 Einzelteile zusammen haben“, ist Jutta Hinrichsen vom Stadtteiltreff Kreyenbrück zuversichtlich. Denn auch im Stadtsüden ist die Resonanz auf den Aufruf enorm. „Daher bitten wir Sie darum, Ihre Strickwerke weiterhin zeitnah abzugeben, damit Ihr Beitrag am Ende nicht umsonst ist. Wenn wir alle Teile zusammen haben, informieren wir umgehend die Öffentlichkeit.“

Neben etwa 100 Einzelpersonen, die sich am Projekt beteiligen, wirken vereinzelt auch Institutionen mit. So hat eine Gruppe von Patientinnen und Patienten der Karl Jaspers Klinik das Projekt als willkommene Abwechslung in der Tagesgestaltung angenommen. Den 27 zugesandten bunten Wollquadraten haben sie ein Gedicht beigelegt. Hier ein Auszug: „Wir Patienten der KJK wollen einen Vibe verbreiten. Lernen vom Positiven, freun‘ uns auf Kleinigkeiten. Manchmal sind es Einfachheiten, die einen weitertreiben. Es hat uns viel Spaß gemacht, das beweisen meine Zeilen. Hoffen ihr Projekt klappt, sehen es in der Zeitung. Erleben es in Echtzeit, erleben diesen Zeitpunkt. Machen Sie weiter mit ihren Gemeinschaftsaktionen. Denn bleibt man dabei, dann wird die Zeit einen belohnen.“

Insbesondere in Zeiten der sozialen Isolation aufgrund der Corona-Pandemie gibt das Mitwirken an einem kreativen Gemeinschaftsprojekt den Beteiligten Kraft, Sinn und ist eine willkommene Ablenkung von Sorgen und Ängsten. Eine Frau strickt seit dem 16. März jeden Tag ein Quadrat. Sie schreibt: „Gerade am Ostersonntag habe ich mich sehr gefreut, an der Tür des Kulturbüros eine Tasche zu entdecken, die ebenfalls mit Quadraten gefüllt war. Ich bin nicht allein am Stricken, war mein erster Gedanke. Obwohl mir dies natürlich klar war, habe ich es nun sehen können. Mein Corona Tipi Projekt gibt mir mittlerweile tatsächlich viel Halt in diesen ungewissen Zeiten und gleichzeitig freue ich mich auch, diesen Wollresten, die wirklich schon sehr lange in Bastelkisten schlummerten, einen kreativen und kulturellen Sinn zu geben.“

Das Kulturbüro hat nun ein stetig wachsendes „Digital Diary“ zum Projekt angelegt. Damit soll der Prozess, wie aus vielen Einzelteilen ein textiles Gesamtkunstwerk wird, sichtbar gemacht werden. „Wir wollen den vielfältigen Beiträgen Raum geben, auch in Zeiten von ,Social Distancing‘ die Mitwirkenden untereinander vernetzen und ihr großes Engagement für dieses ungewöhnliche Projekt würdigen“, erläutert Fachdienstleiterin Paula von Sydow die Initiative. Das „Digital Diary“ zum Projekt ist unter www.oldenburg.de/tipi-tagebuch zu finden.
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Landesbibliothek verleiht preisgekrönte Bücher zum Welttag des Buches

22.04.2020 18:17 Uhr
Da Ausstellungen noch verboten sind, kann die Landesbibliothek Oldenburg in diesem Jahr nicht wie sonst um diese Jahreszeit die „Schönsten deutschen Bücher 2019“ der Stiftung Buchkunst präsentieren. Dafür sind drei der preisgekrönten Bücher jetzt sogar nach Hause ausleihbar, denn als erste der Oldenburger Bibliotheken hat die Landesbibliothek nach über vier Wochen Zwangspause am 21. April den Ausleihbetrieb wiederaufgenommen.

„Mit der bevorzugten Öffnung von Bibliotheken und Buchhandlungen hat die Politik ein deutliches Zeichen gesetzt: Bücher sind nicht „nice to have“. Sie sind nicht einfach ein beliebiges Kulturgut, auf das man noch längere Zeit verzichten kann, sondern existentiell für die Informationsfreiheit in einer demokratischen Gesellschaft. Auch in digitalen Zeiten sind sie die Grundlage für unsere Wissensgesellschaft“, sagt Corinna Roeder, Direktorin der Landesbibliothek. „Wir in der Landesbibliothek wollen mit der Wiedereröffnung zum Welttag des Buches dieses wichtige Signal aufgreifen. Der Bedarf nach fundierter Fachinformation in der Bevölkerung ist enorm. Seit der Öffnung gehen bei uns laufend Buchbestellungen ein.“

Öffnungszeiten und Service sind derzeit noch stark eingeschränkt. Das Lern- und Informationszentrum (LIZ) bleibt noch geschlossen. Leserinnen und Leser können aber jetzt montags bis freitags zwischen 10 und 14 Uhr und donnerstags zusätzlich von 17-19 Uhr Bücher ausleihen und abgeben und kurze persönliche Auskünfte einholen. Auch Neuanmeldungen sind dann möglich. Damit die notwendige Sicherheit für die Gesundheit von Besuchern und Mitarbeitern gewährleistet ist, hat die Landesbibliothek neben den üblichen Maßnahmen neue kreative Lösungen gefunden. So werden beispielsweise Ausweise und Medien mit Webcams eingescannt und so direkte Berührungen vermieden.

Rund um die Uhr zugänglich sind natürlich die elektronischen Angebote. „Die Coronakrise ist für Bibliotheken ein Katalysator der Digitalisierung. Die Zugriffszahlen auf unsere E-Books haben sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 50% erhöht. Wir bauen das Angebot ständig aus und haben gerade 4.000 neue E-Books der Verlage Mohr Siebeck und Peter Lang freigeschaltet“, erläutert Roeder „Doch 40.000 lizensierte E-Books und viele frei verfügbare elektronische Medien ersetzen nicht eine langfristig aufgebaute Sammlung von über 830.000 Büchern.“

Auch während der Schließung wurde in den Büros der Landesbibliothek oder im Homeoffice kontinuierlich weitergearbeitet. Die Verlagsprogramme der Frühjahrsproduktion wurden gesichtet und Bestellungen gingen wie gewohnt an die lokalen Buchhändler in Oldenburg. Nach der Wiedereröffnung erwarten die Lesehungrigen somit viele neue interessante Titel. Besondere Büchertipps zum Welttag des Buches 2020 hat die Landesbibliothek auf ihrer Homepage zusammengestellt: www.lb-oldenburg.de.

Seit 1996 wird der von der UNESCO ausgerufene Welttag des Buches am Todestag von Shakespeare und Cervantes, dem 23. April, begangen. Aktionen in Bibliotheken und Buchhandlungen sollen auf die fundamentale Bedeutung des Buches und seine unverzichtbare Rolle auch in der Informationsgesellschaft hinweisen. In Deutschland wird der Welttag des Buches vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen unterstützt.

Öffnungszeiten für Medienausleihe und Information ab dem 21.4.2020:
Montag – Freitag: 10.00–14.00 Uhr, Donnerstag zusätzlich 17.00 – 19.00 Uhr.

Der Zugang erfolgt von der Hofseite aus. Der Zutritt ist nur einzeln in beschränktem Umfang möglich. Auf die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wird geachtet.
 

Service während der Öffnungszeiten:
- Ausleihe vorbestellter und vorgemerkter Bücher und anderer Medien
- Rückgabe von ausgeliehenen Büchern und anderen Medien
- Anmeldung bzw. Freischaltung von Bibliotheksausweisen
- kurze Auskünfte und Unterstützung bei der Medienbestellung
 

Servicezeiten telefonisch und per e-mail
Montag – Freitag: 9.00 bis 17.00 Uhr. 
Ausleihe: 0441 - 505018-18, e-mail: ausleihe@lb-oldenburg.de
Auskunft: 0441 - 505018-20, e-mail: lbo@lb-oldenburg.de
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„Banksy´s Dismaland” in Online-Fotoausstellung zu sehen

17.04.2020 18:17 Uhr

Kulturbüro stellt Banksy-Ausstellung der Begegnungen als virtuelle Version ins Netz

Das Kulturbüro beteiligt sich mit einer digitalen Fotoausstellung über „Banksy´s Dismaland“ an der Aktion #kreativerWIRus und macht die Schau des „offiziellen Banksy-Fotografen“ Barry Cawston, die bereits während der der „Begegnungen 2019 – United Kingdom“ am Stau zu sehen war, online zugänglich. Es gibt allerdings nicht nur die Fotos zu sehen: Auch Cawstons Original-Audio-Kommentare mit Hintergrundinformationen zu jedem der 29 Werke sind verfügbar. Inhaltlich führt der Schriftsteller Benjamin Maack in die Ausstellung ein: Für die virtuelle Ausstellung hat er seine damalige Rede bei sich zu Hause nun als Video-Version eingesprochen.

Banksy, dessen Identität eines der bestgehüteten Geheimnisse der Kunstwelt ist, gilt als größter Star der internationalen Street-Art. Er ist seit mehr als 25 Jahren mit Spraydosen und Schablonen-Graffiti rund um den Globus unterwegs. 2015 verwandelte der Untergrund-Künstler in der britischen Küstenstadt Weston-super-Mare einen baufälligen Themenpark, der das Gefühl von Hoffnungslosigkeit widerspiegelte, in einen Anti-Vergnügungspark: Dismaland („trostloses Land“). Barry Cawston dokumentierte Dismaland, aber auch Weston-super-Mare. Indem er die Kunstwerke des Parks mittels seiner fotografischen Handschrift kommentierte und in Beziehung zur Örtlichkeit setzte, entstand so ein eigenständiges Werk mit dem Titel „Are we there yet?“

Anlässlich der aktuellen Situation, in der Kulturangebote nur online wahrgenommen werden können, stellt das Kulturbüro diese Ausstellung nun als virtuelle Version ins Netz. Wer also im Herbst letzten Jahres verhindert war, die Ausstellung zu sehen oder sie nochmals anschauen möchte, dem bietet sich nun die Gelegenheit dazu.

Die Ausstellung ist im Internet unter www.oldenburg.de/startseite/kultur/kulturbuero/kunst-im-netz zu finden, sowie über die sozialen Medien unter www.facebook.com/kulturschnack und www.instagram.com/kulturschnack.
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Museumsbesuch verbindet Generationen

17.04.2020 18:03 Uhr

Landesmuseum bittet zum Jubiläum um Fotoeinsendungen aus der Vergangenheit

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg feiert im Dezember dieses Jahres ein besonderes Jubiläum: Vor 140 Jahren, am 13.12.1880, wurde das neu errichtete Museumsgebäude am Damm 40 eröffnet. Aus diesem Anlass sucht das Museum nun nach Fotografien aus der Vergangenheit und bittet um Einsendungen.

Vieles hat sich verändert, seit vor 140 Jahren das erste, eigens für Museumszwecke errichtete, Gebäude Oldenburgs seine Türen zum ersten Mal öffnete – damals noch unter dem Namen „Großherzoglichen Museums“. Seitdem haben wechselnde Dauer- und Sonderausstellungen zahlreiche Besucher*innen in das Museum gelockt. Als einer der ersten außerschulischen Lernorte Deutschlands besuchten zahlreiche Schulklassen aus Oldenburg und dem Umland das Haus. „Oft waren nicht nur die Kinder, sondern auch schon die Eltern und Großeltern einer Familie während ihrer Schulzeit hier im Museum”, weiß Direktorin Dr. Ursula Warnke und ist überzeugt: „Der Museumsbesuch verbindet Generationen“. Als neunte Direktorin seit 1880 steht sie selbst in einer langen Tradition und ist zugleich die erste Frau in dieser Position. „Wir freuen uns darauf, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken. Zugleich ist das Jubiläum aber auch ein wundervoller Anlass für uns, in die Zukunft zu schauen.“

Doch welches Wissen und welche Erinnerungen genau haben die Oldenburger*innen noch an die Geschichte des Hauses, die den heutigen Mitarbeiter*innen womöglich noch unbekannt sind? Dieser Frage soll nun nachgegangen werden, um das Jubiläum im Dezember gebührlich feiern zu können. Dazu bittet das Landesmuseum Natur und Mensch um Einsendung vor allem von historischen Fotografien, die das Gebäude, ein Exponat oder einen Besuch aus der Vergangenheit zeigen. Die Einsendungen sind mit Kontaktdaten zu richten die Postadresse des Museums: Landesmuseum Natur und Mensch, Stichwort ‚140-jähriges Jubiläum‘, Damm 38-46, 26135 Oldenburg oder per E-Mail an e.kirschenmann@landesmuseen-ol.de.
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Gutscheine für den Tag X

17.04.2020 18:01 Uhr
Mit einer ungewöhnlichen Aktion reagiert das Blauschimmel Atelier auf die Einschränkungen durch Covid-19.

Zwar sollen die Maßnahmen zur Begrenzung der Covid-19-Pandemie langsam gelockert werden, dennoch ist es absehbar, dass die Einschränkungen dem Kulturbereich noch lange zu schaffen machen werden: abgesagte Veranstaltungen, geschlossene Kinosäle, für viele Einrichtungen eine existenzbedrohende Situation. Wann der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann ist weiterhin unklar.

Das Blauschimmel Atelier reagiert nun mit einer ungewöhnlichen Aktion auf diese Unwägbarkeit und lädt zu einem Fest ein, mit einem bunten Programm aus Masken-Walk-Acts, Musik-Improvisationen, Theater und Kunst. Das Datum: der Tag, an dem wieder uneingeschränkt miteinander gefeiert werden kann. Für diesen Tag, den „Tag X“ können unter kontakt@blauschimmel-atelier.de ab sofort Gutscheine erworben werden. Wieviel jed*er für einen Gutschein zahlen möchte oder kann ist ihr*ihm selber überlassen.

„Auch wenn wir auf unserer Homepage und bei Facebook wöchentlich digital etwas anbieten, so ersetzt das doch nicht den direkten Kontakt zu unseren Teilnehmer*innen und Besucher*innen. Daher freuen wir uns ganz besonders auf den Tag X, wenn wir uns wieder ganz analog begegnen und in gewohnter Blauschimmel-Manier zusammen kreativ sein können“, so Geschäftsführerin Jessica Leffers. 
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Stadt Oldenburg schreibt Kinder- und Jugendbuchpreis aus

17.04.2020 17:58 Uhr

Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juni

Die Stadt Oldenburg schreibt in diesem Jahr erneut den Preis für literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur aus. Der Kinder- und Jugendbuchpreis ist mit einer Ehrengabe von 8.000 Euro verbunden. Er wird an Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren verliehen, die erstmals mit einem eigenständigen Werk auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur an die Öffentlichkeit treten.

Mit dem Preis möchte die Stadt Oldenburg einen Beitrag zur Förderung von innovativen und kreativen Ideen noch unbekannter Autorinnen und Autoren leisten. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer unabhängigen und überregionalen Jury ausgewählt, die ehrenamtlich arbeitet. Die Qualität der Jury-Entscheidungen hat zum hohen Renommee des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises geführt. So erschienen etwa von Lara Schützsack, die 2014 mit dem Jugendbuch „Und auch so bitterkalt“ den Preis gewann, 2019 gleich zwei Kinderbücher bei Fischer Sauerländer: „Sonne, Moon und Sterne“ und „Tilda, ich und der geklaute Dracula“. Die Preisträgerin 2019 war Tanja Fabsits mit ihrem Kinderbuchdebüt „Der Goldfisch ist unschuldig“ (Tyrolia Verlag).

Die Jury prüft alle Einsendungen, die bis zum 15. Juni 2020 (Eingang) an die Stadtbibliothek Oldenburg, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg, geschickt werden. Teilnahmeberechtigt zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis sind bisher unveröffentlichte Manuskripte oder Bücher, die nach dem 15. Juni 2019 erschienen sind. Es müssen fünf Exemplare eingereicht werden. Pro Exemplar müssen eine Kurzvita, ein Exposé und ein Einsendebogen beigelegt werden.

Detaillierte Informationen zu den Vergaberichtlinien sowie den Einsendebogen zum Download gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
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Oldenburger Kulturszene schnackt digital

14.04.2020 18:41 Uhr

#kreativerWIRus bündelt zahlreiche Kulturformate beim Kulturschnack

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie haben zahlreiche Oldenburger Kultureinrichtungen und Kreative ihre Programme und Arbeiten so angepasst, dass sie über das Internet abrufbar sind. Da die Durchführung von Veranstaltungen mit anwesendem Publikum derzeit nicht in Sicht ist, werden viele der neuen digitalen kulturellen Angebote ab sofort auf den Kanälen der Plattform „Kulturschnack“ gebündelt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können damit unter dem Motto #KreativerWIRus speziell für das Netz produziertes Theater, musikalische Beiträge, literarische Projekte, virtuelle Führungen durch Ausstellungen oder auch einen Blick hinter die Kulissen des Kulturbetriebs erleben.

„Es ist beachtlich, wie vielfältig und hochwertig Oldenburgs Kultur- und Kreativlandschaft auch digital aufgestellt ist. Ich danke allen Beteiligten herzlich dafür, dass sie sich schnell an die derzeitigen Umstände angepasst haben und spannende Online-Formate entwickeln.“, würdigt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann das Engagement der Oldenburger Kulturszene. „Neben dem Spendenaufruf und anderen Initiativen ist das ein weiterer Baustein, um freie Kulturschaffende und Kulturinstitutionen zu unterstützen und weiter sichtbar zu machen.“

In Kooperation mit der Oldenburger Tourismus und Marketing GmbH (OTM) und unterstützt vom Lokalsender Oldenburg eins hat die Stadt Oldenburg die Kultur- und Kreativszene aufgerufen, in den nächsten Wochen Programme gezielt für die sozialen Medien zu entwickeln und vorhandene Aktivitäten auch auf den Kulturschnack-Kanälen bereitzustellen. Der Kulturschnack ist eine Plattform für Oldenburger Kultureinrichtungen, die bereits seit 2018 von der OTM betrieben wird und insbesondere von den drei städtischen Museen, den beiden Landesmuseen und dem Oldenburgischen Staatstheater bespielt wird. In diesen Tagen, in denen das öffentliche Kulturleben zum Erliegen kommt, erfährt das Portal eine ganz neue Aktualität.

Der Kulturschnack ist in den sozialen Medien abzurufen unter www.facebook.com/kulturschnack und www.instagram.com/kulturschnack sowie über die Hashtags #Kulturschnack und #KreativerWIRus.
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Schnelle Hilfe für in Not geratene Kulturszene

08.04.2020 09:37 Uhr

Stiftungen und Stadt starten Spendenaufruf – Konto eingerichtet

Auch Oldenburg befindet sich derzeit im Notbetrieb: Das öffentliche Leben ist im Zuge der Corona-Krise stark eingeschränkt, und wir müssen unsere sozialen Kontakte auf das Nötigste reduzieren. Die Kultur hat besonders unter diesen Einschränkungen zu leiden: Projekte werden abgesagt, Programme gestrichen, Engagements beendet. Viele Kreative und Kulturschaffende sind selbständige Freiberuflerinnen und Freiberufler, und die meisten Kultureinrichtungen sind Kleinstbetriebe.

Angesichts der existenziellen Nöte unserer Kulturschaffenden rufen jetzt die Oldenburger Bürgerstiftung, die Marius Eriksen Stiftung, die Justin-Hüppe-Stiftung sowie die Stadt Oldenburg dazu auf, die Kulturszene unserer Stadt durch Spenden zu unterstützen. Die eingenommenen Gelder sollen möglichst schnell an die Oldenburger Kulturinstitutionen und freien Kulturschaffenden verteilt werden. Federführend ist die Oldenburger Bürgerstiftung, die zum Zweck der Förderung ein Spendenkonto eingerichtet hat. Die Stiftungen freuen sich über die ausgeprägte Hilfsbereitschaft der Oldenburgerinnen und Oldenburger. Viele würden die Notlage erkennen und das Bedürfnis haben, etwas zu tun.
 
Dieses Engagement wird auch im Rathaus positiv aufgenommen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankt den Bürgerstiftungen, dass sie in dieser Ausnamesituation gesellschaftliche Verantwortung übernehmen: „In der Verwaltung loten wir sämtliche Möglichkeiten aus, um schnell und unbürokratisch zu helfen, allerdings stoßen wir hier und da an formale Grenzen. Deshalb ist es überaus hilfreich, wenn sich private Akteure wie die Bürgerstiftungen engagieren. Ich danke allen herzlich dafür!“

Wer die Oldenburger Kulturlandschaft aktiv unterstützen möchte, kann dies ab sofort über die Bankverbindung der Oldenburger Bürgerstiftung tun:

Norddeutsche Landesbank
DE44 2905 0000 3001 3940 06
Verwendungszweck: „Kulturspende“

Spendenbescheinigungen werden selbstverständlich ausgestellt. Rückfragen beantwortet das Stiftungsbüro dienstags und donnerstags zwischen 8.30 und 12.30 Uhr unter der Telefonnummer 0441 50501613 oder per E-Mail an info@oldenburger-buergerstiftung.de.

Über die Verteilung der Spendengelder wird ein Gremium aus den Erstunterzeichnenden des Spendenaufrufes unbürokratisch entscheiden. Die Anträge sind bei der Bürgerstiftung unter oben genannter E-Mail-Adresse zu stellen.


Die Erstunterzeichnenden sind:
 · Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg
 · Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur, Museen und Sport, Stadt Oldenburg
 · Christian Firmbach, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters
 · Christoph Sahm, Geschäftsführer der ise GmbH Oldenburg
 · Pavel Möller-Lück, Direktor des Theaters Laboratorium
 · Dietmar Schütz, Vorsitzender der Oldenburger Bürgerstiftung
 · Renate Ericksen, Geschäftsführung Ericksen Stiftung
 · Dieter Boll, Vorstand der Justin-Hüppe-Stiftung
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Mit Mut aus der Krise: „Jetzt erst recht!“

01.04.2020 16:30 Uhr

Stadt Oldenburg vergibt zum dritten Mal Fördermittel für innovative Kulturprojekte

Noch befindet sich das Oldenburger Kulturleben im festen Griff der Corona-Pandemie. Doch eines steht bereits fest: Es gibt eine Zeit danach. Wenn die Einschränkungen und Verbote erstmal gelockert sind, wird die Kultur wieder durchstarten. Damit diese Phase möglichst spannend und inspirierend wird, schreibt die Stadt Oldenburg nun erneut 40.000 Euro für innovative Kulturprojekte aus. „Unser Zuschuss ist kein Wagniskapital“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Die bisherigen Projekte haben überrascht und überzeugt, bereichert und bewegt. Das soll so weitergehen.“

Die Premiere dieses Ansatzes im Jahr 2018 war ein mutiges Experiment, die zweite Auflage eine gelungene Fortsetzung – jetzt folgt der nächste Schritt: „Nach drei Jahren wird es Zeit, der bisherigen Versuchsanordnung festere Formen zu verleihen“, erklärt Kulturamtsleiterin Christiane Cordes. „In Zukunft läuft die Antragsfrist immer vom 1. Januar bis zum 30. April. Die Entscheidungen fallen in der Mai-Sitzung des Kulturausschusses, so dass alle zum zweiten Halbjahr loslegen können.“ Und das Kind bekommt auch endlich einen Namen: „MACH|WERK – Oldenburgs Fonds für innovative Kulturprojekte“.

In diesem Jahr erfolgt die Ausschreibung ein letztes Mal nach altem Muster im Anschluss an die Genehmigung des städtischen Haushalts. Der Zeitpunkt inmitten der Krise ist günstiger als es zunächst scheint: „Viele Akteurinnen und Akteure im Kulturbereich nutzen die aktuelle Phase für Konzept- und Projektskizzen, nun gibt es zusätzliche Spielräume für besonders innovative Ansätze. Ganz nach dem Motto: Jetzt erst recht!“, freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Unverändert bleibt die Zielgruppe: Die Ausschreibung richtet sich bevorzugt – aber nicht ausschließlich – an junge Kulturakteurinnen und Kulturakteure, Kreative sowie Querdenkerinnen und Querdenker zwischen 18 und 35 Jahren. Einschlägige Vorerfahrungen sind nicht nötig.

Konzepte für die „MACH|WERKe“ können mit einem groben Kosten- und Finanzierungsplan bis zum 31. Mai im Kulturbüro (Peterstraße 23 oder Postfach, 26105 Oldenburg) eingereicht werden. Die Realisierungsphase läuft im Anschluss etwa ein Jahr bis zum Sommer 2021. Bis dahin sollte sich der Griff der Pandemie längst gelockert haben und die Kultur wieder ein spannender, inspirierender und innovativer Bestandteil des Oldenburger Alltags sein.
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Landesbibliothek Oldenburg öffnet Zugang zu allen elektronischen Medien

01.04.2020 16:23 Uhr
Die Landesbibliothek Oldenburg ermöglicht während der Schließung kostenlosen Zugang zu allen digitalen Medien. Sie bietet elektronische Sach- und Fachliteratur für ein breites Interessensspektrum. Über aktuelle Entwicklungen informiert seit heute ein Newsletter.

Die LBO stellt in ihrer digitalen Bibliothek mehr als 12.000 lizensierte E-Books und über 5.400 Fachzeitschriften und Datenbanken zur Verfügung. Darunter befinden sich auch alle aktuellen E-Books der Verlage Vandenhoeck & Ruprecht, Campus und Beltz, C.H. Beck sowie Steiner. Diese umfangreiche elektronische Sach- und Fachliteratur ist nicht nur für Studierende und Wissenschaftler interessant. Gerade Familien können sich in Zeiten geschlossener Schulen viele Anregungen holen, wie z.B. das E-Book von Andreas Gold „Lesen kann man lernen. Wie man die Lesekompetenz fördern kann“. Hinzu kommen 18.400 Volltextdatenbanken, Portale und Nachschlagewerke verschiedenster internationaler Verlage, die durch die Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von den wissenschaftlichen Bibliotheken zugänglich gemacht werden. Diese und noch viele weitere, frei verfügbare elektronische Medien sind im Online-Katalog ORBISplus zu finden.

„Um Zugang zu allen elektronischen Medien der Landesbibliothek zu haben, ist eine Registrierung erforderlich“, erläutert Bibliotheksleiterin Corinna Roeder. „In Abstimmung mit dem Wissenschaftsministerium kann die Landesbibliothek jetzt während der Schließzeit ein befristetes, kostenloses Online-Zulassungsverfahren für alle Einwohner Niedersachsens und Bremens anbieten. Auch unseren Verlagen und Online-Anbietern danke ich herzlich für dieses Entgegenkommen in der Coronakrise.“

Um über aktuelle Entwicklungen und besondere Angebote zu informieren, hat die Landesbibliothek außerdem erstmals einen Newsletter eingerichtet. Schwerpunkt der ersten Ausgabe sind zahlreiche Tipps, wie man digitale Medien und aktuelle Serviceangebote der Landesbibliothek optimal für seine Arbeit und seine persönlichen Interessen nutzen kann. Sobald wie möglich wird die LBO über den Newsletter auch über die Wiedereröffnung und über die neuen Termine für Ausstellungen und Veranstaltungen informieren. Den Newsletter können Sie über die Homepage der Landesbibliothek abonnieren: www.lb-oldenburg.de

· Online-Katalog ORBISplus: https://plus.orbis-oldenburg.de

· Digitale Bibliothek: https://www.lb-oldenburg.de/digitale_bibliothek/e_medien.htm

· Online-Zulassungsverfahren: https://www.lb-oldenburg.de/vereinfachteszulassungsverfahren.pdf
 

Auskunft:
telefonisch: (0441) 505018-20, Mo – Fr 9.00-17.00 Uhr

e-mail: lbo@lb-oldenburg.de

Homepage Landesbibliothek Oldenburg: www.lb-oldenburg.de
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Balkonkonzerte und Aufführungen vor Pflegeeinrichtungen

31.03.2020 10:36 Uhr

Stadt sucht freiberufliche Künstlerinnen und Künstler für Pilotprojekt

Das Leben in der Stadt Oldenburg hat sich in den vergangenen Tagen stark gewandelt. Durch die Corona-Krise sind soziale Kontakte auf ein Minimum beschränkt und kulturelle Veranstaltungen wurden abgesagt. Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg startet nun eine Initiative. Mit einem Pilotprojekt soll auch in Zeiten von Corona hochwertige Kunst und Kultur für Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen zugänglich sein.

Für das Projekt sucht das Kulturbüro professionelle freie Künstlerinnen und Künstler, die bereit sind, in Innenhöfen oder Gärten der beteiligten Einrichtungen etwas aufzuführen. Denkbar sind musikalische Darbietungen, aber auch Pantomime, Schauspiel, Tanz und Akrobatik – also alle Künste, die optisch und akustisch auch aus der Distanz einem Publikum dargeboten werden können. Außerdem werden interessierte Einrichtungen gesucht, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner von ihren Fenstern oder Balkonen aus die künstlerischen Darbietungen verfolgen können.

Bedingung für die Aufführungen ist natürlich, dass die derzeitigen Anordnungen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der Künstlerinnen und Künstler eingehalten werden können. Maßgeblich hierfür ist die Allgemeinverfügung des Landes Niedersachsen zur Beschränkung sozialer Kontakte. Das Kulturbüro steht dabei in engem Kontakt mit den zuständigen Ämtern, wie dem Gesundheitsamt, und den Einrichtungsleitungen.

Interessierte können sich bei Christiane Maaß, Kulturbüro der Stadt Oldenburg, per Telefon unter 0441 235-2319 oder per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de melden. Gefördert werden die Balkonkonzerte und Freiluft-Aufführungen zunächst aus Mitteln der Kulturellen Bildung und Teilhabe. Weitere Förderer und Finanzierungsmöglichkeiten werden gesucht.

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Kostenlose Onlineanmeldung für die Onleihe, Schülertrainings und Medientipps

27.03.2020 16:32 Uhr
Die Stadtbibliothek Oldenburg erweitert in der aktuellen Situation der Coronakrise ihre Angebote und baut die Onlineangebote aus. Ab sofort ist eine kostenfreie Onlineanmeldung für Neukundinnen und Neukunden zur Nutzung der Onleihe und der Brockhaus-Schülertrainings möglich. Zusätzlich stehen für Eltern Tipps für die Mediennutzung von Kindern als Unterstützung während der Corona-Krise bereit.

„Wir erweitern unsere Serviceangebote ganz bewusst und gezielt, schließlich sind jetzt sehr viele Menschen zu Hause und suchen Informations- und Kontaktmöglichkeiten. Gerade die Digitalisierung bietet da viele Chancen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Ab sofort können Neukundinnen und Neukunden sich über www.stadtbibliothek-oldenburg.de kostenlos für die digitale Ausleihstelle „Onleihe“ anmelden. Die Onleihe kann dann bequem von zuhause genutzt werden, um eBooks, eMagazines und eAudios auszuleihen und direkt zu nutzen. Das Angebot ist befristet bis zum 31. Mai 2020 und nur für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oldenburg sowie der anliegenden Landkreise Oldenburg, Ammerland und Wesermarsch gültig. Der Medienbestand der Onleihe wird aktuell verstärkt ausgebaut.

Zusätzlich sind auf der Webseite die Angebote der Brockhaus Enzyklopädie um kostenlose Brockhaus-Schülertrainings erweitert worden. Auch dafür lässt sich die aktuell kostenfreie Onlineanmeldung nutzen. Die Schülertrainings können von zu Hause für die Klassen 5 bis 10 eingesetzt werden und eignen sich aufgrund des modularen Ansatzes für alle Schulformen. Darin enthalten sind Übungsmaterialien mit direktem Feedback für die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch und Latein.

Darüber hinaus stehen für Eltern Tipps für die Mediennutzung von Kindern auf der Webseite bereit. Welche Inhalte kann ich meinem Kind zeigen und wo informiere ich mich darüber? Welche Sicherheitseinstellungen kann ich am Tablet oder Smartphone vornehmen? Wie kann ich digitale Medien kreativ und sinnvoll einsetzen? Antworten auf diese und weitere Fragen sind auf der Webseite zu finden.

Kundinnen und Kunden mit einem bereits bestehenden Bibliothekskonto können die genannten Services weiterhin wie gewohnt nutzen. Bei Fragen ist die Stadtbibliothek Oldenburg montags bis freitags von 11 bis 16 Uhr telefonisch unter 0441 235-3021 erreichbar. Alle weiteren, die Schließungszeit betreffenden Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden. Dort können auch Funktionen, die das eigene Bibliothekskonto betreffen, online erledigt werden: Gültigkeit des Bibliotheksausweises verlängern, Liste der entliehenen Medien einsehen und die Verlängerung von Leihfristen.
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Nutzung elektronischer Medien vereinfacht in Zeiten außergewöhnlicher Umstände

27.03.2020 10:22 Uhr
Damit Interessierte während der Schließung der Landesbibliothek Oldenburg (LBO) so gut wie möglich wissenschaftlich arbeiten können, verzichtet die LBO vorübergehend auf die grundsätzlich persönlich vorzunehmende Anmeldung und bietet die Möglichkeit, sich online für die Bibliotheksbenutzung zu registrieren. Nach erfolgreicher Zulassung kann man das Online-Angebot inklusive E-Books auch von zuhause aus aufrufen.

Die Landesbibliothek Oldenburg bietet aufgrund der außergewöhnlichen Umstände im Zusammenhang mit der Coronakrise vorübergehend ein vereinfachtes Online-Zulassungsverfahren zur Benutzung an. Dieses Verfahren gilt nur für Interessierte mit dem Hauptwohnsitz in Niedersachsen bzw. Bremen und für Angehörige der Universität Oldenburg und der Jade Hochschule. Das erworbene Benutzerkonto ist zunächst bis zum 30. April 2020 befristet.

Weitere Informationen zum vereinfachten Verfahren sowie das Online-Anmeldeformular stehen auf der Homepage der Landesbibliothek Oldenburg, www.lb-oldenburg.de.

Mit der Benutzernummer und dem zugehörigen Kennwort können im Online-Katalog ORBISplus alle E-Books und elektronischen Dokumente aufgerufen werden, die die Landesbibliothek Oldenburg lizensiert hat. Von besonderem Interesse für Studierende, Lehrende und Schüler dürften dabei die aktuellen E-Books der Verlage Vandenhoeck & Ruprecht, Campus und Beltz, C.H. Beck sowie Steiner sein. Weitere Informationen zum elektronischen Angebot auf der Homepage und über den Online-Katalog https://plus.orbis-oldenburg.de.

Vereinfachtes Online-Zulassungsverfahren zur Benutzung der Landesbibliothek Oldenburg

Informationen unter
www.lb-oldenburg.de
telefonisch: (0441) 505018-20, Mo – Fr 9.00-17.00 Uhr
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Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück geht in 2020 neue Wege

27.03.2020 10:12 Uhr

Planungsteam blickt auf zweite Jahreshälfte – Dezentrale Projekte und Aktionen

Das vor zwei Jahren so erfolgreich gestartete „Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück“ wird auch in den kommenden Jahren mit neuen Formaten fortgesetzt. Im März 2018 startete das partizipative Kulturereignis im Stadtteil Kreyenbrück und gipfelte in einem zehntägigen Festival im Juni 2018 mit über 3.000 Besucherinnen und Besuchern. Ein Jahr später war „Farbenfroh“ als Kooperationspartner beim Kreyenbrücker Stadtteilfest mit der Organisation eines Bühnenprogramms beteiligt.

Nun arbeitet das gegenwärtig neunköpfige Planungsteam ein neues Format für 2020 und die folgenden Jahre aus. Der Grundgedanke bleibt: Es gilt zu zeigen, dass der Stadtteil durch kulturelle Vielfalt, Offenheit und Toleranz geprägt und dadurch attraktiv ist. Und neben dem Sichtbarmachen der bereits vorhandenen Kultur in Kreyenbrück sollen auch Kulturangebote in den Stadtteil geholt werden, die sonst eher im Stadtzentrum zu finden sind. Grundsätzlich soll künftig mindestens alle zwei Jahre an einem oder zwei Festival-Tagen ein umfangreiches Kulturprogramm in Kreyenbrück stattfinden.

Im Jahr 2020 geht das „Farbenfroh Festival Kreyenbrück“ neue Wege. Es wird kein Festival en bloc geben, sondern diverse dezentrale Projekte und Aktionen, die zu verschiedenen Zeiten aufgeführt und veröffentlicht werden. So ist eine Beteiligung an den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der IGS Kreyenbrück in Form eines umfangreichen Bühnenprogramms vorgesehen – mit dem Höhepunkt eines Konzerts der Oldenburger Weltmusik-Formation „Global Music Player Allstars“.

Zu den dezentralen Projekten gehört „Das Tipi“ – Kunst als soziale Skulptur im öffentlichen Raum. Das Projekt ist bereits mit großer Resonanz gestartet. In Planung ist eine „Performance im öffentlichen Raum – Theater zwischen den Häusern“. In Zusammenarbeit mit der Tänzerin Antje Rose und in Kooperation mit dem Verein Jugendkulturarbeit soll mit Jugendlichen aus dem Stadtsüden eine Tanztheaterperformance erarbeitet werden, die zwischen den Häusern an einer Kreyenbrücker Straße aufgeführt wird. Dazu erkunden die Jugendlichen unter professioneller Anleitung den Stadtteil und erarbeiten ortsbezogen Geschichten, aus denen sie die Performance entwickeln. In Kooperation mit dem Medienbüro Oldenburg wird an einem lauen Sommerabend und (hoffentlich) unter Sternenhimmel ein Film für Erwachsene an einer Häuserwand gezeigt. Für Kinder ist eine Filmvorführung an einem ungewöhnlichen Ort, zum Beispiel auf einem Dachboden, geplant.

Ein inklusives Hörspiel-Theater tritt in der Aula der Grundschule Kreyenbrück auf. „Der Regenbogen, der auf einen Zebrastreifen fiel“ ist ein interaktives Hörspiel-Theater-Kunst-Projekt. Inklusive Gruppen entwickeln über mehr als ein Jahr eine Geschichte, die in mehreren Strängen am Ende auf der Bühne in Form von bildender Kunst, Musik, Theater und Hörspiel zusammenkommt. Kooperationspartner für dieses Projekt ist das Blauschimmel Atelier.

Ein wichtiger zusätzlicher Baustein ist ein halbtägiger Beteiligungs-Workshop zum Thema „Kulturelle Partizipation“ mit Multiplikatorinnen und Mulitplikatoren aus den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales im Stadtteil, die im Arbeitskreis Kreyenbrück organisiert sind. Der Arbeitskreis ist von Anfang an eng in die Planung der Farbenfroh-Aktivitäten einbezogen worden. Bevor wieder ein größeres Festival auf die Beine gestellt werden soll, möchte die Planungsgruppe die Akteure im Stadtteil stärker inhaltlich einbeziehen.

Außerdem ist für 2020 beabsichtigt eine Plattform einzurichten, über die die kulturellen Stadtteilaktivitäten gesammelt, gebündelt und so veröffentlicht werden, dass die Informationen möglichst viele Menschen in Kreyenbrück erreichen. Dafür konnte das Stadtteilmagazin „Der Kreyenbrücker“ als Kooperationspartner gewonnen werden.

Was sich von den Planungszielen in diesem Jahr tatsächlich umsetzen lassen wird, ist nun angesichts der aktuellen Coronakrise und deren Folgen auch im kulturellen Bereich mit Fragezeichen versehen. Doch es besteht Hoffnung innerhalb der Planungsgruppe, dass viele der beschriebenen Projekte stattfinden können, auch weil sie erst für die zweite Jahreshälfte vorgesehen sind oder unter Umständen dorthin verschoben werden können.

Trägerverein des „Farbenfroh Kulturfestivals Kreyenbrück“ ist der Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg Süd. Die Projektleitung für 2020 hat Michael Hagemeister übernommen. Der Stamm der Planungs- und Organisationsgruppe des „Farbenfroh Kulturfestivals“ besteht zurzeit aus Sophie Arenhövel (Kulturbüro der Stadt Oldenburg), Jutta Hinrichsen (Gemeinwesenarbeit Oldenburg/Stadtteiltreff Kreyenbrück), Jörg Kowollik (Jugendkulturarbeit e.V.), David Kern und Andreas Feurich (IGS Kreyenbrück), Heike Schaadt und Werner Ufferhardt (freie Mitarbeit), neu dazu kommt Katrin Wiese (Jugendfreizeitstätte Kreyenbrück). Gesichert ist bisher eine Förderung des „Farbenfroh Kulturfestivals 2020“ von der Oldenburgischen Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen und vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg. Zu den weiteren Unterstützern zählen der Stadtteiltreff Kreyenbrück und die IGS Kreyenbrück.

Mehr Infos gibt es im Internet unter www.farbenfroh-festival.de.
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Kino für zuhause

24.03.2020 20:21 Uhr

Das Cine k wird in der Corona-Krise zu Sofa k

Das Cine k präsentiert mit „Sofa k“ ein neues Kinoformat. Auf seiner Homepage stellt das Kino für alle Kinoliebhaber*innen ein kuratiertes Filmprogramm zur Verfügung. Jeden Donnerstag, pünktlich zum Start der Kinowoche, gibt es drei neue Wochenfilmtipps: je einen für die ganze Familie und zwei für Jugendliche und Erwachsene. Die verlinkten Streaming-Plattformen zeigen sich mit dem Cine k solidarisch und geben einen Teil der Einnahmen an das Kino weiter.

Das Cine k unterstützt auch in der Krise Kurzfilmkunst! Normalerweise spielt das Kino vor jedem Wochenfilm einen ausgewählten Kurzfilm. Den aktuellen Wochenkurzfilm gibt es auf der Kino-Homepage. Der Zugang ist frei.

Auf den Social-Media-Kanälen des Kinos werden darüber hinaus regelmäßig weitere Filmtipps geteilt.
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Zum Tod von Dr. Dr. Ummo Francksen

24.03.2020 20:09 Uhr

Städtische Museen und Oldenburger Kulturlandschaft verlieren geschätzten Gesprächspartner und Förderer

Mit großer Trauer hat die Stadt Oldenburg die Nachricht zur Kenntnis genommen, dass Dr. Dr. Ummo Francksen am vergangenen Donnerstag, 19. März, im Alter von 99 Jahren verstorben ist. „Die Stadt hat allen Anlass, mit großer Dankbarkeit auf sein Lebenswerk zu blicken, denn er war ein großer Förderer der Kultureinrichtungen in Oldenburg und der Region“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Francksen lagen insbesondere Theater, Musik und die Bildende Kunst sehr am Herzen. So war er von 1979 bis 1999 Mitglied des Verwaltungsrats des Oldenburgischen Staatstheaters, Mitbegründer des Vereins der Musikfreunde Oldenburg sowie von 1975 bis 1993 Vorsitzender des Oldenburger Kunstvereins. Seit 1965 war Francksen zudem Mitglied der Oldenburg-Stiftung, der heutigen Oldenburgischen Landschaft. Er wurde bereits 1995 mit der Goldenen Stadtmedaille und 2005 mit dem Niedersächsischen Verdienstorden 1. Klasse ausgezeichnet. Stets engagiert hat sich Francksen ebenso für die städtischen Museen: als Gründungsmitglied und gefragter Ansprechpartner sowohl des Vereins der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums als auch des Stadtmuseums Oldenburg.

In besonderem Maße setzte sich Francksen nach dem Tod Horst Janssens im Jahr 1995 für den Bau des Horst-Janssen-Museums in Oldenburg ein. Über Jahre verband ihn eine Freundschaft mit Horst Janssen und es war ihm ein besonderes Anliegen, für den Ehrenbürger der Stadt Oldenburg ein eigenes Museum zu initiieren. „Ummo Francksen war er ein geschätzter Gesprächspartner in all seinen Tätigkeiten, sein Rat war oft genug handlungsleitend. Er war ein in jeder Hinsicht neben seinem Berufsleben engagierter, immer fördernder Kulturfreund, dessen große Liebenswürdigkeit uns fehlen wird“, betonen die Mitarbeiterinnen des Horst-Janssen-Museums und dessen Leiterin, Dr. Jutta Moster-Hoos. Die Stadt Oldenburg sei ihm zu großem Dank verpflichtet. Sein kluger Rat wird in der Zukunft vermisst.

Auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtmuseum Oldenburg bleibt Francksen als gefragter und interessierter Ansprechpartner und Ratgeber in Erinnerung. Als Großneffe des Museumsgründers Theodor Francksen stand er für Fragen rund um die frühe Entwicklung des Stadtmuseums und dessen Umgebung, die er als Kind direkt miterlebt hatte, stets zur Verfügung. Durch verschiedene Objekte aus dem familiären Umfeld von Theodor Francksen, etwa Fotografien der Familie, konnte er zudem die Sammlung des Museums ergänzen. Am 1. Oktober 2020 wäre Ummo Francksen 100 Jahre alt geworden. Anlässlich seines Geburtstages plant das Stadtmuseum die Ausstellung „Analog 66“, in deren Zentrum ein Portrait Francksens steht. Der in Oldenburg lebende Fotograf Stephan Meyer-Bergfeld hat dafür 100 bekannte und unbekannte Oldenburger Persönlichkeiten festgehalten, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Oldenburg – wie Ummo Francksen – geprägt haben und weiterhin prägen.
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Kino für zuhause: Das Cine k wird in der Corona-Krise zu Sofa k!

21.03.2020 18:27 Uhr
Das Cine k präsentiert mit „Sofa k“ ein neues Kinoformat. Auf seiner Homepage stellt das Kino für alle Kinoliebhaber*innen ein kuratiertes Filmprogramm zur Verfügung. Jeden Donnerstag, pünktlich zum Start der Kinowoche, gibt es drei neue Wochenfilmtipps: je einen für die ganze Familie und zwei für Jugendliche und Erwachsene. Auf den Social-Media-Kanälen des Kinos werden ebenfalls regelmäßig weitere Filmtipps geteilt.

Auch für den „Queer Monday“ kommenden Montag, zu dem eigentlich einmal im Monat ein queerer Film gezeigt wird, stellt das Team gerade ein Alternativprogramm für zuhause zusammen. Der Link zum frei zugänglichen Programm „Queer Monday Goes Queer Sofa“ wird am Montagnachmittag auf der Homepage des Kinos veröffentlicht.

Zwar gebe es im Netz viele Filme zur Auswahl, doch man verliere schnell den Überblick, so Marion Fittje, Geschäftsführerin des Cine k. „Daher hatten wir die Idee, einfach ein Programm zusammenzustellen, sodass sich unsere Besucher*innen das Cine k mit seinen ausgewählten Filmen eben aufs Sofa holen können“.

Hier finden Sie uns:
Homepage: www.cine-k.de
Facebook: www.facebook.com/cinekoldenburg
Instagram: @cine_k_oldenburg
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Tipi-Projekt geht trotz Corona weiter

21.03.2020 18:08 Uhr

Einzelteile können per Post zugesandt oder in Briefkästen abgegeben werden

Kunst und Kultur können gerade in herausfordernden Zeiten Sinn stiften, berühren und verbinden. Viele Kultureinrichtungen suchen derzeit kreative Wege, wie trotz Schließung und starker Einschränkung des öffentlichen Lebens Zugänge zu Kunst und Kultur erhalten und neu geschaffen werden können.

Als Anfang März das Projekt „Ein Tipi für Oldenburg“ startete, befand sich die Stadt noch nicht im aktuellen Ausnahmezustand angesichts der Corona-Krise. Die gute Nachricht ist: Am „Tipi“ kann man sich auch von zuhause aus beteiligen! Handarbeiten wie Stricken und Häkeln sind glücklicherweise auch von zuhause aus möglich. Viele Menschen empfinden es gerade jetzt als sinnstiftend, etwas Praktisches und Kreatives tun zu können. Gerade dann, wenn wie beim „Tipi“ aus den Beiträgen vieler Einzelner ein Gesamtkunstwerk entsteht. Gefragt sind ein oder mehrere Quadrate in der Größe von 15 mal 15 Zentimetern. Es gibt keine Vorgaben für die Gestaltung. Die Resonanz auf das Projekt ist groß – viele Menschen melden sich und fragen, wie sie trotz der Einschränkungen des öffentlichen Lebens am Projekt teilnehmen können.

Die beiden Sammelstellen im Kulturbüro, Peterstraße 23, und im Stadtteiltreff Kreyenbrück, Alter Postweg 1, sind bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Eine Abgabe in den Briefkästen an der Eingangstür ist von außen an beiden Sammelstellen jedoch ohne persönlichen Kontakt möglich. Auch der postalische Versand an das Kulturbüro der Stadt Oldenburg (Peterstraße 23, 26121 Oldenburg) ist weiterhin möglich und wird bereits genutzt. Das Kulturbüro ruft Interessierte dazu auf, angesichts der aktuellen Ladenschließungen bis auf Weiteres vorhandene Wollreste aller Art zu verwenden.

Das Projekt „Ein Tipi für Oldenburg“ wird von der Kulturellen Bildung und Teilhabe im Kulturbüro gemeinsam mit dem Stadtteiltreff, der Stadtteilbibliothek sowie der IGS Kreyenbrück organisiert und ist Teil des Farbenfroh Festivals Kreyenbrück. Das Tipi soll zuerst in Kreyenbrück aufgestellt werden und dort als Vorlesezelt und temporärer kultureller Treffpunkt dienen. Anschließend soll es in andere Stadtteile wandern, um die Wertschätzung und Verbundenheit aller Menschen in Oldenburg zum Ausdruck zu bringen.

Aktuelle Informationen zum Stand des Projekts gibt es online unter www.oldenburg.de/kulturelle-bildung.
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OB Krogmann will Kulturschaffenden helfen

18.03.2020 20:33 Uhr

Stadt prüft mehrere Möglichkeiten zur Unterstützung

Um die finanziellen Auswirkungen der Coronakrise für Kulturschaffende abzumildern, prüft die Stadt Oldenburg mehrere Hilfsangebote. Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ergibt sich aus der aktuellen Situation eine klare Verpflichtung, zu helfen: „Schließlich sind zahlreiche kulturelle Einrichtungen gerade durch behördliche Anordnungen geschlossen worden, deshalb müssen wir uns auch um die wirtschaftlichen Folgen kümmern.“ Allerdings werde die Entwicklung von konkreten Hilfsmaßnahmen Zeit brauchen.

„Die Verwaltung registriert die Sorgen und Nöte der Kultur sehr genau. Wir diskutieren bereits, welche Optionen und Instrumente wir haben, um die Situation für die Betroffenen zu entschärfen“, so Krogmann.

Das betrifft nicht nur finanzielle, sondern auch kreative Aspekte. Diese Bemühungen sind von außen noch nicht immer zu erkennen, das Kulturbüro ist aber in einem ständigen Austausch mit den Kulturschaffenden.

Geprüft werde deshalb vom Kulturbüro, ob ohnehin geplante Aufträge vorgezogen werden können. Auch die Möglichkeiten des städtischen Haushaltes werden ausgelotet, immerhin bekommen viele Einrichtungen feste Zuschüsse und haben insofern eine gewisse Basisversorgung.

„Die Coronakrise war bislang vor allem durch die Umsetzung von ordnungspolitischen Entscheidungen geprägt, jetzt kommt es darauf an, die finanziellen Folgen der Krise abzumildern. Ich bin zuversichtlich, dass wir unserer Kultur- und Kreativszene gute Hilfsangebote machen können“, sagt Krogmann.

Außerdem arbeitet die Verwaltung an Maßnahmen, die den Betrieben helfen. Ziel ist es, in den kommenden Tagen auch dazu erste Vorschläge zu erarbeiten.

Gemeinsam mit den Hilfen von Bund und Land leisten die Kommunen damit einen wichtigen Beitrag, die aktuelle Krise in den Folgen abzumildern.
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Coronavirus: Stadt verschiebt Veranstaltungen

10.03.2020 17:55 Uhr

Integrationspreis und Sportlerehrung bekommen neue Termine

Vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Coronavirus-Fälle wird die Stadt Oldenburg einige Veranstaltungen verschieben oder absagen.

Dazu gehören die Vergabe des Integrationspreises am 12. März, die beiden städtischen Sportlerehrungen am 12. und 13. März (werden verschoben) und die Eröffnung der Dauerausstellung im Horst-Janssen-Museum am 15. März (wird abgesagt).

Die Stadt orientiert sich bei diesen Entscheidungen an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Danach sind vor allem Veranstaltungen kritisch zu prüfen, bei denen die Teilnehmenden nicht namentlich bekannt sind und damit mögliche Krankheitsfälle nicht nachverfolgt werden können.

Da der Integrationspreis in der Jugendherberge verliehen werden soll, treffen dort zudem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Preisverleihung auf Gäste aus ganz verschiedenen Regionen.
Deshalb wurde die Preisverleihung vorsorglich abgesagt, ein neuer Termin wird gesucht.

Bei der Sportlerehrung würde der Charakter der Veranstaltung durch die bestehenden Hygiene- und Gesundheitshinweise enorm beeinträchtigt. Händeschütteln und ein intensiver Austausch mit den Sportlerinnen und Sportlern sind danach nämlich zu unterlassen. Deshalb wird auch diese Veranstaltung verschoben.

Enge Räumlichkeiten, wie etwa im Horst-Janssen-Museum, sind ein weiteres Kriterium, Veranstaltungen derzeit nicht stattfinden zu lassen. Dort wird allerdings nur der offizielle Empfang abgesagt, das geplante Begleitprogramm am 15. März findet statt.

Weitere Absagen oder Verschiebungen können folgen.
Die Lage wird von einer internen Arbeitsgruppe täglich neu bewertet.
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Die neueste Masche: Ein Tipi für Oldenburg

10.03.2020 17:51 Uhr

Strick- und Häkelfans sind zum Mitmachen aufgerufen – Zelt aus 1.200 Einzelteilen geplant

„Jeder – egal, wie er gestrickt ist – gehört hinein ins Gesamtgefüge.“ Nach diesem Motto hat die Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck das Kunstprojekt „Das Tipi“ initiiert: Sie lädt Menschen ein, gemeinsam ein Strick-Tipi für den öffentlichen Raum zu erstellen. Hintergrund ist die Urban Knitting Bewegung, eine Form der Streetart, bei der der öffentliche Raum durch Stricken verändert wird. Bislang gibt es weltweit 35 solcher Strick-Tipis – von Kenia über Taiwan, New York, Brüssel, Berlin bis Aurich. Nun soll auch Oldenburg ein Tipi bekommen, das Interessierte mitgestalten können.

Und das geht so: Strick- und Häkelfans fertigen ein oder mehrere Quadrate in der Größe 15 x 15 cm. Es gibt keine Vorgaben für die Gestaltung. Wichtig ist nur, dass die Fäden vernäht werden und Acrylwolle verwendet wird. Ziel ist es, bis zu diesem Sommer 1.200 Quadrate zusammen zu bekommen. Diese werden dann gemeinsam mit der Künstlerin zu einem Tipi verbunden. Sammelstellen für die Quadrate befinden sich im Kulturbüro der Stadt Oldenburg, Peterstraße 23, sowie im Stadtteiltreff und der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück, Alter Postweg 1. Wer selbst weder stricken noch häkeln kann, hat die Möglichkeit, es in einer Gruppe zu erlernen. Gerne können Interessierte das Projekt auch mit einer Wollspende unterstützen.

Das Projekt wird von der Kulturellen Bildung und Teilhabe im Kulturbüro gemeinsam mit dem Stadtteiltreff, der Stadtteilbibliothek sowie der IGS Kreyenbrück für das Farbenfroh Kulturfestival organisiert. Für den Sommer 2020 ist die Einweihung des Tipis als Vorlesezelt und temporärer kultureller Treffpunkt in Kreyenbrück geplant. Anschließend soll das Tipi in andere Stadtteile wandern, um die Wertschätzung und Verbundenheit aller Menschen in Oldenburg zum Ausdruck zu bringen. Das Projekt ist Teil des Farbenfroh Kulturfestivals Kreyenbrück 2020. Dieses wird organisiert von einer Planungsgruppe, bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IGS Kreyenbrück, Gemeinwesenarbeit/Stadtteiltreff Kreyenbrück, von Jugendkulturarbeit e.V., vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg sowie freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Trägerverein ist der Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg Süd. Das Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück 2020 wird gefördert von der Oldenburgischen Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen.

Weitere Infos zur Teilnahme gibt es bei Sophie Arenhövel (Kulturbüro, Telefon 0441 235-3062), Jutta Hinrichsen (Stadtteiltreff Kreyenbrück, Telefon 0441 235-3292) oder Anne Düser (Stadtteilbibliothek Kreyenbrück, Telefon 0441 235-4280) sowie im Internet unter www.oldenburg.de/kulturelle-bildung.
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Frisch aus dem Druck: InForum veröffentlicht neues Programmheft

06.03.2020 18:11 Uhr

Anmeldungen zu Kursen und Veranstaltungen ab 19. März möglich

Auch in diesem Jahr bietet die Kultur- und Bildungseinrichtung inForum wieder ein vielfältiges Programm an. Damit Interessierte einen Überblick bekommen, liegt ab Mittwoch, 11. März, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, sowie in weiteren öffentlichen Einrichtungen im Stadtgebiet das neue Programmheft aus. Die Übersicht gibt es auch im Internet unter www.oldenburg.de/inForum.

Im Programm des inForums finden sich für das kommende Halbjahr wieder vielfältige Veranstaltungen. So berichtet beispielsweise Dr. Henning Scherf im Erzählcafé über das Thema „Im Alter gemeinsam leben statt einsam sein“. Ebenfalls im Juni hält Ingo Espenschied wieder einen spannenden Dokulive-Vortrag mit dem Thema „Schuman-Plan – 70 Jahre Europäische Union“. Auch in Kooperation mit anderen Akteuren bietet das inForum wieder einige Veranstaltungen an. Anlässlich der Oldenburger Inklusionswoche im Mai wird der Film „Alles außergewöhnlich“ gezeigt, der Einblicke in die Arbeit mit autistischen Jungen gibt. Außerdem lädt die Jade Hochschule zu einer Besichtigung der Hochschule ein. Auch beliebte Angebote wie der Offene Computertreff und das Kaffee-Kuchen-Kino finden erneut statt.

Anmeldungen für das Kurs- und Veranstaltungsangebot sind ab Donnerstag, 19. März, ab 10 Uhr über das ServiceCenter per Telefon unter 0441 235-4444 sowie im Internet unter www.oldenburg.de/inforum-anmeldung möglich. Weitere Informationen gibt es bei der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Die Fachstelle ist per Telefon unter 0441 235-3216 sowie per E-Mail an inforum@stadt-oldenburg.de erreichbar.
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Jetzt können die „Alten“ es den „Jungen“ mal richtig zeigen!

06.03.2020 10:56 Uhr

Das Zentrum für Jugendkultur Cadillac sucht Vinyl- und Analog-Equipment-Spenden für ein besonderes Jugend-Projekt

Das Zentrum für Jugendkultur Cadillac und das Cadillac-Bandhaus der Stadt Oldenburg planen in diesem Frühjahr neben den Konzerten auch ein ganz besonderes Jugend-Projekt.

Das Cadillac steht bereits seit einigen Jahren nicht mehr ausschließlich für die klassische Jugendkultur, sondern versteht sich darüber hinaus auch als Generationen-verbindend. So kam es in den letzten Jahren dazu, dass im Bereich der Jugendarbeit im Cadillac Café der Plattenabend eingeführt wurde. Zum einen mit der Intention das Café real und analog von der ständig präsenten Internet- und Smartphone-Präsenz zu entschleunigen, und die Jugendlichen mit dem Medium der analogen Schallplatte in Kontakt zu bringen. Aber dadurch auch wieder eine Wertschätzung der Musik gegenüber entstehen zu lassen, welche durch Streaming-Dienste und Massen-Downloads in den vergangenen Jahren stetig abgenommen hatte. Ein weiterer Punkt für diese Idee war auch die aus dem bewussten Hören entstehende „neue“ Art der direkten realen Kommunikation miteinander.

Was anfänglich wie eine verrückte Idee klang, entpuppte sich schnell als Brutstätte der Neugier. Fragen wie „Wie macht man denn bei einer Platte den nächsten Song an?“ „Man kann die umdrehen?“ „Wie macht man denn eine Platte sauber?“ bis hin zu „Welche Boxen kann man an welchen Verstärker anschließen, und welche Kabel sind die besten?“ „Mein Papa hat noch einen alten Plattenspieler auf dem Dachboden, kann man den noch reparieren, und wenn ja, wie?“ „Wieso eigentlich 33 1/3?“ waren hier keine Seltenheit.

Dazu kam das durchaus unerwartete Interesse an der „alten Rockmusik“  von früher und die Begeisterung dafür. Über die Zeit gesellten sich zu den Jugendlichen dann auch immer wieder „alte Hasen“ mit ihren Platten und Geschichten im Gepäck, was wiederum für interessante Gespräche und regen Austausch sorgte.

Aus dieser ganzen Konstellation und dem Erfolg, dass das Smartphone für ein paar Stunden tatsächlich zur absoluten Nebensache wurde, wuchs der Gedanke, dass man hier mehr tun müsse. Einige Jugendliche haben nicht das Geld für eine hochwertige Anlage oder Boxen und einen Schallplattenspieler, andere haben defekte Bausteine von ihren Eltern, wieder andere hungern nach mehr von der „alten Musik“.

Und so wurde aus dem Gedanken eine Idee und der Slogan: „Jetzt können wir „alten“ es den „Jungen“ mal wirklich zeigen!

Das Cadillac richtet sich somit hier an die Generation „Beat-Club“, diejenigen, die in den 60er und 70er Jahren ihre Leidenschaft zur Rockmusik in ihren unzähligen Varianten und Auswüchsen entdeckten. Diejenigen, die noch mit drei Fernsehprogrammen groß geworden sind, von denen mindestens das Dritte immer „voll verschneit“ gewesen ist. Diejenigen, die nur darauf warteten, dass der Musikladen mit Peter Sexauer, der Beat-Club mit Uschi Nerke, die Plattenküche mit Frank Zander oder Illja Richters Disco liefen, während die Eltern sich auf Peter Frankenfeld und Theo Lingen freuten.

In dieser Zeit, als man das erste Mal Bands wie Led Zeppelin, The Who, Pink Floyd, Yes, Gentle Giant hörte, und die Rolling Stones und Black Sabbath für handfeste Skandale sorgten, die einem Zuhause Stubenarrest einbrachten, wenn man es wagte diese „Hottentotten-Musik“, wie die Eltern sie damals häufig politisch unkorrekt nannten, überhaupt nur zu erwähnen. Wer damals einen Plattenspieler hatte war der König der Clique, und wer die größte und lauteste Anlage hatte, bei dem stiegen dann die besten und wildesten Partys.

Diejenigen, die sich jetzt gerade mit einem kleinen Lächeln im Gesicht erinnern, sollten sich angesprochen fühlen!  Irgendwo auf dem Dachboden oder im Keller stehen sicher noch die alten Scheiben eingestaubt herum, der Plattenspieler ohne Nadel oder kaputtem Riemen daneben, und irgendwo dahinten in der Ecke sind doch noch die alten Boxen mit dem verstaubten Verstärker. „Irgendwann hole ich das wieder raus, zum Wegwerfen ist das viel zu schade, und überhaupt die ganzen Erinnerungen, die daran hängen…“

Das sind doch die Gedanken, die einem dann immer wieder durch den Kopf gehen, wenn man alle Jahre wieder die Weihnachtskeksdosen vom Speicher holt. Und dann staubt es doch nur wieder weiter ein. Aber damit kann nun Schluss sein, denn nun kann man damit etwas Gutes tun! Man kann diese Dinge dem Cadillac spenden, damit die junge Generation daraus wieder selbst tolle neue Erinnerungen schaffen kann.

Im Cadillac lernen sie, wie man die Elemente repariert, pflegt und wertschätzt, und dann damit einem bis dahin vielleicht unbekannte Musik selbst neu entdecken kann.

In diesen Zeiten gibt es kaum etwas Schöneres als junge Leute zu sehen, die enthusiastisch einen Plattenspieler selbst reparieren, Boxen selbst bauen wollen, um dann im Schneidersitz mit der Plattenhülle auf den Knien davor zu sitzen und neugierig mit dem beginnenden Knistern auf die ersten Töne einer ihnen vermeintlich bisher unbekannten Band zu lauschen….und das ganz ohne Handy…vollkommen entschleunigt und konzentriert auf das was da zu hören sein wird.

Und somit soll das Ziel sein die Jugendlichen mit dem notwendigen (selbst reparierten und instand gesetztem) Equipment und einem kleinen aber feinem Vinyl-Paket für Zuhause als „Start up“ auszustatten.

Wer sich hier an sich selbst erinnert fühlt und dieses einzigartige Gefühl weitergeben möchte, der- und diejenige sollte mal einen Blick in den Keller und auf den Dachboden werfen, ob dort nicht vielleicht noch irgendetwas schlummert, was man dem Cadillac spenden könnte, damit dort gemeinsam mit den Jugendlichen eben diesen Dingen wieder neues Leben eingehaucht werden kann. Dabei ist es egal, ob es eine alte noch verpackte Plattennadel, eine ganze Anlage, oder ein paar Schallplatten sind. Und wer dabei noch die eine oder andere Geschichte mit im Gepäck hat ist natürlich auch beim all-Donnerstäglichen Plattenabend ab 16 Uhr ebenso herzlich willkommen.

Das Cadillac bietet aber auch die Möglichkeit die Spenden abzuholen. Hierzu reicht es bereits einfach unter 0441 235 3800 anzurufen, oder eine Mail mit einer Telefonnummer und dem Betreff „Plattentüdelei“ an cadillac(@)stadt-oldenburg.de zu senden. Falls eine Spendenbescheinigung benötigt wird, kann diese über den Cadillac-Förderverein ausgestellt werden.
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Landesmuseum baut Kooperation mit Tansania aus

27.02.2020 18:02 Uhr

Auf den Spuren Oldenburger Sammlungen aus der Kolonialzeit

Mit einem Tansania-Aufenthalt im März beginnt im Forschungsprojekt „Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen“ (PAESE) am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg eine neue Phase intensiven internationalen Austausches zum kolonialen Erbe. Im Fokus steht eine Sammlung von über 1000 Objekten aus dem Gebiet des heutigen Tansanias.

Jennifer Tadge, Doktorandin bei Prof. Dr. Dagmar Freist vom Institut für Geschichte, Universität Oldenburg und Mitarbeiterin des Oldenburger Teilprojekts, wird im März in Tansania mit Kolleg*innen verschiedener Museen über Kooperationsmöglichkeiten und Perspektiven für einen intensiveren Dialog sprechen. Archivrecherchen vor Ort sollen zudem einen tieferen Einblick in die Herkunftsgeschichte der Tansania-Sammlung des Landesmuseums ermöglichen. Zusätzlich nimmt die Doktorandin an der Konferenz „Beyond Collecting: New Ethics for Museums in Transition“ in Dar es Salaam teil. Dort kommen internationale Expert*innen zusammen, um über den Umgang mit dem kolonialen Erbe sowie über Fragen der Restitution und der Einbindungen verschiedener Communities in zukünftige Prozesse zu sprechen. „Auf dem Programm der Konferenz steht auch der Umgang mit naturkundlichen Sammlungen aus kolonialen Kontexten, ein Thema, das uns als Mehrspartenhaus zukünftig stärker beschäftigen wird“, stellt Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke fest.

Das niedersächsische Verbundprojekt „PAESE“ ist im September 2018 gestartet. Das Oldenburger Teilprojekt untersucht die Herkunft – die Provenienz – und die Erwerbsumstände der ethnologischen Objekte aus kolonialen Kontexten.

Durch die Zusammenarbeit mit Gastwissenschaftler*innen aus Kamerun, Tansania und Papua-Neuguinea, den Herkunftsländern seiner Objekte, hatte das Landesmuseum im letzten Jahr den Grundstein für die Ausrichtung seiner Arbeit an der ethnologischen Sammlung gelegt. Wie sind Objekte wie Kopfschmuck, Waffen und Alltagsgegenstände ins Museum gelangt? Die Provenienzforschung im Rahmen des Projekts bildet den Ausgangspunkt für weitere Prozesse.

„Wir nehmen die Anregungen der Gastwissenschaftler*innen sehr ernst und wollen erste Änderungen im Umgang mit der Sammlung direkt angehen“, sagt Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke. „Neben einer Vitrine im Bereich der Cafeteria, die immer aktuell die Projektergebnisse zeigt, sollen erste Ergebnisse noch in diesem Jahr auch in der Dauerausstellung sichtbar werden“.

Im Sommer 2020 wird ein weiterer Besuch von internationalen Gastwissenschaftler*innen in Oldenburg erwartet, um die begonnenen Kooperationen zu vertiefen. 
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Mahnwache am Lefferseck

21.02.2020 20:02 Uhr
Rund 400 Menschen fanden sich am Freitag, 21. Februar, um 18:00 Uhr zu einer Mahnwache anlässlich des rassistischen Anschlags von Hanau zwei Tage zuvor. Initiiert wurde die spontane Versammlung am Leffers-Eck von den beiden Pastorinnen Brigitte Gläser und Anja Kramer, die folgende Botschaft damit vernüpfen:

„Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen. Keine Instrumentalisierung des Anschlags! Diese ist aktuell bei jenen zu beobachten, die als Verantwortliche einer unsozialen und staatsfeindlichen Kürzungspolitik auch ein Gutteil der Verantwortung für eine verunsicherte gesellschaftliche Stimmung tragen. Eine Stimmung der Vereinzelung und der Abstiegsängste, die durch Anschläge von Rechtsterroristen und Psychopathen begünstigt. Die Hetze von AfD-Personal ist eher als Symptom denn als Ursache zu beschreiben. Die verbale AfD-Aggression trifft auf tiefgreifende und massenhaft gesellschaftliche Erschütterungen, die durch eine radikal das neoliberale Politik u immer unkritischer werdende Medienlandschaft in den letzten Jahrzehnten angerichtet wurde.

So werden so wichtige Tugenden wie Empathie, Solidarität u Großzügigkeit in einem reichen Land wie diesem permanent diskreditiert, ja mit Füßen getreten.“
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Carolin Emcke erhält Carl-von-Ossietzky-Preis 2020

20.02.2020 20:57 Uhr
Die Stadt Oldenburg würdigt die Publizistin Dr. Carolin Emcke mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik. Die 52-Jährige erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung aufgrund des einstimmigen Votums einer unabhängigen Jury. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wird ihr den Preis, der von der Stadt in Erinnerung an Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky alle zwei Jahre vergeben wird, am Mittwoch, 27. Mai, im Rahmen eines Festaktes in Oldenburg verleihen.

Carolin Emcke, promovierte Philosophin, ist eine international geachtete Intellektuelle, die sich als erfahrene Kriegsreporterin, Autorin, Kuratorin und Moderatorin kritisch zu aktuellen Themen der Gegenwart positioniert. Die mehrfach ausgezeichnete Publizistin, die sich gegen Hetze, Rassismus und Antisemitismus engagiert, wurde unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und zuletzt mit dem Brückenpreis der Stadt Regensburg geehrt.

Die Jury für die Vergabe des Carl-von-Ossietzky-Preises schreibt in ihrer Begründung: „Ob als Kriegsreporterin oder als Essayistin und literarische Philosophin in einer Gesellschaft im Umbruch – Carolin Emcke tritt der offenen oder versteckten Gewalt seit Jahren als engagierte Stimme der Aufklärung und Humanität entgegen. Sie lässt sich nicht einschüchtern, sondern mischt sich in den gesellschaftlichen Diskurs ein als kritische intellektuelle Stimme gegen Hetze, Rassismus und Antisemitismus. Sie steht beharrlich für Werte wie Respekt, Gleichheit und Vielfalt gerade dann, wenn der gesellschaftliche Diskurs von zunehmender Verrohung bedroht ist. Ganz im Sinne Carl von Ossietzkys verteidigt sie dadurch Freiheit und Demokratie als Grundlagen einer an Humanität orientierten Zukunft.“

Zur fünfköpfigen Jury gehören die Literaturwissenschaftlerin Professorin Dr. Sabine Doering (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), der Journalist und Autor Dr. Gunter Hofmann (DIE ZEIT, Berlin), Friedrich-Wilhelm Kramer (Hamburg), ehemals Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, freier Journalist und Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Riga und Hamburg, Thomas Roth (Berlin), Journalist, früherer Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios und Tagesthemen-Moderator, sowie der Historiker Professor Dr. Martin Sabrow (Berlin), Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt Universität zu Berlin.

Zur Preisträgerin
Carolin Emcke, geboren 1967 in Mülheim/Ruhr, hat Philosophie, Politik und Geschichte in London, Harvard und Frankfurt/Main studiert. 1993 legte sie ihren Master Artium in Philosophie bei Professor Jürgen Habermas ab und wurde 1998 bei Professor Axel Honneth (Frankfurt) und Professorin Seyla Benhabib (Harvard University) über den Begriff „Kollektive Identitäten“ promoviert. Als fest angestellte Redakteurin begann sie 1998 ihre journalistische Laufbahn bei dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL und berichtete als Auslandsredakteurin bis 2006 aus vielen Krisen- und Kriegsgebieten, so auch aus Afghanistan, dem Kosovo, Irak, Pakistan und Gaza. Darüber hinaus war sie Lehrbeauftragte an der Yale University für Politische Theorie. Von 2007 bis 2014 schrieb sie als Autorin und internationale Reporterin für die Wochenzeitung DIE ZEIT, um anschließend als freie Publizistin regelmäßig Essays, Reportagen und Kolumnen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, El Pais und Mediapart zu veröffentlichen.

Carolin Emcke ist darüber hinaus seit 2004 Kuratorin und Moderatorin des monatlichen Diskussionsformats „Streitraum“ an der Schaubühne in Berlin. Ihre Buchveröffentlichungen „Von den Kriegen. Briefe an Freunde“, „Stumme Gewalt. Nachdenken über die RAF“, „Wie wir begehren“, „Weil es sagbar ist. Zeugenschaft und Gerechtigkeit“, „Gegen den Hass“ und „Ja heißt ja und ...“ wurden zum Teil in mehrere Sprachen übersetzt.

Emcke ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden, so unter anderem mit dem Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung „Das politische Buch“ (2005), dem Theodor-Wolff-Preis (2008), dem Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (2014), dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen (2015), dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2016) und dem Brückenpreis der Stadt Regensburg (2019).

Im Präventionsrat Oldenburg wurde die Nachricht mit besonderer Freude aufgenommen, war doch Emckes Buch „Gegen den Hass“ Thema der Lesung, die der Arbeitskreis Zivilcourage im September 2017 veranstaltet hat. 

Über den Carl-von-Ossietzky-Preis
Der Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik wird von der Stadt Oldenburg seit 1984 alle zwei Jahre für Arbeiten, Gesamtwerke oder an Personen vergeben, die sich in herausragender Weise mit Leben und Werk Ossietzkys, dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und der demokratischen Tradition und Gegenwart befassen oder die sich im Geiste Ossietzkys mit Themen der Politik und Zeitgeschichte auseinandersetzen. 2018 wurde die amerikanische Antisemitismus- und Holocaustforscherin Professorin Dr. Deborah Esther Lipstadt mit dem Preis ausgezeichnet.
Weitere Informationen zum Carl-von-Ossietzky-Preis sind im Internet unter www.ossietzky-preis.de zu finden.
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Stadtteilbibliothek Kreyenbrück packt die Umzugskartons

20.02.2020 20:36 Uhr

Ab dem 20. März im Neubau am Klingenbergplatz im Alten Postweg 1

Nichts ist für die Ewigkeit – das gilt auch für den Standort der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück. Denn nach mehr als 23 Jahren an der Adresse Ewigkeit 20 ziehen Bücher, Hörbücher, Spiele, Zeitschriften und weitere Ausleih-Medien nun in ihr neues Zuhause im Alten Postweg 1. Der letzte Öffnungstag am alten Standort ist der 27. Februar, die große Wiedereröffnung im Alten Postweg ist für den 20. März geplant. Im Anschluss wird es eine Aktionswoche geben. In dem großen Neubau am Klingenbergplatz sind künftig neben der Stadtteilbibliothek auch drei weitere Bereiche der Stadt Oldenburg zu finden, um sich besser zu vernetzen und auszutauschen: der Stadtteiltreff Kreyenbrück, der Allgemeine Sozialdienst und der Bezirk Süd des Amtes für Teilhabe und Soziales.

Auf 300 Quadratmetern hält die Stadtteilbibliothek Kreyenbrück im Erdgeschoss des neuen Stadtteilzentrums ein rund 17.000 Titel umfassendes Medienangebot bereit, das vor allem auf Kinder, Eltern und wenig mobile und ältere Menschen ausgerichtet ist. Doch die neue Bibliothek soll nicht nur Ausleihstelle sein, sondern ihre Besucherinnen und Besucher auch als attraktiver Freizeit- und Lernort ansprechen. Darum hat das dreiköpfige Team bei der Planung der Einrichtung besonderen Wert auf die Schaffung von ansprechenden Zonen gelegt, die zum Verweilen, Lesen, Arbeiten und Spielen einladen. Eine flexible Möblierung und ein separater Gruppenraum schaffen außerdem neue Möglichkeiten für Veranstaltungen und Kooperationen mit den Nachbarinnen und Nachbarn im Zentrum und im Umfeld. Auch die Angebote für Kitagruppen und Schulklassen können dadurch weiter ausgebaut werden.

Im Bereich Service gibt es eine Neuerung, auf die viele Kundinnen und Kunden gewartet haben: eine Rückgabebox, über die Medien auch außerhalb der Öffnungszeiten abgegeben werden können. Und auch kleine Bibliothekfans können sich freuen: In der neuen Bibliothek gibt es endlich die beliebten Tonie-Hörfiguren zum Ausleihen, und die Veranstaltungsreihe „Bücherzwerge“ lädt künftig regelmäßig zum Mitmachen ein.

Am Tag der offenen Tür am Freitag, 20. März, heißt es „Kommen und Gucken“: Das Team der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück stellt von 11 bis 18 Uhr die neuen Räume vor. Es darf gestöbert, gelesen, gespielt und ausprobiert werden. Kundinnen und Kunden der Bibliothek können ausgeliehene Medien zurückgeben und sich mit neuen eindecken. Und wer noch keinen Bibliotheksausweis hat, kann sich kostenlos anmelden.


Vom 23. bis 26. März findet dann die Aktionswoche mit folgendem Programm statt:

• Montag, 23. März, 15 Uhr, in der Reihe „Geschichten zur Kaffeestunde“: „Lisbeth liest!? Die Königin und die Bücher“ (Lesung für Erwachsene mit Ralf Selmer, Anmeldung erforderlich unter Telefon 0441 235-3000)
 • Dienstag, 24. März, 15 bis 18 Uhr: „Onleihe – wie geht das?“ Amelie Bölscher beantwortet Fragen rund um die Ausleihe von eBooks, eAudios und eMagazines
 • Mittwoch, 25. März, 15.30 Uhr: „Paulchen und Pieks“-Bilderbuchkino mit Juliane Liedtke für Kinder ab vier Jahren
 • Donnerstag, 26. März, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr, in der Reihe „Bücherzwerge“: „Die kleine Raupe Nimmersatt“ mit Bücherclown Armin Huwald für Kinder von zwei bis drei Jahren mit einer Begleitperson

Mehr über die Angebote und Öffnungszeiten der Stadtbibliothek und der einzelnen Stadtteilbibliotheken lesen Sie unter www.oldenburg.de/bibliothek.
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Neue Mitarbeitende schaffen Grundlagen für ein zukunftsfähiges Museum

20.02.2020 20:25 Uhr
Wie kommen menschliche Überreste in Museumssammlungen? Wer besucht das Museum? Wie wird Nachhaltigkeit verstärkt zum Museumsthema? Mit diesen Fragestellungen beschäftigen sich seit dem letzten Jahr Wissenschaftler*innen in unterschiedlichen Berufsfeldern am Landesmuseum Natur und Mensch. Der zeitgemäße Umgang mit Sammlungsgut, die Öffnung für die neue Stadtgesellschaft und Inhalte mit hoher gesellschaftlicher Relevanz – das sind Themen, die mit denen die neuen Mitarbeitenden Ivonne Kaiser, Marianne Kupetz, Volker J. Thiel und Eva Kirschenmann das Museum voranbringen sollen.

Archäologin Ivonne Kaiser forscht seit Dezember 2019 zur Herkunfts- und Erwerbsgeschichte von 30 menschlichen Schädeln außereuropäischer Herkunft, die im 19. Jahrhundert ins Museum gekommen sind. Gefördert wird das Projekt „Provenienzforschung zur anthropologischen Schädelsammlung am LMNM“ für zwei Jahre vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste.  Es geht darum, aus den Archivalien möglichst lückenlos den Weg der Schädel vom Erwerb über den Transport bis zur Ankunft im Museum aufzuzeigen.

Unterstützt wird sie hierbei von der Anthropologin Marianne Kupetz, die im September 2019 ihre 8-monatige Fortbildung zur Fachreferentin für Sammlungsmanagement und Qualitätsstandards in Museen (MUSEALOG) am Landesmuseum Natur und Mensch begonnen hat. Um Alter, Geschlecht, Todesursache und wahrscheinliche Herkunft auf die Spur zu kommen, führt sie morphologische und metrische Untersuchungen durch. Denn auch bei den Humanschädeln, die u. a. aus Papua-Neuguinea, Kamerun und Australien stammen, sind die genauen Provenienzen oftmals unklar. (Eventuellen Rückgabeforderungen der Herkunftsgesellschaften ist es dann schwierig zu begegnen. Im Idealfall können die beiden Forscherinnen mit ihrer Arbeit den hier aufbewahrten Individuen ihren Subjektcharakter zurückgeben.

Volker J. Thiel führt ebenfalls im Rahmen einer 8-monatigen MUSEALOG-Fortbildung im Landesmuseum Natur und Mensch Besucher*innenbefragungen durch. Ziel ist es, durch systematische Umfragen und deren Auswertung sowohl Einblicke in die bestehende Besuchsstruktur zu erhalten werden, als auch die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Einbindung neuer Besuchsgruppen zu überprüfen. Seine Studien sollen eine systematisch bedarfsorientierte Ausrichtung des Museums und die strategische Weiterentwicklung hin zu einem „Museum für alle“ unterstützen.

Geowissenschaftlerin Eva Kirschenmann verstärkt das Museum seit Januar 2020 als wissenschaftliche Volontärin für die Bereiche Transfer und Vermittlung. Angesichts von Klimawandel und Biodiversitätsverlust sollen die wichtigen Zukunftsfragen zum Zusammenspiel von Natur und Mensch auch im Museum gestellt werden. Um das Museum als Plattform für Zukunftsdialog zu öffnen, sind Kooperationen mit verschiedenen Akteuren aus der Stadtgesellschaft angestrebt. Frau Kirschenmann wird diese Vernetzung unterstützen und an der Entwicklung neuer Formate zu den Themen Klima und Nachhaltigkeit arbeiten. 
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Stadtbibliothek ist weiterhin auf Erfolgskurs

12.02.2020 10:36 Uhr

Zukunftsprogramm „Bibliotheksprofil 2022“ steht im Zeichen neuer Angebote

Die Stadtbibliothek blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Besonders die Vermittlungs- und Veranstaltungsangebote werden immer besser angenommen. Zusätzlich startete das Programm „Bibliotheksprofil 2022“, bei dem die bestehenden Arbeitsfelder der Bibliothek ausgebaut und attraktiver gestaltet werden.

Bibliotheksprofil 2022
Im April 2019 startete das Zukunftsprogramm „Bibliotheksprofil 2022“, welches für die Entwicklung des städtischen Bibliothekskonzepts bis zum Jahr 2022 steht. Nach gut neun Monaten sind bereits fünf Einzelprojekte angelaufen, die aktuelle Anforderungen an öffentliche Bibliotheken aufgreifen: Dazu zählen der Ausbau der digitalen Erreichbarkeit, die Sprachbildung und frühkindliche Leseförderung mit dem Fokus auf Angeboten für Krippen, die Förderung von Lese-, Recherche- und Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern, Angebote für Seniorinnen und Senioren sowie Angebote für Zugewanderte und Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche. „Damit stellt sich die Stadtbibliothek gesellschaftlichen Themen wie ‚demografischer Wandel‘, ‚Digitalisierung‘ und ‚Migration‘ und entwickelt ihre Bildungsangebote für die Bürgerinnen und Bürger kontinuierlich weiter“, so Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek.

Vermittlungsarbeit mit wachsender Bedeutung
Die Besucherzahlen vor Ort folgen dem Trend der letzten Jahre und sind erneut leicht gesunken, die Ausleihzahlen bleiben jedoch konstant. Zusammen konnten alle Einrichtungen der Stadtbibliothek Oldenburg 272.759 Besuche verzeichnen (Stand 2018: 289.618). Bücher, Zeitschriften und andere Medien wurden 889.148 Mal ausgeliehen (Stand 2018: 889.092).

Besonderen Anklang fand im vergangenen Jahr das bibliothekspädagogische Angebot: An insgesamt 415 Angeboten für Schulen und Kitas nahmen 8.555 Kinder teil. Auch die 138 frei zugänglichen Veranstaltungen konnten 4.508 Teilnehmende in die Stadtbibliothek locken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den öffentlichen Veranstaltungen um ein Viertel gestiegen. Zusammen mit den Angeboten für Schulen und Kitas stieg die Teilnehmerzahl auf insgesamt 13.064 (Stand 2018: 12.045).

Vielfältiges Veranstaltungsangebot
Das Veranstaltungsjahr 2019 startete bereits mit dem 50-jährigen Jubiläum der Stadtteilbibliothek Eversten erfolgreich. Insgesamt 450 Besucher kamen und nutzten das Mitmach- und Lesungsangebot. Besonders gut besucht war auch erneut der „Star Wars Reads Day“ (551 Gäste), bei dem das Angebot „Making“ seine Premiere feierte und selbst fahrende Roboter gebaut wurden. Viele Fans besuchten auch die Aktionstage „Disney Ideentag“ und den „Gratis Comictag“, die erstmalig stattfanden. Abgerundet wurde das Jahr mit der „Blind Date“-Aktion, bei der insgesamt 116 weihnachtlich verpackte „Buchgeschenke“ ausgeliehen wurden und für eine Überraschung in der Adventszeit sorgten.

Digitalisierung als Chance
Die digitale Ausleihstelle „Onleihe“ wurde ebenfalls stärker genutzt und konnte erneut Rekordergebnisse erzielen. Die Ausleihzahlen stiegen um mehr als 13 Prozent auf 87.447 Ausleihen (Stand 2018: 77.123), während der Bestand an eMedien sich um etwa 15 Prozent auf 8.630 Titel vergrößerte (Stand 2018: 7.506).

Zusätzlich konnten sich auch Vermittlungsangebote zu digitalen Themen etablieren. Die monatlich stattfindende Techniksprechstunde ist inzwischen Anlaufstelle für Ratsuchende, die Unterstützung im Umgang mit digitalen Geräten benötigen. Das Angebot wird ab März 2020 um die „Onleihe-Sprechstunde“ ergänzt. Hier werden komplexe Fragen rund um das Ausleihen von eBooks, eAudios und eMagazines beantwortet.

Ein Blick in die Zukunft
Neben der Entwicklung neuer Angebote steht die Weiterentwicklung der Stadtbibliothek als Aufenthalts- und Lernort auf der Agenda für die nächsten Jahre. Ein erster Meilenstein ist der Umzug der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück in die Räumlichkeiten des neuen Stadtteilzentrums am Klingenbergplatz. Die Wiedereröffnung findet am Freitag, 20. März, statt. Hier erwartet die Besucherinnen und Besucher eine modern eingerichtete Familienbibliothek, die mit ansprechenden Lese- und Arbeitsplätzen zum Verweilen einlädt.

Die neu entwickelten Angebote für Kindergärten und Schulen können bereits nach den Sommerferien 2020 gebucht werden. Dies gilt auch für die neuen Angebote für Senioren zum sicheren und entspannten Umgang mit digitalen Medien.

Zahlen im Schlaglicht
 Bestand (Stand 31. Dezember 2019):
 • Ausleihbestand gesamt: 170.046 Medieneinheiten
 • 54.089 Kinder- und Jugendbücher, 40.069 Sachbücher, 26.243 Romane, 24.968 Non-Books (beispielsweise Hörbücher, Filme, Konsolenspiele, Spiele)
 • Ausleihrenner Romantitel: Frank Goosen „Kein Wunder“ (21 Mal), Ellen Sandberg „Der Verrat“ (21 Mal), Micha Robotham „Die andere Frau“ (21 Mal), Corina Bomann „Solveigs Versprechen“ (18 Mal)
 • Ausleihrenner im Sachbuch: Veronika Hug „Woolly Hugs Bobbel – Neue Strickideen“ (19 Mal)
 • Ausleihrenner Kinderbuch: Beliebte Reihen wie „Ritter Rost“ und „Schule der magischen Tiere“.
 • Ausleihrenner Jugendbuchtitel: Ursula Poznanski „Thalamus“ (18 Mal), Derek Landy „Auferstehung“ (18 Mal)
 • Ausleihrenner Non-Books:
 DVD-Filme: „A star is born“ (jeweils 33 Mal)
 DVD-Serie: „The Handmaid’s Tale“ Staffel 2 (35 Mal)
 Hörbücher: Tana French „Der dunkle Garten“ (18 Mal)
 Musik-CD: Yann Tiersen „All“ (20 Mal)
 Konsolenspiel: Sekiro – Shadows Die Twice (11 Mal)

Kunden (Stand 31. Dezember 2019): 
 • Jüngster Kunde: 8 Monate
 • Ältester aktiver Kunde: 95 Jahre
 • 65 Prozent der Nutzenden sind weiblich, 31 Prozent männlich
 • Ein Drittel der Kunden sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
 • Besonders ausleihfreudig waren die 6 bis 16-Jährigen mit 217.245 Ausleihen
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Niederländische Artistik und Preise für die Besten

12.02.2020 10:33 Uhr

Kulturbörse Nordwest lädt zu deutsch-niederländischem Abend und Abschlussgala ein

Die 1. Kulturbörse Nordwest feiert vom 16. bis 18. Februar ihre Premiere in Oldenburg. Zu den Höhepunkten im Programm zählen der deutsch-niederländische Abend am Montag, 17. Februar, ab 19.30 Uhr und die Abschlussgala mit der Verleihung der „Kulturpreise Nordwest“ am Dienstag, 18. Februar, ab 19 Uhr. Beide Veranstaltungen sind im Theater Laboratorium, Kleine Straße 8, zu erleben. Die Stadt Oldenburg unterstützt die Kulturbörse Nordwest.

Zum Auftakt beim deutsch-niederländischen Abend tritt das „A‘dam Quartet“ auf. Mit lässigem Swing spielt die Band eine Auswahl an Standards in der Tradition der Westcoast Clubmusik der 1960er Jahre. Die Musiker kennen sich seit 30 Jahren und sind alle professionell in der Jazzszene unterwegs. Dirk Balthaus‘ elegante Pianobegleitung, Sven Schusters treibende Basslinien und Joost Kesselaars subtil interagierendes Schlagzeugspiel geben Jörn Anders die Gelegenheit, seine klaren Trompetenlinien mit runder, swingender Phrasierung auszubreiten.

Im weiteren Verlauf des Abends präsentiert das niederländische „Duo Diesel“ seine „Physical Comedy“. Das „Duo Diesel“ sind Tonny Mulder und Jongleur Marco Bonissimo, der mit mehreren Weltrekorden im Guinness-Buch steht. Beide sind erfahrene Artisten, die mit Leichtigkeit und Schwebekunst, mit Jonglage und Akrobatik, aber auch mit Musik, Tanz und Illusionen ein einzigartiges Programm gestalten. Moderiert wird der Abend von Anita Speck, einer wunderbaren Kunstfigur von Sabine Hess, die in deutsch-niederländischem Kauderwelsch humorvoll und augenzwinkernd durch den Abend führt.
 
Einen würdigen Abschluss der 1. Kulturbörse Nordwest bildet die Verleihung der „Kulturpreise Nordwest“ auf der Abschluss-Gala am Dienstag, 18. Februar, mit Sektempfang und Büffet. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten eigens von der Oldenburger Künstlerin Beate Kuchs gestaltete Glaspreise, die mit jeweils 1.000 Euro dotiert sind. Eine Jury hat bereits im Vorfeld die jeweils drei besten Künstlerinnen und Künstler in den Kategorien Musik sowie Darstellende Kunst nominiert. Wer von den Nominierten tatsächlich gewinnt, entscheidet sich beim ersten Tag der Kulturbörse Nordwest. Zusätzlich wird ein mit 750 Euro dotierter Sonderpreis für soziales Engagement verliehen. Alle drei Preisträgerinnen und Preisträger präsentieren während der Gala jeweils etwa 40 Minuten aus ihren aktuellen Programmen.
 
Für den „Kulturpreis Nordwest“ in der Kategorie Musik sind die Gruppen Chapeau Manouche, MASAA und Tone Fish nominiert. Der Preis wird von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreicht. In der Kategorie Darstellende Kunst stehen tonneCtion, Katrin Geelvink und Dames Blondes zur Auswahl. Diesen Preis wird Dr. Anna Meincke von der Metropolregion Nordwest übergeben. Der „Kulturpreis Nordwest“ für soziales Engagement ist schon bestimmt worden: Er geht an die Gruppe Zollhausboys aus Bremen.

Der Eintritt für den deutsch-niederländischen Abend am Montag, 17. Februar, im Theater Laboratorium kostet 18 Euro im Vorverkauf sowie 23 Euro an der Abendkasse. Karten für die Abschluss-Gala am Dienstag, 18. Februar, im Theater Laboratorium kosten (inklusive Sektempfang und Büffet) 25 Euro im Vorverkauf sowie 28 Euro an der Abendkasse. Online gibt es Tickets unter www.ticket-nordwest.de.

Mehr Informationen gibt es unter https://www.kulturboerse-nordwest.de
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»Stadt/gestalten« erfolgreich gestartet

12.02.2020 10:17 Uhr

Oldenburger Online-Format "Stadt/gestalten" erreicht viele Aufrufe

Am Freitag startete das Online-Format "Stadt/gestalten". Trotz der für das Internet ungewöhnlichen Länge von knapp 20 Minuten erreichte es über das Wochenende bereits weit über 5000 Aufrufe und heimste gutes Feedback ein. Gast der ersten Folge des Formates war der Oldenburger Blogger und Buchautor Daniel Fuhrhop, der sich im Gespräch mit Moderatorin Katharina Guleikoff deutlich gegen Neubauten aussprach - auch aus Klimaperspektive. Man solle stattdessen eher Altbauten sanieren. Als Beispiel nannte er die Öffentliche Versicherung am Lappan, deren Gebäude demnächst leer stehen soll. Mit dem Bus fahren Fuhrhop und Guleikoff in der Sendung zum Ort des Geschehens und tauschen sich über die Möglichkeiten aus. Mit Blick auf das Gebäude erzählt Fuhrhop, was alles möglich wäre. Es könne zum Beispiel eine Umnutzung entstehen, mit Wohnprojekten.

Nächster Gast ist Jascha Rohr
Wie auch diese ist jede der vier Folgen ist ein Experiment mit offenem Ausgang, denn Moderatorin Katharina Guleikoff (Radio Bremen) lässt die Gäste entscheiden, wo die Fahrt hingeht. So entwickeln sich in den knapp 20-minütigen Folgen spannende Gespräche, überraschende Erkenntnisse und ganz neue Perspektiven auf Oldenburg. Nächster Gast wird Jascha Rohr sein, seine Episode geht am 14. Februar 2020 online. Er hat sich bundesweit zu einem der Vorreiter von Bürgerbeteiligung entwickelt und führt Moderatorin Guleikoff zu einem Ort, den nur wenige Oldenburgerinnen und Oldenburger bisher zu Gesicht bekommen haben.

Veröffentlichung im wöchentlichen Rhythmus - zweite Staffel geplant
Die Sendung wurde durch Eigenmittel und Unterstützung der Stadt Oldenburg und Käthe Kaffee ermöglicht. Vom 7. Februar 2020 an werden die vier Folgen der ersten Staffel im wöchentlichen Rhythmus veröffentlicht. Auch im Programm des Oeins wird die Serie zu sehen sein. Der Plan sei, im Anschluss eine zweite Staffel zu produzieren und das Format weiterzuführen, hierfür sei jedoch weitere Unterstützung gefragt, sagt Thein: "Wir freuen uns, wenn sich nicht nur die Politik sondern auch weitere Unternehmen daran beteiligen, den Diskurs zur Mitgestaltung und Mitbestimmung von Oldenburg anzustoßen." Ziel sei es außerdem, die Oldenburgerinnen und Oldenburger auch an der Auswahl der Themen und der Protagonistinnen und Protagonisten teilhaben zu lassen. Hierfür sei eine Website eingerichtet worden, die auch bereits für Feedback und Gästevorschläge genutzt wurde.  

Links:
Veröffentlichung der Folgen auf YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCdiZA4dY3XDROsWwSjFR5sQ
Veröffentlichung der Folgen auf facebook: https://www.facebook.com/stadtgestaltenoldenburg
instagram-Kanal: https://www.instagram.com/stadtgestaltenoldenburg
Website (ab Freitag, 7.2.2020): www.stadtgestalten-oldenburg.de

Veröffentlichungsdaten Online:
14.2.2020: „Oldenburg ist eine Insel der Glückseligen.“ | Stadt/gestalten S01E02 Jascha Rohr
21.2.2020: „Oldenburg ist oft sehr festgefahren.“ | Stadt/gestalten S01E03 Josefine Thielhelm
28.2.2020: „Was haben wir noch an Visionen und Ideen?“ | Stadt/gestalten S01E04 Jürgen Krogmann

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Stadt- und Schlossführung

05.02.2020 09:44 Uhr

Oldenburgs Vergangenheit als Residenzstadt

Bedeutende Grafen und Herzöge prägten Oldenburg über einen langen Zeitraum. Sie haben das Stadtbild und die Entwicklung der Stadt maßgeblich mitgestaltet. So gibt es heute neben einer sehenswerten Innenstadt auch ein imposantes Schloss, wo einst die Herrscher ihren Wohn- und Regierungssitz hatten.

Die „Stadt- und Schlossführung“ wird jeden zweiten Samstag im Monat um 14:00 Uhr angeboten. Die nächste Führung findet Samstag, den 08. Februar 2020, statt. Dieser Rundgang kombiniert in zwei Stunden eine Tour durch die Räumlichkeiten des Oldenburger Schlosses mit einem Rundgang durch die Innenstadt entlang ausgewählter Sehenswürdigkeiten, die an Oldenburgs Vergangenheit als Residenzstadt erinnern. Treffpunkt ist vor dem Oldenburger Schloss am Eingang zum Landesmuseum. Die Gebühr pro Teilnehmer beträgt 9,00 Euro.

Der Kauf eines Teilnahmetickets ist in der Oldenburg-Info im Lappan oder online unter www.oldenburg-tourismus.de/fuehrungen möglich. Das Teilnahmeticket berechtigt außerdem zum einmaligen ermäßigten Eintritt in eines der Stadt- und Landesmuseen in Oldenburg. Gruppen können diese Führung zu ihrem Wunschtermin buchen. Weitere Informationen und Buchung für Gruppen unter Telefon 0441 / 36161366, per E-Mail an stadtfuehrungen@oldenburg-tourist.de oder direkt in der Oldenburg-Info in der Langen Straße 3.
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Außerirdischer im Landesmuseum Natur und Mensch

05.02.2020 09:38 Uhr

Museum präsentiert größten Steinmeteorit Deutschlands aus eigener Sammlung

Am 18. Januar zeichnete eine Kamera auf dem Dach des Oldenburger Universitätsgebäudes am Campus Wechloy ein Meteoritenereignis im Nordwesten auf. Seitdem suchen Forscher nach Bruchstücken in der möglichen Einschlagsregion. Für Interessierte, die sich an der Suche beteiligen oder einfach wissen wollen, wie ein Meteorit aussehen kann, präsentiert das Landesmuseum aus diesem Anlass vom 4. bis 9. Februar ein ganz besonderes Stück aus seiner Sammlung: „Benthullen“, wie der außerirdische Gesteinsbrocken nach seinem Fundort heißt, ist 17,25 kg schwer. Damit ist er der größte in Deutschland aufgefundene Steinmeteorit.

Entdeckt wurde „Benthullen“ in den 1940er Jahren beim Torstechen unter einer zwei Meter dicken Torfschicht in einem Moor nahe Oldenburg. Seit 1949 befindet er sich in der Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch.

Bis zum 9. Februar ist der kostbare Fund nun noch einmal in Oldenburg ausgestellt, bevor er anlässlich einer Sonderausstellung als Leihgabe an das Naturhistorische Museum Nürnberg reist. Hier wird er voraussichtlich vom 10.05.2020 bis 03.01.2021 gezeigt. Im Landesmuseum Natur und Mensch war der Meteorit zuletzt anlässlich der Sonderausstellung „Meteoriteneinschlag“ im Jahr 2012 öffentlich zu sehen. 
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Workshop: Eigene Faltbücher entwickeln, drucken und binden

14.01.2020 17:16 Uhr
Im Rahmen der Sonderausstellung „Kosmos Janssen: wie er schreibt_“ bietet das Horst-Janssen-Museum den Workshop „Wort – Druck – Bindung“ an, der das Spiel mit Wörtern mit dem Erstellen eines eigenen Leporellos verbindet. Gemeinsam mit Laura Keppel entdecken die Teilnehmenden die Ausstellung. Inspiriert durch Horst Janssens Freigeist werden eigene Wörter und Wortspiele verfasst. Im zweiten Termin werden die Wortspiele im Atelier „KreativQuadrat“ mit Holz- und Bleilettern gestaltet und gedruckt. Am dritten Termin werden, unter Anleitung des Buchbinders Eberhard Gaumer, die gedruckten Worte zu einem festen Leporello gebunden. So entstehen ganz individuelle Ergebnisse.

Der Kurs richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Die drei Termine sind jeweils samstags, am 8. Februar, von 10.15 bis 12.15 Uhr, sowie am 15. und 22. Februar, von 14 bis 18 Uhr. Der Kurs kostet 75 Euro inklusive Material. Anmeldungen sind bis 1. Februar per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-3403 möglich.
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Jugendfeier als Alternative zur Konfimation

04.01.2020 20:27 Uhr

Info-Veranstaltung des Humanistischen Verbands Weser-Ems

Der Humanistische Verband Weser-Ems lädt alle interessierten Familien für Dienstag, den 7. Januar 2020 ab 19:00 Uhr ein, sich über das Angebot der Jugendfeier als nichtreligiöse Alternative zur Konfirmation zu informieren.

Die Humanistische Jugendfeier ist ein offenes Angebot des Humanistischen Verbandes an junge Menschen in der Region im Alter von 13–15 Jahren, sie ein Stück auf dem mitunter schwierigen Weg des Erwachsenwerdens zu begleiten. Sie ist die zeitgemäße Fortführung der in Niedersachsen über 130-jährigen humanistischen Jugendweihe-Tradition. 

Die Jugendfeier versteht sich als Alternative für Jugendliche, die sich durch religiöse Angebote, wie zum Beispiel die Konfirmation, nicht angesprochen fühlen, dennoch aber das Bedürfnis haben, einen solchen Schritt bewusst zu gestalten. Der Humanistische Verband möchte den Heranwachsenden eine Möglichkeit geben, innezuhalten und ihre Stellung im Leben und in der Gesellschaft zu reflektieren und eigene Positionen und Ziele zu überdenken.

Die Vorbereitungszeit für die Jugendlichen beginnt alljährlich im Februar – die festliche Jugendfeier selbst findet am 17. Mai im großen Saal des PFL statt. Für 2020 sind noch wenige Restplätze vorhanden.

Weitere Informationen zur Jugendfeier unter http://hvd-niedersachsen.de/jugendfeier-weser-ems.html
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Europa-Premiere: Sonderschau mit Fotos vom afrikanischen Alltag

03.01.2020 11:12 Uhr

World Press Photo Exhibition 19

Krankheit, Krieg und Korruption – all dies fällt vielen Menschen in der westlichen Welt als erstes zu Afrika ein. Dass es neben den Katastrophen auch Alltagsleben auf dem Kontinent gibt, zeigt das Fotografenprojekt „Everyday Africa“. Im Rahmen der World-Press-Photo-Ausstellung in Oldenburg ist nun vom 15. Februar bis zum 8. März erstmals in Europa eine Auswahl von Aufnahmen daraus zu sehen.

Die Geschichte von „Everyday Africa“ geht zurück bis ins Jahr 2012. Die amerikanischen Fotografen Peter DiCampo und Austin Merrill sollten über die Folgen des jahrzehntelangen Bürgerkriegs in der Elfen­beinküste berichten. Doch damit gaben sich die beiden Journa­listen nicht zufrieden. Stattdessen nahmen sie auch Szenen des nor­malen Lebens in dem westafrikanischen Land in den Fokus. „Wir haben fotografiert, was bisher kaum jemand fotografiert hat“, erin­nert sich Merrill.

Er und DiCampo veröffentlichen ihre Fotos auf der Social-Media-Plattform Tumblr, später wechseln sie zu Instagram und rufen den Hashtag #everydayafrica ins Leben. So nimmt das Projekt Fahrt auf, auch immer mehr afrikanische Fotografen steuern Bilder bei: Men­schen im Gespräch, auf der Straße, während der Arbeit, beim Sport.

„Als wir davon erfuhren, hat uns das Projekt sofort fasziniert“, sagt Claus Spitzer-Ewersmann, Initiator der World-Press-Photo-Ausstel­lung in Oldenburg. „Unsere Vorstellungen von Afrika sind sehr einsei­tig und geprägt von Schlagzeilen über Konflikte und Katastrophen. Everyday Africa versucht, dem entgegenzuwirken.“ Schnell war der Kontakt zu Peter DiCampo, der heute in Kenias Hauptstadt Nairobi lebt, herge­stellt. Dieser zeigte sich angetan von der Idee, erst­mals in Europa eine Auswahl von Aufnahmen in einer dreiwöchigen Sonder­schau zu präsentieren: „Wir freuen uns, wenn Ausstellungs­besucher ihr Bild von Afrika ein wenig revidieren.“

DiCampo hat die 50 Fotos, die in Oldenburg zu sehen sind, eigenhän­dig ausgewählt. Da die Initiative „Everyday Africa“ selbst über keine verleihbaren Drucke der Auf­nahmen verfügt, werden diese direkt in Oldenburg produziert. „Mit Felix Stock von Eismann Haustechnik haben wir einen Partner gefun­den, der sich stark für die Sache enga­giert und die Finanzie­rung ermöglicht“, sagt Spitzer-Ewersmann. Auch die Stadt Oldenburg för­dert das Vorhaben, so dass der Ein­trittspreis für den Besuch der Sonderschau bereits in dem für die World-Press-Photo-Ausstellung ent­halten ist.

Ihr erstes Zwischenziel haben die Initiatoren des Projekts mittlerweile erreicht: Die Aufmerksamkeit für „das andere Afrika“ ist spürbar gestiegen. Mehr als 400.000 Interessierte folgen „Everyday Africa“ auf Instagram. Zudem haben sich auch in anderen Regionen ähnliche Initiativen gebildet. Vor vier Jahren etablierte das Kollektiv darüber hinaus mit der „African Photojournalism Database“ (APJD) die welt­weit erste Online-Datenbank afrikanischer Fotografen – gemeinsam mit der World Press Photo Foundation. „Wir freuen uns, an diesem wichtigen Projekt zusammenzuarbeiten“, betonte deren Direktor Lars Boering anlässlich der Gründung. Kein Wunder also, dass die Stiftung in Amsterdam das Oldenburger Engagement gutheißt, „Everyday Africa“ im Rahmenprogramm der World-Press-Photo-Ausstellung angemessen Raum zu geben.
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Frauenbiografien in der Nachwendezeit

29.12.2019 22:47 Uhr

Daniela Krien liest in der LiteraTour Nord

Am Sonntag, 5. Januar, präsentiert Daniela Krien ihren aktuellen Roman „Die Liebe im Ernstfall“ in der Reihe LiteraTour Nord. Um 11 Uhr liest die Schriftstellerin im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 und spricht mit dem Literaturwissenschaftler Lars Korten über das Buch. Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

Daniela Krien schildert die Lebens- und Liebesgeschichten von fünf Frauen, die sie mit leichter Hand zu einem Reigen verwebt: Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde wurden in der DDR sozialisiert und leben im gegenwärtigen Leipzig. Sie kennen sich, weil das Schicksal ihre Biografien überkreuzt. Nach der Wende erwarten sie viel vom Leben und müssen sich doch weiterhin in ihren Frauenrollen behaupten: Kinder, Ehemänner und Liebhaber unter einen Hut bringen oder Kinderlosigkeit, Trennungen und Tod verarbeiten. Sprachlich virtuos und treffend zeichnet die Autorin ein filigranes Frauenbild der gehobenen Mittelklasse und schreibt über die Liebe im Ernstfall, wie sie Frauen und Männern in Ost- wie in Westdeutschland gleichermaßen bekannt erscheinen dürfte.

Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften sowie Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin. Ihr 2014 veröffentlichter Erzählband „Muldental“ wurde 2015 mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Ihr Buch „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ wurde in 14 Sprachen übersetzt. Daniela Krien lebt in Leipzig.
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In den Weihnachtsferien wieder Geister im Stadtmuseum jagen

22.12.2019 13:09 Uhr

Digitale Spurensuche für Kinder ab acht Jahren

In den historischen Villen des Stadtmuseums können Kinder ab acht Jahren ab sofort wieder auf Geisterjagd gehen. Unter dem Motto „Die Geister, die dich rufen ...“ erwartet die jungen Besucherinnen und Besucher eine digitale Spurensuche: Über eine kostenlose App nimmt der Geist von Museumsgründer Theodor Francksen Kontakt mit den Hobby-Detektiven auf, die nun verschiedene Rätsel lösen müssen, um ein gefälschtes Kunstwerk in den Villen des Stadtmuseums zu finden. Auf dieser Suche können die Geisterjägerinnen und Geisterjäger die großen und kleinen Geheimnisse der Sammlung entdecken.

Die App „Geister im Stadtmuseum“ steht für Android und iOS zur Verfügung und kann vor Ort auf das eigene Smartphone geladen werden, WLAN ist im Stadtmuseum vorhanden. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.
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Im Museum dem Weihnachtsstress entfliehen

22.12.2019 12:52 Uhr

Landesmuseum Natur und Mensch hat auch am vierten Advent geöffnet

Wer auf den letzten Drücker noch Weihnachtsgeschenke, aber auch eine Auszeit vom Weihnachtsstress braucht, ist am Sonntag, 22. Dezember im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg richtig. Von 10 bis 18 Uhr bietet der Museumsshop eine vielfältige Auswahl an kleinen und großen Aufmerksamkeiten: Upcycling-Produkte wie Taschen aus Ausstellungsfahnen, Ausgrabungssets, glitzernde Minerale, Holz-3D-Modelle von Wolf oder Dino zum Selbstzusammenstecken, eine Museumsjahreskarte und vieles mehr.

Mit dem richtigen Geschenk in der Tasche – und natürlich auch einfach so - kann man dann beim Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“ entspannt den letzten Adventssonntag ausklingen lassen.
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Museen laden rund um die Feiertage zu Führungen ein

22.12.2019 12:37 Uhr

Geänderte Öffnungszeiten an Weihnachten und Silvester

Rund um Weihnachten und Silvester haben die städtischen Museen geänderte Öffnungszeiten: Am 24. und 25. Dezember sowie am 31. Dezember haben das Stadtmuseum Oldenburg, das Horst-Janssen-Museum und das Edith-Russ-Haus geschlossen. Am Neujahrstag, 1. Januar, sind Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum von 13 bis 18 Uhr geöffnet, das Edith-Russ-Haus ist jedoch auch an diesem Tag geschlossen.

Am 4. Advent am Sonntag, 22. Dezember, haben die Besucherinnen und Besucher in allen Häusern Gelegenheit, an Führungen teilzunehmen: um 11 Uhr in der Ausstellung „Kosmos Janssen“ im Horst-Janssen-Museum, um 15 Uhr im Edith-Russ-Haus in der Ausstellung „The Unknown Ideal“ sowie um 16 Uhr durch „Kult! Angesagte Orte in Oldenburg“ im Stadtmuseum.

Auch zwischen den Jahren, am Sonntag, 29. Dezember, laden die Museen zu einem entspannten Ausstellungsbesuch ein. Führungen gibt es um 11 Uhr im Stadtmuseum in der Ausstellung „Kult!“, um 15 Uhr im Edith-Russ-Haus in der Soloausstellung von Zach Blas sowie um 16 Uhr in der Janssen-Ausstellung „wie er schreibt_“.
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Museen laden rund um die Feiertage zu Führungen ein

18.12.2019 12:35 Uhr

Geänderte Öffnungszeiten an Weihnachten und Silvester

Rund um Weihnachten und Silvester haben die städtischen Museen geänderte Öffnungszeiten: Am 24. und 25. Dezember sowie am 31. Dezember haben das Stadtmuseum Oldenburg, das Horst-Janssen-Museum und das Edith-Russ-Haus geschlossen. Am Neujahrstag, 1. Januar, sind Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum von 13 bis 18 Uhr geöffnet, das Edith-Russ-Haus ist jedoch auch an diesem Tag geschlossen.

Am 4. Advent am Sonntag, 22. Dezember, haben die Besucherinnen und Besucher in allen Häusern Gelegenheit, an Führungen teilzunehmen: um 11 Uhr in der Ausstellung „Kosmos Janssen“ im Horst-Janssen-Museum, um 15 Uhr im Edith-Russ-Haus in der Ausstellung „The Unknown Ideal“ sowie um 16 Uhr durch „Kult! Angesagte Orte in Oldenburg“ im Stadtmuseum.

Auch zwischen den Jahren, am Sonntag, 29. Dezember, laden die Museen zu einem entspannten Ausstellungsbesuch ein. Führungen gibt es um 11 Uhr im Stadtmuseum in der Ausstellung „Kult!“, um 15 Uhr im Edith-Russ-Haus in der Soloausstellung von Zach Blas sowie um 16 Uhr in der Janssen-Ausstellung „wie er schreibt_“.
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Chinesisch hält Einzug in Stundenpläne

13.12.2019 17:08 Uhr

China-Roundtable zum Thema Bildung trifft den Nerv – Neuer Generalkonsul lobt Oldenburg

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann brachte es am Donnerstagabend im Rathaus beim 13. China-Roundtable auf den Punkt: „Wir wollen voneinander lernen“, umriss er den Leitgedanken der Oldenburger Beziehungen ins Reich der Mitte – die Stadt unterhält Partnerschaften mit den Metropolen Xi’an und Qingdao. Folgerichtig stand bei der 13. Auflage des Netzwerktreffens, das mit rund 60 Gästen auf große Resonanz stieß, das Thema Bildung im Mittelpunkt. „In Zeiten der Globalisierung wird es für junge Menschen immer wichtiger, Auslandserfahrungen und Sprachkenntnisse zu sammeln, die über Englisch hinausgehen“, betonte Krogmann.

Beste Beispiele dafür liefern das Alte Gymnasium Oldenburg (AGO) und die BBS Wechloy – das wurde in der von Kai Bölle moderierten Podiumsdiskussion unter dem Titel „Bildungsprojekte mit China: Herausforderungen und Chancen“ deutlich. Das AGO hat einen Kooperationsvertrag mit der Mittelschule 89 in Xi’an abgeschlossen. Beide Schulen pflegen einen regelmäßigen Austausch, der es den Teilnehmenden erlaubt, in Familien des jeweiligen Landes die Kultur des Gastgebers kennen zu lernen. Erst im Oktober dieses Jahres haben Schülerinnen und Schüler des 10. AGO-Jahrgangs ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen in Xi´an besucht, berichtete Ludger Hillmann, der als Pionier am AGO vor fünf Jahren das Seminarfach „China verstehen“ ins Leben gerufen hatte. Ein weiterer Kooperationsvertrag mit dem Konfuziusinstitut Bremen ermöglicht es dem AGO, auch das Erlernen von Grundzügen der chinesischen Sprache anbieten zu können. „Unser Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler über Landeskunde und Sprache Verständnis für die chinesische Kultur entwickeln“, sagte AGO-Leiter Frank Marschhausen.

Chinesisch wird neuerdings auch an der BBS Wechloy gesprochen: Seit diesem Schuljahr belegen Schülerinnen und Schüler der Außenhandelsklasse erstmalig Chinesisch als zweite Fremdsprache. Die Idee dazu hat Lehrerin Sonja Trüper, die vier Jahre in China gelebt hatte, entwickelt. Bei Schulleiter Oliver Pundt stieß das Konzept unter dem Motto „Wir bilden China-Experten aus“ auf große Begeisterung. Ohne Mut könne es keinen Erfolg geben. „Das wird Wellen schlagen“, ist Pundt überzeugt. Angetan zeigte er sich auch vom im September stattgefundenen Besuch einer Delegation chinesischer Berufsschulleiter aus Xi‘an, die ehrliches und intensives Interesse an der Arbeit der BBS Wechloy gezeigt hätten. „Wir können uns vorstellen, diese Zusammenarbeit auszubauen“, so Pundt.

Enge Kontakte nach China pflegt auch Ina Gean, Geschäftsführerin des Bildungsträgers BSB Deutschland. Sie macht chinesische Fachkräfte in Pflegeberufen sprachlich fit und bereitet sie schon in China auf den Wechsel nach Deutschland vor. „Ganz wichtig ist ein ehrlicher und fairer Umgang miteinander“, betonte Gean.

Dass trotz der großen räumlichen Distanz im Rahmen der Städtepartnerschaft auch Begegnungen von Bürgerinnen und Bürgern stattfinden können, zeigte Karl-Heinz Gerriets. Er vertrat gemeinsam mit seinem Doppelpartner Joachim Ebel im Oktober die Oldenburger Farben beim internationalen Tennisturnier „Qingdao Xin Xing Cup 2019“. „Es war ein wahnsinnig tolles Erlebnis und eine großartige Erfahrung“, bilanzierte Gerriets begeistert.

Bevor die Oldenburger Schulen und Tennisspieler Karl-Heinz Gerriets von ihren Erfahrungen berichteten, hatte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann als Ehrengast des Roundtables den neuen Generalkonsul der Volksrepublik China in Hamburg, Xiaohui Du, begrüßt. Der wiederum begann seine Rede mit einem knackigen „Moin“ und bewies Humor im Umgang mit seinem Namen: „Ich bin Du und Du bist ich.“ Dazu passte seine Feststellung, die Partnerschaft bewege sich auf Augenhöhe. Xiaohui Du, der bei seiner Oldenburg-Visite auch dem Institut OFFIS sowie der BBS Wechloy Besuche abstattete, bezeichnete Oldenburg als „wunderbare, offene, tolerante, traditionsbewusste, zukunftsorientierte und mutige Stadt“. Sein Wunsch für die deutsch-chinesischen Beziehungen: „Wir brauchen mehr Dialog und mehr Zusammenarbeit statt Abschottung und Protektionismus.“
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Oldenburg zwischen Universitätsgründung und Schneekatastrophe

10.12.2019 22:25 Uhr

Stadtmuseum gibt Bildband über die 1970er Jahre heraus

Die Reihe „Aus dem Bildarchiv des Stadtmuseums Oldenburg“ ist um ein weiteres Jahrzehnt gewachsen. In „Die 1970er Jahre: Zwischen Kontinuität und Protest“ können die markanten Ereignisse des Jahrzehnts lebendig nachempfunden werden.

Die 1970er Jahre waren in Oldenburg geprägt von deutlichen Veränderungen im Stadtbild und einem unbedingten Willen zur Modernität. In diesem Jahrzehnt veränderte sich das Bild der Stadt an vielen Stellen: Einige alte Gebäude verschwanden, der Hochbunker in der Moslestraße wurde abgerissen und zur Entlastung des Verkehrs wurde die neue Amalienbrücke gebaut. Im Winter 1978/1979 war die Stadt kaum wiederzuerkennen: meterhoch lag der Schnee in Oldenburg und ganz Norddeutschland.

Doch nicht nur das Oldenburger Stadtbild wandelte sich in diesem Jahrzehnt. Auch gesellschaftliche Veränderungen und Proteste nahmen an Fahrt auf. Besonders präsent für die 1970er Jahre: die Anti-Atomkraft-Bewegung. Auch die Oldenburgerinnen und Oldenburger demonstrierten und setzten sich in den frühen 1970er Jahren für eine eigene Universität ein, die 1973 gegründet wurde.

Für den Bildband wurde auf den Fotografie-Bestand des Stadtmuseums zurückgegriffen, der kontinuierlich digitalisiert wird. Der fünfte Band der Reihe „Aus dem Bildarchiv des Stadtmuseums Oldenburg“ bietet anhand ausgewählter, überwiegend großformatiger Fotografien einen Überblick über das wechselvolle und ereignisreiche Jahrzehnt der 1970er Jahre.

Der Bildband „Die 1970er Jahre: Zwischen Kontinuität und Protest“ wird herausgegeben von Franziska Boegehold und ist im Oldenburger Isensee-Verlag erschienen. Es ist für 16 Euro in der Buchhandlung Isensee und im Stadtmuseum Oldenburg erhältlich.
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Geschenke in der Stadtbibliothek

06.12.2019 10:39 Uhr

Blind Dates versprechen Überraschungen zu Weihnachten

In der Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, kommt Weihnachtsstimmung auf. Ab sofort werden während der Öffnungszeiten „Geschenke“ verteilt. Bei der Aktion „Blind Date mit einem Buch“ gibt es die Möglichkeit, vom Gabentisch ein Buch auszuleihen. Die Besonderheit dabei: Die Bücher sind in Geschenkpapier verpackt, wodurch weder Titel noch Autor zu erkennen sind. Nur wenige, kurze Sätze geben Aufschluss über den Inhalt des „Geschenks“. Die Ausleihe erfolgt somit nahezu blind. Die Ausleihdauer beträgt wie üblich vier Wochen, die Überraschung beim Auspacken zu Hause ist jedoch garantiert.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
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Uni-Projekt erklärt Geschichte der Ringpfeilerhalle in Eversten

06.12.2019 10:34 Uhr

Informationsvitrine aufgestellt – Denkmal erinnert an Gefallene der beiden Weltkriege

Seit kurzem gibt eine städtische Informationsvitrine Auskunft über die Geschichte des Everster Denkmals für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Die so genannte Ringpfeilerhalle liegt an der Autobahnabfahrt Eversten, an der Ecke Hauptstraße/Prinzessinweg. Es ist bereits die zweite Informationsvitrine, die durch ein studentisches Projekt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg initiiert und von Studentinnen und Studenten bearbeitet wurde. Auch die Vitrine am Friedensplatz zur Geschichte der Friedenssäule, die im Sommer 2018 aufgestellt wurde, gehört dazu.

Der Entwurf für die Ringpfeilerhalle stammt von Stadtbaurat Jean Robert Charton (1881-1963), der das Denkmal als offenen Rundtempel geplant hatte. Ab dem 1. August 1924 war Eversten eingemeindet und offiziell Stadtteil von Oldenburg, so dass die Stadt die Bauleitung zu verantworten hatte. Zahlreiche Kriegervereine und Ortsgruppen am Garnisonsstandort Oldenburg sowie die neugegründete bürgerschaftliche Denkmalskommission Eversten finanzierten das Denkmal. Es sollte zunächst im Everstenholz errichtet werden, wurde dann aber für den jetzigen Standort und als Teil eines städtischen Zentrums mit Turnhalle und großem Sport- und Kinderspielplatz geplant. Nach Errichtung der Ringpfeilerhalle ließ sich ein solches Ensemble jedoch nicht verwirklichen, und die Ringpfeilerhalle blieb der einzige realisierte Bau auf diesem Areal. Am Totensonntag, 22. November 1925, wurde das Denkmal ehrenvoll eingeweiht und der Stadt übergeben. Im Laufe der Jahre wurde es dann zum Bestandteil der Everster Stadtteilkultur und war bei Kindern und Jugendlichen als Platz zum Spielen sehr beliebt.

Die vier Gedenktafeln im Innern der Ringpfeilerhalle führen insgesamt 244 Gefallene des Ersten Weltkrieges auf, die aus den Ortsteilen Eversten I bis IV, Hundsmühlen, Nord- sowie Südmoslesfehn stammten. Die ersten zwei Gedenktafeln wurden in diesem Jahr durch die Stadt restauriert, da witterungsbedingt die hier aufgeführten Namen unleserlich geworden waren. Die beiden anderen folgen im kommenden Jahr.

Im Zentrum der Ringpfeilerhalle steht eine Sandsteinskulptur des Oldenburger Bildhauers Max Gökes. Die ursprünglich vergoldete Skulptur, ein Symbol der Ewigen Flamme, stand dort bis 1953. Dann wurde sie entfernt und blieb unbeachtet im Gebüsch hinter dem Denkmal liegen. Anstelle der Skulptur wurde auf Initiative des Everster Bürgervereins ein großes Kreuz aus Sandstein errichtet. Es trägt die Inschrift „Den Opfern der Weltkriege 1914-18 – 1939-45. Ihr Sterben war ihres Lebens größte Tat“ – Worte, die sich mit unseren Kenntnissen über die beiden Weltkriege nicht mehr vereinbaren lassen. 

Seit 2007 stehen nun das Kreuz und die Ewige Flamme gemeinsam und als Ausdruck eines völlig anderen Verständnisses der Geschichte in der Ringpfeilerhalle.
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„UK-Begegnungen“ treffen den richtigen Ton

06.12.2019 10:11 Uhr

Stadt zeigt sich sehr zufrieden mit Resonanz auf sechswöchige Veranstaltungsreihe

Ob beim kammermusikalischen Konzert mit Werken britischer Komponisten im Staatstheater oder beim abschließenden Gig der Londoner Garagenrock-Band „Graham Day and the Forefathers“ in der „umBAUbar“: Die „UK-Begegnungen“ der Stadt Oldenburg haben den richtigen Ton getroffen. Das gilt nicht nur für die Musikevents, sondern sprichwörtlich für das gesamte Programm, das seit dem 20. Oktober sechs Wochen lang in 46 Veranstaltungen britische Kunst und Kultur in verschiedenen Facetten näher gebracht hatte. Projektleiter Bernd Hubl zieht ein positives Fazit: „Die UK-Begegnungen wurden vom Publikum hervorragend angenommen. Die Entscheidung, bei der Reihe insbesondere auf die Popkultur zu setzen, hat sich ausgezahlt.“

Als Kooperationsprojekt unter der Federführung des Kulturbüros der Stadt Oldenburg wurden britische Mode und Design, Theateraufführungen, Lesungen, unterschiedlichste Konzerte, Vorträge und Workshops, gastronomische Angebote, Ausstellungen und auch Diskussionen zu zeitaktuellen Thematiken wie dem Brexit oder der Unabhängigkeitsbestrebung in Schottland angeboten. Knapp 50 Einrichtungen aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Handel, aber auch Einzelakteure waren am Programm der „Begegnungen“ beteiligt. Mehrere Projekte entstanden hierbei als Gemeinschaftsarbeiten mit Einrichtungen aus Oldenburgs englischer Partnerstadt Kingston upon Thames. Besondere Aufmerksamkeit erlangte die Outdoor-Foto-Ausstellung am Stau rund um den Street-Art-Künstler Banksy. Aber auch die Ausstellung über den „Architekten“ der James-Bond-Filme, Set-Designer Ken Adam, inklusive der Begleitvorträge im Schlauen Haus am Schlossplatz, erfreute sich sehr guter Resonanz.

Für Bernd Hubl bestand die Herausforderung bei den diesjährigen Begegnungen insbesondere darin, Aspekte britischer Kultur herauszuarbeiten, die bislang eher weniger im Fokus der Öffentlichkeit standen. „Ich freue mich im Übrigen sehr, dass so viele spannende Künstlerinnen und Künstler sowie weitere Akteure aus dem UK unserer Einladung gefolgt sind“, resümiert der Projektleiter. Stellvertretend nennt er Gisela Stuart, Leiterin der Brexit-Wahlkampagne „Vote Leave“ oder auch den offiziellen Banksy-Fotografen Barry Cawston.

Obgleich die „UK-Begegnungen“ nun offiziell beendet sind, kann die Ausstellung „Keine Story – Alles Design. Ken Adams James-Bond-Filme“ noch bis zum 19. Dezember im Schlauen Haus Oldenburg besucht werden. Und die Ausstellung „The Unknown Ideal“ von Zach Blas im Edith-Russ-Haus für Medienkunst läuft noch bis zum 5. Januar 2020.
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Stadtmuseum bekommt neue Leitung

27.11.2019 09:58 Uhr

Dr. Steffen Wiegmann beginnt voraussichtlich am 16. Dezember

Das Stadtmuseum Oldenburg bekommt einen neuen Leiter. Dr. Steffen Wiegmann wird das Haus von Mitte Dezember an führen. Der 39-Jährige war zuletzt wissenschaftlicher Leiter am Museum Friedland. Weitere berufliche Stationen waren Bremen und Bremerhaven.

„Mit Steffen Wiegmann haben wir einen jungen und engagierten Bewerber ausgewählt. Er bringt alles mit, um das Projekt neues Stadtmuseum erfolgreich umzusetzen“, sagt Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur, Museen und Sport.

Steffen Wiegmann hat in Münster und Hamburg Geschichte und Politikwissenschaft studiert. 2013 promovierte der Historiker am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien in Osnabrück. Ein wissenschaftliches Volontariat absolvierte er am Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven. Weiterhin arbeitete er im Hafenmuseum Speicher XI in Bremen und zuletzt im Museum Friedland bei Göttingen.

„Ich freue mich sehr auf die vor mir liegende Aufgabe. Eine museale Neuausrichtung erfordert sowohl eine klare Botschaft und Handschrift, als auch die Freude an Diskussion und Teamwork. Ich bin mir sicher, dass die vor uns liegenden Prozesse dazu führen, einen lebendigen, offenen und spannenden Ort für alle Gruppen und Akteure der Oldenburger Stadtgesellschaft und ihrer Gäste zu gestalten“, sagte Dr. Steffen Wiegmann.
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2 Millionen Jahre Migration

21.11.2019 17:02 Uhr

23.11.2019 bis 22.03.2020 im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Vom 23. November 2019 bis 22. März 2020 zeigt das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg die Wanderausstellung „2 Millionen Jahre Migration“. Auf Basis aktueller Forschungen blickt sie zurück in die früheste Menschheitsgeschichte. Für Kinder und Erwachsene konzipiert, vermittelt sie anschaulich und interaktiv, dass das Thema Migration kein modernes Phänomen ist, sondern essenzieller Bestandteil des Menschseins. Damit öffnet die Ausstellung auch einen anderen, vielleicht gelasseneren Blick auf aktuelle und zukünftige Migrationsereignisse. Vielfältige öffentliche Angebote und ein hochkarätiges Schulklassenprogramm zu den Themen Humanevolution, Migration und Diversität begleiten die Ausstellung.

 

Migration ist in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatte ein großes Thema. Doch das Phänomen ist nicht neu. Die Suche nach Nahrung, Wasser, Sicherheit und weiteren Ressourcen führt seit Beginn der Menschheitsgeschichte zu Siedlungsbewegungen.
In vier zeitlichen Abschnitten erzählt die Ausstellung über die früheste Menschheitsgeschichte unter dem Gesichtspunkt der Migration: die ersten Wanderungen des Homo erectus vor 2 Millionen Jahren, die schließlich aus Afrika nach Asien und Europa führten; die Entstehung des anatomisch modernen Menschen vor etwa 200.000 Jahren in Ostafrika und seine Ausbreitung bis nach Europa und Asien vor 40.000 Jahren; die Einwanderung von Ackerbauern und Viehzüchtern aus der heutigen Türkei nach Europa vor 7500 Jahren; vor etwa 4500 Jahren die Wanderung von Menschen der „Schnurkeramik-Kultur“ aus den östlichen Steppengebieten und wenig später von Vertretern der „Glocken-becher-Kultur“ aus Südwesteuropa. Solche Ereignisse führten stets zu Vermischung und Kulturaustausch unter den Gruppen und schließlich in der späten Jungsteinzeit zur ersten multikulturellen Gesellschaft mit komplexen sozialen und wirtschaftlichen Merkmalen.

Aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaften wie Archäologie, Geoarchäologie, Paläogenetik und Anthropologie erklären die Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen des Phänomens Migration. Dabei setzt die Ausstellung auf ein interaktives Konzept für Kinder und Erwachsene: Ein Audio-Reiseführer führt zu den Migrationsereignissen der Vergangenheit, großformatige Wimmelbilder bieten den bildlichen Überblick über die Menschen der jeweiligen Zeit und ihre Lebensweise. Auch Hands-On-Objekte laden zu einer interaktiven Spurensuche bis zu den eigenen Wurzeln ein. Die Exponate, darunter hochwertige Repliken und 3D-Drucke von Originalfunden wie Werkzeuge, Waffen, Schädelfragmente und Keramikgefäße sowie Karten, sind in Koffern, Boxen und Schubladen verborgen und laden zum Erforschen ein. Spezielle Informationsboxen bieten Einblicke in wissenschaftliche Forschungsfelder, wie die Paläogenetik oder Anthropologie.
Eingebunden in die Ausstellung ist auch das Fotoprojekt „Humanae“ von Angélica Dass: Ziel der Fotografin in dem fortlaufenden Projekt ist es, die farbliche Bandbreite menschlicher Hautfarbe zu erfassen. Für die Aufstellung greift sie das Format des Pantone © Guides auf, das den Bildern eine horizontale Hierarchie verleiht. Das Projekt zeigt eindrucksvoll die menschliche Vielfalt und soll dazu anregen, über die andere Bedeutung des Wortes „Identität“ nämlich „Gleichheit“ nachzudenken.

Die Wanderausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ war erstmals 2017 im Neanderthal Museum zu sehen und ist im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Neanderthal Museum, der Universität Köln, dem Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte Jena und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften entstanden. Sie wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Stiftung Mercator gefördert. Im Landesmuseum Natur und Mensch wird die Ausstellung vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Zugleich bietet die Wanderausstellung gute Anknüpfungspunkte für den aktuellen Öffnungsprozess, den das Landesmuseum Natur und Mensch in diesem Jahr begonnen hat. 

Ergänzend zur Wanderausstellung präsentiert das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg einige Fundstücke aus Alt- und Jungsteinzeit aus der eigenen Sammlung und hebt die regionalen Besonderheiten hervor. Darüber hinaus bietet es einen speziellen Bereich für Schulklassen aber auch Individualbesucher*innen. Im Experimentierfeld „Labor Humanevolution“ können verschiedene Vertreter*innen der Homininen erforscht werden. Ein „Skelett-Puzzle“ lädt dazu ein, sich spielerisch mit der menschlichen Evolution auseinanderzusetzen. 

Ein hochkarätiges, buchbares Programm für Gruppen oder Schulklassen ab der 5. Klasse zur Ausstellung wurde mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Kunst und Kultur der LzO verwirklicht: Im Podcast-Workshop setzen sich die Teilnehmenden selbstbestimmt mit dem Thema Migration in der Steinzeit auseinander, reflektieren ihre eigene, heutige Identität und stellen ihre Ergebnisse in einem selbstproduzierten Radio-Podcast dar. Eine Bildwerkstatt ebenfalls für Gruppen nutzt unter dem Motto „Wer bin ich und wie viele?“ moderne Bildsoftware, um sich mit dem Thema Anderssein und den Auswirkungen, die sich im Alltag daraus ergeben könnten, kritisch auseinanderzusetzen.
Darüber hinaus gibt es Angebote zu den Themen „Woher kommst du?“ „Multikulti in der Steinzeit“ (beide ab 1. Klasse), „Migration in der Steinzeit“ (ab 5. Klasse), „Wer sind wir? Die Evolution des Menschen“ (ab 8. Klasse).

Öffentliche Veranstaltungen wie Führungen, Workshops für Kinder, Vorträge sowie ein großer Familientag am 16.2.2020 werden die Ausstellung bis zu ihrem Ende am 22. März begleiten. Eine Kooperation mit dem Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven bietet darüber hinaus die Möglichkeit, sich auch über einen anderen Zeitraum der Migrationsgeschichte zu informieren: 300 Jahre Aus- und Einwanderungsgeschichte aus und nach Deutschland. Gäste der Ausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ erhalten als Einzelperson 1 € und als Familie 2 € Rabatt auf den regulären Eintrittspreis im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven, bei Vorlage der Eintrittskarte aus dem Landesmuseum.

Weitere Informationen zu öffentlichen und buchbaren Programmen unter www.naturundmensch.de
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„Große Pläne“: Neue Online-Ausstellung des Stadtmuseums

07.11.2019 15:46 Uhr

Rathäuser, Schulen, Badeanstalten – historische Bauvorhaben, die das Stadtbild verändert hätten

Ab sofort können Interessierte auf der Website des Stadtmuseums eine neue Online-Ausstellung abrufen: „Große Pläne – verworfene Bauvorhaben der Stadt Oldenburg“ zeigt rund 60 historische Bauzeichnungen, die im Laufe der vergangenen 200 Jahre erstellt, aber niemals in die Tat umgesetzt  wurden. „Neben dem großen Schatz an Bauzeichnungen in unserer Sammlung war nicht zuletzt der anstehende Neubau des Stadtmuseums selbst ein Anlass, sich einmal mit einem alternativen Gesicht der Stadt auseinanderzusetzen, zumal in der Vergangenheit die Bürgerinnen und Bürger bei dem Beschluss von Bauvorhaben meist unbeteiligt waren“, sagt Franziska Boegehold, die kommissarische Leiterin des Stadtmuseums. „Gleichzeitig würdigt die Schau auch die Arbeit und den Ideenreichtum, die von Seiten des Architekten in jedem dieser Entwürfe stecken.“

 

16 Bauprojekte, von der Kasernenanlage im Haarentorviertel bis zur Feuerwache am Waffenplatz, können in der Online-Ausstellung unter folgendem Link durchgeklickt werden: www.stadtmuseum-oldenburg.de/grosse-plaene. Zusätzlich zu den historischen Bauplänen wurden zu ausgewählten Projekten 3D-Grafiken erstellt, die in kurzen Videoclips auf der Ausstellungswebsite abrufbar sind. Dass viele Pläne den Vermerk „nicht ausgeführt“ erhielten, hatte verschiedene Gründe:  keine städtischen Gelder, Erfolglosigkeit bei Architekten-Wettbewerben oder schlicht mangelndes Interesse.

 

Entwickelt wurde die Ausstellung von Tolga Togol und Oliver Schwinkendorf, die im Rahmen des Musealog-Projekts am Stadtmuseum beschäftigt waren, in Abstimmung mit dem ehemaligen Leiter des Museums, Dr. Andreas von Seggern, und Franziska Boegehold. Sie stellen ganz bewusst die Frage „Was wäre, wenn …?“ und laden die Oldenburgerinnen und Oldenburger dazu ein, sich ihr altbekanntes Stadtbild einmal ganz anders vorzustellen.

 

Ein Teil der Ausstellung befasst sich mit geplanten Prestigebauten des 19. Jahrhunderts, darunter Pläne zur Modernisierung der Schlossanlage durch die namhaften Architekten Carl Slevogt (1800/1820) und Heinrich Strack der Ältere (1828). Auch für das Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital und das Rathaus finden sich „Große Pläne“ in der Ausstellung: etwa Entwürfe für das PFL als Rathaus (1960) und allein acht Entwürfe für einen Rathausneubau, die zum Teil im Rahmen des Architektenwettbewerbs um 1885 entstanden waren. Einen weiteren Themenkomplex bilden die durch den Bevölkerungszuwachs Mitte des 20. Jahrhunderts entstandenen Bauvorhaben für Bildungs- und Freizeitstätten. So wurde eine Vielzahl an Turnhallen, Schulen und Badeanstalten geplant, aber niemals in die Tat umgesetzt.

 

Online-Ausstellungen am Stadtmuseum

Das Stadtmuseum bietet seinen Gästen bereits drei digitale Ausstellungen zu verschiedenen Themen an: Zuletzt sind die Reisetagebücher von Museumsgründer Theodor Francksen entsprechend aufbereitet worden. Zum einhundertjährigen Geburtstag des Stadtmuseums gab es eine Online-Ausstellung mit dem Titel „100 Jahre – 100 Objekte“, die einen gezielten Einblick in die Sammlungen ermöglicht. Und „Große Pläne“ ist nicht die erste Ausstellung, die sich mit historischen Karten und Plänen beschäftigt, denn auch unter dem Titel „Vermessen“ ist bereits eine Schau verfügbar. „Online-Ausstellungen liegen uns besonders am Herzen, weil hier die Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit haben, über den Ausstellungsbesuch hinaus verschiedene Sammlungsgebiete und Themen noch näher kennenzulernen“, so Boegehold.
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KIBUM bietet Ausstellung und Rahmenprogramm für Zauberlehrlinge

05.11.2019 18:16 Uhr

Illustrationen zu „Harry Potter und der Feuerkelch“, Lesungen und Zaubershow

In einer Weltpremiere zeigt die KIBUM 2019 exklusiv ein Best-of von Illustrationen, die der vielfach ausgezeichnete englische Illustrator Jim Kay zu J.K. Rowlings „Harry Potter und der Feuerkelch“ geschaffen hat. Jim Kay lässt seit 2015 die magische Welt der Hexen und Zauberer mit großer Farbenpracht anschaulich werden. „Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können sich auf dramatische Begegnungen und atemberaubende Landschaften freuen, auf feuerspeiende Drachen, die Magie von Hogwarts und die Farbenvielfalt der Quidditch-Weltmeisterschaft“, sagt Regina Peters, die KIBUM-Programmverantwortliche, die auch die Ausstellung nach Oldenburg geholt hat. Die Ausstellung präsentiert faszinierende Charakterporträts von Harry, Ron, Hermine und weiteren Helden des Harry-Potter-Universums. Ausgestellt sind außerdem einige Skizzen und Bleistiftstudien des Künstlers.


Jim Kay und Harry Potter
Mit ihren sieben Harry-Potter-Romanen hat J.K. Rowling ein weltweit einmaliges Lesefieber ausgelöst. Die Bücher wurden über 500 Millionen Mal verkauft und in mehr als 80 Sprachen übersetzt. Damit ist J.K. Rowling eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen aller Zeiten. Über die Wahl des Künstlers zeigt sie sich begeistert: „Ich finde seine Interpretation von Harry Potters Welt großartig und fühle mich geehrt, dass er diese Welt mit seiner Kunst zum Leben erweckt hat.“ Jim Kay hat bisher die ersten vier Bände illustriert und arbeitet bereits an den Zeichnungen für das fünfte Buch. Er wurde für seine Bilder zu „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness 2012 mit der Kate Greenaway Medal und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Er lebt in Northamptonshire und arbeitet als freier Illustrator und Konzeptkünstler für Film und Fernsehen.


Programm mit Jim Kay, Rufus Beck und weiteren Veranstaltungen
Die Ausstellung läuft vom 9. November bis 1. Dezember in der Artothek und der BBK-Galerie, Peterstraße 1, und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Jim Kay ist persönlich für drei Meet & Greets in der Ausstellung vor Ort: am Samstag, 9. November, 12 bis 12.30 Uhr, 14 bis 14.30 Uhr sowie 16.45 bis 17.15 Uhr. Für Schulklassen zeigt Jim Kay an zwei Terminen seine Illustrationen in einer großen Bildprojektion: am Montag, 11. November, 8.25 bis 9.25 Uhr sowie 10 bis 11 Uhr, in der Aula der Cäcilienschule. Parallel erzählt er spannend von seiner Arbeit und freut sich über interessierte Fragen.

Als Highlight für alle Potter-Fans präsentieren Rufus Beck und Jim Kay gemeinsam „Harry Potter und der Feuerkelch“ in Wort und Bild. Rufus Beck hat alle Hörbücher über den jungen Zauberer eingelesen, ganze Generationen sind mit seiner Stimme groß geworden. Er wird ausgewählte Szenen aus dem „Feuerkelch“ lesen, während der preisgekrönte Künstler Jim Kay im Anschluss in einem Bildervortrag eine Auswahl seiner Illustrationen vorstellt. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 10. November, um 11.30 Uhr sowie um 15 Uhr in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11, statt.

Weitere Lesungen aus den Harry-Potter-Bestsellern bietet der Schauspieler und Regisseur René Schack an. Inmitten der Ausstellung zieht zudem der Zauberer Jan Sommer sein Publikum mit einer magischen Zaubershow in den Bann. Die Academy of English präsentiert zusammen mit der KIBUM das englischsprachige Programm „Zu Besuch in Hogwarts“ für Kinder ab acht Jahren und Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse. Das Programm kann vom 9. bis 19. November vormittags von angemeldeten Schulklassen besucht werden, nachmittags und an den Wochenenden findet es öffentlich statt.
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Neues Angebot der Stadtbibliothek – Digitales für Einsteiger

05.11.2019 17:48 Uhr

Kostenfreie Techniksprechstunde am 7. November

Die Stadtbibliothek im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, wird ab sofort um das neue Regal „Digitales für Einsteiger“ erweitert. Bürgerinnen und Bürger erhalten hier Informationen zum Umgang mit digitalen Geräten. Diese sind speziell für Menschen, die keine bis wenig Erfahrung mit dem Thema haben. Dadurch wird eine gebündelte Anlaufstelle für alle Interessierten geboten. Welche Medien in der neuen Sachgruppe vorhanden sind, kann auch über den Bibliothekskatalog recherchiert werden.

Zusätzlich findet am Donnerstag, 7. November, von 16 bis 18 Uhr erneut eine Techniksprechstunde statt. Dazu können kostenlos jeweils 15-minütige Termine gebucht werden, um im persönlichen Gespräch Fragen zu technischen Geräten und digitalen Medien jeglicher Art zu stellen und die eigene Medien- und Informationskompetenz weiter auszubauen. Hierfür ist eine Anmeldung per Telefon unter 0441 235-3021 erforderlich.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
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Widerstand und Ungehorsam

05.11.2019 17:46 Uhr

Rück-Blicke auf Aktivist*innen mit Visionen einer gerechten Gesellschaft

Vom 11. bis 13. November findet im Cine k Kino Oldenburg die Film- und Diskussionsreihe „Widerstand und Ungehorsam – Rück-Blicke auf Aktivist*innen mit Visionen einer gerechten Gesellschaft“ statt. Das Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Oldenburg, die Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen und das Medienbüro Oldenburg laden das Publikum dazu ein, gemeinsam mit Expert*innen über weniger bekannte Formen von Widerstand und Ungehorsam zu diskutieren. Zu Gast ist unter anderem Sebastian Weisenborn. Der Oldenburger ist der Sohn zweier Freiheitskämpfer*innen der „Roten Kapelle“, einer Widerstandsgruppe im Nationalsozialismus.

Mehr unter www.cine-k.de.
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Kreyenbrück blüht wieder auf

01.11.2019 22:33 Uhr

Gemeinsames Einpflanzen am 7. November

Beim Stadtteiltreff Kreyenbrück heißt es zum siebten Mal „Kreyenbrück blüht auf“. In diesem Jahr werden die Straßenränder der Klingenbergstraße und der Cloppenburger Straße bepflanzt. Im kommenden Frühjahr erblühen dann Hunderte Narzissen, Osterglocken und Blausternchen in den beiden Straßenzügen.

Die 1.500 Blumenzwiebeln wurden vom Bürgerverein gespendet. Gemeinsam werden sie von Vereinsmitgliedern, Teilnehmenden der Gartengruppe des Stadtteiltreffs und von Anwohnerinnen und Anwohnern gesetzt. Helfende Hände sind herzlich willkommen.

Die Blumenzwiebeln werden am Donnerstag, 7. November, um 10 Uhr gepflanzt. Treffpunkt ist die Klingenbergstraße/Ecke An den Voßbergen.
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Freie Plätze in den Kursen des inForums

01.11.2019 22:23 Uhr

Kostenfreie Kurse im Sticken, Schreiben und Arabisch lernen

Die Kultur- und Bildungseinrichtung inForum bietet vielfältige Kurse an. Für das Angebot im Wintersemester 2019/2020 gibt es noch freie Plätze:

G24 // Wortreich – natürlich schreiben: Im Schreibkurs können die Teilnehmenden ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Gemeinsam sammeln sie Ideen, entwerfen kleine Texte und tauschen sich darüber aus. Der Kurs beginnt am Montag, 11. November, und findet alle zwei Wochen von 9.30 bis 12 Uhr in Raum 2 der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt.

G32 // Kreatives Sticken: In diesem Kurs werden vielfältige, traditionelle Sticktechniken fantasievoll eingesetzt. Anfängerinnen und Anfänger können die wichtigsten Stickstiche schnell erlernen. Gerne dürfen vorhandene Wollreste, Stickgarne aller Art sowie Sticknadeln mitgebracht werden. Der Kurs hat bereits begonnen, ein Einstieg ist jedoch noch möglich. Er findet immer dienstags von 15 bis 17 Uhr in Raum 2 der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt.

G34 // Arabisch für Anfänger: In diesem Kurs lernen Teilnehmende das arabische Alphabet, führen einfache Dialoge und lernen, kurze leichte Texte zu verstehen. Der Kurs beginnt am Mittwoch, 6. November, und findet wöchentlich immer donnerstags von 18 bis 19 Uhr in Raum 4 der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement, Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt.

Für die Teilnahme an den Kursen wird um eine Anmeldung beim ServiceCenter per Telefon unter 0441 235-4444 oder online unter www.oldenburg.de/inforum-anmeldung gebeten.
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Alle Jahre wieder: Chöre und Interpreten für Lamberti-Markt gesucht

01.11.2019 22:03 Uhr

Marktverwaltung bereitet Bühnenprogramm vor

Alle Jahre wieder: Die Stadt Oldenburg wird auch auf dem diesjährigen Lamberti-Markt in der Zeit vom 26. November bis 22. Dezember zwei Bühnen aufbauen. Die Marktverwaltung bietet Chören und anderen interessierten Gruppen oder Interpretinnen und Interpreten die Möglichkeit, sich vor der Kulisse des Rathausplatzes und des Schlossplatzes zu präsentieren.

Die Marktverwaltung übernimmt die Terminkoordination. Interessierte können ihre Bewerbung bis zum 15. November an die Stadt Oldenburg, Marktverwaltung, Pferdemarkt 14, 26121 Oldenburg, beziehungsweise per E-Mail an ordnung@stadt-oldenburg.de senden. Für Rückfragen steht Axel Sieling unter der Telefonnummer 0441 235-2266 zur Verfügung.

Es wird darum gebeten, die Größe der Gruppe, den Strombedarf, Terminwünsche und das geplante Programm sowie dessen Länge anzugeben. Die Stadt wird die Beiträge sammeln und ein Programm für die Marktzeit erstellen. Über die Zulassung zum Rahmenprogramm entscheidet die Marktverwaltung. Eine Gage oder Aufwandsentschädigung kann nicht gewährt werden.
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Förderkreis Cine k: Herbstfest wieder ein Erfolg

29.10.2019 20:10 Uhr
Herbstfest wieder ein Erfolg

Oldenburg (vs). Das Herbstfest des Förderkreises für das Cine k in Oldenburg am vergangenen Sonntag war erneut ein großer Erfolg. Mehr als 60 Gäste kamen in das unabhängige Programmkino Cine k in die Kulturetage, um sich bei Getränken und Speisen zu treffen und sich über das aktuelle und kommende Kinoprogramm auszutauschen. "Wir feiern heute bereits das siebte Herbstfest in unserem schönen Cine k, und ich freue mich, dass wieder so viele Freundinnen und Freunde des unabhängigen Kinos gekommen sind", sagte Helga Wilhelmer, Vorstandsvoritzende des Förderkreises bei der Begrüßung der Gäste. Dieses Fest sei stets eine gute Gelegenheit zusammenzukommen und auch den Förderkreis in die Öffentlichkeit zu tragen. Schließlich sei das Cine k und das Medienbüro Oldenburg auch weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen, so Helga Wilhelmer weiter. Der Förderkreis freut sich immer über neue Mitglieder. Der Förderkreis unterstützt mit seinen Mitgliedsbeiträgen und Spenden das Cine k sowie das Medienbüro Oldenburg mit seinem medienpädagogischen Angebot für Kindergärten und Schulen.

Bereits zum siebten Mal organisierte der Vorstand des Förderkreises mit Hilfe weiterer Kinofreundinnen und -freunde dieses Fest. Fester Bestandteil ist das Filmquiz bei dem Fragen zum Cine k und seinem Programm richtig beantwortet werden mussten. Höhepunkt war der sudanesische Kinofilm "TALKING ABOUT TREES", der seine umjubelte Premiere auf der diesjährigen Berlinale feierte und zum ersten Mal in Oldenburg gezeigt wurde. Die große Liebe zum Kino und den bewegten Bildern waren das Thema auch in diesem Film. Der Vorstand sucht alljährlich gemeinsam mit Marion Fittje und Wolfgang Bruch vom Cine k besondere Filme aus, die diese Liebe zum Kino thematisieren. Die Kinogäste ehrten diesen berührenden Film auch in Oldenburg mit viel Applaus.

Das Programm und weitere Informationen zum Cine k und zum Förderkreis gibt es unter www.cine-k.de und www.förderkreis.cine-k.de.
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Onleihe der Stadtbibliothek Oldenburg überarbeitet

29.10.2019 20:03 Uhr

Aufgeräumtes Webdesign verbessert die Nutzung

Die Onleihe der Stadtbibliothek Oldenburg wurde modernisiert. Wird die Webseite über den Browser angesteuert, dürfen sich Kundinnen und Kunden ab sofort über ein aufgeräumtes und zeitgemäßes Erscheinungsbild freuen. Die gewohnten Funktionen bleiben jedoch erhalten, sodass eine Umstellung in der Hinsicht nicht notwendig ist.

Die Onleihe-App hat neue Farben bekommen, angepasst an die neue Nutzeroberfläche der Webseite, wird ein farblich einheitliches Bild gewährleistet. Der Funktionsumfang bleibt unberührt, sodass Nutzerinnen und Nutzer wie gewohnt eBooks, Hörbücher und eMagazine digital entleihen können.

Die Onleihe ermöglicht es Kundinnen und Kunden der Stadtbibliothek Oldenburg ganz bequem von zuhause eBooks, eMagazine oder Hörbücher auf ihrem Smartphone, Tablet, Laptop oder eBook-Reader auszuleihen und direkt zu nutzen.

Weitere Informationen zur Onleihe sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
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Das digitale Museum soll kommen – aber wie?

23.10.2019 21:25 Uhr

VolkswagenStiftung fördert Projekt am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und der Jade Hochschule Oldenburg

Am 1. Oktober ist ein neues Forschungsprojekt zum Thema Digitalisierung von Museumssammlungen gestartet. Zusammen mit der Jade Hochschule Oldenburg will das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg in den kommenden drei Jahren untersuchen, mit welchen technischen Lösungen Sammlungsobjekte digital erfasst werden können und wie diese Digitalisate die Wahrnehmung von Kulturgut beeinflussen. Das Projekt „Modelldigitalisierung 3D von Natur- und Kulturgut Oldenburg“ (MoDi) wird von der VolkswagenStiftung gefördert.

Die Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg umfasst Objekte aus der Naturkunde, der Archäologie und der Ethnologie. Nur ein Bruchteil davon ist bis jetzt digital erfasst und virtuell zugänglich für die Öffentlichkeit und Forschungsgemeinschaft. Eine Herausforderung bei der Digitalisierung ist die große Vielfalt an Materialien, Texturen und Oberflächen. Mit dem neuen Forschungsprojekt „Modelldigitalisierung 3D von Natur- und Kulturgut Oldenburg“ (MoDi) soll nun in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Luhmann von der Jade Hochschule Oldenburg erforscht werden, wie die diversen Objekte digitalisiert werden können.

Als zentrales Fallbeispiel hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, anhand von Glasbildnegativen die Ausgrabung der beiden Großsteingräber von Kleinenkneten digital zu rekonstruieren. Die Forscher erhoffen sich davon, neue Erkenntnisse über die Nutzung der Gräber und die Grabbeigaben zu erhalten. Zudem wird eine Dissertation über den Projektzeitraum von drei Jahren sich mit dem Thema Digitalisierung aus geisteswissenschaftlicher Perspektive beschäftigen. Dabei wird es unter anderem um die Frage gehen, wie Technologie unsere Interpretation von Kulturgut beeinflusst und ob Digitalisate die gleiche Wertschätzung erhalten können, wie das originale Objekt.
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Jury entscheidet über neuerliche Carl-von-Ossietzky-Preisvergabe

18.10.2019 21:05 Uhr

Festakt am 4. Mai 2020 – Fernsehjournalist Thomas Roth erstmals als Juror dabei

Die Stadt Oldenburg vergibt am 4. Mai 2020 zum 19. Mal ihren Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik. Über die Zuerkennung hat am vergangenen Mittwoch eine fünfköpfige unabhängige Jury entschieden. „Auch in diesem Jahr hatte die Jury wieder zwischen vielen preiswürdigen Nominierungen zu entscheiden. Nach intensiven Gesprächen sind wir zu einem hervorragenden Ergebnis gekommen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst und stellt ein wichtiges Signal in politisch unruhigen Zeiten dar“, so die Jury-Sprecherin Professorin Dr. Sabine Doering. Das Ergebnis wurde noch nicht mitgeteilt. Die Jurysitzung fand im Beisein von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann statt.

Der Jury gehören an die Literaturwissenschaftlerin Professorin Dr. Sabine Doering (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), der Journalist und Autor Dr. Gunter Hofmann (DIE ZEIT, Berlin), Friedrich-Wilhelm Kramer (ehemals Direktor des Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, freier Journalist und Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Riga und Hamburg) und der Historiker Professor Dr. Martin Sabrow (Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin). Neu in der Jury ist der Journalist Thomas Roth, ehemaliger Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios Berlin und Moderator der Nachrichtensendung „Tagesthemen“. 2018 hielt er die Laudatio auf die Preisträgerin Professorin Dr. Deborah Esther Lipstadt.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Stadt Oldenburg wird seit 1984 jeweils alle zwei Jahre anlässlich des Todestages Carl von Ossietzkys am 4. Mai verliehen. Ausgezeichnet werden Personen, einzelne Arbeiten oder Gesamtwerke, die sich mit Leben und Werk Ossietzkys oder mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus auseinandersetzen. Der Preis kann auch für Arbeiten oder Personen zuerkannt werden, die sich im Geiste Carl von Ossietzkys mit der demokratischen Tradition und Gegenwart in Deutschland oder mit Themen der Politik und Zeitgeschichte befassen. Im vergangenen Jahr wurde die Auszeichnung an die amerikanische Historikerin, Antisemitismus- und Holocaustforscherin Professorin Dr. Deborah Esther Lipstadt verliehen.

Ausführliche Informationen über den Carl-von-Ossietzky-Preis, die Jury und die bisher Geehrten sind im Internet unter www.ossietzky-preis.de zu finden.
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„Workshop Videoschnitt“ im inForum geplant

26.09.2019 20:39 Uhr

Neues Angebot im kommenden Semester

Im kommenden Semester kann im inForum, einer Bildungs- und Kultureinrichtung innerhalb der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement, bei ausreichendem Interesse ein neuer Kurs „Workshop Videoschnitt“ angeboten werden.

In diesem Workshop können Sie mit Gleichgesinnten über Ihre Filmideen diskutieren und erhalten Tipps und Tricks, um aus Ihrem Videomaterial einen schönen Film zu gestalten.
Laptops und ein entsprechendes Videoschnittprogramm können vor Ort genutzt werden. Voraussetzungen für diesen Kurs sind ein sicherer Umgang mit Rechner, Maus und Tastatur und Filmmaterial, auch einzelnen Szenen, sollten auf einem USB-Stick mitgebracht werden.
Voraussichtlich findet der Kurs im 14-täglichen Rhythmus mittwochs von 14 bis 17 Uhr statt. Die Interessentinnen und Interessenten werden über das Datum des Kursbeginns rechtzeitig informiert.

Bei Interesse melden Sie sich bitte im inForum, Telefon 235 3765 oder per Mail unter julia.rehbein@stadt-oldenburg.de.
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Sammlungen im Visier der Forschung

24.09.2019 19:00 Uhr

Internationale Wissenschaftler*innen untersuchen Koloniales Erbe in Oldenburg

Eine Gruppe von Forschenden aus Tansania, Papua-Neuguinea und Kamerun untersuchten in den vergangenen zwei Wochen, wie die ethnologische Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg entstand. Das Museum erhofft sich von dem Besuch, dass sich längerfristige Zusammenarbeiten ergeben und wichtige Hinweise auf die Herkunft und vor allem Erwerbsgeschichte der Objekte erarbeitet werden.

Gegenwärtig werden vermehrt öffentliche Debatten um das Koloniale Erbe Deutschlands geführt. Dabei geht es auch um Herkunft und Zukunft der Objekte in den Museen und um die Frage, unter welchen Umständen die Objekte ursprünglich erworben wurden. Auch das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg profitierte in der Vergangenheit von kolonialen Strukturen, in denen eine Vielzahl seiner ethnologischen Objektbestände gesammelt wurden. Um die Herkunft kolonialer Objekte in niedersächsischen Sammlungen zu erforschen, begann 2018 das Verbundprojekt „Provenienzforschung in ethnologischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachen (PAESE)“, welches von der VolkswagenStiftung finanziert wird.

Ziel des Projektes ist es auch, einen offenen und transparenten Dialog mit den Herkunftsgesellschaften der Objekte zu führen. Ab dem 15. September sind daher erstmals ExpertInnen aus Tansania, Kamerun und Papua-Neuguinea im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg bei Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke zu Gast. Sie werden gemeinsam mit Oldenburger Wissenschaftler*innen an den Sammlungen des Museums arbeiten und sich über den Umgang mit Objekten kolonialer Herkunft austauschen. Das Oldenburger PAESE-Projekt wird wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Dagmar Freist von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie betreut die Forschungsarbeiten der Doktorandin des Projekts, Jennifer Tadge, zu den kolonialen Museumsbeständen mit.
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„Mein Erlebnis: Ausbildung“: Per Film in den Alltag der Azubis eintauchen

13.09.2019 16:49 Uhr

Gemeinsames Projekt der Stadt mit dem Lokalsender oeins

Vier Auszubildende der Stadt Oldenburg nehmen uns per Videoclip mit in ihren Alltag bei der Stadt Oldenburg: Dass man als Bauzeichnerin und Bauzeichner kein Picasso sein und als Gärtnerin oder Gärtner im Garten- und Landschaftsbau nicht bereits einen grünen Daumen mitbringen muss und dass man den Spaß vor lauter Akten noch sieht, steht für die Teilnehmenden des Azubifilm-Projekts fest. Sie geben in den Videos einen Einblick in den Arbeitsalltag dieser Berufe sowie in den der Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und der Kaufleute für Büromanagement.

Die Arbeit an der frischen Luft, der Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern und das Kennenlernen unterschiedlicher Bereiche versprechen eines ganz sicher: Vielfalt! So wird auch mit dem Vorurteil aufgeräumt, Büroarbeiten wären eintönig. Im Gegenteil: Es liegen ständig neue und spannende Fälle auf dem Schreibtisch, mit denen unsere Auszubildenden ihr Können unter Beweis stellen.

Davon, was die Arbeit für die Auszubildenden ausmacht, wie man seine eigenen Stärken und Interessen in die Ausbildung integrieren kann und vor allem wie abwechslungsreich die Arbeit ist, berichten die Auszubildenden im Interview vor der Kamera. Dabei wurden sie von einem Team des Lokalsenders oeins betreut und angelernt. Die Videosequenzen aus dem Alltag verdeutlichen, dass die Arbeit bei der Stadt Oldenburg mehr bietet, als man zu wissen glaubt. Egal ob im Freien, an der Wertstoffannahmestellte oder klassisch im Büro, die Arbeit bei der Stadt Oldenburg ist facettenreich. Bei mehr als 15 verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten ist für jeden etwas dabei.

Alle Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen gibt es unter www.oldenburg.de/ausbildung. Und wer zum 1. August 2020 Teil des mehr als 100-köpfigen Teams von Auszubildenden werden will, kann sich bis zum 18. Oktober 2019 bewerben. Die vier Filme zu „Mein Erlebnis: Ausbildung“ sind ebenfalls online unter www.oldenburg.de/ausbildung zu finden.
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Kulturgut unter dem Röntgengerät

01.09.2019 11:48 Uhr

Eine neue Kooperation zwischen dem Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und TÜV NORD soll neues Wissen schaffen

Am Donnerstag, den 29. August, untersuchte ein Team von TÜV NORD mithilfe eines innovativen, mobilen Röntgengeräts archäologische Funde aus der Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg. Dies ist der Startschuss einer längerfristigen Kooperation, welche durch die Anwendung modernster Technik neue Erkenntnisse schaffen und Wissen über Kulturgut digital bewahren möchte.

Die eigene Sammlung ist einer der größten Schätze für ein Museum. Noch viele Geheimnisse können sogar uralten Objekten entlockt werden. So befinden sich in der Sammlung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg zum Beispiel Funde aus dem Gräberfeld Schortens bei Wilhelmshaven, welche durch die jahrhundertelange Lagerung im eisenhaltigen Moorboden von einer dicken Schicht Eisen umhüllt sind. Um diese wertvollen archäologischen Objekte ohne physisches Eingreifen untersuchen zu können, hat sich das Museum nun mit einem Expertenteam von TÜV NORD zusammengetan.

Als erstes gemeinsames Projekt durchleuchtete ein Team unter der Leitung von Dr. Frank Meissner, Leiter Reaktortechnik und Strahlenschutz bei TÜV NORD, zusammen mit Kara Schmidt, Doktorandin an der Universität Münster, mehrere dieser Objekte mit Röntgenstrahlen. So wird erstmals sichtbar, was sich unter dem Eisenmantel verbirgt und in Folge als Teil der Dissertation von Kara Schmidt untersucht. Die Aufnahmen erfolgen digital, ohne Röntgenfilme und aufwändige Entwicklung – die Ergebnisse sind in Sekunden am Monitor des Notebooks zu sehen. Die Methodik wurde speziell für die Bedarfe von archäologischen Untersuchungen angepasst. So ist die gesamte Anlage beispielsweise mobil einsetzbar, damit wertvolle oder empfindliche Stücke nicht transportiert werden müssen. Das Museum verspricht sich von den Aufnahmen und der Kooperation generell viele neue, spannende Einblicke in seine archäologische Sammlung.
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James Bonds „Little Nellie“ landet in Oldenburg

31.08.2019 10:13 Uhr

Kulturbüro zeigt Ausstellung über 007-Filmarchitekt Ken Adam – Hubschrauber als Blickfang

Sein Name ist Bond, James Bond: Wer sich mit britischer Kultur beschäftigt, der kommt an 007, den berühmten Film-Agenten im Geheimdienst Ihrer Majestät, nicht vorbei. Das gilt auch für die in diesem Herbst stattfindende Kultur- und Informationsreihe „Begegnungen 2019 – United Kingdom“, die einen Fokus auf das Vereinigte Königreich richtet. In diesem Rahmen präsentiert das Kulturbüro der Stadt Oldenburg eine Ausstellung über den Filmarchitekten der Bond-Reihe, Ken Adam. Die Ausstellung „Keine Story – Alles Design. Ken Adams James-Bond-Filme“ ist vom 22. Oktober bis zum 19. Dezember im Schlauen Haus Oldenburg, Schlossplatz 16, zu sehen. 

Der Szenenbildner Sir Ken Adam (1921-2016) hat einige der revolutionärsten und zukunftsweisendsten Filmsets entworfen – unter anderem den gigantischen Vulkan im James-Bond-Film „You only live twice“ („Man lebt nur zweimal“, 1967), der mit Kosten von einer Million Dollar das größte und teuerste Set war, das bis dahin gebaut wurde. Durch Ken Adams Architekturfantasien wurden die Bond-Filme der 1960er und 70er Jahre zu Filmklassikern und der Superheld James Bond zu einem Massenphänomen und einer der populärsten Identifikationsfiguren. Die Filme prägten die Kinolandschaft des 20. Jahrhunderts und haben bis heute nichts an ihrer Attraktivität verloren.

Die von der Filmwissenschaftlerin Anke Vetter kuratierte Ausstellung fokussiert insbesondere auf Adams Zeichnungen, die von der Deutschen Kinemathek Berlin zur Verfügung gestellt wurden und beleuchten die Besonderheiten und wiederkehrenden Elemente in dessen unverkennbarer Arbeit als Production Designer der 007-Reihe.

Und ein ganz besonderes Highlight in der Ausstellung wird die Präsentation des Ein-Mann-Hubschraubers „Autogyro WA-116“ sein, Bond-Fans besser bekannt als „Little Nellie“ aus „You only live twice“. Die Besucherinnen und Besucher können einen baugleichen Nachbau – weltweit existieren nur drei Exemplare – des Autogyros erleben, der bei den Dreharbeiten mit Sean Connery zum Einsatz kam und von dem britischen Piloten Kenneth Wallis konstruiert und geflogen wurde. Das Original aus dem Film ist im Besitz der Angehörigen von Kenneth Wallis, der am 1. September 2013 starb und selbst im hohen Alter von über 90 Jahren noch damit flog.

Projektleiter Bernd Hubl: „Ich freue mich, dass wir ab Oktober mit Ken Adam eine Persönlichkeit der 007-Welt näher beleuchten können, die bislang vergleichsweise weniger im Licht der Aufmerksamkeit stand, und dennoch so ungemein wichtig für den Erfolg der Agentenreihe war. Mit seiner visionären Filmarchitektur und seinen Entwürfen für Fahrzeuge und Gadgets ist Adam der eigentliche ,Q‘ gewesen.“ Ergänzt wird die Ausstellung durch eine vom Schlauen Haus organisierte dreiteilige Vortragsreihe, die sich der Welt von James Bond aus wissenschaftlicher Perspektive nähert. Eröffnet wird die Ausstellung am 22. Oktober 2019 um 19.30 Uhr.

Das Kulturbüro der Stadt Oldenburg arbeitet für die Reihe „Begegnungen 2019 – United Kingdom“ in Kooperation mit zahlreichen hiesigen und britischen Projektpartnern derzeit intensiv an einem sehr bunten, qualitativ hochwertigen und spannenden Gesamtprogramm, das ab dem 20. Oktober an unterschiedlichsten Orten in Oldenburg ein differenziertes, unterhaltsames und mitunter überraschendes Bild des Vereinigten Königreichs präsentiert.

Mehr unter www.begegnungen2019.de sowie unter www.schlaues-haus.de
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Wozu das Theater?

28.08.2019 10:07 Uhr

Ausbildung Spiel und Theaterpädagogik 2020–2022

Die Antwort ist einfach: Die Arbeitsfelder von Schule, Jugend-, Bildungs- und  Sozialarbeit unterliegen ständigen Veränderungsprozessen. Insbesondere die zunehmende Heterogenität der Zielgruppen und die strukturellen Veränderungen im Bildungs- und Sozialbereich erfordern seitens der professionell Tätigen neue Gestaltungs- und Kommunikationsformen. Die Ausbildungsinhalte sind geeignet für den Einsatz in Theatergruppen, in Schulen (insb. im Fach Darstellendes Spiel), aber auch im präventiven Sozial- und Kommunikationstraining, in der Kinder-, Jugend- oder Konfirmandenarbeit, bei der Seminargestaltung und in Beratungssituationen. Und natürlich auch für eine eigene persönliche Weiterbildung und Horizonterweiterung!

 

Die Ausbildung beginnt am 14. bis 16. Februar  2020. Der Auswahl- und
Entscheidungstag findet am 30. November 2019 statt.

Infoabend am 12. September 2019, 19:15 Uhr bis 21:30 Uhr in Oldenburg.

Die Ausbildung selbst findet im Ev. Bildungshaus Rastede statt.
Anmeldeschluss für den Infoabend: 05. September 2019

Nähere Informationen bei Heike Scharf, Ev. Bildungshaus Rastede,  
Tel.: 04402-928412, Email: scharf@hvhs.de und Uwe  Fischer, Arbeitsstelle für Kulturelle Bildung in der Ev. -Luth. Kirche in Oldenburg, Tel.: 04402-97299315, Email: uwe.fischer@kirche-oldenburg.de
www.hvhs.de

Das Faltblatt zur Veranstaltungsreihe finden Sie unter https://hvhs.de/downloads/Theater_Ausbildung_2020.pdf
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Spenden des Walk’n‘ Art Festivals überreicht

20.08.2019 20:33 Uhr

Bürgermeisterin Averbeck und Lions Club Oldenburg übergaben Scheck im PFL

Bürgermeisterin Petra Averbeck hat gemeinsam mit dem Lions Club Oldenburg am Dienstag, 20. August, den Schulen des Schülerkulturfestivals Walk’n’Art einen Scheck überreicht. Der Scheck über 13.000 Euro ist der Erlös des diesjährigen Festivals. Walk’n’Art hatte am Samstag, 24. Mai, zum achten Mal stattgefunden und wird von Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihren Lehrkräften organisiert. Das Geld soll in die Kulturarbeit der teilnehmenden Schulen zurückfließen und wird von den 17 Schulen für die Realisierung unterschiedlicher Projekte sowie beispielsweise zum Kauf von neuen Musikinstrumenten genutzt. „Ich finde es wichtig, dass junge Leute Gelegenheiten bekommen, ihr Talente zu zeigen und dabei auch etwas zu wagen. Durch das Festival könnten Sie vor einem Publikum zeigen, was in Ihnen steckt“, lobte Averbeck die Schülerinnen und Schüler.

Das „Walk’n’Art“-Festival wird von Schülerinnen und Schülern organisiert. Aus einer Vielzahl von Veranstaltungen werden unterschiedliche „Walks“ angeboten. Ein „Walk“ ist eine Route mit drei Ereignissen an drei unterschiedlichen Orten. Die rund 1.200 Besucherinnen und Besucher konnten in diesem Jahr aus zehn „Walks“ wählen. Das Festival findet am Freitag, 4. Juni 2021, das nächste Mal statt.
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Akustisches Porträt von Leo Trepp in der Stadtbibliothek

13.08.2019 21:45 Uhr

Hörstation eingerichtet – Beitrag mit Originalzitaten ist auch online abrufbar

Eine Hörstation mit akustischem Porträt von Leo Trepp, ehemaliger Landesrabbiner und Ehrenbürger der Stadt Oldenburg, hat seinen Dauerstandort in der Stadtbibliothek im PFL gefunden. Der 15-minütige Beitrag mit Originalzitaten kann im Erdgeschoss der Bibliothek während der Öffnungszeiten angehört werden. Dafür stehen zwei Sitzgelegenheiten mit Blick auf die Oldenburger Synagoge zur Verfügung.

In dem Hörbeitrag erzählt Professor Dr. Dr. Leo Trepp über verschiedene Stationen seines Lebens und seine besondere Beziehung zu Oldenburg. Er berichtet über die Not der Oldenburger Juden in den 1930er Jahren, seine Zeit als Landesrabbiner von Oldenburg, die Zerstörung der Oldenburger Synagoge in der Novemberpogromnacht 1938, seine Inhaftierung im Konzentrationslager Sachsenhausen, die Emigration in die USA und seine regelmäßigen Besuche in Oldenburg nach dem Zweiten Weltkrieg. Leo Trepp starb am 2. September 2010 in San Francisco.

Der Beitrag wurde 2013 zum 100. Geburtstag Leo Trepps von dem Oldenburger Medienkünstler Christian Gude im Auftrag des Kulturbüros der Stadt Oldenburg erstellt und inzwischen überarbeitet. Textgrundlage ist ein Interview des Regisseurs Michael Uhl mit Leo Trepp aus dem Jahr 2008, das im Rahmen des Projektes „Zugvögel“ des Oldenburgischen Staatstheaters zur 900-Jahr-Feier der Stadt Oldenburg stattgefunden hat. Für die künstlerische Umsetzung der Hörstele aus Holz zeichnet der Oldenburger Künstler Michael Olsen verantwortlich.

Der Beitrag kann auch auf der Homepage des städtischen Kulturbüros in der Rubrik Zeitgeschichte und Politik im Gespräch unter www.oldenburg.de/kulturbuero angehört werden.
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Leben und Vermächtnis eines Verlegers

06.08.2019 20:48 Uhr

Gesprächsabend über Peter Suhrkamp im Kulturzentrum PFL

Der Verleger Peter Suhrkamp steht im Mittelpunkt des nächsten Gesprächsabends in der Reihe „Oldenburger Lebensläufe im Dialog“. Der Literaturhistoriker Dr. h. c. Wolfgang Schopf, Leiter des Literaturarchivs der Universität Frankfurt am Main, Kurator, Herausgeber und Archivar, diskutiert mit der Sozialwissenschaftlerin und Kuratorin der Suhrkamp-Ausstellung 2016 Etta Bengen am Dienstag, 20. August, im Kulturzentrum PFL über Peter Suhrkamp als Verleger, seinen Lebenslauf und das Vermächtnis der „Suhrkamp-Kultur“. Durch den Abend führt Professor Dr. Matthias Bormuth. Beginn ist um 19.30 Uhr.
 Der 1891 in Kirchhatten bei Oldenburg geborene Peter Suhrkamp war einer der bedeutendsten Verleger Deutschlands. Aufgewachsen im ländlichen Raum schlug er das für ihn vorgesehene Hoferbe aus, um gegen den Willen seiner Eltern Lehrer zu werden. Bevor er sein Studium aufnehmen konnte, meldete er sich 1914 freiwillig für den Kriegsdienst. Schwer traumatisiert verbrachte er die letzten Kriegsmonate in einer psychiatrischen Anstalt. Nach Kriegsende nahm er sein Lehrerstudium auf und arbeitete mehrere Jahre in seinem Beruf. 1929 beendete er seine Lehrertätigkeit und setzte sich als Journalist unter anderem kritisch mit dem Schulwesen auseinander. Nach mehrjähriger Mitarbeit im S. Fischer Verlag übernahm er 1936 die Anteile der ins Exil genötigten Familie Fischer bis er 1944 wegen Verstößen gegen Autorenverbote und Kontakten zu Widerstandskreisen verhaftet und ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht wurde. 1950 gründete er den Suhrkamp Verlag, der sich in folgenden Jahren zu einem der wichtigsten deutschen Literaturverlage entwickelte.
 Die Reihe „Oldenburger Lebensläufe im Dialog“ wird von der Karl Jaspers Gesellschaft, Evangelischer Akademie, St. Lamberti-Kirche, Landesbibliothek und dem Kulturamt der Stadt Oldenburg veranstaltet. Karten für den Suhrkamp-Gesprächsabend sind an der Abendkasse für 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, erhältlich.
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Ehemaliger Tagesthemen-Moderator neu in der Jury

03.08.2019 18:30 Uhr

Thomas Roth hebt besondere Bedeutung des Carl-von-Ossietzky-Preises hervor

Der Fernsehjournalist und ehemalige Tagesthemen-Moderator Thomas Roth ist neues Mitglied in der Jury zur Vergabe des Carl-von-Ossietzky-Preises für Zeitgeschichte und Politik, den die Stadt Oldenburg am 4. Mai 2020 zum 19. Mal verleihen wird. Im vergangenen Jahr hielt Roth die Laudatio auf die Holocaustforscherin Professorin Dr. Deborah Esther Lipstadt, Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin des Jahres 2018. Zur besonderen politischen Bedeutung des Preises sagt Thomas Roth: „Carl von Ossietzky, sein publizistisches Werk und sein persönliches Schicksal sind aus meiner Sicht eine aktuelle Mahnung an uns alle, rechtzeitig und vernehmbar unsere Stimme zu erheben, wenn die Werte der offenen und freien Gesellschaft bedroht sind. Wenn wieder ungestraft von einer ‚Wucherung am Volkskörper‘ die Rede ist. Und wenn Antisemitismus auch im deutschen Alltag wieder sichtbarer wird. Deshalb ist der Carl-von-Ossietzky-Preis gerade jetzt so wichtig.“

Thomas Roth hat viele Jahre als Journalist, Moderator und Redakteur für die ARD gearbeitet. Er war langjähriger Korrespondent und Studioleiter in Moskau, Johannesburg, New York und Berlin. Ab 2013 moderierte er bis zu seinem Ruhestand 2016 die Nachrichtensendung „Tagesthemen“. Thomas Roth ist für seine journalistische Arbeit mehrfach ausgezeichnet worden. 1995 erhielt er den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und 1996 den Dr. Friedrich Joseph Haass-Preis für deutsch-russische Verständigung. 2009 folgten der Schweizerisch-Russische Journalistenpreis sowie der Liberty Award. Als Autor veröffentlichte er die Reportagen „Südafrika. Die letzte Chance“, „Das russische Tagebuch. Eine Reise von Tschuktschen bis zum Roten Platz“ sowie die Publikation „Russland. Das wahre Gesicht einer Weltmacht“. Thomas Roth engagiert sich darüber hinaus seit 1999 in der Organisation Reporter ohne Grenzen und ist Kuratoriumsmitglied bei Aktion Sühnezeichen. 2017 wurde er Vorsitzender des Lew-Kopelew-Forums in Köln.

Zur Jury gehören außerdem die Literaturwissenschaftlerin Professorin Dr. Sabine Doering (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), der Journalist und Autor Dr. Gunter Hofmann (DIE ZEIT, Berlin), der frühere Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein und Lehrbeauftragte für Medien und Politik in Riga und Hamburg, Friedrich-Wilhelm Kramer (Hamburg), sowie der Historiker Professor Dr. Martin Sabrow, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (Potsdam) und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt Universität Berlin.

Im Oktober dieses Jahres wird die Jury tagen, um über die neuerliche Vergabe des Preises zu entscheiden. Der Carl-von-Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg wird seit 1984 alle zwei Jahre jeweils anlässlich des Todestages des Namenspatrons am 4. Mai vergeben. Ausgezeichnet werden Personen, einzelne Arbeiten oder Gesamtwerke, die sich mit Leben und Werk Ossietzkys oder die sich mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus auseinandersetzen. Der Preis kann auch für Arbeiten oder Personen zuerkannt werden, die sich im Geiste Carl von Ossietzkys mit der demokratischen Tradition und Gegenwart in Deutschland oder mit Themen der Politik und Zeitgeschichte befassen.
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Trauer um Ossietzky-Preisträgerin Ágnes Heller

24.07.2019 08:55 Uhr

Ungarische Philosophin im Alter von 90 Jahren gestorben

Die ungarische Philosophin und Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin des Jahres 2012 Ágnes Heller ist am Freitag, 19. Juli, während ihres Urlaubs am Balaton gestorben. Die bedeutende Intellektuelle und scharfe Kritikerin Viktor Orbáns wurde 90 Jahre alt. Den von der Stadt Oldenburg verliehenen Carl-von-Ossietzky-Preis erhielt sie „aufgrund ihrer Furchtlosigkeit, mit der sie zeitlebens unter wechselnden Regimen ihren eigenen Überzeugungen gefolgt ist. Als europäisch und kosmopolitisch denkende Intellektuelle gibt sie einem verängstigten Europa ein eindrucksvolles Beispiel“, so die Begründung der Jury 2012. Bei der Preisverleihung, dem Schülergespräch und der Podiumsdiskussion zum Thema „Demokratie und Freiheitsrechte in Ungarn“ beeindruckte sie nachhaltig mit ihren dezidierten Statements und Analysen zum Erstarken von Rechtspopulismus und Nationalismus.

Ágnes Heller wurde 1929 als Tochter jüdischer Eltern in Budapest geboren. Während ihr Vater und viele ihrer Verwandten und Freunde in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden, haben sie und ihre Mutter die Judenverfolgung knapp überlebt. 1947 legte sie am Jüdischen Gymnasium in Budapest ihr Abitur ab. Danach schrieb sie sich an der Universität Budapest für Physik ein, wechselte jedoch das Fach und studierte Philosophie bei Georg Lukács. Sie wurde Schülerin des marxistischen Philosophen, promovierte und arbeitete als Lukácz-Assistentin an der Universität. Nach dem Volksaufstand in Ungarn 1956 kam sie als Mitglied der kommunistischen Partei zunehmend mit der Parteiführung in Konflikt. 1958 wurde sie wegen „konterrevolutionärer Tätigkeiten“ und Ideen aus der Partei ausgeschlossen und mit Berufs- und Publikationsverbot belegt.

Zu Anfang der liberaleren 1960er Jahre durfte sie wieder in ungarischen Zeitschriften veröffentlichen, erhielt jedoch 1968 wegen ihres Protestes gegen die Besetzung der Tschechoslowakei durch den Warschauer Pakt erneut ein Publikations- und Reiseverbot. Es folgten Jahre der Repressionen, bis sie 1977 mit ihrem Mann, dem Philosophen Ferenc Fehér, und ihrem Sohn nach Australien emigrierte. Dort lehrte sie als Soziologieprofessorin an der La Trobe Universität in Melbourne. Anschließend übernahm sie als Nachfolgerin von Hannah Arendt den Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York. Im Zuge der Wende 1989 kehrte sie in wieder nach Ungarn zurück, behielt aber einen Zweitwohnsitz in New York. In ihrem Heimatland engagierte sie sich entschieden gegen die rechtsnationale Politik Viktor Orbáns und seinen Umbau von Staat und Gesellschaft.

Ágnes Heller wurde mehrfach mit Ehrendoktorwürden geehrt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lessing-Preis 1981 der Stadt Hamburg, 1995 mit dem Hannah-Arendt-Preis der Stadt Bremen und den Széchenyi-Nationalpreis (Ungarn), mit dem Sonning-Kulturpreis 2006 (Dänemark), dem Internationalen Willy-Brandt-Preis 2015 und dem Friedrich-Nietzsche-Preis 2019 des Landes Sachsen-Anhalt.

Die Stadt Oldenburg wird Ágnes Heller ein ehrendes Andenken bewahren.
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Dachsanierung am PFL beendet

20.07.2019 23:44 Uhr

Historische Kuppel mit Kran aufgesetzt

Die historische „Dachlaterne“ des Kulturzentrums PFL hat eine umfassende Grundinstandsetzung bekommen und wurde mithilfe eines Kranes wieder auf das Dach des PFL gesetzt. Erneuert wurden die vier Stützpfeiler des Holz-Tragwerks inklusive der umlaufenden Schalung oberhalb der Pfeiler. Auch der Zustand der Wetterfahne ist überprüft worden, die Metallkonstruktion ist ausgebaut und aufgearbeitet worden. Schließlich hat die untere, begehbare Plattform eine neue Abdichtung erhalten. Sämtliche Arbeiten sind in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz erfolgt.

Die Instandsetzungsarbeiten an der oberen Konstruktion hatten Ende Mai begonnen, die Kosten belaufen sich auf etwa 40.000 Euro.

Das klassizistische PFL wurde von 1838 bis 1841 als Krankenhaus errichtet und bis 1984 auch als solches genutzt.
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Museen: Mehr als Tempel der Wissenschaft

10.07.2019 20:12 Uhr

Das Landesmuseum Natur und Mensch öffnet sich für mehr Dialog

In einer Zeit der zunehmenden Unzufriedenheit mit etablierten Institutionen und der Politik in Sachen Umweltschutz müssen auch Museen ihre Stellung überdenken. Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg versteht sich als Ort der sachlichen Information zu Gesellschaftsthemen, aber auch als Plattform für einen offenen Meinungsaustauch. Deshalb erhalten Schülerinnen und Schüler freitags ab 14 Uhr freien Eintritt und an ausgewählten Terminen stehen Mitarbeitende des Hauses zu Gesprächen bereit.

Die Forderungen von Schülern und jungen Erwachsenen nach einem konsequenteren Umweltschutz in Deutschland und weltweit ebbt nicht ab. Der Wissensdurst und Willen zur Veränderung sind groß. Doch es ist oft schwer, eine geeignete Plattform zu finden, gerade im öffentlichen Raum. Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg will nun diesem Ruf nach Anerkennung und Gestaltungsmöglichkeiten nachkommen. Ab sofort erhalten Schüler mit Schülerausweis freitags ab 14 Uhr freien Eintritt. Die neu gestaltete Cafeteria lädt dazu ein, sich über gesellschaftliche Themen auszutauschen und Ideen für eine bessere Zukunft zu entwickeln. Diesen Freitag, den 12. Juli, wird das neue Angebot erstmals stattfinden. Der Nachwuchswissenschaftler Michael Demanowski wird um 15 Uhr einen Input zum Insektensterben geben und für eine offen Gesprächsrunde vor Ort sein.

Dieses Konzept des Museums als „Open Space“ soll verstetigt werden. Es wird angestrebt, nach den Fridays-for-Future-Demonstrationen einen Impuls zu Themen wie Umweltverschmutzung, Klimawandel und Insektensterben geben. Im Anschluss können die Teilnehmenden mit den jungen Forschenden ins Gespräch kommen, oder die Diskussion unter sich weiterführen. Am Freitag, den 26. Juli, ist eine kurze Einführung und ein Meinungsaustausch zum Klimawandel in der mittleren Steinzeit und dessen Auswirkungen auf die Menschen mit der Direktorin Frau Dr. Ursula Warnke geplant.
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Kulturbereich der Stadt wird unter Leitung von Christiane Cordes zusammengefasst

05.07.2019 22:56 Uhr

OB Krogmann setzt auf erfolgreiche Zusammenarbeit mit bewährter Führungskraft

Zum 1. Oktober werden die Ämter „Kultur und Sport“ sowie „Museen, Sammlungen und Kunsthäuser“ der Stadtverwaltung zusammengefasst und ein neues „Amt für Kultur, Museen und Sport“ gebildet. Leiterin wird Christiane Cordes.

„Wir brauchen ein starkes Kulturmanagement, um die Kulturlandschaft in unserer wachsenden Stadt erfolgreich weiterentwickeln zu können“, begründet Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Entscheidung. „Die vor Jahren erfolgte Trennung im Kulturbereich hat sich nicht bewährt. Mit dem neuen Amt wird die Kulturarbeit der Stadt wieder ein deutlicheres Format bekommen. Die Bedeutung der Kultur in der Stadt wird dadurch insgesamt gestärkt. Die Neuorganisation ist Ergebnis eines internen Diskussionsprozesses über die optimale Aufstellung des Kulturbereiches. Die Umsetzung haben wir jetzt vor dem Hintergrund der personellen Veränderungen im Museumsbereich vorgezogen“, erklärt Krogmann.

Das neue Amt soll die verantwortliche Leitung und Koordinierung von Kulturprojekten und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Marketing in Kulturangelegenheiten übernehmen. Dem Amt werden als Fachdienste neben dem Stadtmuseum, die Musikschule, das Kulturbüro, die Stadtbibliothek, das Sportbüro, das Horst-Janssen-Museum und das Edith-Ruß-Haus zugeordnet.

Christiane Cordes freut sich auf die Herausforderung: „Auf die Aufgabe, insbesondere das neue Stadtmuseum voranbringen zu dürfen, freue ich mich sehr. Da können wir jetzt aus einer Hand planen.“

Die Neuorganisation wird ohne neue Planstellen möglich sein. „Wir werden zeitnah auch die vakante Stelle der Leitung des Stadtmuseums ausschreiben. Ihre zentrale Aufgabe wird die weitere Ausgestaltung des Projektes Neues Stadtmuseum mit der Konzeption für die neue stadtgeschichtliche Ausstellung sein. Es geht darum, Museum neu zu denken und einen Ort zu schaffen, an dem wir uns über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft unserer Stadt austauschen können“, so der Oberbürgermeister.
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Cine k erhält Kinoprogrammpreis für ein herausragendes Jahresprogramm 2018

22.06.2019 09:17 Uhr
Jedes Jahr vergibt die nordmedia Kinoprogrammpreise als Auszeichnung für kulturell herausragende Filmprogramme. Gewerbliche und nicht-gewerbliche Filmtheater und Spielstätten aus Niedersachsen und Bremen werden ausgezeichnet. Mit dabei war auch das Cine k in Oldenburg. Das Cine k wurde erneut für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms ausgezeichnet. Katrin Windheuser und Jonas Fittje konnten den mit 2.500 € dotierten Preis entgegennehmen. "Wir freuen uns sehr, dass unsere kontinuierliche, inhaltliche Arbeit auf diese Art gewürdigt und wertgeschätzt wird," so Jonas Fittje.

Die Kinoprogrammpreisverleihung 2019 fand in den Gronauer Lichtspielen statt, die dieses Jahr ihren 100. Geburtstag feiern. Insgesamt vergab die nordmedia Preisgelder im Wert von 72.000 Euro für die Gestaltung hervorragender Jahresfilmprogramme und besonderer Filmreihen. Seit 2006 wird das Cine k jährlich prämiert. Bei der Auswahl der Preisträger wird der Einsatz von deutschen und europäischen Filmen, Sondervorstellungen, Filmkunst- und Kinderfilmen bewertet. Ziel der Auszeichnung ist die Erhaltung und Förderung der Kinokultur in Niedersachsen und Bremen.

Über das Cine k
Das Cine K ist Oldenburgs kleines aber feines Programmkino. Es bietet unkonventionelles und besonderes Kino jenseits des Mainstream, zeigt Nischenproduktionen und spannende Langfilmpremieren aus der ganzen Welt. Für sein herausragendes Programm wird das Cine k regelmäßig, u.a. von der Nordmedia, ausgezeichnet.
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Mit Augmented Reality in Francksens Zeiten reisen

22.06.2019 08:56 Uhr

Stadtmuseum lotet mit Kreativnetzwerk cre8 neue Wege der Wissensvermittlung aus

Die historischen Villen und die stadtgeschichtliche Dauerausstellung im künftigen Stadtmuseum sollen den Besucherinnen und Besuchern durch digitale, immersive und partizipative Elemente ein einmaliges Erlebnis der Oldenburger Geschichte bieten. Wie dieses Ziel erreicht und neue Wege in der Kunst- und Kulturvermittlung umgesetzt werden können, haben Mitarbeiterinnen des Stadtmuseums jetzt in einem gemeinsamen Workshop mit cre8 oldenburg, dem Netzwerk der Kreativwirtschaft, ausgelotet. Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist dies eine aussichtsreiche Zusammenarbeit: „Wir müssen Wege finden, Geschichte kreativ zu vermitteln und erfahrbar zu machen. Daher finde ich es spannend, dass sich das Netzwerk cre8 für das Stadtmuseum engagiert.“

Das unterstreicht auch Dr. Nicole Deufel, Leiterin des Amtes für Museen, Sammlungen und Kunsthäuser: „Es reicht in zeitgemäßen Museen nicht länger, Originalobjekte oder Kunstwerke einfach auszustellen. Heutige Besucherinnen und Besucher erwarten museale Erlebnisse, die sie einbeziehen und mitwirken lassen. Die Zusammenarbeit mit cre8 ist daher für uns eine große Chance.“ Die Expertise der Kreativschaffenden reichte von Gamification über Filme, Virtual oder Augmented Reality bis zu Grafik, Social Media und Design. Neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtmuseums und der städtischen Wirtschaftsförderung (als Koordinatorin von cre8) nahmen Amon Thein (Schwarzseher), Hendrik Rump und Andreas Schnepper (Quantumfrog), Katja Reiche (designpart), Michael Falk (Humatects), Norbert Egdorf (Grafik und Illustration), Sebastian von Zeberg und Jannik Eilers (threeOax), Stephanie Ritterhoff (Historik und Didaktik) und Thiemo Eddiks (eddiks grafik, Oldenburger Computer Museum) an dem Workshop teil.

Nach einer kurzen Führung durch den bestehenden Gebäudekomplex haben die Teilnehmenden ein gemeinsames Ziel formuliert und erste Ideen gesammelt. Drei Ansätze wurden daraufhin genauer untersucht. So wurde überlegt, inwiefern lebendige Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten entwickelt werden können, wie einzelne Exponate flexibel mit Hintergrundinformationen und Animationen versehen sein könnten und welche Möglichkeiten digitale historische  Stadtmodelle eröffnen. Techniken wie Augmented oder Virtual Reality spielten dabei eine große Rolle. Ziel ist allerdings nicht, nur mit dem Tablet oder Smartphone in der Hand durch die Ausstellungen zu gehen, sondern die Techniken für ein verbindendes Erlebnis zu nutzen und Lerneffekte zu schaffen, wo sie von den Besucherinnen und Besuchern gewünscht werden.

Der cre8_workshop ist ein Angebot von cre8 oldenburg, geeignet für Institutionen, Unternehmen und verschiedenste Themen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.cre8oldenburg.de. 
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Jüdische Gemeinde erhält Grundstein der alten Synagoge zurück

19.06.2019 20:31 Uhr

Grundstein bleibt als Leihgabe weiter am Stadtmuseum Oldenburg

Die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg hat in einem Festakt am Mittwoch, 19. Juni, offiziell den Grundstein der alten Oldenburger Synagoge zurückerhalten. Der Grundstein befand sich lange Jahre im Bestand des Stadtmuseums Oldenburg und konnte im Zuge der dortigen Provenienzforschung nun als verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut restituiert werden. „Wir freuen uns sehr, der Jüdischen Gemeinde heute offiziell den Grundstein der 1938 zerstörten Synagoge zurückgeben zu können“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

„Dass der Grundstein von nun an als Leihgabe im Stadtmuseum bleibt, drückt zugleich die enge Verbundenheit zwischen der Gemeinde und der Stadt Oldenburg aus und hält die Erinnerung an das entstandene Unrecht auch in Zukunft wach“, so Krogmann weiter. Sowohl der Grundstein als auch wesentliche Teile des ehemaligen Inhalts werden ab Sommer 2019 im Stadtmuseum ausgestellt werden. Als Teil der Dauerausstellung auch im späteren Neubau des Museums ist der symbolhaltige Stein ein wichtiger materieller Zeitzeuge, um an die Geschichte der Jüdinnen und Juden in Oldenburg und die Verbrechen der NS-Zeit zu erinnern, wie Dr. Elisabeth Schlesinger, erste Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, betont: „Gerne geben wir den restituierten Grundstein der 1938 zerstörten Oldenburger Vorkriegs-Synagoge als steinernen Zeugen und als Dauerleihgabe an das Oldenburger Stadtmuseum. Erinnern und Lernen: Für das jüdische Volk ist das von jeher ganz essentiell und es deckt sich mit dem Auftrag eines Museums.“

Das Erinnern habe nicht an Bedeutung verloren, ganz im Gegenteil, so Schlesinger in ihrer Rede: „Die Zeit der Weimarer Republik ist sicherlich nicht mit der heutigen Zeit zu vergleichen. Aber in mancherlei Hinsicht wecken die aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland, in Europa und auch weltweit mit dem wieder aufkeimenden Nationalismus und dem Erstarken der rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien ungute Erinnerungen und Befürchtungen, nicht nur bei jüdischen Menschen. Die verhängnisvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts soll sich nicht in abgewandelter Form wiederholen!“

Die Restitution des Grundsteins wurde durch die aktuelle Provenienzforschung am Stadtmuseum ermöglicht. Im Zentrum steht dabei, die Sammlungsbestände gezielt auf ehemals jüdisches Eigentum zu überprüfen, das während der nationalsozialistischen Herrschaft von 1933 bis 1945 oder in späteren Jahren unrechtmäßig den Besitzer wechselte. Das langfristige Projekt wird von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste finanziell unterstützt und läuft noch bis 2020.

Der Grundstein war 1854 in der Peterstraße im Beisein von Großherzog Nicolaus Friedrich Peter, Regierungsvertretern und Geistlichen der christlichen Gemeinden feierlich gelegt worden. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 setzten die Nationalsozialisten die Synagoge in Brand und zerstörten sie. 1959 tauchte der Grundstein bei Bauarbeiten wieder auf. Während sein Inhalt damals an die Jüdische Kultusvereinigung zu Oldenburg e. V. übergeben wurde, gelangte der leere Stein, bestehend aus zwei großen gehöhlten Sandsteinhälften, in die Sammlungen des Stadtmuseums Oldenburg. Obwohl der Stein noch 1988 in der Sonderausstellung „Die Geschichte der Oldenburger Juden und ihre Vernichtung“ gezeigt wurde, geriet er zunächst in Vergessenheit.

Der ursprüngliche Inhalt des Steins befindet sich heute im Besitz des Braunschweigischen Landesmuseums und umfasst zwei gravierte Platten, zwei Münzen und eine Zeitkapsel, die das Stadtmuseum Oldenburg als Leihgaben erhält. Darüber hinaus enthielt er eine Grundrissskizze, eine Glaubens- und Pflichtenlehre, ein Gesetzesblatt und einen Zeitungsauschnitt, die derzeit allerdings aus restauratorischen Gründen nicht ausgestellt werden können.
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Oldenburger Stadtteile im Wandel

16.06.2019 20:06 Uhr

Exkursionen im Ziegelhofviertel und auf der Spuren der industriellen Revolution

Am Freitag, 21. Juni, 16 bis circa 19 Uhr, nimmt die Gästeführerin Elke Wendeln die Teilnehmenden mit auf eine Radtour entlang der Spuren der industriellen Revolution. Sie erklärt, was die ehemaligen Bauernschaften Donnerschwee mit der Industrialisierung Oldenburgs zu tun haben und führt durch das Hafengebiet über schöne Wege in die Bauernschaft links der Hunte in Richtung Ohmstede und wieder nach Donnerschwee. Industriegeschichte, Arbeiter, Wohnverhältnisse und Lebensbedingungen stehen im Mittelpunkt. Beginn ist am Osternburger Markt (Bremer Straße), Ende am Hauptbahnhof. Die Tour ist rund 15 km lang und kostet 12 Euro. Tickets gibt es im Internet unter www.ticket2go.de oder in der Touristinfo im Lappan.

Zu Fuß durch das Ziegelhofviertel führt eine Tour mit Gästeführer Bernd Munderloh am Samstag, 22. Juni, 11 bis 13 Uhr. Der Gästeführer veranschaulicht unter anderem die architektonische Entwicklung des rasant gewachsenen Viertels und erzählt Spannendes über die Geschichte des Ziegelhofviertels. Außerdem werden geheime Gänge und Fledermausquartiere entdeckt sowie Straßennamen entschlüsselt. Treffpunkt ist am Friedrich-August-Platz, Tickets gibt es für 8 Euro im Internet unter www.ticket2go.de oder in der Touristinfo im Lappan.
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Stadt zündet „KulTurbo“: Zweite Förderrunde für innovative Kulturprojekte

13.06.2019 11:04 Uhr

Oldenburg stellt wieder 40.000 Euro zur Verfügung – Einreichungsschluss ist der 31. Juli

Eine straßenverkehrstaugliche Installation, ein intimes filmisches Stadtportrait, musikalisch vertonte Gemälde – die erste Förderrunde für innovative Kulturprojekte hat das große kreative Potenzial unserer Stadt offengelegt. Im städtischen Kulturbüro und im Kulturausschuss ist man sicher: Dieser Schatz muss gehoben werden! Deshalb stehen in diesem Jahr wiederum 40.000 Euro zur Verfügung, um neue, ungewohnte und überraschende Akzente im Kultursektor zu setzen. Die Ausschreibung richtet sich bevorzugt – aber nicht ausschließlich – an junge Kulturschaffende und Kreative zwischen 18 und 35 Jahren.

„Mit diesem Format bietet die Verwaltung einen unkomplizierten Förderzugang für junge Menschen an. Das Probieren und Experimentieren steht im Mittelpunkt, wir wünschen uns echte Neuheiten für die Kulturszene“, erklärt Christiane Cordes, Leiterin des Amtes für Kultur und Sport, den Ansatz.

Im Gegensatz zur Premiere gibt es bei dieser Neuauflage keine thematischen Vorgaben. „Dieses Mal geben idealerweise die Projekte selbst die Antwort auf die Frage, wie man junge Menschen für Kultur begeistern kann“, hofft Christiane Cordes.

Knapp zwei Monate sind nun Zeit, um Ideen zu sammeln und Pläne zu schmieden. Bis Mittwoch, 31. Juli, sollen die Konzepte samt grobem Finanzierungsplan im städtischen Kulturbüro (Peterstraße 23 oder Postfach, 26105 Oldenburg) vorliegen. Im Anschluss werden sie dem Kulturausschuss zur Entscheidung vorgelegt.
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Landesbibliothek verlängert ihre Öffnungszeiten

13.06.2019 09:50 Uhr

Neue Projekte

Ab Dienstag, 11. Juni, ist die Landesbibliothek Oldenburg jede Woche 19 Stunden länger als bisher geöffnet. Im Lern- und Informationszentrum (LIZ) kann man jetzt wochentags bis 22 Uhr und samstags bis 16 Uhr schmökern. Das neue Angebot soll besonders Studierende und Berufstätige ansprechen und gilt zunächst bis zum Jahresende.

Das 2017 neu eröffnete Lern- und Informationszentrum (LIZ) der Landesbibliothek bietet auf 1.250 m² nicht nur aktuelle Sach- und Fachliteratur in gedruckter und elektronischer Form, sondern auch Belletristik, Zeitschriften und Tageszeitungen. Großzügige Arbeitstische mit WLAN und gemütliche Sitzgruppen verteilen sich über drei lichtdurchflutete Ebenen. Auch Gruppenarbeitsräume für 2 bis 20 Personen können gebucht werden. „Die Öffnungszeiten für Menschen zu erweitern, die tagsüber wenig Zeit haben, war schon bei der Planung des LIZ unser Ziel“, sagte Direktorin Corinna Roeder heute im Rahmen einer Pressekonferenz. „In diesem Jahr sind wir erstmals in der Lage, das Experiment zu wagen und mit dem LIZ in die Verlängerung zu gehen. Die übrigen Räume und der volle bibliothekarische Service stehen unseren Nutzern wie gewohnt zu den bisherigen Zeiten zur Verfügung.“

Gerade für Studierende dürfte die zentral gelegene Landesbibliothek eine gute Wahl sein, wenn sie nach dem Unibetrieb eine ruhige, angenehme Arbeitsumgebung suchen, wo sie einzeln oder in Gruppen bis 22 Uhr konzentriert lernen können. Auch Berufstätige, die sich nach Feierabend noch weiterbilden oder einfach Zeitung lesen und entspannen wollen, haben jetzt keinen Zeitdruck mehr. Für beide Personengruppen könnte sich die Landesbibliothek noch mehr als bisher zu einem sog. „Dritten Ort“ entwickeln - ein Trend, der deutschlandweit in vielen Bibliotheken zu beobachten ist. Als „Dritten Ort“ bezeichnet man einen gern und regelmäßig aufgesuchten Aufenthaltsort jenseits von Arbeits- und Wohnort. Im Spätherbst will die Landesbibliothek evaluieren, ob sie im kommenden Jahr wieder in die Verlängerung geht.
 

Neue Öffnungszeiten der Landesbibliothek Oldenburg ab 11.6.2019
Servicezeiten:
Mo – Fr: 10 – 19 Uhr Sa: 9 – 12 Uhr

Lern- und Informationszentrum (LIZ):
Mo - Fr: 10 – 22 Uhr Sa: 9 – 16 Uhr

Neue Projekte
Die Landesbibliothek Oldenburg startet 2019 gleich vier neue Digitalisierungs- und Erhaltungsprojekte. Schwerpunkte sind historische Zeitungen und Karten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM) und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) bewilligten dafür insgesamt Fördermittel in Höhe von rund 390.000 Euro. Die Landesbibliothek setzt damit ihre Doppelstrategie, wertvolle Bestände zu digitalisieren und gleichzeitig die Originale zu erhalten, erfolgreich fort. 
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Lebendige Bibliothek 2019

10.06.2019 11:06 Uhr

15. Juni 2019, 15:30 bis 18:30 Uhr, Stadtbibliothek im PFL

Zum sechsten Mal veranstalten der Präventionsrat, die Stadtbibliothek und die VHS Oldenburg eine Lebendige Bibliothek. Acht interessante Lebendige Bücher stehen zur Ausleihe bereit. Am Samstag, 15.06.2019 können Interessierte ab 15:30 Uhr kostenlos und ohne Voranmeldung an der Veranstaltung teilnehmen.

Bei der Lebendigen Bibliothek sind die „Bücher“ Menschen, die von ihrer Geschichte berichten und persönlich mit den Besuchern in 20-minütige Gespräche gehen. Viele von ihnen sind mit Vorurteilen konfrontiert. Die lebendigen Bücher sind Jude oder Muslima, Crossdresser oder Ultra-Fan, gehörlos oder blind, Polizist oder Geflüchteter. Alle lebendigen Bücher haben einiges zu erzählen und freuen sich auf individuelle Fragen.

Der Katalog der Lebendigen Bücher ist schon jetzt auf der Webseite des Präventionsrates Oldenburg einsehbar.
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Kreyenbrück „treibt‘s wieder bunt“

09.06.2019 21:19 Uhr

Stadtteilfest am 21. Juni

Am Freitag, 21. Juni, können sich Kreyenbrückerinnen und Kreyenbrücker beim Stadtteilfest vergnügen. Gefeiert wird von 15 bis 18 Uhr auf dem Gelände der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael, Klingenbergstraße 20. Das diesjährige Programm steht unter dem Motto „Kreyenbrück treibt’s bunt“. Das Fest wird vom Arbeitskreis Kreyenbrück organisiert und findet erstmalig in Kooperation mit dem Farbenfroh Kulturfestival Kreyenbrück statt.

Es gibt ein vielfältiges Liveprogramm, das von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus dem Stadtteil gestaltet wird. Das Publikum kann sich auf Jugendtheater und Musik von verschiedenen Chören freuen. Auf dem Stadtteilfest sind außerdem Spiel- und Bastelangebote sowie eine Cafeteria mit Kaffee und Kuchen zu finden. Zum Abschluss der Feier wird im Rahmen des Farbenfrohfestivals ab 17 Uhr die Band „Global Music Player AllStars“ spielen.
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Europäische Vernetzung verstärkt

05.06.2019 10:54 Uhr

Dr. Ursula Warnke vertritt das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg auf europäischer Ebene

Vom 23. bis 24. Mai trafen sich die Mitglieder des Vereins Megalithic Routes e.V. im schwedischen Landskrona. Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg und das reiche archäologische Erbe aus der Zeit der Großsteingräber in der Region wurden durch Direktorin Dr. Ursula Warnke vertreten. Das Museum ist ein wichtiger Ankerpunkt für das Wissen über Funde aus bedeutenden Anlagen wie dem Pestruper Gräberfeld und Kleinkneten.

Großsteingräber, oder auch Megalithgräber, sind auch heute noch an vielen Orten in unserer Region ein deutlich erkennbares Zeugnis von menschlichen Siedlungen aus der Steinzeit. Die Grabanlagen selbst und archäologische Funde wie Keramikgefäße oder Bernsteinperlen verraten uns viel darüber, wie die ersten Bauernkulturen vor ungefähr 3.000 Jahren hier lebten. Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg verfügt über eine reiche Sammlung aus dieser Zeit und ist unter anderem auch deswegen Mitglied des Arbeitskreises „Straße der Megalithkultur“. Ursprünglich als eine Idee für eine Ferienstraße entstanden, hat sich das Konzept des Schutzes und Vermittelns dieses wichtigen Kulturerbes zu einem transnationalen Projekt entwickelt. Inzwischen als Kulturweg des Europarates auf europäischer Ebene anerkannt, umfasst das Projekt Mitglieder aus den Niederlanden, Dänemark, Portugal, Schweden und Spanien.
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3. Jugendforum der Deutsch-Russischen Städtepartnerschaften

02.06.2019 19:55 Uhr

Team aus Oldenburg nimmt teil an Deutsch-Russischer Jugendkonferenz

Vom 21. bis 28. Juni 2019 kommen in Düren 30 deutsche und 30 russische Jugendliche beim 3. Deutsch-Russischen Jugendforum der Deutsch-Russischen Städtepartnerschaften zusammen und entwickeln gemeinsam unter dem Motto „Stadt in Bewegung: Dein Projekt zählt“ Austauschprojekte, um Städtepartnerschaften zu stärken. Aus Oldenburg nehmen Yannis Dehnert, Franz Müller und Markus Müller mit ihren Partnern aus Machatschkala teil.

Ziel des Jugendforums ist es, konkrete Projekte für den Jugendaustausch zwischen den Partnerstädten zu initiieren und den Austausch sowie die Vernetzung unter den Akteuren anzuregen. In Workshops werden die Teilnehmenden Projektvorhaben ausarbeiten und einen Grundstein für deren Umsetzung legen. „Indem die jungen Menschen gemeinsam an Projekten arbeiten, entwickeln sie ein tieferes Verständnis für die Kultur des anderen und bringen mit neuen Ideen frischen Wind in den deutsch-russischen kommunalen Dialog. Dies ist gerade in den heute politisch schwierigen Zeiten wichtiger denn je“, sagt Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender des Vorstands, Deutsch-Russisches Forum e.V.

Das Jugendforum ist der XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz im Kreis Düren vorgeschaltet, zu der über 400 Vertreter aus deutschen und russischen Städten, Gemeinden, Regionen, Bürgerorganisationen und Wirtschaft erwartet werden. „Die Konferenz ist das größte zivilgesellschaftliche Ereignis der deutsch-russischen Beziehungen in diesem Jahr und ist hochrangig politisch flankiert“, so Matthias Platzeck.

Die Teilnehmenden des Jugendforums werden an der Eröffnung der Städtepartnerkonferenz im Krönungssaal des Aachener Rathauses mit einer Festansprache von Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, teilnehmen. Im Rahmen der Städtepartnerkonferenz werden die Jugendlichen den Kommunalvertretern ihrer Städte ihre Projektideen vorstellen und gemeinsam mit ihnen über deren nachhaltige Umsetzung diskutieren. Bei der Abschlussveranstaltung der Städtepartnerkonferenz im Dorint-Hotel in Düren am 28. Juni präsentieren die Jugendlichen ihre ausgearbeiteten Projektideen.

Das Jugendforum wird veranstaltet vom Deutsch-Russischen Forum e.V, der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, dem russischen Koordinierungsbüro für den Jugendaustausch mit der Bundesrepublik Deutschland und dem Kreis Düren. Die Veranstaltung wird gefördert vom Auswärtigen Amt und dem Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung der Russischen Föderation. 

Kontakt: Natalia von Münchhausen , Deutsch-Russisches Forum e.V.
Tel: 030-263907-17, E-Mail: muenchhausen@deutsch-russisches-forum.de 
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25. CSD Nordwest: Vielfalt statt Einfalt

29.05.2019 22:06 Uhr

OB Krogmann: Demonstration glänzt als Aushängeschild für ein tolerantes Oldenburg

Es ist das Jahr der Jubiläen unter der Regenbogenflagge: 50 Jahre ist es her, dass sich Schwule, Lesben, Transgender und Drag-Queens mit dem legendären Stonewall-Aufstand von 1969 in der New Yorker Christopher Street gegen polizeiliche Willkür und Diskriminierung zur Wehr setzten. Vor 25 Jahren erklärte der Bundestag mit der Streichung des als „Schwulenparagrafen“ bekannten §175 Homosexualität für straffrei. Und zum 25. Mal zieht in diesem Jahr in Oldenburg eine bunte Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) durch die Stadt.

Was 1995 beim 1. CSD in Oldenburg mit einigen hundert Menschen begann, hat im vergangenen Jahr mit rund 11.000 Teilnehmenden einen neuen Rekord erreicht. Diesmal lautet das Motto am Samstag, 15. Juni: „25. CSD – Vielfalt statt Einfalt“. „Vielfalt bedeutet, dass alle Menschen so leben und sein können, wie sie sind. Ohne Angst vor Ausgrenzung oder Angriffen. Der CSD leistet dabei als treibende Kraft im Kampf um Anerkennung und Akzeptanz seit vielen Jahren nicht nur ganz hervorragende Arbeit, sondern glänzt auch als buntes Aushängeschild für ein tolerantes und weltoffenes Oldenburg“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Wir wollen eine Stadt für alle sein, die großen Wert auf Teilhabe legt. Dazu passt der CSD sehr gut.“

Die Vorkämpfer*innen zu ehren, das bisher Erreichte zu feiern und für weitere rechtliche Gleichstellung zu werben, steht im Mittelpunkt der großen Demonstration, die am 15. Juni um 13 Uhr am Schloßplatz startet, wo bereits ab 11 Uhr ein Auftaktprogramm stattfinden wird. Auch sehr viele Heterosexuelle gehen mit auf die Straße, um schwule, lesbische, bi-, trans- und intersexuelle Menschen zu unterstützen. „Da wir immer eine Minderheit sein werden, brauchen wir diesen Schulterschluss. Diese Akzeptanz belegt, dass viele Bürger*innen lieber Vielfalt lieben“, erläutert Kai Bölle vom Vorstand des Vereins CSD Nordwest. „Die vergangenen Jahre zeigen jedoch auch, dass es vom blauen Rand des Parlamentes aus ein Streben nach Einheitlichkeit, nach Uniformität, nach Verdrängen und Unsichtbarmachen gibt. Nach Einfalt. Und das ist der wesentliche Grund, wieso wir in diesem Jahr das Motto ,25. CSD – Vielfalt statt Einfalt‘ gewählt haben“, so Bölle.

Eine der zentralen CSD-Forderungen ist die Ergänzung von Artikel 3 im Grundgesetz um das Merkmal der sexuellen oder geschlechtlichen Identität. „Es geht also im Kern um nichts anderes als vor 25 Jahren: den Kampf um die gleichen Menschenrechte“, erklärt Bölle.

Die Demonstration
Nach einer Rekordbeteiligung im Vorjahr erwartet der CSD Nordwest e.V. auch diesmal mehr als 10.000 Teilnehmende. Aktuell haben sich bereits 26 Gruppen angemeldet, die neben der LSBTI*-Community auch die Bereiche Bildung, Politik, Vereine und Firmen abdecken. Auch die Stadtverwaltung ist mit einem Wagen vertreten. Los geht’s am Samstag, 15. Juni, um 13 Uhr. Der Startschuss erfolgt von der Bühne auf dem Schloßplatz. Danach setzt sich der Demonstrationszug aus der Straße Schloßplatz in Bewegung. Zuerst geht es über den Stautorkreisel in Richtung Pferdemarkt. Von dort geht es zurück zum Lappan. Über Lange Straße und Haarenstraße erreicht die Demo den Julius-Mosen-Platz und kehrt über den Theaterwall zum Schloss zurück.

Die Abschlusskundgebung
Die Abschlusskundgebung startet um 15 Uhr auf der Bühne am Schloßplatz. Vertreter*innen von Gruppen und Vereinen aus dem LSBTI*-Bereich werden über die aktuelle Situation in Oldenburg und im Nordwesten berichten und Forderungen an Politik und Gesellschaft richten.

Das Kulturfest und die „PridePlaza“
Die Kundgebung und das Kulturfest gehen fließend ineinander über. Dabei beginnt das Bühnenprogramm erneut um 11 Uhr mit DJ Olafson, der die sich sammelnden Demonstranten mit Musik unterhalten wird. Um diese Uhrzeit öffnet auch die im Vorjahr neu gestaltete „PridePlaza“ auf dem Schloßplatz. Mehr als 20 Infostände zu den unterschiedlichsten Themen stehen bereit. Die „PridePlaza“ wird in diesem Jahr bis in die Innenstadt hinein zur Lambertikirche ausgeweitet. Hinter der Kirche wird sie durch einen neuen Tanzbereich abgeschlossen. DJ Denny, DJ Ceed und DJ GRT sorgen für Musik. Am Nachmittag wechseln sich Redner*innen und Künstler*innen auf der Hauptbühne am Schloss ab. Mit dabei: Sängerin und Entertainerin Margot Schlönzke, die als „Polittunte mit Herz und Schnauze“ angekündigt wird, die Pop-Rock-Band „LesBummsBoys“ aus Rostock sowie Leopold, der Vibes und Ästhetik mit elektrischen Sounds und tanzbaren Beats verbindet, und das Duo Flinte. 


Die Abschluss-Party „The Night of the Pride“
Die Geburtstagsparty zum 25. CSD steigt am Samstag, 15. Juni, ab 22 Uhr im Klub Molkerei (Bloherfelder Straße 2). Der Eintritt kostet 8 Euro. DJ Thi Rex legt eine Mischung aus Electro House, Hip Hop und Charts auf.


Das Rahmenprogramm

 • Erzählcafé zum 25. CSD Nordwest:
Unter dem Motto „Wie alles begann“ erzählen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus den Anfängen des CSD Nordwest am Mittwoch, 29. Mai, ab 19 Uhr bei Hempels. Dazu gibt es Bild- und Archivmaterial der bisherigen 24 CSDs zu bestaunen. Veranstalter ist Na Und e.V.


• Gottesdienst zum CSD Nordwest:
Die Lambertikirche lädt am Pfingstmontag, 10. Juni, bereits zum 8. Mal ein, einen bunten Gottesdienst mit toller Musik und Worten zu feiern. Beginn ist um 10 Uhr. Mit dabei in diesem Jahr: Christian Arndt, Uwe Heger, Christian Firmbach, die Aidshilfe Oldenburg, Annie Heger, Dr. Christian Wetz und Pastor Ralph Hennigs. Anschließend gibt es Kaffee und Klönschnack im Lambertussaal.


• Podiumsdiskussion „Sichere Herkunftsstaaten?“
Eine Diskussionsrunde zu den Themen Queer und Flucht findet am Mittwoch, 12. Juni, ab 19 Uhr im BIS-Saal (Bibliotheksgebäude) der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg statt. Über Asylpolitik diskutieren Hanna Naber (MdL, SPD), Jens Parker (Die Grünen), Nazanin Ghafouri (Flüchtlingsrat Bremen), Ali N. Tutar (Queeraspora) und Konstantin Sherstyuk (Quarteera e.V.). Das Format ist so geplant, dass alle Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit zum Mitmachen haben.


• Dyke March
Beim Dyke March am Freitag, 14. Juni, stehen die Forderungen von lesbischen Frauen im Mittelpunkt. Beginn ist um 17 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz.


• „Nacht der Kleinen Künste“
Die Traditionsshow am Vorabend der Demonstration findet am Freitag, 14. Juni, ab 19.30 Uhr in der Kulturetage statt. Stand-up-Comedian Ole Lehmann nimmt kein Blatt vor den Mund, Annika Blanke jongliert mit Wörtern und Versen, Nik bewegt seinen Hula-Hopp und seinen Körper magisch zur Musik. Zudem stehen Travestie-Ikone Elke Winter und Musical-Darsteller Robert Meyer auf der Bühne. Die Moderation teilen sich Annie Heger, Kai Bölle und Thomas Sieverding. Karten gibt es im Vorverkauf bei Horizont Reisen und in der Kulturetage für 20 Euro, an der Abendkasse für 25 Euro.
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„Wer ist Oldenburg“ kommt ins Kino

29.05.2019 20:46 Uhr

Berührende Film-Doku ist im „Cine k“ zu sehen – Premiere bereits ausverkauft

„Wer ist Oldenburg?“ – diese Frage hat ein Filmteam um Omid Mohadjeri (22) und Michael Telkmann (37) in einem ambitionierten Projekt ergründet. Es zeigt buchstäblich die Gesichter der Stadt – dafür haben die Filmemacher mehrere hundert Menschen aus Oldenburg interviewt und unter anderem nach ihren Lieblingsplätzen, nach den schönsten und schlimmsten Tagen im Leben, nach der Bedeutung von Liebe, Familie und Heimat befragt. Auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann stand für das Projekt vor der Kamera.

Mehr als 40 dieser sehr persönlichen und berührenden Interviews sind in einen 90-minütigen Film eingeflossen, den Regisseur Mohadjeri durch atmosphärische Zwischensequenzen von bekannten Orten Oldenburgs ergänzt hat. Der Film, der dabei entstanden ist, zeigt Oldenburg und seine Menschen, wie sie noch nie zu sehen waren. Jetzt kommt der Streifen im „Cine k“ auf die Kino-Leinwand: Premiere ist am Freitag, 31. Mai – beide um 20 Uhr parallel beginnenden Vorstellungen im „Muvi“ und „Studio“ sind bereits ausverkauft. Weitere Gelegenheiten, den Film zu sehen, bestehen aber am Samstag, 1. Juni (19.30 Uhr, Studio), Sonntag, 2. Juni (19.30 Uhr, Muvi), Montag, 3. Juni (18.30 Uhr, Studio) und Mittwoch, 5. Juni (20 Uhr, Muvi).

Das Filmprojekt ist vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und vom Bundesinnenministerium mit insgesamt 99.700 Euro sowie vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg mit 20.000 Euro gefördert worden.

Mehr Informationen unter www.wer-ist-oldenburg.de und www.cine-k.de/programm/veranstaltungen/11006.wer_ist_oldenburg_
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Geschichte und Naturkunde zum Anfassen

25.05.2019 20:49 Uhr

Der Förderverein für das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg e.V. ermöglicht neue Vermittlungsformate

Am Freitag, den 24. Mai, fand am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg die offizielle Übergabe von neuen Materialien für die Museumspädagogik statt. Durch den Ankauf von Repliken aus der Römerzeit profitieren diesmal die jüngsten Museumsgäste: Die Handmaterialien können in Workshops eingesetzt werden. Außerdem helfen zwei neue naturkundliche Modelle dabei, den Museumsgästen die anatomischen Besonderheiten von Haushuhn und Karpfen zu vermitteln.

Der Förderverein Natur und Mensch e.V. leistet einen wichtigen Beitrag zur Arbeit des Landesmuseums Natur und Mensch, vor allem – aber nicht ausschließlich – im Bereich der Vermittlung. Dank der neuen Repliken von römischen Alltagsgegenständen wie Kleidung, Schmuck, Haushaltsgegenständen und Spielen, aber auch einer Legionärsausrüstung, ist es jetzt für Gruppen möglich, spielerisch in diese Zeit einzutauchen. Für den naturkundlichen Bereich wurden zwei anatomische Modelle mit herausnehmbaren Organen erworben, die den jeweiligen Aufbau und die Besonderheiten des Tierkörpers leichter begreifbar machen. Die Neuerwerbungen wurden vom Vorstand des Fördervereins an die stellvertretende Direktorin des Hauses, Dr. Christina Barilaro, und die Vermittlerinnen Tosca Friedrich und Kirsten Preuss übergeben. Ebenfalls anwesend waren der Kassenwart des Fördervereins, Uwe Kramer, die Schriftführerin Evelyn Kloos, sowie einige weitere Mitglieder.
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„Aufbruch ins Ungewisse“

16.05.2019 20:07 Uhr
Die Evangelisch-Reformierte Gemeinde in Oldenburg zeigt in Kooperation mit dem Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. am 22. Mai um 19 Uhr den Film „Aufbruch ins Ungewisse“, eine ARD-Produktion von 2018, Regie: Kai Wessel, im Gemeindehaus der Lamberti-Kirchengemeinde, bzw. der Garnisonkirche, Peterstraße 25. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Zum Inhalt
In naher Zukunft: Europa ist im Chaos versunken. Rechtsextreme haben in vielen Ländern die Macht übernommen. Aus dem demokratischen Staat, der Deutschland einmal war, ist ein totalitäres System geworden, das Andersdenkende, Muslime und Homosexuelle verfolgt. Jan Schneider hat sich als Anwalt auf die Seite enteigneter Opfer gestellt. Als er erfährt, dass ihn das Regime erneut ins Gefängnis stecken will, beschließt er zu fliehen. Sein Ziel ist die Südafrikanische Union, die nach einem Wirtschaftsboom politische und ökonomische Stabilität genießt. Ein Frachter soll ihn, seine Frau Sarah und die beiden Kinder Nora und Nick gemeinsam mit anderen Flüchtlingen nach Kapstadt bringen, doch die Schlepper setzen ihre Passagiere in viel zu kleinen Booten vor der Küste Namibias aus. Auf rauer See kommt es zur Katastrophe, der kleine Nick geht verloren, und niemand weiß, ob er das Ufer erreichen konnte. Voller Verzweiflung begeht Sarah einen Fehler: Sie lässt sich in Namibia registrieren, einem angeblich sicheren Drittstaat, der tatsächlich aber seit kurzem alle Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer abschiebt. Unter lebensgefährlichen Umständen geht die Flucht bis nach Südafrika weiter, wo die Flüchtlinge im Lager darauf warten, zum Asylverfahren zugelassen zu werden. Zum Nichtstun verdammt, bleibt der Familie nichts als die Hoffnung, dass Nick doch noch gefunden wird und man sich eine gemeinsame Zukunft aufbauen kann. In dieser Extremsituation entfremdet sich Nora immer mehr von ihren Eltern, und auch zwischen Jan und Sarah kriselt es.


Der Film von Kai Wessel will provozieren. Er fordert heraus, mutet uns ebenso schreckliche wie starke Bilder zu und macht uns nachdenklich. Insofern ist es ein nachhaltiger Film, in dem wir einem drastischen Perspektivwechsel ausgesetzt werden. Es geht um Flucht. Wir kennen die Bilder aus den Medien: verzweifelte Menschen in viel zu kleinen Booten. In der Realität sind es Afrikaner, die nach Europa flüchten, häufig von Schleppern ausgebeutet werden und ihr Leben und das ihrer Kinder in schwimmenden,„Nussschalen“ riskieren. Im Film jedoch ist es eine deutsche Familie, die „in naher Zukunft“ aus ihrem totalitären Heimatland aus Furcht vor Repressalien Hals über Kopf ins vermeintlich sichere Afrika fliehen. Ihr Ziel: Kapstadt. Doch dann geht der kleine Nick auf See verloren ...
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Internationaler Museumstag im Landesmuseum für Natur und Mensch

16.05.2019 12:46 Uhr

Museen – Zukunft lebendiger Tradition

Am Sonntag, den 19. Mai findet der alljährliche Internationale Museumstag im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg statt. Bei freiem Eintritt finden ganztägig kleine Aktionen und Führungen unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ zu den Themen Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln statt.


Programm:

11.15 Uhr
Führung: Sehnsucht nach Identität -
Der Mensch und seine Umwelt im Wandel der Zeit

15.00 Uhr
Familienführung: Alter Schuh oder neue Erfindung?
Geschichten zu steinzeitlichen Operationen und römischen Perücken

Ganztägig
Archäologie Quiz: Mit diesem Quiz können sich Kinder und Erwachsene selbst auf eine Reise durch die Dauerausstellung begeben und archäologische Rätsel lösen.
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Vereinigtes Königreich kommt nach Oldenburg

10.05.2019 19:21 Uhr

Projekt „Begegnungen“ geht in die nächste Runde

Die Stadt Oldenburg setzt in diesem Herbst ihre Kultur- und Informationsreihe „Begegnungen“ fort. In diesem Jahr liegt der Fokus auf dem Vereinigten Königreich. In Kooperation mit zahlreichen hiesigen sowie britischen Projektpartnerinnen und -partnern wird derzeit intensiv zusammengearbeitet. Im Rahmen der Vorbereitungen der „UK Begegnungen“ fand nun ein Projekttreffen im Kulturzentrum PFL statt. Kooperationsparterinnen und -partner stellten ihre Pläne und den derzeitigen Arbeitsstand bei diesem Treffen vor. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nahm auch an dem Projekttreffen teil. Ab Sonntag, 20. Oktober, wird gemeinsam ein mehrwöchiges buntes und spannendes Programm auf die Beine gestellt. Während der Projektreihe wird an unterschiedlichsten Orten in Oldenburg ein differenziertes, unterhaltsames und mitunter überraschendes Bild des Vereinigten Königreichs präsentiert. Der voraussichtliche Austritt des UK aus der EU ist hierbei nur eines von zahlreichen Themen, mit denen sich die Beteiligten auseinandersetzen.
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Plakatausstellung zur Lebendigen Bibliothek

10.05.2019 19:10 Uhr

Ergebnisse des Plakatwettbewerbs werden in der Stadtbibliothek präsentiert

Seit dem 9. Mai 2019 präsentiert die Stadtbibliothek im PFL, Peterstr. 3 insgesamt 37 Plakatentwürfe zur Veranstaltung „Lebendige Bibliothek“. Die Plakate wurden von Schülerinnen und Schülern des BZTG (Bildungszentrum Technik und Gestaltung) entworfen, nachdem sie sich intensiv mit dem Konzept der Veranstaltung beschäftigt hatten.

Das Team der Lebendigen Bibliothek hat aus diesen Plakaten ein Gewinnerplakat gewählt, mit dem ab sofort in der ganzen Stadt geworben wird. Alle Entwürfe werden in einer Ausstellung im Jugendbereich „JungLe“ der Stadtbibliothek im PFL bis zur Veranstaltung am 15. Juni 2019 gezeigt.

„Ich habe besonderen Wert auf eine klare, aufgeräumte Gestaltung bei meinem Plakat gelegt, um möglichst viele Personen anzusprechen. Der Hintergrund hat eine Farbe, die in jeder Umgebung auffällt“, erläutert Jasmin Hurling, die mit ihrem Entwurf den Plakatwettbewerb gewonnen hat. Mit schwarzen Rahmenteilen deute sie einen offenen und trotzdem geschützten Raum an, genau wie es den Gesprächssituationen der Lebendigen Bibliothek entspreche, so Hurling weiter. Der Slogan „Ein Buch hat mir erzählt“ solle Spannung erzielen und Interesse wecken.

Die Kooperationspartner der Lebendigen Bibliothek, Präventionsrat Oldenburg, VHS Oldenburg und  Stadtbibliothek Oldenburg, sehen in diesem Plakat den Werbeauftrag am besten umgesetzt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de 
und  www.praeventionsrat-oldenburg.de.
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Für eine offene und tolerante Gesellschaft

10.05.2019 18:19 Uhr

Stadt Oldenburg tritt „Region Nordwest – Erklärung der Vielen“ bei

Der Rat der Stadt Oldenburg hat in seiner Sitzung am 25. Februar 2019 mehrheitlich beschlossen, die „Region Nordwest – Erklärung der Vielen“ zu unterzeichnen und sich mit Kulturschaffenden der Region für eine pluralistische Gesellschaft zu engagieren. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hatte dem Rat vorgeschlagen, die vom Oldenburgischen Staatstheater angestoßene Initiative zu unterstützen und sich durch Zeichnung der Erklärung mit ihren Zielen zu solidarisieren. In der „Erklärung der Vielen“ werden Kultureinrichtungen aufgefordert, sich gemeinsam an Kampagnen und Demonstrationen zur Verteidigung der offenen Gesellschaft zu beteiligen.

Initiiert wurde die Erklärung von dem 2017 in Berlin gegründeten Verein „DIE VIELEN“, einem Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern sowie von Kulturschaffenden zur Förderung von Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und zur Unterstützung einer internationalen Gesinnung.

Am 9. November 2018 haben sich dann verschiedene Kultureinrichtungen in mehreren deutschen Städten der Initiative der „VIELEN“ angeschlossen und sich damit öffentlich gegen gezielte Angriffe auf die Kunst- und Kulturlandschaft durch rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien und Gruppierungen gewandt.

Die „Region Nordwest – Erklärung der Vielen“ formuliert ihre Erklärung mit Bezug zur nationalsozialistischen Diffamierung von Kunst als „entartet“ und zur Vereinnahmung von Kultur zu NS-Propagandazwecken. Vor dem Hintergrund dieser Geschichte sehen sich die Initiatorinnen und Initiatoren als Kulturschaffende in Deutschland in einer besonderen Verantwortung. In der Erklärung heißt es: „Heute begreifen wir die Kunst- und Kultureinrichtungen als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist plural. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!“
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Perspektiven auf Flucht

10.05.2019 17:59 Uhr

Filmreihe im Cine k mit Gästen

Im Mai zeigt das Cine k zwei spannende Filme in der Reihe "Perspektiven auf Flucht". Die Initiator*innen der Filmreihe – Seebrücke Oldenburg in Kooperation mit dem Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Medienbüro Oldenburg - möchten wichtige Hintergrundinformationen zum Thema Flucht und Migration nach Europa liefern. Damit soll ein Raum eröffnet werden, um über die Folgen europäischer Lebensweisen und Wirtschaftspolitik zu reflektieren sowie mögliche Interventionen zu diskutieren.

„Thematisch geht es um Seenotrettung, Waffenhandel und Rüstungsindustrie, Klimawandel, Armutsmigration und die Lebenssituation von Geflüchteten in Deutschland“, so Katrin Windheuser vom Cine k.

Vor jedem Film werden Studierenden der Universität Oldenburg in die jeweilige Thematik einführen. Auch im Anschluss an die Filme möchten die Veranstalter*innen Gelegenheit bieten, sich mit anderen auszutauschen, Fragen zu stellen und zu diskutieren. „Ganz besonders freuen wir uns über die Gäste: Am 14 Mai wird die Regisseurin von ›Keinheimatfilm‹ anwesend sein und am 21. Mai wird die Seebrücke Oldenburg beim Film "Die Mission der Mission Lifeline" über ihre Arbeit berichten“, so Windheuser weiter.

Um finanzielle Hürden zu vermeiden, werden die Filme nicht mit Eintrittspreisen, sondern gegen Spenden gezeigt. Die Einnahmen werden zugunsten der NGO „Sea Eye“ gespendet. Weitere Informationen und Tickets finden Sie unter www.cine-k.de


Folgende Veranstaltungen finden statt:

Di, 14.05. um 18.00 Uhr
Keinheimatfilm. Willkommen in Deutschland
Der Film erzählt die Geschichten geflüchteter Menschen, die 2015 in der Notunterkunft einer kleinen Gemeinde im Münsterland ankommen. Einige Monate vergehen, bis sie endlich ein neues Leben in Deutschland beginnen können. Ohne Verwendung eines Kommentars zeigt der Film all die spontanen Augenblicke, die Beweggründe von Flucht, Schwierigkeiten und Glücksmomente, Heimatverbundenheit, Ängste, Verzweiflung und Akzeptanz des Schicksals, Ungeduld und Dankbarkeit und gibt auf diese Weise den Menschen, die zu uns kamen, eine authentische Stimme.
Im Anschluss: Filmgespräch mit der Regisseurin Susanna Wüstneck

Trailer: https://vimeo.com/265426418


Di, 21.05. um 18.00 Uhr
Die Mission der Lifeline
Ihr Ziel: Geflüchtete Menschen vor dem Ertrinken retten. Dafür haben Axel Steier und das Team des Dresdner Seenotrettungsvereins „Mission Lifeline“ erfolgreich Spenden gesammelt. Über zwei Jahre lang hat Filmemacher Markus Weinberg Axel und sein Team mit seiner Kamera begleitet - bis auf das Schiff vor der libyschen Küste, wo sich der Versuch Leben zu retten zunehmend auch zu einem Kampf um die europäische Idee entwickelt. Der Oldenburger Sören Moje war bei Rettungsaktionen der „Mission Lifeline. Search and Rescue“ dabei und wird nach dem Film über diese Arbeit berichten und Fragen beantworten. Zudem wird die Seebrücke Oldenburg ihre Arbeit(-sweisen) vorstellen.

Trailer: https://vimeo.com/243875863
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Frauenrechtlerin im Fokus

02.05.2019 09:19 Uhr

Gesprächsabend zu Helene Lange im Stadtmuseum

Die Oldenburgerin Helene Lange (1848 bis 1930) war in der Zeit des Kaiserreichs und der Weimarer Republik eine der wichtigsten Vertreterinnen der damaligen Frauenbewegung. Die Pädagogin, Frauenrechtlerin und Politikerin hat sich zeitlebens für bessere Bildungschancen von Frauen, ihre Teilhabe am öffentlichen Leben und das Frauenwahlrecht eingesetzt. Die Historikerin Dr. Angelika Schaser, Professorin an der Universität Hamburg und ausgewiesene Kennerin der alten Frauenbewegung, spricht am Dienstag, 7. Mai, in der Reihe „Oldenburger Lebensläufe im Dialog“ über die bekannte Oldenburgerin. Beginn ist um 19.30 Uhr im Stadtmuseum. Mit ihrem Gesprächspartner Vincent-Immanuel Herr, Feminist, Aktivist, Historiker und deutscher UN-Botschafter der Kampagne #HeforShe, werden Fragen von Bildung, Gleichberechtigung, Geschlechter- und Generationengerechtigkeit sowie Strategien zur Demokratisierung einer Gesellschaft damals und heute diskutiert.

Karten sind an der Abendkasse für 7 Euro, ermäßigt für 5 Euro, erhältlich. Die Veranstaltungsreihe „Oldenburger Lebensläufe im Dialog“ findet in Kooperation von Evangelischer Akademie, St. Lamberti-Kirche, Landesbibliothek, Karl Jaspers Gesellschaft und dem Kulturamt der Stadt Oldenburg statt.
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Perspektiven auf Flucht

27.04.2019 20:39 Uhr

Filmreihe im Cine k

In der Reihe "Perspektiven auf Flucht" beleuchtet das Cine k wichtige Hintergrundinformationen auf Migration und Flucht nach Europa. Es geht um Seenotrettung, Waffenhandel und Rüstungsindustrie, Klimawandel, Armutsmigration und die Lebenssituation von Geflüchteten in Deutschland. Wir wollen einen Raum eröffnen, um über die Folgen europäischer Lebensweisen und Wirtschaftspolitik zu reflektieren sowie mögliche Interventionen zu diskutieren.

Die Filme finden mit thematischer Einführung und anschließender Diskussion statt. Der Eintritt erfolgt gegen Spende.

Termine:

Di 30.4. Enjoy Poverty Der Film stellt die zunächst zynisch klingende Frage, ob Armut für Afrika nicht die größte Ressource ist. Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wurde aber auch kritisiert. Di 14.5. Keinheimatfilm. Willkommen in Deutschland Der Film erzählt die Geschichten geflüchteter Menschen, die 2015 in der Notunterkunft einer kleinen Gemeinde im Münsterland ankommen. Di 21.5. Die Mission der Lifeline Über zwei Jahre hat Filmemacher Markus Weinberg die "Mission Lifeline" mit seiner Kamera begleitet – bis vor die libysche Küste, wo sich der Versuch Leben zu retten zunehmend auch zu einem Kampf um die europäische Idee entwickelt. Eine Filmreihe der Seebrücke Oldenburg in Kooperation mit dem Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Medienbüro Oldenburg. Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter https://www.cine-k.de/programm/reihen/10134.perspektiven_auf_flucht
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People Power

24.04.2019 21:27 Uhr

Gaming-Theater im theater wrede+

Gaming-Theater im theater wrede+: People Power

Mit der Uraufführung von People Power wurde das außergewöhnliche und medienübegreifende Game-Theaterformat erforscht und auf die Bühne gebracht. In dieser interaktiven Live-Gamestruktur spielen die Zuschauer als Teams für ein gemeinsames Ziel. Kooperation ist unerlässlich, um sein Schicksal weiter zu bestimmen. Egal ob Beginner oder Profi-Gamer: Um dieses Abenteuer zu meistern, braucht man Mut, Geschick, Entscheidungsfreude, Humor, aber insbesondere Herz und Verstand.

Das Szenario: Ein populistischer Autokrat regiert das Land. Doch Neuwahlen stehen kurz bevor. Du, als Teil eines kritischen Theaterabends, wirst festgenommen und kämpfst gemeinsam mit den anderen Festgenommenen um die Freilassung. Doch sei auf der Hut: jede Entscheidung, die du triffst, hat Konsequenzen, da musst du clever sein. Denn wie wird die Wahl ausgehen? Worauf setzt du? Auf den Regierungswechsel oder auf die Weiterführung der Autokratie?

Nächste Aufführungstermine: Fr 26.04.19 20:30 Uhr; Sa 27.04.19 20:30 Uhr
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Koloniale Vergangenheit unter der Lupe

11.04.2019 18:24 Uhr

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg stellt aktuelle Forschung an ethnologischen Objekten vor

Erstmalig findet dieses Jahr am 10. April der Tag der Provenienzforschung statt. Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg beteiligt sich als eine von insgesamt 70 Kulturinstitutionen weltweit: Doktorandin Jennifer Tadge stellt ihre Forschung an ethnologischen Objekten aus der Kolonialzeit vor.

Provenienzforschung steht momentan im Mittelpunkt intensiver Diskussionen in der Politik und der Museumswelt. Im letzten Jahr hat Ethnologin Jennifer Tadge M.A. mit ihrer Forschungsarbeit im Verbundprojekt „Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen“ kurz PAESE begonnen. Kernfrage des von der VolkswagenStiftung mit rund 1,2 Millionen Euro geförderten Verbundprojektes ist, wie ethnologische Objekte ihren Weg in die Sammlung des Museums fanden. Hierzu werden die Lebensläufe der Sammler und die Erwerbsumstände der Objekte untersucht.

Dieser Forschungsansatz präsentiert das Landesmuseum Natur und Mensch ab dem 10. April in einer Vitrine, die im dreijährigen Projektzeitraum laufend aktualisiert wird.  Zusätzlich bietet Wissenschaftlerin Jennifer Tadge am Tag der Provenienzforschung jeweils um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr einen kurzen Einblick in das Oldenburger Projekt und lädt zu Fragen und Gesprächen im Anschluss ein.

Der Tag der Provenienzforschung wurde vom Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. ins Leben gerufen. Zukünftig soll dieser jährlich am 10. April die zentralen Aufgaben des Arbeitskreises in den Fokus rücken. Die über 270 internationalen Mitgliedern setzen sich ein für die Vernetzung und fachliche Unterstützung der Forschung, die Stärkung des Wissenstransfers und für eine erhöhte Sichtbarkeit und Transparenz von Provenienzforschung in der öffentlichen Wahrnehmung.
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Stadtbibliothek lädt zur Zeitreise ein

05.04.2019 18:50 Uhr

Gemütlicher Abend mit Ralf Selmer rund um das Jahr 1969

Zum 50. Geburtstag der Stadtteilbibliothek Eversten, Brandsweg 50, gibt es am Samstag, 27. April, um 18.30 Uhr eine Abendveranstaltung mit Schauspieler Ralf Selmer. Gemeinsam mit den Zuhörerinnen und Zuhörern begibt er sich auf eine kleine Zeitreise ins Jahr 1969 – dem Gründungsjahr der Stadtteilbibliothek, einem Jahr voller spannender Ereignisse wie der Mondlandung oder der Wahl von Willy Brandt.

Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt das Bibliotheksteam montags und mittwochs unter der Telefonnummer 0441 57716 entgegen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Stadtbibliothek gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
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Nach knapp 20 Jahren endlich eine offizielle Adresse

03.04.2019 19:45 Uhr
Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. wird zukünftig an jedem Montag von 16 bis 18 Uhr im kreativ:LABOR in der Kulturetage, Bahnhofstr. 11, 26122 Oldenburg, „verfüg:BAR“ sein ... so heißt auch der Raum, den der Verein im Rahmen des Coworking-Konzeptes als Kontaktbüro für interessierte Menschen nutzen wird.

Hier gibt es Informationen zur Vereinsarbeit aus erster Hand und Gelegenheit, an Projekten zu arbeiten, bzw. neue Ideen zu entwickeln oder die Vernetzung voran zu bringen. Verkehrsgünstig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV zu erreichen, bietet sich die Gelegenheit, stadtnah und in entspannter Umgebung in die Bildungs- und Informationsarbeit zu den Themen Flucht und Migration
einzusteigen.

Am Montag, 8. April, freuen sich die Vorstandsmitglieder Ulrich Hartig und Hilmar Froelich auf die ersten Gäste. Genaue Daten und aktuelle Informationen sind unter www.fluchtmuseum.de zu finden.
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Auch wir wollen die Wahl haben!

31.03.2019 20:37 Uhr

Der lange Weg der deutschen Frauen zum politischen Frauenstimmrecht

Die Oldenburgische Bibliotheksgesellschaft lädt für Mittwoch, den 3. April, 19 Uhr, Vortragsraum der Landesbibliothek Oldenburg, zum Vortrag „Auch wir wollen die Wahl haben! Der lange Weg der deutschen Frauen zum politischen Frauenstimmrecht“ von Dr. Frauke Geyken ein. Der Eintritt ist frei.

Das mit dem Wahlgesetz von 1919 eingeführte aktive und passive Frauenwahlrecht ist als Ergebnis eines damals schon annähernd 100-jährigen Prozesses zu verstehen. Gleichzeitig war es aber auch nur eine Etappe im Streben nach einer Gleichberechtigung der Frau.

Dr. Frauke Geyken ist Historikerin, Skandinavistin und Anglistin. Sie lebt als freie Historikerin und Publizistin in Göttingen und ist eine ausgewiesene Kennerin der deutschen Frauengeschichte.
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„Schwimmt Brot in Milch?“

31.03.2019 20:00 Uhr

Die schönsten deutschen Bücher 2018 in der Landesbibliothek Oldenburg

Aktuelle Bücher, die die Stiftung Buchkunst als „Schönste deutsche Bücher 2018“ ausge­zeichnet hat, präsentiert die Landesbibliothek Oldenburg vom 1. April bis 4. Mai 2019.

Irene Disches Roman „Schwarz und Weiß“ und das Kinderbuch von Katrin Stangl „Schwimmt Brot in Milch?“ sind zwei der 25 aktuellen Bücher, die Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren aus über 720 Einsendungen als „Schönste deutsche Bücher 2018“ ausgewählt haben. Die prämierten Bücher sind vor­bildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite ge­stalterischer und herstellerischer Möglichkeiten. Sie weisen auf wichtige Trends und Strö­mungen der deutschen Buchproduktion hin. In jeder der fünf Kategorien

· Allgemeine Literatur
· Wissenschaftliche Bücher/Schulbücher/Lehrbücher
· Ratgeber/Sachbücher
· Kunstbücher/Fotobücher/ Ausstellungskataloge
· Kinderbücher/Jugendbücher

gibt es fünf Preisträger. Hinter den Juroren verbergen sich Menschen, die sich dem Medium Buch mit Leidenschaft verschrieben haben. Sie arbeiten als Hersteller im Verlag, sind Buch­wissenschaftler, Typografen oder Illustratoren und kennen die Untiefen der Buch­gestaltung sehr genau.

Aus den 5 x 5 schönsten Büchern wählte eine Sonderjury das illustrierte Kinderbuch von Katrin Stangl „Schwimmt Brot in Milch?“ (ALADIN Verlag, Hamburg) zum „Schönsten Buch des Jahres 2018“.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, sich selbst von den „Schönsten deutschen Büchern 2018“ in der Landesbibliothek Oldenburg zu überzeugen und diese zu (be)fühlen, durch zu blättern, zu lesen und an ihnen zu riechen. Neben diesen aktuellen Büchern bietet die Ausstellung auch einen Rückblick auf diesen Wettbewerb der Stiftung Buchkunst, der seit 1966 die Buchbranche kritisch begleitet. Mit ihren Wettbewerben will die Stiftung Buch­kunst den Blick der Öffentlichkeit über den Inhalt hinaus auf buchgestalterische und buch­herstellerische Spitzenleistungen lenken und damit dem Medium Buch und seiner Form zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. In der heutigen Zeit steht die Buchbranche unter Druck, denn die Anzahl der Menschen, die heute regelmäßig ein Buch lesen, geht zurück. Während die verschiedenen Social Media-Kanäle, ebooks und Co. eher mit Unruhe in Verbindung gebracht werden, bietet das gedruckte Buch nach wie vor eine Art Entschleunigung im hektischen Alltag.

Wie Bücher in einem Regionalverlag entstehen, berichtet der Oldenburger Verleger Florian Isensee am 24. April, 19.00 Uhr in der Landesbibliothek. Dieser Vortrag findet im Rahmen der Aktionswoche der Bibliotheken im Oldenburger Land, „Unendliche Seiten“, vom 20.-30. April statt.
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Mit dem Staubuttjer rund um den Oldenburger Hafen

28.03.2019 13:09 Uhr
Anlässlich der Ausstellung „Standpunkte“ lädt das Stadtmuseum am Freitag, 5. April, 16 bis 17.30 Uhr, zu einer Exkursion rund um den alten Oldenburger Hafen ein. Rund 30 Jahre ist es her, dass der Stau aus dem inneren Stadtbild verschwunden ist und nicht mehr viel erinnert an die lange Geschichte dieses Hafens. Gästeführer Helmuth Meinken holt als „Staubuttjer“ bei seiner Führung am Stau die Erinnerungen der Oldenburger zurück. Treffpunkt ist am Hafenkran beim Lokal „Schwan“. Die Exkursion kostet 6 Euro; Tickets gibt es bei der Touristinformation im Lappan oder im Internet unter www.ticket2go.de.
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Cine k zeigt „Fair Traiders“

26.03.2019 18:02 Uhr
Ab dem 28. März zeigt das Cine k die Dokumentation „Fair Traiders“: 

Engagiertes Kino mit starken Bildern, das Mut macht, aktiv an der fairen Gestaltung unserer Zukunft teilzunehmen.
Anhand von drei Protagonist*innen zeigt der Film, dass eine Ökonomie ohne Wachstum, eine sogenannte Postwachstumsökonomie, bereits heute möglich wäre und für Einige der einzig nachhaltige Weg ist. Porträtiert werden die Gründerin einer ökologischen und sozialen Kleiderfirma, eine Biobäuerin und ein ehemaliger Garnhändler, der in Indien und Tansania Bio-Baumwolle herstellt.

Vier Initiativen mit Infoständen und kurzer Einführung sind an folgenden Terminen vor Ort:

Sa, 30. und So, 31. März: Weltladen und das Ökumenische Zentrum
Mo, 01. April: Aktionsbündnis »Oldenburg handelt fair« (Fairtrade Town)
Mi, 03. April: Solawi Oldenburg (Solidarische Landwirtschaft)


Weitere Termine werden am Montag auf der Cine-k-Website veröffentlicht. 
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Förderkreis für das Cine k Oldenburg e.V. überreicht 10.000 Euro

16.03.2019 20:29 Uhr
Große Freude herrschte an diesem Freitag bei Marion Fittje und Wolfgang Bruch als Verantwortliche für das Cine k Oldenburg und dem Medienbüro Oldenburg e.V.. Helga Wilhelmer, erste Vorsitzende des Förderkreises für das Cine k Oldenburg e.V., und Volker Schulze, Beisitzer im Vorstand, überreichten einen symbolischen Scheck in Höhe von 10.000 Euro. Je zur Hälfte erhält das Cine k und das Medienbüro diese Summe. Der erneut gestiegene Betrag setzt sich aus den Mitgliedsbeiträgen der mittlerweile 120 Mitglieder des Förderkreises und Spenden zusammen.

Ziel des Förderkreises ist es, mit den Mitgliedsbeiträgen und Spenden das unabhängige Programmkino Cine k in der Kulturetage sowie das Medienbüro Oldenburg e.V. mit seiner pädagogischen Medienarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene finanziell zu unterstützen. Beide nichtkommerziellen Einrichtungen werden jährlich für ihr herausragendes Filmprogramm und ihre Medienarbeit ausgezeichnet. „Wir freuen uns über diese wichtige und regelmäßige Unterstützung des Förderkreises. Ohne diese Spende und ohne die finanzielle Zuwendung durch die Stadt Oldenburg für das Medienbüro ist unsere Arbeit nicht möglich“, so Marion Fittje. „Seit Anfang 2019 haben wir 120 Mitglieder in unserem Förderkreis. Diese erneut gestiegene Zahl ermöglicht es uns, das Cine k mit seinem wertvollen Kinoprogramm und das erfolgreiche Medienbüro wieder mit einer noch höheren Summe als im vergangenen Jahr zu unterstützen. Auch deshalb sind neue Mitglieder und Spenden immer herzlich willkommen“, so Helga Wilhelmer.

Das abwechslungsreiche Filmprogramm im Cine k ist unter www.cine-k.de zu finden. Die Arbeit des Förderkreises für das Cine k Oldenburg ist unter www.förderkreis.cine-k.de dokumentiert.
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Fortbildung Philosophieren mit Kinderbüchern

16.03.2019 19:07 Uhr
Am Donnerstag, den 28. März bietet das Landesmuseum Natur und Mensch in Kooperation mit dem „Netzwerk Akademie Nordwest – Kinder philosophieren“ eine Sonderveranstaltung für ErzieherInnen, Lehrkräfte und interessierte Eltern an. Es werden ausgewählte (Bilder-)Bücher behandelt und deren Einfluss auf die Entwicklung von Kindern besprochen. Die Fortbildung findet von 15:30 Uhr – 17:00 Uhr in den Räumen des Museums statt.

In Bezugnahme auf die Bücher aus der Sonderausstellung „Erzähl mir vom Tier“ werden mit den Teilnehmenden die Bedeutung von regelmäßigem Vorlesen für Kinder diskutiert. Dabei beschränkt sich die Diskussion nicht nur auf Aspekte der kognitiven und sprachlichen Entwicklung, sondern betrachtet auch die Ausbildung von sozialen und emotionalen Kompetenzen. Ziel ist es, das Potenzial von Lesen und Vorlesen von Büchern zu nutzen, um mit Kindern über Themen wie Gerechtigkeit und Freundschaft nachzudenken und zu philosophieren.

Hans-Joachim Müller ist Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg und der Hochschule Emden/Leer. Zudem agiert er als Geschäftsführer von „Netzwerk Akademie Nordwest – Kinder philosophieren“. Die Sonderausstellung „Erzähl mir vom Tier“ beleuchtet die Darstellung von Tieren in historischer und aktueller Kinderbuchliteratur. Das Verhältnis zwischen dem Menschen und dem Tier im Wandel der Zeit steht dabei im Vordergrund.
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„Familiengeschichtliche Spurensuche“

16.03.2019 18:32 Uhr

Führung durch die Ausstellung und Infonachmittag am 20. März

Die Landesbibliothek Oldenburg präsentiert zurzeit die Ausstellungen „Familiengeschicht­liche Spurensuche“ und „Traugott Schreber (1671-1718): Amtsvogt, Gutsherr, Kartograf und Stifter“ der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienforschung (OGF). Dazu bietet sie am Mittwoch, 20. März um 16 Uhr eine öffentliche Führung an. Außerdem stehen Mitglie­der der OGF von 14 bis 18 Uhr beim Info- und Sprechnachmittag bereit, um Interessierten, die nach ihren Familienwurzeln forschen wollen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Wie kann man am besten bei der Suche nach den eigenen Familienwurzeln vorgehen? Welche Möglichkeiten gibt es über eine Internetsuche hinaus? Antworten auf diese Fragen bietet die Ausstellung „Familiengeschichtliche Spurensuche“ sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen. Die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde (OGF) präsentiert dazu beispielhaft Familienpapiere, Stammbäume und Schriften aus ihrem reichhaltigen Bestand und bietet an den Sprechnachmittagen konkrete Unterstützung bei der familien­geschichtlichen Spurensuche an.

Die Ausstellung über den oldenburgisch-dänischen und kurhannoverschen Beamten Traugott Schreber (1671-1718), der als Amtsvogt von Hatten und Wardenburg viele Spuren hinterlassen hat, ist ein konkretes Beispiel für die Rekonstruktion einer historischen Person. Schrebers „Beschreibung der Amtsvogteien Hatten und Wardenburg“, eine Handschrift, die in der Landesbibliothek Oldenburg verwahrt wird, ist ein besonderes Highlight dieser Aus­stellung. Darin enthalten sind u.a. die ältesten Karten sämtlicher Orte von Schrebers Amts­bezirk, die aus seiner Feder stammen. Detailliert sind darauf die Hofstellen der einzelnen Besitzer mit Namen gekennzeichnet. Entstanden ist dieses „Meisterwerk“ der frühen Karto­grafie in Schrebers Herrenhaus in Kirchhatten, dem früheren Jagdhaus von Graf Anton Günther (1583-1667). Die Handschrift ist anlässlich der Ausstellung digitalisiert worden und kann unter http://digital.lb-oldenburg.de Seite für Seite im Internet durchblättert werden.

Die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde e.V. (OGF), gegründet 1927, sieht seine Aufgaben in der genealogischen Forschung im Kerngebiet des alten Herzogtums Oldenburg. Die Computergenealogie und das Internet spielen eine bedeutende Rolle bei der Suche. Mit der Recherche im familiären Umfeld beginnt die Familienforschung. Weiterführende Informationen sind u.a. in den verschiedenen Publikationen der OGF erhältlich. Über die vereinseigene Homepage können mehrere Datenbanken eingesehen werden, darunter die „Oldenburgische Auswanderer-Datenbank“.

„Familiengeschichtliche Spurensuche“ und „Traugott Schreber (1671-1718), Amtsvogt, Gutsherr, Kartograf und Stifter“

20.03.19      16 Uhr: öffentliche Führung
14 bis 18 Uhr: Info- und Sprechnachmittag
Ausstellungen bis 23. März 2019 in der Landesbibliothek Oldenburg

Vortrag am 14. März, 19.00 Uhr
Timo Kracke (Ganderkesee): „Familienforschung im Internet“Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–19 Uhr und Sa 9–12 Uhr. Eintritt frei

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Die tierischen Helden der Kindheit

16.03.2019 18:19 Uhr

CaféGespräch mit Ausstellungskuratorin Dr. Christina Barilaro

Am Dienstag, den 19. März um 15 Uhr lädt Ausstellungskuratorin Dr. Christina zum CaféGespräch in die Sonderausstellung „Erzähl mir vom Tier“ im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Unter dem Titel „Die tierischen Helden unserer Kindheit“ vermittelt ein Rundgang durch die Sonderausstellung einen neuen Blick auf die historischen und aktuellen Werke der Kinderliteratur. Danach laden Kaffee und Kuchen dazu ein, sich über die eigenen Bücher-Helden der Kindheit auszutauschen. Die Teilnahme kostet 8,50 € pro Person zuzüglich zum Museumseintritt. Kaffee und Kuchen sind inklusive. Bitte anmelden unter 0441/9244-300 oder per E-Mail an museum@naturundmensch.de.
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Oldenburger Schüler*innen für Filmpreis nominiert

12.03.2019 20:48 Uhr
Gleich zwei Schüler*innen-Filmteams haben es unter die Top Ten der niedersächsischen inklusiven Kurzfilmwettbewerbs „ganz schön anders – ganz schön aufregend“ geschafft: Das Filmteam des Neuen Gymnasiums Oldenburg mit ihrem Spielfilm „Daily“. 

Und ein Filmteam der IGS Flötenteich mit dem Film „I worry“. Beide Filmteams haben die Chance, den Hauptpreis, eine Reise nach Berlin, zu gewinnen und den Filmpark Babelsberg besuchen. Derzeit läuft auf YouTube noch der zusätzliche Publikumswettbewerb. Das Schülervideo, das bis zum 27. März 2019, 24 Uhr die meisten Klicks und Likes bekommt, gewinnt einen Extrapreis. Die große inklusive Schüler-Filmgala mit Preisverleihung findet schließlich am 03. April um 11 Uhr im Astor Grand Cinema, Nikolaistr. 8, in Hannover statt. Wie bei den Oscars werden die Sieger erst vor Ort verkündet. Die Veranstaltung ist barrierefrei. Alle Schüler-Kurzfilme werden untertitelt. Es gibt eine Hörfilmfassung für Sehbehinderte und die ganze Veranstaltung wird live in Gebärdensprache gedolmetscht. 

„Daily“ von Schüler*innen der Neues Gymnasiums Oldenburg auf YouTube.  

„I worry“ von Schüler*innen der IGS Flötenteich auf YouTube.
 
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Die vielen Gesichter der Stadt

05.03.2019 17:40 Uhr

Filmprojekt „Wer ist Oldenburg?“ lässt 500 Menschen zu Wort kommen – Im Juni Kino-Premiere

„Wer ist Oldenburg?“ – diese Frage ergründet derzeit ein Filmteam um Omid Mohadjeri (22) und Michael Telkmann (37) in einem ambitionierten Projekt, das vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg mit 20.000 Euro gefördert wird. Sie zeigen buchstäblich die Gesichter der Stadt – dafür interviewen sie etwa 500 Oldenburgerinnen und Oldenburger und fragen unter anderem nach Lieblingsplätzen in der Stadt, nach den schönsten und schlimmsten Tagen im Leben, nach der Bedeutung von Liebe, Familie und Heimat. Jeder, der Lust hat, kann mitmachen.

Aufgezeichnet werden die Gespräche in der so genannten „Oldenbox“, einem Mini-Filmstudio in den Räumen des Kreativlabors in der Kulturetage. „Die Vielfalt der Menschen in Oldenburg auf diese persönliche und authentische Weise darzustellen, ist ein spannendes Projekt, das wir gerne unterstützen. So etwas hat es in dieser Form in Oldenburg noch nicht gegeben“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Mir imponiert das kreative Potenzial der jungen Oldenburger Filmemacher. Auch der Ansatz, Menschen, die sonst nicht im Vordergrund stehen, eine besondere Wertschätzung zu geben, gefällt mir sehr gut“, lobt der Oberbürgermeister.

Für „Wer ist Oldenburg?“ hatten sich die Initiatoren im vergangenen Jahr erfolgreich an einer Ausschreibung des städtischen Kulturbüros zur Förderung von innovativen Kulturprojekten beteiligt. Träger des Projektes ist der Verein „Vasudeva“ in Kooperation mit dem von Michael Telkmann geleiteten Jugendmigrationsdienst im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) in Oldenburg. Mit seinem Konzept hat Telkmann als Ideengeber und Produzent auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und das Bundesinnenministerium überzeugt, so dass 99.700 Euro an Bundesmitteln eingeworben werden konnten. Das BAMF hat das Oldenburger Vorhaben gerade zu seinem „Projekt des Monats“ erkoren. „Es gibt unglaublich viele Menschen, die etwas zu sagen haben, aber kein Gehör finden“, weiß Telkmann. Der Projektleiter hat dabei besonders diejenigen, die für Chancengleichheit hart kämpfen müssen, im Blick. Damit meint der Soziologe zum Beispiel Migrantinnen und Migranten, Menschen mit Behinderungen, Obdachlose oder Geflüchtete.

Ein Statement der Interviewten wird auf der Internet-Seite des Projekts veröffentlicht – eine Auswahl dieser Interview-Sequenzen bildet den Grundstock für einen Dokumentarfilm in Kino-Qualität, den Regisseur Omid Mohadjeri auf die Leinwand bringen will. Anfang Juni soll Premiere im Cine k sein. Der Film soll an mehreren Tagen mit einem Rahmenprogramm gezeigt werden. Ergänzt wird das Drehbuch durch viele atmosphärische Bilder aus der Stadt. Das Filmteam ist unschwer zu erkennen: Die Crew ist in der Stadt unterwegs in einem bunten Multivan mit der Aufschrift „Wer ist Oldenburg“. Die VW Nutzfahrzeuge Zentrum Oldenburg GmbH hat den „Oldenbus“ zur Verfügung gestellt. Für die Folierung hat die Firma Intax gesorgt.

Keimzelle des Projekts bleibt aber die „Oldenbox“ im Kreativlabor der Kulturetage. Im Mini-Studio, einem Raum mit vollständig abgedunkelten Wänden, konzentrieren sich Kamera und Licht ganz auf die Gesichter der Interviewten. Die Nahaufnahmen wirken intim und zugleich wahren sie eine respektvolle Distanz. Die beiden Projektverantwortlichen führen nicht alle Interviews selbst. Sie werden unterstützt von Ipek Bilge, Arezoo Mohadjeri, Beybun Seker, Frederik zur Horst und Leona Bert. Nils Harwick fungiert als Projektassistent. Rund drei Monate hat sich das Team mit Hilfe von Workshops und ausführlichen Gesprächen mit Psychologen auf die Interviews vorbereitet. „Denn wir sind uns der großen Verantwortung bewusst: Die Menschen erzählen uns sehr persönliche und emotionale Geschichten. Über allem steht die Würde der Teilnehmer, die wir achten“, betont Michael Telkmann. „Was die Interviewten erzählen, ist offen und ehrlich, mal witzig, mal traurig, aber vor allem bewegend. Das sind magische Momente“, zeigt sich Omid Mohadjeri beeindruckt. Etwa 30 Minuten dauern die Interviews plus jeweils 15 Minuten für die Vor- und Nachbereitung. Alle Teilnehmenden können frei entscheiden, zu welchen Themen sie sich äußern möchten.
 
Wer mitmachen möchte, kann sich im Internet unter www.wer-ist-oldenburg.de anmelden.
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Gelobtes Land? EU-weite Projektgruppe besucht Oldenburg

05.03.2019 17:30 Uhr

Teilnehmer aus fünf Ländern untersuchen Auswirkungen von Migration auf Kulturarbeit

16 internationale Gäste sind seit Montag, 4. März, zu Besuch bei den städtischen Museen in Oldenburg. Seit 2017 sind die Häuser Teil eines EU-geförderten Erfahrungsaustausches mit Partnern aus Großbritannien, Italien, Frankreich und der Türkei. Unter dem Titel "The Promised Land" ("Das Gelobte Land") untersuchen die Projektteilnehmer, inwiefern Geflüchtete und Migranten mithilfe von Kulturarbeit mehr gesellschaftliche Teilhabe erlangen können. Die Partner kommen aus den Bereichen Theater, Universität Wirtschaftswissenschaft/Interkulturelles Lernen) und der Unternehmensberatung. Die drei städtischen Häuser repräsentieren den Bereich der kommunalen Museen.

„Durch die Erfahrungen aus diesem Projekt soll sich auch die Arbeit in den städtischen Museen grundlegend ändern“, sagt Dr. Nicole Deufel, Leiterin des Amtes für Museen, Sammlungen und Kunsthäuser und eine der Initiatoren des Projektes. „Dies wird zweifelsohne ein längerer Prozess werden, der mir jedoch vor allem mit Blick auf die formulierten Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger an das neue Stadtmuseum zu Inklusion, Diversität und Austausch sehr am Herzen liegt.“

Während der Trainingswoche in Oldenburg beschäftigen sich die Projektpartner insbesondere mit dem aktuellen internationalen und nationalen Museumsdiskurs. Die Themen umfassen etwa die Folgen der globalen Migration für den Kulturerbe-Begriff und die sogenannte Dekolonisation von Museumssammlungen, das heißt die potentielle Rückgabe, aber auch die Präsentation und Interpretation von Beständen aus den ehemaligen Kolonien. Neben einer Einführung in das deutsche Asylrecht werden die Teilnehmenden Akteure aus Oldenburg besuchen, die mit Geflüchteten arbeiten, wie die Jugendkulturarbeit oder IBIS e.V. Auch ein Erfahrungsaustausch mit dem Migrationszentrum, pro:connect und dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte stehen auf dem Programm.

Während des Projektzeitraums bietet jeder Partner eine einwöchige Trainingswoche vor Ort an, während der Methoden der eigenen Arbeit praktisch vorgestellt werden. Dabei bekommen die Teilnehmenden Einblicke in die nationale Gesetzgebung der einzelnen Länder sowie den jeweiligen kulturellen Diskurs. Mit viel Zeit zur gemeinsamen Diskussion und Reflexion wir das das praktisch Gelernte auch theoretisch untersucht. Am Ende des Projektes soll ein gemeinsames E-Book zum Thema entstehen.

Weitere Informationen gibt es auf dem englischsprachigen Projektblog unter http://thepromisedlandeu.blogspot.com/
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Leiter des Stadtmuseums verlässt die Stadt

02.03.2019 22:03 Uhr

Andreas von Seggern bleibt aber im Beirat des Museums

Der Leiter des Oldenburger Stadtmuseums, Dr. Andreas von Seggern, wird die Stadt auf eigenen Wunsch verlassen. Der promovierte Historiker war 2012 Leiter des Stadtmuseums geworden und hat mit seiner Arbeit wichtige Schwerpunkte im Ausstellungsbereich und in der grundlegenden Neuordnung der Sammlungen gesetzt. Zu den erfolgreichsten Ausstellungen seiner Amtszeit gehören u. a. „1913“, die „Duckomenta“ in den Historischen Villen sowie eine Retrospektive mit Werken von Michael Ramsauer.
 
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann dankt Andreas von Seggern für eine engagierte Arbeit. „Zuletzt hat er als Projektleiter für das neue Stadtmuseum eine zentrale Aufgabe übernommen. Ich freue mich sehr, dass uns sein Wissen bei der Umsetzung des Museumsprojektes auch weiterhin zur Verfügung steht.“


Von Seggern wird dem wissenschaftlichen Beirat des Stadtmuseums angehören und damit die inhaltliche Gestaltung des Museums weiter mitgestalten können.
 
Von 2001 bis 2012 war er Leiter der Museumspädagogik, der Sammlungen und des Ausstellungs- und Veranstaltungsmanagements der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh. Er publizierte u. a. zur deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, zur Regionalgeschichte sowie zur Kulturgeschichte des Fußballs.
 
Von Seggern wird die Stadt zum 30. Juni 2019 verlassen.
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Wie frei ist die politische Kultur in Oldenburg?

22.02.2019 16:52 Uhr
von Carsten Lienemann

Stadtrat, Verwaltung und namentlich auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sind kürzlich heftig wegen ihrer Kulturpolitik gescholten worden. Der eigentliche Skandal aber könnte eine Beschlussvorlage für die Ratssitzung am kommenden Montag, 25. Februar, werden.

Das Amt für Kultur und Sport, dem der OB vorsteht, verlangt allen Ernstes vom Stadtrat (und damit stellvertretend von den Bürger*innen der Stadt Oldenburg), sich „uneingeschränkt zu Israels Recht auf Existenz und Selbstverteidigung“ zu bekennen, und das unmittelbar nachdem der gleiche Stadtrat sich für die Unterzeichnung der „Erklärung der Vielen“ ausgesprochen hat, in der Kultureinrichtungen aufgefordert werden, „sich gemeinsam an Kampagnen und Demonstrationen zur Verteidigung der offenen Gesellschaft zu beteiligen“. Und damit nicht genug: Der Punkt wurde erst sehr kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt, die Beschlussvorlage zu diesem Tagungspunkt aus dem öffentlichen Teil der Sitzung wurde erst auf kritische Nachfrage hin veröffentlicht. Man könnte an Kungelei denken.

Hier soll offensichtlich versucht werden, in aller Eile einen Beschluss durch den Stadtrat zu peitschen. Bevor wir uns aber mit den Hintergründen beschäftigen, eine allgemeine Anmerkung: Der Stadtrat bzw. die Stadt sollte grundsätzlich nie eine uneingeschränkte Solidarität mit irgendeiner Institution bekunden, ganz egal ob es sich um einen Verein, einen Städtebund oder einen Staat handelt, und auch ganz egal, ob dieser Staat Israel, Palästina, Russland, USA oder Liechtenstein heißt.

Ziel der Aktion ist, eine Rechtsgrundlage zu erhalten, auf der das Amt für Kultur und Sport der BDS-Kampagne (Boykott, Disinvestition, Sanktionen) Räume für Veranstaltungen verweigern kann. Gegen den Entzug von zuvor zugesagten Räumen im städtischen PFL im Jahr 2016 hat die Oldenburger BDS-Kampagne geklagt und im September 2018 Recht bekommen. Nun hat die BDS-Kampagne wieder Räume im PFL beantragt und damit dieses hektische Vorgehen des OB verursacht.

Angestoßen wurde diese Abstimmung von Seiten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Oldenburg (DIG), die der BDS-Kampagne im Allgemeinen und im Besonderen ihrem Oldenburger Vertreter Christoph Glanz Antisemitismus vorwirft und sich dabei zahlreicher namhafter Unterstützer*innen sicher sein kann. Aber auch die BDS-Kampagne wird von zahlreichen Prominenten unterstützt, darunter viele israelische Staatsbürger*innen sowie mehrere Holocaust-Überlebende. Christoph Glanz würde gerne offen und auch kritisch über BDS diskutieren, aber er darf nicht. Die DIG verhindert mit fadenscheinigen Argumenten oder purem Drohungen die Vergabe von öffentlichen Räumen.

Momentan sieht es so aus, als würde die Abstimmung zunächst einmal vertagt, da sie „zu kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt wurde“, so die Begründung mehrerer Vorsitzender der Ratsfraktionen. Gleichwohl wird Christoph Glanz versuchen, über eine Einwohnerfrage auf die Ratsmitglieder und den Oberbürgermeister einzuwirken. 

Aber das Problem ist damit nicht vom Tisch, die Frage ist ja in Wahrheit, ob der Rat den Oldenburger*innen das Recht auf Information und Diskussion vorenthalten darf, auch und gerade, wenn es um ein so heikles Thema wie die Behandlung der Palästinenser durch den Staat Israel geht.

Die Antwort auf diese Frage darf nur „Nein!!!“ lauten.
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Arbeitsgemeinschaft „Erzählcafé“ sucht Verstärkung

22.02.2019 16:42 Uhr
Die Kultur- und Bildungseinrichtung inForum sucht Ehrenamtliche für die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft zur Veranstaltungsreihe „Erzählcafé“. Im „Erzählcafé“, zu dem die Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement jeden zweiten Dienstag im Monat ins Kulturzentrum PFL einlädt, sind Oldenburger Persönlichkeiten, die in gemütlicher Atmosphäre etwas über sich und ein besonderes Thema erzählen, zu Gast. Bei Kaffee und Kuchen kommen die Anwesenden miteinander ins Gespräch – es können Fragen gestellt und es kann gemeinsam diskutiert werden.

Gesucht werden neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter für die Arbeitsgemeinschaft „Erzählcafé“, die Lust haben, sich einzubringen. Einmal monatlich trifft sich die Gruppe, um das Programm für das nächste Semester zu planen. Auch die Veranstaltungen werden von Ehrenamtlichen begleitet: Sie kümmern sich um die Organisation, begrüßen die Anwesenden und begleiten die Gäste.

Interessierte können sich gerne persönlich, telefonisch oder per E-Mail an Olga Gerz, pädagogische Mitarbeiterin, wenden. Sie ist in der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, unter Telefon 0441235-2404 oder per E-Mail an olga.gerz@stadt-oldenburg.de erreichbar.
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Erschließen, digitalisieren, vernetzen

22.02.2019 16:14 Uhr

Drei Wissenschaftlerinnen setzen neue Impulse

Seit dem letzten Jahr wächst das wissenschaftliche Team am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg stetig: Ethnologin Jennifer Tadge, Kulturwissenschaftlerin Frieda Kreuer und Archäologin Ivonne Kaiser fokussieren in ihren verschiedenen Projekten auf das Erschließen der Sammlungen und Archivbestände und treiben die Digitalisierung voran. Mit ihrer Arbeit zielen sie auf mehr internationale Vernetzung und eine breitere regionale und überregionale Wahrnehmung des Museums.

Jennifer Tadge forscht seit September 2018 als Doktorandin in dem von der Volkswagenstiftung geförderten Verbundprojekt „Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen" an den ethnologischen Sammlungsbeständen aus kolonialen Kontexten. Das vernetzte Arbeiten verschiedener Museen und Universitäten innerhalb Niedersachsens und die Einbindung der Herkunftsgesellschaften der Objekte sind die besonderen Stärken des Forschungsvorhabens. „Ziel des Projektes ist u.a. eine Datenbank, die Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung gestellt wird. Dadurch wird eine internationale Zusammenarbeit möglich, die helfen soll, Unrechtskontexte aufzudecken“.

Frieda Kreuer begann im vergangenen Herbst ihr wissenschaftliches Volontariat im Bereich Heritage Management. „Das Konzept Heritage ist in Deutschland relativ neu. Es gibt keine wirkliche Übersetzung. Im Grunde geht es darum, kulturelles Erbe möglichst vielen Menschen näher zu bringen und es so auch für zukünftige Generationen zu erhalten.“ In ihren Arbeitsbereich fallen somit unter anderem die Sozialen Medien und die Erarbeitung von nachhaltigen Kooperationen mit regionalen und überregionalen Partnern, zum Beispiel aus der Tourismusbranche.  

Ivonne Kaiser widmet sich im Rahmen der im Februar begonnenen 8-monatigen Fortbildung MUSEALOG der systematischen Aufarbeitung des umfangreichen Bestandes an alten Glasplatten. Glasplatten dienten bis zur Einführung des Zelluloidfilms sowohl als Bildnegative als auch als Diapositive und bilden einen Schatz an Informationen. Der historische Archivbestand an solchen Glasplatten hier im Haus soll für die Bereiche Archäologie und Ethnologie erschlossen und später digitalisiert werden. „Neben der Verschlagwortung und Neuordnung des Archivs ist es Ziel des Projektes, Teile der Bestände in der Deutschen Digitalen Bibliothek oder in der europäischen virtuellen Bibliothek Europeana international zugänglich zu machen. Damit stehen sie Forschenden auf der ganzen Welt digital zur Verfügung.“
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Stadtbibliothek setzt erfolgreich neue Akzente

16.02.2019 11:55 Uhr

Bildungsangebote und digitale Inhalte auf dem Vormarsch

Eine positive Bilanz des Jahres 2018 zieht die Stadtbibliothek. Es war zwar gekennzeichnet durch leicht sinkende Zahlen bei den Ausleihen sowie den Besuchern vor Ort, aber auch durch einen Anstieg bei der digitalen Ausleihstelle „Onleihe“. Die Vermittlungs- und Veranstaltungsarbeit wächst ebenso weiter und konnte mehr Besucherinnen und Besucher anziehen. Beides sind Angebotsbereiche, die auch in Zukunft im Rahmen des Programms „Bibliotheksprofil 2021“ weiter ausgebaut werden sollen. Dementsprechend wurden 2018 bereits wichtige Schritte unternommen, um einen soliden Grundstein zu legen.

Kunden unter 16 besonders ausleihfreudig
Im vergangenen Jahr nutzten 15.933 Kundinnen und Kunden aktiv die Stadtbibliothek (Stand 2017: 16.478) und liehen insgesamt 889.092 Medien aus (Stand 2017: 904.522). Über das ganze Jahr verteilt verzeichneten die Einrichtungen der Stadtbibliothek 289.618 Besucher (Stand 2017: 302.398). Im Vergleich zum Vorjahr ist in diesen Zahlen somit ein leichter Rückgang zu erkennen. Ein Drittel der Kunden sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, besonders ausleihfreudig waren die 6- bis 16-Jährigen mit 218.606 Entleihungen.

Vermittlungsarbeit weiter auf Rekordkurs
Die Anzahl der Vermittlungsangebote und deren Teilnehmer ist in 2018 weiter gewachsen. 26 Prozent und damit 2.466 mehr Menschen aus allen Altersgruppen nahmen an den Angeboten teil, wodurch die Teilnehmerzahl insgesamt auf 12.045 angestiegen ist. „Während das bisherige Kerngeschäft der Ausleihe von Medien über die vergangenen Jahre deutschlandweit einen Abwärtstrend erkennen lässt, wächst der gesellschaftliche Bedarf an Angeboten zur Vermittlung digitaler Kompetenzen sowie an Angeboten zur frühkindlichen Sprachbildung deutlich“, erläutert Heike Janssen, Bibliotheksleiterin. Insgesamt fanden im Bibliothekssystem 558 Veranstaltungen statt. Darunter 414 Bibliothekseinführungen und Recherchetrainings, Formate zur Sprachbildung und Leseförderung, die mit KiTas und Schulen stattfanden, sowie zielgruppengerechte Angebote für Sprach- und Integrationskurse.

Hinzu kamen 144 frei zugängliche Veranstaltungen, wie die Bücherzwerge, Mangaworkshops oder die Geschichten zur Kaffeestunde. Mit 450 Besuchern war der im Oktober erstmalig durchgeführte „Star Wars Reads Day“ die meist besuchte Veranstaltung.

Onleihe mit starkem Wachstum
Digitale Inhalte sind weiterhin sehr beliebt, was sich in den Statistiken der digitalen Ausleihstelle „Onleihe“ bemerkbar macht. Diese erzielte neue Rekordergebnisse. Insgesamt stiegen die Ausleihzahlen hier um 26 Prozent auf 77.123 Ausleihen (Stand 2017: 61.422). Das spiegelt sich auch im Bestand wieder: Dieser ist mit 7.506 Titeln im Vergleich zum Vorjahr um 51 Prozent gewachsen (Stand 2017: 4.985). „Unsere Onleihe nimmt einen immer größeren Stellenwert bei uns ein. Aus diesem Grund sind auch E-Magazine mit beliebten Zeitschriftentiteln, wie Spiegel, Stern und Brigitte inzwischen Teil der Onleihe“, sagt Amelie Bölscher, Verantwortliche für den Bereich Onleihe und ergänzt: „Das Angebot wird zukünftig noch stärker ausgebaut werden.“

Medienpädagogische Elemente unterstützten die Veranstaltungsarbeit
Neben dem Ausbau von Lese- und Recherchekompetenz zählt inzwischen die Vermittlung von Medienkompetenz zu den Kernaufgaben der Stadtbibliothek. So gab es 2018 erstmalig Schulungen für Senioren zum zielgerichteten Umgang mit dem Smartphone oder Tablet als Voraussetzung der Onleihe-Nutzung. Zusätzlich wurden mit Kindern und Jugendlichen Trickfilm- und Fotoworkshops durchgeführt und Angebote wie eine Escape-Game-Rallye, Greenscreen oder Apps bereicherten beliebte Veranstaltungsformate wie „OLbert lädt ein“ oder den Gamingabend. „Kinder und Jugendliche wachsen in einer zunehmend digitalisierten Welt auf. Die Vermittlung eines reflektierten Umgangs mit Medien ist inzwischen Grundvoraussetzung für fast alle Lebensbereiche, weshalb wir auch 2019 neue medienpädagogische Formate erproben werden“, erklärt Hannes Meiners, Medienpädagoge der Stadtbibliothek.

Ein Blick in die Zukunft
Für 2019 steht die Umsetzung des Programms „Bibliotheksprofil 2021“ in den Startlöchern. Mit der Umsetzung des Bibliotheksprofils werden die Standorte und der Service der Stadtbibliothek bis 2021 bedürfnisorientiert weiterentwickelt. So kann in der Kinderbibliothek schon bald ein zusätzlicher Raum für die wachsende Zahl der Veranstaltungsangebote genutzt werden. „Auch bei den Planungen für den neuen Standort der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück am Klingenbergplatz spielt das Bibliotheksprofil eine wichtige Rolle“ berichtet Anne Düser, Bereichsleitung für die Stadtteilbibliotheken. „Hier soll zentral im Stadtteil eine attraktive Bibliothek zum Lesen, Lernen und für Begegnung entstehen – mit flexibler, zielgruppengerechter Einrichtung und mit Platz für Veranstaltungen.“
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Auf der Suche nach Oldenburger Kultorten

01.02.2019 21:01 Uhr
Die Oldenburgerinnen und Oldenburger sind ab sofort gefragt, Kultorte ihrer Stadt zusammenzutragen. Damit können sie bei einer großen Sonderausstellung mitwirken, die im Herbst 2019 im Stadtmuseum geplant ist. Die Auswahl kann dabei ganz subjektiv sein: Orte, mit denen sie besondere Momente, spannende Zeiten oder auch vertraute Regelmäßigkeit verbinden. „Die meisten Menschen werden in ihrem Leben von Orten in der Stadt, in der sie leben, begleitet. Das können auch Orte sein, die vor vielen Jahren einmal eine große Bedeutung für einzelne Bürgerinnen oder Bürger hatten und die vielleicht gar nicht mehr existieren“, so Franziska Boegehold, die die Ausstellung im Stadtmuseum derzeit plant. Die Orte werden in einem bunten Kultorte-Plan gesammelt und genauer untersucht.

Um die Orte zu sammeln, steht ein Online-Stadtplan zur Verfügung, unter www.stadtmuseum-oldenburg.de/kultorte. Hier können die persönlichen Kultorte eingetragen und beschrieben werden. Alle Orte sind in der Karte öffentlich sichtbar, das heißt: „Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall, denn so kann man entdecken, welche Plätze, Räume oder Treffpunkte für andere in Oldenburg Kult sind. Wir sind gespannt, welche Orte als besonders wahrgenommen werden, und welche Geschichten dahinter stecken“, sagt die Kuratorin. Entdecken ließen sich sicher auch Gemeinsamkeiten zu dem ein oder anderen Ort, mit dem man selbst einmal eine besondere Zeit verbunden hat oder immer noch verbindet und eine ganz eigene Geschichte beisteuern kann.
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Landesmuseum Natur und Mensch veranstaltet tierischen Familientag

01.02.2019 20:29 Uhr
Ein „tierisch gutes“ Programm rund um die aktuelle Sonderausstellung „Erzähl mir vom Tier“ bietet das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg am Sonntag, den 10. Februar von 10 bis 18 Uhr anlässlich des Familientages.

Unter dem Motto „Tierisch gut!“ haben die Besucher nicht nur die Möglichkeit von 10 bis 18 Uhr die Sonderausstellung „Erzähl mir vom Tier“ zu erkunden: Ganztägig können Groß und Klein in den kostenfreien Kreativwerkstätten ein eigenes Papiertheater mit tierischen Charakteren basteln oder das Lieblingstier en Miniature filzen. Stündlich erzählen Mitarbeitende des Museums in Kurzführungen Wissenswertes zu Tieren in den Ausstellungen. Als Highlight stellt der Imkerverein Oldenburg e.V. um 12 Uhr und um 14 Uhr in einer Präsentation die Honigbiene, Biene Majas Vorbild, vor. Ganztägig können am Infostand des Vereins Fragen rund um die Honigbiene und die Honiggewinnung gestellt werden.

In den Führungen berichtet um 11 Uhr und 16 Uhr Museumspädagogin Dörte Mitwollen über den Storch und seine Reisen über viele Länder und Kontinente. Archäologin Tosca Friedrich führt um 13 Uhr durch die aufregende Welt der Tiere in der Steinzeit. Die Schildkröte in der Hunte steht um 15 Uhr in der Führung von Biologin Kirsten Preuss im Mittelpunkt. Außerdem thematisiert sie in der Führung „Wer macht diese Spur?“ um 17 Uhr die verschiedenen Fährten der Tiere.

Die Sonderausstellung „Erzähl mir vom Tier“ zeigt aktuelle und historische Werke der Kinderliteratur und bietet Anknüpfungspunkte sowohl für naturkundliche Fragestellungen als auch für zentrale Fragen zu unserem eigenen Selbstverständnis und unserer Beziehung zu Tieren. Die Ausstellung greift Momente zwischen Literatur- und Naturwissenschaft auf und präsentiert sie anschaulich und familienfreundlich. Sie ist in Kooperation mit der Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg entstanden.

Eine Familien-Tageskarte kostet 12 €, einzelne Erwachsene zahlen 6 € und Kinder ab 7 Jahren 2 €. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Die Teilnahme an allen Führungen und den Aktionen ist an diesem Tag frei.
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Neues Stadtmuseum: Museumsleiter stellt Architektenentwürfe vor

27.01.2019 16:33 Uhr
Nachdem der Gewinnerentwurf für den Neubau des Stadtmuseums Oldenburg vorgestellt wurde, werden nun alle 15 Entwürfe der Architektenbüros ab Samstag, 26. Januar, im Stadtmuseum ausgestellt. Der Leiter des Stadtmuseums, Dr. Andreas von Seggern, bietet am Sonntag, 27. Januar, 11 Uhr, eine Führung durch die Entwürfe an und wird insbesondere die beiden Erstplatzierten erläutern. Aus Sicht des elfköpfigen Preisgerichts sowie der Museumsleitungen erfüllen beide Entwürfe die hohen Anforderungen an einen Museumsbau und bieten vor allem mit dem gläsernen, großzügigen Foyer die bereits in der Bürgerbeteiligung geforderte Offenheit. Die Bürgerinnen und Bürger können sich die Architektenentwürfe bis Sonntag, 17. Februar, ansehen, der Eintritt ist frei. Bei hoher Nachfrage können weitere Führungen angeboten werden.
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Siegerentwurf für Stadtmuseum vorgestellt

27.01.2019 16:20 Uhr

Oberbürgermeister Krogmann: Entwurf ist elegant, aber nicht elitär

Auf dem Weg zu einem neuen Stadtmuseum ist heute das Ergebnis des Architektenwettbewerbs vorgestellt worden. Das elfköpfige Preisgericht unter der Leitung von Prof. Rolf Schuster aus Düsseldorf favorisiert danach den Entwurf der Gruppe GME aus Achim. Platz zwei wurde an das Büro kbg Architekten aus Oldenburg vergeben.

„Der prämierte Entwurf hat sich städtebaulich als sehr funktional erwiesen und birgt durch sein offenes Foyer dafür, die Besucher ins Haus zu holen. Vor dem Hintergrund der schwierigen städtebaulichen Situation ist dies besonders hervorzuheben“, sagt der Vorsitzende des Preisgerichts Prof. Rolf Schuster.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist der Entwurf „sehr elegant, aber nicht elitär.“

„Damit erfüllt er viele Erwartungen, die auch in der Bürgerbeteiligung genannt wurden, vor allem ein hohes Maß an Offenheit und Transparenz“, so Krogmann. „Dem Büro ist es gelungen, eine starke städtebauliche Adresse zu setzen und diese mit hoher Funktionalität zu verbinden.“

Sämtliche Ergebnisse des Wettbewerbs sind von Samstag, 26. Januar 2019, an im Stadtmuseum zu sehen. Dann besteht die Gelegenheit, sich während der Öffnungszeiten des Stadtmuseums die Entwürfe der 15 beteiligten Büros anzuschauen.

Dem Ergebnis des Wettbewerbs werden nun allerdings noch konkrete Gespräche zur Ausführung des vorliegenden Entwurfs folgen. Der Entwurf sieht eine Neubaufläche von etwa 2.200 Quadratmetern vor, er wird an der Stelle des jetzigen Museumsbaus, der abgerissen wird, entstehen. Der momentane Zeitplan sieht einen Baubeginn im kommenden Jahr vor.

Die Kosten für den Neubau sind derzeit noch nicht genau zu beziffern. Fest steht der Zuschuss des Bundes in Höhe von 8,5 Millionen Euro. Ziel ist es, sich an der bisher ermittelten Gesamtsumme von etwa 17 Millionen Euro zu orientieren.

Dem Wettbewerb war ein intensiver Prozess der Bürgerbeteiligung vorausgegangen. Vor der Sitzung des Preisgerichts hatten etwa 100 repräsentativ ausgewählte Oldenburgerinnen und Oldenburger die Möglichkeit, sich die Entwürfe anzusehen. Diese umfangreiche Bürgerbeteiligung kennzeichnet den gesamten Verlauf der Planung.

Bereits im Dezember 2016 hatten Fachtagung und ein sogenanntes „Stadtlabor“ stattgefunden. Dieser Prozess der Bürgerbeteiligung hatte zahlreiche Anregungen ergeben. Danach sollte das Museum „sichtbarer“ werden, also Richtung Innenstadt besser erkennbar sein. Es soll verstärkt ein lebendiger Ort für den Austausch zu Themen der Stadtgeschichte aber auch aktuellen zeitgeschichtlichen und politischen Fragen sein.

Kern des aktuellen Stadtmuseums sind die Francksen-Villen, die 1915 zum Stadtmuseum wurden. 1968 wurde das Gebäudeensemble um die „Neue Galerie“ erweitert, 1995 schließlich um den Hüppe-Saal.
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Esther Bejarano, Microphone Mafia und CiNS gemeinsam im PFL

23.01.2019 09:10 Uhr
Esther Bejarano, Microphone Mafia und CiNS gemeinsam im PFL

Am Samstag, 02.02.2019 gibt es eine hochkarätig besetzte Veranstaltung im PFL. Esther Bejarano, Künstlerin und Auschwitzüberlebende gastiert gemeinsam mit der Microphone Mafia und CiNS in Oldenburg. Veranstaltungsbeginn ist um 19.00 Uhr, Karten gibt es an der Abendkasse.

Als eine der letzten Überlebenden des Frauenorchesters in Auschwitz ist Esther Bejarano bis heute mit ihren 94 Jahren äußerst wach für politische Fragen. Sie engagiert sich gegen Faschismus und für Toleranz, setzt sich als Zeitzeugin für Aufklärungsarbeit in Schulen und für Erinnerungsarbeit ein und ist Mitbegründerin und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees. Gemeinsam mit der Rap-Band Microphone Mafia tourt sie seit 2009 von Ort zu Ort und bewegt das Publikum mit Lesungen aus ihrer Biographie „Vom Mädchenorchester zur Rap-Band gegen rechts“ und einem Songprogramm, das in verschiedenen Sprachen gesungen und als Rap neu interpretiert wird.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird von der Gruppe CiNS die wahre Geschichte der verfolgten, jüdischen Artistin Irene Bento, die sich und Teile ihrer Familie im Circus Adolf Althoff verstecken und so den Holocaust überleben konnte, gezeigt. Durch artistische Einlagen und musikalische Live-Untermalung wird Geschehenes lebendig vermittelt und Wege einer kritischen Erinnerungskultur, die in naher Zukunft ohne Zeitzeug*innen auskommen muss, aufgezeigt.

Die Projektgruppe CiNS (Circus im Nationalsozialismus) arbeitet interdisziplinär zum wenig aufgearbeitetem Themenfeld von Circus im Nationalsozialismus und verfolgten Artist*innen. Ihre Ausstellung und Lesung waren bereits europaweit an unterschiedlichsten Orten zu sehen (u.a. DOCH Circus University Stockholm, Ernst-Deutsch-Theater Hamburg, Zirk‘Art Festival, At.tension Festival, Museum Europäischer Kulturen Berlin, Synagoge Enschede, Galerie Olga Benario Berlin, Stadtmuseum Pfungstadt)

Bejarano und Microphone Mafia, mit ihren Texten und Erzählungen schlägt das Trio durch persönliche und politischen Worten und Liedern zu den Themen Rassismus, Zivilcourage und Erinnerungskultur inhaltlich und künstlerisch den Bogen in die Gegenwart. Gemeinsam mit dem Rapper Kutlu Yurtseven begeistern Esther und ihr Sohn Joram Bejarano ihr Publikum immer wieder aufs Neue“.

Im Rahmen des Projektes „Erinnern für die Zukunft – Keine Zukunft ohne Erinnern“ wird die Veranstaltung unterstützt von der Stiftung „Erinnerung Verantwortung und Zukunft“ aus Berlin, der Oldenburgischen Landschaft und der Vereinigung Niedersächsischer Bildungsinitiativen. Nachdem das Konzept im Frühjahr 2018 abschließend bei einer Residenz der „International Art Research Location Schloß Bröllin“ entwickelt wurde, wird es am Montag einen Durchlauf dieses einmaligen Konzeptes mit der IGS Flötenteich geben. Teilnehmen wird ebenfalls eine Projektgruppe der OBS Eversten.

Die Veranstaltung ist der Startpunkt zu einer bundesweiten Tour des Projektes und wird den Namen der Stadt Oldenburg mit dem Konzept einer kritischen, lebendigen Erinnerungskultur eng verknüpfen. Das Konzept wird zu Beginn der Veranstaltung kurz vorgestellt.

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Einbürgerungsfeier: Wir sind die Neuen

23.01.2019 08:53 Uhr

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann begrüßt neue Staatsangehörige

Jetzt sind sie endgültig in ihrer zweiten Heimat angekommen: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann beglückwünschte am Montagabend, 21. Januar, in einer Feierstunde neu eingebürgerte Oldenburgerinnen und Oldenburger zu ihrem Entschluss, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen: „Das ist der Beginn eines neuen Lebensabschnitts.“ 310 Neu-Deutsche haben im vergangenen Jahr in Oldenburg die amtliche Urkunde erhalten und sich zum Grundgesetz der Bundesrepublik bekannt. Viele von ihnen feierten ihre Einbürgerung nun auf Einladung der Stadt gemeinsam mit Familien, Freunden sowie Ratsmitgliedern im Kulturzentrum PFL. „Mit diesem Abend haben wir nun alle eines gemeinsam: Oldenburg ist unsere offizielle Heimat. Oldenburg ist eine weltoffene und tolerante Stadt“, betonte Krogmann vor rund 170 Gästen.

Was der deutsche Pass für sie bedeutet und was sie bewogen hat, die Einbürgerung zu beantragen, darüber berichteten stellvertretend drei der neu eingebürgerten Oldenburger: Jad Asswad (31), Ahmed Kassem (35) und Niall Keogh (44). Der gebürtige Syrer Jad Asswad arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter/Forscher beim Institut für Informatik OFFIS. Ahmed Kassem war vor seiner Einbürgerung ägyptischer Staatsangehöriger. Er ist zusammen mit seiner 2017 geborenen Tochter eingebürgert worden. Kassem ist als Facharzt für Radiologie in der Ammerland Klinik Westerstede beschäftigt. Europäische Wurzeln hat Niall Keogh. Der gebürtige Dubliner behält zusätzlich seinen irischen Pass: „Ich bin stolz, Ire zu sein und ich bin genauso stolz, Deutscher zu sein.“ Er arbeitet als Mediengestalter und absolviert derzeit eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt. Alle drei betonten, sich in Oldenburg sehr wohlzufühlen.

Mit insgesamt 310 neuen deutschen Staatsangehörigen im Jahr 2018 ist die Zahl der Einbürgerungen in Oldenburg im vergangenen Jahr leicht angestiegen – um 23 gegenüber 2017. Die Zahl der Einbürgerungsanträge hat sich 2018 gegenüber dem Jahr 2017 um 27 Anträge auf 383 vermindert. Die größte Gruppe der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bilden Zugewanderte aus dem Irak mit 96 Einbürgerungen. Aus der Türkei kamen 27 Neueingebürgerte, aus Polen 19.

Die Stadt Oldenburg ist seit dem Jahr 2000 für die Bearbeitung und Prüfung der Einbürgerungsanträge von der Antragsannahme bis zur Aushändigung der Einbürgerungsurkunde allein zuständig. Seitdem haben insgesamt 5.232 Menschen in Oldenburg die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Aktuell leben in Oldenburg rund 16.800 Ausländerinnen und Ausländer aus 152 Nationen. „Diese Vielfalt ist wichtig: Von anderen Kulturen und Sichtweisen profitieren wir. Einwanderung ist auch aus demografischen und wirtschaftlichen Gründen notwendig“, unterstrich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Er hob die in der „Oldenburger Mentalität“ verankerte Hilfsbereitschaft hervor und das breite Unterstützungsnetzwerk aus ehrenamtlichem Engagement und Aktivitäten der Stadtverwaltung, wodurch Menschen aus anderen Ländern der Neustart erleichtert werde.

Die Einbürgerungsfeier wurde von Neo Wernecke, Schüler der Musikschule Oldenburg, auf der Marimba musikalisch umrahmt. Mit Unterstützung des Ganztagschores der Grundschule Babenend klang der offizielle Teil mit dem Singen der Nationalhymne aus. Für Kurzweil bei den jungen Gästen sorgte die Freizeitstätte Ofenerdiek, die Mitmach-Aktionen im Foyer anbot.
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Blauschimmel Atelier goes international

23.01.2019 08:48 Uhr
Als einziger deutscher Partner nimmt das Blauschimmel Atelier an dem EU-Projekt „GUIA2 - Guide us into arts 2“ teil. Inklusive kulturelle Einrichtungen aus sieben Ländern sind an dem Projekt beteiligt.

Im Mittelpunkt des Projekts steht der Austausch von Methoden im Bereich der künstlerischen Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Projektpartner sind inklusiv-künstlerisch arbeitende Einrichtung aus der Türkei, Kroatien, Tschechien, Polen, Belgien, Deutschland und Großbritannien (Nordirland). In der zweijährigen Projektlaufzeit wollen sich die Einrichtungen gegenseitig besuchen. Vor Ort wird jeder Partner eine Projektwoche organisieren an der sowohl die künstlerischen und pädagogischen Mitarbeiter*innen als auch Nutzer*innen des Angebots der unterschiedlichen Einrichtungen teilnehmen können.

Der Auftakt des Projekts findet vom 29. bis 30. Januar in Antalya, Türkei statt. „Wir freuen uns auf den gemeinsamen Erfahrungsaustausch und darauf neue Impulse mit nach Deutschland zu nehmen. Ein ganz besonderes Highlight wird dann der Besuch unserer Projektpartner in Oldenburg sein“, so Ute Bommersheim, Projektleiterin im Blauschimmel Atelier.

Das Projekt wird gefördert durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union.
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Whisky Tasting „Nachts im Museum“

16.01.2019 18:48 Uhr

Ein Event in Kooperation mit Whisky Erlebnis Oldenburg

Am Freitag, den 18. Januar um 19 Uhr veranstaltet das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg in Kooperation mit Whisky Erlebnis Oldenburg zum ersten Mal das Whisky Tasting „Nachts im Museum“.  Im Ambiente des Edelstein-Gewölbekellers des Museums führt Andreas Semmer in die Welt des Whiskys ein, die die Verkostung unterschiedlicher „Zeitgenossen“ selbstverständlich mit inbegriffen. Das Event bietet Einsteigern und Fortgeschrittenen die Möglichkeit die Breite Geschmacksvielfalt des Whiskys kennenzulernen. Die Teilnahmegebühr zur dreistündigen Veranstaltung beträgt 29,90€ pro Person. Anmeldung und weitere Informationen unter www.whisky-erlebnis-ol.de. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
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Erzählen gegen das Vergessen: Die Zukunft der Erinnerung

13.01.2019 14:29 Uhr

Veranstaltungsreihe und Ausstellung zum Holocaust-Gedenktag

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar gibt es im Schauraum des Stadtmuseums vom 13. Januar bis 3. Februar eine Ausstellung und eine Veranstaltungsreihe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eröffnet die Ausstellung am Sonntag, 13. Januar, um 11 Uhr. Geplant sind neben Führungen unter anderem ein Film zum Thema, ein Vortrag und eine Performance von Schülerinnen und Schülern. Mit Ausnahme der Führungen ist der Eintritt zur Ausstellung und für die Veranstaltungen frei.

Organisiert wurde das Projekt vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Verein Heimatsucher e.V. und dem Stadtmuseum. Die Heimatsucher arbeiten mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Nationalsozialismus und wissen: Junge Menschen stellen immer wieder die Frage, warum die Verbrechen des Nationalsozialismus „unvergessen bleiben sollen“ und was diese über 70 Jahre zurückliegende Geschichte mit ihnen zu tun hat. Antworten darauf geben die Heimatsucher mit sehr persönlichen Geschichten, die ihnen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen anvertraut wurden. „Die jungen Menschen lernen dadurch, dass etwas lange vergangen sein kann, in den Köpfen und Herzen von Beteiligten aber noch sehr lebendig ist. Und sie begreifen, was Daten und Fakten, die ihnen in der Schule oder über die Medien vermittelt wurden, für reale Menschen bedeuten“, so die Organisatorin Paula von Sydow vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg.

Während der Ausstellung gibt es für Schulklassen ab Klasse 4 Führungen und Workshops, jeweils mittwochs am 16., 23. und 30. Januar. Ansprechpartnerin für Anmeldungen, Termine und Kosten ist Katharina Müller-Spirawski, per E-Mail an k.spirawski@heimatsucher.de.

Am Donnerstag, 17. Januar, 19 Uhr, zeigen die Heimatsucher mit Regisseurin Simone Hüttenberend den Film „Auf gute Nachbarschaft“. Erzählt wird von der Begegnung eines ehemaligen jüdischen Widerständlers und eines desertierten Wehrmachtssoldaten, die sich am Ende ihres Lebens mit beeindruckender Offenheit gegenüberstehen und beweisen, dass Versöhnung kein theoretisches Konstrukt bleiben muss. Am Donnerstag, 31. Januar, 19.30 Uhr, spricht der Wissenschaftshistoriker Udo Andrascke, Universität Erlangen-Nürnberg, in dem Vortrag „Geschichte ausstellen. Das Museum als Lernlabor für Jugendliche“ über ein besonderes Ausstellungsprojekt: Mit Jugendlichen hat er historische Objekte aus dem Schulalltag im Nationalsozialismus untersucht und Lernlabore für eine Ausstellung im Schulmuseum Nürnberg entwickelt.

Einen ganz anderen Zugang zum Thema Nationalsozialismus bietet der Jaspers Philosophier Club. Hier können Kinder und Jugendliche gemeinsam über Fragen zu Menschlichkeit, Unmenschlichkeit oder Erinnerung nachdenken. Offene Gruppen gibt es am 15. Januar für Kinder von 10 bis 12 Jahren und am 22. Januar für Jugendliche von 14 bis 16 Jahren, jeweils dienstags von 16 bis 17 Uhr. Für Schulklassen oder Schülergruppen der Jahrgänge 4 bis 10 wird ein Kurs am Freitag, 25. Januar, 10 bis 12 Uhr, angeboten. Geleitet werden die Jaspers Clubs von der Lehrerin Waltraud Bagge, die Anmeldungen per E-Mail an jaspersclub.oldenburg@gmx.de annimmt.

Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Gestaltung in Oldenburg haben für ihre Performance „Erinnerungen sind Leben“ am Sonntag, 3. Februar, 11.30 Uhr, jüdische Stadtgeschichte erforscht. Die Arbeit mit historischen Dokumenten und lyrischen Texten sowie ein Seminar mit den Heimatsuchern führte sie zu der Frage, wie es sein wird, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt und keine Holocaust-Überlebenden ihre Geschichte mehr selbst erzählen können.

Die Ausstellung wird durch die Landessparkasse zu Oldenburg gefördert. Weitere Informationen zum Verein Heimatsucher e.V. gibt es im Internet unter www.heimatsucher.de.
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Führung mit Barbara Habermanns durch ihre Ausstellung „Text – Textil – Textur“

05.01.2019 18:00 Uhr
Am Donnerstag, 10. Januar, um 17.30 Uhr lädt die Landesbibliothek Oldenburg zu einer Führung mit der Künstlerin Barbara Habermann durch ihre aktuelle Ausstellung „Text – Textil – Textur. Bücher aus Stoff von Barbara Habermann“ ein. Die Ausstellung ist noch bis zum 19. Januar zu sehen.

Besondere textile Kunstwerke präsentiert die Oldenburgerin Barbara Habermann zu ihrem 80. Geburtstag in der Landesbibliothek Oldenburg. Die Künstlerin hat Stoffbücher sowie Bilder und Objekte aus Textilien, die in direktem Bezug zu literarischen Texten stehen, dafür ausgewählt. Darunter befinden sich zahlreiche Arbeiten, die erst in den letzten Jahren entstanden sind. Die ausgesuchten Texte von so bekannten Autoren wie Thomas Mann, Klaus Modick, Gertrude Stein oder Orhan Pamuk haben jeweils einen Bezug zu Bekleidung und textilem Material und finden bei Barbara Habermann in Auszügen Eingang in „neue“ Bücher oder Bilder. Taschentücher werden zu Seiten eines Buches. Für „Josephs bunter Rock“ verwendete sie Textiletiketten und bedruckte T-Shirt-Ausschnitte - ein Kommentar zum Markenwahn heutiger Jugendlicher.

In der Reihe der Künstlerbuch-Ausstellungen in der Landesbibliothek ragt die Ausstellung von Barbara Habermann durch ihre einzigartige Materialität und das virtuose Spiel mit der vielschichtigen Bedeutung des Text-Begriffs hervor. Die von der Landessparkasse zu Oldenburg geförderte Schau ist eine spezifisch für den imaginären Dialog mit dem Bibliotheksraum konzipierte Ausstellung, die zugleich einen Kernbereich im künstlerischen Schaffen von Barbara Habermann fokussiert. Die besondere Faszination des Stofflichen kommt auch im reich bebilderten Ausstellungskatalog bestens zur Geltung.

Barbara Habermann (* 1938) absolvierte ein Grafikstudium an der Werkkunstschule Offenbach und arbeitete anschließend zehn Jahre als Grafikdesignerin. In der 1970er Jahren studierte sie Kunstpädagogik an den Universitäten Frankfurt am Main und Oldenburg. Ab 1981 war sie an der Universität Oldenburg und anderen Einrichtungen in der Lehre tätig. Ihre künstlerischen Arbeiten präsentierte Barbara Habermann erfolgreich in zahlreichen Einzel­ausstellungen, zuletzt 2017 unter dem Titel „100 000 Stiche - Textile Dialoge“ im Handwerks­museum Ovelgönne. Die Künstlerin beteiligte sich außerdem an unterschiedlichen Gruppen­ausstellungen, u.a. an der Schau „Schriftstücke – gesägt, genäht, gebrannt“ im Klingspoor Museum Offenbach. Seit 1980 ist Barbara Habermann Mitglied im BBK, für den sie diverse Ausstellungen kuratiert hat.

Zur Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg ist ein Katalog mit dem Titel „Text – Textil – Textur. Bücher aus Stoff von Barbara Habermann“ in der Schriftenreihe der Landesbibliothek Oldenburg erschienen. Die Veröffentlichung wurde großzügig von der Landessparkasse zu Oldenburg unterstützt.
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Podiumsdiskussion am 10. Januar: Alles erreicht?!

03.01.2019 20:46 Uhr
Noch bis zum 13. Januar läuft die aktuelle Sonderausstellung „Anerkennung!“ im Stadtmuseum. Ausgehend von ihrem Fokus auf gesellschaftliche Kämpfe um Teilhabe gibt es am Donnerstag, 10. Januar, um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion unter dem Motto „Alles erreicht? Inklusion nach Flüchtlingsstrom, Homoehe und UN-Behindertenrechtskonvention“. Es diskutieren Sozialdezernentin Dagmar Sachse, Gerlinde Röben (Vorstand pro:connect), Martin Podszus (Na Und e.V.) und Martin Wegener (Geschäftsführer der Selam Lebenshilfe gGmbH).

Obwohl sich in Bezug auf Inklusion und Teilhabe in den vergangenen Jahren viel bewegt hat, ist die aktuelle Ausstellung ein Anlass, zu diskutieren, welche (neuen) Herausforderungen zu bewältigen sind. Die Veranstaltung wird moderiert von Susanne Jungkunz, tätig im Bereich Demografie und Inklusion bei der Stadt Oldenburg. Der Eintritt ist frei.
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Verlängerung der Nutzerumfrage in der Stadtbibliothek

03.01.2019 20:43 Uhr

Kundenumfrage jetzt bis Ende Januar

Die am 19. November gestartete und bis Ende Dezember 2018 geplante Kundenumfrage der Stadtbibliothek wird bis Ende Januar 2019 verlängert. Ziel ist es, weitere Rückläufe zu bekommen. Die Umfrage ist besonders an Familien gerichtet. Es geht um das Thema, wie Familien die Einrichtungen der Stadtbibliothek nutzen. Die Umfrage ist anonym und nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch, hilft jedoch dabei, die Stadtbibliothek nach den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln.

Die Ergebnisse werden genutzt, um zu erfahren inwiefern auch schon Kleinkinder das Medienangebot der Stadtbibliothek nutzen. Grund hierfür ist die Ausgangslage des startenden Projekts „Bibliotheksprofil 2021“ genauer definieren zu können.

Eine Teilnahme an der Umfrage ist in allen Ausleihstellen der Stadtbibliothek Oldenburg sowie online unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de möglich. Hier sind auch weitere Informationen zum Thema „Bibliotheksprofil 2021“ unter „Aktuelles & Veranstaltungen“ zu finden.
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Panikshoppen im Landesmuseum Natur und Mensch

21.12.2018 22:59 Uhr

Es ist auch sonntags geöffnet!

Wer auf den letzten Drücker noch Weihnachtsgeschenke braucht, wird am Sonntag, den 23. Dezember noch im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg fündig. Von 10 bis 18 Uhr bietet der Museumsshop eine vielfältige Auswahl an kleinen und großen Aufmerksamkeiten: Taschen aus Ausstellungsbannern – von denen jede ein Unikat ist –, Aufbewahrungsdöschen aus Birkenrinde, Schmuck, glitzernde Minerale, eine interessante Auswahl an Büchern für Kinder und Erwachsene, Kuschel-Mammut und -Bambi, eine Museumsjahreskarte und vieles mehr.

Mit dem richtigen Geschenk in der Tasche, kann man dann beim Besuch der aktuellen Sonderausstellungen „Erzähl mir vom Tier – Tiere in der Kinderliteratur und in der Natur“ oder „Unseren Insekten ganz nah“ entspannt den letzten Adventssonntag ausklingen lassen. 
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Landesmuseum soll Vorreiterrolle in Sachen Diversität im Nordwesten einnehmen

13.12.2018 16:53 Uhr
Die Kulturstiftung des Bundes fördert das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg mit Mitteln aus dem Programm „360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“.

Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes stimmte in der vergangenen Woche den Vorschlägen der Jury für die  2. Förderrunde des Programms zu. Bundesweit 22 Kulturinstitutionen – darunter zehn Museen, acht Theater, drei Bibliotheken sowie ein Symphonieorchester – bekamen den Zuschlag. Die Häuser erhalten Förderungen von je bis zu 360.000 €. Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg wurde als einziges Museum im nordwestdeutschen Raum ausgewählt.

„Wir werden diese Gelegenheit nutzen, um unsere Produkte und Arbeitsweisen zu hinterfragen und uns neu aufzustellen. Wir wollen diverser werden – nach innen wie nach außen. Mit unseren Kernthemen „Natur“ und „Mensch“ sind wir prädestiniert, dieses Thema größer anzugehen. Wir werden die Strahlkraft unseres Hauses nutzen, um als Modell für ein diverses Museum und Miteinander in der Region zu dienen.“, so Museumsdirektorin Dr. Ursula Warnke.

Für einen Förderzeitraum von vier Jahren wird das Landesmuseum einen/eine sogenannte/n Kulturagenten/in beschäftigen: Die Person wird das Museum bei der Zusammenarbeit mit Verbänden, migrantischen Organisationen, der Entwicklung neuer Teilhabekonzepte und der interkulturellen Organisationsentwicklung unterstützen. Dabei geht es um Diversität im weitesten Sinne, und zwar in Hinblick auf Alter, Geschlecht, religiöser und ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe, sexueller Orientierung und körperliche Voraussetzungen.
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Geschenke in der Stadtbibliothek

02.12.2018 20:13 Uhr

„Blind Dates“ mit Büchern versprechen Überraschungen zu Weihnachten

In der Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, kommt Weihnachtsstimmung auf: Ab Montag, 3. Dezember, werden während der Öffnungszeiten „Geschenke“ verteilt. Bei der Aktion „Blind Date mit einem Buch“ gibt es die Möglichkeit, an einem Gabentisch ein Buch auszuleihen. Die Besonderheit dabei: Die Bücher sind in Geschenkpapier verpackt, wodurch weder Titel noch Autor zu erkennen sind. Nur wenige, kurze Sätze geben Aufschluss über den Inhalt des „Geschenks“. Die Ausleihe erfolgt somit nahezu blind. Die Ausleihdauer beträgt wie üblich vier Wochen, die Überraschung beim Auspacken zu Hause ist jedoch garantiert.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
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In Francksens Anzug schlüpfen: Neuer Kostümschrank im Stadtmuseum

02.12.2018 19:21 Uhr
Die Besucherinnen und Besucher in den historischen Villen des Stadtmuseums können ab sofort in die Zeit des Hausherrn Theodor Francksen schlüpfen: In einem neuen Kostümschrank stehen verschiedene Kostüme zur Auswahl, die sich am Modestil der Jahrhundertwende orientieren. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können die Kleidungsstücke anprobieren und damit in die Zeit des Museumsgründers eintauchen. Ermöglicht wird der Kostümschrank durch die Förderung durch das Lebendige Museum e.V. unter Mitwirkung der Regionalen Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg.

Der Kostümschrank bietet beispielsweise gehobene Herren- und Damenkostüme mit Jackett, Weste und Hemd bzw. Rock und Jacke mit den entsprechenden Hüten. Kinder haben die Auswahl zwischen einem eleganten Kleid mit Jäckchen oder einem schlichten Arbeiterkleid, im Angebot ist aber auch ein schickes Jackett mit Mütze. Außerdem gibt es traditionelle Dienstmädchenkleidung mit Haube. Die Kostüme stammen nicht aus Francksens ursprünglichem Kleiderschrank, sondern wurden von Kostümschneider Björn Hotes angefertigt, der unter anderem für das Oldenburgische Staatstheater arbeitet. Theodor Francksen und Helene Knoche, die für das Stadtmuseum und seine historischen Villen wesentlichen Personen, werden den Besucherinnen und Besuchern über kleine Informationshefte mit Fotografien näher gebracht.

Auch dieses Projekt ist somit eng mit den Planungen zum Neuen Stadtmuseum Oldenburg und der damit verbundenen Aufwertung der Villen verknüpft: Der Kostümschrank ist ein Beispiel für die partizipativen Erlebnisse, die Besucherinnen und Besuchern im Neuen Stadtmuseum angeboten werden sollen. Er zeigt auch beispielhaft die angedachte integrierte Vermittlung in den Villen. Diese Form der Vermittlung respektiert die herausragende Authentizität der historischen Villen und bietet Besucherinnen und Besuchern dennoch einen lebendigen Zugang zu ihrer Geschichte.
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Südafrika bereichert internationale Bücherecke in der Stadtbibliothek

02.12.2018 19:07 Uhr

Stadt Oldenburg präsentiert ab sofort Bücher aus und über die Partnerstädte

Am Donnerstag, 29. November, hat Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die internationale Bücherecke „Oldenburgs kommunale Partnerschaften“ in der Stadtbibliothek im Kulturzentrum PFL eröffnet. Hier finden Bürgerinnen und Bürger ab sofort Bücher aus und über die verschiedenen Partnerkommunen von Oldenburg. „So lassen sich unsere städtischen Partnerschaften Seite für Seite entdecken. Man bekommt einen sehr guten Eindruck von der Vielfalt unserer Städtepartnerschaften“, sagte Krogmann.

Den Anstoß, grenzüberschreitende Lektüre mit Informationen über die Partnerkommunen zu sammeln, hatte der Oberbürgermeister selber gegeben. Beim internationalen Partnerschaftstreffen „UN!TE“, das vom 30. Mai bis 3. Juni 2018 erstmalig in Oldenburg ausgerichtet wurde, bat Krogmann die Teilnehmenden aus den Partnerkommunen anstelle von Gastgeschenken um Bücher – mit Erfolg.

Anlass zur Eröffnung der internationalen Bücherecke ist nun der Besuch einer südafrikanischen Delegation, die bis zum 1. Dezember in Oldenburg weilt, und die damit verbundene Übergabe von Büchern aus Oldenburgs Partnerkommune Buffalo City Metro.

Insgesamt stehen mehr als 30 Bücher aus den zehn Partnerkommunen, die sich auf neun Länder verteilen, zum Stöbern bereit. Zu finden sind sie im Obergeschoss der Stadtbibliothek im PFL (Peterstraße 3) in der Abteilung Geographie/Reiseführer. Aufgrund des kleinen Bestandes wird es nicht möglich sein, die Bücher auszuleihen. In der Nähe laden aber Sessel dazu ein, sich mit der Lektüre niederzulassen.
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Die Tradition des Druckereihandwerks erleben

28.11.2018 10:44 Uhr
Von der Zeitung bis zur Verpackung, praktisch überall begleiten uns heutzutage Druck-Erzeugnisse. Das Druckereihandwerk blickt auf eine lange Tradition zurück. Der moderne Buchdruck des Johannes Gutenberg wurde ab dem Jahr 1450 zu einem Wegbereiter für die modernen Druckverfahren. In Zusammenarbeit mit der Traditionsdruckerei Isensee bietet die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH ein einstündiges Erlebnisangebot rund um die Tradition der Druckkunst an. Interessierte können am Samstag, den 1. und 29. Dezember 2018, jeweils um 14:00 Uhr teilnehmen. Treffpunkt ist bei der Buchhandlung Isensee in der Haarenstraße.

Im Mittelpunkt steht eine Druckmaschine aus den 50er-Jahren, mit der die Teilnehmer ihre eigenen Postkarten drucken. Einmal im Monat zeigt der passionierte Buchdruckmeister Dieter Engelken interessierten Teilnehmern das Handwerk.

Die Teilnahmetickets für das Angebot „Drucksache“ sind in der Oldenburg-Info im Lappan oder per Onlinekauf unter www.oldenburg-tourismus.de/fuehrungen erhältlich. Weitere Informationen unter Telefon 0441 / 36161366, per E-Mail an stadtfuehrungen@oldenburg-tourist.de oder direkt in der Oldenburg-Info, Lange Straße 3.
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Spuren nach Syrien

20.11.2018 09:19 Uhr

Convivencia – Lesung und Gespräch mit Suleman Taufiq

Am Freitag, 23. November, 19:30 Uhr, liest der in Damaskus aufgewachsene Autor Suleman Taufiq in der St.-Stephanus-Kirche in Bloherfelde  aus „Café Dunya. Ein Tag in Damaskus“. Der Roman ist eine Hommage an seine Heimatstadt und eine Reise durch das Gedächtnis Syriens. Mit feiner Beobachtungsgabe und leisem Humor beschwört er stimmungsvolle Bilder aus einer versinkenden, orientalischen Lebenswelt. Weiterhin liest der Autor Textausschnitte aus seinem neuen Gedichtband „Ich zähme die Hoffnung“.

Suleman Taufiq ist als Lyriker, Erzähler, Musikkritiker und Herausgeber und Übersetzer arabischer Literatur bekannt. Er wurde 1953 geboren, kam im Alter von 18 Jahren nach Deutschland und studierte Philosophie und Komparatistik. Seit 1981 lebt er als freier Schriftsteller in Aachen. Neben Romanen, Erzählungen und Essays veröffentlichte er vorwiegend Gedichte sowie Kinderbücher und übersetzt viele arabische Werke ins Deutsche und zahlreiche deutsche Dichter ins Arabische. Außerdem arbeitet er als Autor für Fernsehen und Radio, u. a. für den WDR, den SWR und DLR.

Seine Literatur ist ein Brückenschlag zwischen zwei Kulturen – die sich so fremd nicht sein können. „Ich lebe nicht in zwei Welten, ich bin zwei Welten“, sagt Taufiq. In seinen neuen Gedichten nimmt er uns mit in eine wunderbare Welt der Fremde, eine Welt mit all ihrer Vergänglichkeit, Maßlosigkeit, Wandelbarkeit, Unwägbarkeit, auf eine poetische Reise zwischen Orten, Sprachen und Zeiten.
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Aktion Kulturelles Wohnzimmer in der Werkschule

16.11.2018 18:37 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung „Anerkennung!“, die zurzeit im Oldenburger Stadtmuseum zu sehen ist, findet in der Werkschule, Rosenstraße 41, am Donnerstag, 22. November, ab 18 Uhr, ein Kulturabend unter dem Motto „Aktion Kulturelles Wohnzimmer“ statt. Eingeladen sind sowohl alle Interessierten als auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes „unbehaust“, das die Werkschule im Vorfeld der Ausstellung mit Wohnungslosen durchgeführt hatte. Die Projekt-Künstler Rainer Weber und Amir Omerovic laden dazu ein, sich mit künstlerischen Mitteln zum Thema Wohnungslosigkeit auszudrücken und in Austausch über das Projekt „unbehaust“ zu kommen. Der Eintritt ist frei. Eine Fortsetzung gibt es am Donnerstag, 6. Dezember, vor Ort im Stadtmuseum.
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Heimat ist kein Ort

16.11.2018 18:07 Uhr

Podiumsgespräch zum Thema Heimat im Rahmen der Convivencia-Ausstellung

von Carsten Lienemann

Um den schwer zu fassenden Begriff „Heimat“ ging es am 13. November 2018 in einem Podiumsgespräch mit zwei Geflüchteten und und zwei Deutschen, die sich mit Flucht und Heimat beschäftigen. In der St.-Stephanus-Kirche in Oldenburg-Bloherfelde fragte der Journalist Gerhard Snitjer neben Said Tiraei auch Hildegard Siemer, Madjid Mohit und Katharina Müller-Spirawski, was sie beim Thema Heimat bewegt.

Said Tiraei wurde 1975 in Kabul geboren. Als er 14 Jahre alt war, mussten er und seine Familie Afghanistan verlassen. Drei Jahre war er unterwegs, bis er in Deutschland angekommen war. Dass er hier eine neue Heimat finden konnte, verdankt er drei glücklichen Umständen: „Unsere Eltern haben uns sehr frei denkend erzogen. Sie haben uns beigebracht, uns auf Neues einzulassen“, berichtet er. Zweitens konnte er während der Flucht auch positive Erfahrungen sammeln: „Wir kannten nur den Krieg und waren gewohnt, dass in jeder Nacht Bomben fielen. Bei den Buddhisten in Nepal fiel mir auf, wie friedlich diese Menschen miteinander umgingen.“ Drittens ist der Maler und kann über die Kunst reflektieren und kommunizieren. „Kunst ist für mich eine Sprache, die mir hilft, Fuß zu fassen.“

Hildegard Siemer, Mitarbeiterin im Haus Welcome in Bümmerstede, hat sich erst mit dem Begriff auseinandergesetzt, als sie mit Geflüchteten zu arbeiten begann. „Örtlich ist es Oldenburg, innerlich ist es dort, wo ich Menschen begegne. Menschen, denen ich begegnen möchte und die mir begegnen möchten“, sagt sie. „Die Geflüchteten sprechen von sich aus nicht über Heimat, sondern über Fluchterfahrungen und Probleme mit Bestimmungen und Behörden. Und über den Wunsch nach mehr Begegnung mit Deutschen.“

Madjit Mohit entstammt einer Iranischen Verlegerfamilie. 1990 floh er mit gefälschtem Pass vor der Zensur nach Deutschland. Nach Jahren der Ungewissheit wurde sein Asylantrag schließlich anerkannt, und 1996 gründete er in Bremen den Sujet Verlag. Viele seiner Autor*innen aus aller Welt sind ebenfalls Geflüchtete, und was sie schreiben, nennt Mohit „Luftwurzelliteratur“, durchaus bezogen auf das botanische Vorbild. „Diese Menschen haben Wurzeln in ihrem Geburtsland, das sie verlassen mussten, und sie nehmen in ihrer neuen Umgebung neue Eindrücke auf und verarbeiten sie, so wie manche Pflanzen Luftwurzeln bilden, um mehr Nährstoffe aufnehmen zu können. Sie leben also nicht zwischen zwei Kulturen, sondern in beiden“, erklärt Mohit.

Katharina Müller-Spirawski arbeitet für Heimatsucher e. V. und interviewt für das „Zweitzeugen“-Projekt Überlebende des Holocaust. Die Ergebnisse trägt sie dann in Schulen vor. „Die Schüler*innen reagieren unterschiedlich, aber sie erkennen Parallelen zu heute. Manche Migrantenkinder erzählen dann eigene Fluchtgeschichten, andere werden still“, berichtet Müller-Spirawski.

Ist Heimat ein Ort? Für die vier auf dem Podium eher nicht. „Es ist auch ein Gefühl“, sagt Said Tiraei, und Katharina Müller-Spirawski verbindet „Sicherheit, Vertrautheit und Zugehörigkeit“ mit Heimat, Siemer, Mohit und Tiraei stimmen zu. „Begegnungen mit Menschen aus der aufnehmenden Gesellschaft können den Geflüchteten Vertrautheit und Zugehörigkeit vermitteln“, ergänzt Hildegard Siemer.

Oft wird Zugehörigkeit mit Tradition verknüpft. Aber „wenn man seine Heimat verlässt, tritt die eigene Tradition ein bisschen in den Hintergrund. Man muss etwas weggeben, um ankommen und offen für Neues sein zu können“, sagt Said Tiraei. Wenn die Elterngeneration der Geflüchteten zu sehr an der mitgebrachten Tradition festhalte, erschwere sie es ihren Kindern, ihren Platz zu finden.

„Heimat heißt: Ich gehöre dazu. Wer sich ausgegrenzt fühlt, hat keine Heimat. Diese Problemfälle werden politisch von beiden Seiten befeuert“, lautete ein Wortbeitrag aus dem Publikum.

„Das Wort Heimat gibt es in der niederländischen, englischen und französischen Sprache nicht“, sagte der niederländische Pianist Ronald Poelmann, der ebenfalls im Publikum saß. „Seine Heimat zu verlassen, ist immer ein Verlust, aber auch ein Gewinn.“

„Heimat ist für uns positiv besetzt, für uns bedeutet Heimat etwas anderes als für politisch rechts stehende Menschen“, erklärt Katharina Müller-Spirawski. „Aber wir dürfen uns diesen Begriff nicht von den Rechten wegnehmen lassen.

Heimat ist also in erster Linie ein Gefühl, so könnte das Ergebnis des Abends lauten. Es ist niemals schlüssig und für jeden Menschen anders. Verbunden ist sie aber wohl immer mit dem Gefühl der Geborgenheit, die Familie und Freunde geben können.
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Nutzerumfrage in der Stadtbibliothek

16.11.2018 18:03 Uhr

Familien besonders gefragt

Von Montag, 19. November, bis Ende des Jahres wird die Stadtbibliothek Oldenburg ihre Kundinnen und Kunden befragen. Dabei geht es besonders um das Thema, wie Familien die Einrichtungen der Stadtbibliothek nutzen. Die Umfrage ist anonym und nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch, hilft jedoch dabei die Stadtbibliothek nach den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln.

Die Ergebnisse werden genutzt, um zu erfahren, inwiefern auch schon Kleinkinder das Medienangebot der Stadtbibliothek nutzen. Grund hierfür ist, die Ausgangslage des startenden Projekts „Bibliotheksprofil 2021“ genauer definieren zu können. Die Ergebnisse werden Anfang 2019 veröffentlicht.

Eine Teilnahme an der Umfrage ist in allen Ausleihstellen der Stadtbibliothek Oldenburg sowie online unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de möglich. Hier sind auch weitere Informationen zum Thema „Bibliotheksprofil 2021“ unter „Aktuelles und Veranstaltungen“ zu finden.
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Sichten, sammeln und Ideen schmieden

16.11.2018 17:57 Uhr

Workshop ermittelt Situation und Bedürfnisse der Kreativ- und Kulturszene

Wie sieht die Situation der Kulturschaffenden und Kreativen in Oldenburg aus? Das will die Initiative Creative Mass in einem von der Stadt Oldenburg geförderten Workshop herausfinden, zu dem sie alle interessierten Kulturschaffenden einlädt. Die Bestandsaufnahme, um auszuloten, welche Ideen und Bedürfnisse für ein lebendiges und kreatives Oldenburg vorhanden sind, findet am Freitag, 23. November, von 10 bis 18 Uhr in der Limonadenfabrik (Steinweg 20) statt.

Der erste Teil des Workshops wendet sich von 10 bis 13 Uhr an all diejenigen, die sich kulturell, kreativ und unternehmerisch engagieren und daran mitarbeiten möchten, welche Potentiale der Beteiligungsprozess heben soll. Von 13 bis 14.30 Uhr steht ein gemeinsames, informelles Lunchen auf dem Programm. Von 14.30 bis 18 Uhr ist die kreative Bestandsaufnahme mit einer möglichst breiten Öffentlichkeit geplant.

„In dem Workshop werden wir einen Tag lang sichten, sammeln und Ideen schmieden, was Oldenburg braucht, um eine starke Kultur- und Kreativszene zu entwickeln und wie ein Beteiligungsprozess diese Entwicklung unterstützen kann“, erläutert Mio Hamann vom Institut für Partizipatives Gestalten (IPG) aus Oldenburg, das den Workshop begleitet und organisiert.

Eine Teilnahme am Workshop ist an beiden Teilen nach Selbsteinschätzung und Interesse möglich. Um Anmeldungen wird bis Sonntag, 18. November, beim IPG per E-Mail an m.hamann@partizipativ-gestalten.de gebeten.

Zum Hintergrund: Im Mai 2017 hatte es eine Demonstration mit vielen Kulturschaffenden in Oldenburg gegeben, die den Beginn der Creative Mass bildete. Dieser Auftakt soll mit dem Workshop weitergeführt werden. Der Workshop ist als offenes Bündnistreffen von Kulturschaffenden und Interessierten gedacht. Es gibt keine abgeschlossene Definition von Kulturakteurinnen und Kulturakteuren, vielmehr will das Bündnis alle möglichen Menschen ansprechen: Kulturinteressierte und Kreative, Professionelle, Laien und Engagierte. Es geht um Entwicklungshorizonte für die Kultur in der Stadt Oldenburg, um Herausforderungen und wie mit ihnen umgegangen werden kann, um etwas Wichtiges zu erreichen – nämlich, dass die kreative Szene in Oldenburg sichtbarer wird.
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„Der Umgang miteinander ist unter die Räder gekommen“

12.11.2018 22:53 Uhr

Lesung mit Axel Hacke in der Kuturetage – Präventionsrat befragt Publikum

Axel Hacke hat ein Buch über unseren Umgang miteinander geschrieben. „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“, heißt es. Nicht nur der Titel ist sperrig. Aber Hacke gelingt es, das komplexe Thema mit angemessenem Ernst zu behandeln und trotzdem sehr unterhaltsam darüber zu schreiben. 

Anstand und Umgang miteinander sind auch Themen für den Arbeitskreis Zivilcourage des Präventionsrates Oldenburg, sind sie doch einerseits Voraussetzung für zivilcouragiertes Handeln und machen es andererseits unter Umständen sogar überflüssig. Darum sind Mitglieder des AK Zivilcourage am 21. November vor Ort, wenn das Publikum zur Lesung von Axel Hacke in der Kulturetage in Oldenburg eingelassen wird, um die Zuhörer*innen nach ihrer Einschätzungen in Sachen Freundlichkeit und Anstand zu befragen. Dazu werden die Besucher*innen gebeten, vier kurze Fragen durch Ankreuzen zu beantworten. 


Axel Hacke hat ganz-oldenburg.de vorab ein Interview gegeben:

Herr Hacke, was hat Sie veranlasst, sich mit den Themen Anstand bzw. dem zwischenmenschlichen Umgang zu beschäftigen?
Axel Hacke: Ganz einfach die Beobachtung, dass, was wir so Anstand nennen, im Umgang miteinander oft unter die Räder gekommen ist. Das mag im Alltag sein, wo zum Beispiel Polizisten oder Sanitäter von unverhüllten Aggressionen berichten. Das gilt für die sozialen Medien, in denen ein unglaublich rüder und oft komplett inakzeptabler Umgangston herrscht. Es gilt auch für die Politik: Ich finde es bis heute zum Beispiel unfassbar, dass 2015 ein Galgen für Angela Merkel und Sigmar Gabriel durch Dresden getragen wurde. Den Ausschlag gab schließlich die Wahl von Donald Trump, die Tatsache also, dass ein Mensch, der jeden Anstand vermissen lässt, das Amt des amerikanischen Präsidenten bekleiden kann.

Sie tasten sich in Ihrem Buch langsam an eine Definition für „Anstand“ heran und sind möglicherweise bis zur Drucklegung nicht zu einem endgültigen Ergebnis gekommen. Wie sieht Ihre Definition heute aus?
Axel Hacke: Das Konzept des Buches ist ja eben nicht die Moralpredigt mit erhobenem Zeigefinger, sondern: die Leser auf eine gedankliche Reise mitzunehmen, damit jeder für sich herausfinden kann, was ihm dieser Begriff bedeutet. Eine allgemeine Definition in einem Satz ist eigentlich sinnlos, was soll das? Das ist was für Lexikon-Autoren. Es geht beim Anstand um eine sehr grundsätzliche Haltung im Umgang mit anderen, um Aufmerksamkeit für andere, um Neugier, Wohlwollen, Interesse, auch eine prinzipielle Solidarität mit anderen Menschen, um die Erkenntnis, dass wir alle ein Schicksal teilen, und dass es uns nicht weiter bringt, wenn wir unser gemeinsames Leben mit Hass, Feindseligkeit und Aggression füllen. Es geht vielmehr um Zugewandtheit den anderen gegenüber. 

Lange wurde gesagt, dass viele Menschen, die in den sozialen Medien im Internet Beschimpfungen und Hasskommentare von sich geben, sich hinter der Anonymität versteckten. Inzwischen aber berichten Betroffene, dass sie ganz offen und bei voller Namensnennung des Schreibenden beschimpft und beleidigt werden. Beobachten Sie auch etwas in dieser Richtung? Woran mag das liegen?
Axel Hacke: Das ist eben genau der Effekt, der eintritt, wenn man solchen Entwicklungen zu lange zuschaut. Es werden Dinge salonfähig, die nicht salonfähig sein sollten. Das entwickelt sich zunächst im Schutz der Anonymität, aber irgendwann geht es dann eben auch ohne diese. Wenn selbst der US-Präsident Tag für Tag schamlos lügt und andere beleidigt – warum sollten sich dann andere noch zurückhalten?

„Was hilft?“, fragen Sie auf Seite 123, wenn der Verstand aussetzt und die (negativen) Gefühle die Oberhand gewinnen. „Reden hilft immer“, ist auf Seite 124 die Antwort.
Was passiert mit uns, wenn wir miteinander reden? Warum hilft es?
Axel Hacke: Reden heißt nicht, aufeinander einzuprügeln, sondern es bedeutet Kommunikation, es bedeutet Zuhören, es bedeutet: den anderen verstehen zu wollen. Es ist das Gegenteil von: den anderen schweigend zu verachten, ihn nicht wahrzunehmen, ihn anzuschreien, zu beleidigen, niederzubrüllen. Es geht um zivilisierte Auseinandersetzung. Das muss man üben, das muss einem wichtig sein, in allen menschlichen Beziehungen.

Ihr Thema ist Anstand, der Schwerpunkt des Arbeitskreises ist Zivilcourage. Sehen Sie da Zusammenhänge oder Überschneidungen, und wenn ja, wo?
Axel Hacke: Ich denke, es geht in beiden Fällen um menschliche Grundhaltungen, die miteinander verbunden sind. Wer versucht, ein anständiger Mensch zu sein, der wird wohl auch immer versuchen, in seinem Leben den Mut zu einer zivilen Courage aufzubringen.


Axel Hacke: Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen
Mittwoch, 21. November 2018, 20:00 Uhr
Kulturetage Oldenburg
Einlass: 19:00 Uhr
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Anerkennung! Von gesellschaftlichen Kämpfen um Teilhabe

09.11.2018 20:55 Uhr

11. November 2018 bis 13. Januar 2019 im Stadtmuseum Oldenburg

In einer neuen Sonderausstellung nimmt das Stadtmuseum Oldenburg das 100-jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts 1918 zum Anlass, sich mit gesellschaftlichen Kämpfen um Teilhabe von damals bis heute zu befassen: Die Ausstellung mit dem Titel „Anerkennung! Von gesellschaftlichen Kämpfen um Teilhabe“ wird am Sonntag, 11. November, um 11 Uhr eröffnet und läuft bis zum 13. Januar. Im Fokus stehen ganz verschiedene Fragen: etwa, welche Gruppen auch nach 1918 noch um ihr Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft kämpfen, welche Ausgrenzung sie erfahren und inwiefern diese nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch überwunden werden kann. Wie weit sind die Gruppen in ihrem Kampf um Repräsentation und Beteiligung gekommen?

Das Stadtmuseum ist für die Konzipierung der Ausstellung ganz neue Wege gegangen: Neben der historischen Aufarbeitung der Themen hat das Museum mit unterschiedlichen Partnern aus der Stadtgesellschaft eine Koproduktion angeregt. „Uns war wichtig, gerade nicht über und für die von Ausgrenzung betroffenen Menschen zu sprechen, sondern sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Damit greifen wir den zentralen Auftrag aus dem Stadtlabor zum neuen Stadtmuseum vom Dezember 2016 auf, nämlich die Vielfalt der Stadtgesellschaft zu repräsentieren und mit verschiedenen Gruppen direkt zusammenzuarbeiten“, sagt Dr. Nicole Deufel, Leiterin des Amtes für Museen, Sammlungen und Kunsthäuser, und Initiatorin und Kuratorin der Ausstellung.

„Wir haben Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oldenburg gefragt: Wie fühlt sich die Ausgrenzung an, die sie heute noch erleben? Und was muss getan werden, um eine Teilhabe an der Gesellschaft zu erreichen? Erinnerungen, Meinungen und Antworten mündeten dann in ganz unterschiedliche Kunstwerke der Beteiligten, die in den Ausstellungsräumen des Stadtmuseums zu sehen sind“, so Kristina Gerigk, wissenschaftliche Volontärin im Amt für Museen und Co-Kuratorin der Ausstellung. Die einzelnen Ausstellungsthemen sind daher genauso vielfältig wie die Oldenburger Stadtgesellschaft: Neben dem Frauenwahlrecht wird auch das Ausländerwahlrecht behandelt, denn Bürgerinnen und Bürger ohne deutschen (oder europäischen) Pass dürfen noch immer nicht wählen. Außerdem kommen in der Ausstellung Menschen in Armut, Menschen mit Lese- und Schreibschwäche, Menschen mit unterschiedlichen Sexualitäten sowie Menschen mit Behinderung zu Wort.

Partner aus der Stadtgesellschaft
Gruppen, die die Ausstellung aktiv mitgestaltet haben, sind Na Und e.V., Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V., IBIS e.V. und die ABC-Selbsthilfegruppe an der VHS Oldenburg. Auch die Werkschule Oldenburg e.V. war ein zentraler Partner. Mit dem Projekt „unbehaust“ hat die Werkschule gemeinsam mit Teilnehmenden aus verschiedenen Gruppen über den Zeitraum einer Woche ein Kunstwerk rund um das Thema Obdachlosigkeit und Armut gestaltet. Das dabei genutzte „kulturelle Wohnzimmer“ findet ebenfalls Eingang in die Ausstellung und wird während der gesamten Laufzeit als Ort der Begegnung fungieren.

Umfangreiches Rahmenprogramm
 Die beteiligten Gruppen gestalten auch das Rahmenprogramm der Ausstellung mit. Auch hier wurde eine Idee aus dem Stadtlabor aufgegriffen, denn die Veranstaltungen finden nicht nur im Museum, sondern auch in den Räumlichkeiten der Gruppen statt. Auch Leihgeber wie der Gedenkkreis Wehnen e.V. sind am Rahmenprogramm beteiligt. Geplant sind neben Führungen durch die Ausstellung unter anderem Gesprächsrunden unter dem Titel „Von, für und mit uns! Wieviel Mitsprache verträgt unser Museum“ und „Alles erreicht? Inklusion nach Flüchtlingsstrom, Homoehe und UN-Behindertenrechtskonvention“. Zudem findet eine „Lebendige Bibliothek“ statt, in der verschiedene Menschen – „lebendige Bücher“ – von ihren Erfahrungen mit Ausgrenzung berichten. Im Sinne der Inklusion des Projekts „Kunst im Quartier“ gibt es einen Workshop zur Acrylmalerei im Atelier Farbsinn. Und auch für Schulen gibt es mit einem Planspiel zur Wohnungslosigkeit und Workshops von SCHLAU e.V. begleitende Angebote. Das vollständige Rahmenprogramm ist im Ausstellungsflyer und online unter www.stadtmuseum-oldenburg.de zu finden.

Die Ausstellung wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Oldenburgischen Landschaft.

Kuratorinnen: Dr. Nicole Deufel und Kristina Gerigk
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Auf Zeitreise mit Klaus Modick

09.11.2018 20:52 Uhr
In die Zeit der 50er und 60er Jahre entführt der Oldenburger Schriftsteller Klaus Modick die Zuhörerinnen und Zuhörer eines Vortrags, zu dem die Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Oldenburg am Donnerstag, 22. November, im Rahmen des inForum-Programms einlädt. Beginn ist um 19 Uhr im Vortragssaal im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Modick erzählt in seinem Text „Behelf, Ersatz und Prickelpit“ von seiner Oldenburger Kindheit in den 50er Jahren und in „Pauker, Schwarten, Blaue Briefe“ von seiner Oldenburger Schulzeit in den 60er Jahren. Im Vortrag wird er daraus ausgewählte Passagen lesen und sich mit den Gästen über diese Jahre und Orte austauschen. Anmeldungen werden telefonisch über das ServiceCenter der Stadt Oldenburg unter 0441 235-4444 oder online unter www.oldenburg.de/inforum-anmeldung entgegengenommen.
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Podiumsgespräch zum Thema „Heimat“

08.11.2018 12:13 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung „Convivencia – für ein friedliches Zusammenleben“ findet am Di., 13.11. um 20.00 Uhr in St. Stephanus, Windthorststr. 38 in Oldenburg-Bloherfelde eine Podiumsdiskussion zum Thema „Heimat“ statt.

Teilnehmen wird der mit dem renommierten Hermann Kesten-Preis des PEN ausgezeichnete Verleger Madjid Mohit, der in seinem Verlag -  in Abgrenzung zur sogenannten Exilliteratur -  "Luftwurzelliteratur"  veröffentlicht. Der Begriff Luftwurzel vereint globalisierte Bewegung mit heimatlicher Verwurzelung. Luftwurzel-Literat*innen leben nicht zwischen den Kulturen, sondern in ihnen.   

Weitere Gäste sind der aus Afghanistan geflüchtete und mittlerweile international ausstellende Maler Said Tiraei, Hildegard Siemer als Vertreterin des 2017 mit dem Integrationspreis der Stadt Oldenburg ausgezeichneten Welcome-Projekts in Oldenburg-Kreyenbrück sowie Frau Katharina Müller-Spirawski vom Verein „Heimatsucher e. V.“. Im Rahmen seines Z-w-eitzeugenprojekts werden hier junge Menschen in Kontakt mit Zeitzeug*innen des Holocaust gebracht. Sie sollen anschließend das Gehörte stellvertretend an eine weitere Generation weitergeben, um so gegen das Vergessen zu wirken und Menschen stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. Der Verein hat im Juni 2016 den Sonderpreis der Bundeskanzlerin im startsocial-Wettbewerb gewonnen.

Moderiert wird das Podiumsgespräch von Gerhard Snitjer, bekannt durch seine Arbeit öffentlich rechtlichen Rundfunk und Oeins.

Bild: „Offen für Unbekanntes“, Beate Simon
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Erzähl mir vom Tier

04.11.2018 20:53 Uhr

Tiere in der Kinderliteratur und in der Natur

Vom 4. November bis 28. April 2019 ist im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg die neue Sonderausstellung „Erzähl mir vom Tier – Tiere in der Kinderliteratur und in der Natur“ zu sehen. Im Fokus der Ausstellung stehen neun historische und aktuelle Kinderbücher und ihre tierischen Darsteller wie Bambi, Biene Maja oder Hamster Freddy. Die Texte ermöglichen einen spannenden interdisziplinären Blick auf das Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Interaktive Exponate, zirpende Grillen und zahlreiche naturkundliche Präparate machen spielerisches Entdecken auf Kinderaugenhöhe möglich und laden dazu ein, Majas Freunde und Feinde kennenzulernen, Bambis Verwandtschaftsverhältnisse zu entdecken und sprechende Tiere zu erleben. Mit rund 250 Exponaten lädt die Ausstellung auf 400 Quadratmetern zu einem abwechslungsreichen Spaziergang durch die Tier- und Bücherwelt ein. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Oldenburger Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und wird am 4. November um 11.15 Uhr im Rahmen der 44. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse (KIBUM) eröffnet.

Tiere haben in der Kinderliteratur seit jeher einen besonderen Stellenwert, etwa in Märchen und Fabeln, hier stehen Tiere meist als Chiffre für den Menschen. In den für die Ausstellung ausgewählten Werken behalten Tiere ihr Aussehen und ihr natürliches Verhalten dagegen überwiegend bei. Der Schauplatz der Erzählungen ist die heimische Natur oder das urbane Umfeld. Die Inszenierung der Ausstellung greift die Stimmung und Handlungsorte der Bücher szenenhaft auf. Besucherinnen und Besucher durchschreiten gedanklich die Naturräume Wald und Wiese, halten sich in den urbanen Räumen wie dem Haus auf oder betreten einen Käfig. Zitate, Illustrationen und Filmausschnitte stellen die Texte vor. Die naturkundliche Perspektive verortet die Tiere in der Realität und verdeutlicht, in welchem Maße sie als Projektionsfläche für unser Selbstverständnis dienen.

Bereichert wird die Sonderausstellung durch Projektarbeiten von Studierenden der Universität Oldenburg. In Stop-Motion-Filmen werden Tierpräparate aus dem Naturalien-Cabinett des Museums lebendig und Papiertheater erzählen Geschichten von der Sehnsucht nach Freiheit. Ein übergroßes Papiertheater lädt dazu ein, die Geschichten der Bücher neu zu erfinden.

Gefördert wird das kooperative Ausstellungsprojekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der OLB-Stiftung, und durch den Förderverein des Museums. Zur Ausstellung erscheint der gleichnamige Begleitband. Ein vielfältiges Rahmenprogramm bietet Möglichkeiten zu Vertiefungen, Highlights sind die Papiertheater-Aufführungen am 11.11. um 14.30 und 16.00 Uhr mit Studierenden der Uni Oldenburg, eine interaktive Science Show mit Michael Bradkes MobilenMusikMuseum am 25.11. um 15.00 Uhr und ein großer Familientag zur Ausstellung am 10.02.2019.
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„Dem Vergessen entgegentreten“

31.10.2018 17:27 Uhr
Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule Oldenburg präsentieren vom 5. bis 15. No­vember 2018 die Ausstellung „Dem Vergessen entgegentreten“ in der Landesbibliothek Oldenburg. Anlass ist der 80. Jahrestag der sogenannten Reichspogromnacht. Am Montag, dem 5. November um 17.00 Uhr wird die Ausstellung im Foyer der Landesbibliothek eröffnet.

In der Ausstellung werden Arbeiten aus dem Kunstunterricht verschiedener Altersgruppen der Liebfrauenschule präsentiert, mit denen an die von den Judenpogromen Betroffenen erinnert werden soll. Diese Frauen und Männer sollen mit Hilfe der Exponate aus der Vergangenheit in die Gegenwart geholt werden. Die Schülerinnen und Schüler wollen ihnen mit ihren Kunstwerken ein Gesicht geben. Ausgangspunkt für die künstlerische Auseinandersetzung waren drei verschiedene Quellen: der Text „Meine letzten Tage in Deutschland“ von Heinrich Hirschberg, der Roman „Das Attentat“ von Harry Mulisch sowie die existierenden Fotos vom Synagogenbrand und Judengang in Oldenburg. Die Schülerinnen und Schüler haben jeweils versucht, sich empathische Textstellen bzw. Bilder herauszusuchen, sich in die jeweilige Situation einzufühlen und diese adäquat zu illustrieren. Die Ergebnisse dieses Prozesses fallen sehr unterschiedlich aus und verleihen der Ausstellung dadurch einen zusätzlichen Reiz.

Am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland – auch hier in Oldenburg – schwere Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung begangen. Sehr viele Synagogen wurden geschändet und in Brand gesetzt. Am 10. November wurden jüdische Männer unter den Augen der Oldenburger Bevölkerung von der Polizeikaserne am Pferdemarkt (heutige Landesbibliothek) zum Gerichtsgefängnis getrieben, um von dort in das KZ Sachsenhausen verbracht zu werden. Beim Erinnerungsgang wird dieser Weg im Gedenken an die Opfer des NS-Terrors schweigend nachgegangen.

Dem Vergessen entgegentreten – unter diesem Titel wurden drei Reden veröffentlicht, welche im Jahr 1988 zum 50. Jahrestag der Pogromnacht von den Rabbinern Henry G. Brandt und Leo Trepp sowie Michael Daxner, dem ehemaligen Präsidenten der Universität Oldenburg, gehalten wurden – Erinnerungsreden für die Zukunft. Dies gilt auch und gerade 30 Jahre später zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome.
Entgegentreten ist ein aktiver Vorgang, so ist es der Wunsch der Liebfrauenschule Oldenburg, die den diesjährigen Erinnerungsgang gestaltet, dass gerade viele junge Menschen in Oldenburg und überall immer wieder aufstehen und dem Vergessen entgegentreten, für eine weltoffenere, tolerantere und gerechtere Gesellschaft.

Ausstellungsdauer: 5.–15.11.2018                                                                       Der Eintritt ist frei.

Eröffnung: Montag, 5.11.2018, 17.00 Uhr im Foyer der Landesbibliothek Oldenburg

Veranstalter: Liebfrauenschule Oldenburg, Arbeitskreis Erinnerungsgang, Landesbibliothek Oldenburg

Öffnungszeiten Landesbibliothek: Mo–Fr 10–19 Uhr, Sa 9–12 Uhr

Erinnerungsgang 2018 am Sonnabend, 10.11., 15.00 Uhr: Beginn im Innenhof der Landesbibliothek Oldenburg
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»Krieg? Ohne uns«

31.10.2018 17:09 Uhr

Szenische Lesung

In der Reihe Revolution im Nordwesten 1918/1919 der Oldenburgischen Landschaft veranstaltet der Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. eine musikalisch unterlegte szenische Lesung zum Thema Militärstreik und  Desertion im Ersten Weltkrieg mit Rudi Friedrich (Connection e.V.) und  Talib Richard Vogl.

6. November 2018 um 18.30 Uhr in der Garnisonkirche Oldenburg. Der Eintritt ist frei.
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Convivencia – Die Kunst des Zusammenlebens

19.10.2018 22:59 Uhr

St. Stephanus zeigt bemerkenswerte Ausstellung mit umfangreichem Rahmenprogramm

Vom 28. Oktober bis zum 25. November 2018 ist in der katholischen St.-Stephanus-Kirche in Bloherfelde eine Kunstausstellung zu sehen, die sich mit den Chancen und Möglichkeiten des interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens befasst. „Convivencia” – spanisch für „Zusammenleben” – ist ein Kooperationsprojekt geflüchteter und deutscher Kunstschaffender, die sich von der Kunst des überwiegend friedlichen Zusammenlebens zwischen Christen, Juden und Moslems in al-Andalus (711–1492) haben inspirieren lassen. Diese Ausstellung, begleitet von der interkulturellen Band „Bazar andalus“ war seit 2017 an verschiedenen Orten in Norddeutschland zu sehen und kommt nun nach Oldenburg.

Zu verdanken ist das in erster Linie Gabriele Hoeltzenbein, die gemeinsam mit ihrem Mann seit über 30 Jahren Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Musik in St. Stephanus“ organisiert. Dabei besteht auch jeweils ein Bezug zum Erinnerungsgang, dessen Rahmenprogramm jedes Jahr von Schüler*innen einer Oldenburger Schule gestaltet wird. Über den Pianisten Ronald Poelman kam Hoeltzenbein mit Beate Simon in Kontakt, eine der Initiator*innen von „Convivencia“. Die beiden wurden sich schnell einig, und so werden Bilder von Rodi Khalil, Beate Simon und Shabnam Sarmadi in Oldenburg zu sehen und Bazar andalus zu hören sein.

Noch fehlte das Begleitprogramm. Aber Gabriele Hoeltzenbein kennt viele Menschen, konnte so weitere Künstler*innen für Veranstaltungen gewinnen und ein umfangreiches und vielseitiges Rahmenprogramm zusammenstellen, das von Lesungen und Kinofilmen über Themengottesdienste bis zu den traditionellen Kamingesprächen reicht. „Es war uns wichtig, dass alle Altersgruppen einbezogen werden“, sagt Hoeltzenbein. Darum wird die Klasse 4c der Grundschule Bloherfelde eine Theaterversion des Kinderbuches „Eine kleine Maus in Not“ spielen.

„Ohne die großzügige finanzielle Unterstützung des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie und des Offizialates Vechta im Rahmen des Förderprojektes „gute idee“  sowie weiterer Unterstützer*innen wäre dieses umfangreiche Projekt nicht möglich gewesen. Dafür sind wir sehr dankbar. Außerdem haben wir zum ersten Mal mehrere Kooperationspartner*innen und auch darum ein so tolles Programm“, freut sich Ursula Ratte-Püschel, Pastoralreferentin und Mit-Organisatorin von der Gemeinde St. Willehad. Eine davon ist die Deutsch-Syrische Gesellschaft Oldenburg, die unter anderem einen syrischen Abend mit Bildender Kunst und Musik beisteuert. Außerdem wird der deutsch-syrische Autor Suleman Taufiq verschiedene Schulen besuchen und aus seinem Roman „Café Dunya. Ein Tag in Damaskus“ lesen.

Ein weiterer Kooperationspartner ist der Präventionsrat Oldenburg. Dessen Geschäftsführerin Melanie Blinzler hat maßgebliche Unterstützung beim Verfassen der Förderanträge und bei der Öffentlichkeitsarbeit geleistet, und der Arbeitskreis Religionen gestaltet ein „Kamingespräch“. Vierte Partnerin ist die Katholische Hochschulgemeinde Oldenburg.

In Zusammenarbeit mit vielen Akteur*innen – dem Fachbereich IV der Uni Oldenburg, der Katholischen Frauengemeinschaft Oldenburg, dem Arbeitskreis Religionen des Präventionsrates Oldenburg, dem Arbeitskreis „Erinnerungsgang“, der Klasse 4c der Grundschule Bloherfelde, der Buchhandlung Libretto, dem Sujet Verlag Bremen, Autoren, Maler*innen, Musiker*innen, Geflüchteten sowie engagierten Personen im Bereich der Integrationsarbeit für Geflüchtete sowie weiteren Einzelpersönlichkeiten – ist ein zur Ausstellung passendes umfängliches Rahmenprogramm entstanden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind im Rahmen von Lesungen, Theater, Film, Vorträgen, Diskussionen, Konzerten, thematisch gestalteten Gottesdiensten und gemeinsamer Feier eingeladen, sich vertiefend mit den Fragen des menschlichen Zusammenlebens zu beschäftigen und durch gegenseitigen Austausch einander zu bereichern. 

Convivencia – Die Kunst des Zusammenlebens

Öffnungszeiten:
jeden Mittwoch 10.00–12.00 Uhr (außer 31.10.)
Mittwoch, 31.10., 15.00–18.00 Uhr
Sonntag, 04.11., 15.00–18.00 Uhr
Sonntag, 18.11., 11.00–13.00 Uhr, 15.00–18.00 Uhr
außerdem zu allen Veranstaltungen und nach Vereinbarung


Das gesamte Programm ist dem Veranstaltungsfaltblatt zu entnehmen. Hintergründe zur Ausstellung sind auf der Webseite la-convivencia.de zu finden.
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Sehnsucht nach Italien: Kostümführung am 27. Oktober

16.10.2018 19:22 Uhr

Anmeldung bis zum 22. Oktober

Kunstvermittlerin Geraldine Dudek rückt Theodor Francksen, Mäzen und Kunstsammler, in den Mittelpunkt einer Kostümführung am Samstag, 27. Oktober, um 16 Uhr. In der 90-minütigen Führung bringt Geraldine Dudek in zeittypischer Kleidung die Besucherinnen und Besucher nahe heran an die Atmosphäre und Gesellschaft der Jahrhundertwende. Dabei stehen nicht nur die historischen Villen und Ausstellungsexponate, sondern auch Objekte und Kunstwerke aus dem Museumsmagazin im Mittelpunkt. Briefe und Tagebücher Theodor Francksens vermitteln einen Eindruck über das Leben und die Zeit in Oldenburg. Die Führung kostet 5 Euro plus ermäßigten Eintritt.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis Montag, 22. Oktober, unter Telefon 0441 235-2886 (Montag bis Freitag von 8 bis12 Uhr) oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
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Der letzte Rabbiner: Lesung zum Leben von Leo Trepp

08.10.2018 20:29 Uhr

Das unorthodoxe Leben des Oldenburger Ehrenbürgers

Das Leben von Leo Trepp steht im Mittelpunkt einer Lesung am 18. Oktober, 19 Uhr, im Kuturzentrum PFL. Trepp war der letzte Landesrabbiner, der unter den Nationalsozialisten die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg leitete. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er gemeinsam mit den jüdischen Männern Oldenburgs in das Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht. Mit Hilfe des britischen Hauptrabbiners kam er frei und konnte über England in die USA emigrieren, wo er viele Jahre als Rabbiner und Professor tätig war. Zuletzt war er der letzte noch amtierende Rabbiner aus Deutschland vor dem Holocaust. Am Donnerstag, den 18. Oktober 2018, wird Gunda Trepp im Kulturzentrum PFL aus der Biografie über ihren Mann Leo Trepp, den Ehrenbürger der Stadt Oldenburg, lesen.

Nur zwei seiner Familienmitglieder überlebten die Schoah, und dennoch widmete sich Leo Trepp zeit seines Lebens seinem „unermüdlichen Versöhnungswerk“, wie Karl Kardinal Lehmann es nannte. Er war der festen Überzeugung, dass die Nachkommen der Täter keine Schuld am Holocaust trügen. Aber er wusste und lehrte ebenso, dass es ohne Erinnerung an diese Zeit keine Zukunft für Deutschland geben würde. Leo Trepp ist ein orthodox erzogener Rabbiner gewesen, jedoch ein gänzlich unorthodoxer Mensch. Er lehrte und publizierte, stand im engagierten Dialog mit Kirchenvertretern und Muslimen und half beim Aufbau neuer jüdischer Gemeinden.

In der Biographie erzählt Gunda Trepp, wie wichtig es ihrem Mann war, dass auch Nichtjuden seine Vorlesungen und Vorträge hörten und seine Bücher lasen und warum er trotz seiner Geschichte weiterhin auch in Deutschland lehrte. Es ist ihr ein Anliegen zu zeigen, dass es nicht ungewöhnlich war, sondern sich aus der Tradition des deutschen Judentums ergab, wenn ein orthodoxer Rabbiner für ein Judentum eintrat, das Veränderungen und Weiterentwicklungen begrüßte und Männer und Frauen als gleichberechtigt betrachtete. Leo Trepp hat stets als stolzer und religiöser Jude gesprochen, geschrieben und agiert. Und gleichzeitig hat er sich vehement dafür eingesetzt, dass Angehörige anderer Konfessionen und Kulturen das Gleiche tun konnten. Angesichts aktueller Diskussionen um Identität und Heimat vermag diese Einstellung wichtige Denkanstöße zu geben.

Gunda Trepp arbeitete nach dem Jurastudium und einer Ausbildung an der Henri-Nannen-Journalistenschule als Anwältin und als Journalistin für den Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Berliner Zeitung. Heute lebt sie als Autorin in San Francisco. Der Eintritt zur Lesung ist frei.

Das Buch „Der letzte Rabbiner. Das unorthodoxe Leben des Leo Trepp“ erscheint bei wbg Theiss (Darmstadt) und ist an diesem Abend käuflich zu erwerben.

Darüber hinaus wird im Foyer des PFL eine Hörstation aufgebaut, in der bis zum 3. November ein 15-minütiges Porträt von Leo Trepp abgespielt werden kann. Anhand von Zitaten wird hier vom Leben des Leo Trepp und seine besondere Beziehung zu Oldenburg berichtet. Der Beitrag wurde von dem Oldenburger Medienkünstler Christian Gude erstellt, die künstlerische Umsetzung der Hörstation hat der Oldenburger Künstler Michael Olsen übernommen.
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200.000 Euro zusätzlich für Erhalt des schriftlichen Kulturguts

03.10.2018 20:34 Uhr

Vier niedersächsische Bibliotheken erfolgreich bei Bundesprogramm / Land sichert Kofinanzierung

Vier niedersächsische Bibliotheken erhalten zusätzliches Geld für den Schutz ihrer historischen Bücher, Zeitschriften und Handschriften. Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, die Landesbibliothek Oldenburg, die Gottfried-Wilhelm-Leibniz Landesbibliothek in Hannover und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen erhalten insgesamt 99.000 Euro aus dem Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts. Niedersachsen stellt für die Vorhaben noch einmal denselben Betrag zur Verfügung.

„Der Erfolg der niedersächsischen Bibliotheken bei dem Sonderprogramm zeigt, dass es ihnen besonders wichtig ist, die Schriftgüter der Vergangenheit für die Nachwelt zu bewahren. Mit den zusätzlich bereit gestellten Landesmitteln unterstützen wir unsere Bibliotheken dabei, das kulturelle Gedächtnis unseres Landes vor dem Zerfall zu retten“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Unter dem Projekttitel „Originalerhalt einer historischen Zeitungslandschaft in exemplarischer Auswahl“ wird die Landesbibliothek Oldenburg mit einer Förderung von 50.000 Euro die Entsäuerung von acht oldenburgischen Zeitungen (Ausgaben von 1850 bis 1940) vornehmen und diese mit Schutzverpackungen versehen.
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Finissage: Führung durch die Ausstellung »Seht, welch kostbares Erbe! Baudenkmale in Deutschland«

03.10.2018 20:32 Uhr
Am 6. Oktober um 10.30 Uhr bietet die Landesbibliothek Oldenburg eine öffentliche Führung durch ihre aktuelle Ausstellung »Seht, welch kostbares Erbe! Baudenkmale in Deutschland«, die Wanderausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, an. Diese Führung am letzten Tag der Ausstellung wird von der Ortskuratorin Oldenburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dörte Lossin, durchgeführt.

Die Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) zeigt die gewaltigen Anstrengungen, mit denen in den vergangenen 30 Jahren viele historische Bauten gerettet und erhalten wurden. In Oldenburg gehören zu den neun geförderten Denkmalen das Degode-Haus, die Lambertikirche, die Preußische Gesandtschaft und das Herzogliche Mausoleum. Möglich wurde die beeindruckende Hilfsaktion für die Baukultur in Deutschland durch individuelle Zuwendungen und Erträge aus  Treuhandstiftungen in der DSD und Lotterien. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz über eine halbe Milliarde Euro für über 11.000 Einzelmaßnahmen einsetzen. Trotz der eindrucksvollen Rettungsbilanz warnt die Stiftung vor einem Nachlassen der Bemühungen bei der Bewahrung der vielfältigen und regionaltypischen Denkmallandschaften.
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Mit Hund, MundMusik und Biene Maja in den Museumswinter

03.10.2018 20:18 Uhr
Neue Formate, eine Science-Show und ein Museumsbesuch mit Hund erwartet Museumsfreunde im Programm des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg von Oktober bis Dezember.

Zum Internationalen Welthundetag am 10. Oktober können kulturbegeisterte Hundebesitzer erstmals das Museum mit ihrem Liebling zusammen besuchen. Im ermäßigten Eintritt für den Vierbeiner ist eine kleine Überraschung für das Tier inbegriffen. Ebenfalls erstmalig bietet das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg Aktionen im Eversten Holz an. Zum Beispiel am 17. und 24. Oktober findet um 17 Uhr die sinnliche Spezial-Führung „Waldbaden“ mit Gartenplaner Antonios Bösterling statt. Treffpunkt ist jeweils am Eingang „Unter den Eichen / Tappenbeckstraße“.

Anlässlich der KIBUM eröffnet am 4. November um 11.15 Uhr die Ausstellung „Erzähl mir vom Tier – Tiere in der Kinderliteratur und der Natur“. Welche menschlichen Züge und Eigenschaften tragen Biene Maja und ihre Freunde und in welchen historischen Kontext lassen sich die Figuren einordnen? Worin unterscheiden sie sich von ihren natürlichen Vorbildern? Anhand von fünf Kinderbüchern erkundet die Ausstellung Fragen zur Beziehung zwischen Mensch und Tier sowie die naturkundliche Aspekte der Kindergeschichten. Das neue Format „Museum After-Work“ startet am 15. November um 17.30 Uhr. Bei einem Getränk geht es mit der Ausstellungskuratorin Dr. Christina Barilaro auf einen etwa 90-minütigen Streifzug durch die neueröffnete Sonderausstellung und dabei auch „Bambi und dem Vaterschaftsirrtum“ auf den Grund.

 

Ein Highlight im Winterprogramm ist die Interaktive Show von Michael Bradke und seinem MobilenMusikMuseum am 25. November von 15 -16 Uhr für Familien mit Kindern ab 4 Jahren. Wer Lust hat die menschliche Stimme und Geräusche der Tierwelt sinnlich zu erforschen, für den erklingt hier das vielstimmige Tierklavier und andere Geräuschwerkzeuge, Publikumsaktionen laden zum Mitmachen ein. Im Workshop im Anschluss können Kinder in erwachsener Begleitung mit „Drehvögeln“ und „Moskitos“ eigene Geräuschemacher herstellen.

Weitere Informationen und Veranstaltungen zur Sonderausstellung, naturkundliche und archäologische Vorträge stehen auf dem Programm. Zahlreiche Workshops für Kinder zum Beispiel zum Thema Zugvögel, Tiere im Winter, Römern oder Schmuck in der Bronzezeit finden an den Wochenenden statt. Das Programmheft liegt im Museum, in der Tourist-Info Oldenburg und an vielen weiteren Kulturorten in Oldenburg und der Region aus oder ist digital auf www.naturundmensch.de zu finden.
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„Zweitzeugen“ halten Erinnerung an Holocaust lebendig

23.09.2018 13:17 Uhr

Neue Ansätze in der Gedenkkultur – Kulturbüro plant Workshops für Schulen

Wie lässt sich die Erinnerung an den Holocaust lebendig halten, wenn es bald keine Zeitzeugen mehr gibt, die authentisch von ihren Erfahrungen berichten können? Das ist eine Frage, die auch das Kulturbüro der Stadt Oldenburg beschäftigt. Daher wird sich die im Rahmen der Erinnerungs- und Gedenkkultur initiierte Veranstaltungsreihe „Living History“ zum Holocaust-Gedenktag im Januar 2019 neuen Ansätzen zur Vermittlung der Geschehnisse während der Zeit des Nationalsozialismus widmen.

Dabei arbeitet das Kulturbüro mit dem Verein „Heimatsucher“ zusammen. Der Verein hat sich die Aussage des Friedensnobelpreisträgers und Holocaust-Überlebenden Eli Wiesel („Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst zum Zeugen werden“) zu eigen gemacht und die Idee der so genannten „Zweitzeugenschaft“ etabliert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins haben Gespräche und Videointerviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen geführt. Diese sind Grundlage für ihre Arbeit in Workshops und Seminaren, in denen sie die erzählten Überlebensgeschichten weitergeben und Kinder, Jugendliche sowie interessierte Erwachsene so zu „Zweitzeuginnen“ und „Zweitzeugen“ werden lassen.

Das Kulturbüro organisiert gemeinsam mit dem Verein „Heimatsucher“ und dem Stadtmuseum eine Ausstellung mit zahlreichen Workshops für Schülerinnen und Schüler ab der vierten Klasse sowie Vorträgen, einem Theaterstück und der Möglichkeit des Philosophierens mit Kindern. Gezeigt wird die Ausstellung im Stadtmuseum vom 13. Januar bis zum 3. Februar 2019. Ausführliche Informationen zu einzelnen Veranstaltungen mit Anmeldemöglichkeit sind ab November 2018 erhältlich.

Weitere Informationen zum Verein „Heimatsucher“ gibt es im Internet unter www.heimatsucher.de.
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Auf Spurensuche nach jüdischem Leben in Oldenburg

23.09.2018 13:05 Uhr

Fachoberschule Gestaltung recherchiert für Online-Plattform „Jewish Places“

22 Oldenburger Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung am Bildungszentrum für Technik und Gestaltung haben sich auf Spurensuche nach jüdischem Leben in Oldenburg begeben. Ihre Rechercheergebnisse sind in die am 13. September, zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana, freigeschaltete Online-Plattform „Jewish Places“ eingeflossen. Die vom Jüdischen Museum Berlin in Kooperation mit bundesweiten Partnern entwickelte Website sammelt Geschichten über jüdische Orte und Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart.

In den vergangenen drei Jahren wurde mehr als 8.500 Basisdaten auf einer Karte erfasst. Nutzerinnen und Nutzer können in Eigeninitiative lückenhafte oder fehlende Informationen über jüdisches Leben auf der Website anlegen und beispielsweise die Geschichte ihres Heimatortes vervollständigen. Und genau dies haben die Oldenburger Schülerinnen und Schüler getan. Möglich wurde das durch ein dreitägiges Projekt, das das Kulturbüro der Stadt ausgeschrieben hatte. Ihre Lehrerin Margit Ostern hatte sich mit Erfolg um die Teilnahme beworben.

Unter Anleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jüdischen Museums Berlin und begleitet durch Gina Schumm vom Verein Jugendkulturarbeit haben die Schülerinnen und Schüler zu den „Jewish Places“ in Oldenburg gearbeitet. Dabei haben sie die eigene Stadt aus einem neuen Blickwinkel wahrgenommen und viel über eine ihnen bis dahin vollkommen unbekannte Stadtgeschichte erfahren. In nur drei Tagen haben sie in Archiven und vor Ort recherchiert, die Oldenburger Synagoge und Rabbinerin Alina Treiger besucht.

Begleitet wurden sie bei ihren Forschungen von Gunda Trepp, der Witwe des ehemaligen Oldenburger Rabbiners Leo Trepp, die als Projektpartnerin des Jüdischen Museums Berlin den Workshop in Oldenburg ermöglicht hat. Mit Freude und Stolz haben die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsergebnisse präsentiert, die jetzt auf der Website zu sehen sind. „Was bei mir am meisten nachwirkt, ist die Erfahrung, nicht nur selbst gelernt zu haben, sondern eben auch die Ergebnisse der eigenen Recherche anderen leicht zugänglich zu machen, bald nur einen Mausklick entfernt“, lautet das Fazit der Teilnehmenden. Und viele von den Schülerinnen und Schülern wollen ihre intensiven Recherchen fortsetzen.

Mehr Informationen im Internet unter www.jewish-places.de
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Die Vielfalt des Iran an drei Abenden

05.09.2018 21:07 Uhr

Lesungen, Filme, Diskussionen am 14., 17. und 21. September

Das Amt für Zuwanderung und Integration und der Sujet Verlag bieten drei „Iranische Abende“ am 14., 17. und 21. September an, die jeweils im Vortragssaal des Kulturzentrums PFL, Peterstraße 3, stattfinden.

Bei den Veranstaltungen soll der Iran mit all seinen Facetten vorgestellt werden: Iranische Autoren lesen aus ihren Werken, Filme von iranischen Regisseuren werden gezeigt und Menschen, die im Iran aufgewachsen sind, aber seit langer Zeit in Deutschland leben, laden zur Diskussion und zum Gespräch ein. Dazu gibt es Getränke und persische Snacks. Das Amt für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg und der Sujet Verlag, dessen Gründer und Inhaber Madjit Mohit  selbst in den 1990er Jahren als politischer Flüchtling aus dem Iran nach Deutschland kam, möchten Brücken schlagen zwischen der deutschen Welt und dem unbekannten, fernen Iran. Damit das Land und seine Kultur nicht nur über die Nachrichten und Vorurteile wahrgenommen werden, sollen Kunst und Literatur der Landsleute sprechen.

Anmeldungen nimmt das Service Center der Stadt Oldenburg per E-Mail an servicecenter@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-4444 entgegen. Die Iranischen Abende sind kostenlos.

Die Iranischen Abende im Überblick:
Freitag, 14. September, 18 Uhr: „Ich bin Ausländer und das ist auch gut so“
Lesung mit Mahmood Falaki, im Vorfeld Präsentation über den Iran, nach der Lesung Interview mit dem Autor. Anschließend Vorstellung der Biografie von Madjit Mohit. Musik von Behruz Djallili und Jamal Ayoughi.

Montag, 17. September, 18.30 Uhr: „Der Traum von Tibet“
Lesung von Fariba Vafi (Übersetzerin: Jutta Himmelreich), danach Interview mit und Vorstellung der Biografie von Zahra Motahar. Musik von Dust Hosseini.

Freitag, 21. September, 18 Uhr: „Geflüchtet aus dem Iran und aus Afghanistan – Ankommen in Deutschland“
Dokumentarfilm von Jamal Pourajdari Najafabadi. Anschließend Interview mit Jamal Pourajdari Najafabadi und Vorstellung der Biografie von Ebrahim Fazly. Musik von Ali Hooshyari.
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Landesbibliothek Oldenburg präsentiert zwei Parallelausstellungen

04.09.2018 20:49 Uhr
Am 5. September um 19.00 Uhr werden in der Landesbibliothek Oldenburg zwei Ausstel­lungen eröffnet, die sich beide mit dem Erhalt von Kulturgut beschäftigen: "Seht, welch kostbares Erbe!", die Wanderausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über Baudenkmale in Deutschland, und die Ausstellung „Bücherschätze bewahren! Sammlungen in der Landesbibliothek Oldenburg“.

Die Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) zeigt die gewaltigen Anstrengungen, mit denen in den vergangenen 30 Jahren viele historische Bauten gerettet und erhalten wurden. In Oldenburg gehören zu den neun geförderten Denkmalen das Degode-Haus, die Lambertikirche, die Preußische Gesandtschaft und das Herzogliche Mausoleum. Möglich wurde die beeindruckende Hilfsaktion für die Baukultur in Deutschland durch individuelle Zuwendungen und Erträge aus  Treuhandstiftungen in der DSD und Lotterien. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz über eine halbe Milliarde Euro für über 11.000 Einzelmaßnahmen einsetzen. Trotz der eindrucksvollen Rettungsbilanz warnt die Stiftung vor einem Nachlassen der Bemühungen bei der Bewahrung der vielfältigen und regionaltypischen Denkmallandschaften.

Außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement gibt es im Oldenburger Land aber nicht nur für Baudenkmale, sondern auch für die Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes: Seit 2004 die „Aktion Buch in Not“ von der Landesbibliothek Oldenburg ins Leben gerufen wurde, kamen fast 75.000 Euro an privaten Spenden für die Restaurierung wertvoller, vom Verfall bedrohter Bücher zusammen. Mit der Ausstellung „Bücherschätze bewahren!“ präsentiert die Landesbibliothek Beispiele des einzigartigen Kulturerbes, das sie in ihren Mauern aufbewahrt. Die Ausstellung stellt acht kostbare historische Büchersammlungen vor, die auf Remmer von Seediek (um 1500-1557), Johann Ludwig von Anhalt-Zerbst (1688-1749), Georg Friedrich Brandes (1719-1791), Johann Samuel Neumann (1744-1791), Georg Anton Gramberg (1744-1818) und Christian Ludwig Runde (1773-1849) zurückgehen, sowie die Bibliotheken der Großherzogliche Militärschule und des Alten Gymnasiums Oldenburg. Auch einige Karten aus der neu erworbenen Sammlung von Lutz Albers sind zu sehen. Ein besonders exquisiter Schatz ist die Bilderhandschrift des Oldenburger Sachsenspiegels aus dem Jahr 1336. Sie wird aufgrund ihres Alters nur zwischen dem 20. September und 20. Oktober ausgestellt. Wie viele Bauten benötigen auch alte Bücher weiterhin dringend Hilfe, um sie der nächsten Generation erhalten zu können.

Bei der Ausstellungseröffnung am 5. September um 19.00 Uhr sprechen Petra Averbeck (Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg), Corinna Roeder (Direktorin der Landesbibliothek Oldenburg) und Dörte Lossin (Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz). Führungen werden zu beiden Ausstellungen angeboten. Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September wird die Landesbibliothek ausnahmsweise von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet haben.

„Seht, welch kostbares Erbe!“ Wanderausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
– Ausstellung vom 6. September bis 6. Oktober 2018
– Führungen am 14.09. und 28.09., jeweils um 17.00 Uhr
– Sonderöffnung zum Tag des offenen Denkmals am 09.09., 13.00-17.00 Uhr

Bücherschätze bewahren! Sammlungen in der Landesbibliothek Oldenburg
– Ausstellung vom 6. September bis 20. Oktober 2018
– Einführung zur Bilderhandschrift des Oldenburger Sachsenspiegels am 20.09. um 19.00 Uhr. Anschließend wird die Handschrift bis einschließlich 20. Oktober präsentiert.
– Führungen am 09.09. um 14.00 Uhr und am 12.10. um 17.00 Uhr

Sonderöffnung zum Tag des offenen Denkmals am 09.09., 13.00-17.00 Uhr

Eröffnung beider Ausstellungen
Mittwoch, 5.09.2018, 19.00 Uhr, mit Petra Averbeck (Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg), Corinna Roeder (Direktorin der Landesbibliothek Oldenburg) und Dörte Lossin (Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz)

Öffnungszeiten
Mo–Fr 10–19 Uhr und Sa 9–12 Uhr. Eintritt frei.
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Angebot zum Weltalphabetisierungstag

01.09.2018 20:57 Uhr

Infostand der ABC-Selbsthilfegruppe in der Stadtbibliothek

Die Stadt Oldenburg macht ein kostenloses Angebot zum Weltalphabetisierungstag am 8. September. Dann ist die ABC-Selbsthilfegruppe aus Oldenburg von 11 bis 14 Uhr mit einem Informationsstand zu Gast in der Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3. Sie gibt Auskünfte über das Leben mit Leseschwäche.

Die ABC-Selbsthilfegruppe ist eine Gruppe für Erwachsene, die Probleme mit dem Lesen und Schreiben haben. Ihr Ziel ist es, anderen Mut und Selbstbewusstsein zu geben, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen. Fragen zum Thema können im offenen Gespräch gestellt werden.

Weitere Informationen zur ABC-Selbsthilfegruppe sind unter www.abc-selbsthilfegruppe.de zu finden.
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Oldenburger Nacht der Museen: Vorverkauf startet

01.09.2018 20:54 Uhr
Am Samstag, dem 22. September laden die Oldenburger Museen wieder zur großen Nacht der Museen ein. Der Vorverkauf startet am Samstag, 1. September: Die Eintrittsbändchen sind an den Museumskassen der teilnehmenden Häuser (außer im Computer-Museum) sowie in der Tourist-Information im Lappan für 5 Euro erhältlich. Ein Partnerticket für zwei Personen kostet 8 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren ist der Eintritt in der Museumsnacht frei.

Das Programm der Museumsnacht ist ebenso vielfältig wie die Oldenburger Museen und Kunsthäuser selbst. Die Besucherinnen und Besucher können sich von 18 bis 24 Uhr auf Kurzführungen freuen, an den verschiedensten Mitmach-Aktionen teilnehmen oder musikalischen Beiträgen lauschen. Einen Einblick in das umfassende Programm gibt es bereits im Internet unter www.nachtdermuseen-oldenburg.de.

Folgende Häuser nehmen an der Nacht der Museen 2018 teil: Landesmuseum Natur und Mensch, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, Horst-Janssen-Museum, Stadtmuseum Oldenburg, Edith-Russ-Haus für Medienkunst, Oldenburger Kunstverein, Oldenburger Computer-Museum (hier kein Vorverkauf).
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Bauarbeiten am Dach des Cadillac abgeschlossen

01.09.2018 20:44 Uhr

Ab September wieder Veranstaltungen im Jugendkulturzentrum

Die Bauarbeiten am Dach des Veranstaltungssaals des Jugendzentrums Cadillac wurden planmäßig abgeschlossen. In den vergangenen Wochen bekam das Dach eine neue Haut und eine neue Dämmung, die Lüftungsanlage wurde mit einem neuen, rund 50 Zentimeter hohen Tragwerk aufgesockelt.

Im Saal selbst hängt nun eine neue Akustik-Decke sowie eine rundum erneuerte Beleuchtung. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich wie geplant auf rund 250.000 Euro.

Pünktlich zum Stadtfest am Donnerstagabend, 30. August, ist der Parkplatz Am Festungsgraben wieder vollständig freigegeben, der teilweise für die Baufahrzeuge abgesperrt war. Ab der ersten Septemberwoche beginnt das Programm im Cadillac in der Huntestraße 4a wie geplant. Ein erstes Highlight ist die Party „Love never dies“ am Samstag, 8. September, das erste Konzert spielen „The DOORS of Perception“ am 21. September.
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Stadtfest-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

26.08.2018 19:32 Uhr

400.000 Besucherinnen und Besucher wollen friedlich und sicher feiern

Bis zu 400.000 Besucherinnen und Besucher des Oldenburger Stadtfestes wollen auch in diesem Jahr wieder in den Straßen der Altstadt feiern: Die große Party findet vom 30. August bis zum 1. September in der Fußgängerzone statt und wird parallel dazu bereits ab dem 29. August um die Veranstaltung „Kochen am Schloss“ auf dem Schlossplatz ergänzt. Der Veranstalter und die beteiligten Behörden – insbesondere das Bürger- und Ordnungsamt , die Feuerwehr sowie die Polizei – haben ihre Planungen zur Vorbereitung für ein friedliches und sicheres Stadtfest abgeschlossen.
 
Die beteiligten Akteure haben in den vergangenen Wochen die aktualisierte Aufbauplanung abgestimmt und das seit Jahren angewandte und bewährte Sicherheitskonzept angepasst. Aufgrund der Bauarbeiten zur Neugestaltung des Waffenplatzes steht dieser Bereich in diesem Jahr nicht zur Verfügung. Im Bereich der Mottenstraße/Kurwickstraße wird dafür eine weitere Bühne installiert werden. Auch in der weiteren Altstadt gibt es geringfügige Änderungen in der Aufbauplanung der Bühnen und Thekenbereiche.

Stadt, Polizei und Veranstalter haben im Rahmen des Sicherheitskonzeptes wieder besonders die Zufahrts- und Rettungswege in den Blick genommen: Einerseits sollen Rettungsdienste schnell an Unfallstellen geführt und Fluchtwege offen gehalten werden, andererseits soll Gefahren an neuralgischen Zufahrten im Innenstadtbereich weitestgehend vorgebeugt werden. Deshalb werden auch in diesem Jahr an verschiedenen Zufahrtsbereichen im Innenstadtbereich – zum Beispiel am Julius-Mosen-Platz, in der Wallstraße und am Schlossplatz – insgesamt 48 Betonpoller aufgestellt, um diese Bereiche zusätzlich abzusichern. Der Aufbau dieser Zufahrtssperren beginnt am Dienstag, 28. August.

Durch die Aufbauveränderungen am Waffenplatz bleibt in diesem Jahr die Zufahrt zum Waffenplatz-Parkhaus frei. Der Taxenstand am Waffenplatz wird jedoch wie im Vorjahr in den Bereich Heiligengeistwall (von Höhe Polizeigebäude bis zur Einmündung Mottenstraße) auf die dortigen Parkflächen verlegt.

Während des Stadtfestes werden Polizei, Feuerwehr sowie der Außendienst des Bürger- und Ordnungsamtes gemeinsam mit dem Veranstalter laufend die Sicherheitslage beobachten. Die Polizei wird verstärkt an den Bühnenbereichen, aber auch auf den Straßen, Präsenz zeigen, ebenso eine Reihe von Zivilkräften einsetzen. Wie in den Vorjahren sind auch die Außendienstmitarbeiter des Bürger- und Ordnungsamtes an allen Stadtfesttagen im Einsatz; gemeinsam mit der Polizei wird das Jugendamt auch wieder Jugendschutzkontrollen vornehmen.

Die Polizei bittet darum, bei Übergriffen und möglichen Straftaten unverzüglich die Nummer 110 zu wählen.

An alle Besucherinnen und Besucher des Stadtfestes wird dringend appelliert, keine Gläser und Glasflaschen mitzubringen. In den vergangenen Jahren ist es immer wieder zu Schnittverletzungen aufgrund von Glasbruch gekommen.

Bei Glasbruch drohen daher Bußgelder in Höhe von mindestens 100 Euro. Mit Bußgeldern in gleicher Höhe ist zu rechnen, wenn Personen angetroffen werden, die ihre Notdurft an Stellen verrichten, die hierfür nicht vorgesehen sind. Toilettenwagen sind in ausreichender Anzahl vorhanden, und auch die teilnehmenden Gastronomiebetriebe stellen ihre Toilettenanlagen zur Verfügung.

Nach dem Aufbau sämtlicher Stände, Bühnen und Theken werden Feuerwehr und Bürger- und Ordnungsamt am Donnerstag, 30. August, die Stände abnehmen und mit einem Feuerwehrfahrzeug einen Durchfahrtsversuch starten. Hierdurch soll für den realen Einsatzfall ein ungehindertes Passieren der Rettungsfahrzeuge sichergestellt werden.

Auf dem Festgelände stehen für die Besucherinnen und Besucher drei Erste-Hilfe-Stationen zur Verfügung (Neue Straße, Staustraße und Schlossplatz). Zusätzlich ist in der Kurwickstraße die Brandsicherheitswache der Feuerwehr eingerichtet.

Alle Feiernden werden gebeten, ihre Fahrräder nicht „wild“ und vor allem nicht in Feuerwehr- und Rettungszufahrten abzustellen. Es sollte gewährleistet sein, dass Rettungsfahrzeuge die Wege zu jeder Zeit passieren können. Es muss damit gerechnet werden, dass behindernde Räder kostenpflichtig entfernt werden.

Informationen zum Programm gibt es im Internet unter www.stadtfest-oldenburg.de
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Neue Online-Ausstellung „Reise und Ferne“ entführt in den Süden

05.08.2018 19:16 Uhr

Theodor Francksen und die Reiselust anlässlich des Europäischen Kulturerbejahrs

„Reise und Ferne“ – so heißt die neue Online-Ausstellung des Stadtmuseums Oldenburg. Bereits am 12. Mai fand ein umfangreicher Aktionstag unter dem Titel „Wir feiern unseren Gründer“ statt, der ebenso ganz im Zeichen der Reiselust stand. Jetzt folgt die Online-Ausstellung, die sich auf die in den Süden Europas führenden Spuren des Museumsstifters Theodor Francksen begibt und die aus seiner Italiensehnsucht entstandene Gemäldesammlung detailliert beleuchtet. Die Ausstellung ist unter folgendem Link zu finden: www.stadtmuseum-oldenburg.de/online-reise-und-ferne.

 

„Anlass ist das Europäische Kulturerbejahr 2018“, so Dr. Nicole Deufel, Leiterin des Amts für Museen Sammlungen und Kunsthäuser. „Die Europäische Kommission regte an, das Verbindende in unserem gemeinsamen europäischen Kulturerbe auszuloten und zu zeigen. Für uns im Stadtmuseum ist das einfach: Unser Museumsgründer Theodor Francksen reiste viel durch Frankreich und Italien. Er zog daraus auch viel Inspiration für die Sammlung, die wir heute noch im Stadtmuseum sehen können. Mit dem Thema ‚Reise und Ferne‘ stehen damit vor allem der Austausch und die Bewegung innerhalb Europas im Fokus.“

 

Zu entdecken gibt es viel: Eine Karte zeigt die Routen der Reisen nach Italien und Frankreich auf, die Theodor Francksen zwischen 1902 und 1906 unternommen hat. „Die vierte Reise von 1905 ist interaktiv gestaltet“, beschreibt Kristina Gerigk, wissenschaftliche Volontärin und Leiterin des Projekts. „Besucherinnen und Besucher der Online-Ausstellung können per Mausklick auf die einzelnen Reisestationen einen Einblick in Francksens Reiseerlebnisse und -eindrücke erhalten. Diese notierte er sorgfältig in seinem Tagebuch.“ Wer noch mehr über alles Gesehene und Erlebte sowie seine Reisebekanntschaften erfahren möchte, dem steht das gesamte Tagebuch zum freien Download zur Verfügung. Darüber hinaus zeigt die Online-Ausstellung eine Auswahl an Reisefotografien, in denen Francksen Landschaft, Architektur und Menschen als Erinnerung festhielt.

 

„Der zweite Teil der Online-Ausstellung widmet sich Gemälden italienischer Landschaften“, erklärt Kristina Gerigk. „Hier können die Besucherinnen und Besucher nicht nur etwas über die Maler, sondern auch einiges über die empfundene Sehnsucht nach dem Süden in der Kunst- und Kulturgeschichte erfahren.“ Begeistert von Italien, gab Theodor Francksen sogar beim Oldenburger Maler Ludwig Fischbeck ein großes Landschaftsgemälde mit Blick auf den Golf von Neapel in Auftrag, das ihn in seiner Heimat an seine Reisen in die Ferne erinnern sollte.

 

Workshop
In Anlehnung an die Online-Ausstellung bietet das Stadtmuseum zudem am Freitag, 16. November, von 16 bis 20 Uhr einen Workshop an, bei dem sich Interessierte selbst an der Darstellung von Landschaften üben und ihre Urlaubserinnerungen in einem eigenen Gemälde festhalten können. Es wird um Anmeldung bis zum 9. November per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2886 gebeten.

 

Dank
Das Stadtmuseum Oldenburg bedankt sich ganz herzlich bei der Oldenburgischen Landesbank für die Unterstützung des Ausstellungsprojektes „Reise und Ferne“.
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Zwischen trockenen Pflanzen und exotischen Früchten

05.08.2018 18:58 Uhr

Studierende unterstützen die Sammlungserschließung im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg

Eine Kooperation des Landesmuseums Natur und Mensch mit der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg ermöglichte Studierenden einen seltenen Einblick in biologische Arbeitswelten.

 

Zwischen trockenen Pflanzen und exotischen Früchten lernten 14 Studierende der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg vom 31. Juli bis 1. August die naturkundlichen Sammlungen des Landesmuseums Natur und Mensch kennen. Ziel der Lehrveranstaltung der „AG Biodiversität und Evolution der Pflanzen“ war es, einen Einblick in die historisch wertvollen botanischen Sammlungen des Museums zu bekommen und Forschungsfragen zu ausgewählten Sammlungen zu entwickeln. Die TeilnehmerInnen beschäftigten sich dabei mit der Pflanzen- und Fruchtsammlung des Museums. In einem praktischen Teil montierten sie eine botanische Sammlung aus dem 20. Jahrhundert auf neue Bögen. Dadurch unterstützten die Studierenden die Erschließung des Herbariums am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg.

 

„Um 12 Uhr haben die Studierenden bereits 156 Bögen montiert“ freuen sich die Dozenten Dr. Maria Will und Levent Can am zweiten Projekttag, „nachmittags werden sie dann in Kleinprojekten die Schmetterlingswiese vor dem Museum kartieren, Torfmoose für ein Biodiversitätsprojekt heraussuchen und die Zusammensetzung eines alten Apotheker-Herbariums erforschen.“.

 

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg öffnet regelmäßig seine Magazine für studentische Arbeiten und Projekte, sowohl im Bereich Naturkunde als auch in der Archäologie und Ethnologie. 
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Informationstafel klärt über Friedenssäule auf

01.08.2018 20:08 Uhr

Studentinnen recherchieren zum Denkmal am Friedensplatz

Die Oldenburger Friedenssäule auf dem Friedensplatz an der Ofener Straße ist um eine Informationstafel ergänzt worden. Seit Jahrzehnten ist dieses Oldenburger Denkmal immer wieder in der Diskussion.


Ursprünglich 1878 zur Erinnerung an die Oldenburger Opfer des deutsch-französischen Krieges 1870/71 aufgestellt, ist bis heute umstritten, ob es sich bei dieser Säule um eine Friedens- oder eine Siegessäule handelt. Diese Unklarheit resultiert vor allem aus der nicht mehr vorhandenen Bronze-Figur, die einst die Spitze der Säule zierte. Diese Figur, die als Friedensengel, aber auch als Viktoria, also als Siegesgöttin, betrachtet werden kann, wurde während des Zweiten Weltkriegs zur Metallgewinnung eingeschmolzen.


Eine Schautafel soll nun über die Geschichte und die divergierenden Vorstellungen über den Umgang mit dem Denkmal informieren. Mit zahlreichen Aufnahmen vom ursprünglichen Zustand und der Entwicklung der Säule sowie einem kurzen Informationstext lädt die Vitrine dazu ein, sich selbst mit der Historie vertraut zu machen. Mittlerweile steht die Säule nicht mehr nur für die Opfer des deutsch-französischen Krieges, sondern auch für eine sich im Laufe der Jahrzehnte wandelnde Erinnerungskultur.


Die Säule auf dem Friedensplatz ist das erste Denkmal, das um eine Informationsvitrine ergänzt wird. Sie ist Teil eines Projekts unter Federführung des Kulturbüros der Stadt Oldenburg. Dabei verfassen Studentinnen der Carl von Ossietzky Universität unter Betreuung von Prof. Dr. Matthias Weber, Direktor des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, nach umfangreichen Recherchen Informationstexte zu verschiedenen Denkmälern. Die Ergebnisse sollen jeweils öffentlich zugänglich gemacht werden. Das Projekt soll mit der Ringpfeilerhalle (Standort Kreuzung Hauptstraße und Prinzessinweg) fortgesetzt werden.
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Rocker, Popper, Discogänger: Premiere als Open-Air-Kino

25.07.2018 20:34 Uhr

Film über Oldenburger Discos im Museumsgarten des Stadtmuseums

Endlich ist es soweit: Nach Klärung der letzten Musikrechte kann die lange erwartete öffentliche Aufführung des Dokumentarfilms über die Oldenburger Discos der 1960er bis 1990er Jahre am 18. August starten. Unter dem Titel „Rocker, Popper, Discogänger“ hat sich das Team von Oldenburg-Film um Norbert Pollak, Gerold Kehmeier und Wolfgang Meyer nach dem großen Erfolg der Dokumentation über die Tanzlokale der Stadt nun der jüngeren Tanzszene zugewandt.

 

In aufwändiger Recherche mit vielen Interviews und Original-Bildern sowie zeitgenössischen Filmszenen aus den Diskotheken ist ein gleichermaßen unterhaltsamer wie informativer Streifen entstanden, der bei vielen Betrachtern sicher die Erinnerung an einen wichtigen Teil ihrer Freizeitgestaltung wachrufen wird.

 

In Kooperation mit dem Stadtmuseum findet am Samstag, 18. August, die öffentliche Premiere des Films als Open-Air-Veranstaltung im Museumsgarten statt. Einlass ist ab 19 Uhr, der Filmstart um 20.30 Uhr. Als Zugabe darf im Anschluss – nach den Play-Lists der damaligen Zeit – getanzt werden. Verschiedene DJs sind angefragt.

 

Der Eintritt beträgt 10 Euro. Eine Anmeldung ist ab sofort unter Telefon 0441 235-2886 (Montag bis Freitag 8-12 Uhr) möglich. Die DVD „Rocker, Popper, Discogänger“ ist ab dem 18. August im Museumsshop zum Preis von 15 Euro erhältlich.
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Ganz kleine Geschichte der Landesbibliothek Oldenburg

01.07.2018 19:08 Uhr

Festschrift im Kleinformat

Am 27. Juni präsentierten Florian Isensee (Isensee Verlag), Corinna Roeder, Dr. Klaus-Peter Müller (beide Landesbibliothek Oldenburg) und Dr. Gabriele Crusius die neu erschienene „Ganz kleine Geschichte der Landesbibliothek Oldenburg“, eine knappe Zusammenfassung der umfangreichen Festschrift zum 225jährigen Gründungsjubiläum.

Dr. Klaus-Peter Müller, Historiker und stellvertretender Leiter der Landesbibliothek Olden­burg, hat diese Festschrift nun in eine informative Kurzform umgearbeitet. In dem lesens­werten, bebilderten Bändchen lässt er die Grundzüge der Bibliotheksgeschichte auf 24 Sei­ten Revue passieren und beleuchtet dabei u.a. Aspekte der Unterbringung, der Finanzierung und des Bestandsaufbaus, der Zielsetzung und Nutzung.

1792, vor mehr als 225 Jahren, wurde die Landesbibliothek als "Herzogliche Öffentliche Bibliothek" von Herzog Peter Friedrich Ludwig gegründet. Nachdem der erste Bibliothekar Ludwig Wilhelm Christian von Halem Freunde und Verwandte schon vorher mit Büchern ver­sorgt hatte, begann am 4. September 1792 der regelmäßige Ausleihbetrieb. Zum 225. Jubi­läum der Landesbibliothek 2017 erschien die umfangreiche Festschrift, herausgegeben von Dr. Gabriele Crusius und Dr. Klaus-Peter Müller, die erstmals die Geschichte der Landes­bibliothek von der Gründung bis zum Jahr 1987 umfasst. Enthalten sind hier neuere Forschungsergebnisse über die spannende Nachkriegszeit unter der Leitung von Wolfgang Fischer, als sich die Landesbibliothek von der "Wärmestube für geistige Arbeiter" unmittel­bar nach dem Krieg zur "literarischen Zentrale" im Nordwesten Ende der 1960er Jahre entwickelte, die auch die Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen umfasste. Darge­stellt wird auch, wie im Zusammenhang mit der Gründung der Universität 1973 die Landesbibliothek neben der Universitätsbibliothek als eigenständige Einrichtung erhalten blieb.

Die Festschrift enthält außerdem Neudrucke dreier Arbeiten zur Geschichte der Bibliothek. Gabriele Crusius beschreibt ihre Gründung und Frühgeschichte bis 1847, Beatrix Veit die Zeit von 1847 bis 1907 und Klaus-Peter Müller die von der Jahrhundertwende bis 1945. Dazu eine an die 1992 veröffentlichte Festschrift (zum 200jährigen Geburtstag) anschließende Bibliographie der Literatur zur Landesbibliothek in den letzten 25 Jahren.

Das Zustandekommen der Festschrift wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Wissen­schaft und Kultur, der Landessparkasse zu Oldenburg und dem Isensee Verlag unterstützt.

Neuerscheinung
Dr. Klaus-Peter Müller:
Ganz kleine Geschichte der Landesbibliothek Oldenburg.
Oldenburg: Isensee Verlag, 2018.
(Schriften der Landesbibliothek, 67)
24 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
ISBN 978-3-7308-1460-4, Preis: € 4,-
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Farbenfrohes Programm in der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück

10.06.2018 20:54 Uhr
Wenn in Kreyenbrück das Farbenfroh Kulturfestival gefeiert wird, ist auch die Stadtteilbibliothek Kreyenbrück, Ewigkeit 20, mit drei Veranstaltungsangeboten dabei: 

• Bilderbuchsonntag am 17. Juni: Ein buntes Programm für Familien mit kleinen Kindern hat sich das Team der Bibliothek beim Bilderbuchsonntag am 17. Juni ausgedacht: Von 11 bis 17 Uhr dreht sich alles um den buntkarierten Elefanten Elmar aus den Büchern von David McKee. Um 11.30, 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr liest Juliane Liedtke jeweils eine Elmar-Geschichte im Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren. Die Bilder werden dazu passend auf einer Leinwand gezeigt. Für Kinder von 2 bis 3 Jahren erzählt und zeigt Anne Düser um 15 und 16 Uhr eine kleine Elmar-Mitmach-Geschichte. Außerdem gibt es eine Elmar-Bilderbuchstation, Bastel- und Mal-Aktionen und ein Gewinnspiel. Natürlich können die Gäste auch Bücher und andere Medien ausleihen und zurückgeben

• Geschichten aus dem Mittsommer: Am Mittwoch, 20. Juni um 15 Uhr liest Schauspieler Ralf Selmer von der Kulturetage Oldenburg Geschichten aus dem schwedischen Mittsommer. Dazu gibt es Kaffee, Tee, Kekse und Kuchen und alles ist ganz „hyggelig“. Der Kostenbeitrag pro Person beträgt 3 Euro, Anmeldung per Telefon unter 0441 42803 (dienstags und donnerstags). 

• „Lieselotte“-Lesung mit Alexander Steffensmeier: Lieselotte, die eigenwillige Kuh vom Bauernhof in Kleinmüppershausen, hat längst eine riesige Fangemeinde. Ihr Erfinder, der Illustrator Alexander Steffensmeier, ist am Freitag, 22. Juni, um 15.30 Uhr in der Stadtteilbibliothek zu Besuch. Er hat das neueste Lieselotte-Bilderbuch im Gepäck und wird während seiner Lesung auch neue Bilder zeichnen. Kostenlose Eintrittskarten für Kinder von 4 bis 7 Jahren gibt es in der Bibliothek nur solange der Vorrat reicht. 
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Dicker Brummer

16.05.2018 19:08 Uhr

Workshop mit Hannes Bittar

Am Samstag, den 19. Mai findet zwischen 14 und 16 Uhr im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ein Steinzeit-Workshop statt. Kinder ab 8 Jahren können für einen Kostenbeitrag von 10 € unter der Anleitung von Hannes Bittar Schwirrhölzer herstellen. Schwirrhölzer, auch Schwirrgeräte genannt, gelten als die ältesten Instrumente der Welt und reichen bis in die Steinzeit zurück. Die Anmeldung für den Workshop ist über museum@naturundmensch.de oder unter 0441/ 9244-300 möglich.
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Aktionstag im Stadtmuseum: Wir feiern unseren Gründer!

10.05.2018 10:42 Uhr

Theodor Francksen und die Reiselust

Das Stadtmuseum Oldenburg lädt am Samstag, 12. Mai, von 11 bis 17 Uhr unter dem Titel „Wir feiern unseren Gründer!“ zu einem Aktionstag ein, bei dem das Thema „Reisen und Ferne“ im Mittelpunkt stehen wird. Anlass ist das Europäische Kulturerbejahr 2018, mit dem die Europäische Kommission Europa den Europäern wieder ein Stück näher bringen möchte, indem sie zeigt, dass europäische Geschichte Zuhause beginnt. Über die Figur des Museumsgründers Theodor Francksen, der Zeit seines Lebens eine bedeutende Sammlung zusammentrug, können Besucherinnen und Besucher das europäische Kulturerbe des Museums entdecken und erleben.

 

Francksen reiste in den Jahren 1902 bis 1906 regelmäßig nach Italien. Die Reisen in den klimatisch angenehmen Süden dienten nicht nur zur Stärkung seiner geschwächten Gesundheit (er litt an Tuberkulose), sondern auch der intensiven Beschäftigung mit der reichen Kunst- und Kulturlandschaft. Seine Eindrücke, die er auf den häufig mehrmonatigen Reisen gewann, hielt er sorgfältig in Reisetagebüchern fest. Am Aktionstag haben die Museumsbesucher nun erstmals die Gelegenheit, eines von Francksens Reisetagebüchern gemeinsam zu erkunden: Wohin reiste Theodor Francksen? Wen hat er getroffen? Was hat er gesehen?

 

Im Fokus steht das vierte der insgesamt fünf Reisetagebücher, das Francksen 1905 auf seiner Reise nach Italien und Frankreich anlegte. Über großformatige Ausdrucke können sich die Besucherinnen und Besucher auf seine Spuren begeben und seine Reise, seine Erlebnisse und seine Begegnungen mit Post-its auf den einzelnen Seiten verschlagworten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einzelne Passagen zu transkribieren. Die Ergebnisse dieses offenen Formats fließen in eine neue Online-Ausstellung des Stadtmuseums Oldenburg ein, die sich dem Thema „Reise und Ferne“ widmet und voraussichtlich im Sommer veröffentlicht wird.

 

Zudem wird es am Aktionstag einen Vortrag zum Thema Italienreisen im 19. und frühen 20. Jahrhundert geben sowie Lesungen aus den Reisetagebüchern und Führungen zu Gemälden, die Francksen mit Italien verband. Außerdem können die Besucher selbst kreativ werden und ein eigenes modernes Tagebuch gestalten. Am Aktionstag gilt der reguläre Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

 

Das Programm am Aktionstag:

11.30-12.30 Uhr: Kurzführung mit Action Tagging Die italienischen Landschaftsgemälde werden auf Postkarten gedruckt, die während und im Anschluss der Führung von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschlagwortet werden. Diese Schlagworte werden in die museumseigene Datenbank (Sammlung) einfließen. Mit der Museumspädagogin Dörte Mitwollen. 13.00-13.30 Uhr: Lesung aus Theodor Francksens 2. Reisetagebuch von 1902/1903 Mit einer Einführung zu Theodor Francksen von Dr. Dr. Ummo Francksen. Es liest: Dirk Meyer. 14.00-16.00 Uhr: Miniaktivität zur Gestaltung eines kreativen Tagebuchs/Kalenders Unter der Anleitung von Kunstpädagogin Melanie Robinet. 14.00-15.00 Uhr: Tastführung Bei dieser Führung kann man Francksens Sammlung tastend erfahren. Mit der Museumspädagogin Dörte Mitwollen. 15.15-15.45 Uhr: Lesung aus Theodor Francksens 3. Reisetagebuch von 1903/1904 Dr. Dr. Ummo Francksen, der Großneffe des Museumsgründer, liest aus dem 3. Reisetagebuch. 16:00-16:30 Uhr: Vortrag „Ach Italien! Italienlust und -frust im 19. und frühen 20. Jahrhundert“ Ein Vortrag von Museumsleiter Dr. Andreas von Seggern.die Reiselust Das Stadtmuseum Oldenburg lädt am Samstag, 12. Mai, von 11 bis 17 Uhr unter dem Titel „Wir feiern unseren Gründer!“ zu einem Aktionstag ein, bei dem das Thema „Reisen und Ferne“ im Mittelpunkt stehen wird. Anlass ist das Europäische Kulturerbejahr 2018, mit dem die Europäische Kommission Europa den Europäern wieder ein Stück näher bringen möchte, indem sie zeigt, dass europäische Geschichte Zuhause beginnt. Über die Figur des Museumsgründers Theodor Francksen, der Zeit seines Lebens eine bedeutende Sammlung zusammentrug, können Besucherinnen und Besucher das europäische Kulturerbe des Museums entdecken und erleben. Francksen reiste in den Jahren 1902 bis 1906 regelmäßig nach Italien. Die Reisen in den klimatisch angenehmen Süden dienten nicht nur zur Stärkung seiner geschwächten Gesundheit (er litt an Tuberkulose), sondern auch der intensiven Beschäftigung mit der reichen Kunst- und Kulturlandschaft. Seine Eindrücke, die er auf den häufig mehrmonatigen Reisen gewann, hielt er sorgfältig in Reisetagebüchern fest. Am Aktionstag haben die Museumsbesucher nun erstmals die Gelegenheit, eines von Francksens Reisetagebüchern gemeinsam zu erkunden: Wohin reiste Theodor Francksen? Wen hat er getroffen? Was hat er gesehen? Im Fokus steht das vierte der insgesamt fünf Reisetagebücher, das Francksen 1905 auf seiner Reise nach Italien und Frankreich anlegte. Über großformatige Ausdrucke können sich die Besucherinnen und Besucher auf seine Spuren begeben und seine Reise, seine Erlebnisse und seine Begegnungen mit Post-its auf den einzelnen Seiten verschlagworten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einzelne Passagen zu transkribieren. Die Ergebnisse dieses offenen Formats fließen in eine neue Online-Ausstellung des Stadtmuseums Oldenburg ein, die sich dem Thema „Reise und Ferne“ widmet und voraussichtlich im Sommer veröffentlicht wird. Zudem wird es am Aktionstag einen Vortrag zum Thema Italienreisen im 19. und frühen 20. Jahrhundert geben sowie Lesungen aus den Reisetagebüchern und Führungen zu Gemälden, die Francksen mit Italien verband. Außerdem können die Besucher selbst kreativ werden und ein eigenes modernes Tagebuch gestalten. Am Aktionstag gilt der reguläre Eintritt von 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Das Programm am Aktionstag:

11.30-12.30 Uhr: Kurzführung mit Action Tagging Die italienischen Landschaftsgemälde werden auf Postkarten gedruckt, die während und im Anschluss der Führung von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschlagwortet werden. Diese Schlagworte werden in die museumseigene Datenbank (Sammlung) einfließen. Mit der Museumspädagogin Dörte Mitwollen. 13.00-13.30 Uhr: Lesung aus Theodor Francksens 2. Reisetagebuch von 1902/1903 Mit einer Einführung zu Theodor Francksen von Dr. Dr. Ummo Francksen. Es liest: Dirk Meyer. 14.00-16.00 Uhr: Miniaktivität zur Gestaltung eines kreativen Tagebuchs/Kalenders Unter der Anleitung von Kunstpädagogin Melanie Robinet. 14.00-15.00 Uhr: Tastführung Bei dieser Führung kann man Francksens Sammlung tastend erfahren. Mit der Museumspädagogin Dörte Mitwollen. 15.15-15.45 Uhr: Lesung aus Theodor Francksens 3. Reisetagebuch von 1903/1904 Dr. Dr. Ummo Francksen, der Großneffe des Museumsgründer, liest aus dem 3. Reisetagebuch. 16:00-16:30 Uhr: Vortrag „Ach Italien! Italienlust und -frust im 19. und frühen 20. Jahrhundert“ Ein Vortrag von Museumsleiter Dr. Andreas von Seggern.
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Lohn für langen Kampf gegen Faktenverdreher

04.05.2018 21:07 Uhr

Carl-von-Ossietzky-Preis an Antisemitismus-Forscherin Deborah Lipstadt – Festakt mit rund 200 Gästen

In seiner Rede brachte es Oldenburgs Oberbürgermeister auf den Punkt: „Unsere diesjährige Preisträgerin hat uns durch ihre konsequente Haltung beeindruckt, vieles davon erinnert an das Schaffen und Handeln Carl von Ossietzkys“, sagte Jürgen Krogmann. Gemünzt war das Lob am Freitagabend beim Festakt mit rund 200 Gästen im Kulturzentrum PFL auf die amerikanische Historikerin und Antisemitismus-Forscherin Deborah Esther Lipstadt, die mutig und unerschrocken Holocaust-Leugnern entgegentritt und für die Wahrheit und Menschenwürde kämpft. Krogmann zeichnete die in Atlanta lebende Professorin mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik aus.

Die Stadt Oldenburg vergibt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung alle zwei Jahre am Todestag Ossietzkys, der vor 80 Jahren an den Folgen seiner KZ-Haft gestorben war. Mit dem Preis soll das ideelle Erbe des Friedensnobelpreisträgers lebendig gehalten werden.

Der bekannte Fernsehjournalist Thomas Roth hielt am Freitagabend die Laudatio auf Deborah Lipstadt. Die Tochter einer aus Hamburg stammenden jüdischen Familie – ihr Vater hatte Deutschland bereits 1926 verlassen – erlangte internationale Bekanntheit, als sie im Jahr 2000 den Gerichtsprozess gegen den Holocaust-Leugner David Irving gewann. Das Urteil im Prozess vor dem Londoner Royal High Court nach monatelanger akribischer Auseinandersetzung mit den historischen Details sei für den selbsternannten Historiker Irving vernichtend gewesen, erinnerte Roth. Es habe Irving als das ausgewiesen, was er war und ist: als antisemitischen Lügner und Faktenverdreher. 

Dieser Prozess und Lipstadts Arbeit sind heute, rund 18 Jahre nach dem Urteilsspruch von London, mindestens so wichtig wie damals, betonte Roth. „Denn wir leben inzwischen in Zeiten, in denen das Faktenverdrehen bis hin zum Präsidenten der Vereinigten Staaten zum politischen Alltag zu gehören scheint“, sagte der ehemalige Moderator der „Tagesthemen“ mit Blick auf den unter Trumps Regie geprägten Begriff der „alternativen Fakten“.

Deborah Lipstadt zeigte sich sehr erfreut darüber, dass ihr der Carl-von-Ossietzky-Preis zuerkannt worden ist. Für jemanden, der seine Zeit mit Büchern, in Bibliotheken, Hörsälen und am Computer verbringe, sei die Oldenburger Auszeichnung besonders wertvoll, sagte die Preisträgerin am Donnerstag bei der Pressekonferenz im Rathaus: „Das gibt Kraft.“ Und es zeige, „dass man mit dem, was man tut, eine Wirkung erzielt“.

Die Professorin für Moderne Jüdische Geschichte und Holocauststudien an der Emory University in Atlanta sieht antisemitisches Gedankengut ganz unauffällig in die Gesellschaft „kriechen“. Lipstadt bezeichnete in ihrer Rede beim Festakt die Holocaust-Leugnung und die Verfälschung von geschichtlichen Wahrheiten als einen Angriff auf die Demokratie. Dadurch werde die „antisemitische Bestie“ gespeist. „Diese Dinge finden niemals isoliert statt“, warnte die 71-Jährige. 
Dass Holocaust-Leugner es gelernt haben, soziale Medien zu ihrem großen Vorteil zu nutzen, gibt Lipstadt Anlass zur Besorgnis. Es sei leichter für sie geworden, sich gegenseitig zu finden und Hass-Botschaften zu verbreiten. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann pflichtete ihr bei: „Das Internet ist eine Plattform, die der Verbreitung von falschen Nachrichten und der Verleugnung historischer 
Wahrheiten Tür und Tor öffnet.“ Er sei ein großes Verdienst der Carl-von-Ossietzky-Preisträgerin, die gezielte Vermengung von Tatsachsen, Meinungen und Lügen zu analysieren, um antidemokratische Haltungen und Strategien transparent zu machen: „Das ist Aufklärungsarbeit im besten Sinne.“ 

„Es darf keinen neu aufkeimenden Antisemitismus in unserem Land geben. Unabhängig davon, wer ihn initiiert: Ob geflüchtete Muslime israelfeindliche Parolen verbreiten, Juden auf offener Straße angegriffen werden, ob Rechtsextreme den Holocaust leugnen oder aber, was vermutlich gefährlicher ist, sich ein schleichender antisemitischer Grundreflex in der Mitte der Gesellschaft verbreitet – wir dürfen nichts dergleichen dulden.“

Auch Laudator Thomas Roth ging auf die aktuelle Auseinandersetzung um den wieder sichtbarer werdenden Rassismus und Antisemitismus ein: „Wer Menschen angreift, die eine Halskette mit Davidstern oder eine Kippa tragen, der greift uns alle an. Und wer Flüchtlingsheime in Brand setzt, versucht Feuer an das zu legen, worum wir Jahrzehnte lang gerungen haben und was diesem Staat nach den Schrecken des Holocaust und dem Zivilisationsbruch nicht in die Wiege gelegt war: eine freie und offene Gesellschaft, für die Empathie kein Fremdwort, sondern ein Teil ihres Selbstverständnisses ist.“ 

Zum Programm des Abends gehörte auch die Uraufführung eines Auftragswerkes zum Ossietzky-Preis. Gespielt wurde Sarah Nemtsovs „Fenster. Shloshim“ vom deutsch-isländischen Ensemble Adapter.
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UN!TE holt die Welt nach Oldenburg

29.04.2018 15:01 Uhr

Stadt empfängt ihre Partnerkommunen vom 30. Mai bis 2. Juni – Fest auf dem Schlossplatz

„UN!TE – Elf Städte. Eine Feier“. So lautet das Motto für ein großes Treffen mit den Partnerkommunen, das die Stadt Oldenburg vom 30. Mai bis zum 3. Juni veranstaltet. „Ich freue mich darauf, die Internationalität und Weltoffenheit Oldenburgs mit den zahlreichen Gästen aus den Partnerstädten, den Kooperationspartnern und den Bürgerinnen und Bürgern gebührend zu feiern“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Höhepunkt ist am Samstag, 2. Juni, ein buntes Fest auf dem Schlossplatz, zu der die Oldenburgerinnen und Oldenburger herzlich eingeladen sind.

Angekündigt haben sich mehrköpfige Delegationen aus den Partnerstädten Groningen (Niederlande), Taastrup (Dänemark), Vorpommern-Rügen (Deutschland), Kingston upon Thames (England), Cholet (Frankreich), Machatschkala (Russland), Mateh Asher (Israel) und Xi’an (China). Internationale Kooperationspartner Oldenburgs sind – auch ohne offiziellen Partnerschaftsvertrag – die südafrikanische Region Buffalo City Metropolitan Municipality in der Provinz Eastern Cape und Qingdao in China. Auch vom Kap und aus Fernost werden Gäste erwartet. 

Die Abgesandten der Partnerkommunen werden ab Mittwoch, 30. Mai, in Oldenburg eintreffen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wird die Gäste einen Tag später im Kulturzentrum PFL begrüßen. Es schließt sich am Donnerstag, 31. Mai, und Freitag, 1. Juni, ein Programm mit Experten-Workshops unter anderem zu den Themen Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung an. Neben den Workshops wird es auch Touren zu interessanten Aspekten Oldenburgs geben. 

Bei der am Samstag, 2. Juni, von 11 bis 20 Uhr auf dem Schlossplatz geplanten Feier präsentieren sich Oldenburgs internationale Beziehungen und an den Partnerschaften beteiligte Institutionen in Pagodenzelten. Auf der Bühne gibt es Improtheater mit der Gruppe „Wortspiel“ und Live-Musik mit einer Band aus China, dem Verein Global Music Player aus Oldenburg, der Musikschule Groningen/Oldenburg sowie der Band Marcando. Unterhaltung für Kinder sowie Essens- und Getränkestände runden das Angebot ab.

„UN!TE verbindet fachlichen Austausch mit der Freude über gut funktionierende internationale Beziehungen. Es ist ein spannendes Format, um mit verlässlichen Partnern Erfahrungen zu teilen, neue Kontakte zu knüpfen und natürlich auch um die Vielfalt unserer Partnerschaften zu feiern. Darauf können wir stolz sein“, ist Oberbürgermeister Krogmann überzeugt. 

Für das Treffen werben ab dem 4. Mai Plakate mit originellen Kombinationen von für die jeweilige Partnerkommune typischen Motiven: So wächst Oldenburger Grünkohl aus russischen Matroschkas, niederländische Holzschuhe kommen im südafrikanischen Zebra- und Leopardenfell-Look daher. Beim Ni Hao-Tea wird das britische Nationalgetränk mit chinesischen Stäbchen umgerührt, vom dänischen Käse lässt sich ein Stückchen israelisches Matze-Brot abschneiden. Und das Ostsee-Croissant kombiniert Matjes aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem französischen Frühstücksgebäck. 

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/unite
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Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg sucht freie Mitarbeitende für Bildung un

29.04.2018 14:27 Uhr
Vielfältig und interdisziplinär vereint das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg gleich drei Sammlungsschwerpunkte unter einem Dach – Naturkunde, Archäologie und Ethnologie. Auf dieser Basis bietet das Landesmuseum Natur und Mensch neben facettenreichen Dauerausstellungen zu den nordwestdeutschen Landschaften Moor, Geest, Küste und Marsch sowie dem Hunte-Aquarium spannende Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen. Wir suchen laufend engagierte Menschen zur Durchführung von Führungen, Workshops oder Geburtstagen im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit im Museum sowie im Schlossgarten Oldenburg und im Eversten Holz. Bewerber/-innen sollten Interesse an den Themen des Hauses haben und Freude an der Kommunikation und am Arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mitbringen. Das Team des Landesmuseums freut sich über Ihre Ideen, weitere methodisch-didaktische und fachliche Perspektiven und/oder besondere Erfahrungen mit bestimmten Zielgruppen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an: Tosca Friedrich (Bildung und Vermittlung – Archäologie), 0441/9244331, t.friedrich@landesmuseen-ol.de oder Kirsten Preuss (Bildung und Vermittlung – Naturkunde), 0441/9244324, k.preuss@landesmuseen-ol.de.

 

Weitere Informationen sowie die Ausschreibung finden Sie auch auf www.naturundmensch.de. 
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Stadt schreibt Förderung von innovativen Kulturprojekten aus

22.04.2018 19:55 Uhr

Einsendeschluss ist der 15. Mai – 40.000 Euro stehen zur Verfügung

Der Rat der Stadt Oldenburg stellt in diesem Jahr 40.000 Euro zur Verfügung, um neue und innovative Kulturprojekte zu fördern. Die Ausschreibung richtet sich bevorzugt an junge Kulturschaffende und Kreative zwischen 18 und 35 Jahren. 

Interessierte werden gebeten, ihre Konzepte bis Dienstag, 15. Mai, beim Kulturbüro der Stadt Oldenburg, (Postfach, 26105 Oldenburg) einzureichen. Die eingegangenen Anträge werden dem Kulturausschuss in der Sitzung am 17. Juni zur Entscheidung vorgelegt. Die Konzepte müssen neben der inhaltlichen Beschreibung des Vorhabens auch einen Plan zur Finanzierung des Projekts sowie eine Auflistung der voraussichtlichen Kosten enthalten. Mit dem Vorhaben darf noch nicht begonnen worden sein. Die Mittel stehen ausschließlich für die Förderung von Projekten, nicht aber von Einrichtungen zur Verfügung. 

Die Projekte sollen sich auseinandersetzen mit aktuellen Entwicklungen und Zukunftsszenarien. Auf welche Weise können junge Menschen für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft interessiert werden und wie erhalten sie Gelegenheit, sich kreativ zu betätigen? Welche Veranstaltungskonzepte braucht es, um junge Menschen für Kunst und Kultur zu interessieren? Welche institutionellen Voraussetzungen müssen gegebenenfalls geschaffen werden, um solche Konzepte umzusetzen? 

Weitere Informationen zur Ausschreibung gibt es auf der städtischen Homepage unter www.oldenburg.de/kultur.

Bei Rückfragen steht das Kulturbüro per E-Mail an kulturbuero@stadt-oldenburg.de oder unter Telefon 0441 235-2409 gerne zur Verfügung. 
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Aufruf: Mitwirkung von LSBTTI* bei Ausstellung erwünscht

20.04.2018 11:02 Uhr

Teilhabe und Ausgrenzung Thema / Anmeldung bis 3. Mai möglich

Das Stadtmuseum Oldenburg bereitet für den November diesen Jahres eine Ausstellung vor, bei der es um (gesellschaftliche) Ausgrenzung und Teilhabe im Kontext verschiedener gesellschaftlicher Minderheiten geht, zum Beispiel um Menschen mit Behinderungen, mit unterschiedlichen sexuellen Identitäten, mit Migrationshintergrund und anderen. In dieser Ausstellung sollen Oldenburger dieser Minderheitsgruppen selbst zu Wort kommen. Das Stadtmuseum startet nun einen Aufruf an die LSBTTI*-Community, also an lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, Transgender und intersexuelle Oldenburgerinnen und Oldenburger: Wer von ihnen Lust hat, seine  Kreativität bei einem Foto- oder Sammlungsprojekt einzubringen, das innerhalb dieser Ausstellung gezeigt werden soll, ist hiermit herzlich zur Teilnahme aufgerufen. Sammlungsprojekt meint, dass eigene Objekte eingebracht und kommentiert werden.

 

„Mit dem Projekt wollen wir aufzeigen, wo aktuell Ausgrenzung stattfindet, welche Gefühle damit verbunden sind und wie diese Ausgrenzung überwunden werden kann“, erläutert Dr. Nicole Deufel, Leiterin der Museen, Sammlungen und Kunsthäuser der Stadt Oldenburg. Das Projekt wird von einer Mitarbeiterin des Museums begleitet, Erfahrungen mit Fotografie oder Museum sind daher nicht notwendig. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer können hingegen als Gruppe selbst gestalten, was genau sie machen wollen und wie die Darstellung(en) erfolgen soll. Davon wird auch der gemeinsame zeitliche Aufwand abhängen. Das Projekt soll bis Ende Juni, also dem Ende des Oldenburger „CSD-Monats“, abgeschlossen sein.

 

Ein erster Auftakttermin ist im Stadtmuseum für Mittwoch, 9. Mai, von 19 bis 21 Uhr geplant. Interessierte können sich bis zum 3. Mai per E-Mail an museen@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2881 anmelden. 
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Wissenschaftlerin untersucht Oldenburger Schmucksammlung

13.04.2018 20:53 Uhr
Die niederländische Wissenschaftlerin Sigrid van Roode ist derzeit am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg zu Gast und untersucht die dortige Sammlung Orientalischen Silberschmucks.

 

Die Untersuchungen von Sigrid van Roode konzentrieren sich vor allem auf die materielle Kultur des Zar-Rituals in Ägypten und den dabei verwendeten Schmuck. Dafür betrachtet sie, neben der Oldenburger Sammlung, weitere bedeutende Schmucksammlungen in ganz Europa. Ihre Studie gibt sowohl einen Einblick in die Entwicklung des Zar-Rituals und seiner Geschichte als auch in den sozio-kulturellen Hintergrund der ägyptischen Gesellschaft in der Zeit von 1900-1960. Bei den Zar-Ritualen handelt es sich um Heilungszeremonien, bei denen Geister ausgetrieben werden, welche die erkrankten Personen in Besitz genommen haben. Die Ergebnisse ihrer Forschung sollen in einem Buch veröffentlicht werden.

 

Die Schmucksammlung wurde dem Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg im Jahr 2001 von Jutta Schienerl vermacht und umfasst rund 2000 Objekte. Sigrid van Roode konnte dabei einige Stücke als besonders selten und bedeutend klassifizieren. 
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Stadt Oldenburg schreibt Kinder- und Jugendbuchpreis aus

13.04.2018 20:45 Uhr

Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Juni

Die Stadt Oldenburg schreibt in diesem Jahr erneut den Preis für literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur aus. Der Kinder- und Jugendbuchpreis ist mit einer Ehrengabe von 8.000 Euro verbunden. Er wird an Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren verliehen, die erstmals mit einem eigenständigen Werk auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur an die Öffentlichkeit treten.

Mit dem Preis möchte die Stadt Oldenburg einen Beitrag zur Förderung von innovativen und kreativen Ideen noch unbekannter Autorinnen und Autoren leisten. Die Preisträgerin oder der Preisträger wird von einer unabhängigen und überregionalen Jury ausgewählt, die ehrenamtlich arbeitet. „Die Qualität der Jury-Entscheidungen hat zu einem hohen Renommee des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises geführt“, sagt Heike Janssen, Leiterin des städtischen Fachdienstes Bibliotheken und verantwortlich für den Kinder- und Jugendbuchpreis. „Viele in Oldenburg ausgezeichnete Nachwuchsautorinnen und -autoren veröffentlichen inzwischen bei etablierten Verlagen und mehrere prämierte Titel sind bereits für Film und Theater adaptiert worden.“

„Es war einmal Indianerland“ von Nils Mohl, ausgezeichneter Roman 2011, wurde 2017 von der Riva Filmproduktion GmbH verfilmt, der Autor war auch maßgeblich am Drehbuch beteiligt. Darüber hinaus erschien 2017 „Der Kaugummigraf“ von Kirsten Reinhardt im Carlsen Verlag, deren Debüt „Fennymores Reise oder Wie man Dackel im Salzmantel macht“ 2009 mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet wurde. Preisträgerin 2017 war Julya Rabinowich mit ihrem Jugendbuchdebüt „Dazwischen:ich“.

Bisher unveröffentlichte Manuskripte sowie Bücher, die nach dem 15. Juni 2017 erschienen sind, können bis zum 15. Juni 2018 (Ausschlussfrist) an die Stadtbibliothek Oldenburg, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg, geschickt werden. Es müssen fünf Exemplare eingereicht werden.

Detaillierte Informationen zu den Vergaberichtlinien gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
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Aktionstisch „Bücher über Bücher“ in der Stadtbibliothek

13.04.2018 20:40 Uhr
Die Bibliotheken im Oldenburger Land veranstalten zum Welttag des Buches die Aktionswoche „VielSeitig“. Aus diesem Anlass ist im Erdgeschoss der Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, vom 18. April bis zum 2. Mai ein Aktionstisch aufgebaut. Das Thema lautet „Bücher über Bücher“. Für viele interessante Informationen über das Buch selbst werden Medien zur Ausleihe bereitgestellt. Der Aktionstisch kann während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek aufgesucht werden.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de. Mehr zur Aktionswoche „VielSeitig“ ist unter www.bibliotheken-oldenburger-land.de zu finden.
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„Mein digitales Ich und ich“

18.03.2018 20:09 Uhr

Netzwerktreffen Schule – Kultur beleuchtet mediale Lebenswelten von Jugendlichen

„Mein digitales Ich und ich – mediale Lebenswelten Jugendlicher in der Kulturellen Bildung“: Unter diesem Motto lädt die Kulturelle Bildung und Teilhabe im Kulturbüro der Stadt Oldenburg am Donnerstag, 12. April, von 14.30 bis 18.30 Uhr zum 16. Netzwerktreffen Schule – Kultur ein. Es findet im kreativ:LABOR in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11, statt. Das Treffen richtet sich an Fachkräfte aus den Bereichen Schule, Jugend und Kultur sowie an weitere Interessierte. Noch bis zum 6. April sind Anmeldungen unter Telefon 0441 235-3062 oder per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Teilhabe bedeutet für Kinder und Jugendliche heute auch Teilhabe an digitaler Kommunikation. Als sogenannte „Digital Natives“ unterscheiden sie kaum noch zwischen digitalen und analogen Wirklichkeiten. Insbesondere mobile und soziale Medien prägen sie in ihrer Identitätsentwicklung. Die Gestaltung eines digitalen Ichs gehört zu den Entwicklungsaufgaben von Kindern und Jugendlichen im 21. Jahrhundert. 

Die Digitalisierung stellt auch die Kulturelle Bildung vor zahlreiche Herausforderungen. Smartphones, Snapchat, Instagram, YouTube und Co. verändern nicht nur die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, sondern ebenso die künstlerische Praxis, die kulturelle Bildungsarbeit sowie die Kommunikation von Institutionen. Erreichen wir junge Menschen noch, wenn sie erst ihr digitales Ich ablegen müssen, bevor sie einen Probenraum, eine Werkstatt oder ein Atelier betreten? Wie können wir uns gemeinsam mit jungen Menschen zu den Herausforderungen der Digitalisierung kreativ und selbstbestimmt positionieren?

Im ersten Teil des Netzwerktreffens zeigt die Kulturpädagogin Mechthild Eickhoff anhand ihrer Arbeit im Dortmunder U, Zentrum für Kunst und Kreativität, was kulturelle Bildung im digitalen Zeitalter bedeuten kann. Im zweiten Teil führen zwei Oldenburger Kulturpartner in Form von Workshops ganz praktisch in die künstlerisch-kreative Arbeit mit Neuen Medien ein.
Weitere Informationen zum 16. Netzwerktreffen Schule – Kultur gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/kulturelle-bildung. 
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Offene Probe des BlueScreen Ensembles

18.03.2018 19:22 Uhr

20 Jahre Blauschimmel

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Blauschimmel-Ateliers lädt das BlueScreen Ensemble zu einer offenen Probe ein: experimentelle Klangerforschung ist das
Markenzeichen des improvisierenden Laien-Ensembles, welches sich seit fast 20
Jahren unter der Leitung von Jochen Fried der improvisierten Musik verschrieben hat
und mit Leidenschaft und Mut zu Neuem stets außergewöhnliche Produktionen auf
die Bühne bringt.
Am 20. März öffnet BlueScreen die Türen seiner Klang- Schatzkammern und
interessierte Menschen – egal ob MusikerInnen oder Nicht- MusikerInnen, Laien und
Profis sind herzlich dazu eingeladen Teil zu haben, an dem immer wieder
unglaublichen Entstehen von Klangerlebnissen aus der Stille. Zurzeit proben die
Musikerinnen und Musiker des BlueScreen Ensembles für ihr neues Projekt „Motion
Sound Electronics“, eine Kooperation des Blauschimmel Ateliers im Rahmen von
klangpol – Netzwerk neue Musik Nordwest. Thomas Bisitz vom Haus des Hörens baut
dafür elektronische Klangerzeuger, die über Bewegung gespielt werden, der
Blauschimmel Medienkünstler Jörg Scheel liefert die Bilder mithilfe seines
Programms „Klangmaler“.
Am Dienstag kann man live miterleben, wie diese neuesten elektronischen
„Instrumente“ erforscht und ausprobiert und daraus bisher ungehörte Sound-Welten
erschaffen werden. Und wer mag, kann vielleicht sogar selbst mit improvisieren.
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Kampf um politische Gleichstellung auf der Bühne

11.03.2018 18:21 Uhr

100 Jahre Frauenwahlrecht: Birgit Scheibe in der Rolle von Anita Augspurg

Anita Augspurg und das Frauenwahlrecht sind Thema des Theaterstücks „Neunzehn Eins Neunzehn Neunzehn“. Auf Einladung des Gleichstellungsbüros der Stadt Oldenburg schlüpft Schauspielerin Birgit Scheibe am Mittwoch, 14. März, 19.30 Uhr, im Cine K (Bahnhofstraße 11) in die Rolle der Frauenrechtlerin Anita Augspurg. Mit Akkordeon, Geige und Gesang untermalt die versierte Bühnenmusikerin Karin Christoph das Geschehen auf der Bühne im Stil der 20er Jahre.

Das von Regisseurin Susanne Baum inszenierte Stück „Neunzehn Eins Neunzehn Neunzehn“ erinnert an den 19. Januar 1919. An diesem Tag beteiligten sich Millionen Frauen in Deutschland zum ersten Mal an politischen Wahlen. Anita Augspurg, eine der intellektuellsten und konsequentesten Vertreterinnen der ersten deutschen Frauenbewegung, hatte maßgeblichen Anteil daran, dass das Frauenwahlrecht endlich Wirklichkeit wurde.

Die aus Verden stammende Anita Augspurg hatte in ihrem Ringen um die politische Gleichstellung zahlreiche Bündnispartnerinnen, jedoch richtete keine ihr gesamtes öffentliches Wirken so unermüdlich und entschlossen auf das gemeinsame Ziel. „Schaut an diesem Tag weit hinaus in die Zukunft“, appelliert Anita Augspurg am Ende des Stückes an die Frauen, sich zu empören, wo immer ihnen eine faire Beteiligung versagt werde: „Engagiert euch für wirklich politische Gleichberechtigung!“

Im Anschluss an das Stück gibt es die Gelegenheit, sich bei Sekt und Selters über das Gesehene und Gehörte auszutauschen.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/gleichstellung
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An die Kamera, fertig, los!

03.03.2018 12:07 Uhr

Infotreffen zum Fotoprojekt „Mein Kreyenbrück“ am 15. März

Das Projekt „Mein Kreyenbrück“ im Rahmen des Kulturfestivals Farbenfroh lädt alle Fotobegeisterten ein, ihren Stadtteil ins richtige Licht zu rücken. Die Fotos sollen langfristig öffentlich ausgestellt werden. 

Informationen und Austausch gibt es bei einem ersten Treffen am Donnerstag, 15. März, ab 17 Uhr in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58. Es sind noch Restplätze vorhanden. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 0441 235-3292.
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Farbenfroh: Kreyenbrück lädt zum Kulturfestival ein

25.02.2018 16:18 Uhr

Aufführungen, Kunstaktionen und Workshops zeigen Kreativszene im Stadtteil

Unter dem Titel „Farbenfroh“ präsentiert sich in diesem Jahr die Kreyenbrücker Kulturszene: Das erstmalig stattfindende Kulturfestival erstreckt sich über mehrere Monate mit einem Kernprogramm vom 15. bis 24. Juni und möchte das vielfältige kreative Potential der Menschen in Kreyenbrück sichtbar machen. Mit dem Farbenfroh Festival öffnet sich der Stadtteil für ganz Oldenburg und lädt sowohl Kulturschaffende als auch Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Stadt ein, Kreyenbrück (neu) zu entdecken und gemeinschaftlich Kultur zu gestalten.

Das Farbenfroh Festival wird am Freitag, 15. Juni, offiziell von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eröffnet. Auch im Vorfeld sind bereits vielfältige Workshop-Angebote und Kunstaktionen geplant, bevor das Programm seinen abschließenden Höhepunkt an einem Festivalwochenende mit zahlreichen Bands, Theatergruppen und Mitmach-Aktionen am 23. und 24. Juni auf dem Gelände der IGS Kreyenbrück findet. In der Woche vom 15. bis 22. Juni finden verschiedene dezentrale Veranstaltungen der Partnerakteure in Kreyenbrück statt. Von einem großen Fotoprojekt über das Fahrrad-Erzähltheater „Kamishibai“ für Kinder bis zu Tanz, Musical, Literatur, Theater, Ausstellungen und Mitmachaktionen ist sowohl im Vorfeld als auch in der Festivalwoche selbst für jede und jeden etwas dabei. Die Didaktische Leiterin der IGS Kreyenbrück, Heike Schaadt, freut sich über die bisher große Resonanz: „Alle sind begeistert von dieser Idee und von diesem Format – gerade so, als ob sie nur darauf gewartet hätten, dass endlich einmal die vielfältigen kreativen Ideen und Aktivitäten gebündelt und zu einem gemeinsamen Festivalpaket geschnürt werden.“

Initiiert und organisiert wird das Festival von einer Gruppe städtischer und zivilgesellschaftlicher Institutionen und Vereine um den künstlerischen Leiter David Kern (IGS Kreyenbrück) und die organisatorische Leiterin Ute Bommersheim. „Unsere Idee stößt bisher überall auf große Begeisterung. Wer sich mit weiteren Aktionen beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen“, so David Kern.

Zu den beteiligten Akteuren zählen die Gemeinwesenarbeit Kreyenbrück, der Bildungskreis Oldenburg, das Kulturbüro der Stadt Oldenburg, der Verein für Kinder e.V./Grundschule Kreyenbrück, die IGS Kreyenbrück, der Verein Jugendkulturarbeit e.V., Werner Ufferhardt (pensionierter Lehrer) sowie Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Event-Management der IGS Kreyenbrück. Unterstützt wird die Planungsgruppe durch den Arbeitskreis Kreyenbrück. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu dem Projekt gibt es im Internet unter www.farbenfroh-festival.de.

Das Farbenfroh Festival wird gefördert von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) aus Mitteln des Landes Niedersachsen, vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg, der EWE-Stiftung, der Werbegemeinschaft Kreyenbrück „Die Kreyenbrücker“ und von CEWE.
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Tänze aus dem Orient

24.02.2018 15:59 Uhr
Das Kulturzentrum Rennplatz, Kurlandallee 4, bietet freie Plätze in der Gruppe Orientalischer Tanz für Anfängerinnen und Frauen mit Vorkenntnissen an: jeweils montags von 17 bis 17.45 Uhr. Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung gibt es unter Telefon 0441 381424.
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Mit neuem archäologischem Fokus ins Jahr 2018

07.01.2018 17:23 Uhr

Das neue Programmheft des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg

Pünktlich zum Start in das neue Jahr ist auch das Programmheft des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg erschienen. Von Januar bis März 2018 rücken vor allem neue archäologische Angebote in den Vordergrund, wie Workshops, Kindergeburtstage und eine neue Vortragsreihe, beginnend am 8. Februar um 19:30 Uhr mit einem Beitrag von Kay Peter Suchowa. Die Naturkunde bietet mit Führungen, Vorträgen, Workshops und der geologischen Fundberatung ebenfalls wieder spannende Inhalte für die ganze Familie. Auch unsere beliebten Klassiker, wie die Mittagsgespräche „Leckerbissen fürs Hirn“ und die „Wunderstunde mit Frau Zweistein“, werden wieder angeboten. Besonders vielfältig ist auch das aktuelle Führungsprogramm mit einem Themenspektrum von fleischfressenden Pflanzen über Traum- und Eiszeit bis hin zu Moor(fröschen).

 

Highlights des Programmhefts sind der Familientag „Hier piept’s“ am 4. Februar und die Finissage der Ausstellung „Laubenvögel – Ein Leben auf der Bühne“ am 18. Februar. An diesem Tag endet auch „Australiens vergessene Felsbilder“. Ab dem 17. März zeigt das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg die Ausstellung „Schamanen – Jäger und Heiler Sibiriens“, die ethnologische und archäologische Objekte rund um das Thema Schamanismus zeigen wird und gleich mit einer Kuratorenführung am 17. März und einer Führung op platt am 25. März beginnt.

 

Das Programmheft als Download gibt es unter: 
http://www.naturundmensch.de/aktuelle-veranstaltungen.html  und in den Auslagen Oldenburger Kulturinstitutionen, der Oldenburger Tourist-Information und an der Museumskasse.
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Vielfältig vernetzte Partner bringen starke Projektideen hervor

22.12.2017 21:46 Uhr

Jury entscheidet über Förderpreis Kulturelle Bildung in drei Kategorien

Die Preisträger stehen fest: Eine unabhängige Jury hat jetzt über die Vergabe des diesjährigen Förderpreises Kulturelle Bildung entschieden. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg verliehen für herausragende Projektideen zwischen Oldenburger Bildungs- und Kultureinrichtungen. In diesem Jahr wird der Förderpreis in drei Kategorien im Gesamtwert von 4.000 Euro vergeben. Vier Projekte werden mit je 1.000 Euro unterstützt. Die Preisverleihung findet am Dienstag, 6. Februar 2018, 10 Uhr, im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, statt.

„19 unterschriebene Absichtserklärungen auf dem Marktplatz Kulturelle Bildung, aus denen 13 aussagekräftige Bewerbungen auf den Förderpreis hervorgegangen sind – das ist ein beeindruckendes Ergebnis“, sagt Kulturamtsleiterin Christiane Cordes. „Die unabhängige Jury hat sich die Entscheidung über die Preisträger nicht leicht gemacht. Uns ist bewusst, wie viel Arbeit und Energie in jeder eingereichten Projektidee steckt. Deshalb wünschen wir allen viel Erfolg bei der Umsetzung und beraten auch alle über weitere vorhandene Fördermöglichkeiten.“

Kategorie Schule und Kultur: Kindermusical und Radio-Projekt gewinnen
In der Kategorie schoOL’n‘art (Kooperation Schule und Kultur) hat das Rennen gemacht: „Ein Fest für König Gugubo – Ein Kindermusical“. Das Projekt wird von vier Partnern gemeinsam umgesetzt. Mit von der Partie sind die IGS Flötenteich, die IGS Kreyenbrück, die Hermann-Ehlers-Grundschule und das Institut für Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. „Das Projekt verkörpert nahezu ideal die Zielsetzung von schoOL’n‘art hinsichtlich Zielgruppe sowie Methoden, Partizipation und Lebensweltbezug. Beeindruckt hat die Jury die Anzahl der Projektpartner sowie die Beteiligung unterschiedlicher Schulformen“, sagt Uwe Fischer, Sprecher der Jury. „Der Plan, das Musical bei dem Kulturfestival Farbenfroh öffentlich aufzuführen, ist besonders hervorzuheben, denn dadurch wird eine Verortung im Stadtteil Kreyenbrück geleistet.“

Aufgrund der hohen Qualität der eingereichten Bewerbungen hat die Jury dieses Mal sogar einen zweiten Preis in der Kategorie schoOL’n‘art vergeben. Er geht an die Oberschule Ofenerdiek und Radio Globale. Ihr gemeinsames Projekt soll einen Beitrag zur Integration von jungen Migrantinnen und Migranten durch Musik und Sprache im Hörfunkstudio leisten. „Hier verbinden sich in besonderer Weise Medienbildung und Spracherwerb. Gleichzeitig ergeben sich gute Potentiale, Geflüchtete in die Oldenburger Stadtgesellschaft einzubinden“, sagt Uwe Fischer. „Das Radio bietet dabei als niedrigschwelliges Medium einen guten Einstieg in einen Austausch.“

Kategorie Kita und Kultur: Preis an „Eine Welt voller Töne: Die Rückkehr der Zugvögel“ 
Nicht weniger spannend ist die Projektidee, die den Preis in der Kategorie KiTaKu (Kooperation KiTa und Kultur) gewonnen hat: Der Preis geht an das Projekt „Eine Welt voller Töne: Die Rückkehr der Zugvögel“. Es soll in Kooperation zwischen der Betriebskindertagesstätte Biberburg, dem Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, dem Landesmuseum Natur und Mensch und der freien Künstlerin Udo Kluge realisiert werden. „An diesem Projekt ist hervorzuheben, dass es die Lebenswelt der Kinder konkret widerspiegelt. Die Kraniche, die über die Kita hinwegziehen, faszinieren die Kinder sehr“, erklärt Jury-Sprecher Fischer. „Lobenswert und preiswürdig ist hier auch der interkulturelle Ansatz und der Besuch außerschulischer Lernorte Landesmuseum und Wilhelm13. Insgesamt soll der Preis auch die Bedeutung von Kitas als Bildungseinrichtungen herausstellen.“


Sonderpreis „KuBi digital“
Beim diesjährigen Förderpreis Kulturelle Bildung wird erstmals der Sonderpreis „KuBi digital“ für eine Projektidee verliehen, die im Bereich der Digitalisierung und der neuen Medien angesiedelt ist. Gewonnen haben mit der Projektidee „Spielen, daddeln, zocken“ die Offene Tür Bloherfelde, die Grundschule Staakenweg und das Institut für Pädagogik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. „Das Projekt behandelt ein sehr aktuelles Thema – die Computerspiele. Es sind mehrere Alters- und Zielgruppen beteiligt: Studierende, jugendliche Besucher der Offenen Tür und Grundschulkinder. Wichtig ist der Jury, dass die Grundschulkinder unter Anleitung selbst Computerspiele produzieren können, dass sie den richtigen Umgang mit ihnen erlernen können und auf Gefahren dabei aufmerksam gemacht werden“, erläutert Rebecca Lemke, FSJ-Absolventin im Kulturbüro, die Entscheidung der eigens für „KuBi digital“ einberufenen Jugendjury. Die Freiwillige koordinierte die Sitzung der Jugendjury. Dieser gehörten die Schülerinnen Celine Luginbühl, Rabia Makari, Cosma-Sophie Lausen und Marie-Julie Lewitz von der Oberschule Alexanderstraße an.

Die Jury
In der Förderpreis-Jury für die Sparten KiTaKu und schoOL’n‘art saßen neben Jury-Sprecher Uwe Fischer, Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg (Schwerpunkt Kulturelle Bildung, Theaterpädagogik), und Kulturamtsleiterin Christiane Cordes die Berufsschullehrerin Regina Bernsmann, Fachschule für Sozialpädagogik, BBS III, Oldenburg (Schwerpunkt Kindertagesstätten und Jugendhilfe-Einrichtungen, Ausbildung von Erzieherinnen), und Katharina Neumann, Fachkoordinatorin für Kulturelle Bildung bei den Schulischen Diensten der Stadt Bremerhaven.


Über den Förderpreis
Der Förderpreis Kulturelle Bildung wurde unter den rund 70 Teilnehmenden des Marktplatzes Kulturelle Bildung im Oktober 2017 vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg ausgelobt. Er soll einen Anreiz geben, dass Schulen, Kindertagesstätten und andere Bildungseinrichtungen auf der einen Seite mit Kultureinrichtungen und verschiedenen Kunstsparten auf der anderen Seite ins Gespräch kommen, gemeinsam Projektideen entwickeln und diese umsetzen. 
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Erstmals ausgestellt: die Samurai-Rüstung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg

14.12.2017 17:15 Uhr
Die Kulturstiftung der Länder ermöglichte im Rahmen der Initiative „Kunst auf Lager“ dieses Jahr die Restaurierung und Neumontage der japanischen Samurai-Rüstung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg.  Die Rüstung war bisher nicht öffentlich zu sehen und ist nach der Restaurierung nun erstmals im Museum ausgestellt.

 

Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg verfügt über eine vollständig erhaltene Samurai-Rüstung, inklusive des Helms und der charakteristischen Halb-Gesichtsmaske (Mempo). Die japanische Rüstung wurde dem Museum 1889 von einem Sammler übergeben, der die Rüstung ein Jahr zuvor in San Francisco erworben hatte. Die genauere Herkunft der Rüstung und ihr Alter sind noch nicht abschließend  geklärt. Wir gehen derzeit davon aus, dass sie etwa im 15. oder 16. Jahrhundert hergestellt wurde. 

 

Dank der finanziellen Förderung durch die Kulturstiftung der Länder im Rahmen der Initiative „Kunst auf Lager“ konnte die Rüstung 2017 restauriert werden. Die besondere Herausforderung ist die Materialkombination aus Seide, Leder, Bronze, Eisen, Urushi-Lack und Bären-Fell. Übrigens hat die notwendige Demontage der alten Figurine einige Überraschungen gezeigt, so z. B. waren Teile vertauscht und Schnüre falsch geknotet. Besonders zeitaufwendig war die Reinigung der verschiedenen Einzelteile. Für manche Materialien sind die Alterungserscheinungen leider irreversibel: die Seide, original rot gefärbt, ist stark ausgeblichen und sehr brüchig, und der Lack weist partiell starke Risse auf und hat an einigen Stellen seinen Glanz verloren. „Das Ziel der Restaurierung ist nicht, das Objekt wieder „wie neu“ zu machen. Wichtig ist, die Authentizität zu respektieren und Gebrauchspuren zu erhalten. Zum Beispiel zeigen die Abnutzungsspuren deutlich, dass diese Rüstung viele Kämpfe erlebt hat.“ sagt die verantwortliche Restauratorin, Armelle Devillez. 

 

Durch die neu angepasste Montage steht die Rüstung aufrecht und ist aktuell in der Cafeteria des Museums zu bewundern.
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Das Café Farbwechsel öffnet am 1. Dezember 2017 seine Türen

03.11.2017 09:59 Uhr

Das Café im Horst-Janssen-Museum und im Stadtmuseum ist vorübergehend geschlossen

Das neue Café des Horst-Janssen-Museums und des Stadtmuseum Oldenburg wird „Café Farbwechsel“ heißen. Die Vorbereitungen zur Eröffnung am Freitag, den 1. Dezember laufen bereits.
 

Das Museumscafé soll nach dem Vorbild von „Café Kurswechsel“ betrieben werden. Das heißt, es werden Bedingungen geschaffen, die es Menschen, die nicht oder nicht sicher lesen und schreiben können, ermöglichen, in der Gastronomie zu arbeiten. Realisiert wird dies dadurch, dass zusätzlich zur Schrift durchgängig Symbole verwendet werden – angefangen bei der Getränkekarte über die Bestellblöcke bis hin zum Kassensystem. Es sollen sechs bis neun Beschäftigte in zwei Schichten eingesetzt werden. Das Museumscafé wird von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr, geöffnet sein.

Bis zum Eröffnungstermin haben Besucherinnen und Besucher leider nicht die Möglichkeit, nach dem Ausstellungsbesuch im Café zu verweilen.
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Elfi Hoppe schlüpft in die Rolle von Helene Lange

28.10.2017 21:44 Uhr

Veranstaltung am 7. November im Forum St. Peter

Kammerschauspielern Elfi Hoppe schlüpft am Dienstag, 7. November, ab 19.30 Uhr im Forum St. Peter, Peterstraße 22-26, in die Rolle der in Oldenburg geborenen Frauenrechtlerin Helene Lange und erzählt deren Geschichte – zwischen Revolutionen, Kriegen, dem Kampf der Frauen um gesellschaftliche Veränderungen und dem ganz privaten Leben. Ein szenisch dargestellter Lebenslauf in Helene Langes eigenen Worten. 

Helene Lange (1848 bis 1930) lebte für die Verbesserung der Bildung und Ausbildung für Mädchen und Frauen. Sie ermöglichte den ersten Frauen in Deutschland das Abitur. 1928 erhielt sie die Ehrenbürgerschaft der Stadt Oldenburg. Sie fand auch öffentlich klare Worte gegenüber Menschen, die ihren Vorstellungen einer geschlechterdemokratischen Gesellschaft widersprachen. Sie war eine kritische Beobachterin der Weimarer Republik, nahm eine elitäre Haltung gegenüber der proletarischen Linken ein und verzweifelte am Erstarken der rechten und monarchietreuen Kräfte. 

Der szenisch dargestellte Lebenslauf findet im Rahmen der Ausstellung „frauenORTE Niedersachsen“ statt, die noch bis zum 22. November im Forum St. Peter gezeigt wird. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/gleichstellung. 
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Carl-von-Ossietzky-Preis wird zum 18. Mal verliehen

28.10.2017 21:31 Uhr

Jury wertet Nominierungen – Festakt am 4. Mai 2018 im Kulturzentrum PFL

Zum 18. Mal vergibt die Stadt Oldenburg den Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik. Wem die renommierte Auszeichnung am 4. Mai 2018 – am 80. Todestag Carl von Ossietzkys – überreicht wird, darüber hat am vergangenen Mittwoch eine unabhängige Jury entschieden. Die Jurysitzung fand im Beisein von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann statt. „Auf der Liste unserer Nominierungen standen auch dieses Mal wieder viele überaus preiswürdige Kandidatinnen und Kandidaten. Nach einer intensiven, spannenden Diskussion sind wir einvernehmlich zu einem sehr guten Beschluss gekommen, wer die Auszeichnung erhalten wird“, so die Jury-Sprecherin Prof. Dr. Sabine Doering. Das Ergebnis wurde noch nicht mitgeteilt. 

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Stadt Oldenburg wird seit 1984 jeweils alle zwei Jahre anlässlich des Todestages Carl von Ossietzkys am 4. Mai verliehen. Ausgezeichnet werden Personen, einzelne Arbeiten oder Gesamtwerke, die sich mit Leben und Werk Ossietzkys oder mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus auseinandersetzen. Der Preis kann auch für Arbeiten oder Personen zuerkannt werden, die sich im Geiste Carl von Ossietzkys mit der demokratischen Tradition und Gegenwart in Deutschland oder mit Themen der Politik und Zeitgeschichte befassen. Im vergangenen Jahr wurde der Preis an den Psychologen und Islamismus-Experten Ahmad Mansour verliehen. 

Jury-Mitglieder sind die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Doering (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), der Journalist und Autor Dr. Gunter Hofmann (DIE ZEIT, Berlin), Friedrich-Wilhelm Kramer (ehemals Direktor des Landesfunkhauses Schleswig-Holstein, freier Journalist und Lehrbeauftragter für Medien und Politik in Riga und Hamburg), Dr. Dieter Rucht (emeritierter Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat Attac) sowie der Historiker Prof. Dr. Martin Sabrow (Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin). 

Ausführliche Informationen über den Carl-von-Ossietzky-Preis, die Jury und die bisherigen Preisträger sind im Internet unter www.ossietzky-preis.de zu finden.
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Stadtspaziergang: auf den Spuren von Helene Lange

28.10.2017 20:58 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung „frauenORTE Niedersachesen, die bis zum 22. November im FORUM St. Peter gezeigt wird, laden die Organisatorinnen am Sonntag, 29. Oktober, zum Stadtspaziergang mit „Kirschenanna und Helene“ ein. Was haben Kirschenanna, Bäcker Schütte und die Schwestern Kruse mit Alltag, Kultur und Politik in Oldenburg zu tun? Auf den Spuren Helene Langes, Frauenrechtlerin, Pädagogin und Vorkämpferin für gesellschaftliche Veränderungen, wird diesen Fragen an historischen Orten in der Innenstadt nachgegangen. Treffpunkt ist um 11 Uhr am Lefferseck. 

Weitere Informationen unter www.oldenburg.de/gleichstellung 
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Kreyenbrück blüht auf

21.10.2017 22:10 Uhr

Pflanzaktion am 26. Oktober

Kreyenbrück blüht auf: In den vergangenen Jahren haben der Bürgerverein Kreyenbrück/Bümmerstede und die Gemeinwesenarbeit Stadteiltreff Kreyenbrück an vielen Straßenrändern und auf Grünflächen zwischen den Wohnhäusern Blumenzwiebeln gesetzt. Die nächste Pflanzaktion findet am Donnerstag, 26. Oktober, von 10 bis 11.30 Uhr im Frankfurter Weg statt. 

Diese sehr nachhaltigen Pflanzungen verschönern im Frühling das Stadtbild, wenn die leuchtend gelben Osterglocken und bunten Krokusse aus dem Boden kommen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Treffpunkt ist an der Ecke Frankfurter Weg/Klingenbergstraße. Spaten sind vorhanden, die Blumenzwiebeln werden vom Bürgerverein gestellt.
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1.000 Jahre Frauengeschichte im FORUM St. Peter

21.10.2017 22:01 Uhr

Ausstellung bedeutender Frauenpersönlichkeiten vom 26. Oktober bis 22. November

Sie haben viel riskiert, Hervorragendes geleistet und sind bis heute Vorbilder: Anita Augspurg, Ricarda Huch, Helene Lange und 27 weitere Frauenpersönlichkeiten aus Niedersachsen werden jetzt in einer Ausstellung gewürdigt: „frauenORTE Niedersachsen: Über 1.000 Jahre Frauengeschichte“ ist vom 26. Oktober bis 22. November im FORUM St. Peter, Peterstraße 22-26, zu sehen und wird präsentiert vom Deutschen Frauenring, Ortsring Oldenburg e.V., dem Zentrum für Frauen-Geschichte Oldenburg e.V., sowie dem Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg.

„Zum 70-jährigen Bestehen des hiesigen Ortsrings des Deutschen Frauenrings wollten wir etwas anderes als die üblichen Feierlichkeiten organisieren“, erklärt Anne Kühn vom Vorstand des Ortsrings, deshalb habe man sich Kooperationspartnerinnen gesucht, um die Wanderausstellung nach Oldenburg zu holen und ein hochwertiges Begleitprogramm anbieten zu können.

Die Ausstellung berichtet von weiblicher Courage und Meilensteinen der Frauenbewegung in einzelnen Lebens- und Wirkungsgeschichten. 30 großformatige Plakate und vier Begleitveranstaltungen informieren über Frauenpersönlichkeiten, die für Anliegen wie Wahlrecht und Bildung für Frauen über den Schutz verfolgter Minderheiten bis zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus einstanden. „Frauengeschichte sichtbar zu machen, Vorbilder aufzuzeigen und die Leistungen von Frauen zu würdigen ist ein wichtiger Bestandteil der Gleichstellungsarbeit“, hebt Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte, hervor. „Dies wird durch den
gemeinsamen Auftritt all dieser bedeutenden Frauen möglich, der die Städte und Regionen Niedersachsens zu einem einzigartigen Netzwerk in weiblicher Perspektive verbindet“, ergänzt Gabi Beckmann vom Zentrum für Frauen-Geschichte, das zugleich den Auftakt der Begleitveranstaltungen übernimmt.

Das Rahmenprogramm beginnt am Sonntag, 29. Oktober, um 11 Uhr am Lefferseck mit einem Stadtspaziergang mit „Kirschenanna und Helene“, der an historischen Orten in der Innenstadt Alltag, Kultur und Politik aus Frauensicht nachgeht. Als Nächstes schlüpft Kammerschauspielerin Elfi Hoppe am Dienstag, 7. November, um 19.30 Uhr im Forum St. Peter in die Rolle der in Oldenburg geborenen Frauenrechtlerin Helene Lange und erzählt deren Geschichte – zwischen Revolutionen, Kriegen, dem Kampf der Frauen um gesellschaftliche Veränderungen und Privatleben. Zur „Mittagspause der besonderen Art“ liest am Donnerstag, 9. November, um 12.30 Uhr Günther Kühn im Forum St. Peter über die Leeraner Lehrerin und Autorin Wilhelmine Siefkes. Am Montag, 20. November, um 19.30 Uhr schließt Prof. Dr. Andrea Strübind, Universität Oldenburg, das Programm mit einem Vortrag über Antje Brons ab: Die Mennonitin verfasste die erste Gesamtdarstellung der Mennoniten in deutscher Sprache und setzte sich für Bedürftige und die Bildung von Mädchen ein. 

Der Besuch der Ausstellung und der begleitenden Veranstaltungen ist kostenfrei. Führungen durch die Ausstellung bietet das Zentrum für Frauen-Geschichte nach Absprache unter Telefon 0441 776990 an.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/gleichstellung.
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Projektideen schmieden auf dem Marktplatz Kulturelle Bildung

01.10.2017 20:42 Uhr

Kulturbüro lädt ein zum 5. Kontaktpunkt Kultur

Die Kulturelle Bildung und Teilhabe im Kulturbüro der Stadt Oldenburg lädt ein zum 5. Kontaktpunkt Kultur am Freitag, 27. Oktober, von 14 bis 17.30 Uhr im Kulturzentrum PFL. Im Zentrum des Kontaktpunktes steht der Marktplatz Kulturelle Bildung, eine große Kontakt- und Projektbörse für Aktive aus den Bereichen Kultur und Bildung. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen werden bis Montag, 16. Oktober, entgegengenommen: per E-Mail an kulturellebildung@stadt-oldenburg.de, per Fax unter der Nummer 0441 235-2161 oder auch postalisch über den öffentlich ausliegenden Einladungsflyer. 

In diesem Jahr gibt es einige Neuerungen beim Kontaktpunkt Kultur. Ein Speed-Dating zum Einstieg erleichtert den Überblick, wer sich alles gemeinsam auf dem Marktplatz tummelt. Ein Chill-Out-Bereich bietet sich an, um Gespräche in ruhigerer Atmosphäre zu vertiefen. Hinzu kommt als Live-Act das junge Wortkunst-Quartett „Wortspiel“ (Poetry, Impro-Theater und Songwriting für Bühne und Schule). Interviews auf dem Roten Sofa von Radio Globale (Oeins) runden das Programm ab.

„Inspiration finden, Angebote kennenlernen, Projektideen entwickeln, Kooperationen eingehen – all das ist möglich auf dem 5. Kontaktpunkt Kultur!“, so die beiden Veranstalterinnen Christiane Maaß und Sophie Arenhövel. Fachkräfte aus Schule, Kita, Jugend- und Gemeinwesenarbeit treffen auf Partner aus Kunst und Kultur. Gemeinsam können sie auf dem Marktplatz Kulturelle Bildung Projektideen schmieden. Das Grundprinzip lautet: Jeder hat etwas zu bieten, jeder wird zum Anwalt der eigenen Einrichtung oder des eigenen Projekts. Es gibt keine festen Info-Stände, stattdessen kommen die Teilnehmenden mithilfe einiger einfacher Regeln ins Gespräch.

Zum vierten Mal wird in diesem Jahr wieder der Förderpreis Kulturelle Bildung verliehen. Die Teilnehmenden des 5. Kontaktpunktes Kultur können ihre auf dem Marktplatz gemeinsam entwickelten Projektideen schriftlich festhalten und sich damit um den Förderpreis bewerben. Er ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Ausgelobt wird er in den Kategorien „SchoOL´n´art“ (für eine Kooperation Schule und Kultur) und „KiTaKu“ (für eine Kooperation Kita und Kultur). Zusätzlich wird in diesem Jahr der Sonderpreis „KuBi digital“ für Projekte im Schnittpunkt zwischen Kultureller Bildung und Digitalisierung verliehen. Erstmals wählt eine Jugendjury den Preisträger für „KuBi digital“ aus.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/kulturelle-bildung.
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Neuer Hörgang Hafen erschienen

01.10.2017 19:23 Uhr

Stadtmuseum unterstützt Hörspielprojekt für Spaziergänger

Seit einiger Zeit gibt es in Oldenburg die „Hörgänge“, ein Hörspielprojekt für den öffentlichen Raum des Medienkünstlers Christian Gude. Mit dem Kopfhörer kann man dabei an verschiedenen Stellen mitten in der Stadt ein „Hörspiel für Spaziergänger“ erleben, das seine Geschichte an und mit dem jeweiligen Ort erzählt. Bisher konnte man auf diese Weise die Katharinenstraße, das Alte Rathaus, den Marktplatz, das Kulturzentrum PFL sowie den Pferdemarkt auf eine ganz unerwartete und neue Art entdecken.

 

Seit kurzem wird mit dem Hörgang Hafen jetzt ein weiterer, sehr spannender und facettenreicher Ort der Stadt zur Bühne für ein Hörspiel. Steht man heute am Hafen, so ist es schwer vorstellbar, dass dieser Ort mit einer Warenmenge von 5 Millionen Tonnen einmal der umschlagstärkste Binnenhafen Niedersachsens gewesen ist, dass an dieser Stelle knochenharte, schweißtreibende Arbeit, dass Staub und Dreck, Güterwaggons, Frachtschiffe und Kräne der Alltag gewesen sind. Ebenso schwer vorstellbar ist heute, dass es genau an dieser Stelle einmal zu einer sehr bedeutsamen Begegnung gekommen ist – entscheidend für die Zukunft der gesamten Stadt Oldenburg und entscheidend für eine der Personen bei dieser Begegnung … Diese Geschichte erzählt ab jetzt der Hörgang Hafen.

 

Generell gibt es drei einfache Wege, um zur Hörgängerin oder zum Hörgänger zu werden: Über einen QR-Code am Startpunkt des jeweiligen Hörganges holt man sich das Hörspiel direkt auf das eigene Smartphone. Alle Hörgänge findet man außerdem als Download auf der Internetseite des Projektes unter www.hoergaenge.net. Als dritte Möglichkeit kann man sich fertig vorbereitete mp3-Player kostenlos an verschiedenen Stellen in der Stadt ausleihen. Player mit dem Hörgang Hafen bekommt man zum Beispiel im Eingangsbereich des Stadtmuseums Oldenburg, das einer der Partner des Projektes ist. Warum den nächsten Spaziergang also nicht einmal mit einem Kopfhörer machen? 
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Gesucht: Strategie für die Innenstadt

01.09.2017 09:35 Uhr

Podiumsdiskussion am 5. September in der bau_werk Halle

Um eine „Innenstadtstrategie für Oldenburg“ geht es am Dienstag, 5. September, in einer Podiumsdiskussion in der bau_werk-Halle am Pferdemarkt 8a. Beginn ist um 19 Uhr. „Wie können wir gemeinsam die Zukunft von Stadt und Handel im Wandel gestalten und unsere Innenstadt stärken?“ Dieser Frage wollen Stadtbaurätin Gabriele Nießen und ihre Gäste nachgehen. Mit ihr diskutieren Carola Havekost, Geschäftsführerin der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, Karin Emmelmann als Innenstadt-Anwohnerin, Katharina Semling, Mitglied der Oldenburger Kreativwirtschaft, sowie Michael Reink, Bereichsleiter Standort und Verkehrspolitik im Handelsversband Deutschland.

Die Innenstadt unterliegt durch die Digitalisierung, der demografischen Entwicklung, Änderungen im Konsum- und Mobilitätsverhalten sowie nicht zuletzt durch den zunehmenden Onlinehandel einem stetigen Wandel. Um diesen Wandel zu begleiten, wird mit unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteuren der Stadt über eine Strategie für eine zukunftsfähige Ausrichtung der Innenstadt nachgedacht. In der Podiumsdiskussion wird es um Risiken und Chancen der Digitalisierung, die Begrenzung von Flächenwachstum, die Sicherung des Stadtbildes, eine Standortoffensive des stationären Handels, um das Thema Wohnen in der Innenstadt und um die Verantwortung von Immobilieneigentümern gehen. Auch das Publikum ist eingeladen, seine Ideen für eine zukunftsfähige Innenstadt einzubringen.
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Klangteppiche, Kunstlieder und eine Theater-Premiere

31.08.2017 09:41 Uhr

Startschuss für die „Polen Begegnungen“ fällt am 6. September im Staatstheater

Ost und West kommen sich näher – in Oldenburg, genauer gesagt, im Oldenburgischen Staatstheater: Dort werden am Mittwoch, 6. September, die „Polen Begegnungen 2017“ feierlich eröffnet. Beginn ist um 19.30 Uhr im Kleinen Haus. Den Startschuss für den dreimonatigen Veranstaltungsmarathon gibt Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler gemeinsam mit Konsul Piotr Golema, Leiter des Generalkonsulats der Republik Polen in Hamburg, sowie der Vizepräsidentin der Stadt Breslau, Jadwiga Janukowicz. 

Die Besucher erwartet ein spannender Abend mit unterschiedlichsten Darbietungen: So wird der Klarinettist und Multi-Instrumentalist Wac?aw Zimpel Ausschnitte aus seinem aktuellen Album „Lines“ präsentieren. In seinen faszinierenden Auftritten knüpft er fantastische Soundteppiche und entwirft hinreißende Looping-Klanglandschaften. Das größte Privattheater Breslaus „Ad Spectatores“ wird im Anschluss exklusiv zur Eröffnung der „Polen Begegnungen“ das Stück „Death City“ als Uraufführung auf die Bühne bringen. Bassbariton Tomasz Wija, Ensemblemitglied des Oldenburgischen Staatstheaters, komplettiert den Abend: Er gibt einen Vorgeschmack auf den Liederabend „Zu Besuch in Polen“ (am 4. November im Staatstheater) und widmet sich dem Kunstlied seines Heimatlandes. 
 
Moderiert wird die Eröffnung von Mariola Rutschka. Die in Danzig geborene und in Hamburg lebende Musikerin und Kulturmanagerin setzt sich mit viel Engagement für die Verbindung der polnischen und deutschen Kultur ein.

Im Anschluss an die Darbietungen werden polnische Gaumenfreuden im Foyer des Staatstheaters gereicht. Karten (zwischen 12 und 29 Euro) sind erhältlich an der Kasse des Staatstheaters oder online unter www.staatstheater.de. Bestellungen sind unter Telefon 0441 2225-111 oder per E-Mail an tickets@staatstheater.de möglich. 

Mit der Kultur- und Informationsreihe „Begegnungen“ legt die Stadt Oldenburg den Fokus auf Wachstumsmärkte, blickt auf spannende Kunstszenen sowie gesellschaftliche Entwicklungen. Nach China (2010), Südafrika (2012) sowie der Türkei (2014) widmet sich Oldenburg nun vom 6. September bis zum 2. Dezember 2017 Deutschlands östlichem Nachbarn Polen. 

Mehr zum Programm im Internet unter www.polen-begegnungen.de.
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Stadtmuseum präsentiert Oldenburger Kunsthandwerker August Schmietenknop

23.08.2017 09:48 Uhr

Kabinettausstellung vom 22. August bis 1. Oktober 2017

Im Jahr 2017 gelangte der umfangreiche Nachlass des vor 120 Jahren geborenen Oldenburger Kunsthandwerkers August Schmietenknop ins Stadtmuseum Oldenburg. Unter dem Titel „August Schmietenknop – Gebrauchsgraphiker, Schriftsetzermeister und Buchdruckereibesitzer“ präsentiert das Stadtmuseum den Nachlass vom 22. August bis 1. Oktober in einer Kabinettausstellung. Veranlasst wurde die großzügige Schenkung der Lebensdokumente und Akzidenzen aus der Werkstatt Schmietenknops von seinen Töchtern Margot Rickers und Gertraude Neumann. Die Ausstellung wurde im Kreise der Familie und ihrer Freunde am Sonntag, 20. August, eröffnet.

 

Einen Namen hatte sich der aus Wardenburg stammende Druckereibesitzer August Schmietenknop (1897-1948) vor allem mit Gebrauchsgrafik gemacht. Seine Lehrjahre absolvierte er bei der Gerhard Stalling AG, 1922 legte er die Meisterprüfung als Schriftsetzer ab und 1924 gründete er als Erster ein Atelier für Gebrauchsgrafik in Oldenburg. „Seine Modernität und seine Aufgeschlossenheit für neue Wege in der Gestaltung machten ihn rasch zu einem gefragten Grafiker“, weiß Dr. Lioba Meyer, die die Ausstellung kuratiert hat. Zu seinen vielfältigen Arbeiten zählten Briefköpfe, Einladungen, Ehrenbriefe, Familienwappen, Jubiläumsurkunden, Meisterbriefe und auch Ausstellungsplakate für Oldenburger Museen und den Oldenburger Kunstverein.

 

Schmietenknops Auftragsgeber wussten die Qualität seiner individuellen, von Hand gezeichneten Entwürfe zu schätzen, die sich positiv abhoben von Drucksachen, die als Massenartikel auf den Markt kamen. Sein Hauptinteresse galt den modernen Schrifttypen: Die Verbindung zwischen Typographie, Text und Bild gewann gegen Ende der 1920er-Jahre bei der Gestaltung von Drucksachen zunehmend an Gewicht. Schrift, Papier, Illustration und Druck wurden dabei die gleiche Bedeutung zugemessen, alle Komponenten wurden mit Sorgfalt ausgewählt beziehungsweise angefertigt. Zahlreiche Entwürfe aus dem Nachlass Schmietenknops belegen seine Professionalität und seine Experimentierfreude.

 

„Durch den Nachlass, den die Töchter von Marga und August Schmietenknop dem Stadtmuseum Oldenburg geschenkt haben, konnte unsere Sammlung des Druckereiwesens in der Stadt Oldenburg um herausragende Drucksachen, Skizzen, Lebensdokumente und Fotografien ergänzt werden“, erläutert Lioba Meyer. Oldenburg war über den langen Zeitraum von vier Jahrhunderten hinweg eine wichtige Buchdruckerstadt. Bereits 1999 präsentierte das Stadtmuseum die Ausstellung „In Oldenburg gedruckt. Drucke, Drucker und Druckereien in Oldenburg seit 1599“, in der auch eine Auswahl von Arbeiten aus Schmietenknops Werkstatt gezeigt wurde. „August Schmietenknop war Autodidakt, aber sein großes Talent, sein Wissen und sein Fleiß machten ihn zum gefragtesten Kunsthandwerker in seiner Zeit“, so Lioba Meyer vom Stadtmuseum Oldenburg.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitkatalog, der für 16,80 Euro an der Museumskasse erhältlich ist.
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Hallo Nachbar: Oldenburg lernt Polen kennen

15.08.2017 21:17 Uhr

„Polen Begegnungen 2017“: Vielfältige Programmreihe vom 6. September bis 2. Dezember

So nah und doch unbekannt: Polen ist Deutschlands größter östlicher Nachbar, das Verhältnis ist aber vielfach immer noch durch Klischees, Vorurteile und Nichtwissen geprägt. Das wollen die „Polen Begegnungen“ der Stadt Oldenburg ändern: Von Mittwoch, 6. September, bis Samstag, 2. Dezember, soll in mehr als 30 Projekten und Veranstaltungsreihen ein möglichst authentisches und aktuelles Bild unseres Nachbarlandes gezeigt und dabei das moderne und innovative Polen in den Blickpunkt gerückt werden. Nach China, Südafrika und der Türkei ist Polen das vierte Land, dem sich die Kultur- und Informationsreihe „Begegnungen“ widmet. 

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann freut sich auf ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm, das unter Federführung des städtischen Kulturbüros in Zusammenarbeit mit zahlreichen Oldenburger Einrichtungen und polnischen Partnern entstanden ist. „Das Programm soll Brücken bauen und Verständnis wecken. Die teilweise nachdenklich stimmenden politischen Entwicklungen in Polen zeigen, wie wichtig es ist, dass wir uns noch besser kennen lernen“, sagt Krogmann. 

Der Oberbürgermeister lädt dazu ein, sich auf neue Begegnungen mit dem Nachbarland einzulassen. Das Spektrum reicht von klassischer Musik über Medienkunst, Mode und politische Diskussionen bis hin zu Thorner Lebkuchen. „Hier ist für jede und jeden ein interessantes Stück Polen dabei“, ist Krogmann überzeugt. Gründe, nach Osten zu blicken, gibt es genug: Polens Kunstszene erregt weltweit seit längerem ein hohes Aufsehen. Zudem ist Polen Deutschlands wichtigster Handelspartner in Mittelosteuropa. „Und in Oldenburg selber bilden Menschen mit polnischen Wurzeln die zweitgrößte Gruppe der Einwohner mit Migrationshintergrund“, betont Krogmann.

Die feierliche Eröffnung der von der EWE als Premiumpartner unterstützten „Polen Begegnungen“ findet am Mittwoch, 6. September, 19.30 Uhr, im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters statt. Oberbürgermeister Krogmann wird gemeinsam mit Konsul Piotr Golema, Leiter des Generalkonsulats der Republik Polen in Hamburg, sowie weiteren hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern Polens die „Begegnungen“ eröffnen. Am Auftaktabend beteiligt sind Klarinettist Wac?aw Zimpel, das Breslauer Theater Ad Spectatores und Bass-Bariton Tomasz Wija. Karten (zwischen 12 und 29 Euro) sind erhältlich an der Kasse des Staatstheaters oder online unter www.staatstheater.de.

„Die sich hieran anschließenden Wochen sind geprägt von unterschiedlichsten Programmpunkten, die von breitenwirksamen Aktionen im öffentlichen Raum bis hin zu spezifischen Fachvorträgen reichen, von Pop bis Klassik und von Amateur- bis zur Hochkultur“, erläutert Bernd Hubl, Projektleiter der „Polen Begegnungen“. 

Zum Hingucker werden die spannenden Modekreationen der „Fashion School“ aus Posen am 16. September in Oldenburgs Fußgängerzone. Ergänzt wird die Show mit der Präsentation von Glasmasken der Breslauer Designerin Katarzyna Gemborys. Im Oldenburger Computermuseum lassen die Spiele-Entwickler von „TK Games“ aus Breslau am 22. und 23. September die Besucherinnen und Besucher in digitale Fantasiewelten eintauchen. 

Von den insgesamt sieben polnischen Konzerten bildet die Darbietung des Deutsch-Polnischen Jugendjazzorchesters am 24. September im Kulturzentrum PFL ein besonderes musikalisches Ereignis. Unter der Leitung von Prof. Bernhard Mergner wird die „International Big Band“ ein vielfältiges Programm aus Jazz, Swing und Latin präsentieren.

Der „Wirtschaftstag Oldenburg-Polen“ am 27. September möchte den wirtschaftlichen Austausch zwischen der Region Oldenburg und Polen fördern. Dazu laden die Stadt Oldenburg und die LzO Unternehmen ein, um sich zu informieren und Kontakte auf- und auszubauen. 

Besonders ausführlich widmen sich die „Polen Begegnungen“ der derzeitigen politischen Situation im Nachbarland. Zahlreiche Vorträge und Diskussionsveranstaltungen thematisieren die Entwicklung des Landes, das unter der derzeitigen PiS-Regierung, die den Abbau der Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung vorantreibt, derzeit klare Züge eines autoritären Staats aufweist. „Dennoch wollen die Polen Begegnungen weniger ein Raum für Belehrungen als vielmehr für Erklärungen sein. Daher zeichnet die Diskussionsveranstaltungen aus, dass nicht über, sondern mit den Polen gesprochen wird“, so die Organisatoren. Viele renommierte polnische Gesellschaftswissenschaftler sind der Einladung der Stadt Oldenburg und ihrer Projektpartner gefolgt, nicht zuletzt auch ein Abgeordneter der PiS-Partei im EU-Parlament, um über seine Sicht der Zukunft Europas zu diskutieren.
Ein humoristischer Video-Blog (Vlog) zweier in Deutschland lebender Polen komplettiert die Reihe.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.polen-begegnungen.de erhältlich. Auch Details zu Kartenbestellungen und Kontaktdaten sind dort zu finden. 
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Ehrenbürger Leo Trepp erzählt aus seinem Leben

15.08.2017 20:57 Uhr

Hörstation im PFL

An einer Hörstation im Kulturzentrum PFL können Interessierte ab sofort der Lebensgeschichte des ehemaligen Landesrabbiners und Ehrenbürgers Leo Trepp lauschen. In einem zwölfminütigen Beitrag erzählt Trepp, den die Stadt Oldenburg jetzt zudem mit einer Bronzebüste geehrt hat, von verschiedenen Stationen seines Lebens und seiner besonderen Beziehung zu Oldenburg. Er berichtet über die Not der Oldenburger Juden in den 1930er Jahren, seine Zeit als Landesrabbiner, die Zerstörung der hiesigen Synagoge in der Novemberpogromnacht 1938, seine Inhaftierung im Konzentrationslager Sachsenhausen und schließlich seine Emigration in die USA. Er starb am 2. September 2010 in San Francisco. 

Die Hörstation ist noch bis Sonntag, 10. September, im Foyer des Kulturzentrums PFL, Peterstraße 3, zu finden. Um das akustische Portrait anzuhören, stehen zwei Kopfhörer kostenfrei zur Verfügung. Die Stadt Oldenburg hatte die Hörstation 2013 zum 100. Geburtstag Trepps entwickeln lassen. Den akustischen Beitrag hat der Oldenburger Medienkünstler Christian Gude erstellt, während die künstlerische Umsetzung der Hörstele von dem Oldenburger Künstler Michael Olsen stammt. Textgrundlage ist ein Interview des Regisseurs Michael Uhl mit Leo Trepp aus dem Jahr 2008, das im Rahmen des Projektes „Zugvögel“ des Oldenburgischen Staatstheaters zur 900-Jahr-Feier der Stadt Oldenburg stattgefunden hat. Musikalisch unterlegt ist die Hörsequenz mit mündlich überlieferten jüdischen liturgischen Gesängen aus Mainz, die Leo Trepp im Schott Verlag herausgegeben hat.
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Stadt Oldenburg würdigt Ehrenbürger Leo Trepp mit Bronzebüste

13.08.2017 13:01 Uhr
Die Stadt Oldenburg würdigt den ehemaligen Landesrabbiner, Religionsphilosophen und Wegbereiter des Dialogs zwischen den Religionen, Professor Dr. Dr. h. c. mult. Leo Trepp, mit einer Bronzebüste. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg am Sonntag, 13. August, übergibt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Büste in Anwesenheit der Witwe Gunda Trepp der Öffentlichkeit. Aufgestellt wird die Büste bei der Synagoge in der Leo-Trepp-Straße 15-17. Leo Trepp ist seit 1990 Ehrenbürger der Stadt Oldenburg.

Die von der Stadt Oldenburg in Auftrag gegebene Bronzebüste ist von der Berner Bildhauerin Renate Deterts-Ackermann geschaffen worden. Vorausgegangen ist der Zuerkennung ein Wettbewerb. Die Jury, bestehend aus Dr. Sabine Isensee, Udo Reimann, Professor Dr. Rainer Stamm, Jehuda Wältermann und Christiane Cordes, zur Begründung der Entscheidung: „Die Jury hat eine einstimmige Entscheidung zugunsten der Arbeit der Bildhauerin Renate Deterts-Ackermann getroffen. Ihr Modell überzeugt die Jury in der Ausdrucksfähigkeit der Charakterpersönlichkeit des Rabbiners und Ehrenbürgers Leo Trepp. Insbesondere wird der sofortige Blickkontakt zum Betrachter gewürdigt, die feine, detailgetreue Oberflächenbearbeitung in Frontansicht und Seitenprofil sowie die aufrechte Kopfhaltung als Symbol von Humanität.“

Der Oldenburger Landesrabbiner Leo Trepp wurde in der Reichspogromnacht 1938 verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Mithilfe des britischen Chefrabbiners wurde er wieder entlassen und emigrierte später in die USA, wo er bis zu seiner Emeritierung als Professor für Philosophie und Geisteswissenschaften in Kalifornien tätig war. Bereits ab 1954 kehrte er regelmäßig nach Oldenburg zurück. Er erforschte die Geschichte der Oldenburger Juden und begleitete die Neugründung der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg. Trepp lehrte unter anderem auch an der Carl von Ossietzky Universität, die ihm 1989 die Ehrendoktorwürde verlieh. Er engagierte sich zeitlebens für Toleranz und den Dialog zwischen Christen und Juden und verstarb im Jahr 2010 im Alter von 97 Jahren in San Francisco. 
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Über 500 Zeitungsbände gehen baden

13.08.2017 12:22 Uhr

Landesbibliothek Oldenburg erhält rund 41.000 Euro für die Entsäuerung regionaler Zeitungen

Mehr als 500 schwere Bände mit historischen Zeitungen des Oldenburger Landes sind in der vergangenen Woche per LWK aus der Landesbibliothek Oldenburg ins Leipziger „Zentrum für Bucherhaltung“ transportiert worden. Denn als eine von vier niedersächsischen Bibliotheken erhält die Landesbibliothek Oldenburg Fördermittel aus dem Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes in Archiven und Bibliotheken. Das Vorhaben der Landesbibliothek, vier wichtige historische Zeitungen aus der Region durch Massenentsäuerung vor dem Zerfall zu bewahren, konnte sich im Rahmen einer deutschlandweiten Ausschreibung gegen zahlreiche Bewerber durchsetzen. Zusätzlich zu den Bundesmitteln in Höhe von rund 20.500 Euro stellt das Land Niedersachsen für das Projekt noch einmal denselben Betrag zur Verfügung.

Die Zersetzung des Papiers durch Säurebildung bedroht das Gros der zwischen 1840 und 1970 industriell hergestellten Druckerzeugnisse. Besonders Zeitungen, die damals wie heute auf möglichst günstigem Material gedruckt werden, sind ohne rechtzeitiges Eingreifen akut gefährdet. Aus dem umfangreichen Bestand der Landesbibliothek wurden daher vier Zeitungen ausgewählt, die so nur in Oldenburg vorhanden sind und deren Erhalt daher höchste Priorität zukommt: Das „Norddeutsche Volksblatt“ (1887-1918) und sein Nachfolger „Die Republik“ (1918-1932) mit Erscheinungsort Wilhelmshaven, „Der Ammerländer“ (1861-1940) mit Erscheinungsort Westerstede, „Der Gemeinnützige“ (1838-1940) mit Erscheinungsort Varel und das „Delmenhorster Kreisblatt“ (1847-1940). Vom ländlichen Ammerland über das Oldenburger Umland bis hin zu den Städten Delmenhorst und Wilhelmshaven decken diese Zeitungen weite Teile der Region ab. Sie erlauben einen einzigartigen Blick auf die Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, auf bedeutende gesellschaftliche Entwicklungen und politische Umbrüche.

Die Behandlung der Oldenburger Zeitungen übernimmt das Leipziger „Zentrum für Bucherhaltung“ (ZFB), das ein Verfahren zur Massenentsäuerung gefährdeter Buchbestände entwickelt hat. Dazu werden die Bände in einer luftdichten Kammer solange mit einem Entsäuerungsmittel aus Magnesiumoxid und Calciumcarbonat getränkt, bis dieses tief in das Papier eingezogen ist. Anschließend wird die Luft aus der Kammer gepumpt und die überschüssige Flüssigkeit im Vakuum getrocknet. Durch diese Behandlung kann der Papierzerfall gebremst und die Restlebensdauer der Stücke verfünffacht werden. Nach Abschluss der Entsäuerung erhalten die Bände zusätzliche Schutzverpackungen, so dass ihre Verfügbarkeit für die Forschung und für interessierte Leser in der Region auch in den kommenden Jahrzehnten sichergestellt ist.
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Michael Roes eröffnet die 26. LiteraTour Nord

13.08.2017 12:01 Uhr

Lesereihe beginnt am 22. Oktober in Oldenburg

Am Sonntag, 22. Oktober, beginnt ein neuer Durchgang der LiteraTour Nord. Den Auftakt bildet eine Lesung des Schriftstellers Michael Roes aus seinem neuen Roman „Zeithain“ im Oldenburger Musik- und Literaturhaus Wilhelm13. Wie in den vergangenen Jahren startet die Lesereihe jedes eingeladenen Schriftstellers mit einer Sonntagsmatinee um 11 Uhr in Oldenburg. Danach führt sie am Sonntagabend nach Bremen und an den folgenden vier Tagen nach Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover. In dieser Saison lesen: Michael Roes (am 22. Oktober in Oldenburg), Carmen Stephan (5. November), Jochen Schmidt (3. Dezember), Mariana Leky (7. Januar), Lukas Bärfuss (21. Januar) und Jonas Lüscher (28. Januar).

Die Lesereise durch den Norden um den „Preis der LiteraTour Nord“ ist ein einzigartiges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Universitäten und der VGH-Stiftung. Gemeinsam laden sie sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren ein, ihre aktuellen Bücher vorzustellen, und vergeben zum Schluss den Preis an einen der Teilnehmenden. Begleitend zu den Lesungen bieten die Professorinnen und Professoren, die auch die Lesungen moderieren, dazu reguläre Veranstaltungen an ihren Universitäten und Hochschulen an. Die VGH-Stiftung Hannover fördert die LiteraTour Nord seit 2006. Sie stiftet nicht nur den mit 15.000 Euro dotierten Preis, sondern sichert durch ihre Partnerschaft das Fortbestehen des 1992 gegründeten Literaturprojektes.

In Oldenburg wird die 26. Auflage der LiteraTour Nord vom Literaturbüro Oldenburg, der Buchhandlung CvO-Unibuch und der Carl von Ossietzky Universität veranstaltet. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

Weitere Informationen zur Lesereise und den Schriftstellerinnen und Schriftstellern der aktuellen Staffel stehen im Internet unter www.literatournord.de.
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Oldenburger Computer-Museum bekommt kultige Teekanne

30.07.2017 19:56 Uhr
Juli 2017: Das neueste Ausstellungsobjekt des Oldenburger Computer-Museum (OCM) ist eine Teekanne. Die Firma Friesland Porzellan (Varel) spendete das gute Stück vergangene Woche. Eine Teekanne genau dieser Form war 1974 Vorbild für eine der ersten 3D-Computergrafiken. Den digitalen Doppelgänger setzte der damalige Doktorand Martin Newell an der University of Utah um. So ging die Teekanne als „Utah Teapot“ in die Geschichte ein. Die Kanne taucht immer wieder in Animationsfilmen und Computerspielen als Running Gag auf, so zum Beispiel in „Toy Story“. Das Original steht im Computer History Museum im kalifornischen Silicon Valley. Um auch hier in der Heimatregion das Kultobjekt zu ehren, überreichte Luise Klein-Hennig von Friesland Porzellan die berühmte Teekanne dem Museumsleiter Thiemo Eddiks. Er selbst ist Computergrafiker und kennt die Kanne als Standardform für Rendering-Programme.
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Eintritt frei am Tag der Museen

05.07.2017 19:58 Uhr
Am Sonntag, 9. Juli, ist Tag der Museen im Oldenburger Kultursommer und das bedeutet: Alle Besucher erhalten freien Eintritt in die städtischen Museen und Kunsthäuser und können an kostenlosen Führungen teilnehmen. Im Horst-Janssen-Museum können die Besucher die Ausstellung „Helene von Oldenburg: Janssen Revisited“ und damit Horst Janssen auf ganz neue Art erleben: Janssen-Werke gestapelt, vor aufregenden Tapeten, übermalt, bis nur noch Bilddetails hervorschauen, und zu einer Zeichenschrift kondensiert, die man selbst ausprobieren kann. Führungen durch „Janssen Revisited“ finden um 11 und um 15 Uhr statt.

 

Im Stadtmuseum Oldenburg ist die Ausstellung „Höchste Eisenbahn“ zu sehen, die anhand von fünf Stationen 150 Jahre Oldenburger Eisenbahngeschichte präsentiert. Um 12 und 16 Uhr lädt das Museum zu Führungen ein. Im mittelalterlichen Pulverturm am Schloßwall kann man am Tag der Museen die Keramik-Ausstellung „Quetschpaste“ von David Rauer besuchen, dessen knallbunte Werke an Pop Art, Comicfiguren und Emojis erinnern.

 

Auch das Edith-Russ-Haus für Medienkunst beteiligt sich am Tag der Museen und zeigt die neue Ausstellung „Ozeane – Dialoge zwischen Meeresgrund und Wassersäule“ von Armin Linke. Der Künstler taucht in die faszinierenden Welten des offenen Meeres und der Tiefsee zu einem historischen Zeitpunkt ein, an dem die Erforschung dieser Gebiete wichtiger ist, als je zuvor. Führungen durch „Ozeane“ gibt es um 11 und 15 Uhr.
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Wissenschaftsministerin weiht neues Lern- und Informationszentrum ein

22.06.2017 19:57 Uhr

Landesbibliothek Oldenburg präsentiert sich zum 225. Geburtstag traditionsbewusst und innovativ

Zum 225. Gründungsjubiläum der Landesbibliothek Oldenburg hat die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljaji?, am Mittwoch, dem 21. Juni 2017, das neue Lern- und Informationszentrum (LIZ) der Landesbibliothek Oldenburg eingeweiht. Die Ministerin und Bürgermeisterin Petra Averbeck der Stadt Oldenburg gratulierten der Landesbibliothek zur gelungenen Balance zwischen Tradition und Moderne. In ihrer Festrede machte Dr. Dorothea Sommer, stellvertretende Generaldirektorin der Bayerischen Staatsbibliothek München, deutlich, welch großen Herausforderungen sich Landesbibliotheken in heutiger Zeit zu stellen haben. Neben Vertretern aus Politik, Kultur und Gesellschaft waren besonders Ehrenamtliche und Bürgerinnen und Bürger zum Fest eingeladen, die die Landesbibliothek aktiv unterstützen.

Modern, hell, großzügig und einladend – so präsentierten sich die neuen Räume des Lern- und Informationszentrums an diesem sommerlichen Mittwoch der Festgesellschaft. Doch unter die Gäste mischten sich plötzlich ganz unerwartete Besucher: Im Gewand des 18. Jahrhunderts und scheinbar völlig vertieft in einen alten Folianten saß da an einem Tisch ein Hund. Eine verspätete Putzkolonne wuselte noch eilig durch die Gänge der Regale. Auch sie trug Masken. Auf Ihrem Rundgang hielten die Ministerin und die Bürgermeisterin immer wieder überrascht vor solchen Szenen inne, während sie sich von Bibliotheksleiterin Corinna Roeder, Architekt Claudius Grothoff und Klaus Wieting, dem Leiter des Staatlichen Baumanagements Ems-Weser, Konzept und Umsetzung des Umbaus erläutern ließen.

„Die Landesbibliothek Oldenburg hat eine besondere Stellung für Land und Region. Mit dem neuen Lern- und Informationszentrum präsentiert sie sich als innovative und zukunftsorientierte Einrichtung, die kulturelles Erbe bewahrt und vermittelt. Sie ist ein Ort mit Strahlkraft, der weit über Oldenburg hinaus wirkt und sichtbar ist“, sagte Wissenschaftsministerin Heinen-Kljaji? in ihrer Rede. Bürgermeisterin Averbeck überbrachte das Grußwort der Stadt Oldenburg, in dem sie die tiefe Verankerung der Landesbibliothek in Stadt und Region hervorhob: „Die enge Zusammenarbeit der Kultur- und Bildungseinrichtungen bereichert das Leben hier in Oldenburg und ist ein wichtiger Standortfaktor für die ganze Region“, so Averbeck. „Dafür stehen beispielsweise die kooperative Digitalisierung der Oldenburger Theaterzettel unter Federführung der Landesbibliothek oder das Oldenburger Netzwerk Schu:Bi – Schule und Bibliothek, um das uns andere Städte beneiden.“

Festrednerin Dorothea Sommer spannte anschließend den Horizont weit über Oldenburg hinaus auf: „In allen Ländern Europas stehen Staats- und Landesbibliotheken vor großen Herausforderungen, aber ihre Bedeutung gerade in der digitalen Welt wächst: Durch Digitalisierung stellen Landesbibliotheken ihre Kulturschätze heute weltweit für Forschung und Öffentlichkeit zur Verfügung. Als Archivbibliotheken sind sie verantwortlich für die Erhaltung der kostbaren Originale und die Überlieferung unseres Wissens. Gleichzeitig entwickeln sich Landesbibliotheken zu modernen Lernorten, sinnlich erfahrbaren Kulturräumen und kommunikativen Zentren in ihrer Region so wie auch hier in Oldenburg“, sagte Sommer.

Wie viel die Landesbibliothek bei ihrer erfolgreichen Entwicklung privatem bürgerschaftlichen Engagement verdankt, das erfuhren die Festgäste beim Podiumsgespräch mit dem Vorsitzenden der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft Prof. Detlef Haberland, der Leiterin der internationalen Jugendbibliothek in München, Dr. Christiane Raabe, und Dr. Matthias Hengelbrock, Fachberater für Geschichte und Lehrer am Alten Gymnasium Oldenburg, der sich seit Jahren ganz besonders für die Restaurierung historischer Bücher einsetzt.

„Um die wachsenden Herausforderungen zu meistern, brauchen Landesbibliotheken wie die unsere die Unterstützung ihrer Träger, aber sie brauchen auch das Feedback, die Anregungen und die ideelle Unterstützung ihrer Leserinnen und Leser, ihrer Partner und Freunde in und außerhalb der Region“, wandte sich Bibliotheksleiterin Corinna Roeder am Ende der Veranstaltung an die Gäste: „Wir sind glücklich und dankbar für die vielfältige Unterstützung, die wir von Ihnen bekommen. Bleiben Sie an unserer Seite und im lebendigen Austausch mit der Landesbibliothek Oldenburg. Dann können wir den Bildungsauftrag, den Herzog Peter Friedrich Ludwig bei der Gründung seiner Bibliothek mitgegeben hat, auch in Zukunft verwirklichen.“ 
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Jugendtheatertage 2017 eröffnet

10.06.2017 21:59 Uhr
von Carsten Lienemann

Zur Eröffnung der Jugendtheatertage 2017 standen drei Stellvertreter_innen auf der Bühne: Matthias Grön, Leitender Dramaturg Junges Staatstheater, vertrat den Generalintendanten Christian Firmbach und gab eine Vorschau auf die bevorstehenden Theateraufführungen. Annikka Repenning vertrat den Vorsitzenden des Fördervereins Präventionsrat Torsten Maus. Sie erklärte,dass der Präventionsrat bereits seit 2009 die Jugendtheatertage finanziell unterstützt, weil Theater eine gute, vielleicht sogar die beste Möglichkeit sei, zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung beizutragen. Ähnlich begründete auch Ulf Prange das Engagement der Oldenburgischen Landschaft, stellvertretend für deren Vorsitzenden Thomas Kossendey.
Die verantwortlichen Jugendtheaterpädagog_innen mussten nicht vertreten werden, sie waren persönlich anwesend und konnten dem Publikum vollzählig vorgestellt werden.

Ebenfalls vollzählig waren selbstverständlich die Spieler_innen des ersten Stückes, und das, obwohl sie nicht nur aus zwei verschiedenen Theatergruppen, sondern sogar aus zwei Ländern kamen, denn das Platt'n'Studio 14+ hat in dieser Spielzeit mit einer Jugendgruppe desTheaters Garage TDI in Assen/Niederlande kooperiert. Und das Stück war sogar dreisprachig, niederländisch, niederdeutsch und hochdeutsch.

»Dat Laboratorium« erzählt von einem Experiment. Die Niederländer und die Deutschen sind sich sehr ähnlich. So ähnlich, dass sie ihre beiden Staaten zu den Niederdeutschlanden vereinigen. Zwar gibt es Unterschiede in Kultur und Sprache und Vorurteile auf beiden Seiten, aber im Grunde mögen sie sich. Jedenfalls, solange niemand über Fußball spricht. Das neue Volk gründet Ministerien und stellt Gesetze auf. Und es beschließt, dass die neue Gemeinschaft geschützt und verteidigt werden muss. 

Wie es ausgeht, wird hier nicht verraten, schließlich gibt es am 11. Juni um 12:00 Uhr in der Exerzierhalle noch eine Aufführung. Gesagt werden darf aber und sollte auch, dass die Jugendlichen aus Assen und Oldenburg mit großer Spielfreude, viel Fantasie, Witz und tollen Ideen ein wirklich sehenswertes Stück auf die Bühne gebracht haben. 

Insgesamt 21 Produktionen sind während der Jugendtheatertage 2017 zu sehen, neben der Exerzierhalle sind die Kulturetage und das Internationale Jugendprojektehaus weitere Spielorte. Einen Besuch ist jedes einzelne davon wert. Darüber hinaus gibt es ein Rahmenprogramm und Fortbildungen für Theaterpädagog_innen.
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23. Auflage des CSD in Oldenburg: Feiern und fordern

05.06.2017 17:07 Uhr

Oberbürgermeister Krogmann wirbt für Respekt und Toleranz

Lautstark, bunt und eine klare Botschaft: Ja zur Liebe und zur Gleichberechtigung, Nein zu Vorurteilen und zur Diskriminierung von homo- und transsexuellen Menschen. Der Christopher Street Day (CSD) ist in Oldenburg seit jeher eine Mischung aus Vielfalt feiern und fordern. „Wahrgenommen wird der CSD meist als schrille Party, doch hinter dieser Veranstaltung steht ein ernstes Anliegen. Es geht um ein deutliches Bekenntnis zu einer weltoffenen, respektvollen und toleranten Stadt“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Auch wenn für die Gleichberechtigung von Homo- und Transsexuellen in den vergangenen Jahren viel erreicht werden konnte, gebe es aber in Zukunft noch viel zu tun, so Krogmann. „Denn von einer Einstellung, in der Diskriminierung und Intoleranz keinen Platz finden, profitiert unsere gesamte Gesellschaft.“ Der Oberbürgermeister dankt den CSD-Initiatoren für ihren Einsatz: „Wir brauchen dieses Engagement gegen die manifeste oder latente Diskriminierung von Menschen, deren sexuelle Orientierung nicht dem Schema heterosexueller Beziehungen entspricht.“
Sichtbares Zeichen der städtischen Solidarität ist die Regenbogenflagge, die Krogmann am Donnerstag, 1. Juni, bei der Pressekonferenz zum CSD gemeinsam mit Kai Bölle präsentierte. Bölle ist Vorstandsmitglied des Vereins Lesben- und Schwulentag Nordwest (LuST), der den CSD Nordwest veranstaltet. Die Flagge weht ab Freitag, 2. Juni, wieder vor dem Alten Rathaus.

Im Mittelpunkt steht die Demonstration am Samstag, 17. Juni, zu der erneut rund 10.000 Teilnehmende in Oldenburg erwartet werden. Als Leitthema für die Demo hat der CSD Nordwest die Forderung erkoren, den Artikel 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen Orientierung und Identität zu ergänzen. „Derzeit ist der rechtliche Fortschritt von einer wohlgesonnenen Mehrheit im Bundestag abhängig“, konstatiert Bölle. Noch immer dürften gleichgeschlechtliche Paare weder heiraten noch Kinder adoptieren.
Der CSD wirbt zudem für Akzeptanzförderung durch Bildung: „Wir wollen, dass in Lehrplänen an Schulen sexuelle Vielfalt bewertungsfrei berücksichtigt und in die Ausbildung von Lehrkräften einbezogen wird“, so Bölle. Diese Aufklärungsarbeit sei gerade deshalb so wichtig, um der auf den Schulhöfen immer noch weit verbreiteten Homophobie Einhalt zu gebieten.

Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussion und Ausstellung
Auch im beruflichen Umfeld gelte es anzusetzen, um die Situation von Homo- und Transsexuellen zu verbessern. Mit dem Diversity-Tag, der zum CSD-Rahmenprogramm gehört, ist Oldenburg auf einem guten Weg. Die 4. Auflage der Veranstaltung fand in Kooperation von Stadt Oldenburg, Völklinger Kreis und CSD Nordwest bereits am 30. Mai im Alten Landtag statt. Gastgeber war diesmal die Polizeidirektion Oldenburg. Erneut haben namhafte Unternehmen Flagge gezeigt und die Charta der Vielfalt unterzeichnet.
Das Edith-Russ-Haus präsentiert noch bis zum 18. Juni eine der ersten Gruppenausstellungen in Deutschland, die sich mit transgeschlechtlichen Lebensformen beschäftigt. Sie umfasst Videoinstallationen, Fotografien, Performance und eine interaktive Installation. Am Mittwoch, 7. Juni, ist dort ab 19 Uhr ein Informationsabend mit anschließender Diskussion zum Thema „Transidentität am Arbeitsplatz“ geplant. Sabrina und Jen berichten von persönlichen Erfahrungen, Dr. Lüder Tietz, Ethnologe an der Uni Oldenburg, moderiert. Der Eintritt ist frei. Ebenso gilt freier Eintritt in die Ausstellung zur CSD-Demo am 17. Juni.

Zum CSD-Programm gehört auch die „Filmrolle“: Bis zum 12. Juni ist das „Cine k“ der Kulturetage Anlaufpunkt für alle Freundinnen und Freunde des queeren Films. Am Sonntag, 11. Juni, findet in der St. Lambertikirche ab 10 Uhr ein Gottesdienst zum CSD statt. Unter dem Motto „So weit der Himmel ist“ beteiligen sich viele Gruppen sowie Künstlerinnen und Künstler an der Gestaltung. In Kooperation mit dem AStA der Carl von Ossietzky-Universität gibt es im Bundestagswahljahr am Dienstag, 13. Juni, ab 18 Uhr eine Podiumsdiskussion im Schlauen Haus. Eingeladen sind die Kandidatinnen und Kandidatinnen, die sich in Oldenburg um ein Bundestagsmandat bewerben.

Schon Kultstatus genießt die Nacht der kleinen Künste. Zum nunmehr 20. Mal eröffnet sie das CSD-Wochenende am Freitag, 16. Juni. Ab 19.30 Uhr wird in der Kulturetage mit vielen Jubiläumsgästen ein Rückblick auf Höhepunkte der vergangenen beiden Jahrzehnte gehalten. Mit dabei sind die Kabarettisten Kay Ray und Holger Edmaier, VITA B., das Frauenduo „Suchtpotenzial“ sowie Poetry-Slam-Künstler Sven Hensel.

Demonstration und Kundgebung
Herzstück des CSD ist der Demonstrationszug, der am Samstag, 17. Juni, mit geschmückten Wagen, Schildern, Bannern, Fahnen, Luftballons und Trillerpfeifen quer durch die Innenstadt führt. Der Tross startet um 12 Uhr in der Rosenstraße. Zum Abschluss wird es ab 14 Uhr einen Mix aus Kundgebung und Kulturfest auf dem Schlossplatz geben. Auf der Bühne stehen das Deutsch-Pop-Duo „Ohrenpost“ und Sängerin Kery Fay. Zur Abschlussparty geht es danach in den Klub Molkerei am Westkreuz: Einlass zur „Night oft the Pride“ ist ab 22 Uhr. 

CSD-Gala im Oktober
Zum Vormerken: Ab diesem Jahr findet die CSD-Gala im Staatstheater erst im Oktober statt. Die 4. Auflage ist für den 28. Oktober terminiert. Sie steht damit am Anfang der neuen „CSD-Saison“. Der neue Termin soll dafür sorgen, dass die Anliegen der Lesben- und Schwulenbewegung nicht nur im Mai und Juni wahrgenommen werden.

Termin-Übersicht

– bis Samstag,12. Juni: CSD Filmrolle, Cine k der Kulturetage

– Mittwoch, 7. Juni: Informationsabend und Diskussion zum Thema „Transidentität am Arbeitsplatz“ mit Sabrina und Jen, Moderation Dr. Lüder Tietz, zur Ausstellung „WILD – Transgender and the Communities of Desire“, Edith-Russ-Haus, 19 Uhr

– Sonntag, 11. Juni: Gottesdienst, St. Lamberti-Kirche, 10 Uhr

– Dienstag, 13. Juni: Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten, Schlaues Haus, 18 Uhr

– Freitag, 16. Juni: Nacht der kleinen Künste, Kulturetage, 19.30 Uhr

– Samstag, 17. Juni: Demonstration (12 Uhr, Start Rosenstraße), Abschlusskundgebung (14 Uhr, Schlossplatz), Night of The Pride (22 Uhr, Klub Molkerei)

– Samstag, 28. Oktober: 4. CSD-Gala, Oldenburgisches Staatstheater, 20 Uhr

Hintergrund
Der CSD Nordwest in Oldenburg wird seit 1995 vom Lesben- und Schwulentag Nordwest e.V. (LuST e.V.) organisiert und verantwortlich ausgerichtet. Termin ist jeweils der 3. Samstag im Juni. Mit rund 10.000 Teilnehmenden am Demonstrationszug und der anschließenden Kundgebung gehört der Oldenburger CSD zu den größten Deutschlands.

Der Christopher Street Day erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.csd-nordwest.de
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Oldenburgs Brücken werden bunter

30.05.2017 12:32 Uhr

Auftaktveranstaltung »Brückenkunst« am 27. Mai 2017

von Carsten Lienemann

Wird Oldenburg die Stadt der bunten Brücken? Für diese Frage ist es wohl noch ein bisschen früh. Immerhin, der Anfang ist gemacht: Am 27. Mai fand die Auftaktveranstaltung zum Projekt Brückenkunst statt. An der Autobahnbrücke Marschweg/Westfalendamm waren mehr als 50 Graffiti-Künstler_innen damit beschäftigt, insgesamt über 1000 Quadratmeter Wandfläche zu gestalten.

Die Wände der Brückenträger sind dabei verschiedenen Kategorien zugeteilt worden. Es gibt »Event-Flächen« für hochwertige und anspruchsvolle Werke mehrerer Künster_innen, die nur in Absprache und bei besonderen Anlässen besprüht werden, »Hall of Fame«-Flächen, die nach den Regeln der Graffiti-Szene stetig neu gestaltet werden dürfen sowie Flächen für Workshops und Anfänger, die zum Ausprobieren und Üben freigegeben sind. Eine Besonderheit sollen die »Tore zu den Stadtteilen« werden, die jeweils an prominenter Stelle entstehen und Besonderheiten des jeweiligen Stadtteils aufnehmen sollen.

Das Projekt Brückenkunst beschränkt sich nicht auf die Flächen zwischen Marschweg und Westfalendamm, sondern soll »die tristen ungenutzten Wand-Flächen der Brückenträger der Oldenburger Stadtautobahn für Graffiti-Kunst und Kunst im öffentlichen Raum akquirieren«, heißt es im umfangreichen Konzept, das von Probierwerk e.V. und dem Präventionsrat Oldenburg erarbeitet wurde. Vor der Formulierung über die Vorstellung bei Verantwortlichen und Gremien bis hin zu diesem Auftakt am vergangenen Wochenende war es ein langer Weg, auf den viele Beteiligte mitgenommen werden mussten. Die Entscheidung aber, es im Konsens zu versuchen, war die richtige, denn es gibt zumindest für das Gesamtkonzept keine Gegenstimmen. Joachim Delfs, der als Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auch für die Autobahnen in Oldenburg zuständig ist, hat keine Einwände: »Wir müssen immer wieder neue Wege suchen, und solange keine Werbung und keine strafbaren Botschaften an den Wänden stehen, sehe ich kein Problem.«

Stadtbaudezernentin Gabriele Nießen sieht die Möglichkeit, »Graffiti auf legale Art und Weise in den öffentlichen Raum zu holen, vor allem bei den ›Toren zu den Stadtteilen‹ wird es Synergieeffekte geben«.

»Aus ›Frischer Anstrich für Oldenburg‹ wird ›Bunt statt Grau‹«, freut sich Ordnungsamtsleiter Ralph Wilken, der auch den Arbeitskreis Graffiti des Präventionsrates leitet. »Wir holen die Sprayer aus der Illegialität, indem wir ihnen Flächen zum Ausprobieren zur Verfügung stellen. Außerdem hat sich der Verein »Probierwerk e.V.« zu einem verlässlichen Ansprechpartner entwickelt, der sehr gut zwischen der Graffiti-Szene und Verwaltung vermittelt.«

Ratsmitglied Heinz Backhaus betonte die Einigkeit aller Fraktionen in diesem Punkt und dankte im Namen seiner Kolleg_innen allen Beteiligten. »Als ehemaliger Stadtjugendpfleger weiß ich, dass so ein Projekt vor zwanzig Jahren auf breite Ablehnung gestoßen wäre. Heute muss ich angesichts von 1000 m² Fläche allein an diesem Ort sagen: Wir kleckern nicht, wir klotzen!«.

Das Projekt Brückenkunst ist zunächst auf zwei Jahre befristet, erläuterte Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrates. »Danach ziehen wir Bilanz und verlängern und erweitern gegebenenfalls. Hoffentlich.« Als nächste Schritte sei jetzt die Gestaltung mehrerer Tore zum Stadtteil vorgesehen, noch in diesem Sommer werde die Brücke am Schützenweg hinter dem Botanischen Garten angegangen, so Blinzler.

Alle Flächen unterliegen Regeln, die auf Schildern an den Seitenflächen angebracht sind. Die Nutzer_innen sind angehalten, die Freigabe der Flächen nicht zu gefährden. Zu den Regeln gehört auch, dass keine Motive angebracht werden dürfen, die menschenverachtenden oder -entwürdigenden Inhalts sind. »In den letzten fünf Jahren ist es an keiner der vorhandenen legalen Flächen zu entsprechenden Motiven gekommen. Die Erfahrungen mit legalen Flächen in Oldenburg sind demnach sehr gute«, sagt Blinzler.

Probierwerk e.V. und namentlich sein Leiter Renke Harms hat die Kategorien der einzelnen Flächen für das Konzept Brückenkunst erarbeitet. Sie sind auf der Facebook-Seite Brückenkunst abrufbar. »Die Sprüher_innen empfinden die legalen Flächen als Wertschätzung ihrer Kunst, die Szene fühlt sich mitgenommen, aber auch verantwortlich für die Einhaltung der Regeln«, sagt Harms. Es gebe unter den Sprüher_innen einen Ehrenkodex, der dafür sorge, dass interne wie externe Regeln eingehalten würden.
Auch in Sachen Gleichberechtigung scheint sich etwas zu tun: »80 % der Workshop-Teilnehmenden an diesem Wochenende waren weiblich«, so Harms.

Bleibt nur noch die schwierige Aufgabe, auch den Bürger_innen die Graffiti-Kunst näherzubringen, die ihr nach wie vor nur kritisch bis ablehnend begegnen. Ein Schritt auf dem Weg könnten Führungen sein, bei denen einzelne Elemente erklärt und interpretiert werden. Das dürfte auch viele Wohlwollende interessieren.

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»Lebendige Bibliothek« ist ausgezeichnet

19.05.2017 17:12 Uhr

Kooperationsprojekt erhält Preis vom Bündnis für Demokratie und Toleranz

von Carsten Lienemann

Am Montag, 15. Mai 2017, wurden im Kulturzentrum PFL elf Projekte aus Niedersachsen und Bremen, die sich »Aktiv für Demokratie und Toleranz« einsetzen, mit Preisen ausgezeichnet. Darunter auch die »Lebendige Bibliothek Oldenburg, die gemeinsam von der Volkshochschule Oldenburg, und dem Präventionsrat Oldenburg unter Beteiligung der Stadt organisiert wird und die Ende April zum fünften Mal stattfand.

»Im Moment sind viele antidemokratische Tendenzen zu beobachten«, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann in seinem Grußwort, aber es gebe auch viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv für mehr gegenseitige Akzeptanz verschiedener Kulturen einsetzten, so Krogmann. Diese Preisverleihung sei eine wichtige Anerkennung ihrer Arbeit, und Oldenburg ein passender Ort dafür, denn »Oldenburg ist eine Stadt für alle«.

Es gehe nicht darum, »das« Projekt zu finden, »vielmehr sollen vorbildliche und übertragbare Projekte ausgezeichnet werden«, begründete der Geschäftsstellenleiter des Bündnisses für Demokratie und Toleranz (BfDT), Gregor Rosenthal, die Auswahl der Preisträger_innen. In Niedersachsen und Bremen bekamen die Repräsentant_innen von elf sehr interessanten und vielfälitgen Projekten aus den Händen der BfDT-Beiratsmitglieder Barbara Woltmann (MdB) und Patrick Siegele (Leiter des Anne Frank Zentrums in Berlin) Urkunden und Preise überreicht.

Darunter auch die »Lebendige Bibliothek Oldenburg«, die Barbara Woltmann als ein »tolles Projekt« lobte, bei dem »sich Menschen begegnen, die sonst gar nicht in Kontakt kommen würden. Das trägt viel zu gegenseitigem Verständnis bei«.

Schade nur, dass die elf wirklich tollen Projekte so gar nicht den Raum bekamen, den sie gebraucht hätten, um vom Publikum richtig wahrgenommen und gewürdigt zu werden. Statt ein paar Antworten ins Mikrofon hätte das BfDT den Repräsentant_innen besser je fünf Minuten zur frei gestaltbaren Vorstellung ihrer Projekte geben sollen, um die Veranstaltung lebendiger zu machen. Auch ein als Moderator eingesprungener Geschäftsstellenleiter, der Orte und Namen verwechselt, sowie eine lieblos zusammengestellte Projektion von Präsentationsfolien, die sich fortwährend verselbstständigte, ist wenig professionell. 

Immerhin, bei der Auswahl des musikalischen Beiprogramms war das BfDT tatsächlich auf den Vorschlag aus Oldenburg eingegangen, wobei auch das mehr hätte sein dürfen. Die Musik kam von fünf Vertreter_innen der Global Music Player AllStars, die ihre Sache nach Ansicht aller Anwesenden sehr gut machten.

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Für kreative Vielfalt und Freiräume

15.05.2017 07:54 Uhr

Über 300 Kulturschaffende bei spontaner Kundgebung

Innerhalb von drei Tagen hat das offene Bündnis “Creative Mass | freiRAUM für Kultur und Kreativität” über 300 Kulturschaffende erreicht, die am Samstag in einer bunten und positiven Kundgebung für Freiräume und kulturelle Vielfalt auf die Straße gingen. Vorausgegangen war die Gründung des Bündnisses als Gruppe im Internet, in der sich innerhalb kürzester Zeit fast 1500 Oldenburger, zumeist Kulturschaffende, engagieren und seitdem im konstruktiven Austausch dazu stehen, wie man die Oldenburger Kulturpolitik positiv unterstützen und zum Besten der Kulturschaffenden verändern könnte.  

“Wir freuen uns riesig über den tollen Erfolg, so viele Kulturschaffende für ihre eigenen Belange auf die Straße gebracht zu haben”, erklären die Organisatoren, besonders positiv stimme auch die Rückendeckung sowohl etablierte Institutionen wie dem Staatstheater, der Kulturetage, des Theater Laboratorium oder dem Kreativnetzwerk cre8, wie aber auch der freien Szene und weiteren Kulturschaffenden und Initiativen. Das Bündnis betonte dabei noch einmal, gleichermaßen offen für alle Kulturschaffenden zu sein und den konstruktiven Dialog miteinander suchen zu wollen, um der Politik Werkzeuge an die Hand zu geben, langfristig die Situation aller Kulturschaffenden zu verbessern - nicht nur die einzelner Kulturbetriebe oder Initiativen.

Die Kulturschaffenden forderten auf der Kundgebung die Erhaltung und Schaffung von kulturellen Freiräumen, eine Kulturpolitik auf Augenhöhe, die sich an ihren Bedürfnissen orientiere, langfristige Nutzungs- und Planungssicherheit für Kulturschaffende und Nachwuchsförderung. Redner Amon Thein, seit dieser Wahlperiode als eines von acht ehrenamtlich beratenden Mitgliedern im Kulturausschuss, hielt es in seinem Beitrag zwar grundsätzlich für eine gute Idee, Berater aus der Kulturszene mit an den Tisch zu holen, wenn man politische Entscheidungen treffe - “allerdings sind diese Berater im Moment von der Politik gewählt. Müssten Vertreter der Kultur nicht von den Kulturschaffenden selbst gewählt werden?” 

In einem weiteren Redebeitrag appellierte Pavel Möller-Lück vom Theater Laboratorium an Verwaltung und die Politik, Räume für Kultur zu erschaffen und nicht zu schließen. “Die Diskussionen über die bau_werk Halle müssen im Kulturausschuss und mit den Betroffenen geführt werden.” Die Halle sei ein wertvolles Forum für die Kulturschaffenden und nun gleichzeitig auch ein weiteres Beispiel für den möglichen Verlust von Freiräumen, unter denen auch andere Initiativen wie das Freifeld oder Probierwerk gelitten hätten. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der für die Halle “keine strategische Verwendung” gesehen hatte, warf er vor, keine kulturelle DNA zu haben - “und das als Kulturdezernent.” Er plädierte dennoch im Sinne des Bündnisses dafür, den konstruktiven Dialog untereinander und gleichzeitig Verbündete in der Politik zu suchen. Mit Blick auf die Demonstranten sagte er: „Ich freue mich, hier in so viele tolle Gesichter schauen zu können. Diese ganzen Menschen müssen in Oldenburg bleiben und eine Chance kriegen.”

Thein plädierte außerdem dafür, dass sich Politik und Verwaltung zu den Kulturschaffenden hin öffnen. Man solle diese selbst fragen, was sie benötigen, um gute Ergebnisse erzielen zu können. “Auf der Basis könnte es eine neue Kulturpolitik geben, in der die Bedürfnisse der Kulturschaffenden im Mittelpunkt stehen - denn die wissen am besten, was sie brauchen.”

Das Bündnis rief dazu auf, sich als Kulturschaffende von nun an konstruktiv zusammen zu finden und gemeinsame Interessen zu formulieren, erst in der Gruppe “Creative Mass | freiRAUM für Kultur und Kreativität” auf facebook und später in offenen Treffen. Denkbar sei langfristig ein moderierter Prozess, möglicherweise unterstützt von der Stadt. “Wir sind davon überzeugt, dass Kultur nicht verwaltet werden kann. Sie muss wohlwollend und prozess-offen begleitet werden. Auf Augenhöhe. Und alle Kulturschaffenden zusammen könnten diesen Prozess fordern.”
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Über 200 Menschen haben für ein vereintes Europa demonstriert

11.05.2017 10:33 Uhr
Am vergangenen Sonntag, den 07. Mai 2017, haben auf dem Julius-Mosen-Platz in Oldenburg mehr als 200 Menschen für ein vereintes Europa demonstriert. Damit endet vorerst die Kundgebungsreihe von „Pulse of Europe“ in Oldenburg. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz. 

Am vergangenen Sonntag haben über 200 Menschen auf dem Oldenburger Julius-Mosen-Platz für ein vereintes Europa demons- triert. Nach dieser Kundgebung hat die Veranstaltungsreihe „Pulse of Europe“ in Oldenburg nun bis zu einer geplanten Fortset- zung vor der Bundestagswahl zunächst ihr Ende gefunden. 

Nach sechs Veranstaltungen von „Pulse of Europe“ mit insgesamt etwa 1700 Teilnehmern zieht Michael Wenzel aus dem Organisa- tionsteam eine positive Bilanz: "Es ist beeindruckend und beruhigend, zu erfahren, dass für die Mehrheit der Europäer die Gemeinschaft auch weiterhin für Frieden, Demokratie und Freiheit steht und wir diese nicht einfach aufgeben.“ Karl Feldmann, ebenfalls aus dem Organisationsteam, fügt hinzu: „Es sind keine Gegner einer politischen Richtung auf die Straße gegangen, sondern Fürsprecher. Und wir haben so vielleicht manchen Zögerer überzeugt, dass wir die EU bejahen und gemeinsam verbessern müssen.“ 

Im Vorfeld der Bundestagswahl planen die Organisatoren weitere Aktionen und Kundgebungen, um den europäischen Gedanken in der Stadt erneut aufleben zu lassen. Wer näher darüber informiert werden möchte, kann sich beim Organisationsteam unter der E-Mailadresse oldenburg@pulseofeurope.eu melden.
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Gedenken an ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

02.05.2017 09:03 Uhr
Zum Gedenken an die ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wird Bürgermeisterin Petra Averbeck am Mittwoch, 3. Mai, einen Kranz niederlegen. Die Gedenkzeremonie findet um 16 Uhr am Mahnmal der Gedenkstätte Zwangsarbeitergräber auf dem Friedhof Ohmstede zusammen mit Pastor Christoph Fasse von der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ohmstede, Ulf Prange, Mitglied des Niedersächsischen Landtages, sowie Vertreterinnen und Vertretern des Rates statt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Über 12 Millionen Menschen leisteten im Verlauf des Zweiten Weltkrieges für Deutschland Zwangsarbeit. Durch die kampflose Übergabe der Stadt Oldenburg an die Alliierten am 3. Mai 1945 konnten die kanadischen Truppen noch am selben Tag die in den Lagern eingesperrten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter befreien. Das Mahnmal auf dem Friedhof Ohmstede ist das größte Sammelgrab für Opfer der Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. Die neue Gedenkstätte Zwangsarbeitergräber wurde 2015 eingeweiht.
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Büchertausch-Café öffnet länger

24.04.2017 10:36 Uhr
Das Büchertausch-Café der Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten erweitert seine Öffnungszeiten. Ab Montag, 24. April, können täglich gut erhaltene Bücher eins zu eins getauscht werden, und zwar zu folgenden geänderten Zeiten: montags, mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr. 
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Stadt Oldenburg schreibt Kinder- und Jugendbuchpreis aus

19.04.2017 08:53 Uhr

Bewerbungsfrist läuft bis 15. Juni

Die Stadt Oldenburg schreibt in diesem Jahr erneut den Preis für literarische und künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur aus. Der Kinder- und Jugendbuchpreis ist mit 8.000 Euro (ehemals 7.600 Euro) dotiert. Er wird an Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren verliehen, die erstmals mit einem eigenständigen Werk auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur an die Öffentlichkeit treten.

Mit dem Preis möchte die Stadt Oldenburg einen Beitrag zur Förderung von innovativen und kreativen Ideen (noch) Unbekannter leisten. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von einer unabhängigen und überregionalen Jury ausgewählt. Die Qualität ihrer Entscheidungen hat zum hohen Renommee des Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreises geführt. So hat Sina Flammang, Nominierte in 2014, ihr Jugendbuch-Manuskript im cbt Verlag unter dem Titel „Mädchen aus Papier“ am 20. März 2017 veröffentlicht. Der Preisträger von 2015, Florian Wacker, ist zum aktuellen Stadtschreiber für Kinder- und Jugendliteratur in Mannheim („Feuergriffel“) ernannt worden. 

Bis zum 15. Juni 2017 können Bücher, die nach dem 15. Juni 2016 erschienen sind, sowie unveröffentlichte Manuskripte an die Stadtbibliothek, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg, geschickt werden. Es müssen fünf Exemplare eingereicht werden. Detaillierte Informationen zu den Vergaberichtlinien gibt es im Internet unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
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Kein Platz für kulturelle Freiräume

19.04.2017 08:44 Uhr

Oldenburg verliert beliebtes Freifeld Festival

2017 wird es kein Freifeld Festival in Oldenburg geben. Nach intensiver Vorbereitungszeit, langwieriger Geländesuche und Verhandlungen entscheidet das Freifeld-Team, dass es dieses Jahr und auch in Zukunft kein Freifeld Festival in Oldenburg mehr geben wird.

Das spartenübergreifende Kulturfestival mit Musik, Kunst, Theater, Club, Literatur, Film und Workshops wurde 2013 und 2014 von über 250 Künstler_innen, 300 Helfer_innen und einem 25-köpfigen ehrenamtlichen Festival-Team ermöglicht und von ca. 5.000 Besucher_innen begeistert angenommen. Leider konnte auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Donnerschwee danach wegen Wohnungsbau und Sanierung nicht weiter veranstaltet werden. Das Freifeld Festival 2015 sollte auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Blankenburg stattfinden, musste aber abgesagt werden, da der Geländebesitzer sich gegen eine kritische Auseinandersetzung mit der Blankenburger Geschichte wehrte. Nachdem sich Freifeld e. V. von dieser Absage erholt und 2016 das alternative Format Freifeld»Jurten veranstaltet hatte, sollte es 2017 wieder ein Freifeld Festival geben.

Dank der frühzeitigen Planung war das Festival 2017 bereits Ende 2016 durch Kulturförderung diverser Stiftungen im Nordwesten finanziell abgesichert, doch die Suche nach einem geeigneten Ort scheiterte: Nach längeren Verhandlungen mit der Stadt Oldenburg über die Nutzung von Teilen des Fliegerhorsts, in denen die Stadt entgegen vorheriger Äußerungen kein geeignetes Festivalgelände zur Verfügung stellte, fand sich im Januar 2017 ein alternatives Gelände wenige Kilometer vor Oldenburg. Leider gab es dort keine ausreichende Unterstützung durch die Genehmigungsbehörden: „Wir haben alles dafür gegeben, dass es wieder ein Freifeld Festival geben kann. Gemeinsam haben wir aber nun entschieden, dass wir ohne ein sicheres Festivalgelände und die dafür notwendige politische Unterstützung das Freifeld Festival nicht durchführen können und wollen”, sagt Sebastian Humpert, Vorstand von Freifeld e. V.

„Es ist besonders bitter für uns, nicht veranstalten zu können, obwohl das Freifeld Festival 2017 finanziell deutlich besser aufgestellt war als seine Vorgänger”, sagt Leonie Etzold, Kassenwartin des Freifeld e. V. „Wir sind unseren Förderern sehr dankbar für das Vertrauen, die Unterstützung und Wertschätzung.” Ohne Gelände und ohne Veranstaltung stehen die Gelder dem Verein nun nicht zur Verfügung.

Aufgrund der fehlenden Perspektive auf ein Festivalgelände in Oldenburg und der finanziellen Folgen der Absage, hat das Freifeld-Team, das seit 2012 Herzblut, Zeit und ehrenamtliches Engagement in die Planung, Organisation und Gestaltung der Freifeld Festivals investiert, sich entschieden den Trägerverein Freifeld e. V. aufzulösen. „Kulturveranstaltungen brauchen Raum und besonders für eine ehrenamtliche Struktur wie Freifeld e. V. macht es der Mangel an kulturellen Freiräumen in Oldenburg unmöglich, anspruchsvolle Kulturprojekte jenseits des Mainstreams umzusetzen. Daher werden wir schweren Herzens unsere Arbeit einstellen”, erklärt Katharina Wisotzki, Vorstand von Freifeld e. V.

„Wir bedanken uns bei allen, die mit uns in den letzten vier Jahren geplant, getanzt, gelacht, geweint und gefeiert haben”, sagt Katrin Windheuser, Festivalleitung 2017, stellvertretend für viele Engagierte des Freifeld e. V.  „Wir sind enttäuscht und traurig, dass unsere Vision von Freifeld in Oldenburg nun ein Ende findet. Wir sind der Überzeugung, dass es im Interesse und der Verantwortung der Stadt Oldenburg liegt, dem Nachwuchs Zugang zu Räumen und Förderung zu gewähren und Experimentierfelder wie das Freifeld Festival zu ermöglichen.“ Für viele Engagierte könnte die Auflösung von Freifeld e. V. mangels Perspektive den kurz- oder langfristigen Abschied aus Oldenburg bedeuten. Das Scheitern des Freifeld Festivals an Bürokratismus und fehlenden Freiräumen für Kreativität und Experimente scheint exemplarisch für die Situation junger Menschen und Initiativen zu sein, die in Oldenburg Kultur jenseits von etablierten Institutionen schaffen und gestalten wollen. 
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Vielfältiges Frühlingsprogramm unter einem Dach

30.03.2017 11:42 Uhr

Landesmuseum Natur und Mensch informiert

Eventtage mit freiem Eintritt, vielfältige Abendveranstaltungen, Kinderworkshops, Führungen und zwei neue Ausstellungen füllen die Monate April bis Juni im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg.

Am 23. April verabschieden sich die Sonderausstellungen „Alle Wetter!“ und „Mensch und Küste: Was tun, wenn die Nordsee steigt?“ mit einer Finissage und ganztägig freiem Eintritt. Highlight ist um 14.30 Uhr ein Vortrag von Professor Dr. Schneidewind vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH über den Klimawandel als Zivilisationsherausforderung. Am 21. Mai, findet der Internationale Museumstag unter dem weltweiten Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“ statt. Das Museum lenkt bei freiem Eintritt in Kurzführungen und Mitmachaktionen den Blick auf die Sammlungen und Kerngaben des Museums.

Lust auf Entdeckungen machen auch die Abendveranstaltungen: Am 6. April um 19.30 Uhr berichtet Thomas Schmidt, AG Solare Energiemeteorologie, Institut für Physik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg über ein Jahr Leben und Arbeiten im Eis im Vortrag „Als Meteorologe in der Antarktis“. Die ethnologische Reihe „Voneinander wissen“ richtet mit der Filmvorführung von „Birdwatchers “ (2009) am 4. Mai um 19.30 Uhr den Blick nach Brasilien und auf „Das Land der roten Menschen“. Zum Reptil des Jahres 2017, der Blindschleiche, referiert am 8. Juni um 19.30 Uhr Dr. Axel Kwet, freiberuflicher Biologe und Vizepräsident der DGHT. 

Für Steinzeitfans geht es in einer Führung und anschließender Mitmachaktion mit Archäologin Tosca Friedrich um 11.15 Uhr am „Tag der Megalithkultur“, am 30. April, um die Frage „Wer erbaute die Großsteingräber?“. Ums Mitmachen geht es auch in vielfältigen Workshops für Kinder unterschiedlichen Alters zu Eiszeit-, Steinzeit- oder Frühlingsthemen. 

Neben Klassikern, wie dem beliebten Service der geologische Fundberatung am 19.4. und 14.6. jeweils von 15-16.30 Uhr bietet das Programm auch Außergewöhnliches wie eine Bierführung „Na, dann Prost!“ am 20. Mai um 13.30 Uhr zur Oldenburger Brauereigeschichte, zu regionalen Sagen und Legenden rund um das Gebräu.

Schließlich eröffnen noch im Juni zwei Ausstellungen: Ab dem 10. Juni widmet sich „Laubenvögel. Ein Leben auf der Bühne“ einer skurril erscheinenden, im Tierreich einmaligen evolutionären Entwicklung: dem verausgabenden Laubenbau der Vogelmännchen, der allein dem Anwerben eines paarungswilligen Weibchens dient. Ab 17. Juni  präsentiert „Australiens vergessene Felsbilder“ großformatige Fotografien von 20.000 Jahre alten Felszeichnungen aus der Kimberly-Region, die Wissenschaftlern bis heute über ihren Ursprung rätseln lassen. 

Ausführliche Informationen sowie viele weitere Veranstaltungen finden sich im aktuellen Programmheft April bis Juni des Museums. Es liegt in den Oldenburger Kulturinstitutionen und der Tourist-Information Oldenburg aus. Alle Termine und das das Heft zum Download sind auch auf der Museumswebseite www.naturundmensch.de zu finden. 
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Denkmalbestand in Oldenburg überprüft

25.03.2017 21:23 Uhr

Gebäudeeigentümer werden über Denkmalstatus informiert

Die Stadt Oldenburg als Untere Denkmalschutzbehörde und das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege haben die Liste der Baudenkmale im Oldenburger Stadtgebiet aktualisiert: Einige der rund 2.000 Objekte wurden neu als Baudenkmale eingestuft, andere haben ihren ursprünglichen Denkmalstatus verloren, bei wieder anderen wurde der Status als Baudenkmal konkretisiert. Um auch bei den etwa 3.500 Eigentümerinnen und Eigentümern für Klarheit zu sorgen, werden sie demnächst mit einem Schreiben über den aktuellen Status ihres Baudenkmals informiert. 

Die Aufnahme eines Objektes in das Verzeichnis der Kulturdenkmale bedeutet, dass es geschichtliche, künstlerische, wissenschaftliche oder städtebauliche Bedeutung hat und damit ein öffentliches Interesse daran besteht, das Bauwerk zu schützen und zu pflegen. Für die Eigentümerinnen und Eigentümer ändert sich dadurch erst einmal nichts, denn in Niedersachsen gilt die deklaratorische Denkmaleigenschaft, das heißt: Denkmal ist Denkmal, unabhängig davon, ob der Eigentümer darüber informiert ist.

„Der Begriff Denkmal ist angstbehaftet, aber diese Sorge ist unbegründet“, so Professor Dr. Stefan Winghart, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege. „Die Denkmalpflege ist sehr daran interessiert, Denkmaleigentümer zu beraten und zu unterstützen. Mit der Benachrichtigung soll Transparenz und Verbindlichkeit für die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Behörde und Eigentümern geschaffen werden.“ 

„Mit dem Schreiben bekommen die Gebäudeeigentümer auch einen Nachweis über die Denkmaleigenschaft ihrer Objekte. Damit können sie für genehmigte Maßnahmen zur Erhaltung der geschützten Bauwerke Steuervergünstigungen beantragen. Die Untere Denkmalschutzbehörde steht für Fragen dazu jederzeit zur Verfügung“, empfiehlt Gabriele Nießen, Baudezernentin der Stadt Oldenburg. 

Weitere Informationen gibt es bei der Unteren Denkmalschutzbehörde per E-Mail an denkmalschutz@stadt-oldenburg.de. 
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Rundfunkjournalist von Radio Bremen zu Gast in Oldenburg

17.03.2017 09:11 Uhr

2. Vortrag der Reihe: Mehr kulturelle Teilhabe durch Digitalisierung?

Im Rahmen der dreiteiligen Vortragsreihe zur kulturellen Teilhabe durch digital-analoge Kulturpolitik des Kulturbüros der Stadt Oldenburg wird Marcello Bonventre, Rundfunkjournalist und Redaktionsleiter der „Digitalen Garage“ bei Radio Bremen, am Dienstag, 21. März, um 18.30 Uhr im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13, zu Gast sein. Am Beispiel der Produktionen der „Digitalen Garage“, die mittlerweile ausschließlich online verbreitet werden, wird er darüber sprechen, wie sich öffentlich-rechtliche Sender umstellen müssen, um auch in Zeiten des digitalen Medienwandels ihren Bildungsauftrag zu erfüllen. Eine Herausforderung, der sich auch steuerfinanzierte Kultureinrichtungen stellen müssen. „Wer relevant bleiben will“, so Bonventre, „braucht Strategien für den Einsatz kultureller Produktionen in den sozialen Netzen. Das gilt für transmediale Ergänzungen zum klassischen Angebot, aber eben auch verstärkt für Inhalte, die für sich selber stehen und explizit für die sozialen Plattformen produziert wurden.“

Im Anschluss an den Vortrag gibt es ein Gespräch mit dem Moderator des Abends, Thierry Chervel. Dabei wird es darum gehen, ob und inwieweit es gelingen kann, den Anspruch eines öffentlich-rechtlichen Senders umzusetzen, Internetangebote beispielsweise frei von ökonomischen Interessen zu gestalten. 

„Ich freue mich, dass wir mit Marcello Bonventre einen Referenten gewinnen konnten, der erfolgreiche Strategien zur Einbindung öffentlich-rechtlicher Angebote in soziale Plattformen darlegen wird. Zudem kann er aus Erfahrung berichten, wie es gelingt, mittels kreativer Unruhe Modernisierungsprozesse innerhalb traditioneller Strukturen anzustoßen“, so Bernd Hubl vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen nimmt das Kulturbüro per E-Mail an kulturbuero@stadt-oldenburg.de entgegen. 
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Theaterpädagogische Fortbildung in Bürgerfelde

10.03.2017 16:51 Uhr
Der Theaterclub+ startet wieder sein auftrittsorientiertes Fortbildungsangebot: „Spielen – Reflektieren – Stückentwicklung“. Die Fortbildung wird von der Freizeitstätte Bürgerfelde in Kooperation mit dem Verein Jugendkulturarbeit Oldenburg e.V. organisiert und richtet sich an Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen sowie Lehrkräfte aus dem Arbeitsbereich Darstellendes Spiel und andere Interessierte.

Jeweils dienstags von 20 bis 21.30 Uhr werden in wöchentlichen Proben in der Freizeitstätte Bürgerfelde, Alexanderstraße 209, verschiedene Theaterformen und Regieansätze aktiv erforscht und reflektiert, unterstützt durch den Theaterpädagogen Bodo Neemann.

Am Ende des Fortbildungsjahres werden die Ergebnisse vor Publikum präsentiert. Anmeldungen für die bereits laufenden Proben sind noch bis Freitag, 31. März, bei der Freizeitstätte Bürgerfelde, Telefon 0441 8850501, möglich, oder per Email an thomas.vossenberg@stadt-oldenburg.de sowie beim Verein Jugendkulturarbeit e.V. Oldenburg unter j.kowollik@jugendkulturarbeit.eu.
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Freunde für das Stadtmuseum Oldenburg

07.03.2017 10:47 Uhr

Förderverein gegründet

Das Stadtmuseum Oldenburg geht neue Wege. Nach über 100 Jahren ist es an der Zeit, das einstmals als „Heimatmuseum“ begonnene Projekt neu zu denken. Ziel ist eine inhaltliche Neuausrichtung sowie eine bauliche Erweiterung, die dem kulturellen Leben in der Stadt neue Impulse verleihen soll.

Bei diesem ehrgeizigen Vorhaben erhält das Stadtmuseum nun Unterstützung durch den Verein „Freunde und Förderer des Stadtmuseums Oldenburg“. Der Verein steht allen offen, die das Stadtmuseum voranbringen wollen.
Er

- unterstützt aktiv den Prozess der Neuausrichtung des Stadtmuseums, fördert das Haus, insbesondere durch eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit,
- versteht sich als Plattform für das bürgerschaftliche Engagement zugunsten des Museums,
- betreibt engagierte Lobby-Arbeit für das Museum und sammelt Spenden für die Arbeit und Neuausrichtung des Hauses.

Zur Gründungsversammlung hat sich ein erweiterter Kreis von Initiatoren am 28. Februar 2017 im Stadtmuseum getroffen. Unter Ihnen war auch Dr. Dr. Ummo Francksen, dessen Familie 1914 ihre Sammlungen und ihre beiden Villen an der damaligen Rosenstraße der Stadt Oldenburg vererbte und damit den Grundstein für das heutige Museum legte. Er erhält als erstes Vereinsmitglied die Mitgliedsnummer 001.

Ebenfalls anwesend war Oberbürgermeister und Kulturdezernent Jürgen Krogmann, der die Gründung eines solchen Vereins als eine Form des bürgerschaftlichen Engagements sehr begrüßt. Auch Dr. Nicole Deufel (Leiterin des Amtes für Museen, Sammlungen und Kunsthäuser) und Dr. Andreas von Seggern (Leiter des Stadtmuseums) freuen sich über die Unterstützung für ihr Museum.

In den Vorstand des Vereins wurden gewählt:

Inge von Danckelman (erste Vorsitzende), Hans-Richard Schwartz (erster stellvertretender Vorsitzender), Michael Kroos (zweiter stellvertretender Vorsitzender), Jürgen Müllender, Öffentliche Versicherungen Oldenburg und Gabriele Mesch, Landessparkasse zu Oldenburg.

Sobald alle für eine Vereinsgründung notwendigen Formalien erledigt sind, findet voraussichtlich im April eine Informationsveranstaltung für alle an einer Mitgliedschaft Interessierten statt. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Wer sich schon jetzt für den Förderverein interessiert, kann eine Mail an freunde-stadtmuseum-ol@online.de senden. Er erhält dann weitere Informationen und Termine.

 

„Ich hoffe auf viele Vereinsmitglieder, die mit ihrem Interesse und ihrem Engagement das Stadtmuseum unterstützen und fördern.

Der bisherige Beteiligungsprozess hat gezeigt, dass viele Bürger sich eine Modernisierung und eine Erweiterung dieses zentralen Oldenburger Kulturortes wünschen“ – so die Vorsitzende des Fördervereins Inge von Danckelman.
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Freie Plätze beim Theater-Geschichten-Projekt in Kreyenbrück

27.02.2017 08:43 Uhr
Das Theaterprojekt „Ein Koffer voller Geschichten – Vom Ankommen und Zurücklassen“ im Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, sucht weitere Interessierte. Geprobt wird jeweils montags von 16 bis 17.30 Uhr. Unter Leitung der Theaterpädagogin Ute Bommersheim entwickeln die Teilnehmenden ein Theaterstück mit erzählerischen Komponenten ihrer Lebensgeschichten. Jeder hat eine Geschichte zu erzählen, hat schon mal einen Koffer gepackt, musste umziehen, war irgendwo fremd und hat sich eingelebt. 

Für den Theaterkurs sind keine Vorerfahrungen nötig, nur Lust am Spielen und Erzählen. Der Kurs richtet sich an alle Altersgruppen und alle Nationalitäten. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit „KusAK“ (Kultursensible Altenarbeit Kreyenbrück) der Arbeiterwohlfahrt entstanden und läuft bis Ende Mai. Es soll mindestens einmal zur Aufführung gebracht werden. Das Angebot ist kostenfrei und wird von der Glücksspirale gefördert. Anmeldung nimmt der Stadtteiltreff Kreyenbrück entgegen unter Telefon 0441 235-3292.
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Jugendliche Migranten nehmen Audioguide für Stadtmuseum Oldenburg auf

22.02.2017 20:41 Uhr
Oldenburger Jugendliche mit Migrationshintergrund haben einen Audioguide für das Stadtmuseum Oldenburg aufgenommen. Am Samstag, 25. Februar, um 11 Uhr stellen sie ihn der Öffentlichkeit vor und laden Interessierte herzlich ein, den audioguideOL_me in den historischen Villen des Museums auszuprobieren.

 

Die neun Jugendlichen im Alten von 12 bis 17 Jahre aus dem Irak, Syrien, Iran und aus Guinea haben sich in den letzten Monaten mehrmals in den Villen des Stadtmuseums getroffen, um mehr über die Kultur ihrer neuen Heimat zu lernen. In verschiedenen Workshops konnten sie dabei das Museum selbständig erkunden und mehr über die Hintergründe der historisch gestalteten Räume erfahren. Während der Workshops entstanden Beschreibungen zu sieben Räumen, in denen die Jugendliche erzählen, von welchen Objekten sie sich besonders angesprochen fühlen. Dabei schildern sie Erinnerungen an ihre alte Heimat, an ihre Eltern und Großeltern, aber auch Gedanken zu ihrer Zukunft kommen zum Ausdruck. Diese sehr persönlichen Eindrücke haben sie für den audioguideOL_me des Stadtmuseums Oldenburgs im Radiostudio des Lokalsenders „Oldenburg eins“ selbst eingesprochen.

 

Über das Projekt audioguideOL_me

audioguideOL_me ist im Rahmen des Förderprogramms „von uns für uns. Museum macht stark“ der Bildungsoffensive „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung realisiert worden. Für das Projekt kooperiert das Stadtmuseum Oldenburg mit dem „Förderverein internationales Fluchtmuseum“ und dem Lokalsender „Oldenburg eins“. Der „Förderverein internationales Fluchtmuseum“ setzt sich als Verein für die Begegnung und den Austausch und somit für eine erfolgreiche Integration von Migranten ein. Der Lokalsender „Oldenburg eins“ bietet als Radio- und TV-Sender die Möglichkeit der aktiven Beteiligung an der sozialen, politischen und kulturellen Kommunikation in der Stadt und Region Oldenburgs. Betreut wurde das Projekt audioguideOL_me von den freien Kulturvermittlern Christian Kohfeldt und Kristina Sinn.
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Vortragsreihe: Mehr kulturelle Teilhabe durch Digitalisierung?

16.02.2017 11:02 Uhr

Chancen und Herausforderungen öffentlicher digitaler Kulturangebote

In einer dreiteiligen Vortragsreihe beleuchtet das Kulturbüro der Stadt Oldenburg die Chancen, die digital-analoge Ansätze für die verstärkte Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern an öffentlich geförderter Kultur bieten können. Anhand von bundesweiten Fallbeispielen werden auch die besonderen Herausforderungen thematisiert, denen die öffentliche Kultur in den bislang überwiegend privatwirtschaftlich geprägten sozialen Netzwerken und Plattformen – den modernen Marktplätzen – ausgesetzt ist. Vor dem Hintergrund kommerzieller digitaler Kulturangebote wird zudem das Thema Datensouveränität besprochen: Wenn der Rohstoff des 21. Jahrhunderts die Daten sind, muss diskutiert werden, welche Rolle eine Stadt mit ihrem eigenen digitalen Angebot spielen kann, um die Freiheit der Daten ihrer Bürgerinnen und Bürger bewahren zu können.


Der erste Vortrag findet am 21. Februar im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt: Staatsrat a.D. Dr. Nikolas Hill spricht über „Digitalisierung – eine große Chance für die Kultur“. Am 21. März befasst sich Marcello Bonventre, Leiter der „Digitalen Garage“ bei Radio Bremen, mit „Digital-analoger Kulturpolitik im Spannungsfeld von Kulturauftrag und privatwirtschaftlichem Monopolbestreben“. Veranstaltungsort ist das Musik- und Literaturhaus Wilhelm13, Leo-Trepp-Straße 13. Zum Abschluss am 15. August hält Referentin Yvonne Hofstetter, Autorin und Geschäftsführerin der Teramark Technologies GmbH, den Vortrag „Das Ende der Demokratie – wie die künstliche Intelligenz die (Kultur-)Politik übernimmt und uns entmündigt“ im Kulturzentrum PFL.

Die Vorträge finden jeweils dienstags, 18.30 Uhr, statt, der Eintritt ist frei. Es moderiert jeweils Thierry Chervel, Journalist und Mitbegründer des Online-Feuilletons „Perlentaucher“. Anmeldungen nimmt das Kulturbüro per E-Mail an kulturbuero@stadt-oldenburg.de entgegen. 
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Aus Niedersachsen nach Auschwitz

16.02.2017 10:28 Uhr

Ausstellung über die Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit

Im März 2017 jährt sich die große Deportation der Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich in das „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau. Die letzte Stufe ihrer Verfolgung durch das NS-Regime, der planmäßige Genozid, begann. Unter den über 13.000 deportierten Männern, Frauen und Kindern waren auch mindestens 700 Sinti aus Niedersachsen.

Die Ausstellung nimmt den Jahrestag zum Anlass, um an das Schicksal der niedersächsischen Sinti unter dem NS-Regime zu erinnern. Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Stufen und die Besonderheiten der Verfolgung der Sinti und Roma. Bereits 1938 und 1940 erfolgten planmäßig Verhaftungswellen, die für viele den Tod in Konzentrationslagern zur Folge hatten. Eingegangen wird auch auf die Problematik der Bestrafung der Täter und der Wiedergutmachung für die Opfer. Auch die Geschichte der „Zigeuner“ vor dem Nationalsozialismus wird anhand niedersächsischer Quellen dargestellt.

Gezeigt werden Dokumente, Schriftstücke und alte Fotografien, die von der Ausstellung erstmalig 2003 veröffentlicht wurden. Eine große Anzahl Zeitzeugen aus niedersächsischen Städten kommt auf den ausgestellten Tafeln zu Wort. DVD-Installationen zeigen Interviews mit Überlebenden und Arbeiten von Schülern.

Die Ausstellung wird am Montag, 20. Februar, um 18:00 Uhr eröffnet. Das Programm und weitere Informationen sind im Faltblatt zur Ausstellung zu finden.

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Mit Alberich auf dem stillen Örtchen

10.02.2017 15:00 Uhr

„Das Rheingold“ im Oldenburgischen Staatstheater

von Marlies Folkens

Götter, Zwerge, Riesen, Nixen – was klingt wie die Protagonisten eines High-Fantasy-Romans, sind die Hauptdarsteller des Vorabends von Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“. Doch was Wagner eigentlich auf die Bühne bringt, ist eine Analogie für Menschliches und Allzumenschliches: Neid, Gier, Machtbesessenheit, Ausgrenzung, Liebessehnsucht, Enttäuschung, Verbitterung, Rache. All dies wird unterlegt mit Musik, die durch die Verwendung von Leitmotiven, das, was auf der Bühne geschieht, spiegelt und ergänzt. Der Zuschauer erlebt im „Rheingold“ das Entstehen einer Weltordnung, die im letzten Abend des „Rings“ mit der „Götterdämmerung“ scheitert und zugrunde geht. 

Zum ersten Mal macht sich in den kommenden Spielzeiten nun das Oldenburger Staatstheater daran, einen kompletten „Ring des Nibelungen“ auf die Bühne zu bringen, startend in diesem Jahr mit dem „Rheingold“.

Muss man eine Analogie auf der Bühne durch eine zweite überlagern? Wird dadurch deutlicher, was Wagner mit dem „Ring“ ausdrücken oder, wie man heute sagt, „rüberbringen“ wollte? Das ist oft versucht worden, und in der Regel haken diese Versuche an irgendeiner Stelle. Leider trifft dies auch für das Oldenburger „Rheingold“ zu. Die Handlung in einem engen Bauerndorf anzusiedeln, ist nicht wirklich schlüssig. Alberich als Knecht, der während des Vorspiels auf dem Klo onaniert, während aus dem Orchestergraben das Entstehen einer Welt aus einem einzigen Ton zelebriert wird, und der später das Rheingold aus eben dieser Toilette fischt. Entschuldigung, aber das ist im besten Falle effekthascherisch. Erst recht, wenn ihm bei seinem Annäherungsversuch an die Rheintöchter noch das Klopapier aus der Hose hängt. 

Die Reihe der Beispiele ließe sich fortsetzen, aber dies soll reichen, um das zentrale Problem zu verdeutlichen. Einer Analogie sollte man besser keine zweite überstülpen. Man kann höchstens versuchen, sie zu abstrahieren oder sie aufzulösen wie im legendären Chereau-Ring aus Bayreuth (1976). 

Dabei ist das Bühnenbild des Oldenburger „Rheingolds“ wirklich genial gemacht. Auf der Drehbühne werden sechs oder sieben verschiedene Handlungsorte innerhalb dieses Götter-Bergdorfes dargestellt. Es dampft aus Waschzubern, die Sonne scheint hell in das Schlafgemach von Wotan und Fricka (die Burg Walhall hängt als Gemälde an der Wand), in der Küche sitzen die Götter beim Schnäpschen zusammen und in der guten Stube mit einem gewaltigen Ofen werden die Verhandlungen mit den Riesen geführt, die die Burg für Wotan gebaut haben.

Ein Kammerspiel mit erweitertem Personal: Immer mit dabei ist Urmutter Erda, zunächst als verschleierte, stumme Mahnerin, die schon das Schwert, das erst in der „Walküre“ eine zentrale Rolle spielt, in Händen hält. Da hopsen ein paar Jungs in den Betten herum und ein alter Herr mit zwei Gehstöcken läuft ein bisschen planlos über die Bühne, wo hinter halb geöffneten Türen auch schon mal ein junger Mann erstochen wird, ohne dass es dafür einen ersichtlichen Grund gibt. 

Etwas verwirrt hat mich zunächst eine bärtige Dame, die um Wotan herumscharwenzelte. Erst im Verlauf der Handlung wird klar, dass es sich bei ihr offenbar um die Mutter des Wälsungenpaars Siegmund und Sieglinde handelt. Nun gut. 

Musikalisch herausragend an diesem Premierenabend ist das Orchester. Die für eine Wagner-Aufführung mit 65 Musikern kleine Besetzung sorgte dafür, dass der Klang stets durchsichtig blieb und die Sänger nur selten zudeckte. Es war eine Freude, dem zuzuhören. 

Unter den Sängern stach besonders Johannes Schwärsky als Alberich heraus, der die Rolle des hässlichen Außenseiters, der die Liebe verflucht und den alles beherrschenden Ring schmiedet, darstellerisch und gesanglich brillant meisterte. Seinem Gegenspieler Wotan, von Daniel Moon dargestellt, fehlte ein wenig die Stamina, um der Rolle gesanglich wirklich gewachsen zu sein. Mit großer Spielfreude und schlanker Stimme verkörperte Timothy Oliver den Feuergott Loge, als Drahtzieher des Dramas. Nicht vergessen seien auch Melanie Lang als Fricka und Sarah Tuttle als Freia. Randall Jabobsh und Ill-Hoon Choung gebührt besonderer Respekt, da sie ihre Rollen aus luftiger Höhe gestalteten – beide balancierten auf ca. 50 cm hohen Stelzen an den Füßen. Das Ensemble komplettierten Timo Schnabel als Mime, Aarne Pelkonen als Donner und die drei Rheintöchter Sooyeon Lee, Anna Avakian und Julia Faylenbogen. 

Als sich am Schluss der Oper zu der Musik, zu der die Götter in ihre Burg einziehen, in einer Montage von Bildern auf der sich permanent drehenden Bühne schon andeutete, was bis zur nächsten Oper „Die Walküre“ alles geschehen wird, und Wotan mit dem Schwert in der Hand vor der Weltesche steht, die das Zentrum der Drehbühne bildet, war ich mit dem Regiekonzept wieder versöhnt und stimmte mit dem Premierenpublikum in langanhaltenden, herzlichen Applaus ein. 

Fazit: Im September 2017 kommt die „Walküre“ auf die Bühne des Oldenburger Staatstheaters. Ich bin jetzt schon sehr gespannt. 
Siehe auch: Das »Rheingold« im Alleingang
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Das »Rheingold« im Alleingang

25.01.2017 16:52 Uhr

Klaviervirtuose Stefan Mickisch stellte Wagners »Rheingold« vor

von Marlies Folkens

Wer Oper liebt, braucht gutes Sitzfleisch. Diese Tatsache trifft, wie der Opernfan aus eigener, oft leidvt oller Erfahrung weiß, insbesondere auf die Werke Richard Wagners zu. Unter dreieinhalb bis knapp sechs Stunden reiner Spielzeit kommt man nicht davon, mal abgesehen vom »Fliegenden Holländer«.

Den Vogel hat Wagner allerdings bei seinem Opernzyklus »Der Ring des Nibelungen« abgeschossen. Drei Opern und ein Vorabend umfasst dieses Werk, das nichts weniger als den Bogen von der Erschaffung der Welt bis zu ihrem Untergang zum Inhalt hat – alles in allem ca.14 Stunden reine Musik. 

In diesem Jahr macht sich nun das Oldenburger Staatstheater daran, dieses Mammutwerk zu aufzuführen. Anders als die Bayreuther Festspiele oder die ganz großen Opernhäuser, die mit ihren Möglichkeiten einen kompletten Ring-Zyklus in einer Saison stemmen können, hat man sich in Oldenburg dazu entschlossen, in vier aufeinanderfolgenden Jahren jeweils eine Oper zu inszenieren: Zum allerersten Mal in der Geschichte des Staatstheaters wagt man sich an einen kompletten »Ring des Nibelungen«, bislang gab es nur einzelne Opern des Zyklus' im Spielplan (zuletzt »die Walküre« in einer bemerkenswerten Inszenierung aus dem Jahr 2011 – damals im Ausweichquartier auf dem Fliegerhorst). Den Anfang macht am 04. Februar 2017 die Premiere von »das Rheingold«.

Als besonderes Schmankerl für die zahlreichen Oldenburger Opernliebhaber hat man die Premiere des ersten Oldenburger »Rings« zum Anlass genommen, den Klaviervirtuosen und Musikwissenschaftler Stefan Mickisch einzuladen. Mickisch hielt von 1998 bis 2013 bei den Bayreuther Festspielen 450 Einführungsmatinéen zu allen Musikdramen Richard Wagners. Seit dem Wagnerjahr 2013 wurden seine fundierten und dabei höchst unterhaltsamen Erläuterungen auch in den diversen Kultursendern ausgestrahlt.

Am Sonntag spielte und erklärte er vor ausverkauftem Haus im Staatstheater, das er in den höchsten Tönen lobte. Beginnend mit dem Vorspiel in Es-Dur, dem Beginn von Zeit und Raum; über Ausschnitte aus der Nibelheimszene in der Mitte der Oper, bis hin zum Einzug der Götter nach Walhall an ihrem Schluss, interpretierte er Wagners Musik auf dem Flügel. Dabei gelang es ihm auf unnachahmliche Art und Weise, die Klangfarben eines ganzen Orchesters aus dem Klavier hervorzulocken. Dazwischen charakterisierte er die vierzehn Figuren des »Rheingold« anhand ihrer Motive und fand für (fast) jede ein griffiges Pendant. 

Als Beispiel sei hier der Feuergott Loge genannt: Mickisch beschreibt ihn als einen mit allen Wassern gewaschenen Anwalt, schlau und aalglatt, mit allen Tricks und äußerst redegewandt. Einer, den man auf nichts festlegen kann. »Wie Gregor Gysi«, meinte Mickisch zur großen Erheiterung des Publikums. Er machte das vor allem an den Leitmotiven fest, die mit Loge verknüpft sind: Allesamt chromatisch schlüpfen sie durch die Tonarten, ohne sich je auf eine festzulegen. 

Im Gegensatz dazu steht der oberste der Götter, Wotan, dessen Motiv in Des Dur steht, der »Jaguar-Tonart« und dessen Motiv ruhig schnurrt wie ein gut geölter Motor – sicher und verlässlich, Stabilität ausstrahlend. Aber Wotan ist, wie Mickisch anschaulich anhand der verschiedenen Leitmotive zeigt, bei allem Tatendrang auch einer, träumt und Visionen von dem hat, wohin sich seine Unternehmungen hin entwickeln könnten. 

Mickisch bezeichnete das Rheingold als »hartes Stück«, in dem die Leitmotive noch holzschnittartig nebeneinanderstehen und die Elementarkräfte Feuer/ Wasser / Erde / Luft miteinander streiten. Kompliziert, so Mickisch mit einem Augenzwinkern, werde es erst, wenn in der nächsten Oper der »Walküre« die ersten Menschen aufträten. Kompliziert und melodisch. 

Mickischs Ankündigung, dass er auch jeweils zu den weiteren drei Opern des »Ring des Nibelungen« in Oldenburg eine Einführung vor der Premiere geben werde, quittierte das Publikum mit großem Beifall. 

Am Ende des Konzerts – als solches würde ich diesen gelungenen und unterhaltsamen Abend durchaus bezeichnen – bedankten sich die Oldenburger Opernfreunde mit langanhaltendem Applaus. 

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Daldossi oder Das Leben des Augenblicks

17.01.2017 09:43 Uhr

Sabine Gruber liest in der LiteraTour Nord

Am Sonntag, 22. Januar, präsentiert Sabine Gruber ihren aktuellen Roman „Daldossi oder Das Leben des Augenblicks“ in der LiteraTour Nord. Als Geschichte eines ehemaligen Kriegsfotografen wirft ihr Buch Fragen nach journalistischer und individueller moralischer Verantwortung auf. Um 11 Uhr liest Gruber im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Sabine Doering. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 7 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf über die Buchhandlung CvO-Unibuch, Uhlhornsweg 99, und unter Telefon 0441 71677.

Nach vielen Jahren in Tschetschenien, im Irak, Sudan und in Afghanistan zieht der Kriegsfotograf Bruno Daldossi mit Anfang Sechzig zurück nach Wien. Nur noch sporadisch begibt er sich auf seine gefährlichen Missionen. Als ihn seine langjährige Gefährtin Marlis verlässt, verliert er jeglichen Halt. In den Liebesverlust mischt sich die Frage, wie mit dem Leid der Welt, das er in seinen Bildern festhält, umzugehen ist. Im Laufe der Geschichte freundet sich Daldossi mit einer Journalistin an, die aus Lampedusa berichten soll, und reist ihr nach. Zudem versucht er, Marlis zurückzugewinnen, aber auch die Verantwortung für wenigstens eines der Schicksale zu übernehmen, die ihm während seiner Zeit als Kriegsfotograf begegnet sind.

Sabine Gruber, 1963 in Meran geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Politik und lebt als freie Autorin in Wien. Für ihre Prosa, Lyrik, Essays, Hörspiele und Theaterstücke erhielt sie unter anderem den Förderungspreis zum österreichischen Staatspreis 2000, den Anton-Wildgans-Preis 2007 und den Veza-Canetti-Preis der Stadt Wien 2015. Ihr aktueller Roman war für die Shortlist des Österreichischen Buchpreises nominiert. 

Die LiteraTour Nord wird in Kooperation vom Literaturbüro Oldenburg, der Carl von Ossietzky-Universität und der Buchhandlung CvO-Unibuch veranstaltet.
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»Spielend die Welt verbessern«

15.01.2017 22:17 Uhr

Wanderausstellung »Deine Anne« eröffnet – neuer Name für Jungendprojektehaus

von Carsten Lienemann

Anne Frank hat uns auch heute noch viel zu sagen, beschreibt sie doch in ihrem Tagebuch nicht nur die historischen Ereignisse aus ihrer Perspektive, sondern auch die ganz normalen Gedanken und Probleme, die alle Jugendlichen erleben. Darin waren sich alle Rednerinnen und Redner einig, die am 13. Januar zur Eröffnung der Ausstellung »Deine Anne – ein Mädchen schreibt Geschichte« sprachen. »Die Ausstellung gibt nicht nur Auskunft über den Faschismus, sondern stellt auch Verbindungen zu heute her, zu Persönlichem, zu Werten«, sagte Gina Schumm, Geschäftsführerin »politische kulturelle Jugendbildung« des Vereins Jugendkulturarbeit, die die Wanderausstellung nach Oldenburg geholt hatte.

Eine weitere Besonderheit des Tagebuchs, auf die auch die Ausstellung eingeht, sind herausragende, für ein 12- bis 14-jähriges Mädchen ungewöhnliche Sätze, die man kaum anders denn als Weisheiten bezeichnen kann. Darauf gingen sowohl die erste Bürgermeisterin Christine Wolff als auch der Landttagsabgeordnete Ulf Prange ein. »Anne Frank vermittelt immer wieder Hoffnung, Weisheit und Zuversicht« sagte Wolff.

Das Internationale Jugendprojektehaus sei der perfekte Standort für die Ausstellung, so Prange. Zusammen mit den anderen Projekten von Jugendkulturarbeit e. V. werde so die Auseinandersetzung mit Diskriminierungen und mit der Demokratie gefördert.

Die Bundestagsabgeordnete Barbara Woltmann bezeichnete Anne Frank als eine Chronistin, die »mit ihrer Lebensgeschichte auch Geschichte erzählt«. Die Ausstellung ermögliche auch und gerade eine emotionale Teilhabe, weil sie Parallelen und Unterschiede zu heute zeige.

Dass die Ausstellung gerade jetzt nach Oldenburg kommt, ist kein Zufall. Die Baumaßnahmen auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne nehmen ihren Lauf, die Stadt benennt die neuen Straßen nach Menschen, die während der NS-Diktatur im Widerstand waren, und das schon seit 2009 hier ansässige Internationale Jugendprojektehaus des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. heißt jetzt offiziell »Weiße Rose 1«.

»Die Gebäude, die einmal für die Wehrmacht gebaut wurden, sind heute umgeben vom Anne-Frank-Platz, der Georg-Elser-Straße und der Weißen Rose. Für uns ist das Glücksfall und Auftrag zugleich«, sagte der Erste Vorsitzende von Jugendkulturarbeit e. V., Fabian Becker. Der Verein werde weiterhin Theater- und politische Arbeit mit Jugendlichen machen und »spielend die Welt verbessern«, so Becker.

Zum Konzept der Ausstellung gehört, dass Jugendliche die Besucherinnen und Besucher begleiten. 21 Jugendliche aus dem 9. und 10. Jahrgang der IGS Flötenteich und aus dem Jugendprojektehaus waren interessiert und wurden zwei Tage lang auf diese Aufgabe vorbereitet. »Wir kannten die Geschichte und wollten neue Methoden der Kommunikation kennen lernen«, erklären Miriam und Pia. »Wir machen keine Führungen, sondern begleiten interaktiv kleine Besuchergruppen, meist zu zweit.« 

Jette und Lina-Marie haben Anne Franks Geschichte in der Schule behandelt und wollten mehr darüber erfahren »wie Kinder damals gelebt haben«. Die Vorbereitung durch die jungen Teamer vom Anne-Frank-Zentrum Berlin sei besser als erwartet gewesen, sagen beide. Sie fühlen sich auf ihre Rolle gut vorbereitet.


Die Wanderausstellung ist Teil einer Reihe unter dem Titel »Von Opfern, Zivilcourage und Überforderung«, die außerdem Vorträge und Filmvorführungen umfasst. Gefördert werden diese Veranstaltungen vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg, dem Anne-Frank-Zentrum Berlin, dem Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V., der IGS Flötenteich, dem Cine K, dem Internationalen Fluchtmuseum und dem Präventionsrat Oldenburg.

Deine Anne – ein Mädchen schreibt Geschichte
13. Januar bis 5. Februar, Weiße Rose 1 
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags, 9-13 Uhr und 15-19 Uhr
sonntags 10-16 Uhr; Samstag, 14.01., 10-16 Uhr

Wenn Sie sich mit einer Klasse oder Gruppe die Ausstellung ansehen oder auch eine Führung mit den Peer Guides buchen möchten, melden Sie sich bitte unter der Telefonnummer 0441 39010750 oder per Mail g.schumm@jugendkulturarbeit.eu. 
Eine Führung dauert ca. 2 Stunden.

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„Sehnsucht Europa“: Großes Kulturprojekt startet in der Metropolregion Nordwest

16.12.2016 08:54 Uhr

Metropolregion Nordwest fördert dezentrales Projekt zur Integration durch Kulturbegegnung

Wie wollen wir zusammenleben? Unter dem Titel „Sehnsucht Europa“ beschäftigen sich mit dieser Frage Kultureinrichtungen gemeinsam mit Zugewanderten, Geflüchteten, Bürgerinnen und Bürgern in der Metropolregion Nordwest. An dem Projektverbund sind Partner in Bremen, Delmenhorst, Lohne, Oldenburg und Syke beteiligt. Förderer sind unter anderem die Metropolregion Nordwest, der Senator für Kultur in Bremen und die Oldenburgische Landschaft. Initiiert hat die Zusammenarbeit die Oldenburgische Landschaft gemeinsam mit dem Bremer Zusammenschluss kultureller Akteure, Stadtkultur Bremen e.V. Einige Ergebnisse sind ab November 2017 in einer Wanderausstellung zu sehen. 

„Das Projekt will die Vernetzung zwischen Kultureinrichtungen und Migranten weiterentwickeln. Wir möchten weiteren potenziellen Akteuren mit guten Beispielen Anstöße und Ideen für die eigene Arbeit geben“, erläutert Landschaftspräsident Thomas Kossendey. 

„Kulturelle Aktivitäten bilden für Menschen aller Altersstufen und unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft die Grundlage für Dialog und Frieden und stärken somit den sozialen Zusammenhalt in der Region. Die Metropolregion beteiligt sich daher bei diesem wichtigen Projekt, bei dem Menschen im kulturellen Raum zusammenkommen, um sich auszutauschen, Neues zu kreieren und produktiv zu sein mit dem Ziel, gemeinsam Zukunft zu gestalten", so Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest. 

Was ist die gemeinsame „Sehnsucht Europa“ derer, die hier schon lange leben und derer, die neu hinzugekommen sind? An verschiedenen Orten der Metropolregion und mit vielfältigen Ansätzen versucht das Projekt „Integration durch Kulturbegegnung“ sich den Antworten zu nähern:

Im Projektort Bremen werden die performativen Künste aus den Bereichen Theater und Tanz im Fokus stehen: Quartier, steptext dance project, das Kulturhaus Walle und die bremer shakespeare company werden neue Produktionen entwickeln, die sich mit dem Thema „Sehnsucht Europa“ beschäftigen, z.B. in Schulprojekten, aber auch durch neue Vernetzung professioneller Künstlerinnen und Künstler und anderer Produzentinnen und Produzenten aus Bremen. Unter dem Schlagwort „Akademie“ sollen der gegenseitige Austausch und die Diversität des Bremer Kulturbetriebs gefördert werden. Dialogformate bilden den Kern der Aktivitäten, ein Festival in 2018 den Abschluss. 

Die weiteren Projekte in der Metropolregion sind an Museen angegliedert. Gemeinsam mit lokalen Kooperationspartnern wie Vereinen und Künstlerinnen und Künstlern setzen sie sich mit Einflüssen von Migration auf den jeweiligen Projektort und die Gesellschaft auseinander. Den Ausgangspunkt bildet die lokale, meist auch die historische Perspektive. 

Im Nordwestdeutschen Museum für IndustrieKultur Delmenhorst stehen im „Dialog der Generationen“ persönliche Migrationserfahrungen und das Ankommen in der neuen Heimat im Mittelpunkt. Das Industriemuseum Lohne beschäftigt sich mit dem Wandel der alten und neuen Heimat türkischer Arbeitsmigrantinnen und -migranten, die in den 1960er Jahren nach Lohne kamen. In Oldenburg machen sich junge Geflüchtete unterstützt durch Künstlerinnen und Künstler von SLAP e.V. auf, das „Zuhause in der Fremde“ und die Lebenswelten in Europa im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg sowie in der Umgebung zu erforschen. In Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Syke begibt sich eine Projektgruppe aus Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse der Ganztagsschule Syke auf Spurensuche, um die Einflüsse von Migration auf das Stadtbild am Beispiel gastronomischer Betriebe zu erforschen.

Die Projektergebnisse werden ab November 2017 in einer Wanderausstellung vorgestellt. Als Kommunikationsplattform soll die Ausstellung zugleich Besucherinnen und Besucher einladen, eigene Perspektiven beizutragen. Auszüge aus den jeweils aktuellen Produktionen der Bremer Projektpartner beleben die Ausstellung an den verschiedenen Standorten in der Metropolregion Nordwest.
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Neue Einblicke und Ausblicke zur Ethnologischen Sammlung

14.12.2016 09:20 Uhr
Ab sofort präsentiert das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg die neu gestalteten Schaufenster zur Ethnologischen Sammlung. Nach fast 10 Jahren hat die prominente Präsentationsfläche am Damm 38 eine Rundumerneuerung erfahren. In seiner neuen Form gewährt es Interessierten und Passanten noch immer Einblicke in die ethnologischen Sammlungsbestände und zeigt Objekte, die der Öffentlichkeit sonst verborgen blieben. Das neue Konzept greift aber auch aktuelle ethnologische Debatten auf und positioniert das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg als offenen Ansprechpartner für aktuelle, gesamtgesellschaftliche Fragestellungen und Diskurse.

 

Dass im heutigen Museumsgebäude Damm 38 bis 1962 eine Tankstelle betrieben wurde, ist nur noch wenigen Oldenburgern bekannt. Auch die Geschichte der Ethnologischen Sammlung des Museums mit heute rund 7000 Objekten ist lange Zeit in Vergessenheit geraten. Dies wird nun mit der Präsentation erneut ans Tageslicht gebracht. In Oldenburg waren es vor allem private Sammler, die dem Museum ihre Objekte aus aller Welt überließen. Eigene ethnologische Sammlungs- und Forschungsexpeditionen hat das Museum nie finanziert oder durchgeführt. Die vielfältigen Objekte seiner Bestände verkörpern somit auch die verschiedenen Sammlerpersönlichkeiten und den jeweiligen wissenschaftlichen, kulturellen und politischen Zeitgeist, der ihre Sammeltätigkeiten prägte. Die ethnologischen Sammlungsbestände des Landesmuseums Natur und Mensch geben damit auch einen Einblick in die Geschichte der Oldenburger selbst. Die Schaufenster stellen stellvertretend die Sammler Ivan Antonovich Kuprianov (1794 –1857), Wilhelm Langheld  (1867 –1917) und seine Brüder sowie Gerd Bruns und Roger Meyer aus den 1970er-Jahren vor. Ob Abgesandter des russischen Zaren an der Nordwestküste Amerikas, Offizier in den deutschen Kolonien Afrikas oder als Lehrer in Südamerika – das Spektrum dieser Personen ist ebenso breit wie das der mitgebrachten Objekte.

 

Die Schaufenster am Damm präsentieren ab sofort eine Vielfalt an Objekten wie Keramiken, Korbwaren, Bootsmodelle, Schmuckstücke, Waffen, Masken und Ritualgegenstände. Sie stammen aus Nord- und Südamerika, Afrika, Ostasien, Ozeanien sowie dem Nahen- und Mittleren Osten und sollen die Neugier und das Interesse an außereuropäischen Kulturen wecken. Der Präsentationsstil, eine nachempfundene Depot-Situation, verweist auf die Notwendigkeit der wissenschaftlichen Erforschung der Sammlungsbestände: Denn ohne die Herkunfts- und Nutzungszusammenhänge lassen sie den Betrachter zwar die Aura der Objekte erfahren, aber nur bedingt ihre kulturellen Kontexte erschließen.

 

 

Heute stehen ethnologische Sammlungen vermehrt im Fokus politischer, internationaler und gesellschaftlicher Debatten. Das neue Präsentationskonzept am Damm öffnet daher Raum für diese Fragestellungen:  Welche Gegenstände aus kolonialen Kontexten sind eventuell unrechtmäßig erworben worden oder wie geht man mit menschlichen Überresten um? Ein grauer Magazinkarton steht in den Schaufenstern symbolisch für die im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg verwahrten ‚human remains‘ – selbstverständlich leer. Die neuen  Schaufenster verbinden so Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie sind jederzeit zu betrachten und visualisieren offen und transparent auch die offene Haltung des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg zu diesen wichtigen Fragen.
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Vielfalt und Teilhabe als künstlerischen Straßenperformance

23.09.2016 20:30 Uhr

Blauschimmel Atelier präsentiert bewegende Tanz- und Theaterperformances in der Oldenburger Innenstadt

Das Lefferseck war am Freitag, 23. September Schauplatz einer besonderen Performance: Fünf verschiedene Gruppen zeigten Straßentanz- und Straßentheater zum Thema »Mitmachen, Teil sein, dabei sein«.

Unter der künstlerischen Leitung von Edda Akkermann (Blauschimmel Atelier) haben die fünf Gruppen mittels Improvisationen aus biografischen Erlebnissen Theater- und Tanzszenen entwickelt. »Fremd und Vertraut«, »Distanz und Nähe«, »Separation und Partizipation«: Die Auseinandersetzung mit diesen Themen in den Gruppen ist die Grundlage der künstlerischen Arbeit. Dabei sind Erwachsene sowie Jugendliche aus Jugendtanz-  und Jugendtheatergruppen, Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, geflüchtete Kinder und Jugendliche. Alle machen gleichberechtigt im Projekt mit, alle sind Teil, und dabei, wenn sie gemeinsam ihre Performance präsentieren.

»Noch einmal möchte das Blauschimmel Atelier in der Öffentlichkeit zeigen, wie wichtig Kunst und Kultur für das Gelingen und das Erleben von Inklusion sind. Mit diesem Projekt wird es besonders deutlich, dass es nur gemeinsam funktioniert«, sagt Ilaria Massari, Geschäftsführerin des Blauschimmel Ateliers.

Am Sonnabend, dem 24. September um 11:00 Uhr treten die fünf Gruppen noch einmal auf. Ansehen lohnt sich!

Das Projekt entsteht in Kooperation mit folgenden Partnern: Jugendkulturarbeit e.V., slap e.V., OBS Eversten, TanzArt Oldenburg, Junge Landesbühne (Wilhelmshaven), Stadtteiltreff Kreyenbrück.
Das Projekt wurde gefördert von: Oldenburgische Landschaft, Aktion Mensch, Schlömer-Stiftung, Bezirksverband Oldenburg, Stiftung »Mitten drin!«.

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»Ein richtig doofer Ort, sich zu verstecken«

16.06.2016 11:36 Uhr

Kindertheaterfestival im Verein Jugendkulturarbeit e. V.

von Carsten Lienemann

In der Woche der Jugendtheatertage 2016 gibt es auch für die drei Kindertheaergruppen des Vereins Jugendkulturarbeit eine Gelegenheit, sich gegenseitig ihre aktuellen Stücke vorzuführen. Am Mittwoch, 15.06.2016, trafen sich die Spielerinnen und Spieler des Kooperativen Kindertheaters Ohmstede (KKO), des Kindertheaters Bloherfelde (KTB) und das Kindertheater PAEPP aus Kreyenbrück im Internationalen Jugendprojektehaus..

Den Anfang machte das KKO mit »Die kleinen Flatterbiester«, einer Vampirgeschichte auf der Basis von »Der kleine Vampir«. Anton und seine große Schwester Leonie haben ein paar merkwürdige Freunde. Ihren Eltern gefällt das gar nicht, erst recht, seit sie festgestellt haben, dass diese auf Fotos unsichtbar sind. Die Eltern versuchen alles, um ihre Kinder auf andere Gedanken zu bringen, während Leonie und Anton alle Hände voll zu tun haben, um die Vampire zu schützen und dabei möglichst harmlos auszusehen.

»Wir wollten etwas Gruseliges machen, und ›Der kleine Vampir‹ ist eine tolle Geschichte«, war von den KKO-Kindern zu erfahren. Die Tänzerinnen der AG Videoclip-Dancing sind auch als Vampire kostümiert und geben der Aufführung damit einen zusätzlichen Grusel-Spaß.

Mit einem Computer-Rollenspiel beschäftigten sich die Bloherfelder. »Clash of KTB« heißt das Spiel, das Luka unbd Andreas unbedingt ausprobieren wollen. Unversehens sind sie selbst mittendrin und müssen sich Level für Level durch mehrere Abenteuer schlagen, die sie mit Hilfe ihrer Verbündeten bestehen. Mit List und Glück gelingt ihnen schließlich der sichere Rückweg in das heimische Jugendzimmer. 

Die Spielerinnen und Spieler vom KTB haben das Stück aus Improvisationen gemeinsam entwickelt. »Als klar war, dass es um Computerspiele gehen sollte, hat jeder sein Lieblingsspiel genannt und was man davon verwenden könnte. Toll fanden wir alle die Idee, dass man selbst in einem Spiel ist.« 

Zum Abschluss gab es noch einen Krimi. Im »Hotel Mystery« ist das wertvolle Mikrofon der Girls Band »Cool Kids« verschwunden. Inspektor Sebastian Numbers hat schnell einen Verdacht. Später noch einen anderen. Und einen dritten. Aber so ganz richtig liegt er bis zum Schluss nicht, und ohne die Hilfe zweier Kinder hätte er den Fall wohl nicht gelöst.

»Es sollte ein Krimi werden«, sagen die PAEPP-Kinder, »erst sollte er auf einem Schiff spielen, aber dann fanden wir ein Hotel besser«. Dann haben sie die Rollen verteilt. Einige wollten die Bösen sein, andere die Guten, einen Inspektor musste es natürlich geben. »Und wir wollten unbedingt etwas singen«, sagen die »Cool Kids«.

Allen drei Stücke spielen in Bühnenbildern von Reimer Meyn und seinem Team, die wieder einmal geniale Lösungen für vielseitig verwendbare Requisiten und Möbel ausgetüftelt haben, oft genug nicht nur praktisch in der Handhabung, sondern auch interessant und lustig für das Publikum.

Am Schluss des Festivals fanden sich die Spielerinnen und Spieler aller drei Theatergruppen in einem Gesprächskreis zusammen und sprachen darüber, was ihnen besonders gefallen hat. Darunter waren viele kleine Einzelheiten, die oft für das Stück gar nicht so wichtig scheinen, aber trotzdem auffallen. »Die Bühne ist ein richtig doofer Ort, sich zu verstecken«, stellte der KKO-Regisseur Dettmar Koch bei der Gelegenheit fest, »aber das wollt ihr ja auch gar nicht. Ihr wollt laut und deutlich und nach vorne!«

Wie alle Theatergruppen des Vereins Jugendkulturarbeit e. V. sind auch diese drei Teil des MUT+-Projektes, dessen Grundgedanke die Beiteiligung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Sinne der Inklusion ist. Genau das aber soll nicht plakativ im Vordergrund stehen, sondern passiert eher im normalen Miteinander. Trotzdem muss man bei allen drei von den Kindern selbst erarbeiteten Stücken nicht lange suchen, um die Betonung von Verschiedenheit und Individualität zu entdecken.

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Michael Ramsauer: SEHR. Bilder aus 15 Jahren

12.06.2016 21:00 Uhr

Ausstellung vom 12. Juni bis 21. August im Stadtmuseum Oldenburg

Unter dem lakonischen Titel „SEHR“ zeigt das Stadtmuseum Oldenburg vom 12. Juni bis 21. August 2016 Malerei von Michael Ramsauer. Der gebürtige Oldenburger, der in der aktuellen Kunstszene breite Anerkennung genießt, setzt sich mit dem Thema Figur und Landschaft auseinander. Er platziert menschliche Gestalten in landschaftliche Umgebung, lässt sie Schemen gleich aus abstrakten Räumen auftauchen, als Kontur förmlich in Farbe aufgehen. Schwimmer, Spazierengehende, Liegende, Sitzende, Stehende im Raum – die Bildmotive scheinen ebenso eindeutig wie rätselhaft. Sie leben aus der Spannung zwischen Andeutung und Auslassung. Expressive Farbstrukturen laden scheinbar idyllische, zeitlose Motive auf und bringen pathetische Grundtöne zum Klingen. Sie aktivieren beim Betrachter emotionale Reaktionen – ist das figürliche Gegenüber doch immer auch Anlass zur Selbstvergewisserung.Ob man sein Werk auf die Traditionslinie des Expressionismus festlegt oder der neuen Figürlichkeit zuordnet, ob man die pastosen Farbturbulenzen, die sich über seine Leinwände ziehen, leidenschaftlicher malerischer Geste oder durchdachtem Kalkül zuschreibt – unbestritten wird dem Werk Ramsauers eine unverwechselbare künstlerische Position bescheinigt, die auch international beachtet wird. „Seine Bildfindungen entziehen sich einem schnellen Erfassen“, sagt Dr. Andreas von Seggern, Leiter des Stadtmuseums, und erläutert: „Sie fordern ein genaues Einlesen in die zahlreichen Details des Bildgeschehens und die vieldeutigen Anspielungen auf kunstgeschichtliche Kontexte und Motive – eben SEHR herausfordernd, SEHR faszinierend.“Ramsauer organisiert seine Malerei, wenn man so will, nach den Prinzipien der klassischen Bildhauerei – prüft er doch immer neue Möglichkeiten, wie Figur sich im Raum verhält. In seinen Schwarz-Weiß Bildern modelliert er Gestalten förmlich aus schwarzer Farbe auf die Leinwand. Als wäre ihm das zu anschaulich, zertrümmert er aber auch alle figürliche Andeutung, so dass der Betrachter aus abstrakten Bruchstücken ein Ganzes zusammenfügen muss. Die umfängliche Bestandsaufnahme von rund 60 Gemälden aus 15 Jahren künstlerischen Schaffens wird in Zusammenarbeit mit der Oldenburger Galerie LAKE erstellt. Sie belegt die Zeitgenossenschaft Ramsauers, aber auch den schöpferischen Elan und die Virtuosität, mit der er seine Bildideen und ästhetischen Strategien vorantreibt und immer neue Ausdrucksformen und Kompositionstechniken entwickelt. So entfaltet die Schau auch einen großen Spannungsbogen – führt vom ästhetischen Prinzip der Unschärfe bis zur atmosphärischen Klarheit, die mit leichter malerischer Textur entwickelt wird. Die Schau wird auf allen Ebenen des Stadtmuseums Oldenburg präsentiert. Neben herausragenden Werken aus öffentlichen und privaten Kunstsammlungen aus allen Schaffensperioden werden zahlreiche aktuelle Werke exklusiv in Oldenburg zu sehen sein. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 12. Juni, um 11 Uhr im Beisein des Künstlers.Es erscheint ein umfangreicher Katalog zum Preis von 25 Euro mit einem Text des Kunstwissenschaftlers und ehemaligen Leiters des Museums für Moderne Kunst Wien und des Kunstmuseums Bonn, Prof. Dr. Dieter Ronte.

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Kreyenbrück wird immer bunter

03.06.2016 12:30 Uhr

Neues Graffito »An den Voßbergen« von IGS-AG erstellt

von Carsten Lienemann

Kreyenbrück hat ein neues Schmuckstück. Direkt gegenüber der Eingangstür zum Stadtteiltreff, An den Voßbergen 58, haben Schülerinnen und Schüler der IGS Kreyenbrück ein rund 24 Quadratmeter großes Graffito angebracht, das schon viel Lob und Anerkennung gefunden hat. So richtig würdigen kann man das Bild aber erst, wenn man die ganze Geschichte mit allen Beteiligten kennt. Von der Idee bis zum fertigen Graffito hat es ein ganzes Schuljahr gedauert und viele Helfer und Kooperationspartner beschäftigt.

»Die Gemeinwesenarbeit entwickelt in jedem Jahr viele Projekte, Wohnumfeldverbesserung ist dabei ein wichtiges Gebiet. Der Arbeitskreis Kreyenbrück hat sich das Motto ›Kreyenbrück treibt's bunt‹ gegeben, und da war der Schritt zu Graffiti nicht mehr weit«, sagt Jutta Hinrichsen vom Stadtteiltreff Kreyenbrück zur Ausgangslage. Beim Thema Graffiti habe man auch immer Jugendliche im Blick, außerdem den Präventionsrat und wegen der Sprayflächen die GSG, so Hinrichsen weiter.

Jugendliche in großer Zahl findet man an der IGS, offene Ohren für neue Projekte auch. »Wir versuchen immer wieder, uns zu öffnen und Experten von außen an unsere Schule zu holen, die ihre Kenntnisse und Fertigkeiten auf anderen Wegen an die Schülerinnen und Schüler weitergeben«, erklärt Heike Schaadt, Didaktische Leiterin der IGS Kreyenbrück. So habe man in diesem Fall eine »AG Graffiti« eingerichtet und für den fachlichen Teil Renke Harms gewinnen können, der die Graffi-Werkstatt des Präventionsrates leitet. Die Stunden, die Harms dafür leistet, werden vom Amt für Jugend und Familie bezahlt. »Eine Wand zur Verfügung zu stellen, das allerdings kriegen wir als Schule so nicht hin«, bedauert Schaadt.

Hier kommt die GSG ins Spiel. »Wir waren gerne bereit, eine Fläche freizugeben und werden das auch weiterhin tun«, so Birgit Schütte, Abteilungsleiterin Vermietung/Instandhaltung bei der GSG. »Wenn die Wände bunter werden und die Bewohner des Stadtteils selbst die Gestaltung übernehmen, identifizieren sie sich auch mehr mit ihrem Quartier. Auch die Botschaft dieses Bildes gefällt uns sehr.«

Das Bild ist aus den Ideen der AG-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer entstanden. Aus ihren Entwürfen und Zeichnungen hat Renke Harms dann ein digitalisiertes Gesamtbild angefertigt und bei der GSG eingereicht. Harms musst kurzfristig noch einiges ändern, weil das ursprünglich ausgewählte Gebäude, das ein ganz anderes Format hat, bald abgerissen werden soll.

Die Unterrichtsinhalte der AG gingen aber deutlich über die Planung dieses einen Graffitos hinaus. »Wir haben mit einer präventiven Einheit über Unterschiede zwischen illegalem und legalem Sprayen angefangen, dabei wurde auch behandelt, wie und wo in Oldenburg legale Flächen zu finden sind«, erläutert Harms. Außerdem sei es um verschiedene Techniken, um Vorbereitung und natürlich auch um viel praktische Übungen gegangen. »Dankenswerterweise hat uns die Bäderbetriebsgesellschaft Oldenburg mbH am Hallenbad Kreyenbrück eine Übungswand zur Verfügung gestellt.«

Die Schülerinnen und Schüler, übrigens für das Thema Graffiti erstaunliche 80% Mädchen, würden am liebsten gleich weitermachen. »Es hat viel Spaß gemacht, die Techniken zu lernen und zu üben, vom vorbereitenden Zeichnen bis zum Umgang mit der Sprühdose«, waren die Aussagen. »Eigentlich müssten wir als nächstes unsere Schule verschönern!«

Dem würde sich Heike Schaadt nicht verschließen. »Machen wir, sobald die energetische Sanierung abgeschlossen ist.«
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Repair-Café jetzt auch in Kreyenbrück

14.04.2016 07:10 Uhr

Freitag 17 Uhr im Gemeindehaus St. Johannes, Pasteur­straße 5,

von Carsten Lienemann

Reparieren statt Wegwerfen: Unter diesem Motto öffnete am 11.03 2016 das Repair-Café erstmals in Kreyenbrück seine Türen. Das Reparatur-Treffen soll von nun an außerhalb der Ferienzeiten regelmäßig einmal im Monat stattfinden.

Schülerinnen und Schüler aus dem 7. Jahrgang der IGS Kreyenbrück organisieren im Gemeindehaus St.-Johannes in der Pasteurstraße 5 dieses Repair-Café. Sie und andere ehrenamtliche Reparateure unterstützen die Besucher dabei, Defekte an mitgebrachten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und im besten Falle gemeinsam zu reparieren. Für verschiedene Reparaturen aus den Bereichen Textil, Holz, Fahrradtechnik und allgemeine mechanische Reparaturen stehen Reparaturfachkundige und die notwendigen Materialien und Werkzeuge vor Ort bereit. Bis 16:30 Uhr können Besucher mit zu reparierenden Gegenständen vorbeikommen. 

Das Repair-Café ist Teil des neuen Schulfaches »Lernen durch Engagement«, das die IGS Kreyenbrück kürzlich für den 7. Jahrgang eingeführt hat. Dabei geht es um wesentlich mehr als Reparaturen. »Die Schülerinnen und Schüler lernen soziales Engagement, das im Unterricht geplant und in der Praxis umgesetzt wird«, erklärt Heike Schaadt, Didaktische Leiterin der IGS. Kooperationspartner seien dabei unter anderem soziale Einrichtungen. »Das Repair-Café ist dafür nur ein Beispiel, aber schon ein besonderes. Neben der Möglichkeit, Gebrauchsgegenstände reparieren zu können, möchten wir einen Ort der generationenübergreifenden Begegnung und des Austauschs im Stadtteil schaffen. Das wir das können, verdanken wir auch der Gemeinde St. Johannes, die ihre Räume zur Verfügung stellt«, so Schaadt.

Die Schülerinnen und Schüler organisieren in diesem Fall nicht nur, sondern reparieren auch selbst mit. Die nötigen Kenntnisse dafür erwerben sie im Wahlpflichtkurs »Fahrradreparatur« bei Christian Dierking, Mathematik- und Techniklehrer und Leiter der schuleigenen Werkstatt, sowie Studierenden des Fachbereichs Technik an der Universität Oldenburg, die ebenfalls Kooperationspartner ist. »Die Studierenden entwickeln die Unterrichtsmaterialien, das dann an die Schulen geht. Wir profitieren davon, dass die Konzepte nicht auf der theoretischen Ebene bleiben, sondern real umgesetzt werden«, erläutert Katharina Dutz von der Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften der Uni Oldenburg.

Die laufenden Kosten sind dabei kaum der Rede wert. »Ersatzteile haben wir bisher nicht gekauft, bestenfalls Kettenfett oder Flickzeug. Ansonsten werden andere, nicht mehr zu reparierende Fahrräder ausgeschlachtet«, sagt Christian Dierking.

Den Schülerinnen und Schülern macht es offenbar Spaß. »Ich fand das Thema gut und dass man was Praktisches machen kann«, sagt Lukas, und Emily zeigt schon jetzt ihr Organisationstalent. Einen platten Reifen kann sie reparieren, den Rest möchte sie auch lernen. Vor allem aber: »Menschen helfen«.

»Wir suchen weitere Kooperationspartner im Stadtteil und darüber hinaus«, sagt Heike Schaadt. So sei eine Zusammenarbeit mit dem Yezidischen Forum in Vorbereitung. »Flüchtlinge und Migranten bringen auch in Sachen Reparatur und Wiederverwendung andere Kenntnisse und Erfahrungen mit«, so Schaadt. »Manche Geflüchtete können hier einfach durch Anwenden ihrer Fertigkeiten helfen und erfahren dadurch eine besondere Form der Wertschätzung«, ergänzt Katharina Dutz.

Interessierte können sich an die IGS Kreyenbrück wenden:

IGS Kreyenbrück
Brandenburger Straße 40
26133 Oldenburg

Christian Dierking (Werkstattleiter)
Tel. 0151 124 39 630
christian.dierking@igs-kreyenbrueck 

Heike Schaadt (Didaktische Leiterin)
Tel. 0441 9450150
didaktik@igs-kreyenbrueck.de
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Tanzprojekt für Jugendliche

11.03.2016 10:31 Uhr

Noch Plätze frei

Das Tanz-Projekt »ZEIT-los ...« sucht noch Jugendliche, die Lust haben, an einem Theater- und Tanzprojekt teilzunehmen und auf der Bühne zu stehen.

Die Proben finden im Forum der IGS Flötenteich statt.
Es wird ein Tanzstück zum Thema Zeit, es geht um Zeitnot, Langeweile, Rastlosigkeit und Raserei...
In Zusammenarbeit mit den Tänzern Marco Jodes und Antje Rose entsteht ein Stück, in dem verschiedene Tanzstile von HipHop bis Ballett gemischt und auch Theater- und Zirkuselemente eingebaut werden.
Das Projekt richtet sich an alle zwischen 12 und 22 Jahren, die Lust auf Tanz und Theater haben – mit oder ohne Bühnenerfahrung!

Erste Probe ist der 17.3. um 16 Uhr im Forum der IGS Flötenteich.
Weitere Proben:
Freitag 18.3. 15–17 Uhr
Freitag 15.4. 15–18 Uhr
Samstag 16.4. 12–17 Uhr
Freitag 29.4. 16–19 Uhr
Donnerstag 12.5./Fr 13.5. 16–19 Uhr 

Die Endproben sind vom 17.5. bis zum 19.5.

Am 20.5. um 11.30 und 19 Uhr sind die Aufführungen im Forum der IGS Flötenteich.
Am 23.5. und am 24.5. um 11.30 Uhr sind weitere Aufführungen.

Bei Interesse oder Fragen bitte melden bei Antje Rose, Tel. 0171–355 20 55
kontakt@antjerose.de

Oder einfach am 17.3.2016 um 16 Uhr zum Forum der IGS kommen!
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Kulturbüro verleiht Förderpreis für kulturelle Bildung

20.01.2016 23:01 Uhr
von Carsten Lienemann

Man könnte die Auszeichnung, die das Kulturbüro der Stadt Oldenburg am 20. Januar 2016 in der Grundschule Dietrichsfeld vergab, auch als Zukunftspreis bezeichnen. Denn prämiert und mit je 1000 Euro unterstützt wurden hier drei gute Ideen, deren Ausführung aber noch bevorsteht.
»Der Förderpreis wird seit 2011 etwa alle zwei Jahre an Projekte vergeben, die Kooperationen zwischen Schulen oder Kitas einerseits und Kultureinrichtungen andererseits zusammenbringen«, sagte Sophie Arenhövel, Projektleitung Kulturelle Bildung im Kulturbüro. »Die Stadt möchte damit die Schulen bei der Öffnung für außerschulische Kooperationspartner unterstützen«, so Arenhövel. Aktuelle Schwerpunkte seien die frühe Begegnung mit Musik und die Einbindung von Kindern mit schwierigen Biografien.

Das in der Kategorie »schoOL'n'art« ausgezeichnete Projekt »Raumerfahrung und Architektur« ist eine Kooperation der Grundschule Babenend mit dem Blauschimmel-Atelier. »Die Idee, Kinder im Grundschulalter zur Auseinandersetzung mit ihrem alltäglichen Raum anzuregen ist sehr innovativ. Das Projekt bietet den Kindern die wunderbare Möglichkeit, ihre Alltagserfahrungen mithilfe von kultureller Bildung zu verarbeiten und ihre Umgebung mitzugestalten«, heißt es in der Begründung der Jury.

In der Kategorie »KitaKu – Frühkindliche Kulturelle Bildung in Oldenburg« gewann »Fabeltiere zwischen Wunsch und Wirklichkeit«, eine Kooperation zwischen der Kita Biberburg und dem Landesmuseum für Natur und Mensch. »Erstmals arbeiten hier eine Kita und eine Kultureinrichtung zusammen«, begründete Jury-Sprecherin Tamara Bunjes die Vergabe. Die Kinder werden die Mitmach-Ausstellung »Bestiarium Construendum« des finnischen Künstlers Alexander Reichstein erkunden und sich den Fabeltieren sowohl naturwissenschaftlich als auch philosophisch nähern.

Der Sonderpreis »participate!« ging an  »Begegnungen. Tanz, Theater und Musikprojekt mit Kindern aus der Sprachlernklasse«, eine Kooperation zwischen der Grundschule Dietrichsfeld und Global Music Player e. V. Zur Begründung sagte Kulturamtsleiterin Christiane Cordes: »Hier wird sozial benachteiligten Kindern die Teihabe ermöglicht. Musik, Tanz und Theater überwindet Sprachbarrieren.«
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Auf dem Weg von Anne Frank – Zeitzeugenberichte auf dem Weg der Deportationszüge

30.11.2015 06:00 Uhr

Ausstellung bis 6. Dezember 2015 im Rahmen des „Erinnerungsgangs 2015“





 Anlässlich des „Erinnerungsgangs 2015“ zeigt das  Stadtmuseum Oldenburg im Alten Foyer vom 9. November bis 6. Dezember 2015 die Wanderausstellung „Auf dem Weg von Anne Frank – Zeitzeugenberichte auf dem Weg der Deportationszüge“.  Ein ergänzender, auf Oldenburg bezogener Teil der Ausstellung wurde von Schülerinnen und Schülern der Graf-Anton-Günther-Schule erarbeitet, die dieses Jahr auch den Erinnerungsgang gestaltet haben. Die Ausstellung wird am Montag, 9. November, um 14 Uhr im Hüppe-Saal des Stadtmuseums Oldenburg eröffnet. Anne Frank war eine unter den 107.000 Menschen, die im niederländischen Lager „Kamp Westerbork“ während der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg interniert und von dort in die Konzentrations- und Vernichtungslager – vor allem nach Auschwitz und Sobibor – deportiert wurden. 102.000 Menschen kamen dabei um. Darunter auch 38 Oldenburger mit jüdischen Wurzeln, die zunächst in den Niederlanden Schutz vor den Verfolgungen gesucht hatten. Da viele der Deportationszüge aus Westerbork kommend die nördliche Route über Weener, Leer und damit auch über Oldenburg nahmen, war dies für die Vorbereitungsgruppe „Erinnerungsgang 2015“ der Graf-Anton-Günther-Schule Grund genug, diese Wanderausstellung auch nach Oldenburg zu holen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Zitate Oldenburger Zeitzeugen sowie durch Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Graf-Anton-Günther-Schule. Eine Fotowand lenkt den Blick auf die Oldenburger, die hinter den Namen der Ermordeten auf der Gedenkwand in der Peterstraße stehen; großformatige Linolschnitte setzen diese Menschen zudem künstlerisch gestaltet ins Bild.Die in der Ausstellung zu Wort kommenden Zeitzeugen jenseits und diesseits der deutsch-niederländischen Grenze berichten, dass die Deportationen von Juden, Sinti und Roma  für alle sichtbar und am helllichten Tage erfolgten. Aufzeichnungen und historische Fotos geben Einblicke in die damaligen jüdischen Gemeinden der Grenzregion. Die Wanderausstellung ging hervor aus einem mehrjährigen, im Frühjahr 2015 abgeschlossenen Projekt, an dem auf niederländischer Seite die Gemeinde Oldambt sowie das Erinnerungszentrum Westerbork, auf deutscher Seite der Bildungsträger Arbeitskreis Schule Rhauderfehn sowie der Landkreis Leer/Ostfriesland – letzterer auch leitend – beteiligt waren. Weitere Informationen zu dem Projekt sind auf der Internetseite www.aufdemwegvonannefrank.de nachzulesen.Mit dem Erinnerungsgang erinnert Oldenburg auch 2015 wieder an die Verfolgung und Ermordung jüdischer Mitbürger. Anlass sind die nationalsozialistischen Novemberpogrome, in deren Verlauf jüdische Männer am 10. November 1938 verhaftet, durch Oldenburgs Straßen getrieben und anschließend deportiert wurden. Jedes Jahr richten der Oldenburger Arbeitskreis „Erinnerungsgang“ und die Schülerinnen und Schüler einer Oldenburger Schule – dieses Jahr der Graf-Anton-Günther-Schule – den Erinnerungsgang aus und gestalten ein vielfältiges Programm zum Thema. Mehr Informationen zum Erinnerungsgang gibt es auf www.erinnerungsgang.de.



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Global Music Player AllStars begeistern Flüchtlinge

23.11.2015 16:05 Uhr

Gemeinsames Konzert von Cadillac, Rotem Kreuz und Global Music Player e. V. in der Flüchtlingsunterkunft am Stubbenweg

von Carsten Lienemann

Mit »Üsküdar'a Gider Iken«, einem populären türkischen Volkslied, hat die Band auf der improvisierten Bühne ihre Zuhörer gerade in Bewegung gebracht. Es folgt ein schwedischer Folklore-Song über die Macht nordischer Gottheiten – und das Publikum, Menschen, die gerade aus Syrien, dem Kosovo oder dem Sudan fliehen mussten, tanzt und feiert ausgelassen weiter.

Mit dreizehn Musikerinnen und Musikern aus sechs Nationen spielten die Global Music Player AllStars am Sonntagabend, 22. November, in der Flüchtlingsunterkunft am Stubbenweg und zeigten erneut, dass Musik unterschiedlichster Herkunft Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen über alle Sprachhindernisse hinweg zu begeistern vermag.

Der aus Syrien stammende Haidar Osman hatte mit einem Tanbur-Solo den Abend eröffnet. Es folgten türkische, englische, lateinamerikanische und afrikanische Stücke, gespielt in jeweils unterschiedlichen Besetzungen. Nicht nur die Musik selbst, auch die Akteure kamen gut an. Wer gerade nicht auf der Bühne stand, mischte sich unter das Publikum, animierte alle um sich herum, mitzutanzen oder posierte für eines von ungezählten Erinnerungsfotos.

Die Idee zu einem Konzert in einer Flüchtlingsunterkunft hatten Mitarbeiter des Roten Kreuzes, der Jugendfreizeitstätte Cadillac und der Global Music Player mehr oder weniger gleichzeitig. Dank enger Verbindungen untereinander kam eine gemeinsame Aktion zustande, die ohne lange Vorlaufzeit zu diesem gelungenen Abend führte.

»Vielen Dank, dass wir hier sein durften«, so verabschiedete Sophie Arenhövel nach rund eineinhalb Stunden sich und ihre Kolleginnen und Kollegen, die das genau so empfanden. »Ein sehr emotionales Konzert«, sagte Christian Jakober, und Bi-Z Zamble und Richard Kouadio stimmten zu: »Es ist etwas Besonderes, in einer Flüchtlingsunterkunft spielen und den Menschen ein bisschen Glück und Hoffnung geben zu können.« Auch Haidar Osman, der vor und nach dem Konzert viele Gespräche führte, war sehr berührt: »Es kam sehr gut an, die Menschen bekamen die Möglichkeit, sich zu freuen. Es ist eine schöne Situation, wenn man sofort Kontakt zu ihnen findet.«

»Dieser Abend wird mich noch lange beschäftigen«, sagte Lüder Kahle am Schluss. »Zum einen wegen der besonderen Stimmung, die wir hier für kurze Zeit ausgelöst haben, zum anderen wegen des eigentümlichen Gefühls, mit dem wir wie selbstverständlich in die eigene Wohnung zurückkehren, während die Menschen hier genau das nicht können.«
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Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2015 verliehen

10.11.2015 08:15 Uhr

Florian Wacker mit „Dahlenberger“ ausgezeichnet



 Der Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2015 geht an Florian Wacker und sein Jugendbuch „Dahlenberger“. Der mit 7.600 Euro dotierte Preis wurde dem Autor am Montag, 9. November, im festlichen Rahmen im Stadtmuseum von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreicht.Von 244 Einsendungen, darunter 94 verlegte Werke und 150 Manuskripte, wählte die Jury zunächst drei Nominierte aus. „Es handelt sich um drei herausragende Texte unterschiedlichster Art und keinesfalls „nur“ Werke, die eine Veröffentlichung verdient haben. Texte die aus dem Rahmen des Gewöhnlichen fallen, neue Erzählwege aufzeigen. Texte die stilisiert provozieren, ausloten und aus dem Tritt der ewigen Trittbrettfahrer ausbrechen. Texte die durch ihre Qualität und Eigenart überzeugen und die keinesfalls einen Tribut an jedwede Öffentlichkeit darstellen“, begründet Robert Elstner die Auswahl der Jury. Letztendlich entschied sich die Jury für Florian Wacker als Preisträger. „Ein außergewöhnlicher Coming-of-Age-Roman, der Stillstand, Langeweile, sexuelle Neugier und Unsicherheit, Verletzbarkeit und Angst vor dem vorgelebten Scheitern der Erwachsenen thematisiert“, ergänzt Elstner. Die Preisrede auf „Dahlenberger“ von Florian Wacker hielt der Kleinkünstler, Schauspieler, Autor und Filmemacher Erwin Grosche (Paderborn): „Florian Wacker schafft es mühelos das Ritual des Arschbombenspringens einzubinden in Veränderungen, die jeden der fünf Jugendlichen bald erstaunen und zweifeln lassen. Er beschreibt dieses Springen mit einer so großen Ernsthaftigkeit, das kein Zweifel daran aufkommt, wie wichtig dieses Ausprobieren für die Jugendlichen ist. In einer unaufgeregten Sprache, doch kenntnisreich, nimmt er uns mit auf das Brett, von dem wir aufspringen, mit der Idee der perfekten Arschbombe im Kopf. Da taucht kein Zweifel auf an der Sinnhaftigkeit dieser Beschäftigung. Da springt man um sein Leben. Damit sucht man seinen Platz in der Welt. Man grenzt sich damit ab von allen Erwachsenen, die traurig und hilflos immer noch der Frage nachlaufen: Wer bin ich eigentlich?“Die Preisverleihung wurde von Jessica Schlage moderiert. Die musikalische Begleitung gestaltete die Band „Madmax“ unter der Leitung von Philipp Pumplün (Musikschule der Stadt Oldenburg).Zum Inhalt des Jugendbuchs „Dahlenberger“ von Florian Wacker: Die Sonne brennt. 33°C meldet das Thermometer im Freibad der Kleinstadt Dahlenberg und die Hitze verbreitet eine Trägheit unter den Gästen auf der Liegewiese, die nur ein Sprung ins kühle Wasser kurzzeitig unterbrechen kann. Der 16-jährige Jan verbringt den Großteil des Sommers zusammen mit seinen Freunden im Dahlenberger – wie jedes Jahr. Das Dahlenberger ist der Fixpunkt ihrer Jugend, hier kennen sie jeden Winkel. Neben dem Bademeister mit dem dunklen Geheimnis, dem undurchschaubaren Kiosk-Betreiber und der namenlosen Königin des Kassenhäuschens gehören sie selbst zum Inventar. Ihr einziger Ehrgeiz scheint darin zu bestehen, den perfekten Sprung hinzubekommen, von einem Brett, das nicht hoch genug ist und schon bessere Tage erlebt hat, wie eigentlich alles in Dahlenberg. Doch dann taucht plötzlich dieser mysteriöse Junge auf. Er kommt, setzt den perfekten Sprung ins Becken und verschwindet wieder – nun ist nichts mehr wie zuvor.

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Fast tausend Meisterwerke

30.09.2015 11:45 Uhr
von Daniel Lüllmann

Zum Ende des Kunstprojekts „Kunst im Quartier“ präsentierten die Künstler beim Abschlussfest am 27.09 ihre Werke. Ein halbes Jahr lang trafen sich in Ohmstede die unterschiedlichsten Menschen, um gemeinsam an Kunstwerken zu arbeiten.

 
„Tausend Meisterwerke sind es nicht ganz geworden, dafür war die Zeit einfach zu knapp“, freute sich Wolfgang Abend (stellvertretender Vorstand und Bereichsleiter Wohnen) über das sehr erfolgreiche Kunstprojekt „Kunst im Quartier“ im Stadtteil Ohmstede. Das Projekt welches die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. (GWO) seit April in ihrem Atelier Farbsinn angeboten hatten, wurde an diesem Sonntag (27.09) mit einem Kunstfest abgeschlossen. Bei gutem Wetter besuchten zahlreiche Gäste die umfangreiche Ausstellung in der gegenständliche aber auch abstrakte Werke der Teilnehmer gezeigt wurden.

 

Hintergrund des Projekts war das Ziel das Atelier, welches hauptsächlich von Bewohnern der Wohnangebote der GWO genutzt wurde, zu öffnen. Durch offene Angebote sollte Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ermöglicht sowie ein Beitrag zur Inklusion vor Ort geleistet werden. Möglich wurde dies durch die Förderung der Aktion Mensch und der Oldenburger Stiftung Teilhabe. Mit ca. 15.000 € Gesamtförderung konnte der Kunstreff ein halbes Jahr lang kostenlose Kurse anbieten. Die Besucher konnten unter anderem Workshops zur Acrylmalerei oder Fotogrammen besuchen. Projektpartner von Kunst im Quartier waren die GSG, das Kulturzentrum Rennplatz, die Kindertagesstätte Kurlandallee, die Ev. Kirchengemeinde Ohmstede und das Blauschimmel Atelier e.V.

 

„Die 11 Kurse für jeweils 10 Teilnehmer waren bereits kurz nach Beginn des Projektes ausgebucht und wir haben Wartelisten erstellt. Damit hatten wir so nicht gerechnet“, so Abend. „Beteiligt haben sich Kinder und Senioren, Jugendliche der Kirchengemeinde und des Kulturzentrums, Mieter der GSG und viele mehr. Dies hat uns gezeigt, dass es über das Medium Kunst möglich ist, die unterschiedlichsten Menschen zusammenzubringen.“ 

 

Aufgrund der vielen positiven Erfahrungen soll es eine Fortsetzung geben, versprach Abend. In welcher Form steht noch nicht fest, zurzeit suchen die GWO Förderer mit Hilfe der Stiftung Teilhabe. In der Zwischenzeit hat das Atelier an der Rennplatzstraße 123 weiterhin am Dienstag 14:30 bis 17:30 Uhr und Donnertags von 14:30 bis 16:30 Uhr für Besucher geöffnet.

 

Informationen zu Kunst im Quartier auch unter:
http://wfbm-oldenburg.de/DE/kunstgruppe.php
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Freies Sprayen ist ein Erfolgsmodell

21.09.2015 06:05 Uhr

Bilanz nach fünf Jahren: Weniger illegale Graffiti dank legaler Flächen

von Carsten Lienemann

Mit der Auftaktveranstaltung »Oldenburg wird zu Oldenbunt« wurden vor fünf Jahren an der Sporthalle des TuS Bloherfelde legale Graffitiflächen offiziell freigegeben. Anlass genug für ein neues Graffiti-Festival: Am 19. und 20. September jeweils von 14 bis 18 Uhr Zeit waren 15 Sprayer am Brandsweg 56 aktiv. Außerdem wurde zogen der Sportverein, die Graffiti-Werkstatt und der Präventionsrat Oldenburg (PRO) eine Zwischenbilanz: Was hat sich in durch die legalen Flächen verändert?

»Als wir damals erste Kontakte aufbauten, war die Empörung zunächst groß, ›jetzt sollen die Schmierereien auch noch legalisiert werden‹, war aus dem Stadtteil zu hören. Bei der Auftaktveranstaltung sah das schon ganz anders aus«, berichtet Klaus Vogt vom Bürgerverein Bloherfelde. Der Freigabe durch den TuS Bloherfelde sei es zu verdanken, dass die Wahrnehmung von Graffiti sich unter den Anwohnern stark verändert habe, so Vogt.

Das einem Ehrencodex folgende ständige Übermalen bestehender Graffiti gehört zum Selbstverständnis der Szene. »Drei- bis fünf Mal im Jahr sieht die Halle komplett anders aus«,sagt Uwe Gröber, der die ständige Veränderung fotografisch dokumentiert. Die künstlerische Qualität habe sich im Laufe der fünf Jahre auch in der Breite stark verbessert, und das sähen auch die Anwohner und Passanten so, berichtet Gröber. »Außerdem gibt es auch weniger illegale Schmierereien«.

Diese Beobachtung bestätigt nicht nur Klaus Vogt, sondern auch Rolf Cramer von der Polizeiinspektion Oldenburg/Ammerland: »Es waren mal deutlich mehr als 1000 Anzeigen im Jahr, es sind inzwischen deutlich unter 1000 Anzeigen. Dafür gibt es sicher mehrere Gründe, aber die Schaffung legaler Flächen ist einer davon.«

Eine Steilvorlage für Renke Harms, Leiter der Graffiti-Werkstatt und Vorsitzender des Vereins Probierwerk e. V. »Wir brauchen weitere legale Flächen, um der inzwischen etablierten Kunstrichtung Graffiti auch in Oldenburg mehr Raum zu geben. Autobahn- und Eisenbahnbrücken würden sich anbieten«, appellierte Harms an die Stadtratsvertreterinnen Margrit Conty (SPD) und Andrea Hufeland (Grüne).

Diese nahmen die Aufforderung gerne an. Der Auftrag an die Politik sei klar, Kunst brauche Flächen, so Andrea Hufeland. »Es ist nicht nur ein Thema für Jugend und Prävention, sondern gehört auch in den Kulturausschuss.«

Auch Margrit Conty sieht die Notwendigkeit weiterer Flächen, »Brücken könnten dadurch einen höheren Erlebniswert für alle bieten, die durchgehen.« Allerdings seien Autobahnbrücken Bundeseigentum und von daher nicht ohne weiteres verfügbar. 

Dass es aber geht, zeigt nicht nur das Beispiel Wechloy, sondern auch besprühte Brücken in anderen Städten wie Essen und anderen Großstädten. Renke Harms sagte zu, ein Konzept inklusive einer aktualisierten möglicher Flächenstandorte zu erarbeiten »In der Übermorgenstadt sollte Streetart zum Stadtbild gehören.« 

Vor einem ganz anderen Problem stehen Harms und die Graffiti-Werkstatt seit dem 15. September. Die Halle auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne, in der die Werkstatt bis jetzt untergebracht war, steht nicht mehr zur Verfügung. Eine neue Halle wird dringend gesucht. 
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Einundneunzig Meter Graffiti

12.09.2015 13:14 Uhr
von Carsten Lienemann

»Das ist die längste Graffitiwand im gesamten Nordwesten«, ist sich Renke Harms sicher, und als Leiter des Präventions-Projektes »Graffiti-Werkstatt« und Vorsitzender des Vereins Probierwerk e. V. kennt er sich aus. Aber das ist nicht der einzige Rekord. 15 Graffiti-Künstler haben in nur anderthalb Tagen auf einer Länge von 91 Metern ein gemeinsames Kunstwerk geschaffen und dabei rund 250 Spraydosen geleert. 

Und das beste daran: Es ist alles legal. Denn die Wand wurde vom VW Nutzfahrzeuge-Zentrum an der Rudolf-Diesel-Straße zur Verfügung gestellt. Von ihrer Bedeutung her liegt sie damit zwischen einer Auftragsarbeit und einer frei zugänglichen legalen Fläche, denn das Fahrzeuggelände ist natürlich eingezäunt. Die Sprayer konnten also nur arbeiten, wenn ihnen jemand das Tor aufschloss.

Möglich wurde das durch den Einsatz und die Flexibilität von VW-Mitarbeiter Manfred Staffhorst, der bereit war, auch außerhalb seiner normalen Arbeitszeit als Ansprechpartner bereit zu stehen. Er sorgte zudem dafür, dass die Fahrzeuge auf dem Hof umgeparkt wurden, um sie nicht mit einer ungewollten Effektlackierung zu versehen, und beteiligte sich an den Diskussionen während des Schaffensprozesses.

»Die Ausgestaltung ist immer ein Prozess, bei dem viel kommuniziert und verändert wird«, erklärt Projektmanager Niklas Schwede vom Probierwerk. »Wir hatten uns das Grundthema ›Weltraum‹ vorgegeben, damit standen schon einmal die Hauptfarben fest. Zwischendurch gab es da mal sehr viel schwarz«.

»Ich habe dann eingeworfen, dass es jetzt aber sehr dunkel aussieht«, erwidert Staffhorst. »Hat was gebracht.«

»Es ist ein großartiges Beispiel mit Vorbildcharakter, das durchaus viele Nachahmer finden darf«, hofft Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrates Oldenburg (PRO).

Das Projekt ist auch noch nicht zu Ende. Einerseits ist die Mauer noch länger, und auch die restlichen Meter sollen noch besprüht werden. Aber auch die schon bestehenden Graffiti bleiben nicht dauerhaft erhalten. »Graffiti ist keine Kunst für die Ewigkeit, Übermalen gehört zum Selbstverständnis. Ausnahmen gibt es da nur für die Werke bereits verstorbener Künstler, und es besteht ein Verhältnis gegenseitigen Respekts«, so Renke Harms. »Deswegen werden fertige Graffiti auch sofort fotografiert, auf diese Weise bleiben sie in Erinnerung«, ergänzt Niklas Schwede.

Wahrscheinlich im kommenden Frühjahr soll wieder gesprüht werden. Manfred Staffhorsts Flexibilität ist also weiterhin gefragt.


Das Probierwerk sucht übrigens dringend eine neue Unterkunft. Bis zum 15. September müssen die Streetart-Künstler die Halle auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne räumen. Wer um eine Möglichkeit weiß, kann sich an den PRO wenden, telefonisch unter 235-3611 oder per Mail an praeventionsrat@stadt-oldenburg.de.
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Cine K ausgezeichnet

27.06.2015 13:00 Uhr
Auch in diesem Jahr wurde das Cine k mit einem Kinoprogrammpreis der nordmedia ausgezeichnet. Das Kino erhielt am 12. Juni 2015 den Preis in Höhe von 1.250 Euro für die Gestaltung einzelner hervorragender Filmsonderprogramme und Programmreihen in der Kategorie gewerbliche Filmtheater.

„Die hervorragende Programmarbeit der Kinobetreiber in Niedersachsen und Bremen wird mit dem Kinoprogrammpreis der nordmedia jedes Jahr aufs Neue gewürdigt", erklärte Thomas Schäffer anlässlich der Preisverleihung. „Die Kinos leisten mit ihren Filmprogrammen aber auch mit den vielfältigen weiteren Veranstaltungen und Aktivitäten wichtige Kulturarbeit und sind damit besonders im Flächenland Niedersachsen von herausragender Bedeutung. 

Trotz der wirtschaftlichen Erfordernisse bieten die ausgezeichneten Filmstätten anspruchsvolles Kino mit höchster Programmqualität. Es ist eine Freude, zu erleben, mit welcher Leidenschaft und Kompetenz die Kinoschaffenden beste Filmkunst in Niedersachsen und Bremen auf die Leinwände bringen."

Bei der Auswahl der Preisträger wird der Einsatz von deutschen und europäischen Filmen, Sondervorstellungen, Filmkunst- und Kinderfilmen bewertet, unter Berücksichtigung der Zuschauerzahlen, der Lage des Kinos und ihrer Konkurrenzsituation. Ziel der Auszeichnung ist die Erhaltung und Förderung der Kinokultur in Niedersachsen und Bremen. Die Entscheidung über die Preisvergabe erfolgt durch eine fünfköpfige Jury, die vom Kinobüro Niedersachsen/Bremen benannt wird.

Das Cine k befindet sich noch bis Mitte September 2015 im Umbau. Dennoch veranstaltet das Kino bis dahin einzelne Veranstaltungen. So findet auch in diesem Jahr das einwöchige Open Air Kino im Rahmen des Oldenburger Kultursommers auf dem Schlosshof statt.
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IGS Kreyenbrück macht sich auf den Weg zur »Kulturschule«

27.04.2015 16:52 Uhr
Gemeinsam mit dem Verein Jugendkulturarbeit als Kulturpartner wird die IGS Kreyenbrück im Rahmen den Landesprogramms SCHULE:KULTUR ihr kulturelles Profil ausbauen und sich innerhalb der kommenden drei Jahre ein Profil als »Kulturschule« erarbeiten.
Das Programm SCHULE:KULTUR wurde durch das niedersächsische Kultusministerium und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur aufgelegt. Zusammen mit der Mercator Stiftung werden so für 40 ausgewählte Projektschulen insgesamt 1,5 Millionen Euro bereitgestellt, um die Entwicklung zu Schulen mit einem kulturellen Profil in Gang zu setzten.
Die IGS Kreyenbrück wurde als eine der Schulen ausgewählt und sieht das Programm als Chance, Methoden und Perspektiven der kulturellen Bildung mit in ihren Schulentwicklungsprozess zu integrieren. Sie wird dabei von dem Verein Jugendkulturarbeit als außerschulischen Partner unterstützt. Ziel ist es, den gesamten Schulalltag nachhaltig mit kulturellen Aspekten zu bereichern und in möglichst allen Bereichen des Schulalltags und in möglichst vielen Fächern die Chancen der kulturellen Bildung nutzbar zu machen. 
Zum Auftakt des Entwicklungsprozesses hat die IGS am 23.4.2015 Prof. Dr. Max Fuchs (vordere Reihe, dritter von links) – bekannt als Experte für kulturelle Bildung und als  erfahrener Berater bei kulturellen Schulentwicklungsprozessen – für eine schulinterne Fortbildung eingeladen. Herr Fuchs legte mit einem Eingangsreferat die Grundlage für die Arbeit in Kleingruppen. In diesen konnte das engagierte Kollegium der IGS die notwendigen Schritte für den weiteren Schulentwicklungsprozess diskutieren und planen. So beschäftigten sich einige Lehrerinnen und Lehrer  z.B. in einer Arbeitsgruppe zusammen mit Max Fuchs und Jörg Kowollik (vordere Reihe, zweiter von links) vom Verein Jugendkulturarbeit (Geschäftsleitung Kulturelle Bildung) mit der Planung erster konkreter Schritte für die Entwicklung einer »Kulturschule«.
Organisiert und geplant wurde die schulinterne Fortbildung von der didaktischen Leiterin der IGS Heike Schaadt (vordere Reihe, erste von links), die innerhalb des Programms SCHULE:KULTUR als Kulturkoordinatorin für die Schule tätig ist.
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Stadtmuseum »Vor Ort ...«

27.04.2015 09:42 Uhr

Anmeldung bis 7. Mai

Das Stadtmuseum Oldenburg organisiert am Samstag, 9. Mai, um 15 Uhr die erste Exkursion der neuen Reihe »Vor Ort ...« und entführt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einen Oldenburger Stadtteil. Diesen erleben sie unter dem ganz persönlichen Blick einer Bewohnerin oder eines Bewohners. Die erste zweistündige »Vor Ort ...«-Fahrradtour führt mit der Stadtführerin und Osternburgerin Christine Krahl durch Osternburg.

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Da maximal 15 Personen teilnehmen können, wird um Anmeldung bis zum 7. Mai unter Telefon 0441 235-2891 oder per E-Mail an vermittlung@stadt-oldenburg.de gebeten. Treffpunkt ist die Osternburger Kirche. Bei Regen entfällt die Veranstaltung.
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Werkstatt Zukunft

17.02.2015 07:00 Uhr

Staatstheater und Oeins starten Veranstaltungs- und Sendereihe

Werkstatt Zukunft ist eine Initiative aus der Mitte der Oldenburger Zivilgesellschaft. „Wir wollen Zukunftsfragen im weitesten Sinne zur Diskussion stellen“, sagt Andreas Büttner, einer der Initiatoren der neuen Veranstaltungs- und Sendereihe. „Wir haben uns in der klima-allianz Oldenburg kennen gelernt, bei den Oldenburger Zukunftstagen oder bei der Vorbereitung des Deutschen Entwicklungstages 2013. Jetzt laden wir jeden Monat in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater zu einer Diskussionsrunde ein und produzieren im Zusammenhang damit eine TV-Sendereihe beim Bürgersender Oldenburg Oeins.“


Die erste Veranstaltung der neuen Reihefand am 8. Januar 2015 in der Exerzierhalle am Pferdemarkt statt. Unter dem Titel ‚Das Klima der Zukunft’ ging es um Postwachstumsökonomie, Klimagerechtigkeit und um reparieren statt konsumieren. 

Gesprächspartner waren Dr. Katharina Dutz (RepairCafé), Marc-Oliver Krampe (Dramaturg am Oldenburgischen Staatstheater) und Prof. Dr. Niko Paech (Uni Oldenburg, Postwachstumsökonomie).

„Die Exerzierhalle als Spielstätte des Staatstheaters ist für unsere Veranstaltungsreihe der ideale Ort“, stellte Büttner fest. „Trotz des inhaltlichen Anspruches, den wir mit unseren Themen verbinden, wollen wir keine trockene Diskussion. So haben wir eine Oldenburger Jugendgruppe eingeladen, die ‚Enleio’ präsentieren wird, eine selbst entwickelte Performance zum Thema Nachhaltigkeit. Damit erschließen wir einen kreativen Zugang zum Thema 

Jeweils am dritten Mittwoch im Monat strahlt Oeins die zugehörige Sendung von 19.00 – 19.55 Uhr aus. Das ‚Klima der Zukunft’  wurde am 21. Januar gesendet. 

Im Februar folgt als zweites Thema ‚Frieden’, im März geht es um Initiativen, die junge Menschen selber entwickeln. Die Ankündigungen im Einzelnen und viele Infos zu den Themen der Werkstatt Zukunft gibt es im Internet unter www.werkstatt-zukunft.orgÖffentliche Veranstaltung: 
werkstatt-zukunft
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»Nur Fliegen ist schöner«

14.01.2015 08:00 Uhr

Neues Tanzprojekt im Verein Jugendkulturarbeit

Unter der Leitung von Tanzpädagogin, -performerin und Feuerkünstlerin Julia Ritterhoff wird gerade ein neues Tanzprojekt im Verein Jugendkulturarbeit aufgelegt. »Nur Fliegen ist schöner«, lautet der Arbeitstitel, »und das lässt uns alle Freiheiten, eigenes zu entwickeln und vieles auszuprobieren«, freut sich Ritterhoff.

Zeitgenössischen Bühnentanz, Bewegungs- und Improvisationstechniken möchte Julia Ritterhoff vermitteln und dabei auch das Gespür für verschiedene Bewegungsqualitäten erarbeiten. 

Das Projekt wird vom Kinderschutzbund gefördert und ist auf zwei Jahre angelegt, in deren Verlauf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Tanzvorführungen zu Körperlichkeit aus jugendspezifischer Sicht erarbeiten, anderen Jugendlichen über die Auftritte zeigen und diskutieren.

Eine erste Werkschau, die aber schon das große Potential erkennen ließ, zeigten die Jugendlichen anlässlich der letzten Verleihung des Oldenburg-Oscars am 19.12.2014.

»Manches ist neu, vieles anders, alles ist interessant und spannend«, stellten Christian, Giulia und Leonie, die schon bei Liesa Pieczyk und Marco Jodes getanzt haben, übereinstimmend fest. Die Gruppe ist offen und freut sich über weitere Jugendliche, die sich angesprochen fühlen und sich tänzerisch ausprobieren möchten. »Anforderungen gibt es keine, außer Freude an Bewegung«, so Ritterhoff.

Die Tanzgruppe trainiert montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr im Großen Saal des Internationalen Jugendprojektehauses, Schlieffenstraße 9/11.



Kontakt:
Julia Ritterhoff
Tel.: 0176-61 02 71 45
juliaritterhoff@gmx.de
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»OLscar«-Verleihung 2014

21.12.2014 12:24 Uhr
von Carsten Lienemann

Kurz vor Weihnachten treffen sich im Internationalen Jugendprojektehaus an der Schlieffenstraße aktuelle und ehemalige Spielerinnen und Spieler der sieben Theatergruppen, aktuelle und ehemalige FSJler, dazu die Europäischen Freiwilligen und natürlich Eltern, Freunde und weitere Menschen, die dem Verein Jugendkulturarbeit e. V. Irgendwie verbunden sind.

Mit einer Mischung aus Tradition und Neuem haben sich die Theatergruppen diesmal am 19.12. den Stand ihrer aktuellen Produktionen gezeigt oder eigens für diesen Abend einstudierte Szenen vorgeführt. Das Kindertheater PAEPP aus Kreyenbrück spielte »Schneewittchen – neu verkrönt«, und ihre Kollegen von »Rollentausch« brachten die Trilogie von »Weihnachtsmann-Man« zum Abschluss. 

Das stark ersatzgeschwächte »Kooperative Kindertheater Ohmstede« sammelte Lebensmittel für den Nikolaus und seinen Esel, die gerade neu gestartete Tanzgruppe unter der Leitung von Julia Ritterhoff zeigte eine beeindruckende Werkschau; Tänze führten auch das Junge Theater Bloherfelde, das Kurlandtheater und der Jugendclub auf, ebenso beeindruckend war die A-capella-Gesangsdarbietung von »Guntars Quartett«.

Wie in den Vorjahren wurden wieder selbstgebastelte Oscars ausgetauscht. Die Jugendlichen bewiesen auch diesmal viel Phantasie, um ihren Mitspielern ihre Wertschätzung zu zeigen.

Den musikalischen Abschluss – auch das scheint langsam Tradition zu werden – steuerte wieder »Révolution R« bei.

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Nach MUT kommt MUT+

11.12.2014 09:24 Uhr

Jugendkulturarbeit e. V. macht »Theater für alle mit allen«

von Carsten Lienemann und Edda Hayen

Wenn das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) einen Projektantrag als einen von 10 aus 400 Bewerbungen auswählt, dann darf man als Antragsteller durchaus stolz darauf sein. Umso mehr, wenn damit gleichzeitig auch eine Anerkennung der bisherigen Arbeit verbunden und dem Ministerium 136.000 Euro für zwei Jahre wert ist.

»Die Anfrage, ob wir gemeinsam an der Ausschreibung teilnehmen wollen, war eine Steilvorlage der Fachstelle Inklusion, des Kulturamtes und des Jugendamtes«, sagt Jörg Kowollik, Vorsitzender von Jugendkulturarbeit e. V. und MUT+-Projektleiter.

Im Anschluss und aufbauend auf das erfolgreiche Projekt »Migration und Theater – Kinder und Jugendliche gestalten Vielfalt«, bei dem das Thema Migration eine wichtige Rolle spielte, folgt nun MUT+, in dem sich die stadtteilorientierte Kinder- und Jugendtheaterarbeit des Vereins Jugendkulturarbeit mit Inklusion beschäftigen will. Sieben Kinder- und Jugendtheatergruppen in verschiedenen Oldenburger Stadtteilen werden im Verlauf der zwei Projektjahre 14 Theaterproduktionen entwickeln. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen bringen ihre Erfahrungen und Wünsche in die Produktionen ein, und unter Einbindung von Tanz, Musik und Video geben sie ihnen in Theaterstücken einen künstlerischen Ausdruck. 

Die Erfahrungen aus dem MUT-Projekt zeigen, dass auf diesem Wege Kinder und Jugendliche erreicht werden, die sonst nur schwer Zugang zu kulturellen Angeboten finden. »In den Theatergruppen spielen in jedem Jahr etwa 90 Kinder und Jugendliche, die Aufführungen besuchen jährlich etwa 3000 bis 4000«, sagt Kowollik. 

Die Spieler unterschiedlicher kultureller, sozialer und schulischer Herkunft haben jeweils gemeinsam ein Thema gefunden, dass sie alle angeht. Es hat sich herausgestellt, dass das Thema Migration nicht vordergründig behandelt werden konnte, da sich die Jugendlichen dabei problematisiert gefühlt haben. Natürlich gab es auch Auseinandersetzungen, die von den Pädagogen geleitet werden musste, denn es geht darum, auch mal auszuhalten und zu erkennen, dass sie unterschiedlich und vielfältig sind und eine gemeinsame Lösung ausgehandelt und gefunden werden muss. Dass die Leitung der Theatergruppen teilweise von internationalen Freiwilligen übernommen wurde, hat die Spieler freier agieren lassen. Sprache war plötzlich kein Argument mehr, jemanden auszugrenzen. 
Auch eine nachhaltige Wirkung ist zu verzeichnen. So berichtet Dettmar Koch, dass viele Spieler, die seit 1995 dabei waren, Kontakt zum Verein halten und er damit sehr zufrieden sein kann.

Durch Dokumentationen und wissenschaftliche Begleitung lässt sich ein repräsentativer Anteil an Migranten nachweisen, aber Kowollik will das nicht allzu sehr nach außen tragen, weil »das dem eigentlichen Gedanken von Integration und Inklusion nicht entspricht«. Erklärtes Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen eine Bühne und den Zugang zu theaterpädagogischen Angeboten zu ermöglichen. 

In den Stücken soll um Inhalte gehen, die die Jugendlichen spannend finden, Inklusion ist eher strukturell und im Hintergrund das Thema. »Es geht dabei um das Umdenken auf allen Ebenen, bei den Gruppenleitern und Teamern, natürlich auch bei den Jugendlichen, weiter bei den Kooperationspartnern, den Zuschauern«, so Kowollik.

Nach den Aufführungen in den kooperierenden Schulzentren bestehe oft die Möglichkeit, dass die Spieler und die Zuschauer miteinander diskutieren können. »Die Zuschauer erfahren so, dass die Spieler aus ihren Reihen kommen und das fördert die Bereitschaft und die Lust, einmal selber mitzumachen«, so Kowollik weiter.

»Uns hat an dem Konzept besonders gefallen, dass keine Unterschiede zwischen den Jugendlichen gemacht werden, sondern alle eingebunden werden sollen«, sagt Susanne Jungkunz, Inklusionsbeauftragte der Stadt Oldenburg. »Es müssen Barrieren beseitigt werden, auch in den Köpfen. Es ist nicht immer hilfreich, durchzuzählen, ob man alle Gruppen berücksichtigt hat, oft sind gemeinschaftliche Aktionen ohne Quotenregelung der bessere Weg.«

Jörg Kowollik berichtet: »Oldenburg ist eine Vorreiterstadt für das Thema Inklusion. Wir haben das Projekt bisher nur landesweit streuen können, jetzt können wir auf Bundesebene gehen und unsere Erfahrungen weitergeben!«
Begleitet wird das Projekt auch vom Amt Kultur und Sport der Stadt Oldenburg, das eine Grundförderung zugesichert hat.
Das Projekt erfordert bessere Strukturen und macht sicherlich Umbauten vor Ort unumgänglich, damit auch körperlich behinderte Menschen diese Angebote nutzen können. Die Vorarbeiten laufen bereits. Auch kooperierende Schulzentren werden mit einbezogen.

Nach den kommenden zwei Jahren kann wieder hoffentlich eine erfolgreiche Bilanz gezogen werden und für weitere Projekte zeigt sich der Verein Jugendkulturarbeit e. V. offen und freut sich darauf! 
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Kulturelle Bildung bewegt

02.12.2014 10:02 Uhr

9. Netzwerktreffen Schule – Kultur

von Sophie Arenhövel

»Ich hab gar nicht gemerkt, dass ich was lern« - so bringt ein Schüler das Potential von Kultureller Bildung in der Schule auf den Punkt: Lernen in Prozessen kultureller Bildung findet im besten Fall spielerisch und selbstbestimmt statt, quasi nebenbei. (S. Studie von Tom Biburger und Alexander Wenzlik).

Auf der Suche nach neuen Lernkulturen, nach mehr Bildungsgerechtigkeit und kultureller Teilhabe von Kindern und Jugendlichen begeben sich immer mehr Schulen gemeinsam mit Kulturakteuren auf den Weg einer »kulturellen Schulentwicklung«. Was Schulentwicklung durch Kulturelle Bildung bedeutet, wie sie aussehen und auf welche rechtliche und organisatorische Füße sie gestellt werden kann – das erfuhren die Teilnehmenden des 9. Netzwerktreffens Schul –Kultur. Das Netzwerktreffen wurde von der Projektleitung Kulturelle Bildung im Kulturbüro der Stadt Oldenburg, Sophie Arenhövel, organisiert. 

Über 40 Teilnehmende, darunter Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Kulturschaffende, Koordinatoren und Multiplikatoren, waren am 19. November 2014 der Einladung der Projektleitung Kulturelle Bildung ins Kulturzentrum Cadillac gefolgt.

Zu Beginn des Netzwerktreffens brachte Anja Krüger vom Koordinationsbüro Kultur macht Schule der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen Licht ins Dunkel der vertraglichen Bedingungen für Kooperationen zwischen Kultur und Schule. Nach dieser »harten Kost« stellte sie exklusiv für Oldenburg das aktuelle niedersächsische Förderprogramm »SCHULE:KULTUR!« vor. Ziel dieses von der Stiftung Mercator und der niedersächsischen Landesregierung finanzierten Programms ist es, einen Schulentwicklungsprozess zu initiieren, in dem kulturelle Bildung zu einem zentralen Lernprinzip und Gestaltungselement im Schulalltag wird.

Nach diesem informativen Einblick richtete sich der Blick auf bereits gelingende Praxis kultureller Schulentwicklung.  Die Teilnehmenden konnten noch einmal miterleben, wie im vergangenen Schuljahr aus einzelnen Theater-AGs an der Oldenburger Cäcilienschule plötzlich ein großes Musical-Projekt wurde, in das zahlreiche Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler involviert waren – die West Side Story. »Ich bin eigentlich nicht so ein Schlägertyp«, sagte der Schüler Thies Janßen schmunzelnd. Die intensive Arbeit an der eigenen Haltung und Sprache habe ihn aber selbstbewusster gemacht. Das bescheinigt ihm die Regisseurin des Projekts, die Schauspielpädagogin Stephanie Baak, auch gern in Form eines Kompetenznachweis Kultur. 
Nach einer Kaffeepause konnte der begonnene Austausch unter den Teilnehmenden in Form eines Speedmeetings fortgesetzt werden. Vor allem die Frage »Wenn Sie selbst wieder Schüler/in wären: Was würden Sie sich kulturell von Ihrer Schule wünschen?«  brachte den Erzählfluss ins Rollen. 

Im letzten Teil des Netzwerktreffens kamen die Teilnehmenden dann noch einmal auf mehreren Ebenen in Bewegung. Als bewegend empfanden viele die Kurzdokumentation des Projekts »Handschlag« an der BBS Ammerland, wo Jugendliche, Lehrkräfte und Theaterpädagogen gemeinsam mit Mitteln des Theaters den Auftritt auf der beruflichen Bühne vorbereiten. Hier schafft das Theater etwas, das kein Bewerbungstraining und kein »normaler« Unterricht bewirken konnte: die Jugendlichen zu berühren, zu bewegen und ihnen das Gefühl geben, etwas zu sagen zu haben. Fabian Becker hat dies in beeindruckender Weise filmisch festgehalten.

Schließlich kam der vielleicht bewegendste Teil des Netzwerktreffens: Schauspielerin Sabine Hess, die für den Verein Jugendkulturarbeit im Projekt »Handschlag« (sowie dem aktuellen Nachfolgeprojekt »Auftritt«) mit den Jugendlichen arbeitet, zeigte anhand von einigen Übungen, wie Bewegung in eine Gruppe kommt, wie man mit theaterpädagogischen Kniffen die Kooperation in der Gruppe stärkt und wie man Menschen dazu bringt, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Die Teilnehmenden waren bewegt und begeistert.

So schloss sich am Ende eines informativen und bewegenden Nachmittags der Kreis: Kulturelle Bildung bewegt. Auch Schule.
Fotos: Edda Hayen und Carsten Lienemann

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Time is honey -

29.11.2014 17:00 Uhr

- das Motto, unter dem Circus Roncalli seine Saisonpremiere in Oldenburg feiert

von - m.petrick -

Die Zeit vergeht, die Uhr tickt. Vergänglichkeit für die Einen, Abenteuer für die Anderen.Seit fast vierzig Jahren gelingt es Bernhard Paul, mit dem Circus Roncalli für seine Besucher einen Ort zu schaffen, an dem die Zeit stehen zu bleiben scheint und außergewöhnliche Artisten in und über der Manege ihre Zuschauer an einen Ort des Staunens und Träumens entführen.Zum ersten Mal feiert „Europas meistbewunderter Circus“ (Herald Tribune) in Oldenburg Saisonpremiere und stellt den Oldenburgern und ihren Gästen ab dem 12. März 2015 sein neues Programm vor. Die Pressekonferenz, zu der Paul am vergangenen Mittwoch eingeladen hatte, mutete in Summe irgendwie seltsam an.Sehr tief muss der Ärger über EU und deutsche Bürokratie sitzen, grob geschätzt machte er sich die Hälfte der angesetzten Zeit Luft und schilderte auch den Zuhörer erst einmal irritierende Einzelheiten. Da sind zum Beispiel die Treppchen, die in die Wohnwagen führen. TÜV-Vorschriften verlangen zwingend beidseitige Geländer, auch für Treppchen, die etwa 50 Zentimeter Höhenunterschied überbrücken müssen. Nach ausführlicher Darstellung des Aufwands und der Kosten kommentierte er die ihm sinnlos erscheinende Vorschrift: „Geländer für Menschen, die auf dem Hochseil den Salto mortale machen.“Da er schon einmal dabei war, Dampf abzulassen, bekam auch die EU und ihr Glühbirnenverbot ihr Fett ab. Zehntausend Leuchten, die mit ihren Glühbirnen die Zirkusstadt in unnachahmlich weiches warmes Licht tauchen, brauchen Ersatz – eben Glühbirnen. Also hat er in Köln eine riesige Lagerhalle angemietet, in der bis unters Dach Glühbirnen gelagert sind.Bestand darf ja aufgebraucht werden...Die tief greifende Frage, warum Roncalli seine Saisonpremiere in Oldenburg veranstaltet, erzeugte bei Paul ein tiefes Atemholen. Dann die Antwort: „Freuen Sie sich doch, dass wir hier sein werden.“Dazu gibt's nichts mehr zu sagen. Schon bei seinem ersten Besuch in der ehemaligen Residenzstadt zeigte sich der „Erneuerer der Circuskunst“ (DIE ZEIT) Bernhard Paul begeistert von ihrem kulturellen Angebot und freut sich, mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann einen engagierten Verbündeten gefunden zu haben, der sich mit dafür einsetzt, Kultur zu fördern und mitten in die Stadt zu holen.Es ist die besondere Mischung aus traditionellem Circus, poetischen Meisterwerken und Eigenkreationen, die die Erfolgsgeschichte von Roncalli ausmacht. Über 700.000 Besucher pro Jahr belegen, dass der Circus weiterlebt. „Roncalli ist ein Circus, der eher entschleunigt als beschleunigt. Denn das Kostbarste, was wir uns heute schenken können, ist Zeit", so Circusgründer und –direktor Bernhard Paul.12. März bis 6. April 2015Circus RoncalliAn der Weser Ems Halle26123 OldenburgVorstellungen: Mittwoch bis Freitag 16.00 Uhr und 20.00 UhrSamstag 15.00 Uhr und 20.00 Uhr Sonn- und Feiertag um 14.00 Uhr und um 18.00 Uhr Montag und Dienstag spielfrei.Kartenservice: Karten ab sofort in allen NWZ-Geschäftsstellen und im NWZ Media Store, Markt 21/22, in allen Nordwest-Ticket Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.roncalli.de undwww.nwz-events.de sowie ab dem 10. März 2015 täglich ab 10 Uhr an der Circuskasse.Kartentelefon: 0441 -97 21 40 20 0441 -99 88 77 66Preise: 12,00 bis 59,00 EUR


2010 war Roncalli zum ersten Mal in Oldenburg.Lesen Sie, wie sich der Zirkus unter anderem bei uns vorgestellt hat:
Mein Freund und unentbehrlicher Mitstreiter Carsten Lienemann engagiert sich ehrenamtlich als Bildungspate.
Eine Facette des Circus Roncalli schilderte er 2010 wie folgt:

25.04.2010
Der Circus Roncalli kommt nach Oldenburg, zum ersten Mal überhaupt. Während des Erfahrungsaustausches im März hatte eine Kollegin angeregt, ob man nicht mal bei der Zirkusleitung wegen vergünstigter Karten anfragt.

Die Aufgabe fiel überraschernderweise mir zu. Und so habe ich an das Pressebüro des Circus Roncalli eine E-Mail geschickt, das Projekt Bildungspaten kurz umrissen und um ermäßigten Eintritt gebeten.
Eine ganze Weile passierte nichts. Auf telefonische Nachfrage bei Roncalli sagte man mir, noch sei alles auf den augenblicklichen Spielort Köln konzentriert, aber es werde ganz bestimmt jede Anfrage beantwortet.

Ein paar Tage später lag ein dicker Umschlag im Briefkasten der ganz-Oldenburg.de-Redaktion, außen ein großer »Roncalli«-Aufdruck, innen 64 (vierundsechzig) Freikarten! Das hatten wir alle wirklich nicht zu hoffen gewagt, und wir wollten diese großzügige Geste würdigen und das Kontingent voll ausschöpfen – und das ist uns auch fast gelungen.

Zur 18-Uhr-Vorstellung am 25. April stürmten wir dann mit unserer Riesengruppe über einen Nebeneingang das Zirkuszelt. Schon bevor es losging, waren alle sehr gespannt. Und als es dann losging, verfolgten die Bildungspatenkinder gebannt und mit leuchtenden Augen alles, was um sie herum passierte. Wir alle sahen wunderbare Clowns, atemberaubende Artisten, eine tolle Ponydressur, insgesamt eine Show voller Charme, Witz und Poesie.

Keines der Kinder hätte wahrscheinlich diese Vorstellung je besuchen können ohne die Unterstützung durch Roncalli. Die Kinder selbst haben es so gesagt:

»Ich fand das mit dem weißen Ballon am Besten, dann den starken Mann und das Mädchen mit dem Jungen und dem Seil. Die Frau die sich ganz schnell umgezogen hat fand ich cool.«

»Es hat mir sehr gut gefallen mit der Musik und den Tänzerinnen. Aber am meisten hat mir der Clown gefallen. Es war sehr sehr toll und sehr spannend und lustig.«

»Der Mann mit den Seifenblasen war toll!«
»Das war der schönste Tag in meinem Leben!«






Alle Einzelheiten zur Tournee 2015 und über Roncalli können Sie hier nachlesen
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Merhaba! KIBUM trifft Türkei

11.11.2014 16:21 Uhr

Die 40. Kinder- und Jugendbuchmesse lädt ab 15. November ins PFL

„Merhaba! KIBUM trifft Türkei“ – mit diesem Motto rückt die 40. Oldenburger Kinder und Jugendbuchmesse KIBUM vom 15. bis zum 25. November 2014 das Land Türkei ins Blickfeld. Viele Bücher und Veranstaltungen wecken die Neugier auf eine andere Kultur und thematisieren auf vielseitige und fantasievolle Weise die Chancen des multikulturellen Miteinanders.

Selbstverständlich kommen in diesen elf Tagen auch die Lust am Lesen sowie die Förderung der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen nicht zu kurz, denn sie sind nach wie vor das generelle Ziel der KIBUM. Die beiden Veranstalter der KIBUM – die Stadt Oldenburg und die Carl von Ossietzky Universität – verwandeln deshalb das Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, auch in diesem Jahr wieder in eine inspirierende Bücher- und Leselandschaft. Ungefähr 2.500 Neuerscheinungen des deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarktes warten hier auf die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher. 

Schirmherr der diesjährigen KIBUM ist Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und erster Abgeordneter türkischer Herkunft im Deutschen Bundestag. 

„Die KIBUM zählt zu den bedeutendsten bildungspolitischen Angeboten im Nordwesten. Die Fakten sprechen für sich: Eine außerordentlich wichtige Zielgruppe – hohes fachliches Niveau – aktuelle internationale Bezüge – und eine attraktive, kreative Inszenierung. Die Kombination von Bildung mit Spaß und Freude funktioniert hervorragend, das zeigen die Reaktionen der Kinder ganz deutlich. Und letzteres ist vielleicht die beste Bestätigung für meinen ersten Satz“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Die Kommissarische Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Al-Shamery sagt: 
„Für viele Kinder und ihre Familien ist Mehrsprachigkeit gelebter Alltag – dies spiegelt die diesjährige KIBUM wider. So können junge Leserinnen und Leser nicht nur neue deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher, sondern auch in vielen zweisprachigen Veranstaltungen türkische Bücher kennenlernen. Kurz vor Abschluss unseres Geburtstagsjahres ‚40 Jahre Universität Oldenburg’ wünsche ich uns und vor allem den zahlreichen kleinen und großen Besuchern eine gelungene 40. Auflage der KIBUM!“



Mit einer literarisch-musikalischen Reise in das Land des Nasreddin Hodscha öffnet die KIBUM am 15. November um 15 Uhr ihre Pforten. Der renommierte Kinder- und Jugendbuchautor Paul Maar ist zum wiederholten Mal Gast der KIBUM, und er hat etwas ganz Besonderes vor. Gemeinsam mit Murat Coşkun, İbrahim Sarıaltın und Simon Michael erzählt er vom berühmtesten listigen Narren und Geschichtenerzähler der islamischen Welt: Nasreddin Hodscha. Begleitet wird diese zweisprachige Bühnenfassung für sein Buch „Das fliegende Kamel“ von der Capella Antiqua Bambergensis, die mit historischen Instrumenten die Besucher in die Atmosphäre von Tausendundeiner Nacht entführt.

Paul Maars Buch „Das fliegende Kamel“ wurde als besonderes Projekt des interkulturellen Dialoges in die Ernst Reuter Initiative aufgenommen und erhielt 2013 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik als beste Hörbuchproduktion für Kinder und Jugendliche. Schirmherr des Projektes ist ebenfalls Cem Özdemir.

In zahlreichen Veranstaltungen, Lesungen und Workshops zur KIBUM haben Kinder und Jugendliche wie gewohnt die Möglichkeit, Autorinnen und Autoren beziehungsweise Illustratorinnen und Illustratoren kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen oder eigene Geschichten zu erfinden und aktiv zu werden. Eingeladen sind Autoren und Künstler wie Behiç Ak, Müge Ipliçki und Buket Topakoğlu (alle Türkei) oder Aygen-Sibel Çelik, Arzu Gürz Abay, Alpan Sağsöz , Deniz Selek (alle Deutschland) und viele mehr. Ziel der diesjährigen KIBUM ist es, das Thema Türkei auch über die Sprache zu vermitteln und gleichzeitig mit einer zunehmenden Vielsprachlichkeit von Gesellschaft vertraut zu machen. Daher werden viele Veranstaltungen zweisprachig angeboten.

Die KIBUM-Ausstellungen sind wieder in der Peterstraße 1 zu finden, nur wenige Schritte vom Kulturzentrum PFL entfernt in den Räumen der BBK Galerie, der Artothek und des Foyers der Kinderbibliothek. Mit „Bühne frei für Nasreddin Hodscha und Santa Claus!“ (Eröffnung am 16. November, 15 Uhr) zeigt die Stadtbibliothek Buchillustrationen zwischen den Kulturen und in Kooperation mit der IGS Kreyenbrück und dem Museumspädagogischen Dienst der Stadt Oldenburg die Projektpräsentation „Ich zeige dir, wer ich bin!“ (Eröffnung am 17. November, 17 Uhr). Die Oldenburgische Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität (OlFoKi) präsentiert die Ausstellung „Das Kinderbuch erklärt den Krieg. Der erste Weltkrieg in Kinder- und Jugendbüchern“ (Eröffnung am 16. November, 11.15 Uhr).

Die guten Erfahrungen, die die KIBUM in den letzten Jahren mit ihren Angeboten von elektronischen Medien machen konnte, haben zu einer Zusammenfassung und Umstrukturierung im neuen „Medienraum“ geführt. Hier werden erstmals alle Edutainment- und Lernangebote, empfohlene Websites und Apps sowie prämierte Hörbücher in einem Raum angeboten und dürfen ausprobiert werden.

Unter dem Aspekt „Kinder bewerten Bücher“ hat die diesjährige KIBUM eine Kinderjury ins Leben gerufen. Kinder aus den Oldenburger Grundschulen in Kreyenbrück, auf der Wunderburg, in Drielake und am Bürgerbusch haben zehn Bücher zum Thema Türkei kritisch unter die Lupe genommen. Die Kinder dieser Jury sind alle Experten für das Thema, denn sie nehmen am herkunftssprachlichen Unterricht Türkisch in ihren Schulen teil. Eindeutiger Favorit der Jury ist das Buch „Sinan und Felix“ von Aygen-Sibel Celik. Aber auch das Buch „Das gefräßige Buchmonster“ von Aytül Akal hat den Kindern gut gefallen. In einer besonderen Präsentation werden sie die beiden Bücher vorstellen und berichten, warum gerade diese Bücher begeistern (Sonntag, 23. November, 16 Uhr).

Die fantasievollen und spielerischen Veranstaltungen für die Allerkleinsten von eins bis fünf Jahren sind ein attraktiver Bestandteil des Programms der KIBUM. Christian Jakober liest und spielt aus Büchern wie „Bär Flo geht zum Frisör“, „Wer ruft denn da?“ oder „Das Allerwichtigste“. Auch für die Kleinsten werden einige der Veranstaltungen in deutscher und türkischer Sprache angeboten. Darüber hinaus gibt es auch wieder die sehr beliebten Figurentheateraufführungen in den Stadtteilbibliotheken oder in der Thalia Buchhandlung.

Das 33. Oldenburger Kinderfilmfestival im Casablanca-Programmkino bietet den kleinen Filmfans mit elf Kinderfilmen auch in diesem Jahr wieder ein großartiges Programm. Ein Klassiker wie „Die unendliche Geschichte“ wird dabei ebenso begeistern wie die ganz aktuellen Filme „Quatsch und die Nasenbärbande“, „Der kleine Nick macht Ferien“ oder „Die Vampirschwestern 2“. Zwei Filme widmen sich dem Schwerpunkt Türkei: „Deine Schönheit ist nichts Wert“ und „Almanya – Willkommen in Deutschland“.

Die Veranstaltungen für Erwachsene widmen sich aus gegebenem Anlass dem Thema Mehrsprachigkeit und wie diesem gesellschaftlich immer bedeutsamer werdenden Phänomen kreativ begegnet werden kann. Eingeladen dazu sind Prof. Dr. Havva Engin (Leiterin des Heidelberger Zentrums für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik) und Patricia Hahne-Wolter (SchauHoer Verlag, spezialisiert auf anspruchsvolle Bücher für mehrsprachig aufwachsende Kinder). Die Veranstaltungen zur Begleitausstellung thematisieren den Ersten Weltkrieg in Kinder- und Jugendbüchern.

Die KIBUM 2014 wird gefördert vom Hauptsponsor, der Oldenburgischen Landesbank AG, von CEWE, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der EWE Stiftung, der Vereinigten Oldenburger Sozialstiftung und energy & meteo systems.
Foto: Stadt Oldenburg
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Crossover: Nicola Stäglich und Wulf Kirschner

12.09.2014 09:00 Uhr

Stadtmuseum Oldenburg präsentiert Malerei, Objekte und Skulpturen14. September bis 9. November 2014

Unter dem Titel „Crossover“ findet im Stadtmuseum Oldenburg vom 14. September bis zum 9. November 2014 der spannungsreiche Dialog von den international renommierten Künstlern Nicola Stäglich und Wulf Kirschner statt. „Erstmalig in Deutschland präsentieren die in Oldenburg geborene Malerin und der norddeutsche Bildhauer gemeinsam aktuelle Werke, die sich stilistisch dem jeweils anderen Medium nähern“, sagt Museumsdirektor Dr. Friedrich Scheele. Nicola Stäglich arbeitet an der Schnittstelle von Malerei und Skulptur, während Wulf Kirschner im Spannungsfeld von Skulptur und Malerei agiert. Dabei trifft Hartschaum auf Stahl, Quadrate auf Quader und Neonfarbe auf irisierende Schweißnähte. Die Ausstellung „Crossover“ wird am Sonntag, 14. September, um 11.15 Uhr im Stadtmuseum im Beisein der beiden Künstler eröffnet. „In der Bildenden Kunst besteht der Reiz des Crossover darin, das Genre experimentell auszuloten und zu überschreiten, um neue Wirklichkeitserfahrungen von Farbe, Raum, Materialität und Plastizität zu gewinnen. Nicola Stäglich und Wulf Kirschner wagen in ihrer künstlerischen Begegnung ein experimentelles Statement zur zeitgenössischen Skulptur und der Betrachter kann die subtilen Grenzüberschreitungen eindrucksvoll miterleben“, erläutert Kuratorin Dr. Sabine Isensee. Die leuchtenden Bilder der mittlerweile in Berlin lebenden Nicola Stäglich entfalten sich zu Reliefs und dreidimensionalen Skulpturen im Raum. Bereits in der großformatigen Leinwandmalerei wie „Triangle“ oder „Blue Landscape“ erzeugt Nicola Stäglich durch das Aufeinandertreffen von hellen und dunklen Farbflächen illusionistische Raumtiefe. Für ihre Malerei verwendet sie gezielt unterschiedliche Bildträger wie Acrylglas, Holz und Hartschaum, um die objekthafte Plastizität sukzessiv zu steigern. Während sich in ihrer Serie „Transparencies“ horizontale und vertikale Pinselbahnen aus Ölfarbe auf quadratischem Acrylglas überlagern, schichtet und montiert sie in ihren Reliefs ausgesägte Ellipsen und Dreiecke aus Holz, die sie dann mit Farbe überzieht. In ihrer Serie „Twist“ lässt die Künstlerin schließlich filigran gedrehte Skulpturen aus Hartschaum im Raum schweben, in denen haptische Körperlichkeit und dynamische Farbbewegung synästhetisch erfahrbar werden. Die Werke von Nicola Stäglich gehen ein kühnes Wechselspiel mit den geschweißten Stahlobjekten von Wulf Kirschner ein. Das Markenzeichen des in Frankfurt arbeitenden Künstlers ist seit 1984 seine reduzierte Formensprache, die er durch das Aufschweißen von Elektrodenreihen auf geometrische Stahlbleche erzielt. Den vertikalen und horizontalen Linien wohnt eine faszinierende Rhythmik inne, die aus der individuellen Handbewegung des Künstlers beim Schweißen resultiert. Die Schweißspuren entfalten eine changierendeFarbigkeit, die malerische Qualität besitzt. Ein längerer Aufenthalt in New York im Jahr 2008 beeinflusste Wulf Kirschner nachhaltig, seine geschweißten Stahlobjekte mit Farbe zu gestalten und somit einen weiteren Schritt in die Abstraktion zu vollziehen. Inspiriert von der grellen Farbigkeit, die ihm auf den belebten Einkaufsstraßen in Brooklyn und Queens begegnete, beginnt ein experimenteller malerischer Prozess. So bemalt er in der Serie „Bond Street“ Stahlreliefs mit Acrylfarbe und taucht sie dann in ein Wasserbad, so dass die Farbe durch korrodierenden Stahl prozesshaft gesteigert und die Auflösung der Fläche im Raum suggeriert wird. Die Ausstellung „Crossover“ wird mit einem Katalog dokumentiert, der während der Ausstellung erscheint. Es findet ein Rahmenprogramm mit Führungen und Kunstpraxis zur Ausstellung statt, über das die Internetseite des Museums unter www.stadtmuseum-oldenburg.de/fuehrungen-praxis/aktuelle-fuehrungen-workshops/ informiert. Die Ausstellung wird von der Bremer Landesbank unterst
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Democratipation - ein multilateraler Jugendtheateraustausch

11.08.2014 22:21 Uhr

Gäste aus Italien, Schottland, Kroatien, Lettland und Spanien

von Edda Hayen

Seit dem 07. August sind 50 Jugendliche, Durchschnittsalter 15 Jahre, mit ihren 10 Teamleitern aus fünf Ländern zu Besuch beim Verein Jugendkulturarbeit e. V. Schüler und Schülerinnen aus Oldenburg sind natürlich auch wieder dabei. 
Unterstützt wird die Aktion durch „Jugend in Action“.

Antje Rose ist aus Berlin angereist, um als Choreografin und Regisseurin mit den Teilnehmern zum Thema Demokratie und Partizipation ein Theaterstück zu erarbeiten.

Partizipation ist laut Duden: das Teilhaben, Teilnehmen, Beteiligt sein. 
In diesem Projekt sollen Partizipation aus den jeweiligen Ländern untereinander kennengelernt, ausgetauscht und gemeinsam/gegenseitig über die Möglichkeiten auf europäischer Ebene informiert werden.

Antje Rose: „Ich bin total froh und begeistert, dass sich die Jugendlichen untereinander so toll helfen. Niemand bleibt außen vor. Die vorrangige Sprache in der wir uns verständigen ist  ja Englisch, und wenn jemand etwas nicht versteht erklären es ihm die Anderen einfach.“


Davide Leonardi findet es klasse, dass alle Teilnehmer von Anfang an mit Eifer dabei waren und dafür sind sicher nicht nur die allseits hochgelobten Speisen von Quirin Kienker verantwortlich.

Die Teilnehmer kommen aus Cuneo, Italien (Youth 4 Youth), aus Glasgow, Schottland (RUSTY BOAT), aus Rezekne, Lettland (World At Our Home), aus Pamplona, Spanien (Federation Bateau, Pamplona) und Petrinja, Kroatien (IKS Petrinja).

Unterstützung finden Antje Rose und Davide Leonardi unter anderem bei den FSJ`lern: Karin Barbeta, Julie Crighton und Karol Czajkowsky.

Das Ergebnis wird am Freitag, den 15.August 2014 zwischen 16 und 17 Uhr in der Innenstadt, Lefferseck und Marktplatz aufgeführt. Für den Regenfall wird noch eine Indoor-Möglichkeit gesucht.
Für alle, die erst später Zeit dafür finden: Das Stück wird noch einmal um ca. 18.30 Uhr, im IJP des Jugendkulturverein eV, in der alten Donnerschweer Kaserne, Eingang Schlieffenstraße 9-11 gezeigt.

Teilnehmer gesucht

Für das nächste Austauschtreffen vom 02. bis zum 12. September mit Jugendlichen aus Spanien, Frankreich, Italien und Kroatien werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Oldenburg gesucht. Sie sollten zwischen 13 und 25 Jahre alt sein. Das Thema ist Demo-Crazy. "Theater ist ein Stück Revolution für die Demokratie. Welchen Blickwinkel hast du auf die Gegenwart und die Zukunft der Demokratie in Europa?"
Interessierte melden sich bitte bei Davide Leonardi unter der Telefonnummer 0441/39010750.
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»... und wofür kämpfst Du?«

31.07.2014 14:46 Uhr

Tanztheaterprojekt mit Jugendlichen aus Italien, Spanien, Polen und Oldenburg

von Edda Hayen

Wenn Sie an diesem Freitagnachmittag ab 16 Uhr durch die Oldenburger Innenstadt gehen, kann es sein, dass Ihnen genau diese Frage gestellt wird: „Wofür kämpfst Du?“ Was werden Sie antworten? 

Diese Frage ist Teil einer Tanztheaterperformance, die Jugendliche aus Spanien, Italien, Polen und aus Oldenburg derzeit erarbeiten.
Insgesamt 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzen sich mit dem Thema „Gegen Rassismus und für Vielfalt“ tänzerisch auseinander. 
Marco Jodes (Tänzer, Choreograf) erklärt das so: “Dieses Jahr geht es um Protest. Wir haben uns überlegt, wir wollen so eine Art Flashmob in der Stadt machen, aber anders. Das ist die Form, in der wir unseren Protest für die Vielfalt und den Kampf gegen Rassismus zeigen wollen.“

Dazu haben sie in den letzten Tagen mit den Jugendlichen zusammengetragen, welche Werte für diese dahinter stehen und welche davon allen gemeinsam wichtig sind. Natürlich gebe es bedingt durch die verschiedenen Umgebungen, in denen sie leben, unterschiedliche Meinungen, so Jodes. Für drei Werte bekommen die Jugendlichen von den Choreografen Bilder und Bewegungen, die sie dann eigenständig in vier Gruppen zusammenbauen. Die Ausgangsfrage ist, wogegen und wofür es sich zu kämpfen lohnt und wenn ja, wie. 

„Wir sind immer mehr dazu gekommen, dass hinter Vielfalt weniger die bunte Palette steht, was alles auf der Welt möglich ist, sondern wie man Vielfalt realisiert und gestaltet. Wie schafft man es nebeneinander vielfältig zu sein? Wie gestaltet man die Räume? Wo zieht man Grenzen? Wie geht das ohne Diskriminierung, zum Beispiel gegen Homosexuelle?“

„Meine Jugendlichen sind zwischen 15 und 17 Jahre alt und haben wenig Erfahrung in Tanztheater“, erzählt Agia Luna, Teamerin aus Barcelona. Sie habe  erst vor einem Monat von diesem Projekt erfahren und dann Jugendliche, die bereits im letzten Jahr in Oldenburg an einem Theaterprojekt teilgenommen haben, begeistern können, wieder dabei zu sein. Nur drei Jugendliche sind neu dazugekommen.
Liesa Piezyck (Choreografin) freut sich sehr: „ Ich bin total glücklich, dass die Jugendlichen wieder gekommen sind. Wir haben letztes Jahr in den Osterferien mit ihnen gearbeitet. Es ist super, dass sie wieder dabei sind.“
Zwei Teamerinnen aus Italien, Mariaelena Urso und Roberta Bonanno von der Organisation „arci babilonia Cerbaia“ arbeiten nicht nur mit Jugendlichen, sondern mit Menschen zwischen 16 und 60 Jahren. Sie machen viel Kulturarbeit, zum Beispiel Theaterprojekte, und engagieren sich in sozialen Projekten mit Immigranten.
Die polnischen Teamerinnen Anna Laga und Magdalena Blechka der Institution „Association of Pelplin's Heritage“ arbeiten in vielen unterschiedlichen Projekten auch mit Jugendlichen und Erwachsenen.

Das Tanztheaterprojekt wird am Freitagabend, 1. August, im Internationalen Jugendprojekthaus, Donnerschweer Kaserne, Eingang Schliefenstraße, um 20 Uhr noch einmal aufgeführt.
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Am seidenen Faden

27.06.2014 09:33 Uhr

Ein Tanzstück von und mit Oldenburger Jugendlichen

von Edda Hayen

Das Projekt »ChanceTanz« des Bundesverbandes Tanz in Schulen e. V. fördert tanzkünstlerische Projekte. Als Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhält der Bundesverband dafür im Rahmen des Förderprogramms »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung« Fördergelder, die er an ausgewählte Projekte weiterleitet. 

Ein Projekt, in Kooperation mit der IGS Flötenteich und der IGS Kreyenbrück, feiert am 1. Juli 2014 Premiere. 
»Am seidenen Faden« ist ein Tanzstück nach einer Idee von Gina Schumm, die das Projekt auch koordiniert und umgesetzt hat. Es bewegt sich in der heutigen Welt zwischen Technik und Natur, Virtualität und Realität. Was passiert, wenn uns die Technik im Stich lässt? Oder ist die virtuelle Welt nicht längst eine schöne neue Realität? Können wir uns aus dem Spinnennetz von TV und Internet befreien? Wie ist unsere Wahrnehmung der Natur, sind das unsere eigenen Erfahrungen oder haben wir die Informationen aus dem Fernsehen?

»Macht Fehler, arbeitet damit, lernt daraus und achtet auf euch selbst!« Das sind die Anweisungen, die Marco Jodes den Schülerinnen in einer der letzten Proben mit auf den Weg gibt. Die Mädchen sind zwischen 11 und 15 Jahren alt und arbeiten seit Februar dieses Jahres intensiv an dem Tanzstück. Wöchentliche Proben, ein 5-tätiger Workshop in den Osterferien und Proben am Wochenende »sind anstrengend, machen aber total viel Spaß«, sind sich die Schülerinnen einig und sind mit ganzen Herzen dabei. Das kann man ihren fröhlichen Gesichtern ansehen.

Das Stück haben sie sich mit Unterstützung von Antje Rose, Liesa Pieczyk und Marco Jodes (Choreographie und Tanz) selbst erarbeitet. Mit viel freier Improvisation wurden einzelne Szenen zunächst in Gruppen, später gemeinsam tänzerisch erarbeitet und dann zusammengefügt. 

Wie stellt man tänzerisch eine TV-Koch Show dar oder die Langeweile vor dem Gerät? Nur am Anfang tun sich die Mädchen ein wenig schwer, dann kommen sie mit der freien Herangehensweise gut klar und freuen sich auf die ersten Proben im Kostüm und mit Musik. »Danach geht es mir viel besser«, war ein O-Ton nach einer der ersten Proben.

Liesa Pieczyk und Antje Rose freuen sich über das Projekt und die Begeisterung der Schülerinnen: »Es sind in dieser Zeit zwei Stadtteile (Nadorst und Kreyenbrück) eng zusammengewachsen. Es war von Anfang an ein supergutes Miteinander!« Antje Rose kommt für Workshop und Wochenendproben extra aus Berlin angereist. Sie ist gebürtige Berlinerin, hat aber 10 Jahre in Oldenburg gelebt und merkt, wenn sie wieder hier ist, wie sehr sie unsere schöne Stadt doch vermisst.

Darstellerinnen: Alina Tarnowski, Anna-S. Candè, Amber Wünsche, Benita Drusche, Celina Bergmann, Gina Marks, Jessica Stahl, Line L. Imort, Lotte Steffens, Sophia Wagner, Maimuna Bojang, Mercedes Schileke, Milena Meyer, Mirijam Schulhof, Nina Meyer, Ranja Khaled, Talina Nendza, Theda Poppenga, Vera Fehrenkamp, Vivian Köhler  und Viktoria Kempf.

Choreographie und Team: Antje Rose, Gina Schumm, Liesa Pieczyk, Marco Jodes, Johannes Kuhns, Pia Schillinger

Die Premiere findet am 01. Juli 2014 um 19.30 Uhr in der Halle der Kulturetage, Bahnhofstraße 11, Oldenburg statt. Weitere Aufführungen sind am 02.Juli 2014 um 10 Und 12 Uhr, ebenfalls in der Kulturetage.
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Wie lang sind die Beine der Lüge wirklich?

19.06.2014 10:00 Uhr

»Lie Leaks – ein Stück über vieles, was wahr oder gelogen sein könnte«

von Edda Hayen

Der Jugendclub der Kulturetage probt seit Oktober letzten Jahres für sein neues Stück »Lie Leaks«.
Die 13 Jugendlichen zwischen 17 und 28 Jahren stellen sich diesmal der Frage: Wie ist das eigentlich mit der Wahrheit und der Lüge? 
Regisseur Ulf Goerges beschreibt das Thema des Stückes: »Was passiert, wenn man lügt oder die Wahrheit sagt? Wie gerne lügen wir und wie oft? Geht das eine ohne das andere? Bewusste und unbewusste Lügen, und wie ist das wenn man sich selbst belügt – alle diese Arten begegnen uns in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Können wir die Wahrheit überhaupt noch annehmen und ertragen? Würde es uns helfen, wenn wir die Wahrheit wissen oder würden wir daran zerbrechen?«

Das Stück macht deutlich: Manchmal bringt ein einziger Tag die Wahrheit ans Licht.

Die Darsteller kommen aus Oldenburg und sind schon seit Jahren dabei. In diesem Jahr sind bei dem Projekt auch FSJler und Volontäre aus Polen, aus Italien, aus Spanien, aus Lettland und Schottland dabei, die beim Verein Jugendkulturarbeit für ein Jahr bleiben und arbeiten.

Aufführungen: 
am 24. Juni um 20 Uhr, 
am 25. Juni um 11 Uhr und um 20 Uhr sowie 
am 08. Juli um 17 Uhr (im Rahmen der Jugendkulturtage) 
in der Halle der Kulturetage, Bahnhofstraße 11.

Darsteller: Anne Willmer, Catharina van Lingen, Christian Richter, Giulia Sezzi, Guntars Almanis, Izabela Cholewa, Johannes Kuhns, Josephine Mellor,  Julie Crighton, Karin Barbeta, Katinka Kirchner, Lisa Diddens, Nadine Dannemann
Regie: Ulf Goerges
Projektleitung: Gina Schumm
Videoeinspielung: Fabian Becker 
Bühnenbild: Reimer Meyn

Im Rahmen des MUT-Projektes arbeiten sieben Kinder- und Jugendtheatergruppen im Netzwerk des Vereines Jugendkulturarbeit. In diesem theaterpädagogischen Modellprojekt entstehen in den Gruppen spannende Theaterstücke, die anderen Kindern und Jugendlichen in Oldenburg über die Aufführungen zur Diskussion gestellt werden.
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Theaterfestival »Is doch normal, ey!«

05.06.2014 07:20 Uhr

Am 26. Und 27. Mai 2014 in der Kulturetage

von Edda Hayen

Zum 17. Mai fand das Theaterfestival organisiert von MUTIK e. V. in der Kulturetage statt. Zwei Tage lang fröhliche Gesichter und gute Laune bei den Darstellern und beim Publikum. 
Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung zeigen, was in ihnen steckt, egal ob Chor, Theater, Akrobatik oder Musik. Sie sind mit ihren Stimmen, Körpern und ganzem Herzen dabei. Und alle sind für diesen Moment gleich, Unterschiede spielen plötzlich keine Rolle mehr.
Die Schüler erhalten die gleichen Bedingungen wie die Profis - da wird noch vor dem Auftritt mit den Technikern ein Soundcheck durchgeführt - das ist schon ganz groß.

Gesungen wird davon, „anders zu sein“ und das ist doch auch gut so. Die fürchterlichen Fünf hören auf, sich selbst zu bemitleiden und eröffnen zusammen ein Pfannkuchenhaus - denn nur Taten zählen und plötzlich ist es egal wie du aussiehst. Bunte Vögel müssen feststellen, dass sie nur zusammen das Ziel erreichen können. Hänsel und Gretel treffen im Wald auf Michael Jackson, Heino, Wolfgang Petry und müssen dem Kommissar Rede und Antwort stehen, warum sie das Haus der Hexe angeknabbert haben. Schneewittchen, die sich auch von Dieter Bohlen nicht abwerben lässt, wohnt beim Pirouetten drehenden 7. Zwerg hinter den sieben Windkrafträdern und die Königin ärgert sich über ihren Zauberspiegel, der, statt ihr zu bestätigen, dass sie die Schönste im Ostfriesenland ist, lieber Werbung bringt. 

Ein junger Falkner macht sich auf den Weg, sein Glück zu suchen, unterstützt von unterschiedlichen Menschen, dem Mond und der Natur - und findet die Liebe. Emil findet in Berlin neue Freunde, die helfen, sein Geld von einem bewaffneten Kriminellen zurück zu holen. Junge Girls schwärmen von Kevin mit den schönen blauen Augen und merken nicht, dass eine von ihnen die anderen reinlegen will, um den Jungen für sich alleine zu haben. Aber auch das ernste Thema Kinderrechte wird nicht ausgespart und deutlich gemacht, dass auch Kinder sich nicht alles gefallen lassen müssen, weder zu Hause noch von vermeintlichen Freunden. Einrad-Fahrerinnen und Rollstuhlfahrer beweisen, dass man zusammen ein Zirkusprogramm auf die Bühne bringen kann und gesungen wird auch noch.

Moderator Andi Steil schwärmt von einer grandiosen Veranstaltung. „Ich schätze die Offenheit, den ehrlichen und nicht gestellten Umgang miteinander von allen Beteiligten! Es hat Spaß gemacht, einfach was „rein zu geben“ und soviel zurück zu bekommen.“ Die Schüler belohnen zum Beispiel seinen Einsatz, „Namen zu trommeln und zu singen“ mit totaler Begeisterung und bitten ihn in der Pause, doch bitte noch den eigenen Namen zu singen, der noch nicht an der Reihe war. Dieser Aufforderung kommt Andi gerne nach. Auch den Moderator hat die gute Stimmung angesteckt. 

Gina Schumm, die Organisatorin und künstlerische Leiterin, freut sich über ein gelungenes Event. „Die Begeisterung und das Engagement, mit der sich die Darsteller einbringen, ist einfach ansteckend. Das Festival hat in den letzten Jahren eine kontinuierliche Steigerung erfahren. Die Qualität der Produktionen über die Ideen, die Inhalte und der Leistungen haben mich begeistert. Die Stimmung war super und ich bewundere die Ausdauer, mit der die Teilnehmer nicht nur ihren Auftritt gemeistert haben, sondern ja auch noch an den Workshops, die wir anbieten, teilgenommen haben. Das sind prall gefüllte Tage und die Kinder und Jugendlichen könnten immer noch weiter machen. Ein ganz besonderer Dank geht an die engagierten Lehrer, die freiwilligen Helfer und die Mitarbeiter der Kulturetage, die das Festival zu einem runden Erlebnis für die Schüler gemacht haben.“

Der Dienstagabend ist reserviert für 13 Bands die das Publikum begeistert in ihren Bann ziehen. Jede Band darf leider nur 2 Songs spielen, dafür muss Andi Steil sorgen, auch wenn das Publikum lautstark nach Zugaben verlangt. Die Lieder sind bekannt, auch hier setzt sich der Trend deutsch zu singen, durch wie bei den Stars, und alle singen mit.
Mit „Atemlos durch die Nacht …“ beginnt die Aftershowparty und die könnte ewig weitergehen.

Aber leider muss auch dieses Festival irgendwann zu Ende gehen.
Die Schüler gehen mit ihren gewonnenen Eindrücken fröhlich nach Hause und freuen sich auf das nächste Jahr, wenn es zum 18. Mal heißt: “Is doch normal, ey!“.
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KörperSchrott

29.04.2014 11:29 Uhr

ein Tanztheaterstück der Jugendtanzcrew »PriMa KLiema«

von Edda Hayen und Carsten Lienemann

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Tänzer immer (nur) ein Bein ihrer Jogginghose bis zum Knie hochgezogen haben? Haben Sie sich auch schon immer gefragt, warum eigentlich? Marco Jodes versucht, bei unserem Treffen eine Antwort zu finden. Es ist nicht einfach nur cool. Er beschreibt das unterschiedliche Gefühl für seine beiden Beine, das er dabei empfindet. Es hilft ihm, spielerisch Unterschiede in seinem Körper wahrzunehmen.

Um Unterschiede in Körperwahrnehmung und Selbsterfahrung, dem Gegensatz zwischen Übersättigung und Lebenshunger, geht es auch im aktuellen Tanztheater-Projekt von Marco Jodes und Liesa Pieczyk. 

Die Tänzer liegen wie hingeworfen auf dem Boden. Als die Musik erklingt, erheben sie sich langsam und schwerfällig. Ihre Körper sind übersatt. Der heutige Konsumgedanke hat sie völlig erschlagen. Eine Tänzerin spielt im Vordergrund, allein und weit entfernt von den Anderen. Sie versucht, sich anzulehnen, findet aber keinen Halt, bei keinem von ihnen. Sie sitzt in einem Einkaufswagen, die anderen Tänzer ziehen, aber keiner ist stark genug, sie wirklich zu sich heran zu ziehen, und es ist die Frage, ob sie es überhaupt wollen. 

Das ist ein Ausschnitt aus der ersten Szene des Tanztheaterstückes »KörperSchrott«, das am 7. Mai in der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne Premiere hat. Die Choreografen Liesa Pieczyk und Marco Jodes haben ihre Idee verwirklicht und das Konzept erarbeitet. Das Stück begibt sich auf die Suche nach dem Umgang mit materiellen und persönlichen, physischen und seelischen Ressourcen in der Lebenswelt heutiger Jugendlicher. Es stellt die Frage, wo steht die Jugend heute und wie entwickle ich mich, um glücklich zu sein, weil ich meinen persönlichen Weg gefunden habe, ohne nur ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft zu sein. 

»Tanz ist ein Katalysator, ein Medium, um Gefühle auszudrücken, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und eine bessere Körperqualität zu erlangen«, erklärt Marco Jodes. »Der Weg dorthin ist, die Jugendlichen mit ihrem Körper spielen zu lassen, sie einfach zu lassen, wie sie sich geben und bewegen, viel beobachten, um mit wenig Druck einfach ein Ergebnis zu erreichen«.

Die Gruppe der Tänzer besteht aus Jugendlichen zwischen 12 Und 20 Jahren. Sie haben alle zunächst das offene Tanztraining in den Räumen der Jugendkulturarbeit e. V. besucht, alle mit der Neugier, den Tanz kennenzulernen und auszuprobieren. Einige haben Tanzerfahrung, aber niemand hat zuvor improvisatorisch mit den eigenen Körperbewegungen ein choreografisches Bild erarbeitet. Das hat für alle bedeutet, sich körperlich und geistig einzufühlen. Sie haben einen Weg gefunden und trainieren auf Augenhöhe, trotz der Altersunterschiede.

Diese Arbeit ist ein langer gemeinsamer Prozess, »so etwas wie ein Forschungsprojekt«, wie Liesa Pieczyk es beschreibt. »Wir geben Bewegungsaufträge in die Gruppe, lassen die Tänzerinnen und Tänzer mit dem Körper spielen und eigene Ideen einbringen, so etwas wie Bewegungsrecherche. Marco und ich beobachten dabei, was funktioniert und was nicht. Das bedeutet auch viel schweißtreibendes physisches Training«. 

Ein Tanztheaterstück gibt einen Anstoß für Interpretation und eigene Gedanken. 

Tänzerinnen und Tänzer: Malin Denkena, Christian Richter, Jannis Meyring, Giulia Sezzi, Julie Crighton, Solveigh Büttner.
Musik: Thomas Bisitz
Organisationsleitung: Jörg Kowollik, Liesa Pieczyk

Die Premiere findet am 07.05.14 um 19.30 Uhr statt. Weitere Termine sind der 08.05.14 um 19.30 Uhr, Schlieffenstraße 9/11 im Jugendprojektehaus. 
Am 06.07.14 ist die letzte Aufführung in der Exerzierhalle am Pferdemarkt um 15 Uhr (im Rahmen der Jugendtheatertage).
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Die letzten Vorbereitungen laufen

25.03.2014 11:00 Uhr

Lebendige Bibliothek Oldenburg startet am 29. März um 11:00 Uhr in der VHS

von Carsten Lienemann

Mit großer Spannung erwartet das Team der Lebendigen Bibliothek den großen Tag. Organisiert von der Volkshochschule Oldenburg, dem Präventionsrat Oldenburg und der Akademie der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg stellen sich am Sonnabend, den 29. März, von 11:00 bis 17:00 Uhr verschiedene Personen stellvertretend für soziale Gruppen für Einzelgespräche zur Verfügung. Wie ein Buch können diese Personen, die häufig mit Vorurteilen belastet sind, »ausgeliehen« werden, um mit ihnen zu sprechen, zu philosophieren oder auch zu streiten, natürlich unter Wahrung der Umgangsformen.

»Ich persönlich freue mich auf diesen Frühlingssamstag, weil es an diesem Tag zu vielen spannenden und besonderen Menschenbegegnungen kommt, die bestimmt lange in Erinnerung bleiben werden«, sagt Anna Drosdowska, Initiatorin des Projektes, von der gastgebenden Volkshochschule Oldenburg. Alle eigebundenen Personen arbeiteten sehr engagiert, viele Menschen erkundigten sich nach Einzelheiten und wollten mehr darüber wissen, so Drosdowska. Am Mittwoch werde der Lokalsender Oens in seiner Sendung »Vor Ort« das Projekt vorstellen.

»Das ist ja eine tolle Idee«, hört Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrats Oldenburg, immer wieder in den überwiegend positiven Reaktionen, die bei ihr ankommen. Ein kleines Vorurteil bringt sie selbst mit, wenn es um das von ihr erwartete Zahlenverhältnis von Besucherinnen zu Besuchern geht: »Bestimmt wird es nicht 50:50 sein«. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass diese Einschätzung zutreffen wird, wobei sicher niemand traurig wäre, wenn ebensoviele Männer wie Frauen kämen.
»Ich bin gespannt, ob es an dem Samstag für uns als Organisatorinnen und Organisatoren möglich sein wird, selbst mit einem Buch ins Gespräch zu gehen. Vorsorglich habe ich mir noch keines ausgewählt«, so Blinzler.

Auch Uwe Fischer von der Akademie der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg erhält fast durchweg positive Rückmeldungen. »Ich bin von verschiedenen Seiten auf den Flyer angesprochen worden, die allermeisten Menschen begrüßen die Idee«, so Fischer. »Die ›Bücher‹ sind ein bisschen aufgeregt, aber sie freuen sich auf den Tag und ihren großen Auftritt.«
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Drei Nationen, zwei Regisseurinnen, ein schwieriges Thema

04.03.2014 11:40 Uhr

Tri-nationaler Theaterworkshop im Internationalen Jugendprojektehaus

von Carsten Lienemann

Innerhalb von nur einer Woche haben Yanina Nemaya von der Kiewer School of Equal Opportunities und Agnieszka Król vom Krakówer Verein Fundacja Kultura dla Tolerancji mit 43 Jugendlichen aus der Ukraine, Polen und Deutschland zwei beeindruckende Inszenierungen zum Thema LGBT (Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Trans; dt. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans) erarbeitet. (s. a. »Because no one told me - LGBT stories«)

Die Regiearbeit von Yanina Nemaya beschäftigt sich zum überwiegenden Teil mit dem persönlichen Empfinden. Das Stück versucht in einer Reihe von überraschenden, zum Teil auch lustigen Szenen zu zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man merkt, dass man von Menschen desselben Geschlechtes oder beider Geschlechter angezogen wird oder dass man im falschen Körper steckt. Mit dem Satz »Think about it and try to understand« (Denke darüber nach und versuche zu verstehen) wird nach jeder Szene für die Akzeptanz der vielfältigen sexuellen Orientierungen geworben.


Die Forum-Theater-Inszenierung von ist ihrerseits noch einmal in drei Abschnitte geteilt, in denen es in erster Linie um die Reaktion der Umgebung auf eine »normabweichende« sexuelle Ausrichtung geht. Es beginnt mit einer Art Quiz-Show, in der die übliche Betrachtungsweise umgekehrt wird und eine heterosexuelle Person sich erklären und rechtfertigen muss. Im zweiten Teil offenbart eine Frau ihren Freunden, dass sie lesbisch ist und eine Freundin gefunden hat, woraufhin sie von einigen ihrer Freunde abgelehnt wird. Das geht so weit, dass die beiden Frauen genötigt werden, eine Geburtstagsparty zu verlassen. Im dritten Teil schließlich wird eine lesbische Lehrerin von ihrer Vorgesetzten unter Druck gesetzt und geht zum Schein die Ehe mit einem Mann ein.

Wie es sich für Forum-Theater gehört, wird anschließend eine Szene noch einmal herausgegriffen und gemeinsam mit dem Publikum eine Lösung aus der Konfliktsituation gesucht. In diesem Fall wurde zunächst die Geschichte um das lesbische Paar noch einmal gezeigt, dann schlugen Zuschauerinnen und Zuschauer abweichende Handlungsmöglichkeiten vor, die sie dann auch gleich auf der Bühne umsetzten. Trotz guten Willens und guter Ansätze zeigte sich, dass es schwierig ist, Menschen, die Homosexualität rigoros ablehnen, mit Argumenten zu überzeugen. Es bedarf wohl vor allem viel Zeit.

Auf die Frage, wie es denn im realen Leben um die Akzeptanz von LGBT in Polen und der Ukraine bestellt sei, antwortete Agnieszka Król, dass es sehr von der Umgebung abhänge. »In großen Städten ist es im allgemeinen leichter, akzeptiert zu werden, als in kleinen Orten.« Das sei Polen und in der Ukraine ähnlich, allerdings stünde Polen unter EU-Gesetzen, während in der Ukraine teilweise die intoleranten russischen Gesetze kopiert würden.

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»Because no one told me - LGBT stories«

28.02.2014 17:09 Uhr

Tri-nationaler Theaterworkshop mit jungen Menschen aus Kraków und Kiew im Internationalen Jugendprojektehaus

von Carsten Lienemann

Seit Sonntag, 23. Februar 2014, sind 15 Studentinnen und Studenten aus Kiew und 13 Mitglieder einer homo- und transsexuellen Kulturvereinigung aus Kraków beim Verein Jugendkulturarbeit e. V. zu Gast. Gemeinsam mit 15 Jugendlichen aus Oldenburg, Berlin und Leipzig erarbeiten sie eine Woche lang in drei trinationalen Gruppen zwei Inszenierungen zur Geschichte von homo‑ und transsexuellen Jugendlichen in Osteuropa. Am Sonntag, 2. März, 19:00 Uhr, werden die beiden Stücke im ehemaligen Kasino der Donnerschwee-Kaserne aufgeführt (Schliefenstraße 9/11). Der Eintritt ist frei.

»LGBT ist eine Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Trans (dt. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans)«, findet man bei WikiPedia. Der Krakówer Verein Fundacja Kultura dla Tolerancji versucht ebenso wie die Kiewer School of Equal Opportunities, mit seiner künstlerischen Arbeit für mehr Toleranz zu werben. Das Projekt wird aus Mitteln des deutsch-polnischen Jugendwerks gefördert.

»Die Verhältnisse in Polen und in der Ukraine sind in vielen Bereichen sehr ähnlich. Die Diskriminierung ist meist nicht offen, LGBT ist eher ein Tabuthema, über das niemand spricht, auch die Betroffenen nicht«, sagt die Krakówerin Agnieszka Król, Regisseurin der polnischen Gruppe. »Hier in Deutschland sprechen die Menschen offener darüber und sind toleranter als in Osteuropa. Wir ho