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Umwelt

Süßer Beitrag zum fairen Handel und Klimaschutz

10.11.2017 22:41 Uhr

Aktionstag am 15. November an 30 Schulen – Schokoladenwerkstatt und stromlose Stunde

Während die internationale Staatengemeinschaft beim UN-Klimagipfel in Bonn darüber diskutiert, wie die Erderwärmung gebremst werden kann, setzen die Oldenburger Schulen ein Zeichen für mehr Klimaschutz und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen: Am Mittwoch, 15. November, findet unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann der bereits 4. Aktionstag „Oldenburg dreht ab“ für Oldenburger Schulen statt.

Wie in den vergangenen Jahren werden etwa 30 Schulen in Oldenburg an diesem Tag morgens um 8 Uhr auf Strom und teilweise auch auf die Heizung verzichten und dies als lebendigen Anknüpfungspunkt für das Themenfeld Energiesparen und Klimaschutz nutzen. Dunkle Klassenzimmer sowie Kopierer, Tageslichtprojektoren, Aufzüge und automatische Türen, die nicht funktionieren, stumme Telefone und abgeschaltete PCs – die stromlose Stunde soll Anstoß geben, um mit den Schülerinnen und Schülern über Energiekonsum und Ressourcenverbrauch nachzudenken.

Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Faires Handeln für unser Klima“ greift das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) den 2016 gefassten Ratsbeschluss auf, mit dem sich Oldenburg auf den Weg zur „Fairtrade-Town“ begeben hat. In den vom RUZ für die Schulen entwickelten Unterrichtskonzepten werden die Auswirkungen unserer Konsum- und Lebensstilentscheidungen auf die Menschen und die Umwelt in anderen Gebieten der Erde thematisiert. „Was haben wir mit Näherinnen in Bangladesch zu tun?“, „Kann ich mit meinem Verhalten etwas für das Überleben der Eisbären tun?“ und „Wie können wir uns fairer und klimafreundlicher im Alltag verhalten?“, lauten einige der Fragen, die diskutiert werden sollen.

Die teilnehmenden Grundschulen werden ebenso wie mehrere weiterführende Schulen unter dem Motto „Mit Schokolade die Welt fair-ändern“ die vom Umweltbildungszentrum vorbereitete Idee einer Schokoladenwerkstatt umsetzen. „Hier wird nicht nur Schokolade selbst produziert, sondern am Beispiel Kakao eine Beziehung zwischen unserem Konsumverhalten und den Lebensbedingungen in dem Kakaostaat Elfenbeinküste hergestellt, um die positive Wirkung von fairem Handel deutlich zu machen“, erläutert Christel Sahr vom RUZ.

Der Aktionstag flankiert das Energiesparprojekt für Oldenburger Schulen „abgedreht?!“, das seit 1997 mit einem Prämiensystem einen Anreiz schafft, um Energie und Wasser zu sparen. Über 30 Schulen nehmen an diesem Projekt teil und konnten allein durch nutzungsbedingte Maßnahmen seit 1997 insgesamt weit über zwei Millionen Euro einsparen. Der Erfolg des Projekts „abgedreht?!“ und die starke Resonanz beim Aktionstag ist ein Zeichen für das große Klimaschutzengagement Oldenburger Schulen und leistet ebenso wie die zahlreichen weiteren Kurse und Projekte, die das Umweltbildungszentrum für Oldenburger Schulen anbietet, einen wichtigen Beitrag zur städtischen Umwelt- und Klimaschutzstrategie.

Fragen beantwortet Christel Sahr unter Telefon 0441 248 376 oder per E-Mail an christel.sahr@stadt- oldenburg.de. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/oldenburg-dreht-ab.
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Stadt Oldenburg muss Luftreinhalteplan erweitern

10.11.2017 22:24 Uhr

Einführung einer „Grünen Umweltzone“ geplant

Die Stadt Oldenburg hat ein ganzes Maßnahmenpaket erarbeitet, um den gesetzlichen Anforderungen an eine verbesserte Luftreinhaltung nachzukommen. Da der Jahresgrenzwert für Stickoxid (NO2) weiterhin nicht eingehalten werden kann, ist die Fortschreibung des Luftreinhalteplans zwingend erforderlich, ansonsten drohen der Stadt Klagen und möglicherweise auch empfindliche Strafen der EU.

In Oldenburg soll deshalb eine „Grüne Umweltzone“ eingerichtet werden. Diese verbietet es Fahrzeugen, die die Euronorm 4 nicht erfüllen, in das Gebiet der Umweltzone einzufahren. Diese ist etwa 10 Quadratkilometer groß. Nach Einschätzung der Stadt sind davon etwa 3.000 Fahrzeuge in Oldenburg betroffen – das entspricht knapp 4 Prozent aller in Oldenburg zugelassenen Fahrzeuge.

Die Einführung einer „Blauen Zone“ – mit weit schärferen Einfahrverboten – wird aktuell nicht vorgeschlagen. Sie bleibt jedoch ein mögliches Mittel, sobald die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen dazu vom Bundesgesetzgeber geschaffen wurden.

Für die städtische Nutzfahrzeugflotte (Müllfahrzeuge, Straßenreinigung) wird unter anderem geprüft, ob deren Stickoxid-Emissionen reduziert werden können. Jährlich verbrauchen diese Fahrzeuge etwa 500.000 Liter Dieselkraftstoff. Durch eine Umstellung auf sogenannte GTL-Diesel (Gas-to-liquid) kann die NOX-Emission deutlich reduziert werden. Insgesamt besteht die städtische Nutzfahrzeugflotte aus etwa 160 Fahrzeugen. Für den städtischen PKW-Fuhrpark wurden kürzlich drei weitere Elektro-Fahrzeuge angeschafft, auch dies verbessert die Umweltbilanz.

Die schnellere Umrüstung der Busflotte der VWG ist ein weiterer Vorschlag für den aktualisierten Luftreinhalteplan. Bisher werden jährlich 10 Bioerdgasbusse der älteren Bauart durch neue Gasbusse der höchsten Abgasstandards (Euro VI) ersetzt, künftig sollen es 20 sein.

In der Innenstadt sollen zukünftig möglichst viele Fahrten mit Dieselfahrzeugen vermieden werden, dazu dient die Weiterentwicklung eines Logistikkonzepts für die Innenstadt. Ziel ist es, einen innerstädtischen Umschlagort einzurichten, von dem aus die Geschäfte in der Innenstadt nicht mehr mit kleineren LKW beliefert werden, sondern möglichst mit Lastenfahrrädern oder Elektrofahrzeugen. Somit würde der Anlieferungsverkehr komplett emissionsfrei ablaufen.

Die Förderung des Radverkehrs ist ein weiterer Baustein des Luftreinhalteplans, allerdings gibt es bereits eine hohe Quote von Fahrradnutzung (43 Prozent) bei Kurzfahrten im Stadtgebiet. Die Steigerungsmöglichkeiten sind entsprechend gering. Dennoch soll Radfahren attraktiver werden, etwa durch die Schaffung weiterer hochwertiger Abstellanlagen in der Innenstadt. Auch die Erstellung eines erweiterten „Park and Ride“-Konzeptes, der Aufbau weiterer P+R-Anlagen sowie eine Taktverbesserung im Linienverkehr zwischen Stadt und Region werden angestrebt.
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»Das Oldenburger Land ist besonders stark betroffen!«

08.11.2017 23:00 Uhr

Klimawandel: NABU Oldenburger Land mahnt konkrete Schritte an

Anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn mahnt der NABU Oldenburger Land schnelle und ganz konkrete Schritte zum Klimaschutz an: »Klimaschutz ist keine Kür, sondern muss Pflicht sein! Gerade das Oldenburger Land wird die Auswirkungen des sich rapide verschärfenden Klimawandels schmerzhaft zu spüren bekommen«, sagte Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers in Oldenburg. »Wir bekamen in den vergangenen Wochen nur einen Vorgeschmack, was auf uns zukommen dürfte - das Sturmtief Xavier gab seine Visitenkarte ab; ebensolche Stürme und noch viel heftige und häufigere werden über unser flaches Land hinwegziehen und verheerende Schäden hinterlassen«, zeigte Wohlers auf, und fuhr fort: »Und immer höher auflaufende Sturmfluten werden auch mit den raffiniertesten Küstenschutzmaßnahmen nicht mehr aufzuhalten sein. Als Menetekel kann und muss in diesen Tagen das dramatische Abschmelzen des Eises in Nordost-Grönland gesehen werden, das bei weiterem Fortschreiten zu einem starken Anstieg des Meeresspiegels beitragen dürfte!«, zeigte sich Wohlers von der Rapidität des Klimawandels schockiert. »Hinzu kommen werden heißere Sommer und enorme Starkregenperioden, die auch zu Schäden führen werden, die Fauna und Flora verändern werden und der Landwirtschaft zu schaffen machen werden, wenn jetzt kein Umsteuern gelingt! Klimaschutz ist Überlebensfrage!«

Der NABU hoffe daher auf Signale der Bonner Weltklimakonferenz, die nach dem Pariser Klimaabkommen weitere konkrete Maßnahmen zeitnah zur Folge haben sollten, insbesondere zum Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger – »Die Verbrennung von Kohle und Öl ist die dümmste Form der Nutzung, eigentlich nichts anderes als Verschwendung nach Denkmustern von vorgestern«, sagte Wohlers – und deren Ersatz durch erneuerbare Energieträger sowie Effizienzsteigerung und – »was oft zu kurz kommt« – Energieeinsparung. Auch eine Wende im Agrar- und Verkehrsbereich sei überlebensnotwendig. »Es kommt nun darauf an, die Bremsspur des ›Tankers der Energieverschwendung‹ zu verkürzen«, sagte der NABU-Geschäftsführer, »deshalb gilt es, keine Zeit zu verlieren!" Auch die in den Koalitionsverhandlungen steckenden Berliner Parteien seien gefordert, dem "Klimaschutz aus Überlebensgründen Priorität einzuräumen!«
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Wo nachhaltiges Handeln Schule macht

24.10.2017 21:30 Uhr

Regionales Umweltbildungszentrum feiert 20-jähriges Bestehen – 60.270 Teilnehmende

Nachhaltiges und ökologisch verantwortungsvolles Handeln kann man lernen, und zwar am Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) für die Stadt Oldenburg: 60.270 Teilnehmenden – zumeist Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrkräften – wurden seit 1997 in 3.125 Veranstaltungen wertvolle Impulse in gesunder Ernährung, im Energiesparen und in Sachen Klimaschutz vermittelt. Auf diese stolze Bilanz blickt das RUZ zu seinem 20-jährigen Bestehen zurück. Gefeiert wird am Donnerstag, 26. Oktober, mit geladenen Gästen.

Das RUZ ist eine Einrichtung der Stadt Oldenburg, die 1997 auf Beschluss des Rates entstanden ist und zum niedersächsischen Netzwerk der vom Kultusministerium anerkannten „Lernorte für Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gehört. Seitdem bietet das RUZ ein kostenloses Veranstaltungsprogramm für Oldenburger Schulen an. „Wie kann ich Strom und Wasser sparen?“, „Was lebt im Wassertropfen und unter dem Laub?“, „Was ist globale Gerechtigkeit?“ oder „Wie ernähre ich mich gesund und klimafreundlich?“ – das sind nur einige Beispiele aus der großen Fülle an Themen und Fragestellungen, die Schülerinnen und Schüler in Kursen des Umweltbildungszentrums bewegen.

Das RUZ unterstützt die Oldenburger Schulen bei ihrer Aufgabe, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Querschnittsaufgabe in den Unterricht und das Schulleben zu integrieren. Die Förderung dieser Gestaltungskompetenz ist eine unerlässliche Voraussetzung für nachhaltige Lebensstile und eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise. Konkret wird dieses Anliegen durch Kurse wie „Durst & Wurst“, „Spar Energie – Aber wie?“, „Sonne, Wind und Wasser – erneuerbare Energien kennenlernen“ oder die „Mobile Klimaschutzschule“. Aber auch in der Natur findet nach wie vor klassische Umweltbildung in Moor, Wald und am Wasser statt. „Kinder und Jugendliche sollen dabei möglichst handlungsorientiert ihre Erlebnisse und Erfahrungen machen, um wichtige Zusammenhänge buchstäblich zu begreifen“, erläutert Edgar Knapp, der seit 1998 die Arbeit des Umweltbildungszentrums koordiniert. Aber auch zahlreiche Sonderprojekte, Fachtage, Lehrerfortbildungen und ein Ausleihservice für spezielle Unterrichtsmaterialien gehören zum Leistungsspektrum des RUZ-Teams.

Umgesetzt wird diese Arbeit von einem Team aus drei für jeweils einen Wochentag freigestellten Lehrkräften und zwei städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von zwei jungen Leuten in ihrem Freiwilligen Ökologischen Jahr unterstützt werden.

„Während in den ersten 15 Jahren der überwiegende Teil der Nachfrage aus dem Grundschulbereich kam, bekunden in den vergangenen Jahren die weiterführenden Schulen ein stetig wachsendes Interesse an den Unterrichtsangeboten“, bilanziert Edgar Knapp. „So buchen zahlreiche Oberstufenkurse das RUZ, wenn für die Abiturprüfungen des Faches Biologie Themen wie Gewässer- oder Waldökologie angekündigt werden“, weiß der RUZ-Teamleiter. Mehrere Oldenburger Schulen haben bereits die „Klimaschutzschule“ in ihr Schulcurriculum übernommen. Auch mit verschiedenen Fachdidaktiken der Carl von Ossietzky Universität arbeitet man regelmäßig zusammen. Schließlich sollten auch Lehramtsstudierende frühzeitig lernen, was BNE für ihr späteres Berufsleben bedeutet. „Die Nachfrage ist immens“, berichtet Knapp, „schon vor den Sommerferien dieses Jahres waren wir bis Juni 2018 ausgebucht.“
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Agenda-Büro gibt Hinweise zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen

23.10.2017 09:32 Uhr
Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas „Unser Müll“ hat das Agenda-Büro Hinweise zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen herausgegeben.

Laut einer Studie des WWF landen allein in Deutschland pro Sekunde 313 Kilogramm Lebensmittel im Müll, ein Großteil davon wäre noch genießbar. Diese Zahl summiert sich auf das Jahr gesehen auf über 10 Millionen Tonnen.

Die Stadt unterstützt diesen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln. So sind die Caterer, die Kitas beliefern, die Betreiber von Schul-Mensen und allgemein die Gastronomie, in einem Schreiben auf die vielfachen Aktivitäten hingewiesen und gebeten worden , Lebensmittelabfälle soweit wie möglich zu reduzieren. Dazu weist das Agenda-Büro zum einen auf einen Leitfaden des Umweltbundesamtes hin, der sich mit der „Vermeidung von Lebensmittelabfällen beim Catering“ beschäftigt. Der Leitfaden enthält viele leicht umsetzbare und praktische Tipps für den Alltag in der Großküche.

Zum anderen hat sich die Fachhochschule Münster, Institut für nachhaltige Ernährung, intensiv mit dieser Thematik beschäftigt. Dabei ist die Internet-Plattform www.lebensmittel-abfall-vermeiden.de entstanden. Sie richtet sich an Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft und stellt sortiert nach den unterschiedlichen Branchen Instrumente zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen zur Verfügung.

Weiterhin wurde die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft entwickelte „Beste-Reste-Box“ empfohlen. Diese Box soll dazu dienen, den Gästen die nicht verzehrten Speisen aktiv zum Mitnehmen anzubieten. Auf diese Weise kann das Abfallaufkommen reduziert werden und die Gäste freuen sich über den Snack für den kleinen Hunger zwischendurch. Alle Bürgerinnen und Bürger werden damit gleichzeitig aufgerufen, beim nächsten Restaurant-Besuch, nach der „Beste-Reste-Box“ zu fragen und ihre nicht verzehrten Speisen mitzunehmen.

Darüber hinaus bestehen weitere Möglichkeiten, noch genießbare Lebensmittel nicht zu vernichten. So gibt es beispielsweise im Internet verschiedene Plattformen über die unverkaufte Speisen, die im Betrieb übrig geblieben sind (zum Beispiel von einem Mittagsbuffet), preisreduziert angeboten werden können. Auf diese Weise können wiederum Lebensmittelabfälle vermieden werden und die Gastronomen können sich neue Gästegruppen erschließen.

Insgesamt soll das Thema der Lebensmittelverschwendung auf diese Weise in den Fokus gerückt werden. Weitere Ideen und Anregungen, wie Lebensmittelabfälle in Zukunft vermieden werden können, nimmt das Agenda-Büro der Stadt Oldenburg gern entgegen (agenda21@stadt-oldenburg.de).
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Serviceangebote rund ums Thema Laub

04.10.2017 20:47 Uhr

AWB nimmt Laub kostenlos entgegen und stellt Sammelkörbe auf

Wie in den vergangenen Jahren auch nimmt der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) wieder kostenlos Laub an. Vom 9. Oktober bis zum 30. Dezember können Oldenburgerinnen und Oldenburger Laub bis zu einer Anlieferungsmenge von maximal zwei Kubikmetern kostenlos an den Wertstoffannahmestellen Neuenwege, Barkenweg 6, und Langenweg, Felix-Wankel-Straße 7, abgeben. „Die zeitlich begrenzte kostenlose Entsorgung an den Wertstoffannahmestellen betrifft aber ausschließlich Laub. Die Anlieferung größerer Mengen und anderer Gartenabfälle ist gebührenpflichtig“, sagt Arno Traut, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes. Es wird daher dringend geraten, bei der Anlieferung das Laub von anderen Gartenabfällen getrennt bereit zu halten.

Des Weiteren beginnt der Abfallwirtschaftsbetrieb am 9. Oktober damit, rund 1.000 Laubkörbe im Stadtgebiet aufzustellen. Die Laubkörbe stehen den Bürgerinnen und Bürgern für die Befüllung und Entsorgung ausschließlich von Straßenlaub zur Verfügung. Das System der Laubkörbe wurde vor vielen Jahren eingeführt, um den Oldenburgerinnen und Oldenburgern die Arbeit zu erleichtern, das Laub von Bäumen im öffentlichen Straßenraum zu entsorgen. „Das Hinzustellen von Laubsäcken ist, wie in den letzten Jahren auch, nicht gestattet“, betont Traut. Das Entleeren und die Mitnahme von Säcken würde die Arbeit der Müllwerker erheblich erschweren und außerdem dazu führen, dass die Tourenplanung, alle Körbe mindestens einmal wöchentlich zu leeren, nicht eingehalten werden kann. „Wir bitten dafür um das Verständnis aller Bürgerinnen und Bürger“, appelliert Traut.

Weitere Informationen zur Laubentsorgung und zu den Öffnungszeiten der Annahmestellen finden Sie im Abfuhrkalender oder im Internet unter www.awb-oldenburg.de.
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Stadt übernimmt Kompostwerk in Neuenwege

01.10.2017 20:53 Uhr

Keinerlei Änderung bei Abfuhr

Der Vertrag zum Betrieb des Kompostwerkes zwischen Stadt Oldenburg und Firma Remondis endet nun nach 20 Jahren. Zum 1. Oktober übernimmt nunmehr die Stadt den Betrieb der Anlage in Neuenwege. Die Anlagen des Kompostwerkes gehen dann vertragsgemäß in den Besitz der Stadt über. Stadt Oldenburg und Firma Remondis haben sich im vergangenen Jahr darauf verständigt, dass der Betriebsübergang gemeinsam konstruktiv organisiert wird. So werden die vier Mitarbeiter der Firma Remondis vom Abfallwirtschaftsbetrieb übernommen.

Für die Kunden ändert sich durch die Umstellung nichts, betont der Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, Arno Traut: „Abfuhrtage und Umfang der Leistung bleiben völlig gleich.“ Die Sammlung der Bioabfälle erfolgt weiterhin alle 14 Tage durch den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb. Grünabfälle können die Bürgerinnen und Bürger wie gewohnt an den beiden Wertstoffannahmestellen am Barkenweg und Langenweg entsorgen.

Pro Jahr werden in Oldenburg etwa 28.000 Tonnen Bio- und Grünabfälle eingesammelt. 21.000 Tonnen davon werden in Neuenwege verarbeitet, 7.000 Tonnen kommen in eine vergleichbare Anlage nach Aurich.

Eine geringfügige Veränderung im Hofverkauf gibt es: Der Verkauf von Rindenmulch und Holzschnitzel wird nicht fortgesetzt. Der Abfallwirtschaftsbetrieb will sich darauf konzentrieren nur die Produkte zu verkaufen, die aus dem Grünabfall direkt hergestellt werden und dies ist der Kompost, für den es derzeit gute Absatzmöglichkeiten gibt.
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Sammelbox schluckt ausrangierte Handys

20.09.2017 20:32 Uhr

Agenda-Büro und NABU veranstalten Aktionstag am Lefferseck

Millionen ausrangierter Handys schlummern in deutschen Schubladen. Jedes von ihnen enthält im Schnitt 150 Milligramm Silber, 25 Milligramm Gold und neun Gramm Kupfer, dazu kleine Mengen an Palladium und Platin – echte Schätze also. Diese edlen Rohstoffe könnten aber wertvolle Ressourcen schonen, wenn sie recycelt werden: Dafür wirbt das Agenda-Büro der Stadt Oldenburg gemeinsam mit der NABU-Stadtgruppe Oldenburg mit einem Aktionstag unter dem Motto „Handy zurück – Natur im Blick“ am Donnerstag, 21. September: Von 11 bis 16 Uhr werden am Lefferseck ausgediente Mobiltelefone eingesammelt. Gleichzeitig wird auf die Problematik bei der Herstellung von Handys aufmerksam gemacht: In den Ländern, in denen die für Handys verwendeten Rohstoffe gefördert werden, gibt es große soziale und ökologische Probleme.

Der NABU hat eine Vereinbarung mit dem Telefonanbieter O2 bezüglich der Verwertung von Altgeräten geschlossen. Danach kümmert sich im Auftrag von O2 die AfB gGmbH (Arbeit für Menschen mit Behinderungen) darum, dass die eventuell noch vorhandenen Daten professionell vernichtet werden und die Altgeräte je nach Zustand entweder aufgearbeitet und wieder vermarktet oder fachgerecht recycelt werden. Für jedes eingesammelte Handy erhält der NABU einen Betrag für das Projekt der Renaturierung der Havel. Nähere Informationen dazu gibt s im Internet unter www.nabu.de/unterehavel.

Unabhängig von dem Aktionstag am 21. September sammelt der NABU dauerhaft Handys. Diese können in der Geschäftsstelle am Schloßwall 15 abgegeben werden. Fragen beantwortet auch gerne das Agenda-Büro der Stadt unter der Telefonnummer 0441 235-3246 oder per E-Mail an agenda21@stadt-oldenburg.de.
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Stadt prüft weitere Maßnahmen zur Luftreinhaltung

20.09.2017 19:23 Uhr

Fortschreibung des Luftreinhalteplans wird auf den Weg gebracht

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Grenzwertüberschreitungen für Stickoxid will die Stadt Oldenburg weitere Maßnahmen zu einer Verbesserung der Luftqualität prüfen und umsetzen. Das hat die Stadt in einem Brief an die Deutsche Umwelthilfe angekündigt. Dazu wird auch die Fortschreibung des seit Oktober 2012 geltenden Luftreinhalteplans auf den Weg gebracht, dies hat die Verwaltung dem Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Kima (Sitzung am 14. September) vorgeschlagen. „Darüber hinaus bleibt die Stadt aber bei ihrer Forderung, bundesweite Regelungen zu schaffen, die das Problem angehen. Die Ergebnisse des Dieselgipfels vom 4. September können dabei allenfalls ein erster Schritt sein“, sagt Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Der geltende Luftreinhalteplan der Stadt Oldenburg sieht bereits einige Maßnahmen vor, nämlich die Modernisierung der Busflotte der VWG und die Umsetzung der im Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (InEKK), Strategieplan Mobilität und Verkehr (smv) und Stadtentwicklungsplan (STEP 2025) verankerten Maßnahmen.

Einen Schwerpunkt im Mobilitätsbereich stellt der Radverkehr dar, den es weiter zu stärken gilt, um die genannten Ziele zu erreichen. Das kommunale Rad- und Fußverkehrsprogramm sieht für Maßnahmen zum Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und zur Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs eine Aufstockung der jährlichen Haushaltsmittel vor. Für das Projekt Carsharing, das derzeit mit 3 Anbietern etwa 30 Stationen und rund 1.600 Nutzerinnen und Nutzer versorgt, wurden und werden ebenfalls nennenswerte Beträge, derzeit 55.000 Euro jährlich, eingesetzt.

Für eine Fortschreibung des Luftreinhalteplans hat die Stadt Oldenburg in den vergangenen Monaten das Gewerbeaufsichtsamt (GAA) Hildesheim gebeten, eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen rechnerisch zu betrachten. Vorgeschaltet sind zunächst, zur besseren Einschätzung der vorliegenden, rechnerisch ermittelten Daten zur Luftqualität am Hotspot Heiligengeistwall, zwei zusätzliche Passivsammlerstandorte eingerichtet worden. Dort finden seit Beginn des Jahres 2017 Messungen statt. Ergänzend dazu beabsichtigt die Stadt Oldenburg, eine entsprechend akkreditierte Messstelle mit weiteren Passivsammlermessungen zu beauftragen. Diese sollen zusätzlichen Aufschluss über die Größenordnung der städtischen Hintergrundbelastung liefern. Möglicherweise ist die angenommene Hintergrundbelastung zu niedrig angesetzt worden. Nicht zuletzt die durch die Stadt verlaufenden Bundesautobahnen 28, 29 und 293 sowie die Intensivlandwirtschaft könnten größere Auswirkungen auf die Messergebnisse in der Innenstadt haben.

Die Stadt Oldenburg hat durch das GAA Hildesheim untersuchen lassen, ob die Einrichtung einer Umweltzone (nach derzeit geltenden Regularien mit grüner Plakette) bzw. eine Einbahnstraßenregelung am Hotspot Heiligengeistwall als sinnvolle Maßnahmen in Betracht kommen könnten. Die Untersuchungen ergaben, dass die erzielbaren Wirkungen nur bei 1 % bis 5 % (bezogen auf die NO2 - Gesamtbelastung) liegen.

Auch hat das GAA Hildesheim eine Abschätzung der Minderungswirkung auf die Luftschadstoffsituation am Hotspot Heiligengeistwall anhand von Modellrechnungen für eine von hier definierte Umweltzone „blau“ vorgenommen. Im Ergebnis wird rechnerisch eine mittlere Minderungswirkung der Umweltzone „blau“ auf die NO2 –Gesamtbelastung von ca. 8 % erreicht.

Im Rahmen der beabsichtigen Fortschreibung des Luftreinhalteplans werden weitere Maßnahmen in den Fokus rücken, um den Zeitraum der Grenzwertüberschreitung so kurz wie möglich zu halten. Vorschläge dazu sollen noch in diesem Jahr gemacht werden.
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Clever heizen: Stadt bietet Beratungsservice an

14.09.2017 09:45 Uhr
In den Herbstwochen beginnt die Heizperiode und passend dazu bietet die Stadt im Rahmen der Energiesparinitiative Klima(+)Oldenburg die Aktion „clever heizen“ an. Diese läuft vom 15. September bis zum 15. Dezember. Michaela Thomann, Energieberaterin der Stadt, erklärt: „In den rund 33.000 Oldenburger Ein- und Zweifamilienhäusern mit Baujahr vor 2012 schlummert ein großes Effizienzpotential. Laut Studien laufen nämlich rund 70 Prozent aller Heizungen ineffizient“.

In Oldenburg gibt es damit rund 23.000 Heizungen mit Optimierungsbedarf. Für nur 25 Euro erhalten Eigentümer eine unabhängige Optimierungsberatung, bei der geklärt wird, welche Einsparpotentiale es gibt, welche Kosten entstehen, ob und welche Förderprogramme genutzt werden können und welche Einsparung zu erwarten ist. Der günstige Preis kommt zustande, weil die Stadt Oldenburg, die Niedersächsische Klimaschutzagentur (KEAN) und die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Oldenburg mit vereinten Kräften das Projekt fördern. Rund 60 Minuten lang dreht sich alles um Rohrdämmung, Energiekennzahlen, sparsame Pumpeneinstellung, Hocheffizienzpumpen, effiziente Warmwasserbereitung, hydraulische Abgleiche, optimierte Heizkurven, die richtige Raumtemperatur, Außenfühler, Bedarfsteuerung von Zeitschaltuhren, voreinstellbare Thermostatventile, Nutzung erneuerbarer Energien und so weiter.

Die Anzahl der Beratungen ist begrenzt. Interessenten können sich montags bis donnerstags immer vormittags telefonisch unter 235-3089 oder schriftlich unter energie@stadt-oldenburg.de anmelden.
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Stadt fördert Abwrackprämie für Stromfresser

13.09.2017 22:22 Uhr

„Stromspar-Check“ der Caritas Oldenburg beim Tausch alter Kühlgeräte

Seit 2012 bietet der Stromspar-Check der Caritas Oldenburg eine kostenlose Energiesparberatung für einkommensschwache Haushalte an. Im Rahmen dieser Energieberatung können ab sofort Kühlgeräte mit einem viel geringeren finanziellen Eigenbeitrag als bisher ausgetauscht werden. Der Eigenanteil für ein neues Kühlgerät beträgt jetzt nur noch 50 Euro pro Erwachsener und 20 Euro pro Kind, maximal jedoch 150 Euro pro Haushalt. Möglich ist dieses durch eine zusätzliche Förderung der Stadt Oldenburg und der EWE.

Voraussetzung dafür ist, dass das alte Gerät mindestens zehn Jahre alt sein muss, das Einsparpotential bei Austausch gegen ein energieeffizientes Kühlgerät (A+++) mindestens 200 Kilowattstunden pro Jahr beträgt und das alte Gerät fachgerecht entsorgt wird.

Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdiensts Umweltmanagement der Stadt Oldenburg, betont die Wichtigkeit des Projekts: „Im Rahmen des integrierten Energie- und Klimaschutzprojektes hat die Stadt das Stromsparprojekt seinerzeit in Oldenburg angeregt und unterstützt es jährlich mit 8.000 Euro. Die Politik hat dann nochmal 8.000 Euro draufgelegt, um mit einem erweiterten Förderprogramm zum Kühlgerätetausch eine höhere Austauschquote zu erzielen.“ Stromfressende Altgeräte könnten im Einzelfall knapp ein Viertel des gesamten Stromverbrauches eines Haushaltes ausmachen, so Gerd Iwanuk. „Unsere Abwrackprämie kann so spürbar zur Entlastung der betroffenen Haushalte beitragen.“

1.400 Tonnen CO2-Emissionen eingespart
„Neben den finanziellen Einsparungen, die das Projekt für die Haushalte leistet, sind auch die CO2-Einsparungen bemerkenswert“, erklärt Roger Niedenführ, Projektleiter des Stromspar-Checks Oldenburg bei der Caritas. „Seit Projektbeginn wurden in Oldenburg über 1.000 Haushalte beraten und rund 8.800 Energiesparlampen, 700 schaltbare Steckerleisten, 875 Durchlaufbegrenzer für den Wasserhahn sowie andere Soforthilfen zum Energie- und Wassersparen bereitgestellt.“ Über die Lebensdauer der Sparartikel gerechnet würden damit rund 1.400 Tonnen CO2-Emissionen jährlich eingespart, so Roger Niedenführ.

Der Stromspar-Check Oldenburg ist ein Projekt des Caritasverbandes Oldenburg-Ammerland e.V., der Energieagenturen, des Bundesumweltministeriums, der Stadt Oldenburg und des Jobcenters Oldenburg. Die GSG Oldenburg und die EWE unterstützen das Projekt als Sponsoren. In Oldenburg führen derzeit acht kompetente Stromsparhelferinnen und -helfer den Stromspar-Check durch. Neben einem detaillierten Bericht, geben sie auch Energiesparartikel im Wert von bis zu 70 Euro pro Haushalt heraus.

Am Projekt „Stromspar-Check“ können alle Bürger und Bürgerinnen der Stadt Oldenburg teilnehmen, die Sozialtransferleistungen wie Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kindergeldzuschlag erhalten. Weitere Informationen gibt es im Sozialen Kaufhaus der Caritas in der Peterstraße 39. Die Bürozeiten sind montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr. Ein Beratungstermin kann auch telefonisch unter 0441 9254520 vereinbart werden. Unter www.oldenburg.de/energie gibt es ebenfalls Informationen zum Projekt und anderen Energieprojekten im Stadtgebiet.
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Wie Moore das Klima schützen

10.09.2017 21:02 Uhr

Interaktive Ausstellung im Kulturzentrum PFL

Über den Zusammenhang von Moor- und Klimaschutz können sich Interessierte ab Donnerstag, 14. September, in der Eingangshalle des Kulturzentrums PFL informieren. Dort wird als Teil der von der Stadt Oldenburg gemeinsam mit dem BUND Oldenburg organisierten Veranstaltungsreihe „Moorherbst Oldenburg 2017“ das Ausstellungsmodul „Moor macht Klima“ präsentiert. Umweltdezernentin Gabriele Nießen und Thomas Myslik vom BUND eröffnen die Ausstellung um 10 Uhr.

Das Ausstellungsmodul wurde von der Biologischen Station Osterholz im Rahmen des Projekts „Moorschutz in Niedersachsen (MooNi)“ entwickelt. Die Schau kann bis einschließlich Mittwoch, 11. Oktober, innerhalb der normalen Öffnungszeiten des PFL besucht werden.

Das Ausstellungsmodul besteht aus einer Stele und mehreren Rollup-Displays. Auf den vier Stelenseiten wird jeweils ein eigener Moorschutz-Aspekt aufgegriffen. Dieser wird zusätzlich auf den Rollup-Displays mit Bildern und Texten näher dargestellt. Interaktive Elemente helfen, erlebnis- und erfahrungsgestützt zu lernen.

Unter anderem wird dabei der Zusammenhang von Wasserstand und CO?-Emissionen im Moor erläutert. Die Aussagen werden durch eine steuerbare LED-Beleuchtung visualisiert: Je niedriger der Wasserstand im Moor ist, desto mehr CO? wird freigesetzt und desto intensiver leuchtet ein auf der Stele befestigter LED-Globus. Ferner geht es die klimarelevanten Folgen der landwirtschaftlichen Moor-Nutzung sowie um die Artenvielfalt der Moore. Mit dem Verschwinden der natürlichen und naturnahen Moore sind auch viele Arten gefährdet. Der Abbau von Torf ist ein weiterer Aspekt, den die Ausstellung beleuchtet.
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Stadt fördert Kraft-Wärme-Kopplung

04.09.2017 20:57 Uhr
Die Stadt Oldenburg unterstützt die erstmalige Errichtung von Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) finanziell. Für Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 15 Kilowatt in privaten und gewerblichen Bestandsbauten kann ein Investitionszuschuss in Höhe von 3.000 Euro je Vorhaben beantragt werden. Für die Begleitung der KWK-Maßnahme durch einen qualifizierten Energieexperten kann ein weiterer Zuschuss von 500 Euro gewährt werden. Informationen zum neuen Förderprogramm gibt es im Internet unter www.oldenburg.de/energie.

Die Klimaschutzstelle der Stadt Oldenburg bietet darüber hinaus mit dem sogenannten BHKW-Check einen kostenfreien Beratungsservice für die Errichtung von Blockheizkraftwerken (BHKW) an. Dieser beinhaltet unter anderem eine softwaregestützte Kosten-Nutzen-Betrachtung und Emissionsbewertung.

Energieanlagen der Kraft- Wärme-Kopplung wie Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen weisen eine sehr hohe Energieeffizienz auf, da die bei der Stromproduktion anfallende Wärme energetisch genutzt wird. In Oldenburg beträgt der KWK-Stromanteil gegenwärtig rund 5 Prozent, während der Anteil bundesweit bei 16 Prozent liegt. Vor dem Hintergrund des städtischen Klimaschutzleitbildes, bis zum Jahr 2020 eine Kohlendioxid-Einsparung aus eigener Kraft von etwa 100.000 Tonnen zu erreichen, ist die finanzielle Unterstützung von KWK-Anlagen eine weitere Maßnahme bei der Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes.

Ansprechpartner im Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg ist Reiner Dunker unter Telefon 0441 235-3244 oder per E-Mail an reiner.dunker@stadt-oldenburg.de.
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„10 Milliarden? Wie werden wir alle satt?“

31.08.2017 09:17 Uhr

Filmabend mit Regisseur Valentin Thurn im Kulturzentrum PFL am 7. September

Das Netzwerk „Nordwest isst besser“ zeigt gemeinsam mit dem Agenda-Büro der Stadt Oldenburg am Donnerstag, 7. September, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, den Dokumentarfilm „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?“. Der Einlass ist ab 17.30 Uhr, der Film beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro.

Der Regisseur Valentin Thurn („Taste the Waste“) möchte mit „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt“ auf die Problematik aufmerksam machen, dass die Ernährung der Weltbevölkerung von bald 10 Milliarden Menschen in Zukunft viele Fragen aufwerfen wird. Auf der einen Seite steht die industrielle Landwirtschaft, die auf weitere Expansion und Massenproduktion setzt. Auf der anderen Seite die traditionelle bäuerliche Landwirtschaft, die dazu aufruft, behutsamer mit den begrenzten Ressourcen umzugehen. In dem Film werden beide Seiten und Visionen für die Zukunft vorgestellt und kritisch hinterfragt. Dadurch werden auch insbesondere die Zuschauer dazu bewegt, ihr eigenes Essverhalten und dessen Auswirkungen zu hinterfragen.

Im Anschluss an den Film gibt es eine Diskussionsrunde mit dem Regisseur Valentin Thurn, Prof. Dr. Stefanie Sievers-Glotzbach (Ökonomie der Gemeingüter, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Dr. Tobias Hartkemeyer (CSA Hof Pente, Solidarische Landwirtschaft, Bramsche), Karl-Heinz Funke (Wählergemeinschaft „Zukunft Varel“, Landwirt) und Jan-Christoph Egerer (Bäckerei Müller-Egerer). Das Publikum ist eingeladen, an der Diskussion mit kritischen Fragen teilzunehmen.
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Stadt überprüft Baustellen auf asbesthaltige Materialien

04.08.2017 17:38 Uhr

Keine gesundheitliche Gefährdung durch Funde in Oberschule Ofenerdiek

Bei Routineuntersuchungen auf den Baustellen in Oldenburger Schulen sind asbesthaltige Proben in Fassadenelementen der Oberschule Ofenerdiek gefunden worden. Dies führt zu einer zeitlichen Verzögerung beim Bau, der Unterricht ist davon jedoch nicht betroffen. Auch eine gesundheitliche Gefahr für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kann nach Auskunft des Gesundheitsamtes ausgeschlossen werden. Das Problem sind ausschließlich verdeckt eingebaute asbesthaltige Baustoffe, die etwa in mineralischen Putzen, Spachtelmassen und vor allem Fliesenklebern vorkommen können, von denen aber im festeingebauten Zustand keinerlei Gefahr ausgeht.

Von den 16 Baumaßnahmen an Schulen wurden sieben als unbedenklich eingestuft. Neun weitere wurden untersucht, davon gab es sechs mit Befund, drei ohne Befund. Die Materialien wurden teilweise bereits ausgebaut und werden ordnungsgemäß entsorgt.

Von der Problematik können grundsätzlich alle Gebäude betroffen sein, die bis 1995 gebaut wurden, aber nur wenn durch Baumaßnahmen entsprechende Stoffe freigesetzt würden. Asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber wurden überwiegend in den 1960er bis in die 1980er Jahre verwendet. Die städtischen Hausmeister werden derzeit mit einer Schulung auf die höheren Anforderungen im Umgang mit belasteten Materialien vorbereitet, damit wird die Ausführung kleinerer Arbeiten sichergestellt.

1993 erging das Asbestanwendungsverbot, so dass ab 1995 von einer Asbestfreiheit in Baumaterialien ausgegangen werden kann.
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Umweltschutzaktion in der Haarenniederung

22.07.2017 12:36 Uhr

Frauen aus der JVA Vechta beseitigen mit Bürgerinnen und Bürgern schädliches Springkraut

Bei einer Naturschutzaktion in der Haarenniederung am Dienstag, 11. Juli, kamen eine Gruppe Frauen aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Vechta/Hildesheim, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende der Universität Oldenburg, Mitglieder des Vereins Erholungsgebiet Haarenniederung e.V. und Bürgerinnen und Bürger zusammen, um gemeinsam die unerwünschten Drüsigen Springkräuter zu beseitigen. Die Drüsigen Springkräuter gehören zu den Neophyten die aus Asien eingewandert sind, also gebietsfremde Pflanzen, die durch ihre Größe und massenhafte Versamung heimische Pflanzen verdrängen.

Die eintägige Unternehmung fand unter der Federführung der Unteren Naturschutzbehörde und der Landschaftswartin Renate Ponel statt, nachdem sie bereits im letzten Jahr erfolgreich verlief. Neben der Umweltpflege ist es das Ziel der sozialen Umweltaktion, dass die Frauen aus der JVA zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam arbeiten.

„Durch die Zusammenarbeit vieler Akteure aus unterschiedlichen Bereichen zeigte sich, dass alle zusammen Verantwortung für das Gemeinwohl übernommen haben, Berührungsängste abgebaut wurden und zudem eine erfolgreiche Aktion im Sinne des Artenschutzes stattfand!“, resümierten Robert Sprenger, Leiter des Fachdiensts Naturschutz und technischer Umweltschutz, und Oliver Weßels, Leiter der JVA für Frauen Vechta/ Hildesheim bei einem gemeinsamen Dankeschön-Kaffee für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Trotz der etwas mühseligen Arbeit nahmen sogar Kinder an der Aktion teil: Anton und Enno kamen mit ihrem Vater, um mitzuhelfen. Auch Anton zieht ein Resümee: „Es hat gut getan, mal wieder was Richtiges zu schaffen.“
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Energetisches Nachbarschaftsquartier rückt in greifbare Nähe

12.07.2017 20:36 Uhr

Stadt und OFFIS hoffen auf Millionen-Förderung des Bundes für Fliegerhorst-Projekt

Auf dem Fliegerhorst könnte schon bald die Zukunft beginnen: Die Stadt Oldenburg und das Informatik-Institut OFFIS sind aufgefordert, einen Vollantrag in der Förderbekanntmachung „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“ einzureichen. Sollte das gemeinsame Leuchtturm-Projekt im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählt werden, fließen Fördermittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro in das ambitionierte Vorhaben auf dem Fliegerhorst-Gelände. „Wir freuen uns über diese Chance und hoffen nun natürlich, auch den finalen Förderbescheid zu erhalten“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Eine Projektskizze war von einem Konsortium mit insgesamt 21 Partnern aus Industrie und Forschung unter Federführung von Stadt und OFFIS eingereicht worden. Der Projektantrag ist aus dem Ende vergangenen Jahres im Auftrag der Stadt Oldenburg von OFFIS entwickelten Strategiepapier „Smart City Oldenburg – der Mensch im Zentrum“ mit konkreten Ansätzen für die Umsetzung in den Bereichen Energie, Verkehr, Verwaltung und Lebensqualität hervorgegangen.

„Die Neugestaltung des Fliegerhorstes bietet der Stadt Oldenburg die einmalige Gelegenheit, sich als Vorreiter für die Entwicklung von Smart City-Konzepten für vergleichbare Kommunen und Städte in Deutschland und Europa zu positionieren“, so Krogmann. Ein Teilbereich des Fliegerhorstes – ein 3,9 Hektar großes, vormals militärisch genutztes Areal – ist als „lebendes“ Labor für die Erprobung neuer Smart City-Technologien vorgesehen. Es soll ein klimaneutrales Quartier konzipiert und umgesetzt werden.

Wie muss eine lokale Energiegemeinschaft eines Nachbarschaftsquartiers aus sozialer und betriebswirtschaftlicher Sicht ausgestaltet sein, um eine hohe Akzeptanz bei Anwohnern, Besitzern der Erzeugungseinheiten und Dienstleistern zu erlangen und auch langfristig attraktiv sowie betriebswirtschaftlich tragbar zu sein? „Das ist eine der Kernfragen, die wir in dem Projekt beantworten möchten“, so Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff, OFFIS-Vorstand. „Das multimodale Energiesystem des Quartiers wird die Erzeugungs- und Energiewandlungsanlagen unterschiedlicher Besitzer so miteinander vernetzen, dass die lokal erzeugte Energie auch möglichst lokal verbraucht wird.“

Hierfür ist geplant, ein Infrastrukturkonzept zu erarbeiten und umzusetzen, das die physischen Infrastrukturen Strom, Wärme und alternative Antriebsformen mit Hilfe von Energiekopplern miteinander in einem Sektor übergreifenden Versorgungsnetz verbindet. Die Anwohner sollen über ein Community-Portal als Energieproduzenten und -konsumenten in die Konzeption von Anreizmodellen für die Bildung lokaler Energiegenossenschaften und der daraus abgeleiteten Geschäftsmodelle für die Dienstleister zum Aufbau und Betrieb von derartigen Quartieren einbezogen werden.

Das Konsortium schreibt nun fleißig am sogenannten Vollantrag, um das ambitionierte Projekt mit den vom Bund avisierten 18 Millionen Euro an Fördermitteln umsetzen zu können. „Wir hoffen, im Herbst 2017 den Förderbescheid zu bekommen, um Anfang 2018 mit der Projektumsetzung starten zu können“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
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Explosion in der Abfallbehandlungsanlage Neuenwege

05.07.2017 20:30 Uhr

Schredderanlage erheblich beschädigt – Keine Verletzten – AWB erstattet Anzeige

Explosion in der Abfallbehandlungsanlage Neuenwege Am Mittwoch, 5. Juli, kam es gegen 13 Uhr in der mechanischen Abfallbehandlungsanlage des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) in Neuenwege zu einer Explosion. Die Schredderanlage wurde dabei erheblich beschädigt.

Offenbar haben unbekannte Verursacher in einem Container mit Sperrmüll entzündlichen Abfall eingegeben, der dann beim Schreddern explodiert ist. Die Feuerwehr rückte an, um weitere Schäden zu vermeiden. „Wir können nur von Glück sagen, dass sich zum Zeitpunkt der Explosion keine Personen in unmittelbarer Nähe des Schredders aufgehalten haben, so dass keine Mitarbeiter des AWB verletzt wurden“, berichtet Arno Traut, Betriebsleiter des AWB, erleichtert. „Wir haben aber Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Kriminalpolizei ermittelt bereits“, so Traut weiter.

„Es wird nach einer ersten Einschätzung wahrscheinlich mehrere Wochen dauern, bis die Abfallbehandlungsanlage repariert ist und wieder ihren Betrieb aufnehmen kann“, schätzt Traut. Die Abfälle werden aber weiterhin wie gewohnt angenommen. Sie werden in auswärtige Entsorgungsanlagen transportiert und dort verarbeitet.

In der Abfallbehandlungsanlage ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Bränden oder Explosionen gekommen, weil Entsorger leicht entzündliche Abfälle in den Restabfall oder Sperrmüll gegeben haben. „Es kann schon eine nicht völlig entleerte Spraydose, die in den Schredder gelangt, zu einem erheblichen Brand oder gar Explosion führen“, berichtet Traut. Er weist daher darauf hin, dass solche Abfälle keinesfalls im Restabfall oder Sperrmüll zu entsorgen sind, sondern unbedingt als Sonderabfall.
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Neue Ausstellung im Edith-Russ-Haus: Podiumsdiskussion über „Ozeane“

01.07.2017 14:57 Uhr

Meeresforschung aus der Perspektive des Künstlers und weiteren Gästen

„Ozeane – Dialoge zwischen Meeresgrund und Wassersäule“: Darum dreht sich die neue Soloausstellung des Videokünstlers und Fotografen Armin Linke im Edith-Russ-Haus für Medienkunst. Anlässlich der Eröffnung lädt das Kunsthaus zu einer Podiumsdiskussion am Mittwoch, 5. Juli, um 17 Uhr ein. Die Referenten sind neben Armin Linke Dr. Matthias Haeckel vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (Kiel), Kai Kaschinski, Vorsitzender von Fair Oceans (Bremen) und Markus Reymann, Direktor der TBA21-Academy, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary (Wien). In Form von Videointerviews und Filmaufnahmen aus der Tiefsee gibt die Ausstellung „Ozeane“ Einblicke in die komplexen Prozesse der Meeresforschung.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion um 19 Uhr eröffnet Dr. Nicole Deufel, Amtsleiterin der städtischen Museen, die Ausstellung. Markus Reymann und die beiden Leiter des Edith-Russ-Hauses Edit Molnár und Marcel Schwierin stellen Konzept und Werke der Ausstellung vor.

„Ozeane – Dialoge zwischen Meeresgrund und Wassersäule“ läuft vom 6. Juli bis 24. September. Weitere Informationen auch zum Rahmenprogramm gibt es im Internet unter www.edit-russ-haus.de.
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Abfallwirtschaftsbetrieb bekommt neuen Betriebsleiter

27.06.2017 22:16 Uhr

Volker Schneider-Kühn folgt auf Arno Traut

Im Herbst des Jahres wird der AWB einen neuen Betriebsleiter bekommen. Volker Schneider-Kühn (43) wird Nachfolger von Arno Traut, der Ende November 2017 in den Ruhestand geht. Schneider-Kühn verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Abfallwirtschaft, zuletzt war er Betriebsstättenleiter der Nehlsen GmbH am Standort Wiefels (Landkreis Friesland) und dort für 160 gewerbliche und 40 kaufmännische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich.

Er hat an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel Umwelt- und Hygienetechnik studiert. Seit Anfang 2002 ist er in der Entsorgungsbranche tätig.

Seine Stelle als Betriebsleiter des AWB in Oldenburg wird er zum 1. November antreten.
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Stadt Oldenburg legt Landschaftsrahmenplan vor

22.06.2017 20:08 Uhr

Stadtbaurätin Nießen: „Standardwerk für den Naturschutz im Stadtgebiet“

Natur und Landschaft der Stadt Oldenburg sind umfangreich untersucht und kartiert worden. Nach jahrelanger Arbeit liegt das umfangreiche Werk jetzt vor: der Landschaftsrahmenplan der Stadt ist fertiggestellt.

Der Landschaftsrahmenplan ist das Standardwerk für die untere Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg. Für dieses Werk ist die Natur und Landschaft im Stadtgebiet in weiten Bereichen neu erfasst worden. Darüber hinaus haben alle hier vorliegenden Daten aus Untersuchungen, Gutachten, Kartierungen, Beobachtungen, Zufallsfunden und so weiter, analoge wie digitale, dort Eingang gefunden.

Für Stadtbaurätin Gabriele Nießen ein wichtiger Beitrag zu einer lebenswerten Stadt:
„Wir gehören zu den wenigen Städten in Niedersachsen, die eine solche umfassende Aufstellung vorgenommen haben. Der Landschaftsrahmenplan beschreibt den gegenwärtigen Zustand von Natur und Landschaft in Oldenburg und ist für uns eine wichtige Grundlage weiterer Planungen.“

Geschaffen wurde ein umfassender Plan, der aus geordneten, ausgewerteten Daten Ziele und Handlungsanweisungen formuliert. Zweck des Landschaftsrahmenplans ist es, gemäß § 1 BNatSchG, die Natur und Landschaft in Oldenburg auf Grund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen zu schützen.

So sollen die biologische Vielfalt, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert werden. Die Bewertung und Ausarbeitung der vorliegenden Daten erfolgte in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg durch das Büro Moritz Umweltplanung.

Einige wenige Exemplare liegen gedruckt vor. Diese können gegen eine Gebühr von 100 Euro erworben werden.
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Moderne Schnitzeljagd zu Oldenburgs Klimaschätzen

15.06.2017 00:15 Uhr

Stadt stellt neue Geocaching-Tour vor

Mit der neuen städtischen Geocaching-Tour „Klimaschätze in Oldenburg“ unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann gibt es in Oldenburg ab sofort eine moderne Schnitzeljagd, die markante Klimaprojekte innerhalb der Stadt zeigt.

„Strom aus erneuerbaren Quellen, innovative Mobilitätskonzepte, zukunftsfähige Konsumalternativen: In Oldenburg gibt es viele gute Beispiele für mehr Klimaschutz. Mit der vom Fachdienst Um-weltmanagement entwickelten Idee, acht Oldenburger Klimaschätze zu einer spannenden Geo-caching-Route zusammenzufassen, vermitteln wir einmal auf ganz neue Weise spannende Informa-tionen über Energie und Klimaschutz in unserer Stadt“, erklärt Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Geocaching ist frei übersetzt eine digitale Schatzsuche, bei der kleine „Schätze“ versteckt werden, deren Koordinaten veröffentlicht werden. Mitspielerinnen und Mitspieler können dann per Smart-phone oder GPS-Gerät diese sogenannten Geocaches suchen und sich in dem dort hinterlegten Logbuch als Finder eintragen.

Klimaschätze in Oldenburg
Die ausgewählten Klimaschätze der Oldenburger Tour stehen exemplarisch für den klimafreundlichen Umgang mit Ressourcen und eine zukunftsfähige Lebensweise. So reicht das Spektrum von Orten der erneuerbaren Energien wie dem Solarpark am Fliegerhorst über Angebote zu nachhaltiger Mobilität mit E-Tankstellen und Car-Sharing bis hin zur ehemaligen Zentraldeponie Oldenburgs, dem Utkiek. Die dort versteckten Geocaches sind interaktiv und können von den Schatzsuchern mit Einsatz und Spürsinn gehoben werden. Einer dieser Klimaschätze befindet sich im neuen Wohnquartier am Stadthafen und repräsentiert die dort verwendete innovative Wärmerückgewinnung aus Abwasser. Für dieses Projekt ist die Stadt Oldenburg im Jahr 2016 mit Partnern als „Niedersächsische Klimakommune“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preisgeld dieses Wettbewerbs hat die Stadt die Geocaching-Tour realisiert und damit ein lebendiges Angebot geschaffen, das interessante Klimaschutzprojekte öffentlich in den Fokus rückt und den Klimaschutzgedanken in die Freizeit trägt.

Die Klimaschätze können einzeln oder als Tour gesucht werden und richten sich an Bürgerinnen und Bürger, an die Geocacher-Community, an Touristen sowie mit einem Zusatzangebot an Oldenburger Schulen und Jugendherbergsgäste.

„Wir freuen uns über das neue Angebot als Erweiterung der lokalen Freizeitmöglichkeiten“, sagt Silke Fennemann von der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH. Eine kostenlose Klimaschätze-Broschüre mit einer genauen Beschreibung der Caches gibt es bei der Tourist-Info in der Oldenburger Innenstadt, wo auch einzelne GPS-Geräte ausgeliehen werden können. Wer alle acht Klimaschätze gehoben hat, kann noch einen zusätzlichen Bonuscache öffnen und schließlich die limitierte Oldenburger „Geocoin“, die es in drei verschiedenen Versionen gibt, bei der Tourist-Info erwerben. Diese Münze kann digital registriert und als Wanderobjekt durch die Caches dieser Welt geschickt werden oder als begehrtes Sammlerstück an die Oldenburger Klimaschätze erinnern. Weitere Informationen zur Geocaching-Tour gibt es unter www.oldenburg.de/klimaschaetze. Geocacher können sich online unter www.geocaching.com für weltweiten Austausch registrieren.
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Energieberatung für kleine und mittlere Unternehmen

15.06.2017 00:07 Uhr

Vortrag am 14. Juni im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Klima(+)Unternehmen“ bietet die Stadt Oldenburg einen Vortrag zur Energieberatung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an. Er findet am Mittwoch, 14. Juni, von 15 bis 17 Uhr im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg, Marie-Curie-Straße 1, statt. Es referiert Diplomingenieur Carsten Mücke, Energieberater für KMU und technische Gebäudeausstattung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Carsten Mücke erklärt Energieeinsparpotenziale, die durch eine betriebliche Expertenberatung erschlossen werden können, anhand zahlreicher Praxisbeispiele. Verborgene Starkverbraucher und ungenutzte Reserven können aufgedeckt und somit oft ohne großen Aufwand Kosten reduziert werden.

Um eine Anmeldung wird gebeten unter www.klimaplus-unternehmen.de oder telefonisch bei Ralf Blömer, Amt für Umweltschutz und Bauordnung, unter 0441 235-3615, beziehungsweise per E-Mail an ralf.bloemer@stadt-oldenburg.de.
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Stadtverwaltung im Austausch mit Greenpeace über Stickstoffdioxide

30.05.2017 12:21 Uhr

Plakate aus Bürgerbefragung übergeben

Stadtverwaltung im Austausch mit Greenpeace über Stickstoffdioxide Über das Thema „Saubere Luft“ haben Vertreterinnen und Vertreter von Greenpeace Oldenburg mit Baudezernentin Gabriele Nießen diskutiert. Anlass war ein bundesweiter Greenpeace-Aktionstag am 4. März, an dem auch in Oldenburg über die Schadstoffbelastung der Luft informiert wurde. Greenpeace-Mitglieder hatten dabei in der Innenstadt rund 150 Bürgerinnen und Bürger über verschiedene Maßnahmen abstimmen lassen. Das Ergebnis haben Danny Rimpl und Isabelle Bause von der Oldenburger Ortsgruppe nun an Baudezernentin Nießen sowie Klaus Büscher, Amtsleiter Umweltschutz und Bauordnung, und Robert Sprenger, Fachdienstleiter Naturschutz und technischer Umweltschutz, übergeben.

Unter den fünf Vorschlägen, die zur Abstimmung standen, gab es die meisten Stimmen für den Punkt „Räume für Menschen, nicht für Autos“. Beliebt waren auch die Vorschläge „Nahverkehr im Innenstadtbereich muss kostenlos sein“ und „Feet first: Vorfahrt Fußgänger und Radfahrer“. Auf den Plätzen vier und fünf landeten die Maßnahmen „Die neue City-Freiheit: Mut zu autofreien Zonen“ sowie „Slow statt stressig, Tempo runter, Verkehr beruhigen“.

Nähere Informationen zur Luftreinhaltung in Oldenburg gibt es im Internet unter www.oldenburg.de unter dem Suchwort „Luftreinhalteplan“.
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Fotos vom Feldsperling

15.05.2017 07:58 Uhr

NABU ruft zu Wettbewerb auf

Der Naturschutzbund NABU hilft seit einem Jahr mit dem Projekt »Feldsperlinge - Vögel des Siedlungsrandes«, gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, dem Feldsperling im gesamten Oldenburger Land. Es wurden schon Blühstreifen angelegt, Nisthilfen ausgebracht sowie Wildsträucher und Obstbäume gepflanzt. Nun ruft der NABU zu einem »Fotowettbewerb Feldsperling« auf.

»Hierbei geht es uns weniger um wertvolle Preise und Hochglanzfotos«, sagt Projektleiter Bernd Ziesmer vom NABU in Oldenburg. »Wir möchten einfach dazu aufrufen, dem oft übersehenen Feldsperling ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Und wann schaut man schon genauer hin, als wenn man durch den Sucher blickt, um ein besonders gelungenes Foto zu machen!«

Der Feldsperling ist als ländlicher Verwandter des Spatzes an seiner kastanienbraunen Kappe gut zu erkennen. »Männchen und Weibchen sehen beim Feldsperling gleich aus,« weiß Ziesmer zu berichten. »Vor allem im ländlichen Raum und am Siedlungsrand lohnt es, nach dem geselligen Vogel Ausschau zu halten.«

Da wir gerade Brutzeit für Feldsperlinge haben, könnten im Moment sehr schöne Fotos gelingen. Wem der Feldsperling »vor die Linse« kommt, der kann seine digitalen Bilder bis Ende Juni an ziesmer@nabu-oldenburg.de schicken. »Wir werden eine Auswahl der Fotos auf unseren Projektseiten vorstellen und für die drei besten Aufnahmen stehen auch Preise bereit!« Ein dreifacher Feldsperlingskasten aus Holzbeton, ein Obstbaum sowie ein Wildstauden-Pflanzpaket werden die schönsten und interessantesten Fotos ehren.

Infos im Internet: www.nabu-oldenburg.de
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Die mobile Schadstoffsammlung startet wieder

25.04.2017 20:43 Uhr
Das Schadstoffmobil des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB) startet am Mittwoch, 26. April, seine Entsorgungstour durch das Stadtgebiet. Bis zum 21. Juni wird die mobile Schadstoffsammlung an insgesamt sechs Tagen, jeweils mittwochs, unterwegs sein und wohnortnah den Bürgerinnen und Bürgern eine Entsorgungsmöglichkeit für ihre schadstoffhaltigen Abfälle bieten. Informationen über die Haltestellen finden sich im Abfuhrkalender sowie unter www.oldenburg.de/awb.

Neben schadstoffhaltigen Abfällen, wie zum Beispiel Lacke, Holzschutzmittel, Haushalts- und Heimwerkerchemikalien, nimmt die mobile Sammlung auch wieder Elektrokleingeräte wie beispielsweise Bügeleisen, Toaster oder Staubsauger sowie Flaschenkorken an. Elektrogroßgeräte sowie Fernseher und Monitore können im Rahmen der mobilen Sammlung nicht entsorgt werden. Das gleiche gilt für Altöl, zu dessen Rücknahme der Handel gesetzlich verpflichtet ist.
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NABU: Materialien zur diesjährigen Stunde der Gartenvögel sind eingetroffen

12.04.2017 22:12 Uhr

Mitmachen bei Deutschlands größter Vogelzählung

Druckfrisch eingetroffen sind die Materialien zur größten Vogelzählaktion Deutschlands, der NABU Stunde der Gartenvögel – sie findet vom 12. bis 14. Mai statt. Die Teilnahmeblätter, Aktionsblätter für Grundschulkinder mit Begleitheft und Poster sind abholbereit und liegen in der NABU-Geschäftsstelle am Schlosswall 15 montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr bereit.
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NABU sucht gebrauchte Weckgläser

29.03.2017 09:08 Uhr
Der NABU bittet die Bevölkerung um besondere Spenden: gebrauchte Weckgläser. Diese sollen Ende August als Windlichter bei der Europäischen Nacht der Fledermäuse, deren zentrale Veranstaltung für ganz Deutschland der NABU Oldenburg in diesem Jahr durchführen wird, zum Einsatz kommen. Die Weckgläser können montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr im NABU-Büro, Schlosswall 15, abgegeben werden.
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Führungen durch Oldenburgs grünes Herz

29.03.2017 09:03 Uhr
Der Oldenburger Schlossgarten ist ein besonderer Ort. Die rund 16 Hektar große Parkanlage mit ihrer Vielfalt an pflanzlichen Formen und Farben liegt mitten in der Stadt. Gründer war der Regent Herzog Peter Friedrich Ludwig, der sich für die Anlage eines Gartens im modernen englischen Stil entschied.

Von April bis Oktober wird jeden ersten Samstag im Monat ein zweistündiger Rundgang durch den Schlossgarten und das Schloss angeboten. Die erste Führung für diese Saison findet am Samstag, den 1. April 2017, um 14:00 Uhr statt. Dabei informiert ein sachkundiger Gästeführer über den Schlossgarten, der seit 1814 fast unverändert, zum Teil sogar mit den ursprünglichen Baumbeständen, besteht. Während des zweistündigen Rundgangs erhalten die Teilnehmer auch einen Einblick in die Wohnräume des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, in die Natur und Garten ebenso Einzug gehalten haben. Die Führung beginnt um 14:00 Uhr vor dem Oldenburger Schloss am Eingang zum Landesmuseum. Die Teilnahmegebühr beträgt 9 Euro pro Person.

Der Kauf eines Teilnahmetickets ist in der Touristinfo Oldenburg, per Onlinekauf unter www.oldenburg-tourist.de/fuehrungen oder www.ticket2go.de möglich. Weitere Informationen unter Telefon 0441 / 36161366, per E-Mail an stadtfuehrungen@oldenburg-tourist.de oder direkt in der Touristinfo Oldenburg am Schloßplatz 16.
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Zahlreiche Vögel sterben an Glasflächen

09.02.2017 11:49 Uhr

NABU ruft zu Gegenmaßnahmen auf und gibt Tipps

Zahlreiche Vögel sterben jedes Jahr an Glasflächen: Freistehende Scheiben als Windschutz, große, Bäume reflektierende Scheiben, Zimmerfenster, hinter denen Pflanzen als scheinbare "Landeplätze" zu stehen scheinen, lassen die Gefiederten dagegen fliegen, oft mit hoher Geschwindgikeit, sodass viele dadurch sterben. Darauf weist NABU-Bzeirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers hin. "Es ist grauenvoll, miterleben zu müssen, wie manches Vogelleben dadurch zuende geht", sagt Wohlers. "Viele Vögel sterben nicht gleich, sondern bleiben verletzt liegen, sodass sie eine leichte Beute für Katzen oder auch Ratten werden", sagt der Naturschützer, der sich besorgt zeigt, dass offenbar "ein Trend zu immer größeren Glasfassaden und vor allem zu freistehenden Scheiben besteht, die für Vögel zu erheblichen Todesfallen werden können, auch in Oldenburg!" Sogar mancher Eisvogel gehöre zu den Opfern.

Daher ruft der NABU auf, Glasflächen für Vögel zu entschärfen - auch solche von Wintergärten oder Unterständen. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen wie Rollos, Vorhänge oder auch spezielle Klebstreifen und andere Strukturen geschehen, die auf die Scheiben aufgebracht werden können; dazu sind im Handel auch sehr effektvolle UV-reflektierende Markierungen erhältlich. Auch Bauherren können bereits bei der Planung mithelfen, den Vogeltod an Glasflächen zu verhindern. - Ein kostenloses Faltblatt zu diesem Thema, das vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) erstellt wurde, hält der NABU in seiner Geschäftsstelle am Schlosswall 15 montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr bereit. Es kann dort auch unter Tel. 0441 - 25600 angefordert werden.
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Restplätze für kostenlose Energieberatung

02.02.2017 10:32 Uhr
Für den diesjährigen Energieberatungstag von Klima(+)Oldenburg am 6. Februar gibt es noch wenige freie Restplätze. Unabhängige Energieexperten aus Oldenburg beraten in der Zeit von 16 bis 20 Uhr im PFL kostenlos und individuell zu allen Themen rund um effiziente Sanierungs- und Neubauvorhaben. Mögliche Themen sind: Fenster- oder Heizungstausch, Dämmung von Wand, Dach und Kellerdecke sowie die Nutzung von Sonnenenergie und Fördermitteln. Die Beratung dauert etwa 40 Minuten und ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Anmeldung unter 235-3089 oder 235-3893.

Der Energieberatungstag ist ein Baustein der breit aufgestellten Beratungsangebote von Klima(+)Oldenburg. Er ist ein Angebot speziell zur Feierabendzeit. Interessenten, die am 6. Februar verhindert sind, können alternativ andere Beratungsangebote von Klima(+)Oldenburg nutzen, wie die telefonische, persönliche oder mobile Beratung. Zum Einstig können die Informationen unter www.klimaplus-oldenburg.de genutzt werden oder die kostenlosen monatlichen Vorträge. Am 13. Februar gibt es beispielsweise einen Abend zum Thema „Anforderungen an moderne Fenster“.
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»Neubürger« in den Schlosshöfen

11.01.2017 09:08 Uhr

NABU-Ausstellung informiert über tierische Einwanderer

Marderhund, Wollhandkrabbe, Kastanien-Miniermotte und Nilgans: Exotisch klingende Namen von auch – einst – exotischen Tieren. Über diese Arten, stellvertretend für viele andere, die auf unterschiedlichen Wegen in den vergangenen Jahrzehnten zu uns in Mitteleuropa gefunden haben, informiert die am Montag in den ECE-Schlosshöfen eröffnete Ausstellung "Neubürger". Dabei geht es in der von Etta Bengen und Kai Wenke konzipierten und umgesetzten Ausstellung, zu der auch Präparate gehören, um die "spannende Geschichte zu diesen Arten, die für viele andere stellvertretend stehen, und die Auswirkungen auf hiesige Lebensräume", sagte NABU-Geschäftsführer Rüdiger Wohlers bei Eröffnung der Ausstellung. "Und ebendiese Geschichte ist spannend und so unterschiedlich; vom aus den Weiten Sibiriens langsam zu uns eingewanderten großen Marderhund bis hinzur winzigen, schwere Schäden auslösenden Kastanien-Miniermotte, der aus Zierhaltung entflohenen und sich in großer Anzahl auch in Norddeutschland vermehrenden Nilgans bis zur Wollhandkrabbe, die einst im Bilgenwasser von Schiffen in die Nordsee gelangte."

Die Ausstellung ist bis einschließlich Sonnabend, 21. Januar, zu den Öffnungszeiten in den ECE-Schlosshöfen zu sehen. Sie wurde von der Niedersächischen Bingo-Umweltstiftung, der Barthel-Stiftung, vom BUND Oldenburg, von der Fa. aktiv + irma sowie Privatpersonen bezuschusst. "Der NABU Oldenburger Land dankt den Unterstützern ganz besonders. Ohne sie wäre die Umsetzung der Ausstellung, die nun durch den Nordwesten auf Tournee gehen soll, nicht möglixch gewesen", betonte NABU-Geschäftsführer Rüdiger Wohlers bei der Eröffnung.
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NABU nimmt ab 5. Januar wieder Bücher und Schallplatten an

22.12.2016 10:25 Uhr
Ab Donnerstag, 5. Januar, nimmt der NABU wieder gebrauchte Bücher und Schallplatten in seiner Geschäftsstelle am Schlosswall 15 – geöffnet montags bis donnerstags von 15 bis 17 Uhr – an. Für größere Mengen kann unter Tel. 25600 eine Abholung vereinbart werden. Der Erlös fließt in Naturschutzprojekte im Oldenburger Land. Nicht angenommen werden Zeitschriften, Schulbücher, Lehrbücher und Reader's Digest-Ausgaben.
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NABU-Programm für 1. Halbjahr 2017 erschienen

14.12.2016 09:00 Uhr

Von Eulen bis zu Fledermäusen, von Kräutern bis zu Wildgänsen ein buntes und spannendes Programm

Das Veranstaltungsprogramm des NABU für das erste Halbjahr 2017 ist erschienen. Die Bandbreite der informativen und spannenden Veranstaltungen reicht dabei von Waldkauzabenden zum NABU Vogel des Jahres 2017 über Fledermausabendwanderungen bis hin zu vogelkundlichen Exkursionen, etwa ins Rheiderland zu den rastenden Wildgänsen und in die Dümmerniederung, einer Grünkohlwanderung, einem Vogelstimmenmorgen im Wald, der traditionellen Nachtigallwanderung an der Hunte, einem Besuch des Ringelnatterprojkets im Loyermoor und den beliebten Kuttertouren nach Spiekeroog sowie zu Naturerlebniswanderungen durch das Blankenburger Holz, die – das ist neu – vierteljährlich zum Erlebnis der Jahreszeiten dieses Oldenburger Waldes beitragen sollen.

Das Programm liegt in der NABU-Geschäftsstelle am Schlosswall 15 aus (Öffnungszeiten: montags bis donnerstags, 15 bis 17 Uhr) und kann telefonisch unter Tel. 0441 - 25600 angefordert werden. Es findet sich im Internet unter www.nabu-oldenburg.de
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Alte Jugendherberge: NABU Stadtgruppe sorgt sich um den Baumbestand

09.12.2016 08:56 Uhr
Im Hinblick auf Pläne für einen Neubau der Jugendherberge an der Straßburger Strasse sorgt sich die Stadtgruppe des NABU um den alten Baumbestand rund um die jetzige Jugendherberge in der Von-Finckh-Straße/Ecke Alexanderstraße.

In einem Schreiben an die zuständige Dezernentin der Stadt fordert der NABU die Unterschutzstellung des bestehenden Ensembles. Rolf Grösch, Vorstandsmitglied der NABU Stadtgruppe, weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass schon jetzt an dem Platz des geplanten Neubaus hinter dem Verwaltungsgebäude der GSG eine umfangreiche Baumfällung erfolgt sei.

»Gerade vor dem Hintergrund der massiven Verdichtung in den Stadtteilen, kommt dem Schutz bestehender Bäume – zumal noch auf städtischem Grund – eine besondere Bedeutung zu«, so Rolf Grösch.

Der NABU möchte im Frühsommer auch für den Bereich der alten Jugendherberge gründliche Untersuchungen über Fledermausvorkommen anregen, da dort Sommerquartiere im alten Baumbestand zu vermuten sind.
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Umgang mit Biomüll im Winter

09.12.2016 08:52 Uhr

Abfallwirtschaftsbetrieb gibt Tipps

Die Minusgrade der letzten Tage und Nächte sorgen dafür, dass die Abfälle in den Biotonnen oftmals festfrieren. Damit die Biotonne auch im Winter problemlos geleert werden kann, empfiehlt Arno Traut, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Stadt Oldenburg (AWB), bei frostigen Wetterlagen Papiersäcke oder sonstige biologisch abbaubare Tüten in die Biotonne zu legen und darin den Bioabfall locker einzufüllen. Alternativ kann auch Zeitungspapier verwendet werden, das ausreichend zwischen Boden, Seitenwände und Bioabfall gelegt wird. Feuchte Abfälle sollten grundsätzlich nicht in die Tonne gegeben werden.

Bei befüllten Biotonnen, die gewöhnlich in Schuppen oder Garagen stehen, ist es sinnvoll, diese erst am Abfuhrtag morgens bis 7 Uhr an die Straße zu stellen. Gegebenenfalls ist es am Abfuhrtag erforderlich, den Inhalt der Biotonne mit einem Stock oder einem Spaten vom Rand zu lösen. Grundsätzlich sind die Nutzerinnen und Nutzer der Biotonnen dafür verantwortlich, die Tonnen so bereit zu stellen, dass sie reibungslos entleert werden können.
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Briefmarken für den Naturschutz

04.12.2015 13:46 Uhr

Kleine Schnipsel helfen Igel, Rotkehlchen, Grasfrosch & Co.

Der Naturschutzbund NABU nimmt gebrauchte Briefmarken aller Art an, ganz gleich, aus welchem Land und aus welcher Zeit.

Tagtäglich bekommen Millionen Menschen Post, und viele werfen die Briefe und Postkarten achtlos weg, ohne die Briefmarken zu beachten.
Das muss nicht sein, denn damit kann noch Gutes getan werden: Der NABU kann sie zugunsten seiner vielfältigen Naturschutzprojekte an Liebhaber geben, der Erlös fließt dann in seine umfangreiche Arbeit für viele Tier- und Pflanzenarten, ruft Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land, auf: »Bei normalen Briefen und Postkarten reicht es, die Marke mit einem ausreichend breiten Rand auszuschneiden; bei älteren Sendungen wäre es schön, wenn diese nicht zerstört, sondern als ganzer Umschlag oder ganze Karte an uns gesandt würden.« So freut sich der NABU auf viele, viele Kilos Briefmarken und Sendungen: Igel, Rotkehlchen, Grasfrosch & Co profitieren!

Die Anschrift: NABU-Briefmarkenstelle, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.
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Ökostrom –
Oldenburger Unternehmen zeigen Flagge

29.07.2015 07:00 Uhr

Stadt zeichnet Engagement im Klimaschutz aus


Die Stadt Oldenburg dehnt ihre Ökostromkampagne über die Zielgruppe der Privathaushalte hinaus nun auch auf Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aus.
Damit verstärkt die Stadt ihre Aktivitäten, um das 2012 gesetzte Ziel zu erreichen, 100.000 Tonnen Kohlendioxid bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 einzusparen. Unternehmen, die Ökostrom beziehen, erhalten eine Urkunde sowie Ökostrom-Plaketten als Aufkleber für die Eingangstür oder das Schaufenster. „Damit können sie ihr vorbildliches Engagement nach außen zeigen und andere zum Nachahmen animieren. Zugleich ist es ein Zeichen unserer Anerkennung, die wir den Unternehmen für ihr nachhaltiges Handeln entgegenbringen möchten“, so Ataman Erönü, Klimaschutzmanager im Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg.

Anlässlich der Überreichung der Ökostrom-Urkunde an das traditionsreiche Feinkostgeschäft Käse Friese in der Oldenburger Innenstadt zeigte sich Inhaber Karim Olivo überzeugt: „Ich habe mich bereits vor drei Jahren für echten Ökostrom entschieden. Damit Mutter Erde uns noch für lange Zeit wunderbar schmeckende und gesunde Lebensmittel schenken kann, sollte jeder von uns einen kleinen Beitrag zu ihrem Erhalt leisten.“

„Mit der Auszeichnung wollen wir einen weiteren Anreiz schaffen, die Ökostromquote in Oldenburg in Richtung 10 Prozent zu steigern; auch die Stadtverwaltung geht hier bereits mit bestem Beispiel voran“, so Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement. Etwa ein Drittel der Kohlendioxid-Emissionen in Oldenburg werden im Unternehmenssektor verursacht.
Ursache ist hier vor allem der Stromverbrauch. Neben Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen lässt sich dieser klimaschädliche Einfluss auch durch den Bezug von Ökostrom verringern, denn die Ökostrom-Erlöse zertifizierter Produkte fließen in den weiteren Ausbau nachhaltiger Stromerzeugung und treiben somit die Energiewende weiter voran.

Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Ökostrom beziehen, können die Urkunde und verschiedene Aufkleber online unter www.klimaplus-unternehmen.de anfordern oder wenden sich an Ataman Erönü unter ataman.eroenue@stadt-oldenburg.de.

Für weitere Informationen, wie zum Beispiel zu Gütesiegeln und Tarifen, hat die Klimaschutzstelle der Stadt Oldenburg eine Hotline zum Ökostromwechsel eingerichtet: Unter Telefon 0441 235-3481 geben städtische Energieberaterinnen und -berater Wechseltipps und eine anbieterneutrale Beratung.
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Bio- und Restmülltonne: Gebührensteigerung zum 1. Januar

11.11.2014 16:36 Uhr

»Anhebung nach sechs Jahren unumgänglich«

Auf die Bürgerinnen und Bürger Oldenburgs kommt eine Gebührensteigerung bei der Entsorgung von Bioabfall und Restmüll zu: »Mehrere Faktoren sind die Ursache«, sagt Erste Stadträtin Silke Meyn. »Im vergangen Jahr hatten wir Mengenrückgänge und Einnahmeverluste beim Kompostwerk, auch in der Mechanischen Abfallbehandlungsanlage Neuenwege und auf den Wertstoffhöfen in Neuenwege und an der Felix-Wankel-Straße. Hinzu kam eine Steuernachzahlung für die Jahre 2011 und 2012.«

Die Auswirkungen halten sich für die Bürgerinnen und Bürger dennoch in Grenzen: Die Litergebühr für Rest- und Bioabfälle soll im Januar 2015 um 17 Cent auf 1,66 Euro steigen. Aufs ganze Jahr bedeutet das: Für ein Grundstück mit 35-Liter-Tonne Restabfall und einer 60-Liter-Tonne Biomüll sind das Mehrbelastungen im Jahr von 5,95 Euro. Bei einer 60-Liter-Restmülltonne sind es 10,20 Euro jährlich. Das sind 5,1 Prozent beziehungsweise 6,6 Prozent Steigerungen nach sechs Jahren Gebührenstabilität.

Der Entwurf der Gebührenbedarfsberechnungen für 2015 steht am 20. November im Betriebsausschuss Abfallwirtschaft auf der Tagesordnung und am 24. November soll der Rat die Gebührensätze für 2015 beschließen.

»Wir werden die Gebührenvorschläge anhand einer umfänglichen Vorlage im Betriebsausschuss darstellen, die ab sofort im städtischen Ratsinformationssystem zur Verfügung steht«, kündigt Arno Traut, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes, an und zitiert eine Aussage der Vorlage: »Die Gebührenerhöhung in der Abfallsammlung basiert nahezu ausschließlich auf der zwangsläufigen Weitergabe einer erhöhten Anlieferungsgebühr für die Anlagen in Neuenwege. Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Verlauf der kommunalen Altpapiersammlung im Jahr 2014 besteht nicht.«

Unabhängig vom weiteren Vorgehen der Stadt nach der Verwaltungsgerichtsentscheidung zum Altpapier bleibt nicht genug Zeit, Veränderungen so rechtzeitig und verbindlich auf den Weg zu bringen, dass eine Neukalkulation und Bekanntmachung modifizierter Gebührensätze noch im laufenden Jahr erfolgen könnte.

Die Annahmegebühr für Anlieferungen unmittelbar beim Kompostwerk und der Mechanischen Abfallbehandlungsanlage Neuenwege soll von 142,25 Euro pro Tonne auf 162,60 Euro pro Tonne steigen. Da die Sammelfahrzeuge des AWB dort die überwiegenden Anlieferungen tätigen, schlägt die Gebührenerhöhung von 20,35 Euro pro Tonne unmittelbar auf die Hausmüllgebühren durch.

Im Bereich der Straßenreinigung sieht der Verwaltungsvorschlag keine Erhöhung vor.
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Elektrofahrzeug an städtische Gartenmeisterei übergeben

06.11.2014 08:51 Uhr

Energiesparauto mit Partnern aus der Wirtschaft finanziert

Der Fuhrpark der städtischen Gartenmeisterei am Großen Bürgerbusch erhält innovativen Zuwachs: Zukünftig steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Spielplatzunterhaltung ein elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Verfügung. Es wird eingesetzt zur Wartung und Reparatur von Spielgeräten sowie zur Kontrolle von Grünanlagen. Fast geräuschlos und völlig abgasfrei wird das Fahrzeug von einem etwa 60 PS starken Elektromotor angetrieben und kann je nach Fahrweise bis zu 150 Kilometer zurücklegen. Besonders für mittlere Strecken und den innerstädtischen Stop-and-go-Verkehr ist dieses Fahrzeug gut geeignet, da es im Stand keinen Strom verbraucht. Der Stromverbrauch beläuft sich nach Herstellerangaben auf etwa 15,5 KWh/100 Kilometer. Vereinfacht gerechnet betragen die Verbrauchskosten ungefähr 3 Euro auf 100 Kilometer. Je nach Ladebox und Stromstärke kann der Ladevorgang zwischen vier und acht Stunden betragen.

Die Stadt Oldenburg bezieht bereits zu 100 Prozent Ökostrom und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 eine relative CO2-Reduktion von etwa 35 Prozent zu erreichen. Daher ist es folgerichtig, neben vielen anderen Maßnahmen zukünftig auch Elektrofahrzeuge einzusetzen. In Zusammenarbeit mit der Mobil Marketing OHG Riedel & Kaiser, die seit vielen Jahren für Kommunen, Krankenhäuser, Schulen und sozialen Einrichtungen die Anschaffung von werbefinanzierten Fahrzeugen ermöglicht, ist es gelungen, weitgehend kostenfrei ein entsprechendes Fahrzeug zu beschaffen. Riedel & Kaiser übernahm hierbei die Fahrzeugbeschaffung sowie die gesamte kaufmännische Abwicklung. Mit der Fahrzeugübergabe ist das Elektrofahrzeug in das Eigentum der Stadt übergegangen.

Die Außenflächen des Fahrzeuges dienen hierbei als Präsentationsflächen, auf denen die Werbekunden gegen ein gewisses Entgelt ihre Firmenlogos platzieren. Entsprechend der vertraglichen Vereinbarung bleiben die Werbeträger mindestens für fünf Jahre am Fahrzeug und dokumentieren damit die enge Verbundenheit der Firmen zur Stadt. Insgesamt haben sich 23 Firmen an dieser Aktion beteiligt und die Stadt Oldenburg dankt allen Werbepartnern für ihre Unterstützung. Im Einzelnen sind dies:

Steinmetzbetrieb Udo Köhler, Ingenieurberatung Bröggelhoff GmbH, Zimmerei und Trockenbau Dieter von Seggern, Tholen GmbH & Co. KG, Bernd Merten GmbH, Hauschild Kommunal & Landtechnik GmbH & Co. KG, Forstbetrieb Andreas Gericke, Elektrotechnik Ralf Wedelich GmbH, P + K Immobilien, Rebo Motorgeräte, Handels- und Reparatur GmbH, Brundiers Sanitär & Heizung GmbH, GFG Gesellschaft für Gebäudedienste mbH, Generalplanung Detlef Juilfs, Baumbüro Schöpe, Ingenieur Büro AG Tewes, EWE Vertrieb GmbH Geschäftsregion Oldenburg-Varel, Kurt Gerdung Industrietore Vertriebs GmbH, Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Citipost Nordwest GmbH & Co. KG, Ostendorf GmbH, Ludwig Schipper Fliesenfachbetrieb, Bauunternehmen Kurt Herbarth, Bioland Baumschule Aloys Pöhler.
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Oldenburger Schulen haben erfolgreich abgedreht

24.09.2014 07:00 Uhr

Energiesparprojekt: Prämie in Höhe von 101.000 Euro


Auch im Jahr 2013 haben über dreißig Schulen in Oldenburg wieder erfolgreich ihre Energieverbräuche gesenkt.
Im Rahmen des städtischen Energiesparprojektes „abgedreht?!“ konnten sie durch nichtinvestive Maßnahmen wie die Minimierung von Standby-Verbräuchen, den besonnenen Umgang mit Beleuchtung und Raumheizung, ein vernünftiges Lüftungsverhalten sowie den sparsamen Umgang mit Wasser ihre Strom- und Heizkosten erheblich reduzieren.
Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 515 Tonnen Kohlenstoffdioxid und rund 154.000 Euro Energiekosten gespart werden, wovon den Schulen selbst eine Prämie in Höhe von 101.000 Euro ausgezahlt werden kann.
Diese Prämie wird anteilig, je nach Einsparerfolg, auf die Schulen aufgeteilt.
Das Projekt „abgedreht?!“ wird seit 1997 erfolgreich durchgeführt und bringt sowohl für den Klimaschutz als auch für die Geldbeutel von Stadt und Schulen Gewinn.

Lebendig flankiert werden die engagierten Klimaschutzbemühungen der Schulen in diesem Jahr von einem Aktionstag am Mittwoch, 26. November. Unter dem Motto „Oldenburg dreht ab“ sind alle Oldenburger Schulen aufgerufen, um 8 Uhr für eine Stunde den Strom und eventuell auch die Heizung auszustellen.
Dadurch soll ein symbolisches Zeichen für den Klimaschutz und eine nachhaltige Entwicklung gesetzt werden. Das dunkle Klassenzimmer, Kopierer, Tageslichtprojektoren, Aufzüge und automatische Türen, die nicht funktionieren... all das gibt Anstoß, um mit den Schülerinnen und Schülern über unseren Energiekonsum, unseren Ressourcenverbrauch und unseren Lebensstil nachzudenken.

„Mit dem Aktionstag möchten wir das abgedreht-Projekt stärken und das Themenfeld Energiesparen, Klimaschutz und Nachhaltigkeit noch wirkungsvoller in den Schulen verankern“, erläutert Christel Sahr vom Regionalen Umweltbildungszentrum Oldenburg (RUZ). Um den Lehrkräften Ideen, Konzepte und Materialien für die Gestaltung des Aktionstages zu geben, findet in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde ein vorbereitender Fachtag am Dienstag, 30. September, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt.
In Workshops und Vorträgen werden zum Beispiel ein Klimafrühstück, Recycling-Produkte, ein Repair-Café und das Klimaspiel „Keep Cool“ vorgestellt. Außerdem werden an diesem Tag die Urkunden an die teilnehmenden Schulen des Projektes „abgedreht?!“ übergeben.

Begleitend wurde der Fotowettbewerb NachHALT!igkeit initiiert: Das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst und das Umweltbildungszentrum laden Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 aus Schulen in Bremerhaven, Bremen und Oldenburg ein, Fotos von Orten, Dingen oder Situationen in denen sie sich nachhaltig verhalten oder Nachhaltigkeit in ihrem Alltag entdecken, einzureichen.
Die Gewinner werden am Aktionstag im November gekürt und erhalten attraktive Preise.

Weitere Informationen gibt es unter www.oldenburg.de/oldenburg-dreht-ab .
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Pflanzaktion an der Oberschule Osternburg

17.03.2014 07:49 Uhr

62. Tag des Baumes

Bedeckter Himmel und hohe Luftfeuchtigkeit an diesem 16. März 2014, also »bestes Pflanzwetter«, wie Stadtbaurätin Gabriele Nießen zur Begrüßung der prominenten und weniger prominenten freiwilligen Pflanzhelferinnen und -helfer sagte. Nießen, die den kurzfristig erkrankten Oberbürgermeister Gerd Schwandner vertrat, erinnerte daran, dass der Tag des Baumes 1951 von den Vereinten Nationen proklamiert und bereits ein Jahr später auch in Deutschland eingeführt worden war. »In Oldenburg, das von Anfang an dabei war, ist dieser Tag immer in größere Projekte eingebunden gewesen«, so Nießen.

Rund 100 Menschen nahmen an diesem Sonntagvormittag Spaten und Schaufel in die Hand, um auf dem Pausenhof der Oberschule Osternburg vier Trompetenbäume und eine Hainbuchenhecke zu pflanzen. Schulleiterin Marlies Ramien dankte dem Amt für Umweltschutz, dass »die Aktion in diesem Jahr hier bei uns stattfindet und wir so einen grauen in einen grünen Bereich umwandeln können«, außerdem auch dem Fachdienst Stadtgrün für die gute Vorbereitung der Aktion. Die schnell wachsenden, robusten Trompetenbäume sollen zusammen mit der ebenfalls robusten Hainbuchenhecke einen Rückzugsbereich für die älteren Schülerinnen und Schüler bilden, erklärte Ramien.

Musikalisch begleitet wurde die Pflanzaktion vom Wahlpflichtkurs Musik, und zur Belohnung und Stärkung für alle Beteiligten wurde im Anschluss in der Mensa Bockwurst mit Kartoffelsalat gereicht.

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»Unangemessen, überzogen und inakzeptabel«

19.02.2014 09:05 Uhr

NABU-Geschäftsführer Wohlers entsetzt über massive Baumfällpläne an Edewechter Landstraße

Entsetzt hat sich NABU-Bezirksgeschäftsführer Rüdiger Wohlers über die Pläne geäußert, im Zuge des Ausbaus der Edewechter Landstraße 29 Bäume zu fällen, darunter auch besonders große Eichen. »Das ist unangemessen, überzogen und inakzeptabel«, sagte Wohlers. »Diese Pläne müssen dringend kassiert werden, wenn nicht das 'westliche Tor' der Stadt ihren Charakter verlieren soll«, forderte der NABU-Geschäftsführer. »Diese Planung hat jedes Augenmaß verloren!«

»Es kann doch nicht sein, dass 30 Jahre, nachdem sich beherzte Bürger bei der damaligen Baumfällaktion - einer der schlimmsten, die in Oldenburg je stattfanden - schützend vor die Bäume gestellt haben, an der Edewechter Landstraße erneut die Säge kreischen soll. Da ist offenbar jedes Maß an Sensibiität verloren gegangen. Es muss auch einen Weg geben, eine Planung ohne eine solche, massive Baumfällung zu realisieren!« sagte Wohlers, der 1984 ebenfalls zu den Protestlern gehörte.

»Die 'Übermorgenstadt' muss aufpassen, nicht in die Beliebigkeit zu marschieren, was Baumerhaltung und Ästhetik betrifft«, mahnte der NABU-Geschäftsführer. »Überhaupt anzudenken, Eichen mit einem Umfang von über zwei Metern einer Verkehrsplanung zu opfern, passt nicht ins 21. Jahrhundert.« Wohlers rief die Ratsfraktionen auf, dieses Damoklesschwert zu entschärfen und die Bäume an der Edewechter Landstraße zu retten. An viel zu vielen Stellen in der Stadt sei gerade in den letzten Jahren bereits wertvoller Baumbestand geopfert worden.
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Siedlergemeinschaft hat NABU auf ihrer Seite

17.10.2013 06:15 Uhr

NABU-Stadtgruppe kritisiert geplante Verrrohrung der Straßengräben an der Siebenbürger Straße

Als "nicht mehr zeitgemäß" und "unsinnig" lehnt die Stadtgruppe des NABU die im Zuge des Straßenausbaus geplante Verrohrung der Straßengräben ab und stellt sich damit hinter die dortige Initiative. NABU-Vorsitzender Rolf Grösch zeigte sich "erstaunt, dass in heutiger Zeit überhaupt noch über Grabenverrohrungen nachgedacht wird - in einer Zeit, in der allenthalben das Gegenteil in vielen anderen Kommunen vorgenommen wird und man sogar über die Wiederöffnung nachdenkt, auch angesichts von immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen." Straßengräben sollten grundsätzlich erhalten werden und als Lebensräume weiter entwickelt werden, so der NABU-Vorsitzende. Zudem sollte grundsätzlich über eine solche Maßnahme kritisch nachgedacht werden, "so lange noch nicht einmal die genaue Planung für die Querung der nahen Alexanderstraße klar ist", sagte Grösch.
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Stadt setzt auf Ökostrom

15.10.2013 23:37 Uhr

Klima(+)Oldenburg startet Kampagne

Im energiepolitischen Arbeitsprogramm der Stadt Oldenburg spielt das Thema Ökostrom eine wichtige Rolle, um bereits in den nächsten Jahren einen maßgeblichen Beitrag zur Reduktion der klimaschädlichen CO2-Emissionen zu erreichen. Im Rahmen einer Ökostromkampagne strebt die Stadt bis 2020 eine bilanzielle CO2-Reduktion von über 18.000 Tonnen an. Die Stadtverwaltung bezieht für ihre Liegenschaften, dazu gehören auch alle Schulen und Kindergärten, bereits 100 Prozent zertifizierten Ökostrom und geht damit beispielhaft voran.

Auch die Straßenbeleuchtung wurde entsprechend umgestellt. Der Oldenburger Kramermarkt erzielt bei einem Stromverbrauch von circa 450.000 Kilowattstunden eine CO2-Einsparung von fast 2 Tonnen, immerhin etwa 0,2 Prozent des städtischen Klimaschutzzieles bis 2020. Einige tausend Privatkunden in Oldenburg und zahlreiche Unternehmen, so zum Beispiel die Weser-Ems-Halle, haben schon umgestellt und tragen damit vorbildlich zur Energiewende bei.

„Der Preisvergleich zeigt, dass Ökostrom aus Wasser, Wind und Sonne schon vielfach zu günstigeren Konditionen zu haben ist als viele konventionelle Stromprodukte aus Kernkraft und Kohle. Trotzdem haben die meisten Haushalte noch nie ihren Stromversorger beziehungsweise das Stromprodukt gewechselt. Dabei ist das denkbar einfach“, sagt Gerd Iwanuk, Leiter des Fachdienstes Umweltmanagement der Stadt und verantwortlich für Klima(+)Oldenburg. „Im Internet kann man eines der bekannten Vergleichsportale aufrufen. Als Suchbegriff wird zum Beispiel Strom oder Ökostrom eingegeben. Wer sich damit nicht so auskennt, kann sich jederzeit auch an die Klimaschutzleitstelle der Stadtverwaltung wenden unter Telefon 0441 235-3089.“

Klima(+)Oldenburg, zu deren Mitgliedern bekanntlich die Verbraucherzentrale, BUND und NABU gehören, empfiehlt Produkte ohne Vorauskasse oder Kaution, mit kurzen Kündigungsfristen und begrenzten Vertragslaufzeiten (1 bis 2 Jahre). Die Tarife sollten eine eingeschränkte Preisgarantie haben (diese begrenzt sich auf den Energiekostenanteil sowie die Netznutzungsentgelte, nicht aber auf sämtliche Steuern, Abgaben und Umlagen. Bei Änderungen von Steuern, Abgaben oder Umlagen können die Preise entsprechend angepasst werden). Pakete mit Mehr- oder Minderverbrauchsregelungen sind oft am günstigsten, aber „gefährlich“, weil Minderverbräuche nicht erstattet werden.

Aus der Steckdose kommt natürlich auch nach einem Wechsel zu einem Ökostromprodukt physikalisch der sogenannte Strommix; dieser ändert sich aber mittelfristig in dem Maße zugunsten von Ökostrom, je weniger herkömmlicher Strom eingekauft wird. „Somit kann jeder Verbraucher einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und muss nicht erst nach dem Staat rufen“, betont Gerd Iwanuk. „Wichtig ist, dass die Stromherkunft durch ein Zertifikat eines unabhängigen Instituts nachgewiesen wird. Diese Institution sieht die Verträge und Rechnungen eines Ökostromanbieters durch und kontrolliert, ob tatsächlich die entsprechende Menge an Strom aus den jeweiligen Anlagen eingekauft wurde. Zusätzlich gibt es noch Label, also Markenkennzeichnungen, für ökologische Spitzenprodukte, zum Beispiel das „Grüner Strom Label“ (GSL), mit dem garantiert ein fester Betrag je Kilowattstunde in neue Ökokraftwerke wie Solar- oder Windkraftanlagen, infrastrukturelle Maßnahmen wie Stromspeicher oder intelligente Netze und in die Erhöhung der Energieeffizienz fließt.“

Die Stadtverwaltung stellt im Rahmen der Ökostromkampagne über die Arbeitsgruppe Klima(+)Oldenburg leicht verständliche Informationen im Internet unter www.klimaplus-oldenburg.de, in den Medien, durch Flugblätter und im Rahmen von Beratungsaktionen bereit. Die obige Hotline unter Telefon 0441 235-3089 steht allen Interessierten ab sofort kostenlos zur Verfügung.
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Neue Infotafeln für Bahndammgelände Krusenbusch

28.06.2012 06:30 Uhr


Wissenswertes über das Naturschutzgebiet

Zum Sommerbeginn stellt die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Oldenburg im dritten Naturschutzgebiet, dem Bahndammgelände Krusenbusch, neue Informationstafeln auf.
Auf Antrag der Stadt Oldenburg hat das Land Niedersachsen über den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt.
Die drei Hinweistafeln sind passend gestaltet zu den bereits in den Vorjahren aufgestellten Tafeln in den Naturschutzgebieten Everstenmoor und Bornhorster Huntewiesen.
Die Tafeln bieten viele interessante Informationen über das Naturschutzgebiet und befinden sich im Eingangsbereich Klingenbergstraße, inmitten des Gebietes sowie im südlichen Bereich Höhe Bümmersteder Tredde.

Das Bahndammgelände Krusenbusch mit einer Größe von etwa 53 Hektarliegt im südöstlichen Teil der Stadt Oldenburg und zieht sich als etwa 3 Kilometer langes aber nur maximal 200 Meter breites Band vom Sprungweg bis zur Autobahn A28. 1998 wurde es als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Es ist eines der wenigen Naturschutzgebiete in der Region, das von Menschenhand geschaffen und nach Nutzungsaufgabe der Natur überlassen wurde.
Von 1911 bis 1976 wurde auf dem Gelände ein Güter-Rangierbahnhof betrieben.

Nach Rückbau der Gleisanlagen konnten sich auf dem bis zu 5 Meter mit Sand aufgeschütteten Bahndamm mit unterschiedlichem Oberflächenrelief sehr vielfältige Lebensräume entwickeln:
Wie ein Mosaik liegen sowohl trockene, sandige als auch kalkreiche oder feuchte Biotoptypen eng nebeneinander. Mit fast 400 Pflanzenarten weist das Gebiet für das Oldenburger Stadtgebiet eine einzigartige Flora auf.
Typisch ist der Sandmagerrasen, von besonderer Bedeutung ist aber auch die Vielfalt der Insekten. Einige der hier vorkommemden Arten wie Tausendgüldenkraut, Natternkopf, Silbergras, Sandsegge, Sandkäfer, Ödlandschrecke und Blindschleiche sind neben einem informativen Textteil auf den Tafeln abgebildet.

Da viele Verhaltensweisen der Bevölkerung allein aus Unwissenheit dem sensiblen Naturschutzgebiet schaden können, wird außerdem auf die wichtigsten Verhaltensregeln aufmerksam gemacht.
So ist das Betreten nur auf den Wegen und das Ausführen von Hunden das ganze Jahr über nur angeleint gestattet.
»Leider wird auch beobachtet, dass Unrat und Hausmüll in dem Gebiet abgelagert werden. Graffiti auf den zur Wegemarkierung ausgelegten Findlingen verunzieren das Gebiet«, so Robert Sprenger, Fachdienstleiter Naturschutz und technischer Umweltschutz, Stadt Oldenburg. »Die Untere Naturschutzbehörde bittet daher um Aufmerksamkeit der Mitbürger, um das sensible Gebiet nicht zu verunstalten oder Lebensräume zu gefährden.«

Zur Erhaltung dieses vielgestaltigen Gebietes ist die regelmäßige Pflege, manchmal auch der Einsatz mit schwerem Gerät, zum Beispiel zum Freilegen der Sandflächen, notwendig.


Bild: Stadt Oldenburg
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Gefährdete Vögel überwintern
in den Bornhorster Huntewiesen

01.02.2012 00:05 Uhr

Betreten des Naturschutzgebietes nicht gestattet / Dies gilt auch für Eisflächen

Viele Oldenburger nutzen in diesen Tagen das Gebiet der Bornhorster Huntewiesen für einen Spaziergang, um die einzigartige Vogelwelt zu bewundern.
Die Stadtverwaltung möchte hiermit aber alle Bürgerinnen und Bürger darauf aufmerksam machen, dass es sich bei den Bornhorster Huntewiesen um ein Naturschutzgebiet handelt, in dem viele seltene Vogelarten leben.
Dieses Gebiet darf laut Verordnung vom 20. März 1991 nicht betreten oder befahren werden. Dieses Betretungsverbot gilt auch für die Eisflächen.

Das östlich von Klein Bornhorst und nördlich der Hunte gelegene Naturschutzgebiet Bornhorster Huntewiesen ist ein wertvoller Baustein des europäischen Schutzgebietssystems NATURA 2000.
Aufgrund seiner herausragenden Bedeutung als Lebensraum für viele Brut- und Rastvogelarten ist es wichtiger Bestandteil des Europäischen Vogelschutzgebietes *Hunteniederung*.

»In Folge der häufigen Überschwemmungen der Niederungsflächen in den Herbst- und Wintermonaten prägen vor allem Gänse, Schwäne und Entenvögel das Bild der Bornhorster Huntewiesen in der winterlichen Jahreszeit«, so Robert Sprenger, Leiter des Fachdienstes Naturschutz und technischer Umweltschutz der Stadt Oldenburg.

»Auch in diesen Wochen lassen sich hier wieder tausende Gänse und andere stark gefährdete Vogelarten als Überwinterungsgäste von den umgebenden Deichwegen bewundern und stellen ein einzigartiges Naturschauspiel dar.
Die großen Überschwemmungsflächen werden von den Vögeln als nächtliche Schlafplätze und als Ruheplätze benötigt und genutzt. Aufgrund ihrer großen Fluchtdistanzen und zur Wahrung ihrer Energiereserven ist es für die Vögel überlebenswichtig, dass sie an ihren Rast- und Schlafplätze nicht gestört werden, denn jegliches Auffliegen verbraucht die zum erfolgreichen Überwintern dringend benötigten Fettreserven«, so Sprenger.

Auch die östlich an die Bornhorster Huntewiesen angrenzenden Flächen des Moorhauser Polders sind Bestandteil des Europäischen Vogelschutzgebietes *Hunteniederung* und dürfen als wichtiger Brut-, Nahrungs- und Rastplatz vieler bedrohter und streng geschützter Vogelarten nicht betreten werden.
Infolge der sich stetig verändernden Wasserstände und der zahlreich vorhanden tiefen Siele, Gräben und Stillgewässer besteht beim Betreten der Eisflächen in den Naturschutzgebieten Bornhorster Huntewiesen und Moorhauser Polder akute Lebensgefahr.

Die Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, die einzigartige Vogelwelt nur von den umgebenden Deichwegen zu betrachten.
Dies ist zum Beispiel im Rahmen einmal monatlich angebotener fachkundiger Führungen möglich, deren Termine in der Presse angekündigt werden.
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Projekt »Baumpfade in Oldenburg«

18.01.2012 08:30 Uhr
NABU unterstützt Baumpflanzungen

Mit dem Projekt: »Baumpfade in Oldenburg - Klimaschutz und Lebensraumerhaltung« weist der NABU Oldenburger Land besonders mächtige oder alte heimische Bäume im Stadtbereich zu einem informativen »Baumpfad« aus, der auf die Wichtigkeit von Bäumen für das Stadtklima und als Lebensraum für viele tierische Stadtbewohner hinweist.

Die Bäume, die wir heute bewundern, sind schon vor langer Zeit gepflanzt worden. Damit die Stadt Oldenburg auch in Zukunft grün bleibt, und zukünftige Generationen von Stadtbäumen profitieren können, werden im Rahmen des Projektes heimische Laubbäume gepflanzt. Wie die Bäume des Baumpfades sollen diese ebenfalls gut sichtbar an öffentlichen Plätzen oder in einsehbaren Privatgärten stehen, wo eine langjährige Pflege gesichert wäre. Oldenburger Vereine, Institutionen, Schulen oder auch Privatgärtner, die auf ihrem Gelände einen Baum pflanzen möchten, können sich beim NABU melden. Die Bäume für diese Aktion werden vom NABU bereitgestellt. Unterstützt wird die Aktion von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und die Fielmann AG.
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Den Balkon zur Arche im Straßendschungel machen - der NABU gibt Tipps

17.01.2012 09:51 Uhr
Wo wilde bunte Bienen, schnelle Meisen und gaukelnde Falter sich ein Stelldichein geben

Der 7-jährige Alexander schob die Balkontür zur Seite und trat hinaus in den gleißenden Sonnenschein, der ihn hier, immerhin stolze 14 Meter - so hatte er seinen Mitschülern berichten können - über dem Gehweg der viel befahrenen Straße umfing, mit jedem Zentimeter, den er weiter ging. Und schon stand er an seinem Lieblingsplatz, dem Platz, der für ihn spannender war als die Spielekonsole, der Besuch im Zoo und auch der im Freibad: vor dem Insektenhotel, wie es seine Mutter stets nannte, die auch nie vergaß, mit einem schelmischen Lächeln hinzuzufügen: dem Hotel »mit den zweihundert Zimmern, in denen selten was frei ist und Gäste nie bezahlen müssen.« Alexander hatte wieder seine Lupe dabei. Ui, war das spannend! Er schaute genau hin. Ganz genau. Aus einem der verdeckelten Köcher - er hatte die Wildbiene vor vierzehn genau beobachten können, als sie wieder und wieder an das Loch, das sein Opa in das harte Eichenholz gebohrt hatte, zurückgekehrt war, um es zu verschließen - schien sich etwas den Weg in die sonnenverwöhnten Freiheit hinaus bahnen zu wollen. Ganz zart noch, war doch erkennbar, dass hier eine junge Wildbiene den Weg hinaus fand in die Welt, in eine Welt der Blüten, aber auch der Gefahren. Eine weitere, winzige, bunt schillernde Wildbiene auf dem Weg in die Welt. Und Alexander war dabei gewesen!

Alexander war und ist nicht der einzige, der ein »ganz besonders interessantes und unerwartetes« Reservat erlebt. Ein - sagen wir - Mini-Naturschutzgebiet - und dies dort, wo wir es am allerwenigsten erwarten werden: über den Straßen der Stadt, vielleicht sogar der brodelnden Großstadt. Auf dem Balkon!

Balkone gibt es zu Millionen in Deutschland. Manche sind gerade so groß, dass man darauf Luft schnappen kann. Andere sind fünfzig, hundert oder gar dreihundert Quadratmeter groß. Würde man ihre Grundfläche zusammenzählen, käme ein riesiges Gebiet heraus, dessen Größe sicher einer Großstadt gleichen würde! Grund genug für den Naturschutzbund NABU, darauf hinzuweisen, welche »ungeheuren Möglichkeiten bestehen, jeden Balkon zu einer Mini-Serengeti, einem kleinen Schutzgebiet vor der Glastür« zu machen, wie es Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land und selbst Inhaber eines fast fünfzehn Meter langen Balkons im dritten Stock, hoch über den Dächern der norddeutschen Großstadt, formulierte.

»In diesen Tagen rasanter Naturzerstörung und des galoppierenden Klimawandels kommt es auf jeden Quadratmeter an«, sagte Wohlers, »aber man wird dann, wenn man versucht, Natur auf den Balkon einzuladen, auch sehr schnell spüren, wieviel Freude das macht, weil jeden Tag neue Arten entdeckt werden können!«, lacht der Naturschützer, der mit seiner Frau mittlerweile mehr als 150 Pflanzenarten auf seinem Balkon heimisch gemacht hat - vom Maurerkübel, der zum Mini-Teich mit Fieberklee, Froschlöffel, Rohrkolben und Igelkolben wurde und an dem sich regelmäßig Libellen niederlassen, bis zur Felsenbirne, die, im großen Topf, Vögeln auch im Herbst noch Nahrung bietet, dem Zaunkönig, der gleich drei Nester auf dem Balkon zwischen Töpfen mit Schlehen, Holunder und Pflaume anlegte (von denen eines auch erfolgreich bebrütet wurde) bis hin zum Kleiber-Nistkasten, den - ganz klar - vier Insektenhotels, der Vogeltränke und dem kleinen Hummelnistkasten, der auch bereits Bewohner fand. »Jeder Tag auf dem Balkon ist ein Entdeckertag«, sagt Wohlers. »Die ökologische Funktion von Balkonen - auch die für den Klimaschutz - wird landläufig noch völlig unterschätzt«, betont der NABU-Geschäftsführer. »Kaum jemand ahnt, dass man insbesondere auf Balkonen, auf denen es ruhigere Ecken gibt, durchaus Nistkästen anbringen kann. Ich habe bereits Meisen-, Kleiber- und Sperlingsbruten bis zum sechsten Stock gesehen«, berichtet Wohlers. Selbst Tagesquartiere für Fledermäuse könnten dort angebracht werden, auch Spezialnistkästen für Mauerseglerkästen ließen sich erfolgreich einsetzen - für »die« Sommervögel schlechthin, die von Mai bis August ihre wendigen Flugschweifen durch die Straßenschluchten drehten. Und auch für die gaukelnden Falter kann durch die Schaffung eines geeigneten Blütenhorizonts aus Stauden und Wildpflanzen einiges erreicht werden. »Natürlich finden dort insbesondere Kinder ihren Naturbezug«, betont der NABU-Geschäftsführer: »Das Erlebnis, am Insektenhotel das Schlüpfen der jungen Wildbienen live beobachten zu können, ist durch keinen Fernsehfilm, durch keine Computerbilder ersetzbar!«

Damit möglichst viele Balkone zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen, zwischen Aachen und Görlitz in diesem Jahr zu kleinen Archen werden, hat der NABU ein sehr umfangreiches Info-Paket aus besonders gut geeigneten, ratgebenden Broschüren zusammengestellt, die alle Bereiche des naturnahen Gärtnerns umfassen, darunter auch ausführliche Baupläne für Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten. Dieses Info-Paket kann gegen Einsendung von 10 Euro angefordert werden beim NABU, Stichwort »Balkon als Arche«, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.
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