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Stadtplanung

Mohrmann-Halle: Stadt prüft konzeptgebundene Ausschreibung

14.12.2017 17:36 Uhr

OB Krogmann: Denkmalschutz und Inklusion werden wichtige Rolle spielen

Die Stadt Oldenburg prüft, ob es für den geplanten Verkauf der Mohrmann-Halle am Pferdemarkt eine konzeptgebundene Ausschreibung geben muss. Dies wäre notwendig, wenn es für den Erwerb der Halle mehrere Interessenten gibt. Die Stadt bezieht sich dabei auf Äußerungen im Kulturausschuss, wonach es weitere Kaufinteressenten geben könnte.

Die Ausschreibung des Bieterverfahrens beginnt Anfang des Jahres, Angebote müssen bis Mitte Februar 2018 bei der Stadt eingehen. Bei der konzeptgebundenen Vergabe sollen die Kriterien des Denkmalschutzes und auch der inklusiven Ausrichtung der Nutzung eine zentrale Rolle spielen.

„Wir sollten uns die Chance für ein attraktives Nutzungskonzept der Mohrmann-Halle auf keinen Fall entgehen lassen, viele solcher Möglichkeiten haben wir schließlich nicht“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Er zeigte sich zudem enttäuscht über den bisherigen Verlauf der Debatte. „Wenn es um konkrete Projekte geht, dann haben Menschen mit Behinderungen offenbar keine sonderlich große Unterstützung in Oldenburg.“ Krogmann bezieht sich dabei auf einen einstimmigen Ratsbeschluss zur Inklusion aus dem Jahr 2012.

Die aus dem Jahr 1898 stammende Mohrmann-Halle – eine ehemalige Maschinenfabrik – ist stark sanierungsbedürftig. Die Stadt Oldenburg hatte ein Gutachten zum Verkehrswert erstellen lassen, auf dieser Basis werden die Verkaufsverhandlungen geführt.
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Millionenförderung für modernes Wohnquartier auf dem Fliegerhorst

08.12.2017 20:20 Uhr

Konsortium aus 21 Partnern plant Energetisches Nachbarschaftsquartier

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellen mit der gemeinsamen Förderbekanntmachung "Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt" in den nächsten fünf Jahren bis zu 100 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung zu nachhaltigen Stadtquartieren bereit: Sechs Leuchtturmprojekte sollen zeigen, wie im Quartier der Energieverbrauch gesenkt, die Strom, Wärme und Mobilität intelligent vernetzt und erneuerbare Energien sinnvoll in die Energieversorgung integriert werden können.

Eines der Leuchtturmprojekte wird nun in Oldenburg verwirklicht: Unter der gemeinsamen Koordination von OFFIS und der Stadt Oldenburg hat ein Konsortium mit insgesamt 21 Partnern aus Industrie und Forschung den Zuschlag zur Realisierung eines Energetischen Nachbarschaftsquartiers auf einer Teilfläche des Fliegerhorsts erhalten. Mit der nun erhaltenen Bewilligung des Bundes fließen Fördermittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro in das ambitionierte Vorhaben. Weitere gut 8,4 Millionen Euro werden von den Partnern aus der Wirtschaft beigesteuert.

Bereits Anfang 2015 sind die ersten Aktivitäten der Stadt Oldenburg gestartet um die Vision einer bürgernahen Smart City Oldenburg umzusetzen. Ein umfassender Beteiligungsprozess führte zu einem Masterplan und zu einem Ende vergangenen Jahres im Auftrag der Stadt Oldenburg vom Informatikinstitut OFFIS entwickelten Strategiepapier „Smart City Oldenburg – der Mensch im Zentrum“. Das Papier enthält konkrete Ideen und Konzepte für die Steigerung der Lebensqualität in Oldenburg mit Hilfe bewusster Digitalisierung, indem wichtige Teilbereiche, wie etwa Umwelt, Energie und Verkehr klug vernetzt werden.

Mit dem Ziel Teile davon zu realisieren, bildete sich ein Konsortium aus 21 überwiegend regionalen und mittelständischen Partnern, welches im Rahmen der Förderbekanntmachung „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ einen Projektantrag eingereicht hat. „Mit der nun erhaltenen Bewilligung des Leuchtturm-Projekts fließen in den nächsten fünf Jahren Fördermittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro in das ambitionierte Vorhaben.“ freut sich Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und betont das hohe Engagement der Wirtschaft: „Weitere gut 8,4 Millionen Euro steuern unsere Wirtschaftspartner bei.“

„Zu den Kernthemen des Projekts gehört die Frage, wie die lokale Energiegemeinschaft eines Nachbarschaftsquartiers sozial und wirtschaftlich konzipiert sein muss, um für Anwohner, Energieerzeuger und Dienstleister langfristig attraktiv und betriebswirtschaftlich tragbar zu sein.“ erläutert Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, OFFIS Vorstand, das Projekt in groben Zügen.

Um die Ansätze im realen Leben zu erproben, wird ein Teilareal des Oldenburger Fliegerhorstes – ein 3,9 Hektar großes, vormals militärisch genutztes Bereich – als „lebendes“, auf Teilhabe ausgelegtes Labor für Smart-City-Technologien genutzt. Ab Januar 2018 wird dort nun ein klimaneutrales Quartier konzipiert und umgesetzt mit ca. 110 Wohneinheiten aus Bestandsgebäuden und Neubauten für Wohnen und Arbeiten.

So soll der Energiebedarf beispielsweise zum größten Teil aus lokal erzeugter Energie gedeckt werden, unter dem Motto Energie von Nachbarn für Nachbarn. Entwickelt wird ein öffentliches Versorgungsnetz, welches eine Kopplung von Strom, Wärme/Kälte und Mobilität unterstützt und den „Energietausch“ im Quartier unter den Nachbarn fördert. Dieses Versorgungsnetz soll später auf weitere, für Norddeutschland typische Bestandsquartiere mit steigender Eigenversorgung übertragbar sein. Die Anwohner werden über ein Community-Portal als Energieproduzenten und Verbraucher in die Konzeption von Anreizmodellen für die Bildung lokaler Energie-genossenschaften einbezogen, ebenso in die daraus abgeleiteten Geschäftsmodelle für Dienstleister, zum Aufbau und Betrieb von weiteren Energetischen Nachbarschaftsquartieren.

In den kommenden zwei Jahren wird das Energetische Nachbarschaftsquartier von den Projektpartnern unter Einbindung der Öffentlichkeit geplant und die notwendige Plattform entwickelt. Im Anschluss wird die Erschließung gestartet. Auf dem Fliegerhorst werden dann insgesamt gut 950 Wohneinheiten und Gewerbeflächen entstehen. Der Fliegerhorst stellt somit für die kommenden Jahre die wichtigste Entwicklungsfläche in Oldenburg dar.
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Entlastungsstraße zwischen Fliegerhorst und Wechloy kann gebaut werden

21.11.2017 21:48 Uhr

OB Krogmann: Wichtige Weichenstellung für die gesamte Stadtentwicklung

Der Bau der Entlastungsstraße zwischen dem Fliegerhorstgelände und dem Stadtteil Wechloy kann konkret geplant werden. Alle erforderlichen Planungsgrundlagen, darunter auch das faunistische Gutachten, liegen inzwischen vor. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, um die Planung der 2,5 Kilometer langen Trasse weiter voranzubringen. Die Notwendigkeit einer Entlastungsstraße ergibt sich aus der auf dem Fliegerhorst geplanten Bebauung, insbesondere der Entwicklung der Gewerbeflächen.

Für Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist die Straße ein zentrales Infrastrukturprojekt der Stadtentwicklung: „Die Entlastungsstraße hat eine überörtliche Verbindungsfunktion und dient zur Erschließung der Gewerbeflächen. Die Untersuchung des Verkehrs hat gezeigt, dass eine Abwicklung über die Alexanderstraße nicht mehr möglich ist. Deshalb ist es nur folgerichtig, die Entlastungsstraße zu bauen. Mit ihr schaffen wir die Voraussetzung für ein Zusammenwachsen des gesamten nordwestlichen Stadtgebiets.“

Insgesamt sind fünf verschiedene Streckenvarianten geprüft worden, letztlich gab es vom beauftragten Ingenieurbüro eine Empfehlung für die Variante fünf. „Diese Variante verläuft nur über Flächen, die sich in städtischem Besitz befinden. In der Gesamtabwägung haben wir dies als erheblichen Vorteil für einen kompakten Planungsprozess erachtet“, sagt Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Die Stadt rechnet mit Kosten von 14,6 Millionen Euro. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2020. Eine Mitfinanzierung der Trasse über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ist beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium bereits beantragt worden.

Neben den verkehrsplanerischen Vorarbeiten war auch ein faunistisches Gutachten erstellt worden. Danach sind für den Bau der geplanten Straße Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Welche Maßnahmen dies genau sein werden, muss noch ermittelt werden.

Auf dem Fliegerhorst entstehen in den kommenden Jahren etwa 950 Wohneinheiten, weiterhin ist der Bau von Kindertagesstätten und einer Grundschule vorgesehen. Insgesamt werden dort dann bis zu 3.000 Menschen eine neue Heimat finden und bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze entstehen. In einem ersten Bauabschnitt sollen etwa 90 Wohneinheiten am Mittelweg entstehen. Momentan wird die Bauleitplanung erstellt, die Erschließungsarbeiten werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 beginnen. Für die entsprechenden Baumaßnahmen stehen im kommenden Jahr etwa 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Die zukünftige Nutzung des insgesamt etwa 190 Hektar großen Geländes war im Rahmen einer umfangreichen Bürgerbeteiligung im Jahr 2015 erarbeitet worden. Den Masterplan Fliegerhorst hatte der Rat der Stadt im August 2016 beschlossen. Das Jahr 2017 stand dann im Zeichen einer umfangreichen Kampfmittelsondierung und -beseitigung.
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Wohnungsbauoffensive startet im Baugebiet Am Bahndamm

23.10.2017 09:11 Uhr

84 Grundstücke gehen im ersten Abschnitt in die Vermarktung

Am Montag, 23. Oktober, beginnt das Bewerbungsverfahren für die Grundstücke des 1. Bauabschnittes des Baugebietes Am Bahndamm zwischen Osternburg und Krusenbusch. Insgesamt werden im ersten Teilabschnitt 84 Grundstücke für circa 90 Wohneinheiten angeboten.

„Dies ist ein ganz wichtiger Schritt, um etwa jungen Familien die Möglichkeit zu geben, Eigentum zu schaffen. Außerdem können wir so dazu beitragen, das Angebot von attraktiven Grundstücken in Oldenburg deutlich zu steigern“, erläutert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Es sind die ersten Grundstücke, die wir nach unseren neuen Vergaberichtlinien vergeben, diese kommen besonders Familien mit Kindern entgegen.“

Im zweiten Teilabschnitt, der ab Mitte 2018 vermarktet wird, steht dann die Vergabe von Mehrfamilienhausgrundstücken im Mittelpunkt. Dann greifen auch die Vorgaben für bezahlbaren Wohnraum, die vom Rat der Stadt Oldenburg beschlossen worden sind.

Die Bewerbungen für Einfamilien- und Doppelhausgrundstücke sind bis Freitag, 17. November, 12 Uhr möglich. Für die anderen Grundstücke gilt eine verlängerte Frist bis Freitag, 1. Dezember, 12 Uhr. Die Vergabe der Grundstücke erfolgt nach den neuen Vergaberichtlinien der Stadt Oldenburg. Die Vergaberichtlinien sowie weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren und den Grundstücken können unter www.oldenburg.de/am-bahndamm eingesehen werden. Telefonische Auskünfte gibt es im ServiceCenter der Stadt Oldenburg, Telefon: 0441 235-4444.

Insgesamt werden in den kommenden Jahren mehr als 1.300 Wohneinheiten auf städtischen Grundstücken entstehen und zwar vor allem im Baugebiet Am Bahndamm und auf dem Fliegerhorst.
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Beirat soll breiten Konsens gewährleisten

14.09.2017 09:25 Uhr

Auftaktveranstaltung für das Sanierungsgebiet „Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp“

Die Planungen für das Sanierungsgebiet „Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp“ kommen voran: Als erster konkreter Schritt soll ein städtebauliches Konzept erstellt, die Entwicklungsziele präzisiert und Maßnahmen festlegt werden. An der Ideenfindung beteiligt werden sollen auch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Eigentümerinnen und Eigentümer aus dem Gebiet. Damit die planerisch-konzeptionellen Grundlagen der Sanierung einen möglichst breiten Konsens finden, beabsichtigt die Stadt Oldenburg die Bildung eines Sanierungsbeirates. Die Auftaktveranstaltung mit der Wahl der Beiratsmitglieder findet am Mittwoch, 20. September, ab 19 Uhr in der Schule am Bürgerbusch (Eßkamp 126) statt.

Wer sich für die Mitarbeit im Beirat interessiert, kann sich formlos bei Elke Dannemann im Stadtplanungsamt unter der Telefonnummer 0441 235-2398 oder per E-Mail an elke.dannemann@stadt-oldenburg.de melden. Der Sanierungsbeirat wirkt unter anderem daran mit, die Planungen für die öffentlichen Maßnahmen im Sanierungsgebiet zu erstellen und Vorschläge zur Verwendung der Fördermittel zu erarbeiten. Der Sanierungsbeirat wird auch maßgeblich am Konzept für ein Quartierszentrum mitarbeiten. Der Beirat fungiert damit als Schnittstelle und Multiplikator zwischen der Stadt Oldenburg und den Aktiven im Sanierungsgebiet.

Neben der Wahl der Mitglieder des Sanierungsbeirates stellt sich in der Auftaktveranstaltung der von der Stadt Oldenburg beauftragte Sanierungsberater vor. Er wird über die Fördermöglichkeiten sowie das weitere Verfahren berichten. Dazu gehören erste Vorstellungen zur Verwendung des Verfügungsfonds und zur Förderung privater Modernisierungsmaßnahmen.

Das Sanierungsgebiet „Käthe-Kollwitz-Straße/Hoffkamp“ ist im vergangenen Jahr in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Mit den für die nächsten acht bis zehn Jahre in Aussicht gestellten Fördermitteln sollen zum einen der öffentliche Raum, insbesondere die Straßen, aufgewertet und die überwiegend als Wohnraum genutzten Gebäude modernisiert werden. Zum anderen sollen die Rahmenbedingungen für das Zusammenleben der Bewohner durch bedarfsgerechte Dienstleistungen und Freizeitangebote verbessert werden.
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