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Kontaktpunkt Wirtschaft an der Universität Oldenburg

23.11.2017 13:02 Uhr

Oberbürgermeister Krogmann sieht weiter großes Wachstumspotenzial

Rund 200 Gäste sind gestern Abend der Einladung der Wirtschaftsförderung Stadt Oldenburg zum 28. Kontaktpunkt Wirtschaft gefolgt. Sie erlebten einen gleichsam informativen wie unterhaltsamen Abend mit Vorträgen zum Thema „Lebenslanges Lernen und Windenergieforschung an der Universität Oldenburg“. Die Veranstaltungsorte waren entsprechend gewählt: Im Experimentierhörsaal der Universität begrüßte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann die Führungskräfte Oldenburger Unternehmen und Institutionen und machte deutlich, welch große Bedeutung die Uni für die Stadt hat: „Die Universität ist mit ihren mehr als 1.500 Beschäftigten und etwa 15.000 Studierenden ein großer Wachstumsmotor für unsere Stadt. Die Entwicklung des Technologie Parks mit der Ansiedlung des Helmholtz-Instituts zeigt, dass diese Entwicklung noch lange nicht beendet ist. Vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien sind in den vergangenen Jahren Schwerpunkte gesetzt worden, die Oldenburg nationale und internationale Anerkennung gebracht haben.“ Von der Bundes-und Landespolitik erhofft sich Krogmann mehr Tempo bei der Umsetzung der Energiewende. Bei diesem Thema sei in den vergangenen zwei bis drei Jahren teilweise nicht entschlossen genug gehandelt worden.

In seinem Grußwort unterstrich Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg, welche modernen Studieneinrichtungen in den vergangenen Jahren gerade im Bereich Küpkersweg entstanden sind.

Anschließend stellte Prof. Dr. Anke Hanft, Direktorin des „Centers für lebenslanges Lernen (C3L)“, dar, mit welchen neuen Studienmodellen die Hochschulen auf die Erfordernisse des lebenslangen Lernens reagieren und welche Möglichkeiten sich hierdurch für eine stärkere Verzahnung von Ausbildung, Fortbildung und Hochschulbildung ergeben. Professor Dr. Martin Kühn, ForWind-Vorstandsmitglied, referierte zu „WindLab: Turbulenz- und Windenergiesystemforschung“. Mit der Einrichtung WindLab wurde im Januar 2017 der neuste Forschungsbau der Universität Oldenburg eröffnet. Herzstück des Forschungslabors für Turbulenz und Windenergiesysteme ist ein sogenannter turbulenter Windkanal, in dem Windturbulenzen realitätsnah reproduziert werden können. Nach dem offiziellen Teil ging es anschließend zu ForWind, wo neben dem Netzwerken auch eine Besichtigung des Windkanals möglich war.

Bewährte Kommunikationsplattform
Das erfolgreiche Unternehmertreffen „Kontaktpunkt Wirtschaft“, das zweimal im Jahr von der Stadt Oldenburg veranstaltet und organisiert wird, hat sich bewährt als Kommunikationsplattform zwischen Oldenburger Führungskräften, aber auch zwischen der Wirtschaftsförderung und den Führungskräften. Der nächste Kontaktpunkt Wirtschaft wird voraussichtlich Ende Mai 2018 stattfinden.
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Ehrenkulturen im Blickpunkt

21.11.2017 22:23 Uhr

Ahmad Mansour und Yilmaz Atmaca bilden Lehrkräfte fort

Umfassende Einblicke in Strukturen patriarchalischer Gesellschaften vermittelten der Carl-von-Ossietzky-Preisträger Ahmad Mansour und sein Kollege Yilmaz Atmaca jetzt bei zwei Fortbildungsveranstaltungen in Oldenburg. Auf Einladung des städtischen Kulturbüros und des Oldenburger Fortbildungszentrums OFZ der Carl von Ossietzky Universität zeichneten die beiden Referenten ein differenziertes Bild von Rollenverständnissen und Geschlechterrollen in sogenannten Ehrenkulturen. Die bestens besuchten Fortbildungen richteten sich an Lehrkräfte und Sozialpädagoginnen und -pädagogen der Sekundarstufen I und II sowie der berufsbildenden Schulen.

Am Beispiel des Berliner Gleichstellungsprojektes „Heroes – gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“ verdeutlichten der Extremismusexperte Mansour und der Schauspieler und Familientherapeut Atmaca mögliche Umgangsweisen mit heranwachsenden jungen Migranten. Ergänzt durch aktuelle Beispiele aus dem schulischen Alltag wurde das Spannungsfeld der Jugendlichen zwischen tradierten Werten innerhalb ihrer Familien einerseits und dem Erwartungshorizont unserer westlichen Gesellschaft andererseits intensiv diskutiert und nach Lösungsansätzen gesucht.
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Elisabethstift baut Seniorengerechte Wohnungen

11.10.2017 20:06 Uhr

Richtkrone über neuem Gebäude im Haareneschviertel

von Frerk Hinrichs

Gleichzeitig mit der Errichtung der Krone über dem Rohbau des neuen Wohngebäudes feiert das Elisabethstift sein 128jähriges Jahresfest. Das Elisabethstift baut auf dem Gelände der ehemaligen Altenpflegeschule, Familienbildungsstätte und Erwachsenenbildung 10 Seniorenwohnungen in der Größe von ca. 50 qm.

Das zweieinhalbstöckige Gebäude wird eine Fahrstuhl bekommen, mit dem auch die Keller zu erreichen sind. Die Wohnungen in der Nachbarschaft der Altenpflegeeinrichtungen Friedas-Frieden-Stift und Elisabethstift sind seniorengerecht geplant. Eine Wohnung ist vollständig rollstuhlgerecht angelegt. Vor dem Wohngebäude an der Haareneschstraße 58a wird noch ein Gebäude mit je ca. 150 qm Praxis- und Büroräumen gebaut, erklärt die Vorstandsvorsitzende des Elisabethstiftes, Rita Szaszi. Insgesamt wendet der Verein des Diakonissenmutterhauses 2,2 Millionen Euro auf, um die beiden Gebäude mit einem Sockelgeschoss aus heimischem Klinker zu errichten. Oben werden die Häuser mit einer Putzfassade versehen, die Dächer werden begrünt und erhalten eine Solaranlage. Zusammen weisen die Gebäude eine Nutzfläche von 800 qm auf. Wohnungen, Praxis- und Büroräume werden durch das Elisabethstift vermietet.

Den Bau entworfen und die Ausführung geplant hat der Bereich Architektur im Diakonie Service-Zentrum Oldenburg (DSO). Der Generalbauunternehmer Hoff und Partner GmbH aus Gronau errichtet beide Gebäude. Die Fertigstellung ist für April 2018 geplant. Die Andacht zum Richtfest und zum Jahresfest hält Vorstand Pastor Werner Könitz. Er empfahl, die neuen Häuser nach der ersten Oberin des Elisabethstiftes, Ida Siebel, zu benennen. Auf diese Weise könne deutliche werden, in welcher Tradition das Elisabethstift den Neubau sehe. Ida Siebel stand der Lebens- und Dienstgemeinschaft der Diakonissen ab 1899 für 21 Jahre vor. Mit den Diakonissen hat sie sich für alte und pflegebedürftige Menschen engagiert, die Kranken- und Altenpflege professionalisiert und sich für die Reduzierung der Arbeitszeit in der Pflege eingesetzt. Mit dem Neubau am ehemaligen Ruheort der Schwestern entstehe ein Haus, an dem sich Menschen in späteren Lebensabschnitten wohl fühlen werden.
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